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Während des Hochsommers 1995 schreibt Maria, eine Frau von 48 Jahren, jeden Abend einen Brief an ihre gleichaltrige, beste Freundin Uta. Sie erzählt darin von den Erfahrungen, die sie gerade in dieser Zeit mit sich selbst macht: von ihren Träumen, ihren Sehnsüchten, ihren Ängsten und ihrem Weg zur inneren Mitte. Maria möchte die Freundin aus deren Alltagstrott herausreißen und ihr neue Wege für einen besseren Umgang mit sich selbst zeigen. Nach dem Tod von Uta erhält Maria die Briefe zurück und betrachtet sie nun von dem Blickpunkt einer alternden Frau noch einmal. Dadurch erfährt der Leser, wie sich das Leben der beiden Frauen gestaltet hat.
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Veröffentlichungsjahr: 2023
Geh eine Meile, einen Kranken zu besuchen; zwei, um Frieden zwischen zwei Menschen zu stiften und drei, um einen Freund zu treffen (Aus Arabien)
Gewidmet meiner besten Freundin U. F.
für fünfzig Jahre Freundschaft
Prolog
29. Juni 1995
30. Juni 1995
Juni
Juli 2022
1. Juli 1995
Sommerliebe
Juli 2022
4. Juli 1995
Gleichnis
Juli 2022
8. Juli 1995
Spurensuche
Juli 2022
9. Juli 1995
Erinnerung
Juli 2022
10. Juli 1995
SOS
Juli 2022
11. Juli 1995
Halbzeit?
Juli 2022
13. Juli 1995
Nur für Uta
Juli 2022
14. Juli 1995
Rosentraum
Juli 2022
21. Juli 1995
Mohnfeld
Juli 2022
27. Juli 1995
Arbeitsaufwand
August 2022
28. Juli 1996
Einfach Glück
August 2022
1. August 1995
Am 1. August
Nachtlied
August 2022
3. August 1995
November 2022
6. August 1995
Altkleidersammlung
November 2022
9. August 1995
Atempause
Dezember 2022
11. August 1995
Inferno
Dezember 2022
14. August 1995
Getrocknete Tränen
Januar 2023
15. August 1995
Heimkehr
Februar 2023
22. August 1995
Herbst
Februar 2023
23. August 1995
Illusionen
Februar 2023
27. August 1995
Jahreszeiten
März 2023
31. August 1995 - The last letter
Leises Ahnen
März 2023
16. Januar 2012
Epilog
Gerade, als ich mit dem Frühstück fertig war und den Tisch abräumte, klingelte es an der Tür.
Das war ungewöhnlich – ich bekomme selten Besuch, schon gar nicht am frühen Vormittag und ohne Anmeldung. Gespannt drückte ich den Türöffner und ging ins Treppenhaus.
Eine etwa vierzigjährige, dunkelhaarige Frau kam mit Leichtigkeit die Treppen herauf und stand kurz darauf vor mir.
Es brauchte einen Augenblick, bis ich sie erkannte. Es war Claudine, die Tochter meiner verstorbenen besten Freundin Uta.
Ich hatte sie schon einige Jahre nicht mehr gesehen und auch keinen Kontakt zu ihr, sodass mich ihr plötzliches Erscheinen ziemlich verwunderte.
„Guten Morgen, Maria, entschuldige bitte den Überfall, aber ich war gerade in der Nähe und wollte dir deshalb persönlich etwas vorbeibringen!“
Ich bat Claudine in die Wohnung, bot ihr einen Stuhl an und betrachtete sie ausgiebig. Aus dem aufmüpfigen Teenager, der sich immer irgendwie zu dick fühlte, war eine hübsche Frau geworden, die mir gelassen und mit sich im Reinen erschien.
Was hatte sie mir wohl zu geben?
„Mama ist ja jetzt schon einige Jahre tot. Wir haben damals ihre Wohnung ausgeräumt, wie du ja weißt. Dabei fiel uns ein kleines Kästchen in die Hände, das ich mitnahm, ohne genau nachzusehen, was darin ist. Irgendwann, wenn wieder Normalität in unserem Leben herrscht, wollte ich das tun. Du weißt ja, dass Mama ganz plötzlich und unerwartet verstarb. Mein Bruder und ich mussten uns mit allem so beeilen und waren völlig überfordert“.
Nach einem Schluck Kaffee sprach sie weiter: „Das Kästchen blieb bei mir in der Ecke eines Schrankes, den ich nur selten öffne, und ich dachte nicht mehr daran. Bis vergangene Woche…“ Claudine holte tief Luft und übergab mir eine bunte Blechdose, in der wohl einst Lebkuchen waren.
„Wir machen aus dem Gästezimmer, in dem der Schrank stand, gerade ein Kinderzimmer für unsere fünfjährige Tochter. Deshalb haben wir alles ausgeräumt, auch den Schrank, der nun sein verstecktes Geheimnis preisgab. Mach es auf!“ forderte sie mich auf.
Gespannt, aber auch etwas beklommen, öffnete ich den Deckel – und sah eine Menge Briefe, zusammengehalten von einem violetten Band.
Auf dem obersten Umschlag erkannte ich Utas Adresse, geschrieben von meiner Hand. Schnell blätterte ich sie durch: Überall ihr Name in meiner Schrift!
„Meine Hochsommer-Briefe“, sagte ich mit belegter Stimme, „mein Gott, Sommer 1995!“
„Ja, Maria, das sind die Briefe, die du Mama einen Sommer lang schriebst. Sie hat sie aufbewahrt, also haben sie ihr etwas bedeutet, so wie du von großer Bedeutung für ihr Leben warst. Deshalb gebe ich sie dir zurück zum Andenken an meine Mutter, die fast genau fünfzig Jahre lang deine beste Freundin war.“
Als Claudine sich schon längst verabschiedet hatte und gegangen war, stand ich noch immer ziemlich verwirrt da mit den Briefen in der Hand.
Ich erinnere mich genau: Im Sommer 1995 schrieb ich jeden Abend auf meiner damaligen Terrasse einen Brief an Uta, ließ sie dadurch teilhaben an meinem Leben, meinen Gedanken, besprach meine und ihre Sorgen und machte Vorschläge, was wir noch alles unternehmen könnten in unserem Leben. Wir waren achtundvierzig Jahre alt und standen mitten drin!
Nun bin ich fünfundsiebzig und halte einen Gruß aus längst vergangener Zeit in meinen Händen. Wohin damit? Lesen? Oder auch in einem Schrank verstecken, bis meine Kinder dereinst meine Wohnung auflösen?
Unschlüssig, ja direkt ängstlich, hielt ich noch immer die bunte Schachtel in meinen Händen und war einen Augenblich lang im zeitlosen Raum, in dem mich ein Hauch von „Nonchalance“ - Utas Parfüm zeitlebens - umwehte und eine leise Stimme raunte: „Mach was draus, mein Mädchen!“
Mein Mädchen – so nannte sie mich oft und gern.
Noch immer sitze ich am Tisch und traue mich nicht, die Briefe zu lesen. Etwas so Emotionales kann man nicht am helllichten Tag beginnen, so zwischen Frühstück und Mittag. Da muss auch das Drumherum stimmen, die Atmosphäre sozusagen.
Deshalb beschließe ich, bis zum Abend damit zu warten.
Immer wieder geht mir der Satz „mach was draus“ durch den Kopf, auch beim Bügeln, das für diesen Tag ansteht.
Bei dieser Arbeit konnte ich schon immer am besten nachdenken. Entgegen dem Trend meiner Freundinnen, Musik dabei zu hören oder den Fernseher anzumachen, liebe ich es, wenn es um mich still ist bei dieser Tätigkeit.
Ich denke an Uta und die fast fünfzig Jahre, in denen wir beste Freundinnen waren, oft zwar mit unterschiedlichen Meinungen, aber im Denken und Handeln ähnlich. Ich tauche ein in die Vergangenheit wie schon lange nicht mehr und Uta ist mir sehr nahe, das spüre ich. „Was wünschst du dir, was soll ich mit den Briefen und somit deiner und meiner Vergangenheit machen?“ Nicht lesen geht nicht, nur lesen erscheint mir zu wenig. Da, so ganz allmählich, tauchen Ideen in meinem Kopf auf, noch nicht greifbar, aber mir keine Ruhe lassend. Für und Wider stehen sich gegenüber, und als mein Bügelkorb leer ist, hat ein Plan in meinem Kopf Gestalt angenommen, von dem ich glaube, dass er der Richtige ist. Ein weiterer Hauch von Nonchalance scheint meinen Gedanken Recht zu geben.
Nach einer zugegebenermaßen etwas unruhigen Nacht und der ersten Tasse Tee am Morgen fühlt sich meine Idee vom Vortag so richtig gut an.
Ich habe beschlossen, die Briefe zu lesen und zu jedem einen neuen Text zu verfassen, der beschreibt, was aus unseren Plänen, Sorgen, Hoffnungen und Träumen geworden ist im Laufe der fast dreißig Jahre. Dabei ist mir klar, dass ich hier im Mittelpunkt stehen werde, weil Uta ja schon etliche Jahre nicht mehr lebt. Die Briefe werden also hauptsächlich mir zeigen, was ich in meinem Leben richtig oder falsch gemacht habe, was ich vielleicht versäumte oder was ich eventuell sogar noch nachholen kann.
Sie werden mich mit mir selbst in Verbindung bringen, und ich werde – im besten Fall – schon Lehren daraus gezogen haben und im schlechtesten Fall noch welche daraus ziehen. Soviel weiß ich bereits.
Ich bin bereit, mich mit mir auseinander zu setzen. Ich brenne förmlich darauf, während der Lektüre und ihrer „Analyse“ nochmals die junge Frau von damals zu sein, die tatsächlich noch viele Jahre vor sich hat und die nun ihr Leben aus der Sicht eines Dreivierteljahrhunderts betrachtet und sich mit ihm an manchen Stellen auch versöhnt.
Ich freue mich sehr auf diese spannende Aufgabe!
Und so beginne ich mit dem ersten Brief.
Liebe Uta,das soll der erste von vielen Briefen sein, die ich dir im Laufe dieses Sommers schreiben werde! Ich möchte dadurch mit dir eintauchen in das Heute, das Morgen und das Gestern; möchte dir meine Gedanken mitteilen zu allen Bereichen des Lebens – Natur, Liebe, Alter, Tod, – möchte dich ganz eng teilhaben lassen an mir und dem, was war, was ist und was vielleicht einmal sein wird. Es soll eine Reise werden – der Beginn ist heute, am 29. Juni 1995, das Ziel ist noch offen. So offen, wie ich bin für alle Gedanken und Eindrücke, die mir einfallen; so offen, wie du sein musst, um mich zu begleiten.
Lass uns versuchen, unser bisheriges Leben nochmals aufzurollen, zu fühlen, was darin gut war, was es an Großem gab und auch nicht beschämt zu sein über unser Kleinsein, unser Versagen, über unser „Wollen aber nicht Können“.
Du, meine Freundin seit über drei Jahrzehnten, lass dir in die Augen schauen, reich mir deine Hände und komm mit mir auf einen Spaziergang zu unserem wahren Wesen. Lass es uns finden – das, was ganz tief in uns ist, was uns beherrscht, was unser Sein ausmacht. Bist du bereit? Dann komm einfach mit!
Deine Maria
Liebe Uta,
ich schreibe dir in wunderschöner Umgebung und Atmosphäre. Ein heißer Sommertag neigt sich dem Abend zu. Eben schlägt es neun Uhr, zuerst vom Nachbardorf, und jetzt läutet auch unsere große, kräftige Glocke vom nahen Kirchturm und verkündet die Zeit. Es ist noch sehr hell, Mittsommer ist ja auch erst eine Woche vorbei.
Wie liebe ich diese Abende! Ich könnte mich berauschen an der lauen Luft, am verschlafenen Gezwitscher der Vögel und am Duft, der über allem liegt.
Ob ich den Juni so liebe, weil dies mein Geburtsmonat ist? Ich bilde es mir ein und schrieb auch mal ein Gedicht darüber. Du findest es anschließend.
„… weil ich ein Kind des Sommers bin!“ – also bin ich nun achtundvierzig Sommer alt. Das klingt doch wesentlich hübscher als zu sagen „ich bin achtundvierzig Jahre“. Achtundvierzig Sommer – da waren die Sommer meiner Kindheit, der Duft der Nelken im Garten der Nachbarin, die immer genau zu meinem Geburtstag blühten und von denen ich ein Sträußchen bekam. Die frühen Sommermorgen, an
denen Papa zusammen mit anderen Arbeitern schon um vier Uhr morgens loszog, die Sensen auf dem Rücken, um das Gras zu mähen, das später als Heu eingebracht wurde.
Ich spüre in meinem Mund noch immer den Geschmack des Schwarztees, verfeinert mit Zitrone und etwas Zucker, den Mama literweise aufbrühte und ins kalte Wasser zum Abkühlen stellte. Und ich sehe mich selbst, lang ausgestreckt im hohen Gras liegend, umgeben von tausenden von Sommerblumen, in den Himmel schauend und darauf hoffend, dass einmal, irgendwann einmal, sich Gottes Antlitz aus dem tiefen, wolkenlosen Blau hervorschiebt. Ich würde ihn sehen – irgendwann, wenn ich nur lange genug danach Ausschau hielte!
Kannst du dir vorstellen, liebe Uta, dass ich auch heute noch diesen Gedanken habe und mich überhaupt nicht dafür schäme?
Ich lag zwar schon eine Ewigkeit nicht mehr in einer Wiese, es blühen auch leider keine tausend Blumen mehr darauf, aber Gottes Gesicht wird sicher einmal aus dem blauen, blauen Himmel hervorlugen, mir zulächeln und sagen: „Gut, dass du so geduldig gewartet hast!“
Ein altes, großes Kind steckt halt immer noch in mir (und dir?).
Deine Maria
Ich liebe den Juni mit seinem Duft,
liebe die linde, warme Luft,
liebe die lauen Sommernächte –
o dass es doch länger so bleiben möchte!
Wiesen stehen in bunter Pracht,
tausend Blumen, erblüht über Nacht.
Morgenkühle und glänzender Tau,
Sonnenschein und der Himmel so blau!
Hoch hinauf die Lerchen steigen,
Vögeln zwitschern, Grillen geigen,
flimmernde Hitze über dem Land.
Noch ist von der Sonne nichts verbrannt.
Der Geruch von Heu liegt überm Tal.
Bienen summen ohne Zahl.
Schmetterlinge in buntem Kleid –
all das gehört zur Juni-Zeit!
Könnte ich sie doch halten, diese Zeit!
Herz und Seele sind sommerbereit.
Ginge der Juni doch nur langsam dahin,
weil ich ein Kind des Sommers bin!
Selbst heute noch, so viele Jahre danach, kann ich aus der Erinnerung all das abrufen, was ich damals fühlte.
Es war schön, nach einem Arbeitstag und der erledigten Hausarbeit Zeit für mich selbst zu haben und diese auf der Dachterrasse ausleben zu können. So kam ich auf die Idee, Uta sozusagen „mit aufs Dach“ zu nehmen und sie ein bisschen Anteil an meinem Leben haben zu lassen. Sie hatte den aufreibenderen Job von uns beiden als Chefsekretärin in einer namhaften Fabrik. Außerdem war sie von einem nahezu unbändigen Ehrgeiz besessen und der Angst, jemand anderer könnte ihr den Platz streitig machen.
Ich selbst habe nur zu achtzig Prozent gearbeitet, hatte aber noch einige Ehrenämter, an denen ich sehr hing.
Mit Abstand betrachtet, weiß ich, dass es genau so richtig war, wie es war. Ja, ich hätte heute mehr Rente, hätte ich Vollzeit gearbeitet. Das macht mir nichts aus. Allerdings: Hätte ich gewusst, dass ich ab meinem achtundfünfzigsten Lebensjahr eine geschiedene Frau bin, hätte ich vielleicht besser vorgesorgt. Vielleicht.
Doch mir war schon immer wichtig, mich selbst nicht aus den Augen zu verlieren. Das ist heute noch so.
Liebste Uta,
wenn ich an frühere Sommer zurückdenke, mich danach fast zurücksehne, muss ich sagen, dann merke ich, dass ich mit „Sommer“ viel Positives, Gutes, assoziiere. Ich empfinde die Wärme, ja selbst große Hitze, als angenehm; ich liebe die Sonne auf meiner Haut und vor allem den Wind, den Sommerwind.
Ist es sein streicheln auf meinem Körper, in meinem Haar, das mir solch sinnliche Gefühle vermittelt? Ich glaube, es ist die Sehnsucht nach streichelnden, zärtlichen Händen, die meinen Kopf umfassen, mein Haar im Nacken anheben und es seitwärts aus dem Gesicht streichen, damit es unverhüllt, ungeschützt vor demjenigen liegt, der mir diese Zärtlichkeit schenkt. Noch weiter streicht er die Haare zurück, die mir widerspenstig über die Augen gefallen sind, um darin einzutauchen, mich anzusehen mit Blicken, die Liebe pur sind…
O Uta, von wem rede ich da nur? Ich weiß es nicht. Er hat viele Namen, viele Gesichter – ein von mir selbst geschaffener Traummann, der vielleicht geboren wurde Stück für Stück aus all den Männern, in die ich verliebt war, die ich liebte? Wer kann es wissen? Sie tut nicht weh, diese Sehnsucht nach ihm, aber sie ist da. Wahrscheinlich brauche ich dieses unbeschreibliche Sehnen, dieses „da-ist-doch-noch-was-Gefühl“, um in meiner nicht immer einfachen Realität bestehen, ja überleben zu können.
Dieser Märchenprinz steht neben meinem mir angetrauten Ehemann; mal verdeckt er ihn etwas, mal ist er weiter zurückgetreten. So ergänzen sich die zwei. Was der eine nicht hat, gibt mir der andere. So lebe ich ganz gut mit meinen beiden Männern, und ich möchte es nicht anders haben. Und übrigens braucht der lebendige ja vom anderen gar nichts zu wissen!
Willst du es so oder so ähnlich auch mal ausprobieren?
Nur zu, es schadet niemandem!
Diesen Rat gibt dir
deine Maria
Wenn die Sonnenblumen blühen,
ist der Sommer überm Land.
Tage, die vor Hitze glühen,
Nächte, die vor Leben sprühen –
Komm und gib mir deine Hand,
lass uns spazieren geh‘n am Strand.
Schau, wie ruhig liegt die See!
Sterne spiegeln sich im Blau,
auf dem Deich wächst grüner Klee,
über den ich mit dir geh,
barfuß durch den feuchten Tau.
Und die Nacht ist lind und lau.
Und wir gehen Seit‘ an Seite
schweigend dort am Ufer lang.
Ach, wie glücklich bin ich heute!
Jeder Tag ist voller Freude!
Hörst du auch den Wellensang?
An deiner Hand ist mir nicht bang.
Schau, schau schnell zum Himmel auf!
Eben ist ein Stern gefallen.
Sternschnuppe nimmt nun ihren Lauf.
Hab so sehr gehofft darauf!
Einen Wunsch hab ich vor allen:
Halt mich fest, lass mich nie fallen.