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In diesem Buch erzählt der kleine Mischlingshund Sokrates - genannt Soki - zum dritten Mal aus seinem Leben. Mittlerweile schon ganze sieben Jahre alt und an manchen Stellen leicht ergraut, weiß er wieder so einiges aus seinem Alltag zu berichten. Wie immer gibt es nicht nur Geschichten die Freude verbreiten, sondern auch einige Begebenheiten die eher zu Tränen rühren. Aber so ist eben das Leben - zumindest das, vom kleinen Mickerling Soki!
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Seitenzahl: 89
Veröffentlichungsjahr: 2015
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Hallo Ihr da...
Kleiner Rückblick
Noch ganz wichtig...
Komischer Zustand
Die seltsame Krise
Zu zweit allein
Ganz was Neues
Der Riese und ich
Tagestouren
Wir gucken alte Autos an
Hurra - ich bin kein Pudel
Ich werde beleidigt
Weihnachtsmärkte
Abwechslung
Sommer
Wir helfen mal wieder
Überraschung
Zweiter Versuch
Ich am Meer
Glücklich
Wisst Ihr noch wer ich bin?
Der kleine Mickerling, der Euch ja im letzten Buch berichtet hat wie er so langsam immer größer und größer wurde. Und wie aus dem Mickerling ein ganzer Kerl wurde.
Ja, ich bin natürlich immer noch ganz groß, denn Frauchen sagt kleiner wird man erst wieder wenn man ganz alt ist.
Okay, ich habe keine Zähne mehr und ich sehe auch nicht mehr wirklich so richtig jung und sportlich aus; aber alt??? Nein von alt kann keine Rede sein.
Und unsportlich bin ich auch nicht wirklich.
Der Typ im grünen Kittel; Ihr wisst doch; der, der immer mit einer Spritze kommt, der sagt, dass ich ein ganz sportlicher Typ bin. Naja; der vergleicht mich dann mit anderen Yorkies, die ja oft ein Leben lang getragen werden und die dann im Alter ganz schön Fett ansetzen.
Nein, mich trägt keiner und so bin ich zumindest was die Figur angeht noch ganz akzeptabel....oder???
Sicher wisst Ihr noch, dass ich im letzten Buch angekündigte, dass es schon ganz bald Neues zu berichten geben würde.
Ich musste ja nur warten, bis Frauchen wieder etwas mehr innere Ausgeglichenheit gefunden hatte.
In den letzten paar Jahren ist so viel passiert... und oft ging es Frauchen gar nicht gut.
Aber ich habe das jetzt alles mit meinem Hundekumpel Mopsi besprochen und er meinte, dass es nun an der Zeit sei für mein drittes Buch.
Außerdem wusste er auch, dass es für Menschen gut ist, wenn sie über Dinge, die sie belasten, schreiben. Dann geht es ihnen danach meist besser.
Und Mopsi muss das wissen, denn auch sein Frauchen saß ganz plötzlich alleine da und alles war da noch viel schlimmer als bei meinem Frauchen und mir...
Das Mopsi - Herrchen konnte nichts dazu, dass die beiden auf einmal ganz ohne ihn dastanden. Er ist gestorben und da kann man ja nun nichts dran ändern.
Von daher muss Mopsi also wissen was er sagt. Und der meinte, mein Frauchen sollte nun endlich wieder schreiben.
Klar er hat auch gesagt, dass es schon mal sein könnte, dass sie ganz plötzlich mal mit „Pippi in den Augen“ dasitzen würde.
Ich habe keine Ahnung was das heißt.
Ich wollte ihn aber auch nicht fragen. Bin ja nicht dumm und schon gar nicht ist der Mopsi schlauer als ich.
Nun ja, ich kenne Pippi nur wie ich es eben mache und das hat nun gar nichts mit meinen Augen zu tun.
Ich stelle mich dann hochkant an einen Baum oder, wenn Frauchen mal nicht hinguckt, auch an einen Autoreifen und hebe mein Bein so hoch, dass mir oft ganz schwindelig wird. Naja und dann mach ich eben Pippi.
Aber durch die Augen kommt das bei mir nie.
Vielleicht ist es ja bei Mopsi´s Frauchen irgendwie anders. Mir auch egal. Man muss ja nicht alles wissen.
Da Frauchen noch nie Pippi aus den Augen kam wird es wohl auch in Zukunft nicht passieren; wenn ich ihr nun mein drittes Buch diktiere.
Ja so ist nun alles geklärt und ich werde Euch mal erzählen, was so alles hier passiert ist in den letzte mehr als zwei Jahren.
Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen, wobei manches gar nicht so lustig und Frauchen echt oft wie sie heute sagt „ganz unten“ war.
Das wollte ich Euch schon beim letzten Buch sagen...
Mein Frauchen und ich - okay, eigentlich ja ich und mein Frauchen - machen die Bücher ja ganz alleine. Und wir geben uns echt Mühe.
Mir gelingt das ja auch immer.
Aber Frauchen... ich will sie ja nicht verärgern; aber sie schreibt alles auf, dann liest sie es durch, dann noch einmal, und wieder und wieder...
Dann gibt sie es ihrer Freundin und die muss das Ganze dann auch noch in Augenschein nehmen.
Wenn dann alles für gut befunden wird, dann geht es an den Verlag zum drucken.
Ja und dann???
Dann dauert es meist eine Weile und irgendwann bekommen wir dann das erste Exemplar vom neuen Buch zugeschickt.
Frauchen reißt ganz nervös die Verpackung ab und ganz egal, was sie gerade tut; alles bleibt liegen und stehen... und sie setzt sich einfach irgendwo hin - einmal sogar auf den niedrigen Couchtisch im Wohnzimmer. Ihr wisst schon, der, wo die Hundekumpels immer drauf liegen dürfen wenn sie Reiki oder so etwas bekommen.
Und dann sitzt sie da und starrt jede einzelne Seite des Buches an.
Erst werden die Fotos beäugt und meist als ganz akzeptabel befunden.
Dann wird jede Seite gelesen.
Komisch, Frauchen sagt sonst immer, sie darf ihre Augen, die ja eh so blind sind, wie die eines Maulwurfs, nicht überanstrengen.
Aber davon ist dann keine Rede mehr. Sie nimmt ihre dicke Lesebrille oder notfalls sogar die Lupe, die sie immer nur benutzt, wenn sie mit mir alleine ist.
Soll doch keiner wissen wie blind sie ist...
Spätestens nach zehn Minuten der erste Entsetzensschrei. Frauchen hat trotz so vieler vorheriger Leserei einen Fehler gefunden.
Dann geht es eine Weile gut... Oh sie wird schon rot im Gesicht. Ich geh lieber in mein Hütti unterm Schreibtisch.
Noch ein Fehler.
Und dann ist es immer gleich. Sie fährt den PC hoch und sucht in den Unterlagen nach, wo das Buch ja gespeichert ist.
Na klar, wie sollte es anders sein? Da findet sie dann die Fehler auch, die sie vorher hundert Mal übersehen hat.
Wenn das bei zwei oder drei Seiten so ist, ist der Tag noch zu retten. Wenn aber mehr als vier Fehler auftauchen...
Dann sieht es gar nicht gut aus. Dann gehen wir entweder gar nicht mehr auf Gassirunde oder wir laufen drei Stunden - egal was für Wetter ist - nur damit sie ihrer Wut davon rennen kann.
Ja klar, ich verstehe das.
Mir würden solche Fehler natürlich nie passieren.
Aber ich tröste Frauchen trotzdem.
Ist doch nicht so schlimm.
Es geht doch nicht um den Literaturpreis - oder wie das heißt.
Wir schreiben doch einfach nur die Erlebnisse eines kleinen Mickerlings auf.
Da ist es doch kein Drama, wenn mal irgendwo ein Tippfehler auftaucht.
Frauchen sieht es anders. Sie könnte dann vor Wut platzen. Meist muss dann auch ihre Freundin ein Donnerwetter über sich ergehen lassen, denn die hat die Fehler ja auch nicht erkannt.
Nun wisst Ihr Bescheid.
Bitte verzeiht Frauchen den ein oder anderen Fehler - ich stehe ja auch weiterhin zu ihr.
Und sonst sagt sie ja auch immer, dass man nicht so pingelig sein soll.
Wobei natürlich auch da wieder mit zweierlei Maß gemessen wird.
Wenn ich einen Tropfen Pippi auf den Balkon mache, tut sie so, als wäre alles überschwemmt.
Wenn ein Hundekumpel der bei uns Medizin bekommt oder so etwas einen ganzen Bach hinterlässt dann ist das alles halb so wild. Man kann es doch wieder wegwischen.
Jaja, immer alles nicht so einfach zu erklären was die Menschen denken.
Aber bitte verzeiht die Fehler, denn wenn Ihr meckert (so wie Frauchen es immer mit mir macht) dann darf ich ihr bald nichts mehr diktieren - nur weil sie zu doof ist es fehlerfrei aufzuschreiben.
Oh, hoffentlich liest sie das nicht wenn sie es geschrieben hat... dann wird sie aber fuchsteufelswild und bestimmt verdammt sauer auf mich...
Ja, vor mehr als zwei Jahren fing hier alles an sich zu verändern.
Frauchen ging zwar noch immer jeden Tag mit mir spazieren und wenn ich mal krank war, dann wich sie keinen Schritt von meiner Seite; aber irgendwie habe ich ganz deutlich gemerkt, dass sie doch manchmal ganz anders war als vorher.
Sie saß dann da und tat nichts.
Das war für Frauchen völlig ungewöhnlich. Die konnte nie nichts tun. Immer machte sie was und selbst wenn sie mal am Fernseher saß, dann musste sie noch nebenbei stricken oder malen.
Naja und das änderte sich damals. Sie saß dann da und guckte nur. Und sie sah nicht glücklich aus.
Mein Herrchen kam nach Hause und ging meist sofort an seinen PC oder er machte was im Garten. Oder was noch blöder war, er redete mit Frauchen und das war dann meist nicht sehr leise.
Auch das war mehr als ungewöhnlich.
Früher war es nur Frauchen gewesen, die mal etwas lauter redete und zu der Zeit fing Herrchen immer sofort an zu schreien.
Ob der vielleicht schlecht hören konnte?
Mein Menschenopa zu dem wir immer hinfahren, der kann auch schlecht hören. Aber da müssen nur alle anderen so laut reden, der selbst brüllt nie herum.
Nun ich hatte keine Ahnung was das alles bedeutete.
Normal war es auf jeden Fall nicht.
Immer öfter stritten Herrchen und Frauchen und es ging immer darum, dass Herrchen mit anderen Frauen telefonierte und noch so andere Sachen machte, die man am Handy tun kann.
Frauchen meinte oft, dass nur die ganze Technik daran Schuld sei, dass alles so hätte kommen müssen.
Keine Ahnung was das hieß. Aber gut war das alles wohl eher nicht.
Dann irgendwann wurde es ganz laut.
Mein Frauchen hatte wieder mal mitbekommen, dass mein damaliges Herrchen möglichst leise telefonierte.
Da mein Frauchen aber schlecht sehen kann, hört sie um so besser und das hätte Herrchen auch wissen müssen.
Auf jeden Fall haben die beiden dann ganz doll herum gebrüllt und dann dauerte es nur noch ein paar Tage bis Frauchen und ich alleine waren.
Sie hatte mir gesagt, dass wir das auf keinen Fall nötig hätten; diese ganze Streiterei und alles was mein Ex - Herrchen da abzog; und deshalb würde sie nun dafür sorgen, dass der ausziehen müsse.
Was für ein Glück, ich durfte bleiben.
Ich habe mir ja auch keine anderen Neben - Frauchen angeschafft; für mich gibt es nur mein eines Frauchen.
Und heimlich mache ich schon mal gar nichts.
Wenn mir irgendwas oder irgendwer gefällt dann zeige ich das ganz offiziell. Ich bin ein Hund und niemals hinterhältig oder scheinheilig.
Frauchen sagt zwar immer, dass ich auch ein Mann bin - aber ich habe nicht so einen schlechten Charakter... Bei Herrchen war das anders.
Früher war der eigentlich ganz nett...
Aber dann begann diese komische Krise, die ja - wie Ihr aus dem letzten Buch schon wisst - fast alle Männer bekommen; und da hat er sich total verwandelt. Und das war nicht zu seinem Vorteil.
