Sophienlust 401 – Familienroman - Marietta Brem - E-Book

Sophienlust 401 – Familienroman E-Book

Marietta Brem

5,0

Beschreibung

In diesen warmherzigen Romanen der beliebten, erfolgreichen Sophienlust-Serie wird die von allen bewunderte Denise Schoenecker als Leiterin des Kinderheims noch weiter in den Mittelpunkt gerückt. Neben den alltäglichen Sorgen nimmt sie sich etwa des Schicksals eines blinden Pianisten an, dem geholfen werden muss. Sie hilft in unermüdlichem Einsatz Scheidungskindern, die sich nach Liebe sehnen und selbst fatale Fehler begangen haben. Dann wieder benötigen junge Mütter, die den Kontakt zu ihren Kindern verloren haben, dringend Unterstützung. Denise ist überall im Einsatz, wobei die Fälle langsam die Kräfte dieser großartigen Frau übersteigen. Denise hat inzwischen aus Sophienlust einen fast paradiesischen Ort der Idylle geformt, aber immer wieder wird diese Heimat schenkende Einrichtung auf eine Zerreißprobe gestellt. Doch auf Denise ist Verlass. Der Sophienlust Bestseller darf als ein Höhepunkt dieser Erfolgsserie angesehen werden. Denise von Schoenecker ist eine Heldinnenfigur, die in diesen schönen Romanen so richtig zum Leben erwacht. Traurig starrte Marion Sollner aus dem Fenster. In der Ferne konnte sie das graublaue Wasser des Chiemsees schimmern sehen, in dem sich die Herbstsonne spiegelte. Marion war eine bildhübsche, jugendlich wirkende Frau, der man ihr Alter, sie war gerade fünfunddreißig geworden, nicht ansah. Sie verstand sich zu pflegen und chic zu kleiden, obwohl sie in den letzten Monaten auch dazu keine rechte Lust mehr gehabt hatte. Ihre Ehe mit dem Grundstücksmakler Harald Sollner war gescheitert. Soviel sie auch überlegte und nachdachte, sie konnte die Schuld daran nicht bei sich finden. "Mutti! Wo bist du denn?" Die laute Stimme ihres Töchterchens Katharina riß die junge Frau aus ihren Gedanken. "Im Schlafzimmer, Kathi", antwortete Marion und wandte sich seufzend vom Fenster ab. "Bist du etwa schon fertig mit Einpacken?" "Nein, noch nicht ganz. Ich wollte dir nur schnell einen Kuß geben." Das fünfjährige Mädchen, das wie die Mutter weizenblondes Haar hatte, stellte sich auf die Zehenspitzen und drückte seiner Mami einen schmatzenden Kuß auf die Wange. "Oh, mein Häschen, was würde ich nur anfangen ohne dich?" Marion preßte das Kind einen Augenblick an sich. Kathi zappelte und strampelte ungeduldig. "Laß mich los, Mutti, ich habe noch ganz viel Arbeit!" Marion stellte ihre Tochter wieder auf den Boden.

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Sophienlust (ab 351) – 401–

In Gedanken bin ich bei dir

Vielleicht gibt es ja ein Wiedersehen ...

Marietta Brem

Traurig starrte Marion Sollner aus dem Fenster. In der Ferne konnte sie das graublaue Wasser des Chiemsees schimmern sehen, in dem sich die Herbstsonne spiegelte. Marion war eine bildhübsche, jugendlich wirkende Frau, der man ihr Alter, sie war gerade fünfunddreißig geworden, nicht ansah.

Sie verstand sich zu pflegen und chic zu kleiden, obwohl sie in den letzten Monaten auch dazu keine rechte Lust mehr gehabt hatte.

Ihre Ehe mit dem Grundstücksmakler Harald Sollner war gescheitert. Soviel sie auch überlegte und nachdachte, sie konnte die Schuld daran nicht bei sich finden.

»Mutti! Wo bist du denn?« Die laute Stimme ihres Töchterchens Katharina riß die junge Frau aus ihren Gedanken.

»Im Schlafzimmer, Kathi«, antwortete Marion und wandte sich seufzend vom Fenster ab. »Bist du etwa schon fertig mit Einpacken?«

»Nein, noch nicht ganz. Ich wollte dir nur schnell einen Kuß geben.« Das fünfjährige Mädchen, das wie die Mutter weizenblondes Haar hatte, stellte sich auf die Zehenspitzen und drückte seiner Mami einen schmatzenden Kuß auf die Wange.

»Oh, mein Häschen, was würde ich nur anfangen ohne dich?« Marion preßte das Kind einen Augenblick an sich.

Kathi zappelte und strampelte ungeduldig. »Laß mich los, Mutti, ich habe noch ganz viel Arbeit!«

Marion stellte ihre Tochter wieder auf den Boden. Wehmütig schaute sie dem Kind nach, das mit seinen langen, etwas zu dünnen Beinchen eilig davonlief. Sie wußte, daß sich Kathi auf den Umzug freute. Das Kind hatte Harald Sollner, den Stiefvater, nie gemocht, und auch Harald hatte nie einen Hehl aus seiner Abneigung Kindern gegenüber gemacht. Dabei hatte alles so schön begonnen. Damals, vor fast fünf Jahren, hatten sie sich kennen- und liebengelernt. Kathi war erst wenige Wochen alt gewesen. Kurze Zeit später hatte Marion ihren Mann Michael und ihren elfjährigen Sohn Andreas verlassen.

»Ach, Andy, wie mag es dir wohl gehen?« flüsterte Marion und hatte Mühe, die aufsteigenden Tränen zurückzuhalten. Sie mußte jetzt einen klaren Kopf bewahren!

Hastig begann sie die Kleider aus ihrem Schrank zu räumen. Dann holte sie einen Koffer vom Dachboden und packte alles sorgfältig ein.

»Mutti, warum ziehen wir eigentlich von hier weg?« fragte Kathi.

»Ich habe es dir doch schon erklärt, Kind. Onkel Harald und ich mögen uns nicht mehr, deshalb ist es besser, wenn wir auseinandergehen.«

»Da hast du recht, Mutti«, piepste das kleine Mädchen und zog die Nase kraus. »Weißt du, ich habe ihn nie gemocht. Außerdem hat er von mir immer verlangt, daß ich Papi zu ihm sage. Dabei ist er gar nicht mein richtiger Papi.«

Marion preßte verbittert die Lippen zusammen. Das Kind hatte recht. Auf der einen Seite hatte er Kathi immer abgewiesen, wenn sie zärtlich sein wollte, auf der anderen Seite sollte sie ihn als Vater anerkennen.

Als er sich eines Tages wieder über das abweisende Verhalten seiner Stieftochter ge­ärgert hatte, hatte er ihr einfach ins Gesicht geschleudert, daß sie ohnehin nicht seine Tochter sei. Und obwohl Kathi noch klein war, hatte sie begriffen, daß es einen anderen Mann geben mußte, der ihr weitaus näherstand als Onkel Harald. Seitdem hatte sie keine Ruhe mehr gegeben. Sie wollte unbedingt ihren richtigen Papi kennenlernen.

Nachdenklich stand Marion am Fenster und starrte in die herbstliche Landschaft. Noch immer war es sommerlich warm, trotzdem fröstelte sie. Sie fürchtete die bevorstehende Veränderung, aber sie wußte auch, daß sie unbedingt nötig war. Ein Zusammenleben mit Harald war nicht mehr möglich.

Warum nur mußte sie immer wieder an Michael, ihren ersten Mann, denken. Damals hatte sie doch geglaubt, bei Harald Sollner den Himmel auf Erden gefunden zu haben. Dabei hatte sie ihn bei Michael gehabt, ohne es zu wissen.

Sie seufzte. Für Reue war es zu spät. Wohin sollte sie gehen? Zurück nach Maibach?

Eigentlich wäre das die beste Lösung, dachte Marion und strich sich eine Strähne aus der Stirn. Maibach war ihr nicht fremd, sie kannte Leute, die ihr vielleicht eine Arbeit geben konnten. Bei der heutigen Marktlage war das ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Michael hatte wieder geheiratet, wie sie von einer früheren Freundin wußte. Sicher hatte er das Haus verkauft, in dem sie ihre glücklichen Jahre miteinander verbracht hatten.

Leise Wehmut beschlich Marion. Wenigstens konnte sie sich in Maibach frei bewegen, ohne Gefahr zu laufen, ihrem geschiedenen Mann zu begegnen.

Ein Blick auf ihre Armbanduhr sagte ihr, daß es Zeit für sie und ihr Töchterchen wurde. Jetzt mußten sie sich beeilen, wenn sie Harald nicht begegnen wollten.

»Kathi, bist du endlich fertig?« rief sie und ließ die Kofferschlösser zuschnappen. Dann schaute sie sich suchend in dem Schlafzimmer um, in dem sie sich nie richtig wohl gefühlt hatte.

»Ich kann die Tasche nicht tragen, Mutti. Sie ist so schwer und dick.«

»Natürlich nicht, Herzchen. Dazu bist du noch ein bißchen zu klein. Ich werde sie tragen. Aber nun muß ich ein Taxi rufen, das uns zum Bahnhof bringt.«

Vergnügt klatschte das blonde Mädchen in die Hände. »Au ja, Mutti, das ist fein. Mit einem Auto bin ich schon lange nicht mehr gefahren. Aber Onkel Harald geht nicht mit!« Die rehbraunen Augen des bildhübschen Mädchens schau­ten bittend zur Mutter.

»Natürlich nicht, Kathi! Dann könnten wir ja gleich hierbleiben.«

Marion Sollner warf noch einen letzten Blick in jedes Zimmer, aber der erwartete Abschiedsschmerz wollte sich einfach nicht einstellen. Sie fühlte sich innerlich zwar wie ausgebrannt, aber sie hatte sich zu dem Entschluß durchgerungen, den ungeliebten Ehemann zu verlassen. Die Scheidung war nur noch eine Formsache.

In Maibach gab es gute Anwälte, das wußte Marion noch von der ersten Scheidung. Die Erinnerung daran trieb ihr die Schamröte ins Gesicht. Wie gemein hatte sie sich Michael gegenüber verhalten!

»Das Taxi! Das Taxi!« Jubelnd hüpfte Kathi von einem Bein auf das andere, als es an der Tür klingelte. Jetzt gab es kein Zurück mehr für Marion Sollner und ihr Töchterchen Katharina Gerstner.

Ja, Kathi trug den Namen ihres leiblichen Vaters, Michael hatte einer Adoption nicht zugestimmt. Damals war Marion bitterböse auf ihren Exmann gewesen, aber jetzt war sie ihm von Herzen dankbar, weil ihr seine damalige Ablehnung den heutigen Schritt wesentlich erleichterte.

Beladen mit ihren Stofftieren und Puppen marschierte das Kind die knarrende Holztreppe hinunter.

Erleichtert sank Marion in die weichen Polster des Taxis. »Zum Bahnhof, bitte«, sagte sie.

Kathi plapperte aufgeregt, und Marion hatte Mühe, ihrem Töchterchen die richtigen Antworten zu geben. Das Mädchen war sehr aufgeweckt und merkte sofort, wenn die Mutter mit den Gedanken nicht bei der Sache war.

*

Der Zug nach Stuttgart stand schon abfahrbereit am Bahnhof.

Eine Viertelstunde später setzte sich der Zug mit einem Ruck in Bewegung. Endlich konnte Marion aufatmen. Bestimmt hatte Harald ihr Verschwinden noch nicht bemerkt. Sie hatte ihm einen Brief hinterlassen, in dem sie ihm die Gründe für ihr Weggehen darlegte.

»Willst du etwas essen, Herzchen?«

»Nein, danke, Mutti. Ich bin so aufgeregt, daß ich überhaupt keinen Hunger habe.«

Die Kleine drückte ihr Näschen an der Fensterscheibe platt. »Sieh nur, jetzt kann man überhaupt keine Berge mehr sehen«, rief sie enttäuscht. »Kommen nachher wieder welche?«

Marion mußte einen Augenblick überlegen, wie die Gegend um Maibach aussah.

»Berge, wie du sie kennst, gibt es dort nicht, wo wir hinfahren. Aber ich bin sicher, daß es dir trotzdem gefallen wird. Es war mal meine Heimat.«

»Wie sieht es denn dort aus? Was ist das überhaupt, Heimat?«

»Du kannst Fragen stellen, Kind! Und so viele auf einmal. Also, unter Heimat versteht man das Land oder den Ort, wo man geboren ist.«

»Dann fahren wir also jetzt von meiner Heimat in deine Heimat?«

»Nein, Kathi, denn meine Heimat ist auch deine. Du bist in Maibach geboren und getauft worden. Du kannst dich nur nicht daran erinnern, weil du damals noch zu klein warst. Und Berge gibt es in unserer Heimat auch, aber nicht so hohe wie hier. Es sind eher sanfte grüne Hügel, die die Landschaft bestimmen.«

Marion kam richtig ins Schwärmen, wenn sie an Maibach dachte, aber Kathi hatte dafür keinen Sinn.

»Gehen wir dann zu meinem richtigen Vati? Du hast mir doch von ihm erzählt.«

Die Mutter nickte, und ihr Herz klopfte stürmisch, wie immer, wenn sie an Michael erinnert wurde.

»Ja, Herzchen, ich habe dir von ihm erzählt«, gab sie zu und fügte in Gedanken an: Hoffentlich war das kein Fehler. »Aber er wohnt sicher nicht mehr in Maibach. Und jetzt wollen wir von etwas anderem reden!«

Ihre Stimme klang so ernst und bestimmt, daß Kathi beleidigt die Lippen zusammenpreßte und überhaupt nichts mehr sagte. Als Marion nach einer Weile zu ihrem Töchterchen hinüberschaute, war Kathi eingeschlafen.

Nun hatte die junge Frau Zeit zum Träumen. Es war immer wieder die Vergangenheit, die sie einholte. Besser gesagt, die Erinnerung an Michael Gerstner, den sie einmal sehr geliebt hatte.

Ganz von vorne wollte sie anfangen und ab heute alles richtig machen. Es mußte einfach klappen, schon wegen Kathi.

Warum nur hatte sie Michael damals verlassen? Ihn und Andy, ihren Sohn, den sie immer »mein großer Junge« genannt hatte. Wie stolz war er gewesen, wenn sie mit ihm geredet hatte wie mit einem Erwachsenen. Auch damals, als sie ihm schonend hatte beibringen wollen, daß sie die Familie wegen eines reichen Grundstücksmaklers verlassen wollte.

Mit einem traurigen Gefühl im Herzen schaute Marion aus dem Fenster.

*

»Die Lateinarbeit habe ich mit Sicherheit vermasselt.« Dominik von Wellentin-Schoenecker warf mit einem temperamentvollen Schwung seine Schultasche in die Ecke.

»Nick, was soll denn das? So kenne ich dich überhaupt nicht. Räum’ bitte sofort deine Tasche weg!« Die Mutter des sechzehnjährigen Jungen, Denise von Schoenecker, bemühte sich, ein strenges Gesicht zu machen, was ihr aber nicht so ganz gelingen wollte.

»Ist gut, Mutti, ich heb’ sie schon auf. Aber weißt du, das war richtig gemein von unserem Lehrer, uns einfach eine Überraschungsarbeit schreiben zu lassen.«

»Wenn ich mich recht erinnere, hat er sie euch schon vor Wochen angekündigt. Du hättest dich ja hinsetzen und lernen können, anstatt jeden Tag zum Waldsee zu fahren und dich im Wasser zu ­aalen.«

»Entschuldige bitte, du hast schon recht«, gestand Nick kleinlaut und grinste seine Mutter an.

Denise fuhr ihrem Ältesten zärtlich durch das dunkle Haar, das er von ihr geerbt hatte. »Wasch dir rasch die Hände. Wir wollen nämlich essen.«

»Bin gleich wieder da«, rief Nick begeistert, er hatte eine Moralpredigt seiner Mutter erwartet.

»Was ist denn los in Sophienlust?« fragte Alexander von Schoenecker kurze Zeit später, als sie alle am Mittagstisch saßen. Auch Henrik, der jüngste Sohn von Alexander, und Denise fehlten nicht.

»Wie meinst du das?« Überrascht schob Denise ihren Suppenteller zur Seite. »Soviel ich weiß, ist alles in Ordnung. Oder hast du etwas anderes gehört?«

»Nein, nein, Schatz! Du brauchst dich nicht aufzuregen. Ich dachte nur, weil du heute den ganzen Tag zu Hause bist.«

Sophienlust, das Kinderheim, war der ganze Stolz der attraktiven Frau und ihres Sohnes Nick, der der eigentliche Erbe war. Denise verwaltete das Kinderheim bis zur Volljährigkeit ihres Sohnes. Und das tat sie gern, denn ihr mütterliches Herz war voll Liebe für die armen und verlassenen Kinder, denen sie versuchte, soviel Geborgenheit und Zuneigung wie nur möglich zuteil werden zu lassen.

»Wann sind eigentlich Herbstferien?« fragte Henrik lautstark.

Tadelnd schaute ihn seine Mutter an, aber der hübsche neunjährige Junge mit dem braunen, etwas wilden Haarschopf ließ sich davon nicht beeindrucken.

»Gerade sind die Sommerfe­rien zu Ende, und du wartest schon darauf, daß du wieder faulenzen kannst«, antwortete Alexander und konnte sich nur mit Mühe ein Grinsen verkneifen.

»Stimmt ja gar nicht, Vati! Die Ferien sind nicht gerade vorbei, sondern schon seit über fünf Wochen. Kannst du nicht verstehen, daß ich Erholung brauche? Du bist schließlich den ganzen Tag zu Hause«, maulte der Junge.

»Das schon, mein Sohn, aber deshalb sitze ich noch lange nicht herum und warte sehnsüchtig darauf, daß es Abend wird. Auch ich habe meine Arbeit, und ich kann dir versichern, daß das nicht wenig ist.«

»Entschuldige, Vati«, entgegnete Henrik kleinlaut, und Nick grinste.

Auch Denise hatte amüsiert das Geplänkel zwischen Vater und Sohn beobachtet und wieder einmal festgestellt, wie ähnlich sich die beiden doch waren. Alexander zog Henrik nicht vor, obwohl Nick nur sein Stiefsohn war.

Nicks Vater, Denises erster Mann, Dietmar von Wellentin, war verunglückt, als sein Sohn noch ganz klein war. Nur ungern erinnerte sich Denise an diese Zeit. Dietmars Familie hatte sie, die früher Tänzerin war, abgelehnt.

Erst nach seinem Tod wurde sie mit ihrem Sohn Nick in die Familie aufgenommen. Zwar trug ihnen Denise nichts nach, aber eine herzliche Zuneigung, wie sie sich immer erträumt hatte, war nie entstanden.