Standesdenken im Umbruch - Elsbeth M. - E-Book

Standesdenken im Umbruch E-Book

Elsbeth M.

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Beschreibung

Elsbeth M., die Ehefrau eines Dorfarztes bei Leipzig um 1900, beschreibt ihre Erlebnisse im Schatten der Weltkriege. Romantische Erlebnisse werden durch Schicksalsschläge und politische Veränderungen verdrängt und münden nach der Einführung des Frauenwahlrechts in ein starkes weibliches Selbstbewusstein und den tiefen Glauben an Gott.

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Seitenzahl: 121

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Stötteritz, 25. Dezember 1905

Sekunden vergehen, Minuten verrinnen,

Stunden, Tage, Monde ziehen von hinnen,

Bleib Du nicht stehen in Deinen Schranken,

Höher strebe in Tat und Gedanken.

So dachte ich mir die erste Widmung dieses Buches, das ich am Weihnachtstage des Jahres 1905 meiner lieben Elsbeth und ich will offen sein, mir selbst auch, als Geschenk auf den Spendetisch legte. Hernach überlegte ich mir, dass es doch besser wäre eine Art Vorwort als Begleitwort mitzugeben und darum als Weisung auf die Art und Weise, in der wir dieses Buch, so Gott will, recht lange miteinander benützen zu unseren und, wills Gott zu unserer Kinder Frommen, fasste ich den Satz:

Wir leben das Leben erst wenn wir es bewusst leben.

Darum – erleben wir Tage der Freude, Stunden gemeinsamen Gedankenaustausches, ernste Minuten. Lasst uns Alles mit Liebe aufzeichnen, was der Erinnerung wert sein mag.

Als wir mit dem Aufzeichnen alles dessen, was wir erlebten, was uns bewegte, beginnen, sei mit einigen Worten der teuren Menschen gedacht, die unsere ersten Tage gesehen, die uns geboren, erzogen, mit Liebe unsre Schritte geleitet haben – unserer Eltern!

Christian M., geboren am 9. August 1825, gestorben am 27. September 1905 und Frau Ida, geborene H. (gebürtig aus Hof ) geboren am 24. April 1825, gestorben am 28. August 1905 sind die Eltern meines lieben Mannes. Der Vater war ein strenger Mann, der sich erst in späten Jahren die Liebe seiner Kinder voll erwarb. Durch und durch redlich, energievoll und mit eifrigem Fleiß schaffte er für die Seinen. Ihm zur Seite stand die liebe Mutter, gütig und liebevoll. Das Milde, des Vaters Strenge begegnende Element.

Als jüngstes Kind wurde ihnen mein lieber Mann Max am 4. Mai 1873 geboren, an einem Sonntag unter den frohen Klängen einer vorbeiziehenden Musikkapelle, die auf dem Markt in Oelsnitz ihre Mittagsparade abhalten wollten.

Die Freude der Eltern über das Kind wurde aber leider dadurch sehr getrübt, dass das linke Füßchen nicht normal, sondern ein Klumpfuß war. Dieses Leiden war nicht für die Eltern, auch für das Kind selbst eine stete Quelle neuer Kümmernisse.

Welche Entbehrungen, welche Zurücksetzungen im Spiel mit den Kameraden! Welcher Jammer fürs Mutterherz, ihr Kind, ihr Nesthäkchen auf Krücken!

Und dann kam die erste schmerzvolle, erste verlorene Operation im zweiten Jahre bis die Eltern sich entschlossen, nichts unversucht zu lassen und das fünfjährige Kind nach dem Zwickauer Kreis Krankenstift brachten, (Stadtkrankenhaus, Medizinalrat D. I.) woselbst das Füßchen einer orthopädischen Kur verbunden, mit Massage behandelt wurde, was eine fast vollkommene Besserung zur Folge hatte.

Hier wurde auch in dem Knaben der frühe Wunsch rege, Mediziner zu werden und seine kindlichen Spiele fanden davon darin schon ihren Ausdruck. Im Laufe der Jahre heilte das Füßchen noch ganz aus. Nur blieb es ein wenig im Wachstum zurück; doch kam Max infolge der Leidensjahre ein Jahr später zur Schule und erst mit 12 Jahren nach Plauen auf das Gymnasium in die Quinte.

Ich selbst bin eine kleine Schweizerin. Ein eigentümliches Geschick hat meine Wege in frühester Kindheit schon wunderbar geführt. Ich habe meine leiblichen Eltern nie gekannt. Ich bin als Adoptivkind von lieben teuren Menschen erzogen worden, die in ihrer heißen Sehnsucht nach einem Kinde, in mir vollsten Ersatz suchten und vielleicht auch gefunden haben, denn ich habe von diesem Umstand erst in meinem zwanzigsten Lebensjahr erfahren. Mein geliebter Pflegevater hat aber in seiner Liebe zu mir alle Spuren meiner Geburt verwischt, so dass ich von meinen leiblichen Eltern herzlich wenig weiß. Ich weiß nur, dass ich den Namen Elsbeth M. trug und in Zürich oder bei Zürich geborgen wurde, am 10. Oktober 1875. Mein Vater soll ein Beamter, meine Mutter eine Ostfriesin, eine Lehrerin gewesen sein.

Weshalb nun meine Mutter sich entschloss ihr zartes zweijähriges Kindchen zu fremden Menschen zu bringen, weiß ich nicht und überhaupt nicht näher. Sie brachte mich zu Weihnachten 1877 (auf Zuschrift) nach Plauen zu Herrn Ernst R., Kaufmann, geboren am 10. Juni 1845 und seiner Frau Karoline, geborene T., geboren am 25. Juli 1845 in Klingenthal, welche mich adoptierten mit Genehmigung des Königs. Meine natürliche Mutter verweilte fünf Tage mit im Familienkreis, damit sie sehen konnte, in welche treusorgenden Hände sie ihr Kindlein legte.

In den meinen nunmehrigen Eltern nahestehenden Kreisen nahm man aber jetzt herzlich an deren Freude über das kleine Mädchen teil. Zwar war es ein zartes schwaches Dingelchen, das sich beim Gehen noch ängstlich an den Gegenständen festhielt und doch schon munter ihr Schweizer-Deutsch plapperte und durch ihre Zutraulichkeit bald alle Herzen gewann.

Es war eine sonnige, wonnige Kindheit, die mir da erblühte. Erhöht wurde dieses Kinderglück noch dadurch, dass die Eltern nach der Straße neben die Fabrik (Nähfadenfabrik) verzogen in das Haus der Frau Schweigert, deren viereinhalb jähriges Töchterchen Frida meine tägliche Gespielin wurde, so dass ich Geschwister nicht vermisste.

16 Jahre wohnten wir da und die beiden Kinder verband eine treue Freundschaft, die erst in den Jahren der beiderseitigen Verheiratung nicht mehr so viel Nahrung fand, was freilich durch äußere einwirkende Verhältnisse und die Trennung hervorgerufen wurde. In den Kinderjahren aber haben wir miteinander nur des Lebens Sonnenschein gekannt und haben ihn glücklich und seelenvergnügt genossen. Im Jahre 1881 kamen wir miteinander zur Schule in eine Klasse, nachdem uns unsere Mütter vorsorglich ein Jahr zuvor täglich ein paar Stunden in den Strickunterricht bei Fräulein Buchbinder geschickt hatten, damit die beiden Quecksilber das Stillsitzen vorher etwas lernen möchten. Welche Freude aber, wenn wir nach der Schulzeit in dem schönen Garten der Villa nach Herzenslust mit unseren Puppen spielen konnten! Wie herrlich waren die „Landpartien“, großes Wäldchen etc., die wir veranstalteten. Wie tätig war die Phantasie in allem, wenn sie die fünf Nadelbäume in das „Wäldchen“ verwandelte oder Gräser, Blümchen, Blättchen, Bärchen zu den kostbarsten Schätzen werden ließ, unentbehrlich zur „Nahrung“ für die „Kinder“, zum „Kaufladen“, zum „Modesalon“. Und wie schön war an Regentagen das riesige Treppenhaus zum Spielen, wie oft musste der Besuch über die Puppen hinwegklettern – denn es wäre doch Sünde gewesen, die „Kinder“ im Schlafen zu stören, und die Treppenstufen mit ihren Läufern geben doch herrliche Betten ab. Wie die guten Tanten, alle taten’s gerne, sie freuten sich an unserem einträchtigem Spiel, dass niemals in Zank oder Streit ausartete. –

Sie und diese Luft im Winter, den steilen Berg mit dem Stuhl- oder Rutscherschlitten hinabzufahren! Schneeburgen im Garten aufzutürmen und dann mit einem Wolfshunger zum Vesper zu schmausen; Hurras, wenn es Faßnachtsbrezel mit Butterflöckchen bestrichen gab oder gebratene Äpfel!

Und das Weihnachtsfest, wie unendlich schön und friedlich. Da kam die gute Großmutter zur Bescherung und wartete mit mir bis endlich das lichtstrahlende Heiligtum sich öffnete und mein lieber Vater mich hineinführte zum Christbaum, zu den reichen Gaben, mit denen mich die Lieben überschütteten. Welche Mühe hatte sich die gute Tante, die Minna, die Schwester der Mutter, die bei uns mit lebte und noch heute der Mutter zur Seite steht, immer mit den Puppenkleidchen gemacht. Und wie sah sie immer darauf, dass ich alles richtig verwendete für die betreffende Puppe, alles in Acht nahm und schonte. Damals war ich freilich damit nicht ganz einverstanden, doch heut, da ich die schönen Spielsachen meinen eigenen Kindern aufbauen kann, ist mir der ganze Wert dieser Erziehungstheorie bekannt und ich übe darin auch mein Töchterlein schon.

Mein Vater hat eigentlich in der Hauptsache meine geistige Erziehung geleitet, Mutter und Tanten beschränkten sich mehr auf das körperliche und auf die täglichen Arbeiten.

Mein Vater hatte die Gewohnheit alle 14 Tage in die Kirche zu gehen, wohin ich ihn begleitete. Daran schloss sich bei schönen Wetter ein kürzerer Spaziergang, an den kirchenfreien Sonntagen wanderte er mit mir schon zeitig hinaus in die herrlichen Wälder. Und diese Spaziergänge brachten uns einander besonders nahe, denn alles, was uns bewegte, was ich gelesen hatte, wurde besprochen. Ich durfte alles lesen. Kein Buch wurde vor mir verborgen. Mit 14 Jahren schon, las ich die Meister Goethe, Schiller, Shakespeare. Und wenn Mutter mir aus ästhetischen Gründen vor allem die Werke der großen Engländer entziehen wollte, so pflegte der Vater zu sagen:

„Bedenke, dem Reinen ist alles rein und es gehen dem Kind früh die Augen auf über die Herrlichkeiten und Wahrheiten des Lebens, die die Dichter so schön uns zu enthüllen wissen!“

Und dann erklärte er mir das unverständliche so, wie der kindliche Geist es fassen konnte und ich fragte weiter und weiter, so dass sich immer neue Gebiete erschlossen. Und im Anschluss an die Gespräche las ich dann wieder die Klassiker mit doppelter Freude und fand immer meine Schönheiten. Geht mir’s nicht heute noch so, wenn ich mit meinem lieben Mann darüber spreche? –

Als mein Vater viele Geschäftsreisen machen musste, war es meine herzlichsten Freude wenn ich ihn begleiten durfte. Es waren nur Tagestouren und nur in der engeren Heimat – aber eine liebe Erinnerung sind sie für mich doch. Ich lernte das Erzgebirge kennen, Aue, Fibenstok, Zwickau, Lugau, wohin ich später als Braut noch oft ins Haus des Schwagers P. kommen sollte. Schöneck, das obere Muldenthal, Grünbach, Auerbach. Ach die herrlichen Wanderungen durch die vogtländischen Berge und Täler. Besonders schön war auch die Fahrt nach Weida und von da über München, Barnsdorf nach Gera.

Weida mit seiner Eisenbahnbrücke, der größten und höchsten eisernen in Deutschland, mit seinem Schloss und Altertümlichkeit zog mich immer an. Wenn ich freilich am Fuß der Brücke stand und Vater mir den zollstarken federnden Bolzen zeigte, auf dem jeder Pfeiler ruhte, da lief doch ein leichter Schauer über den Rücken und ich war froh, dass ich nicht drüber zu fahren brauchte.

Überhaupt führte mir Vater viele maschinelle Getriebe vor. In Spinnereien, Webereien, Eisenhämmereien usf. erbat er sich für mich Erlaubnis einzutreten und hob meist selbst das Interessanteste heraus. So gewann ich mit der Zeit ein äußerst lebhaftes Interesse für allerlei Anlagen, welches heute noch nicht geschwunden ist. – Eine gewisse Selbstständigkeit lernte ich auch dabei kennen, so dass es dann nicht schwer war, mich in der Großstadt zurechtzufinden. Das beste aber gab mir der Vater durch die fortwährenden Hinweise auf die wunderbare Natur und ihren erhabenen Schöpfer. Dort ein blühender Rosenstrauch, hier ein Goldkäferchen, da der einfache Grashalm, der sich trotz des menschlichen Fußtritts wieder aufrichtet, dort die dunkle Tanne mit ihren Zapfen. Vogelstimmen, vom Finkenschlag und Drosselsang bis zum Gurren der Wildtauben, zum Schrei des Hähers, ein suchender Ruf, ein flinkes Eidechslein. Ein Waldsee mit nickenden Farnkräutern, blauen Libellen und im Wasser ein leises aber desto flinkeres Leben. Schnalzende Fische, hüpfende Frösche, tanzende Mücklein, fleißige Rückenschwimmer, alles lebt und freut sich dieses Lebens. Aber überall auch Kampf für dieses Leben! Und dann der Winter mit seiner Schneepracht in den Bergen, wie schön. Die vom Raureif glitzernden Zweiglein, das stürzende Wasser im vereisten Felsenbett. Und mit jedem Frühling, jedem Herbste, jedem Wechsel, neue Schönheit, aber auch neue Hinweise auf Gott und seine Güte. –

Vater war sehr musikalisch. Er hat als junger Mann nicht nur Klavier, auch Geige, Cello, Harmonium gespielt, darum hielt er auch auf gute Klavierstunden, als er auch bei mir musikalische Begabung fand. Und als ich 16 Jahre alt war bekam ich zu meiner größten Freude Singstunden, da der liebe Gott mir eine schöne frische Stimme geschenkt hatte. Als ich soweit war, nahm Vater mich auch mit in die großen Wagnerkonzerte – Konzerte vom Wagnerverein, in Plauen arrangiert, zu dem außer einem berühmten Orchester, auch hervorragende Künstler herangezogen wurden.

Das erste, was ich da hörte, war die 9. Sinfonie Beethovens. In diesem Sommer fand ich mich allerdings kaum zurecht bis Vater mir zu Hilfe kam und mir vor allem die einzelnen Instrumente erklärte und mich auf sie aufmerken ließ. Dann erst wurde das Brausen der Tonwellen nach und nach verständlich. Haften blieb dem Ohr freilich herzlich wenig, denn das Musikhören will eben auch geübt sein und ich war ja erst fünfzehn Jahre alt. Aber eine feierliche Stimmung war doch über mich gekommen, so dass der Stolz, als erwachsene Tochter neben den Eltern zu sitzen, ganz von selbst in den Hintergrund trat. Von da an schenkte mir Vater und später Tante Minna regelmäßig das Abonnement zu diesen Konzerten und ich habe dadurch reiche Schönheiten genossen und meine Musikkenntnisse fleißig erweitert und das Verständnis dazu geübt.

Die vielen vielen Größen und Sterne die ich da gehört, Sängerinnen, Geiger, Pianisten – die Lembrich, die Herzog, Therese Malten, Anthor, Perron, Scheidemantel, Gudehus, Professor Joachim, Burmester, Zsug, Paderewski, von Bose, Bertraut Rot (ein Vogtländer, Singkränzler d. Plauenschen Gymnasium) Frau Professor Stern (beide durch Vortrag der Beethovenschen Sonaten) und viele viele noch, deren Namen mir schon entfallen sind. –

Aber auch kirchliche Musik hörte ich durch die Kirchenbesuche mit dem Vater. Der alte Kantor Gast, jetzt längst verstorben, war eine fein empfindsame musikalische Natur, die im Bach’schen Stile Kirchen-Orgelkonzerte schuf, dass es eine Lust war, zuzuhören. Und in den späteren Jahren wurden die sonntäglichen Konzerte sogar mit Orchester im größeren Stile ausgeübt. Neben der Predigt ein besonderer Genuss. Ja es kam vor, dass die Musik die Herzen mehr noch zur Andacht stimmte, denn das gesprochene Wort. Ganz besonders ist mir aus den 90er Jahren der wundervolle Sonnengesang aus Tienels Franziskus mit den entzückenden Kinderstimmen in Erinnerung geblieben, der alljährlich zum Erntedankfest aufgeführt wurde. –

Damit aber auch das wirtschaftliche Element nicht vergessen werde, zog mich Mutter schon als größeres Kind zu kleinen Hausarbeiten mit heran und später als junges Mädchen musste ich in allem zugreifen, damit ich etwas lernte. Alle Arbeiten bis herunter zum Scheuern hab ich lernen müssen, wenn auch oftmals die zarten Fingerchen sich sträubten, in ein Schmutzwasser zu greifen. Es half nichts, Mutter meinte nur seelenruhig:

„Im Leben muß der Mensch oft etwas anfassen, was ihm nicht passt.“

Oder:

„Wenn Du diese Arbeiten im späteren Leben auf einmal nicht zu tun brauchst, so kannst Du doch die Dienstboten beaufsichtigen und anweisen, abgesehen davon, dass man mal durch irgendwelche Umstände nicht gleich einen dienstbaren Geist zur Seite haben kann und die Sache selbst tun muss. Was denn, wenn man nichts gelernt hat?“

Viel Freude machte mir das Kochen, doch lernte ich eigentlich das meiste erst in meinem 19. Jahr von einem vorzüglichen Mädchen, da Mutter sehr wenig nachsichtig war mit kleinen Ungeschicklichkeiten und auch kleine Neuerungen nicht gerne sah.

Damit ich aber einen richtigen Einblick in die Ausgaben eines Haushaltes habe, übergab mir Mutter die ganze Wirtschaftskasse und ich hatte über jede Kleinigkeit Buch zu führen. So bekam ich nicht nur rasch einen Überblick über die Ausgaben innerhalb der Hauswirtschaft, sondern auch einen Begriff von den ganzen Anforderungen die das tägliche Leben als selbstverständlich mit sich bringt. Und das war für mich unendlich wertvoll, denn