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Der Dorfjunge IVAN soll den goldenen zweiköpfigen ADLER (Beschützer des Landes), den der böse Schlüsselträger STOBED entführt hat, befreien. Zu diesen Zweck erhält IVAN von der schönen SNEGURKA (Enkelin von Opa FROST) einen silbernen RUBEL (Zaubermünze)!
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Veröffentlichungsjahr: 2022
Fünfter Teil
…Und…
was passiert währenddessen im Palast,
im Golden Zarenschrein?
Hat denn das laute Läuten der Glocken
schon die Wirkung des Schlafgrases
übertönt?
Und hat der Aufgang die Leute davon
schon aufgeweckt?
Nein…
Das bösartige Bewusstsein der Dunkelheit
nahm einfach jeden mit.
Nein…
Die gesamte Hochzeit schnarcht so sehr,
dass es unangenehm ist das zu hören.
Das „Schlafgras“ kann man
wohl nicht mehr auflösen.
Das Böse hat wohl keine Hindernisse.
Ich weiß nicht...
Ich lüge auch nicht…
Was gibt es da noch zu raten,
man sieht doch sowieso alles schon –
selbst die Sonne kommt nicht
durch die Wolken,
auch nicht der goldene Halbmond
und
die Hochzeit könnte sogar auch nicht
der grauhaarige Opa Frost wecken...
Aber warte mal…
Wer rennt denn da rum
queer durch den Palast,
ärgert sich und ist wütend?
Wer ist denn da?... Kapier ich nicht…
Wer ist denn da so solide,
lautstark, aufziehbar,
bewegt sich aggressiv und
im Helden Komplex?
Lasst mich mal schauen…
so… sie?!… die Bojarin?!
Die Schwiegermutter! Mutter
und Ehefrau!
Das Hinterland des heimtückischen Karats
und Maschas Mutter…
Während alle auf der Hochzeit waren,
bemühte sie sich einen angenehmen Platz
für die Braut und Bräutigam zu machen,
ohne dabei selbst was zu essen
und zu trinken.
Für die liebe Tochter,
für die Nachkömmlinge
und für den Schwiegersohn
hat die Bojarin ein neues Heim gekauft
mit Hähnen auf den Treppen,
brachte dort neue Möbel
und eine wertvolle Truhe,
und zwei Adler auf dem Bett,
alles was gerade in Mode ist…
…und kam letztendlich
mit der Troika am Palast an.
Hier tauchten die Freundinnen auf,
die sich wieder vertragen haben,
zu der Palastwache lächelnd,
halten sie einen Vogelkäfig.
Neid, List und Arroganz
entschlossen sich
diese unerwartete Gelegenheit
zu nutzen, um wieder
näher an Ivan zu kommen.
Den Käfig stellten sie in den Schnee,
machten die Tür weit auf,
damit die Elster in die Freiheit
losfliegen kann.
Und sofort sprang der freche Vogel
über die Mauer,
um die Wache zu ärgern
und sprang daraufhin der Bojarin
untere die Beine,
und fing an mit dem Geschreie
alle anderen Menschen zu verärgern:
„Guckt mal, Leute,
auf diese Person.
Hier ist
die verantwortungslose
Mutter der Braut!
Ihr fragt euch bestimmt,
wo sie gewesen ist?
Sie bummelte in der Stadt herum,
kaufte ihrer Tochter und Schwiegersohn
ein neues Haus, obwohl die beiden
unter dem Tisch liegen!“
Die Mutter spürte was Negatives,
fauchte den Vogel an,
hob ihre Faust auf sie:
„Was redest du da?!“
Die freche Elster
sprang auf den Zaun
und schreit sie direkt an:
„Die Mutter macht alles für die Tochter,
doch diese liegt betrunken unter dem Tisch.
Guckt mal, Leute, so hat sie
IhreTochtererzogen!“
Die Bojarin trat sie gegen die Flügel
und obwohl die freche Elster
an Feder verliert,
schreit sie weiter und weiter:
„Zu spät, denn dein Mann
flog schon mit einer anderen weg.
Man sagt sogar,
direkt von der Hochzeit der Tochter
flog dein Held mit der Snegurka
auf dem fliegenden Schlitten weg!
Der neue Bräutigam!
Er hat nämlich einen Rubel
in der Tasche,
um auf solche Schlitten zu fliegen.
Ha-ha!
Und der Zar fliegt ihnen hinterher,
und auch er fiel in die eisige Falle.
Ha-ha-ha!
Oh, ich lache mich hier gleich zu Tode.
Oh, ich sterbe hier für die Wahrheit…
Wie viel Glück muss ich gehabt haben,
um endlich ins Fernsehen zu kommen…“
Für die Frau von Karat
ist eine Welt zusammengebrochen
von solchen Nachrichten:
„Warte es ab, Ivan, du, Bösewicht.
Warte es ab du, abscheulicher Lügner…
ein guter, ehrlicher Kerl…
Für meine Familie reiße ich
deine goldenen Haare raus…
Ich aß und trank nicht
und auf der Hochzeit sang ich nicht mit,
ohne Karats Hilfe ganz allein
war ich beim Nest.
Ich brachte Möbel, Gold, Besteck
und eine große Truhe
voller Pelzmäntel,
und ein Bett mit zwei Adler,
damit zügig ein Enkelkind geboren wird.
Alles für sie, für die Jungvermählten,
damit das ganze Haus
voll mit Glück ist…
alles vorbereitet…
…und dann
verließ mich mein Mann,
und die Tochter liegt
unter dem Tisch.
