Matoke, Mangos und Moskitos - Johanna Maria Schwidergall - E-Book

Matoke, Mangos und Moskitos E-Book

Johanna Maria Schwidergall

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Beschreibung

Uganda Seit dem Jahr 2000 engagiert sich die Autorin auf privater Basis in Uganda, dem Land am Äquator. Unzählige Reisen und einen zweijährigen Daueraufenthalt dort nutzte Johanna Maria Schwidergall, um sich mit der Tradition, der Kultur und der politisch-gesellschaftlichen Lage des Landes eingehend zu befassen. Aus dem Reichtum ihrer eigenen Erfahrungen durch das Leben direkt bei und mit den dortigen Menschen entstand das vorliegende Buch. Es soll die Leser mitnehmen in die Vielfältigkeit, Fröhlichkeit, Andersartigkeit und auch Armut dieses Teils von Afrika. Und es soll Sehnsucht wecken nach einer anderen Art von Leben.

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Seitenzahl: 253

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Für Anni,

die auf all meinen Reisen

dabei war –

entweder persönlich

oder in Gedanken

(und für alle, die Afrika lieben)

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Erster Teil

Zurück in Uganda

Rund um Pfarrhaus und Kirche

Im Village

Verzaubert

Lieber Besuch

Dem Ruf folgen

Von Hexen und Heilern

Mutebis family

Kinder, Kinder – wohin man schaut

Vom Tod

Von Feiern und Festen

Nur nicht krank werden!

Handwerker

Frau sein in Uganda

Im Pfarrhaus in Busuubizzi

Umwelt und Klima

Business – very busy

Transport und Verkehr

Unser tägliches Brot

Auf dem Markt

Ja, ich will!

Von Stämmen und Clans

Weihnachten am Äquator

Allgegenwärtig: Gott

Aus meinem Masaka-Tagebuch

Zum guten Schluss

Zweiter Teil

Ich spüre dich, mein gott

Guter Gott, es ist Abend;

Jesus, du Bräutigam aller Nonnen

Gott, du Rätselhafter

Guter Vater, heute will ich dir danken

Mein Jesus Christkönig!

Mein Gott, heute danke ich dir dafür

Gegrüßt seist du, Maria!

Lieber Gott

Barmherziger Gott, guter Vater

Herr, Gott, mein Schöpfer

Guter Gott

Gott

Geliebter Jesus

Gott, Heiliger, Heilsamer, Heiler -

Gott, du Vater aller Menschen

Abba, Vater -

Geliebter Jesus

Jesus, mein Bruder und Herr

Lieber Gott, da bin ich!

Morgens

Mein Jesus – Bruder, Freund, Lehrer, Begleiter

Unterwegs sein

Mein Gott

Du Gütiger du

Gott

Im Schatten deiner Flügel ist gut ruhn, Herr!

Mein Herr und mein Gott

Guter, barmherziger Gott

Guter Vater, mein Herr und mein Gott

Jesus, du noch ungeborener Sohn Gottes

Neugeborener Jesus

Mein Jesus

Dank dem Schöpfer!

Gott, guter Vater

Lieber Gott

Gütiger, barmherziger und geduldiger Gott

Liebster Jesus, du König, du Erlöser, du unser Retter!

Freundschaft in Gefahr

Mein Jesus, Freund und Bruder

Liebe Mutter Gottes, Freundin aller Mütter

Dieses Gebet ist nicht von mir, sondern von Detlef Wendler

Dies Gebet war morgens das erste und abends das letzte, was Araali sprach

Mein Herr und mein Gott

Dank dir, beschützender Gott

Guter barmherziger Gott

Mein Herr und mein Gott

Vorwort

Komm, folge mir!

Lass uns zusammen zu der Stelle gehen,

wo der große, uralte Mangobaum steht in seiner ganzen Pracht.

Der Mittagswind flüstert in seinen hängenden Zweigen,

an denen sich schon kleine, grüne Früchte bilden.

Durchs Geäst scheint die Sonne, was ihre Glut etwas mildert.

Sie sprenkelt mit obskuren Mustern das kurzgeschnittene Gras darunter.

Spürst du die Ruhe und den Frieden, die von diesem Platz ausgehen?

Schau, ich habe eine Matte mitgebracht.

Fleißige Frauenhände haben sie aus Bananenstroh geflochten.

Nimm Platz und entspanne dich!

Hier im Schatten des Mangobaumes will ich dir erzählen,

was ich erlebte und was ich weiß von diesem Land,

das „die Perle in Afrikas Krone ist“ (Sir Winston Churchill)

und dessen Zauber ich verfallen bin.

Lass dich mitnehmen von meiner Stimme

und dich wiederfinden in meinen Geschichten – da, wo du gern sein

möchtest.

Mach es dir bequem.

Du kannst die Augen schließen, um besser zu hören.

Wir haben viel Zeit.

Erst im Dezember werden die Mangos reif.

Erster Teil

Mutima – mein Herz gehört Uganda

Meine ugandischen Jahre

Zurück in Uganda

Wie kann man sich nur so wohl und so zu Hause fühlen! Ich sitze hier auf der Terrasse vom Pfarrhaus in Busubizzi und lasse die ersten Stunden, die ich nun wieder hier bin, sacken, um Raum in mir zu schaffen für Neues, Interessantes und um auch mir selber nahe zu sein. Gedanken und Gefühle lasse ich kommen und gehen. Ich schöpfe daraus, um mich selbst immer mehr und immer besser erkennen zu können; um loszulassen, was nötig ist und um neue Bindungen einzugehen, die mir gut tun.

Gut tut mir bereits der Blick von hier über die Wiese bis hin zur Straße, von wo aus sich gerade eine Horde junger Mädchen nähert – ihr Ziel scheine ich zu sein. Sie wollen die Muzungu (Weiße/Weißer) begrüßen. Und da kommt um die Ecke „mein“ Peter gerannt, den ich letztes Jahr getroffen und sofort in mein Herz geschlossen habe. Er ist ein Waisenjunge, knapp 18 Jahre alt, ganz auf sich alleine gestellt. Sein Leben meistert er sehr gut unter diesen Verhältnissen und bekommt von mir Schulgeld, damit er gut gerüstet ist für eine bessere Zukunft. Ein kurzes Gespräch mit ihm, ein Blick in seine freundlichen Augen, gestreichelt von seinem Lächeln – schon ist er wieder weg, hat kaum Zeit, da gerade Examen sind. Aber ich werde ihn wiedersehen, noch oft in den kommenden acht Wochen, da bin ich mir sicher!

Ganze Horden von Schulkindern ziehen vorbei. Wie sind sie stolz, lernen zu können! Die Zeit der Examen bedeutet für die Schüler Unterricht auch noch abends und am Wochenende. Aber wohl keiner wird darüber murren, ist er doch froh, dass er die Möglichkeit hat, am Unterricht teilzunehmen.

Es ist so friedlich hier draußen. Mittlerweile hatte ich Besuch von zwei Frauen: Teddy, die ich schon kannte, und die neue Leiterin vom College gegenüber. Sie hat einen sonderbaren Namen, den ich auch nach zweimaligem Nachfragen nicht verstanden habe. Nun lass ich es bis zum nächsten Mal.

Sie wollte zu Father Denis, der aber nicht zu Hause ist. Bei uns in Deutschland geht man dann wieder und kommt ein andermal zurück – aber nicht in Uganda! Sie war jetzt da ab 17.30 Uhr, nun ist es fast 21.00 Uhr; endlich ist sie gegangen, weil Fr. Denis immer noch nicht zurück ist. Gegessen haben wir natürlich auch noch nicht. Das wird wieder spät heute!

Eben habe ich in meinem Zimmer eine Rauchspirale angezündet. Sie soll die Moskitos fernhalten bzw. vertreiben.

Normalerweise schließen wir die Fenster ab der Dämmerung, damit wir keinen unerwünschten fliegenden Besuch bekommen. Nun steht aber bei der Rauchspirale, dass sie nur bei geöffnetem Fenster benutzt werden soll. Wo ist da die Logik? Ich locke die Moskitos durchs offene Fenster an, damit sie wieder verschwinden, wenn sie den Rauch riechen??? Naja.

Jetzt höre ich das Auto, was bedeutet, dass Denis zu Hause ist und dass es endlich mein erstes ugandisches Essen nach sieben Monaten gibt!

Rund um Pfarrhaus und Kirche

Es ist Sonntagmorgen. Um 8.00 Uhr wird ein bekannter Gospel-Chor aus Kampala in unserer armseligen Kirche singen. Da die Chormitglieder schon zeitig aufbrechen mussten, werden wir ihnen nach dem Gottesdienst ein Frühstück anbieten. Das hat Fr. Denis gestern Abend lapidar verkündet.

Nun sind es aber nicht nur ein paar Leute, die verköstigt werden wollen, sondern etwa dreißig Personen! Ich würde in Deutschland ausrasten ob dieser Gegebenheit, aber hier bleibt alles ruhig. Und das, obwohl wir geschätzt nur etwa sieben oder acht Messer und genauso viele oder so wenige Löffel haben! Kein Grund zur Aufregung, sie sollen eben das Besteck teilen, wird mir erklärt. So einfach ist das hier!

Jetzt ist fast Abend, und alles lief gut. Die Messe war sehr erbaulich, mein Lieblingslied wurde gesungen, und während des Gottesdienstes besuchte uns ein Schmetterling, was für mich eine besondere Bedeutung hat, weil es mit dem Begräbnis meines Bruders zusammenhängt.

Ich vergaß zu erzählen, dass ich heute eine männliche Begleitung zur Kirche hatte. Joseph, 5 Jahre alt, in Jeans und kariertem Hemd, wartete an der Ecke auf mich, strahlte durch alle Zahnlücken, ergriff meine Hand und führte mich zur Kirche! Sehr stolz saßen wir zusammen in der Bank, bis er während der Predigt zu seinen Eltern wechselte.

Das von mir so gefürchtete Frühstück verlief reibungslos. Jane, unsere Köchin, hatte eine Art Büffet aufgebaut mit Brot, Marmelade, Margarine und gekochten Eiern. Meine Aufgabe war, die Chormitglieder zu fragen, ob sie Kaffee oder Tee möchten und reichte das Gewünschte. Wir hatten über eine halbe Stunde ganz ordentlich zu tun, musste doch vor allem immer frisch gekochtes heißes Wasser bereit sein. Gottseidank fiel der Strom nicht aus, sodass wir den elektrischen Wasserkocher benutzen konnten. Was mir auffiel: Einige der Sänger und Sängerinnen verlangten sowohl Kaffeepulver als auch Schwarzteeblätter zusammen in eine Tasse – wie das wohl schmeckt?

Hinterher saßen wir draußen noch zusammen mit dem Chor, und ich durfte mir ein Lied wünschen. Ich wählte „Let us break bread together on our knees“. Es war alles so schön, so friedlich und mein Herz ganz erfüllt.

Morgen ist Maria Himmelfahrt. Pünktlich dazu setzte heute Nachmittag der lang ersehnte Regen ein. Es soll ein gutes Omen sein, wenn es an diesem Tag den ersten Regen nach der Trockenzeit gibt.

Ich saß mit meinem Strickzeug auf der Veranda, als ich mitbekam, dass gerade die Kirche dekoriert wird für den morgigen Festtag. Deshalb bot ich an, mitzuhelfen, und durfte zwei Gestecke aus echten Blättern und künstlichen Blumen machen, dazu noch den Platz herrichten, an dem die Marienstatue nun steht. Es war nicht ganz einfach für mich, weil der ugandische Deko-Geschmack sich doch von unserem unterscheidet. Aber nun sind alle zufrieden.

Hab in der Kirche auch drei junge Studentinnen getroffen und sie gleich angeheuert, bei meinem Liedprojekt „German songs for Busubizzi“ mitzumachen. Wir wollen für Anfang Oktober zwei Lieder einstudieren, und ich bin sicher, dass es klappt. „Vater, unser Vater“ und „Laudato si, mi Signore“ stehen auf dem Programm.

(Nachsatz, später hinzu gefügt: Es hat nicht geklappt mit den deutschen Liedern; plötzlich ließ sich niemand von den potentiellen Sängern mehr blicken. Was soll’s, Versuch gescheitert – auch nicht schlimm!)

Im Village

Eine nette Geschichte, die des Erzählens wert ist: Hier im Pfarrhaus haben wir immer Reste aus der Hostienbäckerei, also die Streifen, die beim Ausstanzen der Hostien übrig sind. Die essen wir hier anstatt Keksen. Einmal hatten wir soviel, dass Fr. Denis (Fr. ist die Abkürzung des engl. Wortes „Father“, also Vater, mit dem die Priester hier angesprochen werden) eine Dose voll zu der Nachbarfamilie gab. Deren Kinder lieben diese „Kekse“ sehr. Was die Eltern den Kindern über diesen „Abfall“ erzählt haben, weiß ich nicht, jedenfalls brachte der kleine Sohn die leere Dose zurück mit den Worten „The lamb of God is over!“ (Das Lamm Gottes ist alle).

Gestern feierten wir Maria Himmelfahrt, ein hoher Feiertag hier. Ich war mit Fr. Denis in einer seiner Außenstationen, die keinen eigenen Priester hat und von Busubizzi aus mitversorgt werden muss. Der Ort heißt Kande. Die Kirche war brechend voll, Kinder, Kinder und nochmal Kinder so weit das Auge reichte; sogar hinter dem Altar saßen sie auf dem Boden, da um ihn herum kein Platz mehr war.

Ich bewundere Fr. Denis für seine frei gehaltenen Predigten, von denen ich zwar nicht viel verstehe, die aber bei den Menschen gut ankommen.

Nach der Predigt war Taufe – ich vermeide hier den Begriff „eine Taufe“, da es achtzehn Täuflinge waren, die mit ihren Eltern und Paten an den Altar kamen. Die Zeremonie dauerte entsprechend lange. Hier bekommt jedes Kind bei der Taufe die „Wundertätige Medaille“ umgehängt, die auch zumindest bis ins Erwachsenenalter getragen wird. Angepasst wird nur die Schnur um den Hals, die sie hält…

Während des Ablaufs der Taufen konnte ich eine junge Frau beobachten, die ihr kleines Mädchen auf dem Schoß hielt, vielleicht etwas mehr als ein Jahr alt. Sie konnte nicht aufhören, die Kleine zu küssen und zu liebkosen. Das kleine Gesichtchen strahlte vor Freude und lachte die Mutter glücklich an. Es ist hier eigentlich eher selten, dass jemand seine Zuneigung zu einem Kind so offen zeigt.

Mutterliebe – unterwegs sah ich eine hochträchtige Hündin, humpelnd, am Straßenrand im Abfall wühlend. Wo wird sie ihre Jungen zur Welt bringen? Kein geschützter Platz ist für sie vorbereitet. Wird sie genug Milch für ihren Wurf haben?

Ich habe mich mit vielen hier vertraut gemacht und kann es akzeptieren, aber an die Missachtung der Tiere werde ich mich wohl nie gewöhnen!

Verzaubert

Immer mal wieder muss ich darüber nachdenken, was für mich den Zauber dieses Landes ausmacht. Natürlich sind es inzwischen viele persönliche Begegnungen mit Menschen, die mir teils zu guten Bekannten, teils aber auch zu Freunden wurden. Diese in Uganda zu besuchen, ist für mich natürlich umso vieles einfacher als umgekehrt. Aber es ist auch noch etwas anderes, das bereits beim ersten Besuch entstand: Die Neugier, mehr über Uganda, seine Geschichte, seine Natur, seine Traditionen, kennenzulernen.

Anfangs war es hauptsächlich die Natur, die mich fesselte und beeindruckte, z. B. die grünen Hügel mit den Bananenplantagen, den Büschen und Bäumen, von denen eigentlich immer etwas in atemberaubenden Farben blüht.

Dann sind da die Geräusche der Tiere, vor allem der vielen Vögel, die schon zu hören sind, wenn die Morgendämmerung gerade ihren Schleier hebt. Die rote Erde – satt und kraftvoll sieht sie aus, als könnte sie dieses Land ohne Weiteres ernähren.

Hier gibt es viele Seen, die ich bereits kenne: Die Landschaft der Ssesse Islands mit dem puderzuckerartigen Strand, der Lake Bunyonyi ganz im Südwesten mit seinen vielen Inseln, wo die ganze Gegend einen Hauch von Toskana ausstrahlt und die tiefen, blauen Kraterseen im Gebiet der Banyoro.

Es gibt die großen Teeplantagen bei Fort Portal und um den Queen Elizabeth Nationalpark herum sowie die fruchtbaren Terrassenfelder bei Kabale, eingerahmt von den Virunga-Vulkanen und den Gebirgszügen des Rwenzori-Gebirges. Dort haben die Berggorillas ihr geschütztes Zuhause.

Wie unbeschreiblich schön ist der River Nil, wenn er – von vielen Wasserfällen unterbrochen – bei Jinja den Lake Victoria verlässt und sich seinen langen Weg ins Mittelmeer sucht.

Ich kann gar nicht aufhören, über all das Schöne zu schreiben, und wieder einmal kommt mir in den Sinn, welch ein Glückspilz ich bin, dass ich dies alles mit eigenen Augen sehen kann und in diesem Land jederzeit willkommen bin!

Lieber Besuch

„Hüte das Feuer, nicht die Asche“ sagt ein Sprichwort hier. Mit manchen Dingen ist es aber gerade umgekehrt: Es wird an so vielem festgehalten einfach aus Gewohnheit, um sich nicht umstellen zu müssen, weil es schon immer so und nicht anders gemacht wurde. Das hat mir anfangs große Probleme bereitet, gerade im häuslichen Bereich.

Als ich von 2008 bis 2010 in Masaka lebte, hatte ich ein Mädchen, das mir im Haushalt half. Obwohl wir einen großen Esstisch hatten, zog Natalie es vor, auf dem Boden zu bügeln. Oder einen kurzen Besen aus gebundenen Gräsern zu benutzen, bei dem sie sich ständig bücken musste. Oder mit der allseits gebräuchlichen “blauen Seife” die Wäsche und das Geschirr zu waschen, obwohl ich Waschpulver und Spülmittel bereit hatte. Nun lag es an mir, hier den richtigen Ton zu finden, damit ich nicht wie eine Weiße dastehe, die alles besser weiß und immer Recht haben will. So tat ich also die Arbeit auf meine Art, sie auf die ihre, bis sie es ganz allmählich mir nachmachte.

An vieles habe ich mich inzwischen gewöhnt. Zum Beispiel daran, dass Frauenunterwäsche immer in der hintersten Ecke des Hofes zum Trocknen aufgehängt werden muss. Kein Mann darf sie zu sehen bekommen! Aber mit unangemeldetem Besuch komme ich immer noch nicht zurecht.

Wie oft geschah und geschieht es, dass unverhofft ein Gast ankommt. Du hast dir gerade vorgenommen, auszugehen, ein Buch zu lesen, zu schlafen – was auch immer – da hämmert es ans Tor, und ein Bekannter oder Verwandter steht vor der Tür. Dieser ist mit Samthandschuhen anzufassen: wehe, du lässt durchblicken, dass du gerade in die Stadt wolltest, weil du dort eine Verabredung hast oder dringend zum Markt musst! Undenkbar zu sagen, „bitte komm ein anderes Mal wieder, ich habe etwas vor“. Der Gast wird beleidigt abziehen und sich erst nach langem Bitten und Betteln gnädig bereit zeigen, die Verbindung zu dir wieder aufzunehmen!

Nun hast du also diesen Menschen (oder zwei oder fünf) vor dir sitzen. Als nächstes musst du Tee anbieten. Wenn Gott dir gnädig ist, hast du auch noch ein paar Scheiben Brot und etwas Marmelade im Schrank, welche du kredenzen kannst. (Falls du nichts zum anbieten hast, wird das in kürzester Zeit das halbe Stadtviertel wissen!)

Wundere dich nicht, wenn jemand zuerst Marmelade und dann Margarine aufs Brot schmiert, es dann zusammen klappt und genüsslich im Tee versenkt. Es darf auch geschlürft und geschmatzt werden!

Die Konversation kann sich etwas mühsam gestalten, denn vielleicht hat dein Besucher gerade den Fernseher entdeckt, den er ohne zu zögern selbst einschaltet. Zusammen mit seinem Handy, das ebenfalls rege genutzt wird, ist die Geräuschkulisse nun perfekt

Der Gast fühlt sich zu Hause, auch ohne dass du ihn nochmal extra darauf hin weist. „feel at home“ meint es wörtlich. Und vergiss nicht, immer wieder deiner Freude darüber Ausdruck zu verleihen, wie willkommen er ist!

Ich habe mal erlebt, dass eine Bekannte nur die Toilette aufsuchen wollte und kurze Zeit später in einem meiner besten Kleider wieder strahlend im Wohnzimmer erschien. Mit dem Besuch der Toilette hatte sie gleichzeitig einen kurzen Abstecher in meinem Privatzimmer verbunden. Sie war nur mit großer Mühe zu bewegen, das Gewand nicht mitzunehmen. Zugegeben: Nicht alle Besucher sind so unverschämt.

Also, man sitzt da und plaudert, guckt ein bisschen fern, telefoniert ein wenig – nun können folgende Dinge geschehen: Wenn du Glück hast und somit noch etwas von deinem Tag retten kannst, steht der Gast so abrupt, wie er kam, auf und verabschiedet sich, weil er bereits seit einer Stunde schon ganz woanders sein sollte. Es gehört sich, dass du ihn ein Stück weit begleitest (I give you a company) - zumindest eine kurze Strecke - auf seinem Weg. Wenn du ihm dann noch freundlich nachgewinkt, ihm für seinen Besuch gedankt und ihn gebeten hast, recht bald wieder zu kommen, kannst du nach Hause eilen um das, was du eigentlich vor hattest zu tun, noch zu erledigen. Bist du hier angelangt, hattest du einen Glückstag.

Die etwas unglücklichere Variante wäre, dass es inzwischen schon gegen Abend ist und aus der Küche draußen verführerische Düfte herüber schweben (solltest du keine Kochhilfe haben, duftet es nicht, denn du plauderst ja gemütlich im Wohnzimmer statt zu kochen). Der Gast ist sehr gerne bereit, in diesem Fall die nächste Zeit alleine zu verbringen, damit du das Essen zubereiten kannst. Er hat ja Fernseher und sein Handy, und wenn du dein Telefon auch noch in Reichweite liegen lässt, wird er sich mit deinen Fotos und SMS beschäftigen, bis das Essen auf dem Tisch steht!

Also, es duftet gut, der Tisch wird gedeckt, der Besuch klebt fest am Stuhl. Das Essen wird aufgetragen – im Geist berechnest du, für wie viele Personen es wohl reicht – ja, und dann bittest du höflich, freundlich und lächelnd deinen Gast, doch bitte am Essen teilzunehmen, was dieser ebenso höflich, freundlich und lächelnd gerne annimmt.

Eines der Wunder, die hier täglich geschehen, ist, dass das Essen immer reicht, egal, wie viele Personen noch dazukommen. „Fünf waren geladen, acht sind gekommen. Tu Wasser in die Suppe und heiße sie willkommen“. Nicht umsonst ist dies auch ein hiesiges Sprichwort.

Nach dem Essen wird der Besucher unter vielen Dankesworten das Haus verlassen – dass einer übernachtet, habe ich selten erlebt. Und er wird dafür sorgen, dass am nächsten Tag jeder in einem bestimmten Umkreis weiß, welch eine gute Gastgeberin du bist.

Endlich hast du nun Zeit, das zu tun, was du schon vor Stunden hättest tun sollen/wollen, falls du es nicht vergessen hast inzwischen. Sollte es dazu zu spät sein, geh schlafen. Morgen ist wieder ein neuer Tag. Hakuna matata – kein Problem!

Dem Ruf folgen

Als ich im Jahr 2000 das erste Mal in Uganda war, wurde meine Liebe zu diesem Land aufs heftigste geweckt. Dies geschah bereits am zweiten Tag, als wir einen Gottesdienst besuchten und mich die Art, wie hier der Glaube zelebriert wird, tief beeindruckte. Damals fühlte ich schon in mir eine Schwingung, ein Erinnern, einen Ruf, was mich seither nicht mehr verlassen hat und dem ich immer wieder nachgeben und somit hierher kommen muss.

Das alles mag jetzt etwas abgehoben klingen, aber ich spreche hier meine Empfindungen aus, die ich als ganz großes Geschenk betrachte.

Es war so etwa mit Ende vierzig, als ich ganz stark die Gewissheit hatte, dass sich in meinem Leben nochmals etwas sehr verändern würde. Dieses Wissen, das ich nur mit meiner Freundin teilte (die mich allerdings deswegen auslachte), gab mir die Kraft und den Mut, mein Leben neu zu überdenken, woraus schließlich Trennung und Scheidung von meinem Mann im Jahr 2004 zustande kamen. Inzwischen hatte ich Uganda ja schon besucht, dabei erste Kontakte geknüpft und gewusst: Das ist es, dieses Land will mehr von mir, seinem Ruf muss ich folgen!

Wie das Licht am Ende eines Tunnels erschien mir der Traum, in absehbarer Zeit für länger nach Uganda zu reisen in all dem Chaos, das um mich herum war.

Also arbeitete ich fest darauf hin! Ende 2008 beendete ich meine Arbeit bei der Kreissparkasse in Rottweil, um ab 1.1.2009 in vorgezogene Altersrente zu gehen.

Am 5.12.2008 flog ich mit dreizehn Koffern als Frachtgepäck und einem One-Way-Ticket nach Uganda, wo ich zwei Jahre bleiben sollte. Zuvor hatte ich meinen Hausrat und alles Überflüssige verschenkt, einige Sachen bei meinen Kindern deponiert und war frei, offen und neugierig auf Unbekanntes – mit über sechzig Jahren!

Obwohl der Anfang in Uganda ziemlich schwer war (Sprache, Kultur, Fremdsein), habe ich den Entschluss an sich nie bereut. Nur die Umsetzung würde ich heute etwas anders planen. Immer war da dieses Echo in mir, ein Nachhall, dass hier mein „richtiger“ Platz ist.

Dieses Gefühl wiederholt und verstärkt sich jedes Mal, wenn ich irgendwo in einer von Gott verlassenen Gegend die Messe mitfeiere. Die großen Kirchen liegen mir nicht; je einfacher das Gotteshaus und je ärmer die Menschen, umso mehr fühle ich mich als eine der ihren – nicht als Uganderin, sondern als eines der Kinder Gottes, die wir alle sind.

Trommeln und Gesänge lösen sowohl meine körperlichen als auch seelischen Verspannungen, sodass ich oft in dieser Gelassenheit irgendein Zeichen Gottes empfangen kann. Das macht mich glücklich und lässt meinen Glauben wachsen. Es ist eine Einheit mit mir, in mir und um mich herum, die ich nicht mehr missen möchte und von der ich mir wünsche, dass sie lange noch erhalten bleibt.

Freunde von mir, die an die Wiedergeburt glauben, versuchen, mich zu einer sogenannten „Rückführung“ zu bewegen, um herauszufinden, ob ich vielleicht in einem früheren Leben schon mal in Uganda gelebt habe. Was würde mir nützen, es zu wissen? Ich spüre in mir, dass ich hierher gehöre und geführt und geleitet bin. Vielleicht ist meine Sehnsucht nach Afrika einfach der Wunsch nach einem einfachen, erfüllten Leben mit und bei Menschen, die mich lieben, achten und respektieren so wie ich bin.

Ich glaube, dieses Kapitel ist wichtig, um alle anderen Geschichten, die ich noch zu erzählen habe, besser zu verstehen und um generell nachvollziehen zu können, was eine etwas verrückte ältere Frau an einem Land findet, das auf der Armutsliste einen der vordersten Plätze einnimmt. Und ehrlich: Ich verstehe manchmal selbst nicht ganz, warum… Ich höre nur den Ruf, und diesem gehe ich nach!

Von Hexen und Heilern

Letzte Woche hatten wir Besuch von einer Gruppe Deutscher, die hier verschiedene Projekte besichtigten. Sie hatten sich auch ausgesucht, einen traditionellen Ort für Heiler anzusehen, zu dem die Leute mit ihren Leiden kommen, um sich heilen zu lassen. Ich durfte die Gruppe dorthin begleiten. Der Ort ließ mich gruseln.

In diesem Zusammenhang fiel mir wieder ein, dass viele Menschen hier – obwohl christlich – an witchcraft, also Hexenkunst, glauben. Ich hab selbst einige Male erlebt, dass diese wirkt – Gott sei Dank scheinen wir Weißen immun dagegen zu sein – aber es geschehen hier manchmal schon sehr seltsame Dinge.

Hier erinnere ich mich auch an eine Begebenheit, die mich damals (und auch heute noch) sehr erstaunte und nachdenklich machte. Seither weiß ich, dass manche Menschen über Heilkräfte verfügen, die sie positiv oder negativ einsetzen können.

Doch von vorne:

Mit meinem guten Freund Ben fuhren wir eines Tages vor etlichen Jahren nach Kyotera, um einen Onkel zu besuchen, der schon öfters in seinen Träumen Hinweise erhielt, die der Familie als Wegweisung dienten.

So sah er zum Beispiel nach dem Krieg 1985 im Traum den Ort, an dem sein Bruder während der Auseinandersetzungen von Soldaten verscharrt worden war. Die Familie machte sich auf in jenen Wald, den Jajja (Großvater) im Traum gesehen hatte. Sie fanden ein Skelett, das aber auf Grund gut erhaltener Kleidungsstücke einwandfrei zugeordnet werden konnte, genau unter dem „geträumten“ Baum.

Wir besuchten also Jajja. Ich traf einen Mann mittleren Alters mit starker charismatischer Ausstrahlung, der sehr offen und liebevoll mit uns umging und keine Scheu vor Weißen hatte, obwohl er noch nie in direkten Umgang mit ihnen war.

Unweit seines Dorfes, nahe an der Grenze zu Tansania, hat die Familie ein großes Grundstück, auf dem auch die Gräber der Angehörigen zu finden sind.

Während wir dort zu Fuß unterwegs waren, setzte schlagartig sehr heftiger Regen ein. Innerhalb weniger Minuten war der Weg so glatt wie mit Schmierseife eingerieben, und wir kamen in unseren Sandalen nur äußerst mühsam voran. Mich erwischte es: Ich schlug lang hin, aber so unglücklich, dass ich wie im Spagat auf dem Boden aufkam und mich nicht mehr erheben konnte. Ich hatte das Gefühl, mein Unterleib wäre zweigeteilt. Mühsam säuberte man mich – ich selbst konnte mich so gut wie nicht mehr bewegen.

Es gelang mir nur unter den allergrößten Schmerzen, hinten im Auto Platz zu nehmen. Ben versprach mir, mich auf der Heimfahrt in ein Hospital zu bringen. Das erschien auch mir als der einzige Ausweg.

Da wir - wie gesagt - nahe der Grenze zu Tansania waren, wollte es sich meine Freundin nicht entgehen lassen, zumindest über den Grenzzaun ins andere Land zu schauen. Ich blieb währenddessen im Auto sitzen, sozusagen bewegungslos. Als die anderen wieder zum Wagen zurück kamen, forderte Jajja mich auf, von hinten auf den Beifahrersitz zu wechseln. Er selbst setzte sich hinter mich. Ich hatte es vorne zwar etwas bequemer, aber mir war übel vor Schmerzen. Wir wollten nun Jajja nach Hause bringen – etwa 40 km weit – und dann auf dem Heimweg nach Masaka ein Hospital aufsuchen. Völlig erschöpft und voller Angst, was wohl auf mich zukommen würde, schloss ich meine Augen, um etwas zu entspannen.

In meinem Kopf entwickelte sich ein ganz eigenartiger Ton, etwas wie ein gleichmäßiges Summen, das mich nach und nach etwas ruhiger werden ließ. Ich hörte die im Auto geführte Unterhaltung ganz deutlich, schlief nicht, aber so sehr ich es auch versuchte: Ich konnte meine Augen nicht öffnen! Seltsamerweise machte mir das aber keine Angst.

Im Nu – wie mir schien – waren wir wieder bei Jajjas Haus angekommen.

Wie hier so üblich, stürmten aus allen Ecken Menschen herbei, um uns zu begrüßen. Die anderen stiegen aus dem Auto aus. Ich hatte den Drang, das auch zu tun, und dachte, wenn ich es sehr, sehr vorsichtig tue, wird es mir vielleicht schon irgendwie gelingen. Inzwischen hatte jemand die Beifahrertür geöffnet, um mich aussteigen zu lassen. Und ich stieg aus, ohne Probleme, ohne Schmerzen, gerade so, als wäre nie etwas geschehen! Als Jajja mich fragte, wie es mir gehe, schaute ich in seine Augen und sah darin Güte, Wärme und ein unglaubliches Maß an Liebe. Es waren nur Sekunden, in denen sich unsere Blicke trafen. Doch da wusste ich es: Er hatte mich geheilt. Wie, wollte ich gar nicht wissen. Der Schmerz war weg, ich musste nicht ins Hospital – und hatte auch später keinerlei Beschwerden mehr in diesem Bereich.

Derselbe Jajja kam ein Jahr später, als Bens Vater (Jajjas Bruder) gestorben war, 70 km mit dem Taxi von Kyotera nach Masaka, um der trauernden Familie eine Botschaft des Verstorbenen zu übermitteln. Jajja selbst konnte nicht zur Beerdigung kommen, aber er kannte Details davon, die ihm im Traum gezeigt wurden. So konnte er die Nachricht seines toten Bruders an dessen Familie übermitteln, damit sie getröstet war.

Ich kann diese Begebenheiten mit dem Verstand nicht begründen, aber ich weiß, dass es Menschen gibt – gerade in einer ursprünglichen Umgebung, - denen es gegeben ist, anderen Menschen wohl zu tun und sie zu heilen – genauso wie es mir geschah. Und deshalb leuchtet es mir auch ein, dass es eben auch „negative Kräfte“ geben kann, die zum Beispiel aus Neid oder Eifersucht entstehen und anderen Menschen großen Schaden zufügen können.

Mutebis family

Nun wird es Zeit, dass ich von einer ganz außergewöhnlichen Begegnung mit einem ebenso außergewöhnlichen Mann und einer daraus entstandenen, sehr tiefen Freundschaft berichte. In diesem Buch wird immer wieder von Ben die Rede sein. Er war mein „Türöffner“ für Uganda.

Wie ich schon sagte, war im Februar 2000 meine erste Reise hierher, nur zwei Wochen, um die KAB-Arbeit (Katholische Arbeitnehmer-Bewegung) der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Masaka kennen zu lernen. Tausend Eindrücke, ebenso viele freundliche Begegnungen, aber auch Ängste prägten diese kurze Zeit.

Am Abend vor dem Rückflug saßen wir noch gemütlich vor unserem Gästehaus, zusammen mit allen, die gerade dort zu tun hatten oder des Wegs kamen. Dazu gesellte sich kurz ein junger Mann, der sich mir vorstellte „my name is Bernard“. Meine Antwort darauf: „So heißt mein Sohn!“

Wir wurden davor gewarnt, dass wir sehr wahrscheinlich viele „Bettelbriefe“ nach unserer Rückkehr erhalten würden (e-mail war damals für Uganda undenkbar). Uns wurde geraten, diese Briefe zu ignorieren, weil es ja nicht machbar ist, allen Bittstellern zu helfen.

Ich bekam nur einen einzigen Brief. Es war ein Dankesbrief dafür, dass ich Uganda besucht habe. Und er war von Bernard. So fing alles an.

Von nun an schrieben wir uns regelmäßig, der zwanzigjährige Ugander und ich wurden Brieffreunde. Inzwischen hatte ich auch ein großes Paket an seine Familie geschickt, wofür sie sehr dankbar war.

Bernard hatte etwas später das Glück, für zehn Monate ein Praktikum in England machen zu können. Von dort aus besuchte er mich und meine Familie das erste Mal an Weihnachten 2002 in unserem Heim. Wir alle fanden großen Gefallen an diesem freundlichen, herzlichen und offenen jungen Mann, der unser Weihnachten erst richtig schön werden ließ.

Bereits im August 2003 kam Bernard wieder für drei Monate zu uns, um in dieser Zeit einen Sprachkurs an der Uni Freiburg zu absolvieren, welchen er auch gut bestand.

Mein nächster Besuch in Uganda war 2004. Durch die kleine Hilfestellung, die ich der Familie Mutebi bisher gegeben hatte und dafür, dass ihr Sohn das Jahr zuvor diese drei Monate in meiner Familie verbringen durfte, wurde ich in einer großartigen Zeremonie in die Familie Mutebi aufgenommen als „neue“ große Tochter, denn die tatsächlichen großen Töchter sind schon einige Jahre tot. Ich bekam an diesem Tag den traditionellen Gomez,