Snegurka. Neues Märchen 5 - Pavel Grünmeier - E-Book

Snegurka. Neues Märchen 5 E-Book

Pavel Grünmeier

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Beschreibung

Der Dorfjunge IVAN soll den goldenen zweiköpfigen ADLER (Beschützer des Landes), den der böse Schlüsselträger STOBED entführt hat, befreien. Zu diesen Zweck erhält IVAN von der schönen SNEGURKA (Enkelin von Opa FROST) einen silbernen RUBEL (Zaubermünze)!

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Veröffentlichungsjahr: 2022

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Fünfter Teil

 

…Und…

was passiert währenddessen im Palast,

im Golden Zarenschrein?

 

 

Hat denn das laute Läuten der Glocken

schon die Wirkung des Schlafgrases

übertönt?

 

Und hat der Aufgang die Leute davon

schon aufgeweckt?

 

 

 

Nein…

 

Das bösartige Bewusstsein der Dunkelheit

nahm einfach jeden mit.

 

Nein…

 

Die gesamte Hochzeit schnarcht so sehr,

dass es unangenehm ist das zu hören.

 

 

Das „Schlafgras“ kann man

wohl nicht mehr auflösen.

 

Das Böse hat wohl keine Hindernisse.

 

Ich weiß nicht...

Ich lüge auch nicht…

 

Was gibt es da noch zu raten,

man sieht doch sowieso alles schon –

 

selbst die Sonne kommt nicht

durch die Wolken,

auch nicht der goldene Halbmond

und

die Hochzeit könnte sogar auch nicht

der grauhaarige Opa Frost wecken...

 

 

Aber warte mal…

 

Wer rennt denn da rum

queer durch den Palast,

ärgert sich und ist wütend?

Wer ist denn da?... Kapier ich nicht…

 

Wer ist denn da so solide,

lautstark, aufziehbar,

bewegt sich aggressiv und

im Helden Komplex?

 

Lasst mich mal schauen…

so… sie?!… die Bojarin?!

 

 

Die Schwiegermutter! Mutter

und Ehefrau!

 

 

Das Hinterland des heimtückischen Karats

und Maschas Mutter…

 

 

Während alle auf der Hochzeit waren,

bemühte sie sich einen angenehmen Platz

für die Braut und Bräutigam zu machen,

ohne dabei selbst was zu essen

und zu trinken.

 

 

Für die liebe Tochter,

für die Nachkömmlinge

und für den Schwiegersohn

hat die Bojarin ein neues Heim gekauft

mit Hähnen auf den Treppen,

brachte dort neue Möbel

und eine wertvolle Truhe,

und zwei Adler auf dem Bett,

 

alles was gerade in Mode ist…

 

…und kam letztendlich

mit der Troika am Palast an.

 

 

Hier tauchten die Freundinnen auf,

die sich wieder vertragen haben,

zu der Palastwache lächelnd,

halten sie einen Vogelkäfig.

 

 

Neid, List und Arroganz

entschlossen sich

diese unerwartete Gelegenheit

zu nutzen, um wieder

näher an Ivan zu kommen.

 

Den Käfig stellten sie in den Schnee,

machten die Tür weit auf,

damit die Elster in die Freiheit

losfliegen kann.

 

 

 

Und sofort sprang der freche Vogel

über die Mauer,

um die Wache zu ärgern

und sprang daraufhin der Bojarin

untere die Beine,

und fing an mit dem Geschreie

alle anderen Menschen zu verärgern:

 

„Guckt mal, Leute,

auf diese Person.

Hier ist

die verantwortungslose

Mutter der Braut!

Ihr fragt euch bestimmt,

wo sie gewesen ist?

 

 

Sie bummelte in der Stadt herum,

kaufte ihrer Tochter und Schwiegersohn

ein neues Haus, obwohl die beiden

unter dem Tisch liegen!“

 

 

Die Mutter spürte was Negatives,

fauchte den Vogel an,

hob ihre Faust auf sie:

 

„Was redest du da?!“

 

Die freche Elster

sprang auf den Zaun

und schreit sie direkt an:

 

 

„Die Mutter macht alles für die Tochter,

doch diese liegt betrunken unter dem Tisch.

Guckt mal, Leute, so hat sie

IhreTochtererzogen!“

 

 

Die Bojarin trat sie gegen die Flügel

und obwohl die freche Elster

an Feder verliert,

schreit sie weiter und weiter:

„Zu spät, denn dein Mann

flog schon mit einer anderen weg.

Man sagt sogar,

direkt von der Hochzeit der Tochter

flog dein Held mit der Snegurka

auf dem fliegenden Schlitten weg!

 

Der neue Bräutigam!

 

 

Er hat nämlich einen Rubel

in der Tasche,

um auf solche Schlitten zu fliegen.

 

Ha-ha!

 

Und der Zar fliegt ihnen hinterher,

und auch er fiel in die eisige Falle.

 

 

Ha-ha-ha!

 

Oh, ich lache mich hier gleich zu Tode.

Oh, ich sterbe hier für die Wahrheit…

 

Wie viel Glück muss ich gehabt haben,

um endlich ins Fernsehen zu kommen…“

 

 

Für die Frau von Karat

ist eine Welt zusammengebrochen

von solchen Nachrichten:

 

„Warte es ab, Ivan, du, Bösewicht.

Warte es ab du, abscheulicher Lügner…

ein guter, ehrlicher Kerl…

 

Für meine Familie reiße ich

deine goldenen Haare raus…

 

 

Ich aß und trank nicht

und auf der Hochzeit sang ich nicht mit,

ohne Karats Hilfe ganz allein

war ich beim Nest.

 

Ich brachte Möbel, Gold, Besteck

und eine große Truhe

voller Pelzmäntel,

und ein Bett mit zwei Adler,

damit zügig ein Enkelkind geboren wird.

 

Alles für sie, für die Jungvermählten,

damit das ganze Haus

voll mit Glück ist…

alles vorbereitet…

 

…und dann

verließ mich mein Mann,

und die Tochter liegt

unter dem Tisch.

---ENDE DER LESEPROBE---