Solveig & Jan - Andreas Degkwitz - E-Book

Solveig & Jan E-Book

Andreas Degkwitz

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Beschreibung

Solveig (25) will von Jan (70) über das Leben lernen und verliebt sich in ihn. Jan öffnet sich so eine Tür, um ein neues Leben zu beginnen. Das überrascht ihn. Als er durch diese Tür tritt, verliebt er sich in Solveig. Ihre Liebe bereichert und beglückt beide. Immer wieder finden sie sich, wenn sie zusammen sind. Was ist Liebe? Welchen Traum leben Solveig und Jan?

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Seitenzahl: 122

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Inhaltsverzeichnis

Begegnung

Wer ist sie

Wer ist er

Tanzen

Beruf

Gemeinsamer Urlaub

Marina di Ragusa

Barock

Ein Fest

Wieder zurück?

Was jetzt

Modenschau

Schmerz

Wanderschaft

Musik

Krank

Arbeit

Alter

Im Krankenhaus

Samantha

Liebe

Begegnung

Solveig läuft beschwingt die Parkallee entlang mit einem Lächeln auf den Lippen, das nicht endet, und manchmal sogar mit einer Melodie. Im Schwung ihrer Bewegungen geht sie direkt auf Jan zu, der auf einer Bank sitzt, und Solveig begeistert wie erstaunt auf sich zukommen sieht.

Die beiden sind sich schon häufig begegnet, haben aber noch nicht miteinander gesprochen. Er hat sie von Ferne und aus der Nähe gesehen und sich an der so lebendigen, jungen Frau erfreut. Ihr war aufgefallen, dass er oft auf dieser Bank sitzt oder – offenbar ohne Ziel – durch den Park schlendert und sich Leute anschaut. Er gefällt mir, denkt sie, ein gepflegter, gutaussehender, älterer Herr. Heute werden wir miteinander sprechen.

„Was ist Ihnen passiert“, fragt er sie, als sie beinahe vor ihm steht, „dass Sie so glücklich auf mich zuschweben, als komme es endlich zu der Verabredung, die immer wieder verschoben wurde?“

„Ich habe ihm eine geknallt“, trällert Solveig.

„Sie haben was?“, will Jan wissen, „eine geknallt?“

„Eine geschossen habe ich ihm“, antwortet sie, „eine, die saß, um klarzumachen, wo es jetzt langgeht. Ob er das verstanden hat?“

„Geschossen haben Sie, damit er was versteht?“

„Du bist süß, alter Mann“, antwortet sie ihm, „du verstehst es nicht, musst du auch nicht, aber du willst es.“

Solveig streicht ihm über die unrasierten Wangen und umarmt ihn.

„Wirst du jetzt gleich wieder knallen“, will Jan von ihr wissen, „oder sogar schießen?“

„Du bist süß“, flüstert sie und küsst seine Hände, in die sie ihr Gesicht schmiegt, „du schmeckst gut.“

„Lass sein“, wehrt Jan ab, „ich bin zu alt für dich.“

„Sag so was nicht“, ruft Solveig, „sag mir, wer du bist! Ich weiß nicht genug vom Leben. Lass mich mehr davon wissen und erzähle mir von dir!“

Jan tritt einen Schritt zurück und sieht sie fragend an.

„Von mir möchtest du mehr über das Leben erfahren?“, fragt Jan, „das ist doch nicht dein Ernst. Du kennst mich doch überhaupt nicht.“

„Das wird sich ändern“, erwidert Solveig, „wenn ich von dir mehr vom Leben weiß.“

Sie geht auf ihn zu und umarmt ihn, drückt ihn an sich und spricht leise in sein Ohr:

„Erzähl mir von dir und halte mich. Viele haben mich weggeworfen, die mich zuvor fest ergriffen hatten.“

„Wer hat dich weggeworfen?“, will er von ihr wissen, „was ist da passiert? Hast du dich schlecht benommen?“

„Nein, das habe ich ganz bestimmt nicht“, entgegnet sie überzeugt, „dass ich mich schlecht benehme, passiert mir doch mit fünfundzwanzig nicht. Nein, ich wurde vereinnahmt.“

„Vielleicht sogar missbraucht?“, hakt Jan nach, „auf jeden Fall aber benutzt. Trifft das zu?“

„Ja“, sagt sie erstaunt, „woher weißt du das? Wurdest du auch schon benutzt? Oder hast du Menschen das angetan?“

„Wenn du mich so fragst, sage ich ‚nein‘. Denn um dir eine Antwort zu geben, möchte ich wissen, was du unter ‚benutzen‘ verstehst“, erklärt er ihr, „wir alle wollen Liebe, Partnerschaft, Zuwendung wie auch Loyalität, Wertschätzung und Verlässlichkeit. Dafür lassen wir uns auf Menschen ein und gehen davon aus, dass dies zu unserem gegenseitigen Vorteil passiert. Warum glaubst du, benutzt, missbraucht oder vereinnahmt worden zu sein?“

„Es geht mir zu selten um mich, um meine Person und um das, was mich ausmacht“, gibt sie zurück, „meine Eltern wollen mich stets beschützen. Alle Männer, die sich um mich bemühen, wollen mich nur besitzen. Als ‚mein Schatz‘ bin ich ihre Investition.“

„Du bist hübsch, du bist schön, das weißt du. Deine braunen Augen, deine blonden Locken, dein bronzener Teint, deine ganze Erscheinung weckt das Bedürfnis, dich haben zu wollen. Du bist deinen Eltern, den Männern, die dich verehren, den Frauen, die dich beneiden, viel wert, was zu hundert Prozent für dich als eine Person mit Charakter spricht.“

„Aber diese Wertschätzung empfinde ich überhaupt nicht – weder bei meinen Eltern noch bei Männern und Frauen, die mir nahe sein wollen. Vielmehr fühle ich mich als Inventar, das funktionieren soll, und bleibe dabei auf der Strecke …“

„… wie gewinnst du Menschen für dich?“, unterbricht sie Jan, „wie gelingt dir, dass deine Eltern meinen, dich beschützen zu müssen, und die Männer glauben, dass du zu ihrem Auftritt passt und sie sich mit dir behaupten können?“

„Ist das mein Lächeln“, fragt sie ihn, „oder die Melodie, die mir manchmal auf den Lippen liegt?“, deutet sie ihm mit einer Geste an.

„Haben dir deine Eltern das Lächeln beigebracht?“, fragt er, „oder kam das von Anfang an nur von dir?“

„Das Lächeln hat mir meine Mutter auf den Weg gegeben, die Melodie kommt von mir. Gern bin ich eine Frohnatur …“, sagt Solveig.

„… und da wunderst du dich über Inbesitznahme und Vereinnahmung?“, ruft Jan.

„Wer möchte seinen Mitmenschen schon als Griesgram begegnen? Freude zu wecken und Spaß zu haben, ist doch viel besser. Aber offenbar werde ich dafür bestraft.“

„Jetzt hast du doch ihn bestraft. Du hast ihm eine geknallt, hast ihm erklärt, dass du wer bist und nicht mehr nur zu seiner guten Laune und zu seinem Vergnügen beiträgst. Das tut dir offenbar gut.“

„Ja, das beglückt mich. Da stimme ich dir zu“, erklärt sie ihm stolz, „doch lass mich etwas über das Leben wissen, süßer, alter Mann, gerne auch über dich!“

Jan nickt und nimmt ihre Bitte an, die er ihr nicht versagen will.

Wer ist sie?

Solveig stammte aus einer äußerst wohlhabenden Familie. Ihr Vater war ein erfolgreicher Bankier, ihre Mutter übte ihren Beruf als Notarin wieder aus, seit die Kinder Abitur gemacht hatten und für ihr Studium oder schon als Elternteil aus dem Haus waren. Im vornehmen Süden der Stadt bewohnte die Familie eine prächtige Gründerzeitvilla, die ein Erbstück aus der Familie des Vaters war, in einem Viertel, in dem sich viele Gebäude aus dieser Zeit befanden. Die Villa hatte viele große und kleine Zimmer, zwei Balkone, einen Wintergarten und eine riesige, zur Hälfte überdachte Terrasse. Im Sommer wurde dort gefeiert und gespeist. Umgeben war das Haus von einem großen Garten mit Büschen und Bäumen, einer schönen Wiese und einem Swimmingpool. Eine wunderbare Kindheit und frühe Jugend verbrachten Solveig und ihre vier Schwestern dort, von denen sie die jüngste war. Das schöne Haus, in dem jede Schwester ihr Zimmer hatte, und der wunderbare Garten erwiesen sich als paradiesisch; entspannt, frei und unbefangen ließ sich dort leben. Zum Bedauern ihres Vaters gab es keine Brüder. Angesichts seiner schönen Töchter kam er darüber mit der Zeit hinweg.

Solveig war die schönste der vier Schwestern. Anfang der 2000er Jahre in derselben Stadt geboren wie Jan, war sie seither dort. Von mittelgroßer und schlanker, sportlicher Gestalt, fühlte sie sich wohl in engen Hosen wie in kurzen Röcken. In großen Locken fiel ihr goldblondes Haar weit über ihre Schultern und war beim Sport zu einem fülligen Pferdeschwanz fest gebunden. Eine bemerkenswerte Seriosität und einen interessanten Kontrast zu ihrer hellen Haarfarbe gaben ihr dunkle, braune Augen zu ihrem Lächeln, das ihr meistens auf den Lippen lag. Solveig liebte Bewegung und war für sportliche Aktivitäten zu haben: Laufen, Schwimmen, Mountainbike, Klettern, Skifahren, aber auch Beachvolleyball, Judo, Surfen, Tennis und vieles andere.

Ihre älteste Schwester Hannah war ihr fünf Jahre voraus und bereits verheiratet, als Solveig und Jan sich im Park begegneten. Ihr Mann war Oberarzt und hatte als Chirurg hervorragende Karrierechancen; drei Kinder hatten die beiden schon. Selma, ihre zweite Schwester, war drei Jahre älter als sie und stand kurz vor ihrem Staatsexamen für Rechtswissenschaften. Phasenweise hatte sie in England und in den USA studiert; sie hatte Aussicht auf eine gute Stelle in einer Kanzlei für europäische Rechtsfragen. Ihre dritte Schwester Susanne machte den Eltern viel Sorgen. Sie war eineinhalb Jahre älter als Solveig und hatte ein Studium für Kommunikationswissenschaften angefangen, aber die Lust daran verloren. Deshalb brach sie das Studium im zweiten Semester ab, verdiente mit Gelegenheitsjobs Geld und ging auf Weltreise. In den Nahen Osten, nach Indien und Südostasien zog es sie. Ihren genauen Reiseverlauf kannte niemand. Oft waren die Eltern beunruhigt; denn Susanne ließ nur selten von sich hören.

Solveig, die Volkswirtschaft studierte, freute sich stets ihres Lebens und war der Inbegriff von Lebenslust, ihr größtes Pfund, das ihr, so schien es, niemand stehlen konnte. Schule und Gymnasium standen für Solveig nicht als wesentliche Pflichten im Mittelpunkt ihres Lebens. Nicht, dass es ihr an Intellekt fehlte, aber dauerndes Sitzen und endloses Lernen machten ihr keinen Spaß und motivierten sie nicht zu überzeugenden Leistungen. Dafür war sie eine zu freie und selbstbestimmte Person, die sich immer gern entfaltete und dabei Gefahr lief, Risiken zu übersehen, wenn sie ihre Hemmungen verlor. Mit einem ausgeprägten Sinn für das Wichtigste, das sie nicht verpassen durfte, schlängelte sie sich durch und mit viel Glück bestand sie ihr Abitur. Das war so selbstverständlich nicht. Viele glaubten, dass ein solcher Abschluss mit ihrer Lebensfreude nicht vereinbar sei, zumal sie das Abitur als Schulabschluss nicht besonders ernst nahm. Die attraktiven Ablenkungen, die ihr Leben mit Mode, Partys, Spiel und Sport prägten, gaben nur wenig Bereitschaft zu erkennen, sich auf diese so entscheidende Prüfung vorzubereiten. Doch Solveig war nicht nur ungewöhnlich schön, sondern auch außergewöhnlich effizient, wenn es um die Erledigung von Pflichten ging. Auch amouröse Abenteuer fanden große Aufmerksamkeit bei ihr, die sie oft mit Liebe verwechselte.

Die Liste ihrer Techtelmechtel war durchaus lang. Mit sechzehn begann sie, den Jungs in ihrer Klasse zu verdrehen. Kaum einen gab es, der sich nicht in sie verknallte und dem sie zur Belohnung einen Korb gab, mit dem er sich betrübt von dannen trollte.

Doch eine Ausnahme gab es: Einen ihrer Klassenkameraden war eher klein gewachsen und erschien ihr schwach, war ihr gegenüber recht zurückhaltend, aber stets freundlich. Ihm schenkte sie auf einer Party den ganzen Abend süße Küsse; das machte ihn verlegen, aber ihr viel Spaß. Solveigs vergeblich werbende Verehrer verstanden die Welt nicht mehr, waren sie dem kleinen Schwachen doch in jeder Hinsicht überlegen.

Ein andermal schien sie sich in einen Kerl verliebt zu haben, der ein Motorrad hatte und mit ihr bergauf, bergab über lange Straßen mit engen Kurven raste. Euphorisiert nach einer solchen Fahrt vergnügten sie sich miteinander auf einer Wiese oder an einem See.

Ein Jahr später gab es junge Kavaliere, die ihr halfen, wenn sie mit Mathematik, Chemie oder Physik nicht klarkam. Ob die Chemie stimmte, wurde klar, wenn sie am Ende nachgab oder sich versagte. Die anderen waren solche, die sich zu Charmeuren entwickeln wollten und dafür kräftig übten, um ihre Fähigkeiten und ihre Fortschritte zu beweisen. Allerdings hatten diese Kerle bei Solveig schlechte Karten; denn für solche Zwecke sich funktionalisieren zu lassen, wollte sie auf keinen Fall.

Doch bei einem, der etwas älter war als sie und einem roten Porsche fuhr, konnte sie nicht widerstehen. Nach einer Spritztour und einem feinen Abendessen in einem guten Restaurant, fand sie sich mit ihm in einem Himmelbett wieder, das zu der Suite eines Luxushotels gehörte.

Diese und andere amouröse Abenteuer machte Solveig während der Zeit auf dem Gymnasium. Als sie das Abitur hinter sich hatte und mit dem Studium begann, erreichten sie Angebote, die sie bisher nicht für möglich hielt: Nach Einladungen zu einer Kaffeemahlzeit erhielt sie Heiratsanträge, die sie – wenig erstaunlich – abgelehnt hat. Andere sahen sich veranlasst, sie zu fragen, ob sie bereit sei, ein gemeinsames Wochenende oder sogar zusammen Urlaub zu verbringen.

Auf gemeinsame Wochenenden oder Urlaube wurde sie von Freunden angesprochen, die Solveig kannte, aber auch von Bekannten, die sie zwei oder dreimal getroffen hatte. Glaubte sie, Perspektiven für länger währende Partnerschaften zu erkennen, sagte sie bei Freunden zu. Doch zu den Partnerschaften kam es nicht. Bei Bekannten ließ sie sich auf nichts ein – auch wegen ihrer Eltern, die sich wegen ihrer Unternehmungen zunehmend um sie sorgten.

Was Solveig alles in diesen Urlauben erlebt hatte! Sie hätte zu der Überzeugung kommen können, dass Urlaub nichts anderes sei, als alle Hemmungen über Bord zu werfen, um für ein paar Wochen einfach die Sau loszulassen.

Ein Freund fiel über sie her, als sie sich nach einer langen Reise im Bad des Hotelapartments duschte, um sich für den Abend vorzubereiten. Ein anderer verlor beim Baden im Meer jede Beherrschung, nachdem er sie mit nacktem Busen am Strand erlebt hatte; dabei wäre sie fast ertrunken. Ein dritter nahm sich als einziges Urlaubsziel vor, Solveig täglich zu vögeln nach dem Modus: Fressen, Saufen, Fressen, Saufen und dann wieder in die Kiste. Zum Urlaub von Prominenz am Mittelmeerstrand ließ sie sich mehrfach einladen – meistens Bekannte ihrer Eltern. Alle zwei Tage feierte sie dann eine Party an der Seite eines Prominenten, der stets ein anderer war. Manchmal fanden diese Partys auch auf großen Motoryachten statt, wobei die dort verfügbaren Kajüten genutzt werden durften. Solveigs Eltern hatten keine Einwände, dass sie an dem Urlaubsvergnügen ihrer Geschäftspartner teilnahm – das konnte doch nur nützen. Demgegenüber waren sie außerordentlich misstrauisch, wenn Solveig mit denjenigen in den Urlaub fuhr, die sie als ihre Freunde bezeichnete. Auf gar keinen Fall ein Kind sollte sie aus solchen Urlauben mitbringen.

Solveig verstand es, in Unordnung zu leben, ohne sich darin zu verlieren; sie war bei vielen beliebt, da sie immer für gute Laune sorgte. Das gelang ihr, da sie den Menschen, auf die sie traf, immer schnell nahe war. Dabei war sie sehr locker und außerordentlich ungezwungen, aber auch leichtsinnig; denn sie ließ sich rasch auf Bekanntschaften ein, ohne länger darüber nachzudenken – einfach aus Freude und Spaß. Doch wenn ihre Partner Weg und Zugang zu ihr nur im Bett fanden oder anfingen, sich mit ihr zur Schau zu stellen, sie für Zwecke der Repräsentation oder gar als Werbung für sich einzusetzen, was oft der Fall war, wegen ihres attraktiven Äußeren und ihrer extrovertierten Art, verlor sie rasch jedes Interesse an ihnen, fühlte sich falsch verstanden und benutzt und brach die Beziehung mit ihnen unverzüglich ab. Denn das empfand sie als Missbrauch ihrer Lebenslust, was sie versuchte zu erklären. Doch das gelang ihr nicht; sie wurde nicht gehört. Von daher fühlte sich als Schmuckstück oder Sexobjekt ausgebeutet, mehr noch verkauft. Aber jetzt hatte sie einem, der sie in dieser Hinsicht wieder schwer enttäuscht hatte, eine Ohrfeige verpasst – das hatte ihr gut getan und ließ sie glauben, ein unmissverständliches Zeichen gesetzt und sich von diesem Kerl befreit zu haben. Doch deshalb wusste sie nicht, was Leben ist, und erst recht nicht, was Liebe bedeuten kann. Mit der Freude über die Ohrfeige und der Genugtuung, einem, der es verdiente, eine echte Klatsche verpasst zu haben, traf sie spontan auf Jan.