Spiele und Action für ausgeglichene Hütehunde - Marion Albers - E-Book

Spiele und Action für ausgeglichene Hütehunde E-Book

Marion Albers

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12,99 €

Beschreibung

Hütehunde fordern eine intensive und vor allem andere Art der Auslastung als langweilige Routinespaziergänge und stupides Bällchenapportieren. Aber wie schafft man das – ohne eine Herde, die es zu hüten gilt? Dieses Buch hält nicht nur eine, sondern viele Antworten auf diese Frage parat. Erfahren Sie, wie Sie Ihren Hütehund(-Mix) kontrolliert auslasten und beschäftigen können und entdecken Sie viele tolle Spiele für Hütehunde. Ein Test verrät Ihnen, welcher Spieleyp Ihr Hund ist und welche Spiele sich besonders für ihn eignen. Zudem werden die 13 beliebtesten Hütehundrassen vorgestellt, wie z.B. Border Collie, Australian Shepherd, Mini-Aussie und Sheltie.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 81

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Marion Albers

Spiele & Actionfür ausgeglicheneHütehunde

Haupttitel

Haupttitel

Über die Autorin

Unsere liebenswerten Workaholics

Hütehunde und ihre Bedürfnisse

Mehr als nur Schafe hüten

Hütehunde im Porträt

Was wollen Hütehunde wirklich?

Richtig spielen und belohnen

Welcher Spieltyp ist Ihr Hund?

Spiele-Spaß für Power-Pfoten

Vollgas – aber bitte kontrolliert!

SPIEL: Umrunden von Gegenständen

SPIEL: Hindernislauf beim Gassigehen

SPIEL: Kommandospiele mit Spielzeugen

SPIEL: Aufgaben-Gassi

SPIEL: Treibball

SPIEL: Gemeinsame Ballspiele

SPIEL: Longieren

SPIEL: Ihr Körper als Sportgerät

Coole Spiele für kluge Köpfe

Sinneswandel

SPIEL: Futtersuchspiele

SPIEL: Streichelpausen

SPIEL: Vierbeinige Haushaltshilfe

SPIEL: Schatzsuche

SPIEL: Markentraining

SPIEL: Personensuche

SPIEL: Geldsuche

SPIEL: Hütchenspiel

SPIEL: Kinderspielzeug

SPIEL: Trickreiche Zahlen und Buchstaben

Problemzonen

Wenn’s mit dem Training nicht klappt …

Service

Klappen

Literatur-Tipps

Website-Tipps

Dank der Autorin

Bildnachweis

Haftungsausschluss

Impressum

Über die Autorin

Marion Albers teilte bereits ihre Kindheit mit Hunden. Später wurde aus der Liebe zu den Vierbeinern eine Berufung und schließlich ein Beruf: Die Film-Hund-Agentur, das Team der DogFrisbee-Show sowie die Organisation von Hundegroßveranstaltungen und „ganz normales“ Familienhund-Training gehören heute zu ihrem Tätigkeitsfeld.

Unsere liebenswerten Workaholics

Es müssen nicht immer Schafe sein: Auch so können Mensch und Hütehund viel Spaß miteinander haben!

Die Rassen der Hütehunde sind für mich ganz besondere Hunde. Ihr ehemaliger Jagdtrieb wurde in all den Jahren ihrer Zucht in Hütetrieb „verwandelt“: Sie wurden zu zähen Hunden mit großem, oft sensiblem Herzen. Treu, ergeben, selbstständig, schlau, flink, wendig, zielstrebig, sportlich und (zumindest laut Rassebeschreibung) ohne Aggression und mit wenig Schutztrieb. Wahre Herzensbrecher auf vier Pfoten, die vom Hirten ihren Weg in unsere Familien gefunden haben!

Ich liebe Hütehunde mit all ihren tollen Eigenschaften – weiß aber durch meine Erfahrung als Halter und Hundetrainer auch um die besonderen Anforderungen, die diese Hunde haben, um glücklich zu werden. Es ist nicht immer ganz leicht, sie passend zum oft hohen Trieb auszulasten, zu fordern und zu fördern. Kaum jemand hat eine eigene Schafherde oder eine Gruppe Gänse, um den hütenden Vierbeiner in alter Tradition arbeiten zu lassen. Auch fehlt es vielen Hundehaltern an Zeit oder der Möglichkeit, einem Hundesport intensiv nachzugehen. Neben vielen allgemeinen Hundespielebüchern fehlte es bislang an einem Buch mit Tipps und Ideen für die spezielle Beschäftigung von Hütehunden. Besonders unter den Hütern gibt es viele Vierbeiner, die sich bei ihrer liebsten Beschäftigung schnell hochpushen – mit den Spielen und Beschäftigungsideen in diesem Buch soll genau das vermieden und stattdessen gemeinsam und kontrolliert gespielt werden. Es sind allesamt Spiele und Beschäftigungen, die ohne große Anschaffungen mit zumeist haushalts- oder gassi-typischen Gegenständen auskommen.

Genießen Sie die gemeinsame Zeit mit Ihrem Hund bei den Aufgaben, Spielen und Beschäftigungen! Nehmen Sie sich für die Vorschläge in diesem Buch Zeit, gönnen Sie sich und Ihrem Hund gute Laune und viel Spaß dabei. Ihr vierbeiniger Partner wird es Ihnen danken!

Ihre Marion Albers

Hütehunde und ihre Bedürfnisse

Mehr als nur Schafe hüten

Unsere arbeitseifrigen Hütehunde fordern eine passende Beschäftigungsform, die ihnen Spaß und Freude bereitet. Körper und Geist sollten dabei gleichermaßen in Anspruch genommen werden.

Treibball ist nur eine von vielen Beschäftigungen, die Hütehunde wunderbar auslasten können.

Tatsache ist: Ein Hütehund braucht keine Schafherde, um glücklich zu sein. Es gibt eine Vielzahl von Spielen und Beschäftigungen, die Ihren Hüter auslasten können. Gewusst, wie! Über tägliche Radtouren oder Jogging-Runden wird sich Ihr Hund zwar auch freuen, jedoch steigern derartige Betätigungen die Kondition. Die Folge: Die Touren müssten stetig wachsen, um den Hund „endlich“ müde zu bekommen. Schon oft habe ich erlebt, wie Hütehunde nach einer langen Radtour in den Garten stürzten, um dort ihr Spielzeug zu schnappen und den Halter zu animieren, nun doch endlich gemeinsam mit ihm zu spielen. Das zeigt: Der Körper ist von der Radtour zwar relativ ausgelastet, der Kopf und der Spieltrieb jedoch noch lange nicht! Die eigene Leistungsgrenze ist den meisten Hütehunden zudem unbekannt. Geboren, um zu arbeiten und ihr Leben für den Job herzugeben, würden sie im wahrsten Sinne des Wortes arbeiten (und laufen) bis zum Umfallen ...

Damals wie heute müssen Hütehunde durch unsere Hilfe lernen, dass es auch Zeiten gibt, in denen Entspannung und Nichtstun angesagt ist. Helfen Sie Ihrem Hund dabei und verordnen Sie ihm Pausen! Bestenfalls hat Ihr Vierbeiner bereits als Welpe und Junghund gelernt, dass es Phasen gibt, die voll mit Beschäftigungsangeboten sind, und Phasen, in denen gechillt wird.

Natürlich lassen sich nicht alle Hütehundrassen über einen Kamm scheren und auch innerhalb der Rassen und Mischungen gibt es individuelle Besonder- und Eigenheiten. Sie kennen Ihren Vierbeiner und können am besten beurteilen, welcher Typ Hund Ihre Fellnase ist und welche Rasseeigenschaften besonders stark bis gar nicht vorhanden sind. Fordern und fördern Sie Ihren Hund nach seinen individuellen Stärken und Schwächen.

Hütehunde im Porträt

Dafür wurden sie „gemacht“: Jahrhundertelang züchtete man vierbeinige Gefährten, um Schafherden und andere Tiere beisammen zu halten und zu schützen. Die gängigsten Hütehundrassen im Kurzporträt.

Kunterbunt: der Australian Shepherd

Intelligenz, Gelehrigkeit und „Will to please“ sind die drei Worte, die den Australian Shepherd kennzeichnen. Sein Name ist allerdings irreführend, da der Ursprung dieser farbenfrohen Hunde nicht in Australien, sondern in Amerika liegt. Gezüchtet wurde der Australian Shepherd für die Hütearbeit. Das Hüten von Schafe zählte dabei genauso zu seinen Aufgaben wie die Hütearbeit mit Kühen und Enten. Bei der Zucht wurden nicht nur die besten Hüter ausgewählt, sondern auch die, die einen guten Wachdienst leisteten und Schutztrieb zeigten. Schließlich lag seine Aufgabe nicht nur im Hüten, sondern auch im Bewachen und Beschützen des Hofes und der Familie. Noch heute meldet ein „Aussie“ bellfreudig, wenn sich im Haus oder im Garten etwas tut und neigt dazu, seine Familie zu beschützen.

Rein körperliche Beschäftigung wie Spazierengehen oder Fahrradfahren reicht nicht aus, um einen Australian Shepherd zu fordern. Anspruchsvolle Aktivitäten müssen es sein, um ihn physisch und mental auszulasten.

Hütepower im Kleinformat: der Miniatur Australian Shepherd

Die kleinen Australian Shepherds stehen ihren großen Verwandten in nichts nach! Mit einem „Mini-Aussie“ haben Sie einen kleinen Hütehund, der zusätzlich zu seinen Hüteeigenschaften auch sehr viel Wachsamkeit mitbringt und gern bereit ist, seine Familie gegen potentielle Feinde zu verteidigen.

Im Herzen ist er sensibel und ein großer Fan von Gerechtigkeit und Feingefühl. Trotz seiner geringen Größe ist er in der Lage, auch größere Strecken am Rad mitzulaufen oder mit seinen Menschen zu joggen. Diese Mini-Hüter lernen extrem schnell – sowohl das, was uns Menschen lieb ist, wie auch das, was wir eher als Unsinn und Ungezogenheiten bezeichnen würden. Grundsätzlich möchte er jedoch seinem Menschen gefallen. Hat diese Rasse bereits von klein auf den Umgang mit Kindern gelernt, ist ein Mini-Aussie auch für Familien mit Kindern ein guter Begleiter.

Bärtiger Schotte: der Bearded Collie

Der große, langhaarige Hütehund hat einen vielseitigen Charakter: Er ist unabhängig und willensstark, aufmerksam und sensibel, lebhaft und selbstsicher. Über die Herkunft des Bearded Collies ist wenig bekannt. Es wird angenommen, dass die Urheimat in Osteuropa oder Asien liegt. Ab dem 15. Jahrhundert haben Bearded Collies in Schottland Schafe gehütet. Sie sollten aber nicht nur das Vieh treiben, sondern es auch gegen Raubtiere und Viehdiebe verteidigen. Dabei mussten die Beardies viele Entscheidungen alleine treffen. Oft arbeiteten sie ohne weitere Anleitung und fern ihrer Menschen mit dem klaren Wissen um ihre Aufgabe, nämlich die weit verstreute Viehherde zusammen zu treiben. Hatte ein Bearded Collie ein Vieh im Abseits gefunden, so machte er mit ausdauerndem Bellen auf sich aufmerksam. Besonders bellfreudige Beardies wurden damals zu Höchstpreisen gehandelt. Sein dickes, langhaariges Fell schützt ihn bei jedem Wetter und muss intensiv gepflegt werden.

Von den rauen Inseln: der Sheltie (Shetland Sheepdog)

Dieser kleine Hund hat großes Temperament, er ist intelligent, gutmütig, lernfreudig und steht in seiner Sportlichkeit seinen großen Hüte-Kollegen in nichts nach. Ursprünglich kommt der Sheltie von den Shetland-Inseln. Dort hatte er die Aufgabe, Schafherden zusammenzuhalten bzw. von Hof und Garten zu vertreiben. Um seine Hüteeigenschaften zu verbessern, wurden Collies eingekreuzt, daher auch die Ähnlichkeit mit dieser Rasse. Welche weiteren Rassen genau dazu verhalfen, dass er zum heutigen Shetland Sheepdog wurde, lässt sich nicht genau nachvollziehen. In unserer heutigen Zeit wird der Sheltie nur noch sehr selten für das Hüten eingesetzt. Eine gute Portion Bellfreudigkeit hat sich bis heute in den Shetland Sheepdogs gehalten. Insgesamt ist er ein lustiger, kleiner Kerl, der zumeist gute Laune hat – die er auch gern lautstark kund tut.

Innerhalb einer Familie akzeptiert ein Sheltie zwar alle Mitglieder, sucht sich jedoch zumeist eine bevorzugte Bezugsperson aus.

Junge Rasse: der Wäller

Anfang der 90er Jahre entstand der Wäller aus den beiden Rassen Briard und Australian Shepherd. Aufgrund der recht jungen Zucht hat der Wäller noch kein einheitliches Erscheinungsbild. Das liegt daran, dass mehr auf die charakterlichen Eigenschaften geachtet wird, als darauf, dass alle Hunde möglichst gleich aussehen. So gibt es sowohl Hunde, die eher nach dem Australian Shepherd kommen, wie auch Hunde, die ihre Nähe zum Briard verraten. Auch in der Fellfarbe ist nahezu alles möglich.