SO HEILE ICH - Tanja Höfliger - E-Book

SO HEILE ICH E-Book

Tanja Höfliger

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Beschreibung

So heile ich schildert den Heilungsweg der Autorin, die Jahrzehnte von Symptomen wie Herzrasen, Schwindel, Konzentrationsmangel, Körperschmerzen, Schwäche, Erschöpfung, Gehirnnebel, Magenschmerzen, Nachtschweiß, sehr langen Perioden, Zahnproblemen, Reflux, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Migräne, Zittern oder Schüttelfrost geplagt wurde, Im November 2018 ging nichts mehr. Sie landete als Notfall in der Klinik. "Unheilbar" lauteten die Diagnosen. Eine innere Stimme protestierte, wollte sich nicht einlassen auf "dein Körper greift sich selber an". Heute weiß sie, Heilung ist möglich. Dieses Buch, Hoffnung für ähnlich Betroffene, ist ihr Dank an Anthony William (Medical Medium)

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Seitenzahl: 289

Veröffentlichungsjahr: 2026

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TANJA HÖFLIGER

So heile ich

Mein Weg aus chronischer Erkrankung – dank ihm

© 2025 Fabulus Verlag, Ferdinandshof-Aschersleben

www.fabulusverlag.shop

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.

Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Werks darf in irgendeiner Form (durch Fotografie, Fotokopie, Mikrofilm, digitalen Scan oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlags reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

Lektorat: Fabulus Verlag

Illustration des Umschlags: Anna Sophia Petek

Typographie, Satz und Herstellung: r2| röger & röttenbacher, büro für gestaltung, Leonberg

Druck und Bindearbeiten: CPI books GmbH, Leck

Printed in Germany

ISBN Print: 978-3-9827755-5-5

ISBN E-Book: 978-3-9827755-0-0

Nicht in einen geheimen Bund sich mit dem Schmerz einlassen!

Friedrich Hölderlin

Dein Körper greift sich nicht selbst an.

Anthony William

Inhaltsverzeichnis

Prolog

Ein Wort für Rationalisten

Aufgewacht

I. Die Vorgeschichte

Lange Zeit war ich eine Suchende

Krankheit als Botschaft des Körpers

ME/CFS – Räuber der Lebensenergie

„Akzeptanz“ und „Aktivitätsmanagement“

II. Heilungswege

„Jede Krankheit beginnt im Geiste“

Heilung ist möglich

Umdenken

Energetisch heilen, gestärktes Immunsystem

Vollkommene Immunität

III. Innenansichten

„Warum spüre ich mehr als andere?“

Loslassen

Einsam oder allein

Wille vs. Vorstellungskraft

Vergebung …

IV. Widerstände

„Das muss schnell wieder weg“

Wie gehe ich mit Zweifel und Rückschlägen um?

Wenn wir in Not sind, wachsen wir

Sich Sorgen machen

V. Die Kunst der Entscheidung

Entscheidungen

In die Kraft kommen

Wachsen und gedeihen

Um Hilfe bitten

Ein Film, der heilsam ist

Zeichen des Himmels

Liebe, Licht und Mitgefühl

Wahrheit gibt Zufriedenheit

Glaube

VI. Quintessenz

Lob der wilden Blaubeere

Privatlehrer Tier

Worte mit großer Kraft

Welche Symptome ich bereits heilen durfte …

Was hat sich seither mental verändert?

Warum ich dieses Buch geschrieben habe

Anhang

Liste der No-Foods nach Anthony William

Nützliche Weblinks:

Prolog

Wo wäre ich heute ohne sein Wissen?

Was wäre aus mir geworden?

Kennst Du Anthony William, das Medical Medium?

Ich kannte ihn bis zum 19. Februar 2019 leider nicht.

Ich bildete über Jahrzehnte hinweg chronische Erkrankungen aus. Es herrschte jeden Tag Kampf, den ich nicht gewinnen konnte. Weil ich nicht wusste, wie. Meine Lebenskraft wurde immer weniger, bis mich geistige Kräfte zu ihm führten, zu meinem Leitstern fortan.

Er hat mich so viele Male gerettet, dass ich irgendwann beginnen musste, dieses Buch über meinen Heilungsweg zu schreiben. Für Dich.

Ich fühlte mich so lange verloren.

So lange, dass ich es manchmal immer noch nicht glauben kann, gefunden worden zu sein.

Ich wurde nicht vergessen, niemand wird vergessen. All denen, die sich so fühlen, möchte ich sagen: Niemand wird vergessen.

Du bist wichtig und wertvoll.

Ich war bereit, meine Gewohnheiten zu ändern, ohne zu wissen, wie sehr mir diese lebensverändernden Dinge helfen würden. Und ich war bereit, zu springen, ohne zu wissen, wohin ich sprang.

Danke, Anthony, dass du mir den Weg aus der Dunkelheit gezeigt hast. Danke, dass du mich in diesen inneren Raum meiner Kindheit zurückgeführt hast. In diesem Reich ist Leben, dort ist Freiheit, dort sind meine Freuden und nur von dort aus strahlt meine Liebe am hellsten.

All das war in diesem Raum immer noch da. Es wartete nur auf meine Rückkehr.

Doch ich brauchte deine Hilfe, um zurückzufinden. Zurück zu meiner Stärke, zurück zu meinen Wurzeln und zurück zu meinem Ursprung.

Zu dem, was ich wirklich bin.

Ein Wort für Rationalisten

Von Kurt Tucholsky stammen die treffenden Verse:

Er spürt, wie in ihm sausend

die kranken Nerven schrein.

So gibt es hunderttausend –

und jeder ist allein.

Und kann man – kann man solche Knaben heilen?

Man: nein. Sie: ja. Gesund wird nur, wer will.

Man kann ihn lösen, lockern, spalten, heilen –

und dann zu sich verhelfen, fest und still.

„Gesund wird nur, wer will.“ Ja, so ist es, und ich möchte ergänzen: „Gesund wird leichter, wer glaubt.“ Wer an die Kraft der Heilmittel glaubt, die ihm zuteilwerden, hat es weniger schwer zu heilen.

Dieses Buch ist mein Dank an Anthony William, das Medical Medium. Ich glaube ihm, und es ergeht mir gut damit, an der Richtigkeit seiner Worte nicht zu zweifeln. Meine Heilung schreitet voran, weil ich konsequent beherzige, was er sagt. Ohne Abstriche.

Auf das Zweifeln und seine hinderliche Kraft komme ich in diesem Buch immer wieder zu sprechen. Viele, die mit Anthonys Gesundheitslehren in Berührung treten, zucken zurück, wenn sie hören oder lesen, dass er nur das weitergibt, was ihm der Geist des Mitgefühls, „sitzend an Gottes Fingerspitze“, ins Ohr spricht.

Im schlimmsten Fall sagen sie: Herrjeh, wieder so ein Spinner!

Und im besten Fall: Ach was, das spirituelle Zeugs glaub ich nicht – aber seine Ernährungsempfehlungen machen mich trotzdem gesund.

Wer also unter Euch Lesern zu den Rationalisten zählt, muss nicht fürchten, ich wolle ihn missionieren. Du kannst dich mit der banalen Weisheit begnügen: Wer heilt, hat recht. Du magst dich, wenn dich Verstand und Ego vom Glauben an spirituelle Kräfte fernhalten, damit trösten, dass der praktische Kern von Anthony Williams Gesundungslehren ein durch und materialistischer ist.

Denn die praktische Botschaft lautet: Du kannst deine Gesundung in die eigenen Hände nehmen, indem du dich heilsam ernährst. Dahinter steckt die simple Wahrheit: „Der Mensch ist, was er isst.“ Was alles andere als eine spirituelle Aussage ist. Bekanntlich stammt der Satz von Ludwig Feuerbach. Und der war ein materialistischer Philosoph im 19. Jahrhundert.

Aufgewacht

Am 8. August 2023 saß ich in den frühen Morgenstunden in meinem Bett und versuchte Gedankenstille durch Meditation herzustellen. Daraus wurde ein Hinweis. Kein deutlicher, es war mehr ein sanfter Fingerzeig. Zielstrebig setzte ich mich nach dem Aufstehen an das Notebook, öffnete eine Datei mit Notizen, die ich schon vor längerer Zeit nur für mich angefangen hatte. An jenem Tag fiel mein Entschluss, Menschen teilhaben zu lassen. An meiner Erkrankung, das zwar auch, aber – noch viel notwendiger – an meinem Heilungsweg.

Dieser Weg beinhaltet viele Lehren und Erkenntnisse, die mir so wertvoll erscheinen, dass ich sie in diesem Buch erwähnen möchte. Bisweilen mag es scheinen, als würde ich hinter den zitierten Einsichten Dritter verschwinden. Das darf ruhig so sein. Ich beanspruche keine Autorität eines Heilers, verkünde keine eigene Lehre. Ich möchte, wenn ich zitiere, den Reichtum weitergeben, zu dem ich geführt wurde und aus dem ich das auswählte, was mir überaus hilfreich war.

Jeder einzelne Pflasterstein machte es mir möglich, den Weg der Heilung zu gehen. Die Steine können unterschiedlich groß sein, was nicht bedeuten mag, dass die kleineren von geringerer Bedeutung sind. Jeder Stein lässt mich weitergehen. Und wenn ich mich umdrehe, sehe ich all die Steine, die ich bereits hinter mir lassen durfte.

Jeder, der dieses Buch in Händen hält, wird seinen eigenen Heilungsweg gestalten können, wenn er denn möchte. Denn jeder kann wählen, wie sein eigener Weg aussehen mag und welche Heilsteine die richtigen sind, um sie in den Lebensweg einzubauen.

Das Buch ist in mehrere Teile gliedert. Das soll allen chronisch Kranken falls nötig helfen, meine Krankengeschichte in Teil 1, die Vorgeschichte, überspringen zu können. Wer sich noch unangenehm getriggert fühlt von Berichten über Krankheiten, sollte den ersten Teil vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt lesen. Ich wünsche allen Lesern segensreiche Heilungen.

Alle Geisteszustände reproduzieren sich.

(Neale Donald Walsh)

I. Die Vorgeschichte

Lange Zeit war ich eine Suchende

Als Kind war ich fröhlich und unbeschwert. Trotz aller Umstände. Eltern geschieden, angeblich wenig Geld. Von den äußeren Umständen bekam ich tatsächlich nicht viel mit. Ich hatte bereits sehr früh meine Gefühle unter Kontrolle halten müssen, da mein Vater gewalttätig war. Ich war noch keine sieben Jahre alt, als meine Eltern sich trennten. Einerseits machte mich dies traurig, da ich meine eigene Vorstellung von einer harmonisch verbundenen Familie hatte. Andererseits lernte ich dabei schon früh, vor den meisten Menschen mein Herz verschlossen zu halten. Ich richtete mich schnell in einer Welt voller Freude, mit Tieren und dem Wald ein. Und mit der Familie, die mir geblieben war, meinen Liebsten.

Ende der 1970er Jahre, ich war vielleicht gerade mal acht oder neun Jahre alt, sah ich im Fernsehen, wie Menschen vor Weihnachten über ihre Wünsche befragt wurden. Verwirrt schaute ich auf eine Dame mittleren Alters, die in die Kamera sprach: „Ich wünsche mir zu Weihnachten nichts Materielles, ich wünsche mir nur, keine Sorgen mehr haben zu müssen.“

Sorgen? Was waren Sorgen?

Warum wünschte sich diese Dame so sonderbare Dinge, die ich nicht verstand. Warum nicht ein Pferd, warum nicht einen See zum Schwimmen in ihrer Nähe?

Es kamen weitere Fragen hinzu. Glaubhafte Antworten konnte mir niemand geben. Die Welt der Erwachsenen war mir fremd. Und blieb es lange Zeit auch.

Der mir verbliebene Großvater verstarb, als ich sieben Jahre alt war. Das Haus war voller Trauer. Ich selbst nahm nur wahr, wie sehr mich die Anwesenheit aller Familienmitglieder beglückte.

Der Trauergottesdienst brachte mich ins Grübeln. Die Anwesenden nahmen meine Oma in die Arme und weinten mit ihr. Ich nicht. Für mich schien mein Opa nicht weit weg von mir zu sein. Er war irgendwie noch da. Warum weinten dann alle? Stimmte etwas nicht mit mir? Die Überlegung, wie ich zu Tränen kommen könnte, stellte etwas an mit mir. Ganz langsam begann ich, mich der Welt der Erwachsenen anzupassen. Irgendwann bestand auch mein Alltag aus „sich Sorgen machen“, Panikattacken, Traurigkeit und Problemen.

Heute betrachte ich diese Zeit als Geschenk.

Die Lehren, die ich in diesem Buch erwähne, gaben mir den Mut, zu entscheiden und für diese Entscheidungen auch die Verantwortung zu übernehmen.

Das Buch spricht Themen an, die möglicherweise auch Dich und Dein Leben betreffen. Durch die Begegnungen mit weisen Menschen war ich irgendwann keine Suchende mehr. Das wünsche ich allen Menschen auf Erden. Danke, dass Du Dich für dieses Buch entschieden hast.

Krankheit als Botschaft des Körpers

Depressionen und Ängste kannte ich seit 1994. Rund zwanzig Jahre lang plagte ich mich mit ihnen herum, dann verschaffte mir ein Wandel meiner Lebensumstände deutliche Besserung. Ich wähnte mich ihnen sogar mehr oder weniger vollständig entkommen, als mir Ende November 2018 das Leben auf neue, andere Weise die gelbe Karte zeigte. Mit Herzrasen, Schweißausbrüchen und langanhaltenden, unerklärlich heftigen Magenschmerzen landete ich in der Notaufnahme. Eine Krankenschwester tat, was die ärztliche Routine als Erstes verlangt: Sie maß den Blutdruck, der auf 100/170 gestiegen war, und den Puls, der bei alarmierenden 160 Schlägen lag. Als der Arzt kam, sah er sich mit Ultraschall mein Bauchinneres an, was ohne Befund blieb, nahm Blut ab und gebot mir streng, auf der Untersuchungsliege zu bleiben. Dann hieß es warten, während die Gedanken unruhig kreisten. Es dauerte eine Weile, bis der Befund aus dem Labor Klarheit brachte. Die Marker im Blutbild ergaben die Diagnose Schilddrüsenüberfunktion. Den Ernst der Erkrankung hätte ich zwar früher erkennen können, mein Körper hatte sich deutlich genug gemeldet, mein Kopf brauchte jedoch extra eine fachliche Unterweisung.

„Wir müssen Sie stationär aufnehmen.“

„Bitte nicht, ich möchte lieber nach Hause.“

„Gut, es ist ohnehin Wochenende, da passiert hier nicht allzu viel mit den Untersuchungen. Haben Sie denn jemanden zu Hause, der sich in nächster Zeit um Sie kümmern kann?“

Das saß. Was ich zu Beginn meiner Symptome nicht wahrhaben wollte, hatte der Arzt soeben ausgesprochen. Ich war ab sofort auf Hilfe angewiesen. Dazu fühlte ich mich eigentlich zu jung. Weitere Worte des Arztes nahm ich nur noch bruchstückartig wahr.

„Absolutes Sportverbot … lebensbedrohlich … Intensivstation … Koma.“

Auf der Heimfahrt fühlte ich mich vollkommen elend. Die in der Klinik verabreichten Schmerzmittel halfen nicht und meine Psyche sah sich vor eine Aufgabe gestellt, der sie sich nicht gewachsen fühlte. Wie leicht werden Ratschläge ausgesprochen, ohne die jeweiligen Lebenssituationen zu kennen, in denen Menschen stecken?

„Vermeiden Sie jeglichen Stress, denken Sie positiv, lassen Sie die Vergangenheit hinter sich.“

Ärzte haben mit diesen Empfehlungen ohne Zweifel recht. Sie wollen vor allem Hilfe leisten. Also musste es doch irgendwie möglich sein, Stress zu reduzieren. Was war nur los mit mir? Wo war die Leichtigkeit aus meiner Kindheit geblieben? Angst hämmerte sich einmal wieder pochend durch meinen Körper. Samt Schüttelfrost.

Mein Hausarzt sollte sich an diesem Tag noch einmal meinen Gesundheitszustand ansehen. Er verabreichte mir zusätzlich einen Betablocker, um mein Herz-Kreislaufsystem zu stabilisieren. Es war zum Verrücktwerden, denn bei einem einzigen Medikament blieb es nicht. Weitere sollte ich nehmen, obwohl ich diese chemischen Produkte weder vertrug noch mochte. Auf dem Nachhauseweg fiel mir wieder ein, was zu dieser Abneigung beitrug. Ich hatte einmal gelesen, dass der Terminus phármakon bei den Griechen sowohl „Heilmittel“ als auch „Gift“ bedeutete. Einige spätere Quellen wie Herodian verwendeten das Wort katharma (κάθαρμα, „Abfall“, „[unbrauchbare] Reste des Opfers“) im Sinne von von pharmakós. Und ein häufiges Synonym für pharmakós war früher perípsema (πɛρίψημα), was so viel bedeutete wie „Unrat“ oder „Dreck“.

Aber diese Gedanken nutzen mir gerade wenig. Ich musste meinem Körper mithilfe dieser verordneten Medikamente Halt geben. Ich wusste nicht, wie ich mir sonst noch hätte helfen können. Für düstere Gedanken hatte der Klinikarzt gesorgt, als er mich vor möglichen Komplikationen in meinem Krankheitsverlauf warnte. Das machte mir zusätzliche Angst. So suggestiv, wie ich zu der Zeit meiner Angsterkrankung ohnehin schon war, war dies ein Leichtes.

Zu Hause angekommen, konsultierte ich sofort die Google-Suche. Was da zu finden war, klang nicht gut. Das Schilddrüsenmedikament stand auf irgendeiner farbigen Liste. Im dazugehörigen Bericht warnte ein Arzt, wie stark das Medikament sei, und erklärte, warum es mit Vorsicht und unter ständiger ärztlicher Kontrolle eingenommen werden müsse. Weiter las ich, dass es sich bei einer Schilddrüsenüberfunktion um eine Autoimmunerkrankung handeln würde, die mein Körper selbst zu verantworten hätte. Ich las: Unter Autoimmunerkrankungen ist eine Fehlsteuerung des Immunsystems zu verstehen, bei der körpereigene Strukturen – Zellen und Organe – angegriffen werden. Daraus resultieren unterschiedlichste Krankheitserscheinungen, von Typ-1-Diabetes und Multipler Sklerose bis hin zu Psoriasis und Rheuma. Autoimmunerkrankungen sind nicht ansteckend. In vielen Fällen liegt eine genetische Veranlagung vor, die genauen Entstehungsursachen sind jedoch nach wie vor weitgehend ungeklärt. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer. (Quelle: Gesundheit.gv.at)

Mein schmerzender Magen brauchte eine Pause vom „Nicht verzagen, Google fragen“. Maximal verwirrt schloss ich das Internet. Der letzte Funken Hoffnung wurde soeben gelöscht. Weg war er. Zurückgeblieben ein Häufchen Elend. Zitternd, schmerzerfüllt und unsagbar traurig.

Doch aufgeben wollte ich noch nicht. So spürte ich zwei Wochen später nur noch nach dem Essen eine Ahnung von Magenschmerzen. Darüber war ich sehr froh. Dennoch begriff ich, was der Klinikarzt meinte, als er mich nach einer Hilfe im Haushalt gefragt hatte. Jede Tätigkeit fiel mir schwer. Spaziergänge waren fast nicht mehr möglich; die eigenen Haare zu einem Zopf zu flechten, gehörte der Vergangenheit an. Selbst ein Pferdeschwanz musste schnell gehen, da ich meine Arme nicht mehr lange genug dafür anheben konnte. Heute klingt alles unglaublich, wenn ich diese Aufschriebe von damals wiederlese. Aber es ist die volle Wahrheit. Ich war krank, richtig schlimm krank.

Die Magenschmerzen wurden zwar stetig besser, aber mein Körper fing an, sich gegen das starke Medikament (Carbimazol) zu wehren. Ich bekam am gesamten Oberkörper juckende Pusteln, die sich großflächig ausbreiteten. Es wurde unerträglich. So musste ich den bisherigen Medikamenten auch noch ein Antiallergikum hinzufügen, um es aushalten zu können.

Ein Medikamentenwechsel von Carbimazol auf Thiamazol brachte leider auch keine Besserung, sodass ich nach kurzer Dauer der Einnahme wieder bei dem Ursprungsmedikament landete, inklusive Antiallergikum.

Engmaschige Blutkontrollen waren notwendig.

Anhand des Titers, einer Bestimmung der Antikörper im Blut, kreiste der Arzt meine Erkrankung näher ein. Das Kind bekam einen Namen: Morbus Basedow. Wieder gab ich in die Suchfunktion meines Computers die Diagnose ein, wieder war ich nach dem Lesen maximal erregt.

Die Ursache der Basedow-Krankheit ist eine Autoimmunreaktion: Das eigene Abwehrsystem bildet Antikörper, die sich an die Schilddrüsenzellen anheften. Die Zellen werden dadurch angeregt, sich zu vermehren und mehr Hormone ans Blut abzugeben als nötig. In der Folge geraten die Körperfunktionen, die von Schilddrüsenhormonen gesteuert werden, aus dem Gleichgewicht.

Bleibt eine Basedow-Krankheit unbehandelt, steigt das Risiko für typische Spätfolgen einer Schilddrüsenüberfunktion. Dazu gehören Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Vorhofflimmern oder häufige Knochenbrüche durch Osteoporose.

Selten kommt es zu einer schweren Entgleisung des Schilddrüsenhormon-Haushalts, einer sogenannten thyreotoxischen Krise. Hohes Fieber, Erbrechen, Unruhe und Angstzustände sind Warnzeichen. Betroffene müssen rasch im Krankenhaus versorgt werden, weil Komplikationen wie Herzrhythmusstörungen, Bewusstlosigkeit und Kreislaufversagen möglich sind. Auslöser dieser Komplikation können zum Beispiel jodhaltige Substanzen oder extremer Stress sein. (Quelle: Gesundheitsinformation.de)

Alle zwei Wochen musste ich zur Blutkontrolle und ich merkte, dass es mir am besten ging, wenn ich mich nicht mit meiner Erkrankung beschäftigte. Wenn niemand mich auf Blutwerte reduzierte und damit Stress infolge von Angst in mir auslöste. Nach vier Wochen Medikamenteneinnahme war mein Arzt so gar nicht zufrieden. Der TSH-Wert besserte sich kaum, was ihn veranlasste, meine Tagesdosis auf das Doppelte zu erhöhen.

Außerdem solle ich mich um einen Termin bei einer nuklearmedizinischen Praxis bemühen. Dort sei abzuklären, ob sich meine Schilddrüse vergrößert oder verkleinert habe, wie stark sie Jod aufnehme, und wie es um die Bildung heißer oder kalter Knoten bestellt sei. „Knoten“ – noch so ein beängstigendes Wort. Arztmund tut Schrecken kund. Die nuklearmedizinischen Praxen seien leider recht überlaufen, er würde mir daher fünf Adressen mitgeben.

Wie recht er hatte. Mein Erfolg nach Anrufen in verschiedenen Praxen war ernüchternd. Wir schrieben den Januar 2019. Einen ersten Termin gab es frühestens im Juli 2019 in einer Praxis, morgens um sieben Uhr, eine Stunde Fahrtzeit von meinem Zuhause entfernt. Bingo!

Ein halbes Jahr der Ungewissheit. Die Medikamente wollte mein Körper nicht haben, die allergischen Reaktionen waren ohne Cetirizin nicht auszuhalten. Und mein Arzt verschrieb gar eine Verdopplung der Dosis. Meine Periode schien nicht enden zu wollen. Ich verlor unglaublich viel Blut, oft schied ich große Klumpen aus, drei Wochen lang. Kein Ende in Sicht. Die Menstruation war stark, sehr schmerzhaft und absolut kräftezehrend.

Bei einem kurzen Gang, beschienen von der Wintersonne, teilte ich meine sorgenvollen Gedanken meiner Mutter mit.

„Ich weiß nicht mehr weiter. Seitdem ich diese Schilddrüsenüberfunktion entwickelt habe, fühle ich mich so machtlos. So abgeschnitten, so abgetrennt von allem, auch von meinem Gefühl. Wenn ich dann in meiner Verzweiflung mal wieder Google frage, geht es mir jedes Mal noch viel schlechter hinterher. Die Antworten, die mir mein Rechner liefert, möchte ich nicht wahrhaben. Sobald ich lese ‚Eine Autoimmunerkrankung kommt selten allein‘, beginne ich meinen Körper auf Symptome von Diabetes und Multipler Sklerose abzuklopfen. Und so vieles passt zu den gegoogelten Krankheitssymptomen. Mich macht unendlich traurig, dass ich meinem Körper nicht mehr vertrauen kann. Warum nur richtet er sich gegen sich selbst? Alles fühlt sich seither so falsch an …“

Die Worte laut auszusprechen, half mir. Zum ersten Mal seit der Diagnose Autoimmunerkrankung schien sich ein Fenster zu öffnen. Die Momente in der Sonne veränderten etwas in mir. Wie von einer anderen Macht geführt, begann ich zu Hause, Google eine andere, positive Suchanweisung zu geben:

„Schilddrüse heilen.“

Was ich am 19. Februar 2019 noch nicht ahnte: Diese beiden Worte sollten mein Leben für immer verändern. Diese beiden Worte gaben mir die Chance auf Heilung. Heilung von angeblich unheilbaren Krankheiten.

Wenige Tage später saß ich mit klopfendem Herzen am Küchentisch.

Die Lehren, die ich in Anthony Williams Buch Heile deine Schilddrüse lesen durfte, berührten mich zutiefst. Seine Schilderungen passten exakt zu meinen Erfahrungen. Mal nickte ich dem Buch zu, mal musste ich das Lesen unterbrechen, weil mich Williams Worte tief berührten. Tränen stiegen mir in die Augen. Vor Erleichterung und auch vor Traurigkeit. Endlich erhielt ich Antworten. Und viele Stellen im Buch schenkten mir endlich wieder Lebensfreude zurück.

Sie sind nicht schuld an Ihrer Erkrankung … Es gibt keine Autoimmunerkrankungen, Ihr Körper ist immer für Sie da … Sie haben ein Recht auf Heilung … Es liegt an …

Nachdem ich das Buch zu zwei Dritteln gelesen hatte, wusste ich, dass ich durch die Lehren von Anthony William heilen konnte. Denn er heilte bereits Tausende von Menschen auf der ganzen Welt mit seinem Wissen. Ich begann, meine Ernährung ganz langsam wie empfohlen umzustellen. Die nächsten Blutuntersuchungen zeigten mir, dass ich mich endlich auf dem richtigen Weg befand. Meine Schilddrüsenwerte erholten sich innerhalb kürzester Zeit. Endgültiges Zutrauen in mich selbst und in die Lehren von Anthony schenkte mir ein Schilddrüsenspezialist. Es war ein Arzt auf Privatrechnung, der mir bereits im März 2019 einen Termin in seiner Praxis geben konnte. Der Ultraschall des privatärztlichen Spezialisten ergab einen wunderbaren Befund. Keine Knoten an der Schilddrüse, kein Rückgang des Gewebes, keine Wucherungen. Ich befand mich auf dem richtigen Weg. Endlich konnte ich die Medikamente unter Aufsicht ausschleichen und mich anschließend nur noch dem von Anthony William empfohlenen Heilungsweg widmen.

Ich danke diesem Schilddrüsenspezialisten für seine fürsorgliche Begleitung während meiner Heilreise.

Autoimmunerkrankungen gibt es nicht.

Dies war für mich wohl wichtigste Botschaft in Heile Deine Schilddrüse. Unser Körper wendet sich nicht gegen sich selbst – warum sollte er dies tun? Zu wissen, dass Erreger, namentlich Viren, meine Erkrankungen auslösten, gab mir viel Hoffnung zurück. Dank Anthony William erfuhr ich, dass das Eppstein-Barr-Virus, Stamm 4 oder 5, für meine Symptome verantwortlich war. Meine Symptome waren vielschichtig: Herzrasen, Herzstolpern, starker Schwindel, Ängste, Depressionen, Konzentrationsmangel, Wortfindungsprobleme, schlechtes Sehen, Muskelschmerzen, Körperschmerzen, Schwäche, unglaubliche Müdigkeit, Erschöpfungszustände, Gehirnnebel, Magenschmerzen, Verdauungsstörungen, Nachtschweiß, sehr lange und sehr starke Perioden, Zahnprobleme, Reflux, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Migräne, Schüttelfrost, Entzündungen in den Gelenken, verschwommenes Sehen, Wassereinlagerungen, leichte Akne, Körpergeruch und noch einiges, was das Leben nicht unmittelbar einschränkt, aber trotzdem Kummer macht, wie ein leichter, schleichender Haarausfall zum Beispiel.

Jahrzehntelang galt die Multiple Sklerose als Autoimmunerkrankung. Erst am 13. Januar 2022 publizierte das weltweit respektierte Fachmagazin Science eine umfangreiche Studie, der gemäß alles darauf hindeutet, dass eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV) die Hauptursache für die Ausbildung einer Multiplen Sklerose ist.

Anthony William hat das schon lange zuvor gesagt.

Das Magazin der Wicker-Kliniken benennt in einem Artikel unter www.wicker.de/magazin/epstein-barr-virus „Spätfolgen einer Epstein-Barr-Virus Infektion“:

Auch wenn sich die meisten Infizierten erholen, gibt es einige mögliche Spätfolgen. Das Epstein-Barr-Virus wird mit einer Reihe von Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht, die über die akute Phase der Infektion hinausgehen. Eine der auffälligsten Verbindungen ist das erhöhte Risiko bestimmter Arten von Krebs, insbesondere das Burkitt-Lymphom, das Hodgkin-Lymphom und das Nasopharynxkarzinom.

Die genaue Beziehung zwischen dem Virus und diesen Krebsarten ist komplex und wird weiterhin intensiv erforscht. So kann das Virus das Wachstum von infizierten B-Lymphozyten fördern und die Regulation des Immunsystems stören, was zu unkontrolliertem Zellwachstum führen kann. Es ist wichtig zu beachten, dass diese Krebsarten insgesamt selten sind und dass die Mehrheit der Menschen mit einer EBV-Infektion diese Erkrankungen nicht entwickelt.

Neben Krebs wurde das Epstein-Barr-Virus auch mit Autoimmunerkrankungen in Verbindung gebracht, darunter systemischer Lupus erythematodes (SLE) und Multiple Sklerose (MS). Der genaue Mechanismus, wie das Virus zur Entstehung von Autoimmunerkrankungen beiträgt, ist jedoch noch nicht vollständig verstanden und ist Gegenstand intensiver Forschung.

Ich fragte mich beim Lesen dieser oder ähnlicher Zeilen oft selbst: Wie lange hätte ich auf Ergebnisse „intensiver Forschung“ warten müssen? Hätte ich mögliche Forschungsergebnisse noch erlebt? Mich forderten diese Fragen auf, noch weitere Bücher von Medical Medium zu lesen, wie beispielsweise sein erstes Werk.

Dank Anthony Williams Buch Mediale Medizin – Der wahre Ursprung von Krankheit und Heilung weiß ich heute, dass ich meine Virenlast zu verringern vermag. Es bleibt ein Weg zu gehen, aber dieser Weg hat Streckenabschnitte, in denen ich Heilung förmlich riechen kann. Dieses überragende Gefühl nach jahrzehntelangem Kampf gegen chronische Krankheiten ist nicht zu beschreiben. Ich will jedem Mut zusprechen, dass EBV mit seinen vielgesichtigen Symptomen überwindbar ist, mögen einem diese winzigen Quälgeister noch so unüberwindbar erscheinen. Anthony William schreibt dazu in Mediale Medizin (S. 100):

Da man sich das Eppstein-Barr-Virus so leicht einfängt, ihm so schwer auf die Schliche kommt und so viele rätselhafte Symptome mit ihm verbunden sind, ist es verständlich, wenn Sie sich überfordert fühlen und sich nicht zutrauen, seine Wirkungen zu überwinden.

Aber fassen Sie Mut, denn wenn Sie den in diesem Abschnitt und im vierten Teil des Buches detailliert beschriebenen Schritten gewissenhaft und geduldig folgen, können Sie wieder gesund werden. Sie können Ihr Immunsystem aufbauen, sich von EBV befreien, den Körper verjüngen, Ihre Gesundheit wieder ganz selbst in die Hand nehmen und Ihr Leben nahezu wie gewohnt fortsetzen.

Der Heilungsprozess selbst sieht bei jedem anders aus. Wir haben bekanntlich über 60 Unterarten EBV, und dazu kommen noch die verschiedenen Ausprägungen anderer Viren (zum Beispiel Gürtelrose), die gleichzeitig präsent sein können. Jemand hat vielleicht nur eine EBV-Art, und bei jemand anderem können es zwei sein. Oder jemand hat EBV und dazu Gürtelroseviren (Varizella-Zoster-Virus oder einfach Zoster-Virus) beziehungsweise irgendein anderes Virus der Herpesfamilie. Bei manchen kann das giftige Schwermetall Quecksilber stärker vertreten sein und neurologische Symptome verursachen, während bei anderen die Kupferbelastung überwiegt und Hauterkrankungen auslöst.

Daraus folgt, dass manche Menschen nur Selleriesaft zur Besserung ihrer Symptome benötigen und sonst nichts weiter unternehmen müssen. Bei anderen kann mehr als das notwendig sein, zum Beispiel die 28-Tage-Reinigung aus diesem Buch oder eine der Reinigungskuren aus Heile Dich selbst, gegebenenfalls zusammen mit den jeweils angezeigten Nahrungsergänzungsmitteln.

Es steht noch so viel mehr in den mittlerweile neun Büchern von Medical Medium (Anthony William), die ich jedem ans Herz legen möchte. Es liegt nahe, dass man immer versucht, Symptome zu behandeln. Doch das heilt nicht. Es kaschiert nur das, worauf die Aufmerksamkeit sich eigentlich richten sollte. Symptome zeigen nur an, dass etwas nicht stimmt.

Meine Symptome wollten mir eine Botschaft überbringen. Ich wurde auf Mängel hingewiesen, von denen ich bisher nichts wusste. Besser gesagt, die ich nicht deuten konnte. Mit Anthony Williams Erklärungen über Schilddrüsenstörungen möchte ich dieses Kapitel gern abschließen. In seinem Buch Selleriesaft schreibt William:

Unterfunktion, Überfunktion, Basedow-Krankheit, Hashimoto Tyreoiditis, Knoten, Zysten, Tumore, Kropf. Diese durch mehr oder weniger starken Schilddrüsenerkrankungen werden durch EBV verursacht. Das Virus dringt in die Schilddrüse ein und schädigt ihr Gewebe, während es sich zugleich in anderen Teilen des Körpers festsetzt. Das ist der wahre Ursprung aller Symptome, die mit Schilddrüsenstörungen einhergehen.

Die Natriumclustersalze des Selleries sickern in das Schilddrüsengewebe ein und schwächen die Viren so sehr, dass sie nichts mehr ausrichten können, oder sogar absterben. Diese Salze sind so leicht resorbierbar, dass sie tief in das Gewebe der Schilddrüse gelangen und von ihr zur Verjüngung und zur Produktion ihrer Hormone genutzt werden können. Der bloße Verzehr von Selleriestangen ist längst nicht so wirksam wie der Genuss des Safts. Das gilt insbesondere bei Schilddrüsenstörungen. Es ist aber nicht so, dass die im Selleriesaft enthaltenen Stoffe gleich beim Schlucken den kurzen Weg von der Speiseröhre zur Schilddrüse zurücklegen könnten, sondern sie müssen vom Darm aus ins Blut gelangen und erreichen so erst ihr Ziel. Eine kränkelnde Schilddrüse leidet meist auch unter einer hohen Belastung mit viralen Abfällen und Giftstoffen, beispielsweise Neurotoxinen. Ist das schon lange der Fall, wird das Schilddrüsengewebe immer undurchlässiger. Hier kann der Selleriesaft reinigend und entgiftend eingreifen. Seine Natriumclustersalze binden die Abfälle so, dass sie leichter abtransportiert werden können und die Schilddrüse sich nach und nach erholt. Auch bei Knoten wirkt der Saft unterstützend. Diese Calciumknoten haben die Funktion von Gefängniszellen für EBV. Die Natriumclustersalze des Selleriesafts wirken beim Abbau solcher Verkalkungen mit und gehen zugleich auf die Viren los, die dort separiert worden sind.

Du hast deine Krankheit weder manifestiert und nochselbst erschaffen.

(Medical Medium)

ME/CFS – Räuber der Lebensenergie

Noch einmal zurück zum Anfang meiner Schilddrüsenüberfunktions-Diagnose: Mit dieser Diagnose ging eine weitere Diagnose einher: ME/CFS (die Myalgische Enzephalomyelitis / das Chronische Fatigue Syndrom). Es ist eine schwere neuroimmunologische Erkrankung, die oft zu einem hohen Grad körperlicher Behinderung führt.

Jetzt hatte ich zwei Diagnosen ohne wirklichen Behandlungsplan. Heilung schlossen die Fachleute aus. „Unheilbar“ sollte mir sagen, die Ärzte hatten mich bereits aufgegeben.

Mein Zustand war sehr schlecht. Ich war schrecklich müde, wobei müde nicht das beschreibt, was es war. Bleiern trifft es auch nicht ganz. Energielos? Auch eine zu schwache Zustandsbeschreibung.

Es ist mir nicht möglich, die Art von bleierner, energieloser Müdigkeit den Lesern zu beschreiben, die diesen Zustand nicht kennen. Die Muskeln schwach, alles fällt einem schwer. Auch die Konzentration.

Einem Gespräch zu folgen ist mit dieser Erkrankung Schwerstarbeit. Immer wieder wird man abgehängt. Verliert im Gespräch einfach so den Faden. Das Leben läuft an einem vorbei. Die Schmerzen führen zu Behinderungen, diese machen außerdem mürbe. Innen wie außen.

Ich kann es Menschen nicht verdenken, wenn sie sich nicht vorstellen können, wie es ist, mit derartigen Erkrankungen leben zu müssen. Mir würde es nicht anders gehen. Auch für diese Menschen habe ich dieses Buch geschrieben. Sie könnten besser verstehen, was vielleicht Angehörige schon betrifft oder noch betreffen kann.

Verständnis ist toll, denn allein schon über Verständnis bekommt man als chronisch Kranker so viel mehr geschenkt, als man zu hoffen wagt: Verständnis, das man als Kranker erlangt, indem Wirkungszusammenhänge nicht länger undurchsichtig erscheinen, wodurch mit der Einsicht in die Ursachen auch die Zuversicht auf Heilung wieder wachsen kann. Verständnis, das man von dritter Seite als Zuspruch und Trost erhält. Verständnis, das wir bei Anthony William finden, weil er die Symptomatiken unserer Leiden kennt und mitfühlend weiß, wie es dem Erkrankten damit ergeht. Und toll ist schließlich für mich, Leidensgenossen Verständnis zu übermitteln, und so zu Eurem Verstehen des scheinbar Rätselhaften und zu Eurer Gesundung beizutragen.

Das Erzählen meiner Geschichte und meiner Diagnosen ist mir sehr wichtig geworden, da ich es einmal „verpasst“ hatte. Dies Versäumnis ist nicht wieder gutzumachen. Vor zwei Jahren habe ich von einer guten Bekannten gehört, dass sie zwei Autoimmunerkrankungen diagnostiziert bekommen hatte. Aus meinem ersten Impuls heraus, ihr von Anthony William zu erzählen, wurde nichts. Warum, weiß ich selbst nicht so richtig. Ich habe es einfach nicht getan. Vielleicht aus mangelndem Vertrauen, vielleicht aus Scham? Ich kann es heute nicht mehr sagen. Ich weiß nur, dass ich dieses Unterlassen zutiefst bereue. Denn ein halbes Jahr, nachdem ich von ihren Krankheiten erfahren hatte, verstarb sie. Ich war geschockt und bin es bis heute. Diese liebe Person war noch jünger als ich und hatte mit ihren Erkrankungen einen so leidvollen Weg zu gehen, dass ich mir Vorwürfe mache, ihr nichts von Medical Medium erzählt zu haben. Sicher, es ist nicht zwingend, dass sie seinen Empfehlungen gefolgt wäre. Doch das spielt in solchen Fällen keine Rolle. Ich hätte ihr zumindest die Chance geben sollen zu wählen. Als ich von ihrem Tod erfuhr, stand für mich fest, dass ich die Lehren von Anthony William unbedingt verbreiten möchte. Schließlich haben sie mir das Leben gerettet. Mehr geht nicht.

Aus der traurigen Nachricht des Todes von Heike wurde ein Drängen, dieses Buch unbedingt fertig zu schreiben.

Auch wenn es mir an manchen Tagen immer noch schwerfällt, mich über längere Zeit zu konzentrieren, denke ich an alle leidenden Menschen, denen es schlechter geht als mir, und die sich nichts sehnlicher wünschen, als gesund zu werden.

Um auf die Diagnose ME/CFS zurückzukommen, würde ich gern meine Erfahrungen mit den konventionellen medizinischen Möglichkeiten teilen. Um das Ergebnis vorwegzunehmen: Es war so wie auch bei der Schilddrüsenerkrankung. Eingestandenermaßen kennt die Schulmedizin keine Therapie dieser Erkrankung, nur eine Behandlung der Symptome mit dem Versprechen oder besser: der Hoffnung auf Linderung der Beschwerden. Manche Ärzte verschreiben Medikamente, manche raten bei leichten Fällen zu einer kognitiven Verhaltenstherapie beim Psychotherapeuten, andere wiederum verordnen eine Ergotherapie. Eine Ergotherapie vor allem dann, wenn die Betroffenen schon so eingeschränkt sind, dass sie die ganz alltäglichen Verrichtungen wie sich anziehen, den Haushalt führen, sich konzentrieren methodisch üben müssen, um sie wieder ausführen zu können.

Das nennt sich dann „Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität“ – und ja, mit einer solchen Besserung wäre schon viel getan. Dennoch bleibt als traurige Botschaft hinter all dem: An Heilung ist nicht zu denken.

Auf den folgenden Seiten zitiere ich Berichte aus konventionell medizinischer Sicht über ME/CFS, die ich damals online gefunden habe. Solltest Du Dich dadurch getriggert fühlen, dann blättere einfach weiter zum nächsten Kapitel: „Jede Krankheit beginnt im Geiste“.

In meinen schlimmsten Zeiten bekam ich beim Lesen der nachstehenden Berichte starkes Herzklopfen. Heute kann ich dank Medical Medium diese Berichte neutraler sehen. Denn Heilung ist möglich, egal, was folgende Artikel einen glauben machen mögen. Bei der Suche im Internet zu Informationen über ME/CFS stieß ich beispielsweise auf die Website der deutschen Techniker-Krankenkasse. Sie sortiert dieses Leiden unter die „neurologischen Einschränkungen“ ein, die auf Schädigungen des Nervensystems zurückgehen, sei es durch Verletzungen des Gehirns oder des Rückenmarks oder auch durch „akute Ereignisse oder chronische neurologische Erkrankungen“. Die nähere Betrachtung von ME/CFS erfolgte dann in der Rubrik „Einschränkung der geistigen und körperlichen Fähigkeiten“ unter der Überschrift „ME/CFS: mehr als nur Erschöpfung“. Einleitend heißt es:

Nach einer anstrengenden Arbeitswoche, einer ausgelassenen Party oder auch einem schweren Infekt ist es normal, sich erschöpft zu fühlen. Doch was, wenn die körperliche und geistige Erschöpfung ohne ersichtlichen Grund auftritt und sich der innere Akku weder durch Schlaf noch durch Erholung wieder aufladen lässt?

Diese Worte treffen einen wichtigen Punkt, denn sie ziehen eine Trennlinie zwischen kurzzeitiger „normaler“ und undurchsichtiger, scheinbar grundloser dauerhafter Erschöpfung. Darum geht es ja: Wer an Myalgischer Enzephalomyelitis bzw. Chronischem Fatigue Syndrom leidet, wird sich zunächst einmal selbst zum Rätsel: Warum bin ich immer so schlapp? Warum fällt mir alles so schwer? Wie kann es sein, dass ich mich nach einem kurzen Einkauf bereits völlig erledigt fühle oder mich nach Treppensteigen erst einmal setzen muss? Dass ich nach dem Ausräumen der Waschmaschine und anschließendem Bettenmachen eine halbe Stunde Pause brauche? Das ist doch nicht normal!

Spätestens nach dieser Eigen-Diagnose („nicht normal!“) ist die Unruhe da, die den Erkrankten zusätzlich zu den Krankheitssymptomen mit Sorgen belastet. Immerhin war ich mit meinen Beschwerden nicht allein. Das tröstete ein kleines bisschen. Außerdem wird für die Erforschung häufig auftretender Krankheiten mehr Geld bereitgestellt als bei seltenen. Das ließ schneller auf neue Erkenntnisse und Therapieaussichten hoffen. Ich las:

In Deutschland leiden schätzungsweise 250.000 Menschen unter Myalgischer Enzephalomyelitis/Chronischem Fatigue-Syndrom, auch ME/CFS genannt. Die Dunkelziffer wird jedoch höher geschätzt. Diese komplexe neurologische Erkrankung tritt oft nach einem Virusinfekt wie etwa einer Grippe auf. Frauen erkranken häufiger als Männer.

Damals konnte ich mit dem letzten Satz wenig anfangen. Dass Frauen häufiger als Männer erkranken, stand dort hingeschrieben wie eine statistische Aussage, die ich hinzunehmen habe und zu man der weiter nichts sagen kann als: Ist nun einmal so! Erklärung gibt es nicht.

Als Leser und Zuhörer von Medical Medium wundert einen die Sache dann nicht mehr. Wir Frauen haben jeden Monat mit der Reinigung unserer Fortpflanzungsorgane viel zu leisten. Die Säuberung für einen möglichen Einzug nimmt der Körper sehr ernst. Es sollte jeden Monat möglich sein, neues Leben entstehen und wachsen zu lassen. Diese monatliche Reinigung benötigt sehr viel Energie. Laut Anthony William beansprucht die weibliche Monatsregel 80 Prozent unseres Immunsystems. Viel bleibt dann nicht mehr übrig, um den restlichen Körper zu schützen. Während der Menstruation haben es Viren bei uns Frauen leicht, sich zu vermehren. Es ist daher nur folgerichtig, wenn die Techniker-Website mitteilt: „Bei ME/CFS ist der Körper nicht mehr in der Lage, ausreichend Energie für physische oder kognitive Aktivitäten bereitzustellen.“

Nun betrifft ja diese Aussage auch den männlichen Körper. Frauen sind zwar vornehmlich, aber nicht allein von ME/CFS betroffen. Und Männer menstruieren nicht. Geschlechtsübergreifend wäre also die Aussage von Medical Medium