Songwriting für Dummies - Jim Peterik - E-Book

Songwriting für Dummies E-Book

Jim Peterik

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Beschreibung

Von der Song-Idee zur Hitsingle: In diesem Buch finden Sie alles, was Sie wissen müssen, um mit Ihrem Song in der Musikindustrie Erfolg zu haben. Finden Sie den Stil, Rhythmus und Reim, der zu Ihrem Genre passt, und fesseln Sie Ihre Zuhörer mit eingängigen Texten und unvergesslichen Melodien. Mit vielen Übungen und Beispielen unterstützen die Autoren Sie bei den grundlegenden, kreativen Elementen des Songwriting, aber auch bei dem, was danach kommt: Demotape, Online-Marketing, digitale Downloads, Urheberrecht, Verträge, Agenten und Plattenfirmen - so lernen Sie, wie Sie mit Ihren Werken die größten Erfolge erzielen können.

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Seitenzahl: 734

Veröffentlichungsjahr: 2023

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Songwriting für Dummies

Schummelseite

Songwriting macht Spaß, aber man muss auch einige Hürden überwinden. Zunächst einmal sollte man keinerlei Hemmungen haben, überhaupt Lieder zu schreiben. Außerdem ist es wichtig, zu wissen, wie und wo man sich inspirieren, mit anderen zusammenarbeiten, seine Ideen festhalten und auch Hörer finden kann. Zum Glück ist das Internet randvoll mit Quellen, die Ihnen auf diesem Weg helfen können.

WARUM ES BESSER IST, KEINE HEMMUNGEN ZU HABEN

Musik und überhaupt jede Art, sich kreativ auszudrücken, ist nichts Neues; schon die Höhlenmenschen verspürten den Drang dazu. Vielleicht versteht man nicht immer jedes Wort, das ein Songwriter zu Papier gebracht hat, doch seine Gefühle und Emotionen werden fast immer klar. Darin liegt die Schönheit der Musik, und genau aus diesem Grund sollten Sie nicht davor scheuen, einen Song zu schreiben, falls es Sie danach drängt.

Es gibt vermutlich ebenso viele gute Gründe, Songs zu schreiben, wie Leute, die es tatsächlich tun. Für jemanden, der sich schwertut, seine Gefühle zu artikulieren, ist Songwriting sogar besonders geeignet. Was man sich nicht traut, anderen ins Gesicht zu sagen, das lässt sich oft hervorragend über eine Melodie oder einen Songtext vermitteln. Es muss ja nicht gleich der große Chartstürmer sein – wichtig ist zunächst einmal, dass Sie sich selbst zum Ausdruck bringen. Das kann von therapeutischer Wirkung sein!

Also: Keine Angst und ran ans Werk – vor allem, wenn einer der folgenden Beweggründe auf Sie zutrifft:

Ich will mein wahres Selbst und meine innersten Gefühle ausdrücken.Ich will der Musik in mir, die nur darauf wartet, freigelassen zu werden, Raum geben.Ich will anderen etwas von der Freude und Inspiration zurückgeben, die sie mir geschenkt haben.Ich will die Ausdruckskraft, mit der ich geboren wurde, voll entwickeln.Ich will Anerkennung ernten und neue Freunde gewinnen (und damit vielleicht sogar Geld verdienen).Ich will meine inneren Dämonen austreiben.Ich will über die Botschaft meines Songs Verbindung zu anderen aufnehmen.Ich will etwas Wertvolles erschaffen, das anderen über Jahre hinweg Freude bereitet.

HILFREICHE ONLINE-QUELLEN FÜR DEN SONGWRITER

Amazon Music: Ein Online-Musikhändler, der mehr als zehn Millionen Songs zum Download für sämtliche Geräte anbietet.CD Baby: Gilt als der größte Online-Vertreiber von Indie-Musik weltweit, betrieben von Musikern für Musiker.Facebook & Instagram: Hier können Sie für sich oder Ihre Band eine eigene Seite einrichten, Musik(-videos) posten und sich eine riesige Fangemeinde aufbauen.Twitter: Soziales Netzwerk im Microblogging-Stil. Wer in Deutschland behauptet, er würde »zwitschern«, spricht vermutlich von Twitter.TikTok: Soziales Netzwerk, das mit ausgeklügelten Algorithmen große Reichweiten bringen und in dem man sich eine reaktionsfreudige Fanbase aufbauen kann.YouTube: Dort können Sie Ihre Songs und Videos posten und damit ein Riesenpublikum erreichen.iTunes: Digitaler Mediaplayer und Online-Musikhändler, der auch mit Filmen, TV-Sendungen und so weiter handelt.Live365: Online-Radio, bei dem man seine eigene Station aufbauen oder sich die anderer Nutzer anhören kann.MySpace: Die bekannte Social-Networking-Seite – nicht mehr ganz neu, aber immer noch gut.Napster/Apple Music/Spotify/Deezer: Online-Musikservices und Streamingdienste, bei denen man über Distributoren seine Songs anbieten kann.OurStage: Ein soziales Netzwerk für noch unentdeckte Künstler, Musikliebhaber und wichtige Leute aus der Musikindustrie, die nach Gleichgesinnten zwecks Zusammenarbeit suchen.ReverbNation: Soziales Netzwerk für Musiker, Bands, Produzenten, bietet Möglichkeiten zur Zusammenarbeit und Kommunikation.SongCast: Netzwerk für Musikverbreitung, wo man seine Songs auf iTunes, Amazon, Napster und so weiter verkaufen kann.SonicBids: Hier können Sie wichtige Kontakte knüpfen, wie etwa zu Veranstaltern, Lizenzgebern oder Sendechefs. Außerdem findet man hier die Ausschreibungen zu zahllosen Contests sowie die richtigen Ansprechpartner zum Buchen von Gigs.TuneCore: Plattform für digitale Musik- und Videoverbreitung, die Ihre Songs an die führenden digitalen Händler (iTunes, Amazon, Rhapsody und andere) ausliefert, ohne von Ihnen Prozente zu verlangen.

Songwriting für Dummies

Bibliografische Informationder Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie;detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

2. Auflage 2023

© 2023 Wiley-VCH GmbH, Boschstraße 12, 69469 Weinheim, Germany

Original English language edition Songwriting for dummies © 2020 by Wiley Publishing, Inc. All rights reserved including the right of reproduction in whole or in part in any form. This translation published by arrangement with John Wiley and Sons, Inc.

Copyright der englischsprachigen Originalausgabe Songwriting for dummies © 2020 by Wiley Publishing, Inc.Alle Rechte vorbehalten inklusive des Rechtes auf Reproduktion im Ganzen oder in Teilen und in jeglicher Form. Diese Übersetzung wird mit Genehmigung von John Wiley and Sons, Inc. publiziert.

Wiley, the Wiley logo, Für Dummies, the Dummies Man logo, and related trademarks and trade dress are trademarks or registered trademarks of John Wiley & Sons, Inc. and/or its affiliates, in the United States and other countries. Used by permission.

Wiley, die Bezeichnung »Für Dummies«, das Dummies-Mann-Logo und darauf bezogene Gestaltungen sind Marken oder eingetragene Marken von John Wiley & Sons, Inc., USA, Deutschland und in anderen Ländern.

Das vorliegende Werk wurde sorgfältig erarbeitet. Dennoch übernehmen Autoren und Verlag für die Richtigkeit von Angaben, Hinweisen und Ratschlägen sowie eventuelle Druckfehler keine Haftung.

Print ISBN: 978-3-527-72070-5ePub ISBN: 978-3-527-84240-7

Coverfoto: © princeoflove / stock.adobe.comKorrektur: Dr. Petra-Kristin Bonitz

Über die Autoren

Jim Peterik ist Sänger, Songwriter, Gitarrist und Keyboarder. Er macht seit über 45 Jahren Musik und hat in dieser Zeit unzählige Songs geschrieben. Er ist verantwortlich für 18 US-Top-Ten-Hits – allen voran die zeitlose Hymne an den Kampfgeist, »Eye Of The Tiger« aus dem Film Rocky III, die dreifach mit Platin ausgezeichnet wurde und nicht nur für den Oscar nominiert wurde, sondern auch einen Grammy gewann. Seine Songs waren weltweit in zahlreichen Filmen, Fernsehsendungen und Werbespots zu hören und wenn er gerade keine Songs schreibt oder Musik macht, kümmert sich Jim Peterik mittlerweile auch gern um den musikalischen Nachwuchs.

Dave Austin war neben seiner Arbeit als Mental Coach für Sportler schon immer im Musikbusiness tätig. Zusammen mit Cathy Lynn und Phil Ehart (dem Mitbegründer von Kansas) hat er ein eigenes Plattenlabel gegründet und zahlreiche Konzertreihen produziert. Er hat mit namhaften Größen wie Carlos Santana, Melissa Etheridge, Queen und vielen mehr zusammengearbeitet und wurde von der National Academy of Recording Arts and Sciences mit dem »Presidential Award« ausgezeichnet.

Cathy Lynn ist erfolgreiche Drehbuch- und Sachbuchautorin und lässt sich beim Schreiben nicht nur stark von Musik inspirieren, sondern bindet diese auch in ihre Stories ein. Sie war zudem als Produzentin für zahlreiche musikalische Events tätig.

Über den Übersetzer

Oliver Fehn war Musiker und Musiklehrer. Er spielte Gitarre, Klavier und Harmonika und trat schon im Teenageralter als Singer/Songwriter vor Publikum auf. Die Musik war seine große Leidenschaft, auch wenn er sich sein Geld hauptsächlich in der »schreibenden Zunft« verdiente. Er war als Autor belletristischer Bücher und als Übersetzer tätig. Für die Dummies hat er zahlreiche Bücher übersetzt und überarbeitet, darunter Musiktheorie für Dummies, Gitarrenakkorde für Dummies, Ukulele für Dummies, E-Bass für Dummies, Komponieren für Dummies und viele mehr. Er war außerdem Autor von Übungsbuch Musiktheorie für Dummies und Co-Autor von Notenlesen für Dummies.

Inhaltsverzeichnis

Cover

Titelblatt

Impressum

Über die Autoren

Über den Übersetzer

Vorwort

Einführung

Über dieses Buch

Törichte Annahmen über den Leser

Wie dieses Buch aufgebaut ist

Symbole, die in diesem Buch verwendet werden

Wie es von hier aus weitergeht

Teil I: Sie wollen also Songwriter werden

Kapitel 1: Finden Sie ein Goldstück und lassen Sie es strahlen!

Ground Zero – bevor Sie die erste Note niederschreiben

Dröppje voor Dröppje: Der Sechs-Schritte-Prozess

Stillhalten, Augen öffnen, Ohren spitzen

Einige nützliche Sachen für unterwegs

Übung macht den Meister

Kapitel 2: Die verschiedenen Genres: von Country über Folk und Blues bis hin zum Rock

Einen eigenen Stil kreieren: alles über Singer/Songwriter

Erfolg! (Auch bei der breiten Masse)

Auf entlegeneren Straßen wandern: weitere bemerkenswerte Genres

Übung macht den Meister

Kapitel 3: Die Ausarbeitung: Bringen Sie Ihren Song in Form!

Ein wenig Fachsimpelei über Songformen

Vom Umgang mit Strophen

Die Strophen-Refrain-Form

Übung macht den Meister

Teil II: Entfesseln Sie den Dichter, der in Ihnen steckt

Kapitel 4: Am besten, die Sache hat einen Haken!

Bestücken Sie Ihren Angelkasten!

Ein Song – mehrere Hook-Techniken

Die richtige Einstellung für das Arbeiten mit Hooks

Übung macht den Meister

Kapitel 5: Wie Sie Ihre Hörer mit guten Texten beeindrucken

Lernen Sie die verschiedenen Texttypen kennen!

Übung macht den Meister

Kapitel 6: Über den Text zu seiner eigenen Stimme finden

Wie man einen super Text schreibt

Das richtige Format für Ihren Text

Zur richtigen Form gehört ein guter Sound

Poetische Hilfsmittel beim Texten

Übung macht den Meister

Kapitel 7: Wie man gute Reime macht

Wie und woran man welchen Reim erkennt

Welche Reimtechniken es sonst noch gibt

Reim’n oder nicht reim’n – das ist hier die Frage

Übung macht den Meister

Teil III: Schreiben Sie Musik, die man nie wieder vergisst!

Kapitel 8: Herzschlag der Musik – der Rhythmus

Der Rhythmus der Worte

Ein Blick auf das Metrum

Songwriting mit Synkopierung

Übung macht den Meister

Kapitel 9: Musiker als Magier der Melodien

Grundlagen der Melodiegestaltung

Songs schreiben, die auch wirklich bleiben

Übung macht den Meister

Kapitel 10: Wie man beim Songwriting Akkorde benutzt

Was Akkorde dem Songwriter bringen

Wählen Sie das richtige Instrument für Ihren Stil!

Übung macht den Meister

Kapitel 11: Gut geblufft ist halb gewonnen: allerlei technische Hilfsmittel, Tricks und Gimmicks

Songs erfinden – noch schneller, noch besser, noch müheloser

Empfehlenswerte Software und Webseiten für Songwriter

Aufnahmen im eigenen Tonstudio

Old School kontra Home School

Teil IV: Zusammenfinden, zusammenarbeiten, zusammenschließen

Kapitel 12: Talente zusammenführen: Teamgründung und Networking

Entdecken Sie Ihre Stärken und Schwächen!

Die Chemie muss stimmen!

Wie man Tantiemen aufteilt

Bekannte Songwriter-Teams

Netzwerke für Songwriter

Übung macht den Meister

Kapitel 13: Online-Marketing und soziale Netzwerke für Songwriter

Wie man das Internet richtig nutzt

Wie man Freunde findet und soziale Netzwerke aufbaut

Unaufdringlich und informativ bleiben

Übung macht den Meister

Kapitel 14: Songwriting für Bühne, Kinoleinwand, TV und Radio

Songwriting für den Film

Songwriting fürs Fernsehen

Songwriting für die Werbung

Songwriting für Videospiele

Songwriting für Musicals

Übung macht den Meister

Kapitel 15: Wie Sie sich Gehör verschaffen: das Demo

Ein paar Entscheidungen, die getroffen werden müssen

Auch auf Details achten!

Die Auswahl der Musiker

Wie man einen Song arrangiert

Die Aufnahme des Demos

Die richtige Hülle für Ihr Demo

Und nun raus damit!

Teil V: Des Künstlers Alter Ego – der Geschäftsmann

Kapitel 16: Ziele setzen, Termine festlegen!

Ziele setzen

Termine einhalten

Übung macht den Meister

Kapitel 17: Wie Sie Musiknoten in Banknoten verwandeln

Finanzprognosen

Die GEMA ist immer und überall

Wie es weitergeht, wenn Ihr Song groß rauskommt

Die digitale Verbreitung von Musik – und was sie Ihnen bringt

Wie man mit Songs Produktwerbung macht

Wie man Geld beim Film machen kann

Geld mit Videospielen machen

Kapitel 18: Das Geschäftsteam – die klugen Helferlein des Songwriters

Wie man ein Erfolgsteam zusammenstellt

Eins nach dem anderen: Zuerst muss ein Anwalt her!

Der richtige Verleger für Sie

Was unabhängige Songbroker machen

Wann ein Manager oder Agent sich lohnt

Wann Sie einen Buchhalter oder Betriebswirt brauchen

Kapitel 19: Der juristische Teil samt allem Papierkram

Rechtsverkehr: Wie ein Win-win-Vertrag aussehen sollte

Wie Sie Ihren Song per Copyright schützen

Gut organisiert ist halb reüssiert!

Teil VI: Der Top-Ten-Teil

Kapitel 20: Zehn Songs, die man kennen sollte

»Hey Jude«

»Bohemian Rhapsody«

»What's Going On«

»Yesterday«

»God Only Knows«

»Imagine«

»Satisfaction«

»I Still Haven't Found What I'm Looking For«

»Like A Rolling Stone«

»Somewhere Over The Rainbow«

Kapitel 21: Zehn Singer/Songwriter, die man kennen sollte

Bob Dylan

Leonard Cohen

John Denver

Donovan

Reinhard Mey

Randy Newman

Neil Diamond

Rod McKuen

Gram Parsons

Sven Regener

Abbildungsverzeichnis

Stichwortverzeichnis

End User License Agreement

Tabellenverzeichnis

Kapitel 3

Tabelle 3.1: Beispiele für Songs in der Single-Verse-Form

Tabelle 3.2: Beispiele für Songs in der Zweistrophen-Form

Tabelle 3.3: Beispiele für Songs in der Standardform

Tabelle 3.4: Beispiele für Songs im Verse-Chorus-(Strophen-Refrain-)Stil

Tabelle 3.5: Noch mehr Beispiele für Songs im Verse-Chorus-(Strophen-Refrain-)Stil

Tabelle 3.6: Beispiele für Songs in der Verse-Chorus-Form mit Bridge

Tabelle 3.7: Strukturvariationen

Kapitel 6

Tabelle 6.1: Geeignete Platzierungen für den Titel

Kapitel 7

Tabelle 7.1: Songs mit grundlegenden Reim-Patterns

Kapitel 14

Tabelle 14.1: Liste berühmter Filmsongs

Illustrationsverzeichnis

Kapitel 1

Abbildung 1.1: Beispiel für eine J-Card

Kapitel 7

Abbildung 7.1: Textentwurf für »Eye Of The Tiger«

Kapitel 8

Abbildung 8.1: So geht man mit Noten und Pausen im 4/4-Takt um.

Abbildung 8.2: In diesem Beispiel wird dem Song »Mary Had a Little Lamb« ein ¾-T...

Abbildung 8.3: So lösten Kern und Hammerstein im Eröffnungsteil Ihres Songs »All...

Abbildung 8.4: In dieser Passage des Songs »You Can't Take That Away From Me« f...

Abbildung 8.5: Die gleiche Phrase wie in Abbildung 8.4 (aus dem Song »You Can't Take T...

Abbildung 8.6: So arbeiteten John Lennon und Paul McCartney in ihrem Song »I'll Be Bac...

Abbildung 8.7: Bei diesem Beispiel (es stammt aus dem Song »Genie In A Bottle«) wurde...

Kapitel 9

Abbildung 9.1: Der Song »Empty«

Kapitel 15

Abbildung 15.1: Beispiel für ein Cover für Ihre Demo-CD

Abbildung 15.2: Beispiel für das Label einer Demo-CD

Abbildung 15.3: Ein Schreiben mit der Frage um Erlaubnis für die Zusendung einer Demo-CD is...

Abbildung 15.4: Fügen Sie Ihrer Sendung mit dem Demo auf jeden Fall ein Textblatt bei. Hier...

Kapitel 16

Abbildung 16.1: Aktionsplan für den Songwriting-Anfänger

Abbildung 16.2: Aktionsplan für den fortgeschrittenen Songwriter

Abbildung 16.3: Aktionsplan für den Songwriter-Profi

Kapitel 19

Abbildung 19.1: Checkliste für einen Vertrag zwischen Songwriter und Verleger

Abbildung 19.2: Formular für potenzielle und bestehende Kontakte

Abbildung 19.3: Song-History-Formular

Abbildung 19.4: Copyright-History-Formular

Orientierungspunkte

Cover

Titelblatt

Impressum

Über die Autoren

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Einführung

Fangen Sie an zu lesen

Abbildungsverzeichnis

Stichwortverzeichnis

End User License Agreement

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Vorwort

Immer wieder werde ich gefragt: »Wie haben Sie es eigentlich geschafft, zur erfolgreichen Songwriterin zu werden?« Dann sage ich meistens, dass es dabei auf drei Dinge ankommt – auf ARBEIT, Ehrlichkeit und Feeling.

Ihnen fällt auf, dass ich das Wort ARBEIT großgeschrieben habe. Das hat seinen Grund – es ist nämlich der wichtigste Teil der Gleichung. Jeder erfolgreiche Songwriter weiß, dass man manchmal erst Hunderte von Songs geschrieben haben muss, bevor einem eine richtig geniale Nummer gelingt. So gesehen ist ARBEIT oft noch wichtiger als Talent. Ich habe sieben Jahre lang Songs geschrieben, bevor ich meinen ersten Dollar verdiente. Und ich habe gelernt, dass jeder schlechte Song, den du schreibst, dich auf dem Weg zu einem guten Song ein paar Schritte voranbringt. Mein berühmter Songwriter-Kollege Marti Fredrickson sagte kürzlich: »Für diesen Song habe ich 47 Jahre gebraucht.« (Genauso alt ist er zufällig auch, und er war Koautor von bekannten Titeln wie »Jaded« [Aerosmith], »Sorry« [Buck Cherry] und »Love Remains The Same« [Gavin Rossdale].)

ARBEIT kann natürlich vieles bedeuten – es kann für das eigentliche Komponieren stehen, für die Mühe, die es kostet, den richtigen Produzenten oder Interpreten zu finden, es kann aber auch für die Verbreitung stehen, ohne die die maßgeblichen Leute aus der Branche das Stück wahrscheinlich nie zu hören bekommen. Sie können den tollsten Song in der Hosentasche haben – solange Sie nicht wissen, wie es danach weitergeht, wird es wohl auch ewig ein Song in Ihrer Hosentasche bleiben.

Wenn Sie ein professioneller Songwriter werden wollen, müssen Sie jeden Tag schreiben und jeden wachen Moment als Inspiration für ein Leben betrachten, das der Musik gewidmet ist. Jeder gute Songwriter, den ich kenne, schreibt (oder hört) nicht nur Musik – nein, er atmet sie, er isst sie, er lebt sie. Solange er nicht gerade damit beschäftigt ist, seine Lebenserfahrungen als schöpferischen Rohstoff zu nutzen, wird er zumindest seine handwerklichen Fähigkeiten verfeinern. Große Songs entstehen dort, wo Inspiration und Handwerk sich paaren – und sein Handwerk beherrscht nur jemand, der die damit verbundene ARBEIT nicht scheut.

Wenn Sie viel freie Zeit brauchen, ist professionelles Songwriting nichts für Sie. Und wenn Sie leicht verletzbar sind, eignen Sie sich zumindest nicht als Koautor. Falls Sie mit Absagen nicht umgehen können, verschwenden Sie besser keinen weiteren Gedanken an eine Songwriter-Karriere. Und falls Sie dieses Vorwort als brutal empfinden – die Musikbranche ist brutaler. In diesem Fall werde ich versuchen, Ihnen Ihre Träume auszutreiben und Ihnen damit jede Menge Traurigkeit zu ersparen. Dann sollten Sie ehrlich zu sich sein und sagen: Okay, das betreibe ich wohl lieber als Hobby denn als Beruf.

Apropos Ehrlichkeit: Als Ihre Eltern Ihnen beibrachten, immer ehrlich zu sein, hatten sie schon ihre Gründe. Wäre ich vor 20 Jahren ehrlich zu mir gewesen, hätte ich nicht an der Duke University studiert, um Rechtsanwältin zu werden. Ich habe mit dem Schreiben von Songs spät angefangen, und das lag nur daran, dass niemand so fest an mich glaubte, dass er mich seine Songs aufnehmen ließ, damit ich meine Stimmkraft unter Beweis stellen konnte. Mit 22, in einer schäbigen Behausung in der Bronx, wo ich gegen das Gebell von zwei Pitbulls anspielen musste, entstand mein erster Song »Show Me«, den ich zusammen mit Dave Citron schrieb.

Grauenvolle Tage.

Meine Texte versuchten das auszudrücken, was in irgendeinem Typen vorging (in den ich übrigens verknallt war, aber er nicht in mich). Es fiel mir leichter, die Wahrheiten anderer zu Papier zu bringen als meine eigenen.

Da ich meine eigenen Gefühle nicht in den Griff bekam, gelang es mir auch nicht, etwas Authentisches zu schreiben. Ich brauchte Jahre, um einen inneren Dialog mit mir selbst führen zu können, dem ich auch selbst vertraute. Wer große Songs schreiben will, muss dazu fähig sein, seine echten persönlichen Erfahrungen in Melodien und Texte umzuwandeln, sodass sie auch anderen etwas sagen und niemanden überfordern. Man kann natürlich seine Erfahrungen einfach ausgestalten, aber im Kern geht es immer um Wahrheit und Authentizität. Wie soll man sonst Gefühle und Empfindungen übermitteln, mit denen andere auch etwas anfangen können? Wenn Sie ein leidenschaftlicher Songwriter werden wollen, müssen Sie auch ein leidenschaftlicher Forscher auf dem Gebiet Ihrer Emotionen und Gedanken werden. Es ist die beste und preiswerteste Therapie, die es gibt.

Ja, und die dritte Sache ist etwas, das sich nicht lehren lässt – das Feeling. Wenn ein bestimmtes Thema oder Musikstück Sie bewegt, Sie zum Weinen bringt, Sie in die Knie zwingt – öffnen Sie Ihr Herz (oder den Kanal, wie ich zu sagen pflege) und lauschen Sie! Es ist Ihre Seele, die mit Ihnen spricht. Und wenn Sie das nun mit Ihren handwerklichen Fähigkeiten kombinieren können, stehen Sie kurz davor, einen wirklich großen Song zu komponieren. Je mehr Feeling Sie in einen Song hineinstecken, umso mehr Feeling holt der Hörer auch für sich heraus.

Was ich Ihnen als Leser dieses Buches wünsche: Dass Sie die Freude und heilende Kraft des Songwriting ebenso am eigenen Leib erfahren dürfen wie ich. Und denken Sie immer daran: Nicht das Geld oder der Traum vom Superhit sollte Sie motivieren, sondern nur die Musik!

GOTT SEGNE DIE MUSIK! ROCK ON!

Kara DioGuardi

Für den Grammy nominierte Hit-Songwriterin

Vizepräsidentin des Talentbüros der Vorstandschaft von Warner Brother Records

Ihre Songs erschienen auf mehr als 150 Millionen Tonträgern.

Mehr als 40 ihrer Singles schafften es in die Charts und in den Einzelhandel.

15 BMI-Popmusik-Preise; Pop-Songwriterin des Jahres 2007

300 ihrer Songs erschienen bei großen Labels, 171 davon auf Platinalben.

Einführung

Willkommen zur deutschen Ausgabe des Buches Songwriting für Dummies. Sollten Sie gerade in der Buchhandlung stehen und nur ein bisschen darin blättern (vielleicht um auf diese Weise einen Fünfminuten-Crashkurs zum Thema »Megahits schreiben« zu absolvieren), tun Sie sich einen Gefallen und kaufen Sie das Buch. Danken können Sie uns später! Aber dieses Buch enthält einfach zu viel gebündelte Information, um seinen Inhalt in einer einzigen Sitzung in sich aufzunehmen. Sollten Sie es sich bereits gekauft haben, um das Songwriting von der Pike auf zu erlernen, herzlichen Glückwunsch! Auf Sie wartet ein großes Abenteuer. Wir reiten soeben auf einer Welle, die das Songwriting grundlegend revolutionieren wird – wer möchte da nicht von Anfang an dabei sein? Nach wie vor warten die Plattenfirmen auf einprägsame, sinnige und unvergessliche Songs für ihre Künstler – auf Songs mit dem »gewissen Etwas« – anstatt auf austauschbare und banale Liedchen (und wir beten, es möge so bleiben), doch seit der digitalen Revolution gibt es da völlig neue Welten zu erforschen. Was dieses Buch Ihnen bieten will, ist eine praktische und heitere Einführung in die unpraktische und leider oft gar nicht so heitere Welt des Songwriting. Wir hoffen, Sie mit unserem Liebesdienst ein wenig ermutigen und inspirieren zu können, und wir wissen, dass auch Sie mit etwas Arbeit und Hingabe die in Ihnen steckende Kreativität freilegen können.

Über dieses Buch

Dieses Buch bietet Ihnen viel Praxiswissen sowie einen Blick hinter die Kulissen der ehrwürdigen Tätigkeit des Songwritings. Es macht Sie mit grundlegenden Prinzipien des Songwritings vertraut und weiht Sie in so manches Geheimnis ein, in so manch unorthodoxe Methode, nach der Sie in anderen Büchern vergeblich suchen werden. Diese Tipps stammen von Fachleuten aus allen Bereichen des Musikbusiness. Nichts also für Leute, die nur davon träumen, einen Song zu schreiben, sondern die auch bereit sind, sich die Ärmel hochzukrempeln und Nägel mit Köpfen zu machen. Aber selbst der versierte Texter und Komponist wird eine Menge für sich darin entdecken, zum Beispiel was er schon sehr gut beherrscht und woran er noch arbeiten muss oder wo und wie er seiner Kreativität neue Nahrung geben kann. Auf dem Weg von der ersten Ideensammlung bis hin zum fertigen Song, von der Demoaufnahme bis zur Bildung eines Teams, das Ihren Song vermarkten wird, wartet eine Menge Spaß auf Sie, bei dem wir Sie gern begleiten.

Es geht aber nicht nur um Praxiswissen – auch die spirituelle und mystische Seite, die der ganzen Sache Flügel verleiht, darf nicht vernachlässigt werden. Außerdem endet jedes der Kapitel 2 bis 11 mit einem Abschnitt namens »Übung macht den Meister«, in dem das neuerworbene Wissen mithilfe praktischer Aufgaben vertieft werden soll. In diesen Abschnitten können Sie wirklich über sich selbst hinauswachsen – und vor allem die nicht auszurottende Meinung widerlegen, um Songwriter zu werden, müsse man zumindest auf einem Instrument ein echter Virtuose sein oder jahrelang Musiktheorie studiert und Unterricht genommen haben. Alles, was Sie wirklich brauchen, sind ein gutes Gehör, eine rege Vorstellungskraft, viel Entschlossenheit und eine wohlorganisierte Strategie, auf welche Weise Sie die Welt mit Ihrer Musik bereichern wollen.

Törichte Annahmen über den Leser

Wir gehen einfach mal davon aus, dass Sie auf gewisse Weise neugierig sind zu erfahren, wie man einen Song schreibt. Und sich vielleicht fragen, ob Sie überhaupt das Zeug dazu haben. Vielleicht denken Sie auch schon darüber nach, wie irgendwann der nächste Schritt aussehen wird, um den Song von Ihrer Festplatte in die Regale der Plattenläden wandern zu lassen. Wovon wir auf jeden Fall nicht ausgehen: Dass Sie ein Musikgenie sind oder umwerfende Techniken oder überhaupt irgendeine Technik auf einem Musikinstrument vorzuweisen haben. Das Einzige, was wir stillschweigend voraussetzen: Dass jeder bei der richtigen Inspiration und Vorgehensweise sowie mithilfe der richtigen Mitarbeiter einen Song schreiben kann. Das Geniale am Komponieren eines Songs ist ja, dass Sie all Ihre Talente bündeln und einem einzigen Zweck zuführen können – dem Song nämlich – und dass dieser Song so gut geraten kann, dass alle Welt seinen Strophen und dem Refrain immer wieder lauschen will.

Wie dieses Buch aufgebaut ist

Dieses Buch untergliedert sich in sechs Teile, die von den ersten Versuchen, ein paar Zeilen Text zu schreiben, bis hin zu ausgefeilten Verkaufsstrategien reichen.

Teil I: Sie wollen also Songwriter werden

Der erste Abschnitt dieses Buches lehrt Sie, Ihre Bestrebungen, Vorerfahrungen, Erwartungen und vorgefassten Meinungen in puncto Songwriting richtig einzuschätzen. Sie unterziehen Ihre Talente und Fähigkeiten, die Ihnen beim Komponieren eines Songs von Nutzen sein können, einer Inventur; danach werden wir gemeinsam das Sammelsurium an Stilrichtungen erkunden, die uns für das Schreiben und Arrangieren eines Songs zur Verfügung stehen, und versuchen, Ihnen ein Gespür dafür zu vermitteln, welche Genres zu Ihrem Stil passen. Ferner verraten wir Ihnen in diesem Teil, wie man Songideen so abspeichert, dass sie einem nicht wieder verloren gehen, und erläutern Ihnen die Struktur eines Songs, indem wir verschiedene Liedformen analysieren.

Teil II: Entfesseln Sie den Dichter, der in Ihnen steckt

Dieser Teil will Ihnen die Fähigkeit vermitteln, Ihre »Wortgewalt« und Ihren sprachlichen Ausdruck in den Text Ihres nächsten Songs einfließen zu lassen. Wir geben Ihnen ein paar handfeste Tipps für das Schreiben von Texten; in diesem Zusammenhang erklären wir Ihnen auch, was ein »Hook« ist, wo man ihn am besten platziert und wie man Reime wirksam einsetzt. Wir gehen auch zusammen mit Ihnen die Texte einiger erfolgreicher Popsongs durch und erläutern Ihnen genau, durch welche Mittel der Textdichter es geschafft hat, einen großen Song zu schreiben.

Teil III: Schreiben Sie Musik, die man nie wieder vergisst!

Wo ein großer Song entstehen soll, dort müssen Rhythmen, Akkorde und Melodie eine Einheit bilden. Jeder dieser Bestandteile entscheidet mit darüber, ob ein Song erfolgreich wird oder nicht – und wir sorgen dafür, dass Sie keinen davon außer Acht lassen. Wir zeigen Ihnen auch ein paar Kniffe, Tricks und Techniken, mit denen Sie sich sozusagen durch einen Song »hindurchmogeln« können.

Teil IV: Zusammenfinden, zusammenarbeiten, zusammenschließen

Die drei großen »Z« des Songwritings –sie können der Initialfunke sein, der bei Ihnen die Flamme zum Leuchten bringt und Sie auf den richtigen Weg zu einer langen und erfolgreichen Karriere als Songwriter führt. Sie können sich mit anderen zusammenfinden, um den nächsten Pophit zu schreiben oder sich auf dem Gebiet des Country und des R & B versuchen. Sie können auch Songs für die verschiedensten Gelegenheiten schreiben – für die große Konzertbühne zum Beispiel oder fürs Fernsehen. Wenn Sie Ihre Kommunikationsgabe ausweiten, sind die Möglichkeiten schier unendlich – denken Sie bloß einmal daran, wie toll Ihre Demos klingen werden, wenn Sie erst einmal wissen, wie Zusammenarbeit funktioniert.

Teil V: Des Künstlers Alter Ego – der Geschäftsmann

In diesem Kapitel versuchen wir uns am großen Spagat, bei dem Musiktalent und Geschäftssinn sich die Hand reichen und zu Freunden werden. Erst einmal zeigen wir Ihnen, welche Formulare Sie ausfüllen müssen, um mit Ihrer Musik geschäftlich erfolgreich werden zu können; danach sprechen wir über Zielsetzungen und einzuhaltende Termine. Zur Lektüre dieses Kapitels müssen Sie sich einfach überwinden, falls Ihnen daran gelegen ist, mit Ihrer Musik in der richtigen Spur zu bleiben, damit Ihr Song auch nach seiner Fertigstellung in die Hände gerät, die ihn zum Erfolg machen.

Teil VI: Der Top-Ten-Teil

In diesem Abschnitt nehmen wir einige der großen Songs der Musikgeschichte und zehn bedeutende Singer/Songwriter unter die Lupe.

Symbole, die in diesem Buch verwendet werden

Dummies-Bücher wollen benutzerfreundlich sein und Spaß machen – deshalb haben wir verschiedene grafische Symbole an den jeweils linken Textrand gestellt. Diese kleinen Cartoons sollen Sie sofort »wachrütteln« und Ihnen sagen: Jetzt kommt etwas Besonderes – entweder ein paar weise Worte oder eine Warnung oder nützliche Tipps und wichtiger Lernstoff. Sogar wenn etwas einmal nicht so wichtig ist, haben wir es auf diese Weise markiert, diese Teile können Sie sich dann später gesondert vornehmen.

Hier geht es um eine Lektion, die wir aus unserer jahrzehntelangen Erfahrung mitgebracht haben. Sie kann fein gesponnen sein wie ein Vorhang zu unserer Seele oder grob geflochten wie der rote Teppich zum Erfolg.

Das ist eigentlich die Mutter aller Icons – es weist auf Dinge hin, die beim Durcharbeiten des Buches auf jeden Fall bei Ihnen hängen bleiben sollten. Es ist wie ein Knoten im Ohr oder ein Merkzettel an der Kühlschranktür.

Immer ein Grund, die Augen offen zu halten. Weist auf Dinge hin, die wirklich gar nicht gehen und im allerschlimmsten Fall sogar rechtliche Probleme verursachen können.

Das Icon sagt Ihnen: Das Wichtigste zu diesem Thema haben wir Ihnen erzählt – falls Sie jetzt ins Detail gehen wollen, finden Sie hier zusätzliche Infos technischer Natur. Kein Mensch ist Ihnen jedoch böse, wenn Sie einfach überspringen, was da steht – Sie tun es bestimmt bloß, um nicht aus Ihrem schöpferischen Prozess gerissen zu werden.

Kluge Worte und Zitate zum Nachdenken erwarten Sie, wenn Sie auf dieses Icon stoßen. Meist sind es die von großen Musikern, denen ihr Erfolg bestätigt, dass sie nicht auf dem Holzweg waren.

Streng Vertrauliches, das schon in vielen Büchern geschwärzt werden musste, um geheimes Wissen nicht an Unwürdige weiterzugeben, und das Sie unbedingt für sich … nein, nicht behalten, sondern nutzen und Ihren besten Freunden ins Ohr flüstern sollten.

Wie es von hier aus weitergeht

Denken Sie daran: Sie können in diesem Buch wild zwischen den Kapiteln hin- und herspringen. Obwohl wir sehr darauf geachtet haben, Ihnen die Informationen in einer logischen Reihenfolge darzubieten, können Sie es sogar noch lesen, nachdem Sie sämtliche Kapitel in einen Mixer gesteckt und gut durchpüriert haben.

Teil I

Sie wollen also Songwriter werden

IN DIESEM TEIL …

Auch in Ihnen schlummern Songs, die nur darauf warten, das Licht der Welt zu erblicken. Sie sind wie mit einem Zahlenschloss gesichert, und Ihr Job ist es, die richtige Kombination herauszufinden. Aber das ist noch nicht alles. Sie müssen auch wissen, wie man so ein kleines Schmuckstück festhält und der Welt als Geschenk verehren kann, bevor es einem für immer entfliegt. Sie kennen das ja: Die meisten Geschenke müssen erst zusammenmontiert werden, und dazu ist es wichtig zu wissen, welche Schraube und welcher Dübel an welche Stelle gehören. Ebenso sollten Sie definieren können, wo Ihr Musikgeschmack eigentlich beheimatet ist. Sind Sie Heavy-Metal-Fan, mögen Sie lieber Schlager und Balladen oder bewegt sich Ihr Geschmack irgendwo dazwischen? Nicht jeder großartige Song passt zu jedem Stil, zu jedem Genre. In diesem Teil des Buches erfahren Sie, welche Richtung Sie mit Ihrem Song einschlagen können und wie die ersten Schritte auf diesem Weg aussehen.

Kapitel 1

Finden Sie ein Goldstück und lassen Sie es strahlen!

IN DIESEM KAPITEL

Versuchen Sie, Ideen für Songs zu finden und zu sammelnBringen Sie Ordnung in Ihre Gedanken und EingebungenLernen Sie, wie man seine Einfälle verewigt

Dieses Buch richtet sich an alle, die davon träumen, die Songwriting-Power, die in Ihnen steckt, zu aktivieren. Falls Ihr Herz Sie dazu drängt, ein Lied zu schreiben, Ihr Verstand jedoch daran zweifelt, dass Sie das Zeug, sprich: die handwerklichen Fähigkeiten, dazu haben, dann sind Sie hier an der richtigen Adresse. Falls Sie sich fragen, wie man eigentlich Ideen sammelt und in eine brauchbare Ordnung bringt, haben Sie sich das richtige Buch gekauft. Und falls Sie in Ihren Notizbüchern ab und zu auf eine Textzeile stoßen, eilig hingekritzelt und nie mehr eines Blickes gewürdigt, oder auf einer Musikkassette von Ihnen gesummte Töne hören, aus denen nie eine richtige Melodie wurde, dann lernen Sie hier, wie es jetzt weitergehen kann. Selbst wenn Sie bereits fertige Songdemos in der Schublade haben, der nächste Schritt Ihnen jedoch ein Rätsel ist, verraten wir Ihnen, wie Sie nicht der Einzige bleiben, der sie je zu hören bekommt. Sobald Sie erst einmal wissen, aus welchen Elementen ein Supersong besteht und wie Profis vorgehen, wenn sie einen schreiben, werden Sie schon bald Schöpfer und Urheber einer eigenen Komposition sein.

Sofern Sie nicht das Glück haben, bereits über komplett zu Ende geschriebene Songs zu verfügen, die Ihnen nachts im Traum von den Geistern der Tin Pan Alley (dem Stadtteil New Yorks, in dem sich in den 1930er- und 1940er-Jahren die großen Musikverlage befanden) diktiert wurden, dann müssen Sie lernen, wie man diese Geister beschwört, herbeizitiert und auf ihre Hilfe bauen kann, wenn man sich an die Aufgabe wagt, Songs aus dem eigenen Herzen zu bergen wie fruchtbare Bodenschätze. So können Sie den Zündfunken entfachen und den Motor zum Laufen bringen – aber danach geht es weiter. Die Ideen müssen gesammelt und geordnet werden, man muss wissen, wie man sie in eine Form bringt und verewigt, bevor sie sich auf Nimmerwiedersehen verabschieden.

Kennen Sie das, dass Sie morgens aufwachen und sich an einen Ihrer Träume noch sehr farbig und lebhaft erinnern, bis er sich im Tageslicht auflöst und aus Ihrem Gedächtnis verschwindet? Ebenso flüchtig können auch Songideen sein. Deshalb geht es beim Songwriting darum, musikalische Inspirationen festzuhalten, sobald sie entstanden sind. Es ist vielleicht das wichtigste Element überhaupt – wie der Augenblick, in dem Regen sich in Schnee verwandelt – denn es bedeutet, den Moment zu nutzen, in dem der Seele Flügel wachsen und ein Song sich zum Himmel emporschwingt.

In diesem Kapitel verraten wir Ihnen ein paar Orte, an denen man Goldstücke – sprich: Songideen und Inspirationen – finden kann, und zeigen Ihnen außerdem, wie man sie so aufbewahrt, dass sie nie wieder verloren gehen. Ferner erklären wir Ihnen, warum es so wichtig ist, sich mit anderen zum Brainstorming zu treffen und seinen Gedanken einfach freien Lauf zu lassen. Alles Dinge, die man lernen kann – und zwar mithilfe einfacher Übungen, die wir Ihnen in diesem Kapitel vorstellen werden.

Ground Zero – bevor Sie die erste Note niederschreiben

Okay, Sie wollen Songs schreiben. Das kann erst mal ziemlich entmutigend werden– wenn man nicht weiß, wo man eigentlich anfangen soll.

Wie wichtig ist eine klassische Musikausbildung?

Wenn man vorhat, Songs zu schreiben, braucht man keine musikalische Ausbildung. Sollte man jedoch ein paar Töne und Akkorde auf der Gitarre oder dem Klavier spielen können, um die Ideen, die man ja zunächst mal nur im Kopf hat, in eine greifbare Form zu bringen, kann das auf jeden Fall von Vorteil sein. (Wir sagen ausdrücklich kann. Der Komiker Mel Brooks zum Beispiel summte die Töne zu seinem beliebten Broadway-Musical »The Producers« einfach auf Band, um sie dann von anderen auf Notenpapier übertragen zu lassen). Selbst wenn Sie nur als Textdichter fungieren, kommen Sie Ihrem Komponisten (also der Person, die Ihre Worte in eine Melodie kleidet) sehr entgegen, wenn Sie ein wenig Erfahrung im praktischen Umgang mit einem Musikinstrument haben. Etwas Musikwissen hilft Ihnen auch dabei, Ihren Worten den richtigen Rhythmus, Ihren Songs die passende Struktur zu verleihen. Doch so vorteilhaft eine Prise musikalisches Fachwissen auch sein kann – unbedingt notwendig ist sie, wie gesagt, nicht.

Auch wenn Songwriting mehr ist als nur ein Fließband zur Montage von Einzelteilen, schadet es nie zu wissen, was für Teile sich in den jeweiligen Behältern befinden. Ein Song besteht aus Akkorden (einer Kombination aus zwei, meist aber mindestens drei oder mehr Tönen, die auf harmonische Weise zusammenklingen), einer Melodie (das ist die Reihenfolge, in der man die einzelnen Töne des gesungenen Teils anordnet, damit sie gut und eingängig klingen), einem Rhythmus (dem Beat oder Pulsschlag des Songs) und einem Text (den bekannten Lyrics, wie man auf Englisch sagt). Viele erfolgreiche Songwriter glänzen nur in einer dieser Disziplinen, schreiben also zum Beispiel geniale Melodien oder sehr originelle Texte; nur wenige sind auf allen Gebieten herausragend. Selbst die sogenannten Singer/Songwriter/Ein-Mann-Bands arbeiten gern mit anderen zusammen, um dann mit einem geradezu magischen Song aufzuwarten, in den die verschiedensten Stile und Persönlichkeiten eingeflossen sind. Wenn Sie also auf einem dieser Gebiete überfordert sind, ist es Ihr Job, Autoren zu finden, die Ihrer Vision den letzten Schliff geben und das Fachwissen beisteuern, das Ihnen fehlt.

Fast alles, was ich über das Komponieren von Songs weiß, habe ich in meiner Eigenschaft als Musikfan gelernt. Der beste Lehrer, den es gibt, ist das Ohr. Die Stilrichtungen der Songs, die mich inspirierten, habe ich nachgeahmt; im Laufe vieler Jahre verschmolzen sie dann nach und nach zu einem eigenen Stil – zu meinem Stil. Die Songs der Beatles, um ein augenfälliges Beispiel anzuführen, waren stark beeinflusst vom amerikanischen Rock 'n’ Roll – wie etwa Chuck Berry, Carl Perkins, The Everly Brothersund Little Richard. Die Beatles schrieben Songs, in denen sie diese Einflüsse aufnahmen und mit ihren eigenen einzigartigen Persönlichkeiten vermischten. Dass sie so gut wie nicht in der Lage waren, ein Notenblatt zu entziffern, spielte dabei kaum eine Rolle. Schließlich hatten sie Ohren!

Jim Peterik, Sänger, Songwriter und Multi-Instrumentalist für die Bands Ides of March und Survivor, ferner Komponist von Hits für .38 Special, Sammy Hagar und andere.

Das Studium der Musiktheorie, der Musikgeschichte und des Arrangements von Musikstücken kann Ihren Fähigkeiten als Songwriter nur nützen; trotzdem wäre es ein großer Fehler, daraus zu schließen, dass eine Musikausbildung zum Schreiben großartiger Songs eine notwendige Voraussetzung ist. Kurse, die Ihr Musikverständnis erweitern, können Ihnen die Augen und Ohren für diejenigen Dinge öffnen, auf die Sie beim Hören eines Songs besonders achten sollten –ansonsten aber brauchen Sie tatsächlich niemanden, der Ihnen sagt, wann Sie mit dem Fuß wippen oder die Lippen zu einem seligen Lächeln formen müssen, wenn der Refrain Sie mitreißt – das ist einfach die Macht guter Musik. Am Anfang steht immer die Liebe zu den Songs, die Sie sich anhören – durch sie können Sie sich alles zunutze machen, was in Ihrer Seele zum Ausdruck gebracht werden soll.

Falls Sie immer noch nicht davon überzeugt sind, dass Sie keine Ausbildung brauchen, denken Sie einfach daran, dass einige der besten Songs der Musikgeschichte von Leuten komponiert wurden, die nie in ihrem Leben Musikunterricht genommen hatten. Folkmusik, Choräle, der Delta Blues, Countrymusik und Rock 'n’ Roll – sie alle haben ihren Ursprung bei Personen, denen das Talent, Songs zu schreiben, einfach gegeben war. Andererseits gibt es natürlich auch legendäre Komponisten, die auf allen Gebieten der Musik inklusive Klassik gut ausgebildet waren. Nichts von beidem ist verkehrt. Sie dürfen sich nur nicht von sogenannten »Regeln« ausbremsen oder einengen lassen.

Am College sagte mein Harmonielehrer am Ende des Semesters zu mir: »Erinnern Sie sich noch an alles, was ich Ihnen über das Verbot paralleler Quinten beigebracht habe? Dann vergessen Sie es! Wenn es gut klingt, machen Sie einfach!« Übrigens war das der einzige offizielle Musikunterricht, den ich je erhalten habe, abgesehen von zwei Jahren Klavierunterricht und mehreren Jahren, in denen ich Saxofon lernte. In dem Kurs bekam ich gerade mal eine Drei plus. Ich glaube, der beste Lehrer ist das Leben, und die beste Methode, einen eigenen Song schreiben zu lernen, besteht darin, sich gute Songs anzuhören und sie zu genießen.

Jim Peterik (schrieb 18 Top-Ten-Hits der Billboard Charts, darunter den Dauer-Favoriten »Eye Of The Tiger«, bekannt aus dem Film Rocky III)

Auch wenn manche Songwriter mit der Trial-and-Error-Methode zu guten Ergebnissen gelangen – je mehr Sie über Musik Bescheid wissen, umso größer stehen die Chancen, dass Ihnen ein großartiger Song gelingt. Je versierter Ihr Können auf einem bestimmten Instrument ist, umso einfacher wird es für Sie sein, die Ideen in Ihrem Kopf umzusetzen und weiterzugeben. Sie müssen sich nicht an der Uni für ein Musikstudium einschreiben, um etwas über Musik zu lernen, es gibt andere Möglichkeiten, sich nützliche Kenntnisse in Musiktheorie, Komposition, musikalischer Darbietung und Stimmbildung zu erwerben. Sie können zum Beispiel Stunden bei einem preiswerten Privatlehrer nehmen; entsprechende Adressen bekommen Sie im örtlichen Musikgeschäft, im Plattenladen, aus den Gelben Seiten oder der Rubrik »Unterricht« im Anzeigenteil Ihrer Zeitung. Auch im Internet werden Sie mit Sicherheit fündig. Das Songwriting wird Ihnen leichter fallen, wenn es jemanden gibt, der Sie inspiriert.

Wenn die Inspiration an Ihre Tür klopft …

Sie kennen das: Für den Fall, dass der kleine Hunger kommt, sollte man (wird zumindest behauptet) immer einen bestimmten Fruchtquark in Reichweite haben. Was aber, wenn ganz anderer Besuch kommt in Form von Ideen, die nach Ausdruck drängen? Das muss nicht zu Hause im stillen Kämmerchen sein, es geschieht an den ungewöhnlichsten Orten, zu den ungewöhnlichsten Zeiten. Es gibt sogar ein paar schöne Anekdoten darüber, wie viele der großen Songs entstanden sind. Paul McCartney zum Beispiel versichert, einige seiner bekanntesten Songs habe er geträumt, und das Gleiche behauptet auch Billy Joel von seinem »River Of Dreams«, wie schon der Name sagt. Und Sting, der ehemalige Leadsänger der Band The Police, will einmal mitten in der Nacht aufgewacht sein, um innerhalb von genau zehn Minuten ein Stück zu schreiben und dann weiterzuschlafen. Wundern Sie sich also nicht, wenn Ihnen beim nächsten Hören von »Every Breath You Take« plötzlich nach einem Nickerchen zumute ist.

Wenn Ihnen plötzlich die Idee zu einer Melodie oder einem Songtext in den Kopf schießt, sollten Sie die Möglichkeit haben, sie vorübergehend »einzufrieren«. Da hilft es zum Beispiel, wenn man immer ein Notizbuch bei sich trägt, um sich die Textzeilen aufzuschreiben, oder einen kleinen Digitalrekorder dabei hat, auf dem man seine Tonfolgen festhalten kann. Seien Sie nie so töricht zu glauben, Sie könnten sich die Ideen bis zu Hause merken. Und reden Sie sich keine unsinnigen Dinge ein wie »Wenn es wirklich eine so gute Idee ist, dann vergesse ich sie auch nicht.« Manche tollen Songs wurden nie geschrieben, nur weil ihr geistiger Urheber es nicht fertigbrachte, die »Momentaufnahme« seiner Inspiration zu rekonstruieren. So viele Superideen, von denen Sie angeblich genau wussten, Sie würden sie nicht vergessen, sind später nur noch Schall und Rauch, sofern Sie nicht die Disziplin aufbringen, sie auf der Stelle zu notieren oder in einen Rekorder zu summen.

Es kann vorkommen, dass eine Welle der Inspiration Sie überrollt, wenn Sie am wenigsten damit gerechnet haben. Surfen Sie auf ihr und lassen Sie sie nicht am Ufer verebben! Seien Sie stets darauf vorbereitet, diese erste Idee in einen fertigen Song umzuwandeln.

Ihre innere Stimme, Ihr innerer Ausdruck

Sie sind also noch nie nachts um halb zwei von einer göttlichen Inspiration geweckt worden? Macht nichts. Sie können Ihre Inspiration bereits anzapfen, wenn sie noch nicht neben Ihnen steht und mit den Fingern aufs Nachtkästchen trommelt. Auf diesen Prozess werden wir später in diesem Buch noch genauer eingehen, im Moment reicht es zu wissen: Es gibt Methoden, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass Sie schon bald der inneren Stimme Ihrer Inspiration lauschen werden.

Die Zeit bis dahin können Sie nutzen, indem Sie sich die vielen individuellen Methoden ansehen, die Welt um sich zu betrachten und aufzunehmen. Auch die Launen, die Sie auf das Leben projizieren und sämtliche Ihrer Emotionen werden sich in Ihren Songs widerspiegeln. Diese Emotionen sind die ideale Quelle, aus der Sie schöpfen können, wenn Sie auf der Suche nach Ideen und Inspirationen sind, um sich an einen Song machen zu können. Anders ausgedrückt: Schreiben Sie über das, was Sie kennen und spüren, und Sie werden zu einem Ergebnis gelangen, das in dieser Form kein zweites Mal existiert. (Dann merken Sie, wie recht Ihre Mutter hatte, wenn sie zu Ihnen sagte: »So was wie dich gibt's nur einmal.«)

Ein Leben lang jagen wir dem perfekten Song hinterher, jenem magischen Moment, in dem die Sterne am Himmel zueinanderfinden. Doch nichts wird jemals perfekt sein, und gerade jene Unvollkommenheiten sind es, die unser Menschsein dokumentieren. Solche Songs sind der wahre Ausdruck der Beschaffenheit unseres Lebens – unvollkommen, aber erlebt. Dennoch macht sie Spaß, diese Jagd nach Vollkommenheit, und so geben wir sie nie auf. Unterwegs knipsen wir währenddessen Bilder mit unseren inneren Kameras und bringen unsere Gefühle in Form von Worten, Tonfolgen, Songtiteln und Darbietungen zum Ausdruck.

Geoff Byrd, Singer/Songwriter, Produzent und Erfinder von TheSongwritingAcademy.com

Manchen Songwritern gelingt es, mithilfe ihrer Melodien, Akkordfolgen und Texte grenzenlosen Optimismus zu verbreiten, während andere es schaffen, Erstaunen, eine bittersüße Traurigkeit oder unverhohlenen Zorn zum Ausdruck zu bringen. Nur wenige Songwriter jedoch schaffen es, all diese Emotionen in einen einzigen Song oder gar eine einzige CD zu packen – also setzen Sie sich nicht dem Druck aus, alle nur möglichen Emotionen gleichzeitig hineinstopfen zu wollen. Anfangs empfiehlt sich für alles eine kleine, überschaubare Dosis.

Unabhängig von der Stimmung oder dem Genre gelingt es allen großartigen Songs, die Menschen zu bewegen, indem sie Gefühle in ihnen hervorrufen.

Psychologen sagen, Songs bringen uns in Berührung mit unseren Gefühlen. Wir alle wissen, wie es sich anfühlt, glücklich, traurig oder verliebt zu sein. Und oft ist es ein Lied, das uns mit solchen Emotionen auf Tuchfühlung bringt – ganz unmittelbar.

Der Ausdruck authentischer Gefühle mithilfe eines Songs kann für Sie von therapeutischer Wirkung sein. Diese Gefühle können auch den Lehm verkörpern, aus dem unvergessliche Songs geformt werden. Wenn Ihr Publikum in Ihren Songs ein Stückchen von sich selbst entdeckt und sich unmittelbar mit dem identifizieren kann, was Sie ihm sagen, wird Ihr Song in den Herzen und Köpfen (und I-Pods) der Zuhörer nicht verloren gehen, auch dann nicht, wenn er längst aus den aktuellen Charts verschwunden ist. Wenn es etwas gibt, das Sie mit Leidenschaft erfüllt, wenn Sie sich von einem neuen Mode-Gag oder einer Idee mitreißen lassen, wenn ein Film oder der Abschied von einem geliebten Menschen Sie zu Tränen rührt oder wenn eine Liebesbeziehung in Ihrem Leben gerade begonnen oder geendet hat – das sind die Themen, das sind die Gefühle, die in Ihren Songs Widerhall finden sollten.

Von allen Songs, die ich geschrieben oder an denen ich mitgeschrieben habe, wurden diejenigen, die sich auf persönliche Erfahrungen stützten, zu besonders langlebigen Hits – wie etwa »Eye Of The Tiger«, das ich zusammen mit Frankie Sullivanschrieb. Denn wer kennt es nicht, das Gefühl, der Außenseiter zu sein, der versucht, es zu schaffen, auch wenn alles aussichtslos scheint? Auch »Hold On Loosely« gehört dazu, das ich mit Don Barnesund Jeff Carlisischrieb (und bei dem ich Dons Titel mit einem Ratschlag in Verbindung brachte, den meine zukünftige Frau mir gegeben hatte), oder »The Search Is Over«, das ich ebenfalls mit Frank Sullivan schrieb und in dem der Gedanke verkörpert ist, was dir etwas wert ist, das wirst du auch erlangen. All das sind Songs, die heute noch gespielt und gesungen werden – und somit der Beweis dafür, dass unsere persönlichen Erfahrungen für mehr Menschen von Gültigkeit sein können, als wir meinen.

Jim Peterik, der 18 Hits der Billboard-Top-Ten-Charts schrieb.

Halt die Liebe fest!

Mithilfe einer Umfrage, die sich darauf stützte, wie oft Songs öffentlich gespielt wurden, wie groß die Nachfrage nach den Noten war und wie oft sich die Platte verkauft hatte, ermittelte das Unterhaltungsmagazin »Variety« einmal die 100 populärsten Songs aller Zeiten. Eine Analyse ergab, dass es sich bei etwa 85 Prozent dieser Titel um Lovesongs handelte. Und viele dieser super erfolgreichen Golden Oldies werden auch heute, nach 50 Jahren, immer wieder neu aufgenommen.

Wenn ich aus irgendeinem Thema einen Song mache, habe ich dafür fast immer gute Gründe. Ich kann wirklich nur über Dinge schreiben, die ich auch in meinem Herzen spüre. Am 11. September 2001 kam ein Telefonanruf von einem Freund, der über den Dächern von Manhattan arbeitete. Er war soeben Zeuge einer der größten Tragödien unserer Tage und aller Zeiten geworden: Er hatte eine Riesenexplosion gehört, dann musste er hilflos mit ansehen, wie der erste von zwei Düsenjets ins World Trade Center einschlug. Er rief mich an und sagte, er habe sich umgeblickt und gesehen, wie all seinen Mitarbeitern Tränen über das Gesicht strömten. Ich sagte zu ihm: »Dies wird immer der Tag bleiben, an dem Amerika weinte.« Als ich an jenem Tag die Bilder der Zerstörung sah, begann ich eine Melodie vor mich hinzusummen, in der sich all meine damaligen Gefühle widerspiegelten. Am nächsten Tag rief ich meinen alten Kumpel Jim Peterikan und sagte, in mir warte ein Song darauf, geschrieben zu werden, der vielleicht einiges Gute ausrichten könne. Ich sang ihm einen Teil der Melodie vor, die mir durch den Kopf ging. Die ersten Worte, die über Jims Lippen kamen, lauteten: »In the shadow of the State of Liberty«, und ich fügte hinzu: »In the torchlight of the land of the free.«Von diesem Moment an stand uns mithilfe von Ma Bell, digitalen Aufzeichnungen und Gottes Gnade die Geburt eines Songs ins Haus. Wir sind stolz darauf, sagen zu können, dass die Früchte unseres Werkes der Liebe zum Titelsong des Albums »The Day America Cried« wurden, eine Stange Geld einbrachten und hoffentlich einigen Emotionen, wie sie in den Herzen so vieler Menschen eingeschlossen waren, Ausdruck verleihen konnten. Ein Beweis für die Macht eines Songs.

Johnny van Zant, Leadsänger von Lynyrd Skynyrd und Van Zant

Die Stimmung aufbauen

Je mehr Kapitel Sie in diesem Buch lesen, umso mehr Elemente, aus denen sich ein guter Song zusammensetzt, werden Sie kennenlernen. Aber Sie sind es, bei dem alles anfängt – durch das, was Sie sind und welches Gefühl oder welche Stimmung Sie vermitteln können. Die Zahl von Menschen, die in der Lage sind, die von Ihnen entworfene Stimmung aufzufangen und nachzuempfinden, wird schließlich über den Erfolg oder Misserfolg Ihres Songs entscheiden.

In manchen großen Songs passt die musikalische Stimmung hervorragend zum Text. Oft werden Mollakkorde zur Grundlage für traurigere, tiefsinnigere und stillere Songs. Hören Sie sich einmal »New York State Of Mind« von Billy Joel, »New York Minute« von Don Henley (geschrieben von ihm selbst sowie Daniel Kortchmar und Jai Winding) oder »Paint It Black« von den Rolling Stones an (geschrieben von Mick Jagger und Keith Richards). Auf Durakkorde trifft man meistens in fröhlicheren und optimistischeren Songs wie »You Are The Sunshine Of My Life« (gesungen und geschrieben von Stevie Wonder) oder »High On You« von Survivor (geschrieben von Jim Peterik und Frankie Sullivan). Es gibt auch Lieder, bei denen der Klang der Musik zur Stimmung des Textes in krassem Gegensatz steht; dazu gehören zum Beispiel »I Think I'm Going To Kill Myself« (von Elton John und Bernie Taupin) oder »I'll Never Fall In Love Again« (von Burt Bacharach und Hal David; gesungen von Dionne Warwick). Dieser bittersüße Kontrast zwischen Text und Melodie verleiht einem Song oftmals erst seine Schlagkraft.

Das Intimste, was Sie als Songwriter mit Ihrem Publikum teilen (und auch die größte Verantwortung, die wir tragen müssen), ist das Weitervermitteln der Stimmung, die Sie einem Song verliehen haben. Und spinnen Sie diesen Gedanken ein wenig weiter, so teilen Sie mit Ihrem Publikum auch die Stimmung, in der Sie sich befanden, während Sie den Song schrieben. Setzt dieser Gedanke nicht Ihr Kopfkino in Gang? Wenn Sie als Hörer emotional auf einen der großen Klassiker reagieren, so fühlen Sie sich tatsächlich ein wenig wie der Komponist zu dem Zeitpunkt, als er oder sie ihn erschuf, auch wenn es viele Jahre zurückliegt. Das ist der transzendente, zeitlose Aspekt des Songwritings.

Dröppje voor Dröppje: Der Sechs-Schritte-Prozess

Na schön – inzwischen haben Sie Ihr Notizbuch neben sich liegen, daneben einen Becher frisch gespitzter Bleistifte und in der Jackentasche Ihren Digitalrekorder. Nun warten Sie auf das nächste Tröpfchen Inspiration, das auf Ihre Stirn herabfällt. Aber erst mal langsam: So ganz von allein geschehen keine Wunder. Die erste Idee, die Ihnen kommt, hat vielleicht noch nicht ganz die Qualität für eine musikalische Samstagabend-Show. Andererseits: So etwas wie schlechte Ideen gibt es nicht – nur solche, die noch verfeinert werden müssen, transparenter gemacht, unverwechselbarer und durchdachter – und vor allem real. Denken Sie daran, irgendwo müssen Sie anfangen. Reservieren Sie jeden Tag ein wenig Zeit, um sich inspirieren zu lassen und Ihre Gedanken zu Papier zu bringen. Schon bald werden diese »Termine mit der Inspiration« zu einer Oase im oftmals trockenen Klima eines typischen Tages werden. Je mehr Sie Ihre handwerklichen Fähigkeiten trainieren, umso besser stehen die Chancen, eines Tages den Song präsentieren zu können, den die Welt hören will (oder muss).

Solange Sie beim Schreiben eines Songs Angst haben, zu versagen, werden Sie nie auch nur eine Note schaffen.

Jeff Boyle, Singer/Songwriter von Cubs Win und unzähligen TV-Werbespots, inklusive Coors Light und McDonald's

Zum Songwriting gehört ein unglaubliches Maß an Geduld und harter Arbeit. Glücklicherweise hält das Unterfangen auch jede Menge Spaß für Sie bereit. Auf der Grundlage dieser Philosophie haben wir die sechs Schritte auf dem Weg zum ersten Song für Sie erarbeitet.

Suchen Sie nach einer Message

, die Sie berührt.

Gibt es eine Sache, die etwas in Ihnen zum Schwingen bringt? (Eine todsichere Wahl ist alles, was mit Liebe beziehungsweise mangelnder Liebe zu tun hat!) Schreiben Sie über das Mädchen, das Sie sich nicht zu fragen trauen, ob es mit Ihnen ausgehen will. Schreiben Sie über den Typen, den Sie so gern auf sich aufmerksam machen würden. Schreiben Sie über alles, was Sie interessiert. Schreiben Sie über Dinge, die Sie aus Erfahrung kennen.

Suchen Sie nach einer einfachen Melodie

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Eine Menge Songwriter-Neulinge überfordern sich, weil sie – um ihre Freunde zu beeindrucken und potenzielle Verleger zu überzeugen – unbedingt etwas Komplexes vorlegen wollen. Aber Songwriter werden nicht nach Noten bezahlt, sondern nach der Anzahl der Synapsenverbindungen, die sie im Gehirn ihres Publikums erzeugen. Die einfachsten Melodien sind oft die langlebigsten.

Suchen Sie nach einer einfachen Folge von Akkordwechseln

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Setzen Sie sich ans Klavier oder greifen Sie zu Ihrer Gitarre und lassen Sie ein Programm wie GarageBand laufen – oder suchen Sie im Internet und örtlichen Clubs nach Musikern, die Ihnen für Ihren Text und Ihre Melodie das passende Musikbett verschaffen.

Suchen Sie sich einen Ort zum Schreiben

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In einer ruhigen, friedlichen Umgebung können Sie die klarsten Gedanken fassen; vielleicht zünden Sie auch eine Räucherkerze an, um die Melodien und Gefühle in Fluss zu bringen. Falls das nicht möglich ist, tut es auch jede überfüllte U-Bahn-Station. Andere geeignete Orte zum Schreiben sind: Supermärkte, Flohmärkte, Fußballstadien, Versammlungsräume des Elternbeirats, Ihr Auto sowie jeder andere Ort, an dem Sie nicht abgelenkt werden.

Suchen Sie sich eine alte Kathedrale mit einem zwei Meter langen Konzertpiano von Bösendorfer und senken Sie die Finger voller Sinnlichkeit auf die Tasten, während Sie Ihr Meisterstück komponieren.

Falls das nicht möglich ist, schnappen Sie sich ein altes Instrument, das womöglich im Haus herumsteht, und versuchen Sie, ihm irgendwelche Töne zu entlocken. Und es geht wirklich nur um das, was Sie

in Ihrem Kopf

hören. Wenn Sie sich vorstellen können, wie sich der fertige Song anhören wird, können Sie ihn unseretwegen auch zum Banjo Ihres verstorbenen Onkels Lou schreiben.

Finden Sie genug Selbstvertrauen, um mit Leib und Seele zu komponieren, und teilen Sie Ihren Song mit anderen.

Nur ein ständiges Feedback ermöglicht es Ihnen, Ihre Songs immer wieder zu verbessern. Widerstehen Sie sowohl dem Drang, nur positive Reaktionen zu beherzigen, als auch dem entgegengesetzten Drang, positive Reaktionen gar nicht erst ernst zu nehmen. Lobeshymnen sollte man sich reinziehen, scharfe Kritik sollte man abwägen. Seien Sie für beides empfänglich, doch bevor Sie irgendwelche Änderungen vornehmen, fragen Sie immer zuerst Ihr Herz. Es kennt die Antwort.

Stillhalten, Augen öffnen, Ohren spitzen

Zu leben und zu atmen – das sind hervorragende Ausgangspunkte für das Schreiben eines Songs. Beobachten Sie alles, was um Sie herum geschieht, achten Sie auf Ihre eigenen Reaktionen auf gewisse Geschehnisse, aber haben Sie auch ein Auge auf die Reaktionen anderer auf genau die gleiche Situation, und versuchen Sie, sich in andere Menschen hineinzuversetzen, um deren Gefühle besser nachvollziehen zu können. Wie heißt es doch bei allen Contests immer wieder? »Um zu gewinnen, muss man präsent sein.« Wenn Sie alles genau unter die Lupe nehmen und nicht eine einzige Ihrer Empfindungen leugnen, eröffnet sich Ihnen ein Panorama an Emotionen, die sich alle in einen Song einfügen lassen. Die Melodien, die in unser Bewusstsein treten, wenn der Wächter schläft und unsere inneren Antennen wachen, sind vielleicht die authentischsten von allen.

Ich erzähle den Leuten immer – und es stimmt tatsächlich – dass ich »I Believe« um drei Uhr morgens geschrieben habe … Ich hörte die Melodie und dachte mir: »Das klingt aber hübsch.« Ich musste nur aufstehen und es spielen.

Eliot Sloan, Singer/Songwriter bei Blessid Union of Souls