So werden wir ein Team - Hester M. Eick - E-Book

So werden wir ein Team E-Book

Hester M. Eick

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Beschreibung

Let's be a Team! Dog Training Made Easy What’s really important in a dog’s daily life In this guide, dog trainer Hester Eick shows you that dog training is something highly individual and flexible – she is a proponent of dog training with clear rules, and in particular much love, affection and trust. Her credo: trust yourself and your intuitions – and also trust your dog. She shows how to establish a basis for sound, everyday basic training and a good team relationship, but also how you can tackle any training problems that may already be present. In this way, everything will be sure to work out with your dog on a daily basis – stress-free, harmonious, based on partnership and individual alike.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 99

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Hester M. Eick

So werden wir ein Team

Haupttitel

Haupttitel

Über die Autorin

So werden Sie ein Team

Die Basis für den Hundealltag

Back to the Roots

Ihr Fundament

Hausregeln: Aufstellen und Einhalten

So liebt Ihr Hund das Training

Richtig trainieren und belohnen

Belohnen: Der Strauß voller Rosen

Körpersprache Mensch – Hund

SPEZIAL: Mein Tierschutzhund

Basis-Kommandos

Übungen für einen entspannten Alltag

Aus der Praxis: Alltag pur!

Das tägliche Miteinander

SPEZIAL: Mein Kleinrudel

Service

Klappen

Zum Weiterlesen

Klicks im WWW

Bildnachweis

Dank der Autorin

Impressum

Über die Autorin

(Quelle: Charlotte von Heise)

Hester M. Eick beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit der Verhaltensberatung und dem Training von Menschen und Hunden. Neben Schule, Studium und Beruf war sie stets sportlich aktiv und interessiert an Kommunikationsformen und Psychologie. Ein Hauptanliegen ihres Unterrichts ist es, bewährte und neue wissenschaftliche Erkenntnisse praxisnah für den individuellen Alltag einzusetzen.

So werden Sie ein Team

Sie wollen Ihren Hund erziehen und als Team mit ihm zusammenwachsen? Sie brauchen ganz allgemeine Tipps für den Alltag aber auch spezielle, um ein bestimmtes Problem zu behandeln?

Vertrauen pur: Zwei, die zusammengehören.

Dann sind Sie hier absolut richtig! Sie werden sehen: Es ist gar nicht so kompliziert, mit seinem Hund ein Team und fit für den Alltag zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, werden Sie mit Hilfe dieses Buches Ihren gesunden Menschen- bzw. Hundeverstand sensibilisieren, damit Sie Situationen eigenständig analysieren und Ihr Wissen auf Folgesituationen übertragen können. Sie werden feststellen, dass Ihr Problem viel kleiner ist als Sie angenommen haben. Oft kommen Sie sogar mit wenigen, einfachen Kniffen zum Ziel.

Eine Basis für den Alltag mit Hund zu schaffen – das war für mich der Antrieb, dieses Buch zu schreiben. Was müssen ich und mein Vierbeiner Grundsätzliches lernen bzw. können, um im heutigen alltäglichen Miteinander klarzukommen?

Die Regeln der Freundschaft

Viele Hundebesitzer denken, dass alle anderen Hunde brav sind und nur der eigene sich mit unklarem Aktionismus von seiner schlechtesten Seite zeigt – und dies ausgerechnet immer dann, wenn es besonders peinlich ist. Fakt ist: Es gibt viele Hundebesitzer, denen es genauso geht. Auch oder gerade, wenn sie alles richtig machen wollen. Denn durch unseren Ehrgeiz rücken wir unser Zusammenleben mit dem Hund teilweise zu stark in den Vordergrund und er bemerkt, wie extrem wichtig er für unseren Alltag ist. Dieses Wissen tut nicht jeder Beziehung gut. Aber später mehr davon.

In diesem Buch will ich versuchen, Ihnen die Regeln der Freundschaft näherzubringen und wie Sie Ihren Hund (und sich) erfolgreich trainieren, um Frust vorzubeugen. Anhand typischer Alltagssituationen, die Sie als Hundebesitzer oft erleben, erkläre ich die Hintergründe und biete Lösungsmöglichkeiten für die Zukunft an.

Zu guter Letzt: Dieses Buch erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Das kann kein Buch über Menschen und Hunde, da beide Individuen so vielfältig sind und sich auch das Leben an sich einfach rasant verändert.

INFO

Schlauer Lehrer, dummer Schüler?Hundetrainer haben die Hundeerziehung nicht neu erfunden. Das, was den Lehrenden ausmacht, ist nicht sein Wissen an sich, sondern seine Fähigkeit, dieses Wissen anderen näherzubringen.

Die Basis für den Hundealltag

Back to the Roots

Es gibt heutzutage eine Fülle von Büchern mit den unterschiedlichsten Ansätzen über die Erziehung von Hunden. Da kann man schon mal den Überblick verlieren: Welche Methode ist denn nun die richtige?

Früher ein allgegenwärtiges Bild, heute eines mit Seltenheitswert: Ein Schäfer hütet mit seinen Hunden eine Herde.

Hundeerziehung ist fast zu einer Art Glaubensfrage geworden. Gleichzeitig scheint der Weg in die Hundeschule ein vermeintlicher Garant dafür geworden zu sein, dass der Hund gehorcht. Der durchschnittliche Nachbar sieht es so: Wer lange eine Hundeschule besucht, aber immer noch einen unerzogenen Hund hat, muss schlicht unfähig sein.

In den sozialen Netzwerken geben zig Laien ihre, leider oftmals ungefilterten, Beobachtungen und Meinungen wider. Der soziale Druck, diese oder jene Methode selbstverständlich bzw. eine andere auf gar keinen Fall anzuwenden, ist riesengroß. Vielleicht fragen Sie sich, wie es eigentlich Ihr Großvater damals geschafft hat, seinen Hund zu erziehen? Dessen Hund lief einfach immer mit, kam, wenn er gerufen wurde, war unauffällig und Ihr Großvater hatte keine Methode XY angewandt. Vielleicht hörte Opas Hund nicht immer. Dann war er weg, hinter einem Hasen her. Aber Ihr Großvater musste sich nicht dem sozialen Druck der Nachbarschaft beugen.

Entschleunigen und konzentrieren

Ich gebe zu: Der Leitspruch „Back to the Roots“, also zurück zu den Wurzeln, mit dem ich gerne arbeite, ist ebenfalls eine der Schubladen der heutigen Gesellschaft. Dies betrifft die Mode genauso wie die Pädagogik, den Fitnessbereich oder unsere Esskultur. Ich will mit dieser Formel aber keine alten Zöpfe aufhängen. Denn früher war ja nicht alles besser – es war nur anders. Aber: Vom „Anders“ können wir lernen! Schieben Sie einfach einmal alle unnötigen Kleinigkeiten, alle Wenn und Aber, WhatsApp, Facebook und Co. sowie Erziehungskurse nach XY und Spezialausbildungen für Hunde beiseite. Alles weg? Ja! Ihr Handy ist noch auf Laut gestellt? Stellen Sie auch dieses stumm. Genießen Sie die Ruhe und besinnen Sie sich auf das Wesentliche. Sie sind im Früher angelangt. Dort gab es Positives und auch Negatives.

Das Positive der Vergangenheit: Damals war das Leben entschleunigt. Die Menschen hatten einfach für alles ein bisschen mehr Zeit und damit mehr Konzentration. Es gab viel weniger Hunde und damit auch weniger Konfrontationen zwischen Mensch und Hund sowie Hund und Hund. Und ein Vierbeiner musste nicht so viele Rollen ausfüllen wie in der heutigen Zeit. Früher waren unsere Hunde Jagdgefährte, Wächter und, ja: Wärmflasche. In dieser Zeit lebte der Hund Ihres Großvaters.

Heutzutage müssen sich Hunde in einer Vielzahl an Rollen zurechtfinden. Unsere Vierbeiner treffen alle 100 Meter auf einen anderen Hund, kennen dichten Straßenverkehr, Hundepensionen, lernen mit Hilfe des Clickers und besitzen neben einem Halsband noch ein Geschirr und mindestens fünf Leinen. Die modernen Zeiten sind auch für unsere Hunde komplizierter geworden! Sie müssen plötzlich nicht mehr „nur“ gut jagen oder hüten, sondern sich außerdem artig in einer Straßenbahn und im Café benehmen.

Früher war Hundeerziehung eher schwarz-weiß: Es war klar, was ein „guter und braver Hund“ war und was ein „böser Hund“. Unseren Vierbeinern wurde auch viel sachlicher entgegengetreten. Heute werden Hunde oft vermenschlicht, Hundebesitzer gehen mit ihren Schützlingen sehr emotional und mit geringer Distanz um. Dies erschwert es unseren vierbeinigen Hausgenossen, zu verstehen, was wir eigentlich von ihnen wollen.

Eindeutig negativ war früher, dass Hunde als Sache angesehen wurden, als ein Gegenstand ohne Persönlichkeit und Seele. Der Mensch setzte Pädagogik und Lerntheorie gleich mit Strenge und Drill. Dies beinhaltete auch schlimme Strafen – körperliche wie seelische. Es ist gut, dass diese Zeiten vorbei sind.

Betrachtet man mit etwas Abstand die Hund-Mensch-Beziehung der Vergangenheit, kann man daraus lernen: Obwohl Hunde nach modernster Forschung emotionale Wesen sind und über eine komplexe Sozialstruktur wie wir Menschen verfügen, ist es immer gut, einen Schritt zurückzutreten und das große Ganze zu betrachten.

Regeln? Na, klar!

Wir brauchen Regeln für unser Zusammenleben mit unserem Hund, genauso wie wir Regeln für das Zusammenleben mit anderen Menschen brauchen. Und da unser Hund von uns abhängig ist, treffen wir auch die Entscheidungen über die Regeln des Zusammenlebens – und nicht unser Hund.

Tipp

Kritisch bleiben

Seien Sie vorsichtig mit den Ansprüchen (fremder) Dritter: Es gibt viele Wichtigtuer und einige, die es gut meinen, aber denen echtes Wissen fehlt, um Ihre Situation und Ihre Wünsche wirklich bewerten zu können.

INFO

Struktur tut gutGerade weil unsere Hunde emotionale Wesen sind und über eine hochkomplexe Sozialstruktur verfügen, sollten wir sie nicht antiautoritär erziehen.

Prioritäten setzen

Lehnen Sie sich zurück. Gehen Sie innerlich Ihren Alltag durch und überlegen Sie, was Sie und Ihr Hund wirklich können müssen, um reibungslos miteinander und in unserer Gesellschaft leben zu können. Werfen Sie alles von Bord, was Sie zum Überleben mit Ihrem Hund nicht benötigen – ja, auch meine Tipps zu Tricks und Co.! Wie fühlt sich das an? Ich hoffe zuversichtlich und locker. Das Ziel ist greifbarer geworden und der Weg dorthin leichter. Den ersten Schritt in Richtung Ziel haben Sie hinter sich gebracht. Sie haben die Ansprüche (fremder) Dritter überprüft und die Situationen fest im Blick, die Ihren eigenen Alltag betreffen. Nicht den von anderen. Darum sollten Sie auch nur Ihrem eigenen Plan folgen und nicht dem eines anderen.

Eine Ausnahme bilden die Anweisungen Ihres Trainers. Denn ein guter Trainer denkt bereits zwei Schritte voraus! Wenn Sie jedoch ein ungutes Bauchgefühl bei ihm haben, sollten Sie besser wechseln. Es passen einfach nicht alle Kombinationen zusammen. Vertrauen Sie sich und Ihrem gesunden Menschenverstand!

Was ist wirklich wichtig im Zusammenleben mit Ihrem Hund? Wohnen Sie in der Stadt, gehört das ruhige Warten an der Ampel bestimmt dazu.

Checkliste für Ihren ersten Schritt zur Teambildung

❑Ich entschleunige meinen Alltag

❑Ich verlange nur von meinem Hund, was er auch tatsächlich leisten kann

❑Ich besinne mich auf frühere Grundlagen

❑Ich setze individuelle Prioritäten

Ihr Fundament

Hier erfahren Sie, welche Regeln Sie für ein harmonisches Miteinander mit Ihrem Hund aufstellen und einhalten sollten. Aber keine Sorge: Es sind Regeln der Freundschaft!

„Ich beschütze dich!“ Sicherheit und Vertrauen sind wichtige Grundlagen für das Zusammenwachsen als Team.

Es besteht ein Unterschied zwischen dem Zusammenleben mit Ihrem Hund und seiner Erziehung. Zusammenzuleben bedeutet, sich gegenseitig zu respektieren. Ihr Hund erkennt Sie als Rudelführer, respektive Familienoberhaupt an. Sie beide passen aufeinander auf und sorgen sich jeweils um den anderen. Bei Gefahr heißt es: „Wir gegen den Rest der Welt!“. Das Zusammenleben und Aufstellen von Regeln kennen Hunde aus ihrer Sozialstruktur im Rudel. Daher empfehle ich, in die hundeeigene Trickkiste zu greifen. Vermitteln Sie Ihrem Hund artgerecht, was die Regeln im Einzelnen bedeuten und dass Sie diese durchsetzen werden.

Wenn Sie Ihrem Hund etwas konkret beibringen wollen, wie zum Beispiel über eine Hürde zu springen oder auf Kommando Platz zu machen, dann ist es hilfreich, sich mit den modernen Lerngesetzen für Hunde auseinanderzusetzen. Denn das, was wir in der Regel von unserem Hund wollen, ist aus Sicht des Hundes zunächst einmal sinnfrei. Es hat nichts mit dem Über- und Zusammenleben seiner Art zu tun. Und aus diesem Grund versteht er oft nur Bahnhof. Er kann gerade zu Beginn unserer gemeinsamen Karriere nicht auf Bekanntes zurückgreifen und Assoziationen erstellen. Wie soll der Zollhund in spe auch von sich aus darauf schließen, dass er im Gepäck von Fluggästen Teile des Spitzmaulnashorns anzeigen soll? Dies bedeutet, sich als Mensch damit auseinandersetzen zu müssen, wie Hunde lernen – dabei haben viele Menschen noch nicht einmal ein Verständnis dafür, wie ein Mensch lernt. Das Wichtigste ist: Ehrlichkeit zu sich selbst und Offenheit dem Hund gegenüber.

Tipp

Die drei Team-Säulen

Echtes Teamwork basiert auf Vertrauen, der richtigen Kommunikation sowie der gezielten Anwendung moderner Lerngesetze.

Wir gehören zusammen – Gemeinschaft macht stark!

Die Regeln der Freundschaft

Eine Gruppe von Individuen kann nur überleben, wenn es Regeln für das Zusammenleben gibt. In einem sozialen Gefüge geht es um Geben und Nehmen: Ich kann schlecht den Nutzen einer Gemeinschaft einfordern, also etwa Sicherheit und ein Dach über dem Kopf, und gleichzeitig andere ständig anpöbeln, alles aufessen und generell keinerlei Rücksicht auf andere nehmen. Wenn ich also die Regeln der Gruppe nicht befolge, dann kann ich nicht deren Vorzüge genießen. Ich kann sogar ganz ausgeschlossen werden.

Hunde sind mit ihrer ausgesprochen hohen Sozialkompetenz Meister im Erkennen, Aufbauen und Akzeptieren von Gruppenregeln. Ihr Vierbeiner sieht Regeln nicht als Bestrafung oder Gefängnis an, sondern verspürt durch sie Sicherheit und Geborgenheit: Denn er weiß dadurch, woran er ist. Dass er die Regeln zwischendurch einmal in Frage stellt, liegt in der Natur der Sache. Letztendlich hilft dies auch, unseren eigenen Standpunkt zu überdenken: Haben die Regeln noch denselben Wert wie zum Zeitpunkt ihrer Einführung? Sollten wir sie vielleicht überarbeiten? Oder passen sie nach wie vor?

INFO

Rücksicht nehmenDie eigene Freiheit des Menschen hört immer da auf, wo die des anderen beginnt. Unsere Hunde können in unserer dichtbesiedelten Landschaft nicht einfach nach eigenem Gutdünken schalten und walten. Indem Sie als Familienoberhaupt Regeln für Ihr Gemeinschaftsleben aufstellen, tun Sie Ihrem Hund etwas Gutes!

Hausregeln: Aufstellen und Einhalten