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Spielen hat in unserer Gesellschaft und in unserer Zeit viele Betonungen, viele davon zielen darauf ab, eine Trennlinie zwischen Spiel und Ernst zu ziehen. Wenn der Ernst des Lebens beginnt, wann auch immer das sein mag, ist die Spielzeit vorbei, so scheint es. Aber ist das wirklich so? Das Spiel ist das einfachste und zugleich kreativste Werkzeug, das wir haben. Im Spiel, vor allem im freien Rollen- und Phantasiespiel, ist alles möglich, kann Neues probiert werden. Die Biografiegruppe »Schreibzeiten« hat das Thema »Spielen« erst zögerlich, dann mehr und mehr interessiert und schließlich gefesselt aufgenommen. Wir sind um das Thema herumgeschlichen, haben es gepackt, geknetet, hin und her gewälzt. Wir haben uns erinnert, anderes erdacht, einiges verworfen und vieles bestaunt. So umfasst diese Anthologie biografische Texte, Kurzgeschichten, Fachbeiträge sowie Anregungen für Schreibspiele. Damit ist das Buch eine Einladung, die eigene spielerische Seite wieder öfter oder auch mal ganz anders zu betrachten und zu leben.
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Seitenzahl: 226
Veröffentlichungsjahr: 2016
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SPIELEN – WAS SONST?
Lebenserfahrungen von Null bis Ultimo
Herausgeberin Erny Hildebrand
Engelsdorfer Verlag
Leipzig
2016
Bibliografische Information durch die Deutsche Nationalbibliothek:
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.
Collage Titelbild: Annette Korintenberg
Copyright (2016) Engelsdorfer Verlag Leipzig
Alle Rechte beim Autor
Hergestellt in Leipzig, Germany (EU)
www.engelsdorfer-verlag.de
Cover
Titel
Impressum
Vorwort
Christa Anderski
Wenn ihr nicht spielet wie die Kinder
Pfeifkonzert am Nachmittag
Tante Emma
Eine andere Welt
Suzanne Augenstein
Ich wäre dann mal der Majoratsherr
Ingrid Basile
Abgeliebte Spielzeuge
Tödliche Skatrunde
Wenn’s ums Geld geht
Rita Bauer
Gedankenspiele
Ein etwas anderer Nachmittag
Margarete Gritli Blickensdörfer
Mutprobe im Vorschulalter
Gerda Blume
Nikolaus
Gefährliches Spiel
Worüber wir gelacht haben
Schattenspiele
Auf der Bühne
Sabine Büchner
Meine Nachbarn
Die Zeit totschlagen
Mein Kind ist verunglückt
Renate Dahms
Hochzeit der Sinne
Drinnen und draußen
Der Clown
Im Spielen das Leben einüben
Ingrid Denzel
Allein zu Hause
Tarot in der Eifel
Rita Dietrich
Stilles Verstehen
Sonntage
Der Frischetest
Liebesspiele
Rache ist süß
Böhmerwald
Christiane Eichhorn
Darf denn in der Schule gespielt werden?
Ursel Fuchs
Das Spiel ist aus – der Puppenkopf in Scherben
Lesen lernen – ein Kinderspiel
Spiel mit dem Feuer
Angelika Gewehr
Spielend lernen
Monika Gockel
Wir hatten ein ganzes Dorf zum Spielen
Helga Gondek
Schulschluss
Blinde Kuh
Marlis Gondek
Die Heizerin
Die Verkäuferin
Elisabeth Gradowski
Wolkenspiele
Wasserspiele
Lore Heller
Die Vertreibung aus dem Paradies
Theater
Bist du eigentlich glücklich?
Wir machen es selbst
Im Heidelberger Kinderladen
Tanzspiel
Barbara Heubach
Straßenfest
Des Teufels Gebetbuch
Aus der Mistgrube zum Schloss
Erny Hildebrand
Schau mal, wie die Fische fliegen
Susanne Holtz
Kinderparadies
Das Glück im Karton
Sieger sein
Wilma Kohlschein
Du bist kein kleines Kind mehr
Mascha spielt keine Rolle mehr
Monika Kristen
Itta, U und ich
Dat schöne Pitterken
Top-Team 1988
Brigitte Kümper
Die komische Schrift
Wenn Bürokraten „Wichtig! Wichtig!“ spielen
Ute Ladewig
Wer spielt, gewinnt!
Isabell Lorenz
Erstes Spiel
Wir spielen Einschlafen
Das Kind muss mit anderen Kindern spielen
Das vermaledeite Märchenpuzzle
Meine Mutter, die Puppen und ich
Aufregung in der Schule
Das Klavier und die Filme
Das Spielen heute
Christine Machande
Spielen wurde meine Leidenschaft
Die Intrige
Das Insekt
Pauline Pérez Chalezquer
Ein Hackbrett fürs Rheinland
Roserl und Franz
Marion Portz-Kube
Der will ja nur spielen!
Spiel-ABC
Christa Reinke
Schlammspiele
Federball versus Badminton
Nanni Schnitzler
Musik für Oma Krause
Die Wette
Fromme Kinder
Plitsch – Platsch
Imi, Ata und Persil
Karina Weiß
Falsches Spiel
Freispiel
Schreibspiele für Gruppen
Altweibersommer
Erinnerungslose
Es war einmal … ganz anders
Hartnäckige Wörter
Kennst du den?
Krimi in fünf Sätzen
Miró-Elfchen
Zirkelgeschichte
Wer bin ich?
Adressen
Weitere Bücher der Gruppe Schreibzeiten
Geh spielen!
Hat alles verspielt.
Der spielt ja nur!
Das ist kein Spiel!
Sie spielt mit ihrer Gesundheit!
Ich kann nicht aufhören zu spielen.
Sei kein Spielverderber!
Diese Rolle will ich nicht mehr spielen.
Spielend lernen
Kann ich spielen gehen?
Spiel dich nicht so auf!
Sie meisterte alles spielerisch
Das Kind ist immer noch so verspielt.
Sprachlich und tatsächlich zieht sich das Spiel durch das ganze Leben. Wir spielen unterschiedliche Rollen, die wir mehr oder weniger ausgestalten, sind Kind, Mutter, Vater, Chefin oder Angestellter, Gewinner oder Verlierer. Wir spielen sogar mit unserem Leben und das Lied vom Tod.
Spielen hat in unserer Gesellschaft und in unserer Zeit viele Betonungen, einige davon zielen darauf ab, eine Trennlinie zwischen Spiel und Ernst zu ziehen. Wenn der Ernst des Lebens beginnt, wann auch immer das sein mag, ist die Spielzeit vorbei, so scheint es. Aber ist das wirklich so? Das Spiel ist das einfachste und zugleich kreativste Werkzeug, das wir haben. Im Spiel, vor allem im freien Rollen- und Phantasiespiel ist alles möglich, kann Neues probiert werden. Entwicklung ist ohne eine spielerische Komponente kaum möglich, denn Spielen setzt Kreativität frei, eine Ressource, die für die Lösung von Problemen notwendig ist. Der Neurobiologe Gerald Hüther postuliert in seinem Buch „Rettet das Spiel“ sogar: „Ein Leben ohne Gedankenspiele wäre ein Leben ohne Lebendigkeit“ und spricht sich für eine „Kultur spielerischer Lebenskunst“ aus, die er für heilsam und lebendigkeitsfördernd hält. Friedrich Schiller vermerkte in seinen Überlegungen zur ästhetischen Erziehung: „Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“
Die Biografiegruppe „Schreibzeiten“ hat das Thema „Spielen“ erst zögerlich, dann mehr und mehr interessiert und schließlich gefesselt aufgenommen. Wir sind um das Thema herumgeschlichen, haben es gepackt, geknetet, hin und her gewälzt. Wir haben uns an manches erinnert, anderes erdacht, einiges verworfen und schließlich bestaunt, wie sich das Thema Spielen durch unser aller Leben zieht.
So umfasst diese Anthologie
• Biografische Texte
• Kurzgeschichten
• Fachbeiträge sowie
• Anregungen für Schreibspiele
Damit ist das Buch eine Einladung, die eigene spielerische Seite wieder öfter oder auch mal ganz anders zu betrachten und zu leben.
Erny Hildebrand
Schreibgruppenleiterin und Psychotherapeutin
1945 in Köln geboren, 5 Kinder. Zeitweise lebte und arbeitete sie in England und Südamerika. Lange Zeit war sie als Psychologin in Düsseldorf tätig. Sie schreibt Biographien von Zeitzeugen im Rahmen des ASB-Projekts „Geschichtsschreiber“. Bisherige Veröffentlichungen: Lyrik in verschiedenen Anthologien, Fachbücher, Märchen.
Da steh ich nun und versuche in mir zu klären, was Spielen ist. Die ersten Assoziationen, die aufsteigen, sind Begriffe wie: Spielen aus „Spaß an der Freud“, Spielen, eine Tätigkeit ohne bestimmten Zweck, mit Freunden zusammen spielen, phantasievoll spielen. Weitere Begriffe wie Olympische Spiele, Fußballspiele, Wettspiele, Lernspiele drängen sich auf. Ich schüttele mich. Nein, die haben nach meinem Empfinden nichts mit Spielen zu tun. Sie alle sind auf einen bestimmten Zweck und ein Ziel ausgerichtet. Plötzlich erwacht mein Widerwillen gegen die sogenannten pädagogischen Spiele. So wie früher überkommt mich der Ärger: Unter dem Deckmantel eines lustvollen Spiels wird dir ein zu erreichendes Lernziel untergeschoben. Das ist unlauter! Oder die Olympischen Spiele, die nur noch erbitterte Kämpfe um Hundertstel Sekunden oder um wenige Millimeter sind, die darüber entscheiden, ob du gut oder schlecht bist. Das hat aber nichts mit meiner Auffassung von Spiel zu tun. Was ist Spielen eigentlich? In meinem Kopf dreht es sich.
Ich stürze mich ins Internet und suche nach Aufklärung. Je länger ich suche, desto verwirrter werde ich. Vielfältige Definitionen tauchen auf, die unterschiedliche Schwerpunkte setzen und sich zum Teil widersprechen. Nach längerem Recherchieren kann ich für mich nur feststellen: Es gibt einfach keine eindeutige, allgemeingültige Definition von Spielen. Das erscheint mir sehr seltsam, denn soweit ich weiß, haben alle Kulturen zu allen Zeiten Spiele gehabt. Ich forsche nach und finde meine Meinung bestätigt: Es gibt Spiele aus der Steinzeit, bei den Ägyptern und den Griechen, bei den Germanen und Wikingern. Es muss demnach etwas ganz Wichtiges für die Entwicklung und die Evolution des Menschen sein. Ist Spielen etwas Menschenspezifisches?
Plötzlich sehe ich Fotos von spielenden Tierkindern vor meinem inneren Auge: sich balgende Welpen oder kleine Katzen, die einem Wollfaden hinterher jagen. Das bedeutet, dass Spielen nicht unbedingt etwas spezifisch Menschliches ist. Ein nächster Internet-Ausflug. Ich lese von Tieren, die in freier Wildbahn spielen – nicht nur junge Tiere, nein, auch erwachsene Tiere. Es gibt beeindruckende Aufnahmen von Delfinen, die unter Wasser mit selbst erzeugten Luftblasen spielen oder auf den Bugwellen großer Schiffe reiten und dabei offensichtlich große Freude empfinden. Ich sehe Bilder von Schildkröten, die Bälle vor sich hertreiben, und selbst von Oktopoden, die scheinbar amüsiert Korken in Strömen aus Luftblasen auf und ab hüpfen lassen. Bei den Tieren sind die Forscher sich einig, dass Spielen vor allem Lernen und Üben bedeutet.
Erstens: Das Training des jungen Körpers, die Stärkung von Sehnen, Muskeln und Gelenken – eben das Einstudieren von Bewegungsabläufen wie anschleichen oder Beute packen.
Zweitens: Daneben entdeckt das Tier spielerisch seinen Lebensraum und lernt diesen einzuschätzen.
Drittens: Eine besondere und komplexe Bedeutung kommt dem Sozialspiel, dem Spiel mit Artgenossen zu wie die Spielkämpfe bei jungen Hunden: Zähne fletschen, Beißen, Herumtollen, ohne dass ein Beteiligter ernsthaft verletzt wird. „Dieses Raufen und Toben dient vor allem dem Aufbau und der Festigung sozialer Bindungen und dem Erlernen der Regeln, der „Moral“ des sozialen Verbands, in dem das Tier lebt“, sagt Marc Bekoff, Verhaltensforscher der University of Colorado. Bei Affen zum Beispiel kann Spiel unter Erwachsenen die Funktion haben, soziale Bindungen zu knüpfen. Bei Wölfen wurde beobachtet, dass einige Individuen anscheinend durch Spiel Konflikte in der Gruppe schlichten. Die Verhaltensforscher deuten das Spielverhalten bei Tieren als eine angeborene Neigung, die zweckfrei und spontan erfolgt.
Wie ist das nun beim Menschen? Frau Haug-Schnabel, Leiterin der Forschungsgruppe Verhaltensbiologie des Menschen, sagt: „Beim Spielen von Kindern handelt es sich um eine angeborene Lernstrategie. Es gibt Kindern die Möglichkeit, die Welt zu erkunden, zu beobachten und nachzuahmen, Erfahrungen zu sammeln, diese selbst zu überprüfen und später abzurufen“. Die kindliche Offen- und Unbefangenheit, die kindliche Freude und die spontan- neugierig- kreative Haltung der Welt gegenüber ist etwas, was wir im Spielen, so wie ich es verstehe, finden.
Vor diesem Hintergrund halte ich es mit Picasso, der gesagt haben soll: „Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben.“ Der österreichisch-irische Künstler Gottfried Helnwein führte in seinem Interview mit Herbert Schorn, Oberösterreichische Rundschau, 2006, weiter aus: „Das ist deshalb so schwer, weil die meisten Erziehungssysteme wie Mähdrescher funktionieren: vorne kommen die lieben Kinder hinein, und hinten kommen sie fein geschrotet und gemahlen wieder heraus. Und so werden Erwachsene erzeugt: durch die Zerstörung des Kindseins, des Spielens und Träumens, der Kreativität und jeder Spontaneität. Aber das ist wahrscheinlich unvermeidlich, wenn man sich ordentliche Staatsbürger wünscht, wie Soldaten, Steuerfahnder, Zuhälter, Psychiater, Geheimagenten, Rennfahrer, Banker, Politiker, usw.“
Das Erziehungssystem Mähdrescher habe ich am eigenen Leib erfahren.
Schaue ich mir zudem die Vielzahl der Verben mit „spielen“ an, so entdecke ich die Mannigfaltigkeit der durch das Spielen betroffenen Lebensbereiche. Hierzu einige Beispiele: anspielen, aufspielen, abspielen, ausspielen, bespielen, einspielen, erspielen, falschspielen, hochspielen, herunterspielen, jemandem böse mitspielen, nachspielen, niederspielen, eine Rolle spielen, runterspielen, überspielen, umspielen, verspielen, vorspielen, verrückt spielen, weiterspielen, zuspielen, zusammen spielen, zurückspielen.
Da bleibt mir nichts anderes übrig, als zu sagen: Wenn ihr nicht spielet wie die Kinder, so werdet ihr nicht die Erfahrungen machen, die euch zu zufriedenen, kreativen, sozialen und aufgeschlossenen Erwachsenen formen können.
Durch das dichte Laub des Haselnussstrauchs winden sich Töne, gleiten auf Blättern hinunter und purzeln ins Gras. Helle Pfeiftöne, mal schnell, mal langsam. Immer und immer wieder. Einige langgezogene Töne tanzen auf den Ästen, andere tropfen schnell und abgehackt zu Boden. Zwischendurch Kinderlachen. Das Pfeifen auf einem Ton will kein Ende nehmen.
Mein Kaffee wird kalt und noch immer schraubt sich das helle Pfeifen in mein Ohr. Ab und zu lassen Kinderstimmen das Pfeifen verstummen. Aber kaum sind die Worte verklungen, so schwillt das eintönige Pfeifen wieder an wie zuvor.
Kannst du pfeifen…? Gewiss kann ich das!
Ich schleiche mich an und erblicke durch die Hecke zwei Kinder blitzenden Auges mit Stöcken um sich schlagen. Ihren wenigen Worten entnehme ich, dass sie Piraten sind und sich verteidigen müssen. Jeder Schlag mit dem Schwert, jede Woge, die das Schiff emporhebt, jeder Schritt auf Deck wird mit einem Pfeifton untermalt. Ein wahres Pfeifcrescendo. Da, ein langgezogenes schrilles Pfeifen, der Gegner gleitet getroffen zu Boden. Die Kinder lachen siegesgewiss. Ein „Caramba“ saust durch die Luft. Der Kopf eines neuen Feindes taucht über der Bordwand auf. Ein Pfeiffortissimo setzt ein.
Plötzlich wird ein Fenster aufgerissen und eine Männerstimme gellt durch den Nachmittag: „Verdammt noch mal, könnt ihr denn nicht endlich mal mit dem elenden Gepfeife aufhören. Das ist ja schrecklich nervtötend.“ Das Pfeifen bricht abrupt ab und wir drei ducken uns schnell hinter die Bordwand.
Eines Abends klingelte das Telefon. Ich hob den Hörer ab und schon schallte mir die Stimme meiner Cousine entgegen. „Tante Emma hat doch bald Geburtstag. Weißt du, was sie sich wünscht? Das rätst du nie!“ Vor meinem Auge sah ich Tante Emma: schlank, ernst, gewissenhaft, verantwortungs- und pflichtbewusst und ich hörte wieder den Spruch, den sie uns als Kinder so oft gesagt hatte: „Erst die Arbeit und dann das Vergnügen.“ Und wie oft hatten wir, wenn wir bei ihr zu Besuch waren, erlebt, dass die Zeit der Pflichtenerfüllung zu lang war, um noch spielen gehen zu können. Ich begann zu raten: „Wünscht sie sich einen Staubsauger?“ Ach nein, ich verwarf den Gedanken. Mir fiel das letzte Telefonat mit ihr ein. „Sie sprach doch von einer Tiefkühltruhe, damit sie ihr Essen für die Woche vorplanen könne. Tante Emma wünscht sich sicher eine Tiefkühl…“ Das Lachen meiner Cousine unterbrach mich. „Ich hab doch gesagt, das errätst du nie!“ Und wieder ergoss sich ihr Gelächter über mich. Ich versuchte es erneut: „Ein neues Haushaltsbuch? Einen Terminkalender oder einen Wochenplaner?“ Das Kopfschütteln meiner Cousine höre ich bis zu mir. „Du wirst es nicht glauben.“ Sie kicherte. „Sie wünscht sich einen Nachmittag mit Spielen.“ Ich glaubte nicht richtig gehört zu haben, Tante Emma und spielen? Das passt doch so gut zusammen wie Nordpol und Palmen. „Das ist nicht wahr! Du machst Witze!“ stieß ich ungläubig hervor. „Nein, wirklich, sie wünscht sich einen Geburtstag zum Spielen. Ich habe es auch nicht geglaubt, als sie mir dies sagte. Und auf meine entgeisterte Nachfrage entgegnete sie nur: „Lasst euch was einfallen!“
Nachmittags beriefen wir eine Familienkonferenz ein, aber niemand von uns konnte sich vorstellen, was Tante Emma mit „spielen“ meinte. Wir einigten uns darauf, dass jeder ein Spiel für sie kaufen sollte, das wir dann am Geburtstag mit ihr spielen würden.
Dann war es soweit. Wir überreichten ihr ein Spiel nach dem anderen: Schach, Mühle, Halma, Master Mind, Abalone. Peter gab ihr sogar eine Eintrittskarte zum nächsten großen Fußballspiel. Doch sie freute sich nicht richtig. Sie setzte sich zwar mit uns an den Tisch und begann zu spielen, aber sie war nicht richtig dabei.
Nach einer Weile drängte sich Nico, mein kleiner Sohn, an sie und sagte: „Tante Emma, es ist so langweilig, komm, wir gehen raus und spielen.“ Er fasste sie bei der Hand und zog sie nach draußen. Wir sahen, wie die beiden die Köpfe zusammensteckten und miteinander flüsterten. Nico verschwand für ein paar Minuten und kam dann wieder. In seinen Händen hielt er Hühnerfedern und zwei Stöcke umklammert. Beide steckten sich die Federn ins Haar und die Stöcke wurden zu Speeren. Sie schauten sich an. Dann duckten sie sich und schlichen in den Wald, wo sie unseren Blicken entschwanden.
Auch wir schauten uns an. Wir wollten nicht glauben, was wir gesehen hatten. Tante Emma, die ach so Vernünftige, hat sich auf solche Kindereien eingelassen. Wir verstanden die Welt nicht mehr. Kopfschüttelnd setzten wir uns um den Tisch und ließen es uns schmecken.
Ewigkeiten später flog plötzlich die Türe auf und zwei Indianer umtanzten, wildes Kriegsgeschrei ausstoßend, unseren Tisch. Speere zielten auf uns und wir wurden zur Herausgabe von Kuchen gezwungen.
Tante Emmas Backen glühten, ihre Augen blitzten und ihr Kriegsgeschrei gellte in unseren Ohren. Sie sprühte vor Lebenslust.
Letztens in der Straßenbahn hörte ich zufällig ein Gespräch zweier Jugendlicher mit. Sie tauschten sich voller Begeisterung über die neusten Internetspiele aus. Je mehr sie darüber sprachen, desto weniger verstand ich etwas. Es war eine total fremde Welt, die sich da vor mir auftat. Ausdrücke wie World-of-Warcraft, Second-Life, Lebensenergie, Katakis, Takatis …“
Ich bat die Jugendlichen, mir zu erklären, wie das mit den Onlinespielen sei. Sie schauten mich entgeistert an und hatten schon eine abweisende Antwort auf den Lippen. Also setzte ich noch einmal nach und erklärte: „Ich würde wirklich gern etwas darüber erfahren. Meine Enkel finden das so cool, aber ich verstehe absolut nichts davon.“
Vielleicht hat meine Unwissenheit sie gerührt oder mein weißes Haar sie so besänftigt, dass sie begannen, mir die Welt der Online Spiele zu eröffnen. Der Lange mit der Undercut-Frisur holte weit aus: „Zum einen gibt es Browser-basierte Onlinespiele, die entweder auf reinem HTML-Code basieren oder zusätzliche Browser-Plug-Ins, zum Beispiel Flash oder Java, benötigen.“ Der Kurze fiel ihm ins Wort: „Und dann gibt es die Clientbasierten Multiplayer-Onlinespiele. Diese setzen die Installation einer Client-Software voraus. Die Client-Software verbindet sich dann entweder mit anderen Clients oder sie stellt eine Verbindung zu einem Spielserver her.“ Sie schauten mich erwartungsvoll und um Verständnis heischend an. Ich schüttelte den Kopf, um den Wortschwall der mir fremden Begriffe abzuschütteln. „Tut mir leid, ich habe nichts verstanden!“ Sie schauten sich an. Der Lange zuckte mit den Schultern und wandte sich ab. Der Kurze blickte mir ins Gesicht und da er meinen echten Wunsch darin las, die Sache zu verstehen, raffte er sich noch einmal zu einem Erklärungsansatz auf. „Wissen Sie, es gibt z. B. Ego-Shooter Spiele, bei denen man früher zumeist allein gegen Feinde kämpfte und sie möglichst alle vernichten musste. Man hatte die unterschiedlichsten Waffen zur Verfügung: Pistolen, Pumpguns, Raketenwerfer mit unterschiedlicher Munition, Feuerrate und Streuung.“ Ich spürte, wie Erinnerungen an den Krieg in mir aufsteigen, doch der Junge holte tief Luft und fuhr begeistert fort: „Heutzutage gibt es aber den Mehrspieler-Modus, bei dem sich mehrere Spieler über das Internet oder über ein Netzwerk zusammenfinden, um sich in Gruppenkämpfen oder Mannschaftsspielen miteinander zu messen. Manchmal sind weltweit über 3,5 Millionen gleichzeitig angemeldete Spieler im Netz, nicht nur im Ego-Shooter, sondern auch mit Kriegsspielen, Counter-Strikes und MMOGs und in den social network games.“ Ich winkte verzweifelt ab und stoppte die Informationsflut. „Ich glaube, das ist mir doch zu fremd, um es zu verstehen!“ Nach einer kurzen Pause stellte ich fast verschämt die Frage: „Trefft ihr euch denn noch mit Freunden? Fahrt ihr noch Fahrrad? Spielt ihr noch Schach oder Malefiz?“ „Ja, gelegentlich, wenn wir noch Zeit dazu haben“, war seine Antwort. Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Jede Zeit gebiert die ihr eigenen Spiele.
Dr. Suzanne Augenstein, 1957 geboren in Sao Paulo. Studium in München und Berlin, Promotion in Essen. Wissenschaftliche Arbeit und wissenschaftliche Veröffentlichungen, Tätigkeiten im Bereich Marketing und PR, Bildung und Ausbildung sowie als Yogalehrerin. Seit 2015 Gesellschafterin und Poolsprecherin im Familienunternehmen.
Jeder spielt eine Rolle in seiner Familie. Meine verändert sich gerade gewaltig. Ich stamme aus einer Unternehmerfamilie. Bei uns spielen die einzelnen Mitglieder festgelegte Rollen nach einem unsichtbaren Drehbuch. Die Rollen erlernt man nicht dadurch, dass man auf sie vorbereitet wird. Man erlernt sie eher durch Aussagen wie: „Das spielt doch keine Rolle!“ oder „Spiel dich nicht so auf!“. Der Spielaufbau an sich ähnelt dem in den mittlerweile bedeutungslos gewordenen und verarmten Adelsfamilien: Es gibt einen Familienbesitz, der über Generationen und möglichst bis in alle Ewigkeit zusammengehalten wird, wobei die alles entscheidende Frage lautet, wer diesen Besitz letztlich bekommt und zu welchen Bedingungen.
Seit ich denken kann, ist meine Familie besessen von der Bedeutsamkeit der männlichen Erbfolge, die bei uns in Form des „Majoratsherrn“ seit mindestens 150 Jahren Gestalt angenommen hat. Denn so lange zurück reicht die mündliche Erzählung. Als mir zum ersten Mal die alles entscheidende Rolle des Majoratsherrn ganz und gar bewusst wurde, versagte mein Schließmuskel bei einem plötzlichen Durchfall. Ich hatte entdeckt, dass man unter Majorat das Ältestenrecht versteht. Demnach ist zur Erbfolge allein der nächste männliche Verwandte und bei gleichem Verwandtschaftsgrad der Älteste zur Erbschaft berufen. Der Erbe zahlt den jüngeren Söhnen und den Töchtern des Erblassers allenfalls einen geringen Unterhalt.
Nun wusste ich Bescheid. Das erklärte viel. Zum Beispiel, warum ich als erstgeborenes Kind nie der Majoratsherr sein konnte, denn ich bin eine Frau und im Grunde nebensächlich. Mein Großvater machte das allen Beteiligten von Anfang an unmissverständlich klar. Völlig außer sich zertrümmerte er das Geschirr meiner Großmutter an der Küchenwand, als ihn aus Brasilien die Nachricht von meiner Geburt erreichte. Dort lebten zu dieser Zeit meine Eltern. Im Ausland. Um das Geld zu verdienen, das sie damals nicht hatten. Das nach der Idee meines Großvaters den Grundstein legen sollte für ein Unternehmen, das zukünftige Erbe, für das ein Stammhalter gebraucht wurde. Und nun das. Der Erstgeborene – ein Mädchen. Ich. Womöglich das erste und letzte Kind. Nicht nur ich war eine Enttäuschung, sondern auch dass mein Vater als der zweitgeborene und nicht sein älterer Bruder zuerst für Nachwuchs gesorgt hatte. Denn mein Onkel, der eigentliche Majoratsherr, entzog sich dieser Aufgabe dauerhaft und verbrachte ein kinderloses Leben, so weit wie möglich weg von den Erwartungen seiner Vorfahren.
„Muss ich meine Enkel selber machen?“ wütete mein Großvater und entwertete damit alle Mitglieder unserer kleinen Familie. In der Folge stand meine Mutter unter enormem Druck zu beweisen, dass sie zu mehr imstande war. In rascher Folge wurde sie wieder schwanger, erfüllte ihre Aufgabe und brachte nach einer Fehlgeburt meine beiden Brüder und damit die Grundlage für die zukünftige Dynastie zur Welt.
Es gab damals zwar noch gar nichts zu vererben, aber es gab die Idee für ein Erbe in Form des Unternehmens, das gegründet worden war, als meine Eltern mit mir wieder zurück in Deutschland waren. Ich war damals zwei Jahre alt. Und alle in der Familie schafften für das Geschäft, so nannten wir das Unternehmen, das in den Anfängen steckte. Mein Vater, meine Mutter, meine Oma, meine Tanten, mein Großvater – alle schafften im Geschäft. Mein Vater außer Haus, meine Mutter in der Küche, wo sie abends Ketten fertigte in Handarbeit, wenn wir Kinder früh im Bett waren. Weitgehend allein gelassen mit mir und eingebunden in ein Gespinst aus Verhältnissen, die ich nicht durchschaute, verbrachte ich meine Kindheit in dieser Atmosphäre, die vom ständigen Schaffen für etwas geprägt war.
Die Goldene Hochzeit meines Ururgroßvaters
Die Energie meines Großvaters als Gründervater des Unternehmens war allgegenwärtig. Seine körperliche Kraft war ebenso legendär wie seine Trinkfestigkeit. Im Kampf um den ersten Platz als stärkster Mann im Dorf hatte er dem Schmied ein Ohrläppchen abgebissen. Und immer wieder ging er siegreich aus Auseinandersetzungen hervor, wenn ihm etwa mal wieder wegen Trunkenheit sein Führerschein abgenommen werden sollte. In solchen Fällen behauptete er sich gegenüber der Polizei mit Aussagen wie: „Euer Gehalt wird von mir bezahlt!“. Geschichten darüber begleiteten meine Kindheit, in deren Kern es darum ging, dass mein Großvater das Gesetz war.
Mein Ururgroßvater
Seine zukünftige Größe hatten ihm die Eltern bereits in die Wiege gelegt, als sie ihn „Wilhelm“ nannten, nach dem damals mächtigsten Mann, dem Kaiser. Als Kind hatte mein Großvater beim Anblick eines Zeppelins gerufen „Zippel Zappel Zeppelin, mit der großen Luftmaschin“. Darum wurde er später, nach der Abdankung des Kaisers, nicht Willhelm, sondern von allen nur noch „Zippel“ gerufen. Ein abgedankter Herrscher zu sein hätte auch nicht zu Zippel gepasst. Denn er war der erstgeborene männliche Enkel des mächtigsten Mannes am Ort. Wie Kaiser Wilhelm über Deutschland, so herrschte Wilhelms Großvater, mein Ururgroßvater, als Bürgermeister über das Dorf. Und Zippel war als Stammhalter der Majoratsherr.
Aber die Spielregeln änderten sich, als Wilhelms Vater im ersten Weltkrieg fiel. Dessen Tod machte Wilhelm mit acht Jahren zum Oberhaupt über Mutter und zwei kleine Schwestern. Nach seinem Empfinden hätte ihm auch der erste Platz in der Großfamilie zugestanden. Aber dieser Platz blieb ihm verwehrt. Der Stammsitz der Familie, das Haus des Ururgroßvaters, ging an die weibliche Linie, was mein Großvater Zeit seines Lebens als blutende Wunde mit sich trug. Um sein Erbe gebracht, verkannt und hintergangen, wurden für Wilhelm Verwandtschaft generell und erbberechtigte Frauen im Besonderen zum roten Tuch. Das Zerwürfnis führte dazu, dass Wilhelm später alles daransetzte, es dem gesamten Dorf zu zeigen, was ihn zusammen mit einer genialen Begabung fürs Kerngeschäft zu einem hervorragenden Geschäftsmann machte, der den Grundstock für ein äußerst erfolgreiches Unternehmen legte.
Seine Traumatisierung aber blieb allgegenwärtig in der Familie. Bei den kleinsten Anzeichen abweichender Meinung explodierte Wilhelm: „Ich enterbe euch“. Als Kind lebte ich in einem Dorf mit mehr oder weniger weitläufigen Familienmitgliedern in beinahe jedem Haus. Aber außer den beiden Schwestern meines Großvaters kannte ich niemanden aus der Verwandtschaft. Es gab keinerlei Kontakt. Mich wiederum kannte jeder. Ich weiß noch genau, wie ich eines Tages im Kaufladen stand und mich eine Kundin – wie damals üblich – fragte, wer ich denn sei, und wie die Krämerin sagte: „Ja kennst du die nicht? Das ist doch dem Zippel Dieter seine Tochter!“ Woraufhin ich neugierig von oben bis unten gemustert wurde. Meine Mutter hatte mich angewiesen, jeden, der mir begegnete, zu grüßen. Was, wenn ich es unterließ, zu Beschwerden führte, ob ich mich denn für etwas Besseres halten würde. Das Grundgefühl, im Dorf nicht zu Hause und verwurzelt, aber unter ständiger Beobachtung zu sein, führte dazu, dass ich es dauerhaft verließ, sobald sich mir die Gelegenheit dazu bot, und dass ich heute überzeugte Städterin bin.
Nach meinem Urgroßvater fiel auch noch sein Neffe im Krieg, der einzige männliche Nachkomme außer meinem Großvater. Aus Trauer über diesen Verlust spendete mein Urgroßonkel dem Dorf eine zweite Kirchenglocke, die nun heute und geplant bis in alle Ewigkeit bei jedem vollen Schlag der Stunde mit einem tiefen Klang an den verlorenen Stammhalter erinnert.
Nach diesem weiteren Drama wurde Wilhelm endgültig zum Majoratsherrn – allerdings zunächst ohne eigenes Reich. Denn trotz der vielen Nachkommen meines Ururgroßvaters, der bei seinem Tod 88 Enkel und Urenkel hinterlassen hatte, war Wilhelm nun der einzige Namensträger der Familie. Auch diese Geschichte habe ich immer wieder gehört.
Ich habe noch den dumpfen Geruch im Kellergewölbe meiner Großeltern in der Nase, wenn ich wieder mal einen Krug Wein holen sollte. Von dort, wo nach der Erzählung meiner Cousine irgendwo Gold- und Silberbarren verborgen lagen. Oft ging es in unseren Gesprächen als Kinder um diesen Schatz. Es war uns beiden klar, dass wir mit niemandem darüber reden durften. Wir wussten es einfach. Es muss der Ton der Stimmen gewesen sein, verschwörerisch und anders als sonst im Gespräch, den meine Cousine bei ihren Eltern gehört hatte, und der dieses Geheimnis schuf.
Mit der Gewissheit des Schatzes stieg ich als frühe Geheimnisträgerin in den Keller und fragte mich, wo genau er wohl verborgen war? Vielleicht hinter den Einmachgläsern mit Birnen und Reineclauden, die auf den Holzregalen lagerten, für den Fall, dass der Russe kommen und die Versorgungslage wieder knapp werden sollte.
Was ein Erbe ist, wusste ich als Kind nicht. Wohl aber, dass es ein Erbe gibt. Ich hörte so oft davon reden, dass es zu einem ständigen Begleiter für mich wurde. Später, als junge Erwachsene, erlaubte mir die vermeintliche Aussicht auf ein Erbe ein sehr freies Leben, wenn ich mich auf immer neuen Gebieten bemühte, mir und anderen die Bedeutsamkeit meiner Existenz zu bestätigen. In meiner Familie interessierte sich niemand groß dafür. Nicht dafür, dass ich als erstes Mitglied und als Mädchen vom Dorf erfolgreich ein Politikstudium abschloss, trotz des Dialekts, der zum Dorf gehört und seine Bewohner in der Welt des Dorfes festhält, oder dass ich an Universitäten unterrichtete, dass ich in der Softwareindustrie sehr viel Geld verdiente, dass ich einen Doktor machte, dass ich bei der Exzellenzinitiative mitwirkte, dass ich quer durch Deutschland Impulsreferate vor Hunderten von Zuhörern hielt, dass ich ein eigenes Trainingsprogramm entwickelte, das ich von Krankenkassen finanziert mit meinen Mitarbeitern an Schulen einführte, und auch nicht dafür, dass es mir als erster berufstätiger Frau in der Familie gelungen ist, meinen Lebensunterhalt unter allen Lebensumständen immer selbst zu bestreiten. Das alles wurde nur als Hintergrundgeräusch wahrgenommen, wenn ich davon erzählte, aber nicht als eigentlich von Interesse, denn man war doch immer sehr mit eigenen Angelegenheiten beschäftigt, vor allem mit der alles entscheidenden zukünftigen Majoratsherrschaft. Und das ganze akademische Gedöns hatte in anderen Firmen nur dazu geführt, dass die Doktoren alles ruiniert haben.
