Star Trek - Classic: Tore auf einer toten Welt - V. E. Mitchell - E-Book

Star Trek - Classic: Tore auf einer toten Welt E-Book

V. E. Mitchell

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Beschreibung

Was erwartet die Crew jenseits der Portale?

Die Enterprise-Crew und ein Archäologenteam sollen die Überreste einer uralten Hochkultur auf Careta IV erforschen. Sie entdecken Ruinen, die jedoch von einem immer noch aktiven Schirmfeld geschützt werden und sich daher einer Sensorsondierung entziehen. Ein Team aus Wissenschaftlern und Offzieren findet fensterähnliche Artefakte, die sich als fremdartiges Transportersystem erweisen. Beim Versuch, die Reaktionen dieser Tore zu testen, verschwinden Checkov und eine Wissenschaftlerin spurlos. Captain James Kirk entschließt sich, den beiden zu folgen, und tritt ebenfalls durch das Portal. Auf der anderen Seite erwartet ihn eine böse Überraschung ...

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Seitenzahl: 364

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Die Enterprise-Crew und ein hochkarätiges Archäologen-Team sollen die Überreste der uralten Kulturen im Dulciphar-Sternhaufen erforschen. Auf dem Planeten Careta IV entdecken sie Ruinen, die auf eine bislang unbekannte, prähistorische Hochkultur hinweisen. Doch die verschütteten Bauwerke entziehen sich einer Sensorsondierung. Offensichtlich ist ein jahrtausendealtes Schirmfeld immer noch aktiv.

Ein Team aus Archäologen und Crew-Mitgliedern findet auf dem Planeten fensterähnliche Artefakte, die sich als fremdartiges Transportsystem erweisen, dessen Funktionsweise keiner der Wissenschaftler erklären kann. Beim Versuch, die Reaktionen dieser Tore zu testen, verschwinden Chekov und eine Wissenschaftlerin spurlos darin.

Captain James Kirk entschließt sich, den beiden zu folgen. Mit einigen Sicherheitswächtern tritt er durch das Tor. Doch den Captain erwartet eine böse Überraschung …

V. E. MITCHELL

TORE AUF EINER TOTEN WELT

Star Trek™

Classic

WILHELM HEYNE VERLAG

MÜNCHEN

Für meine Eltern,

Leslie und Virginia Mitchell,

die mich gelehrt haben,

dass alles, was es wert ist,

getan zu werden,

Kapitel 1

CAPTAINS LOGBUCH, STERNZEIT 5419.4

Die Enterprise nähert sich dem Dulciphar-Sternhaufen, dem einst dichtbesiedeltsten Sektor der Galaxis. Unser Auftrag: routinemäßige archäologische Bestandsaufnahme der uralten Kulturen des Sternhaufens. Aus diesem Grund wurde die Besatzung der Enterprise um zwanzig Archäologen der Nexqualy-Universität von Perren IX erweitert. Leiter des Teams ist Dr. Abdul Ramesh Kaul, der führende Spezialist der Föderation in Fragen der meztorianischen Zivilisation, deren Ruinen über den ganzen Quadranten verstreut sind. Es ist mir eine persönliche Ehre, mit solch bedeutenden Gelehrten wie Dr. Kaul und seinem Team zusammenzuarbeiten.

»Warum gerade ich?«, fragte Fähnrich Pavel Chekov und blieb stehen. Er hob die Arme gen Himmel, als erwarte er die Antwort einer unsichtbaren Gottheit. »Warum muss man gerade mir diese Djelifanerin an den Hals hängen? Wenn man ihr Gerede hört, könnte man meinen, Gott sei eine Djelifanerin, die auf ihrem Heimatplaneten das ganze Universum erschaffen hat.«

»Weißt du denn, ob es nicht wirklich so war?«, sagte Lieutenant Hikaru Sulu. Er zog den Kopf ein, als wolle er sich vor einem drohenden Schlag schützen. Kurz vor dem Turbolift musterte er Chekov aus den Augenwinkeln und stellte fest, das dieser den Witz nicht verstanden hatte. So wie Chekov stets die Meinung vertrat, alles in der Föderation Erfundene stamme in Wirklichkeit aus seiner russischen Heimat, wussten die unter einem Matriarchat lebenden Djelifaner, dass alles zuerst auf Djelifa existiert hatte. Wer auch dafür verantwortlich gewesen war, Chekov der Djelifanerin Talika Nyar zuzuteilen – er musste von seinem Provinzialismus gewusst und es für sehr lustig gehalten haben, die beiden aufeinanderprallen zu lassen.

»Meredith, die Archäologin, die man mir zugeteilt hat, ist so schüchtern, dass sie keine drei Worte mit mir gewechselt hat, seit wir zusammenarbeiten«, sagte Sulu achselzuckend, als sie den Turbolift erreichten.

»Wenigstens ist sie attraktiv«, sagte Chekov und trat in die Liftkabine.

Der rotgelbe Stern auf dem Bildschirm wurde größer und heller. Die ihn umkreisenden Planeten glänzten wie kleine Diamanten im Licht der Sonne. James T. Kirk musterte das Bild mit aller Sorgfalt und fragte sich, welche Entdeckungen sie wohl in diesem Sonnensystem machen würden. Die vertraute Geräuschkulisse, die ihn umgab, beruhigte ihn: das übliche Summen der Triebwerke, Uhura im Hintergrund, die schiffsinterne Nachrichten weitergab, Sulu und Chekov, die vor ihren Instrumenten saßen und gerade dabei waren, das Schiff in das System zu steuern. Spock saß an seiner Station und wertete die neuesten Sensordaten aus. Kirk hielt seine Neugierde so lange im Zaum, bis er wissen musste, was das System für sie bereithielt. »Meldung, Mr. Spock.«

Der Vulkanier wandte sich vom Scanner ab und schaute zu Kirk hinüber. Seine Bewegungen waren kontrolliert und sparsam, wie immer. »Wir treten gerade ins Careta-System ein. Der Stern ist als F9 klassifiziert. Seine Leuchtkraft hat in den letzten fünfhunderttausend Jahren ständig nachgelassen. Insgesamt umkreisen ihn zehn Planeten. Die meisten sind klein. Außerdem befindet sich zwischen dem fünften und sechsten Planeten ein Asteroidengürtel. Der dritte und der vierte Planet liegen in der Zone, in der Leben möglich ist. Das dortige Klima ist jedoch alles andere als freundlich. Im Moment melden die Fernbereichsensoren keinerlei intelligentes Leben auf den Planeten.«

»Mit anderen Worten, wir haben zwei Möglichkeiten, denen wir nachgehen können.« Bevor Spock ihm mit der nächsten Statistik kam, schaute Kirk auf den Bildschirm und versuchte abzuschätzen, auf welchem Planeten sie wohl mehr entdecken würden.

»Es könnte auch möglich sein, dass wir im Asteroidengürtel auf Artefakte stoßen«, sagte Spock in einem Tonfall, als tadele er Kirks unwissenschaftliches Denken. »Die Meztorianer haben des Öfteren Orbitalstationen in abgelegenen Zonen von Systemen errichtet, die sie sonst nicht besiedelten. Es wäre eine detaillierte Suche vonnöten, um herauszufinden, ob sie derlei Stationen auch hier errichtet haben.«

Kirk wusste zwar, dass er es bereuen würde, aber er schluckte den Köder. »Wie viel Zeit würde es in Anspruch nehmen, eine solche Suche durchzuführen?«

»Es wird 7,25 Tage dauern, den Asteroidengürtel mit hoher Auflösung abzutasten, um sicherzugehen, dass wir kein meztorianisches Artefakt übersehen haben.« Spock hielt inne und hob eine Braue. »Wir sollten die Suche aber auf jeden Fall durchführen. Wenn wir uns darauf beschränken, nur die Planeten zu untersuchen, laufen wir Gefahr, wichtige Artefakte zu übersehen. In diesem Quadranten existiert eine ungewöhnlich hohe Anzahl verwaister archäologischer Stätten, für die wir keine Erklärung haben. Es ist möglich, dass die kleineren planetaren Körper oder der Asteroidengürtel Informationen beherbergen, die es uns erlauben, Wissen über Vorläufer- oder Nachfolgekulturen dieser isolierten Überbleibsel zu gewinnen.«

Kirk unterdrückte ein Stöhnen. Inzwischen hätte er eigentlich wissen müssen, wann es an der Zeit war, den Mund zu halten. »Ich mache Ihnen einen Vorschlag, Mr. Spock: Sie können jeden beliebigen Asteroiden untersuchen, falls wir auf den Planeten irgend etwas entdecken, das unsere Passagiere bis dahin beschäftigt hält. Sie können es nämlich kaum noch erwarten, endlich ihrer Arbeit nachzugehen.«

»Einverstanden, Sir. Ich muss jedoch anmerken, dass wir die Asteroiden auf jeden Fall abtasten sollten.«

»Mal sehen, Spock. Aber zuerst wollen wir die Planeten unter die Lupe nehmen.« Hoffen wir, dass wir dort etwas finden, das groß genug ist, um unsere Gäste für eine Weile zu beschäftigen.

»Jawohl, Captain.« Spock wandte sich wieder den Sensoren zu. Kirk schaute ihm eine Weile zu, dann richtete er seine Aufmerksamkeit erneut auf den Hauptbildschirm. Der dritte oder der vierte Planet. Welchen sollten sie nehmen?

Am späten Nachmittag stand die Entscheidung fest: Man wählte den vierten Planeten aus. Nachdem Spock seine Erkenntnisse vorgetragen hatte, ordnete Kirk eine Einsatzbesprechung für die Wissenschaftler der Enterprise und das Archäologenteam an, um die Aufgabenverteilung festzulegen.

Kirk, Spock und McCoy saßen an einer Seite des Tisches und warteten darauf, dass die Archäologen ihre Plätze einnahmen. Sie hatten Datenblocks und mehrere Datenbänder mitgebracht, als wisse niemand genau, was man für eine Einsatzbesprechung brauchte.

»Verzeihen Sie bitte diesen Wirrwarr, aber wir sind stets bemüht, auf alles vorbereitet zu sein«, sagte Dr. Abdul Ramesh Kaul und lächelte entschuldigend. Kaul war ein untersetzter, drahtiger Mann. Seine von wochenlanger Arbeit im Freien gebräunte Haut hatte die Farbe von Teakholz. Er war bis auf einen silbergrauen Haarkranz kahlköpfig und musterte sämtliche Anwesenden mit einem schalkhaften Blick. Seine beiden Chefassistenten für dieses System – sie waren, wie Kirk erfahren hatte, vom Los bestimmt worden, damit jeder Archäologe sein Teil zur Arbeit beitragen und Erfahrungen sammeln konnte – hätten keinen größeren Kontrast untereinander und zu ihrem Chef bilden können.

Ein Blick auf Dr. Talika Nyar identifizierte sie als Bewohnerin eines Planeten mit hoher Gravitation. Sie war muskulös gebaut. Ihr Haar war mausbraun, ihre Nase ein riesiger Zinken. Neben ihrer ausgeprägten Muskulatur kam Kirk sich wie ein Hänfling vor. Djelifa, ihr Heimatplanet, war der Föderation erst kürzlich beigetreten, und Talikas Abkommandierung zu dieser Expedition war der erste Kontakt, den die Mannschaft der Enterprise mit einer Angehörigen ihres Volkes hatte. Bisher hatte Kirk widersprüchliche Berichte über die Begegnungen seiner Leute mit Talika gehört. Djelifa wurde von einem starken Matriarchat beherrscht – dem rabiatesten innerhalb der Föderation, wenn die Berichte der Soziologen stimmten –, was dazu führte, dass Talika Probleme hatte, die Gleichberechtigung der Geschlechter auf der Enterprise anzuerkennen. Der Blick, mit dem sie Kirk maß, überzeugte ihn nicht davon, dass sie bereit war, mit seinen Offizieren zu kooperieren.

Im Gegensatz zu ihr war Dr. Meredith Lassiter eine Augenweide mit weißblonder Mähne und meergrünen Augen. Ihre zierliche Gestalt erweckte den Eindruck, sie sei auf einem Mond oder einer Orbitalstation mit geringer Schwerkraft aufgewachsen. Doch hatte sie keinerlei Angaben über ihre Herkunft gemacht. Jedes Mal, wenn Kirk sie in Gesellschaft anderer sah, vermied sie einen direkten Blickkontakt. Sie antwortete nur auf Fragen, die man direkt an sie richtete. Lassiter setzte sich auf ihren Platz und fummelte an einem Datenblock herum. Sie musterte das Gerät, als würde es verschwinden, sobald sie es aus den Augen ließ. Sie unterschied sich ebenso vom Rest des archäologischen Teams wie die Djelifanerin.

Als alle Platz genommen hatten, begann Spock mit der Erläuterung der Daten, die er über den Planeten gesammelt hatte. »Careta IV ist ein Klasse-M-Planet. Seine Schwerkraft beträgt 0,85 der Erdgravitation. Der Sauerstoffgehalt der Atmosphäre liegt zwar unter den für Menschen verträglichen Werten, ist aber für Vulkanier akzeptabel. Das Klima ist in den meisten Regionen kühl bis kalt, was daran liegt, dass die Sonne des Systems langsam abkühlt. Die Taster haben ermittelt, dass es mehrere Orte gibt, an denen eine Suche erfolgversprechend ist.«

Kaul nickte Lassiter zu, die nun von ihrem Datenblock aufschaute und die Wand hinter Spock musterte. »Wir haben Analysen der fünf größten Gebiete gemacht, um unser erstes Untersuchungsziel zu bestimmen.« Ihre Stimme klang sanft und leise, wie raschelndes Herbstlaub. »Jeder dieser Orte ist zwar eine Untersuchung wert, aber wir glauben, dass Parzelle J3 am besten geeignet ist, um dort mit Untersuchungen über die caretanische Zivilisation zu beginnen.«

Talika wollte eine Vergrößerung der Parzelle sehen. Sie zeigte ein flaches Gebiet zwischen kantigen Felsen. Man konnte mehrere Bauwerke erkennen, die der Bordcomputer nun vergrößerte. Man erkannte, dass der Zahn der Zeit ordentlich an den Gebilden genagt hatte. »Mehr Kontrast und höhere Auflösung der Parzelle J3«, sagte Talika zum Bordcomputer. »Von natürlicher Art die Beschädigungen sind«, sagte sie schließlich. Ihr Tonfall war tief und ruhig. Sie war, was ihre Stimmlage anging, für jeden Bariton an Bord eine ernsthafte Konkurrenz. Ihre Aussprache war zwar klar und deutlich, aber sie verdrehte permanent die Worte. »Wir haben gefunden eine Anordnung kleine von Gebäuden verlassenen, die wahrscheinlich entstanden sind später als andere.«

Spock schaute auf den Bildschirm und sah eine kleine Ansammlung von Bauwerken, die am Rand der Felsen auf einem Hügel standen. »Dieses Bauwerk scheint später als die anderen erbaut worden zu sein, wenn man nach seinem Bewuchs und der Spektralanalyse der Gebäude in der unmittelbaren Umgebung urteilt. Anhand der Messungen lässt sich zwar nicht sagen, wann es aufgegeben wurde, aber wir schätzen sein Alter auf etwa hunderttausend Jahre.«

Kaul beugte sich vor und trommelte mit den Fingern auf den Tisch. Seine Hautfarbe war fast so dunkel wie die Holzimitation. »Hunderttausend Jahre sind etwas weniger, als wir für meztorianische Bauwerke in diesem Sektor erwartet haben. Zu dieser Zeit war die meztorianische Zivilisation in den umliegenden Sternhaufen schon der Darneel-Invasion zum Opfer gefallen; die Überbleibsel ihres Imperiums waren in ein dunkles Zeitalter zurückgefallen, aus dem sie nie wieder auftauchten. Bauten, wie man sie hier sieht, können unmöglich von den Meztorianern stammen.«

Kirk nickte, um die wissenschaftliche Spekulation zum Abschluss zu bringen. Er wusste, dass man nur dann eine Antwort bekam, wenn man auf dem Planeten hinunterging und sich die Sache vor Ort anschaute. »Was empfehlen Sie, Mr. Spock?«

Spock warf einen Blick auf seine Unterlagen. »Das hohe Alter der Ruinen macht es praktisch unmöglich, genaue Daten aus dem Orbit zu bekommen. Um präzise Informationen zu erhalten, müssen wir auf den Planeten beamen. Ich stimme mit der Empfehlung von Dr. Kauls Team überein, dass Parzelle J3 als erste untersucht werden sollte. Zusätzlich zu den schon erwähnten wissenschaftlichen Gründen bietet das Gebiet eine geschützte Lage, in der man ein Basislager aufschlagen kann.«

McCoy nickte. »Da die Vegetation aufgrund niedriger Temperaturen und weniger Niederschläge nur spärlich entwickelt ist, sind die Chancen sehr gering, irgendwelchen gefährlichen Lebensformen in die Quere zu kommen. Wir sollten aber trotzdem Ausschau nach Schlangen oder giftigen Insekten halten. Abgesehen davon dürfte die größte Gefahr darin bestehen, dass wir über unsere Ausrüstung oder uns selbst stolpern.«

»Hat noch irgend jemand etwas zu diesem Thema zu sagen?« Kirk blickte in die Runde. Die Wissenschaftler schienen es kaum abwarten zu können, auf den Planeten zu beamen. Es gab also keinen Grund, sie davon abzuhalten. »Also gut. Während Dr. Kauls Team einen Arbeitsplan aufstellt, nehmen wir eingehendere Messungen vor. Die Forschungsgruppe geht morgen früh von Bord. Besprechung beendet.«

Bevor jemand detaillierte Fragen zur Planung stellen konnte, ergriff Kirk die Flucht. Als sich die Tür hinter ihm schloss, hörte er, dass Spock den Wissenschaftlern erklärte, welche Informationen er mit den Sensoren für sie sammeln konnte. Vor sich hin grinsend eilte er der relativen Ruhe der Brücke entgegen, wo er entscheiden wollte, wer von der Enterprise-Mannschaftdie Forschungsgruppe begleiten würde.

»Es ist ungerecht!«, maulte Chekov, als er seinen Einsatzbefehl erhielt. Er deaktivierte den Monitor und drehte sich um. Sulu folgte ihm, als sie sein Quartier gemeinsam verließen und sich auf den Weg zum Freizeitdeck machten. »Wieso trifft's immer mich? Wieso muss ich sie jetzt auch noch auf den Planeten begleiten? Nur weil ich sie durch die Enterprise geführt habe?«

»Manche Leute haben das Glück eben gepachtet«, sagte Sulu, der zu verbergen versuchte, wie enttäuscht er war, nicht ebenfalls mit auf die Expedition gehen zu dürfen. Er konnte sich einfach nicht so recht darauf freuen, Spock statt dessen bei der Sensorenanalyse zu assistieren, die dem Planeten und dem gesamten Sonnensystem galt. »Außerdem … Warst du nicht derjenige, der gesagt hat, er wolle sich auf die Naturwissenschaften spezialisieren und sich um Spocks Posten bewerben, wenn er befördert wird?«

»Ich?«, krächzte Chekov. »Ich habe gerade beschlossen, dass ich eine ruhigere Laufbahn einschlagen will. Bei der Bordwache zum Beispiel.«

»Dann könntest du nach Careta beamen und unserem weiblichen Muskelpaket helfen, die schwere Ausrüstung zu schleppen.« Sulu kicherte und winkte einigen Freunden zu, die sich beeilten, um den Turbolift noch zu erreichen. »Ich glaube nicht, dass du um diesen Job herumkommst, Pavel. Die Götter wollen dich offenbar bei der Landeeinheit sehen.«

»Während du hier im Schiff sitzt und Spock an den Sensoren hilfst. Normalerweise würde ich nie mit dir tauschen wollen, aber diesmal beneide ich dich.« Chekov lächelte Sulu verbissen an.

»Ich weiß, was du meinst.« Sulu nickte nüchtern. »Mach dir keine Sorgen. Ich glaube, mir wäre es lieber, wir hätten diesen Planeten übersehen.« Er klopfte Chekov auf die Schulter. »Wenn's dich beruhigt, ich behalte die Sensoren ständig im Auge. Wenn du in Schwierigkeiten kommst, beamen wir dich wie der Blitz hoch.«

»Sehr beruhigend.« Chekovs Tonfall sprach freilich eine andere Sprache. Bevor man genau wusste, ob sich jemand in Gefahr befand, konnte eine Menge passieren. »Aber es würde mich noch mehr beruhigen, wenn du mir sagen könntest, welche Art von Schwierigkeiten uns erwarten.«

»Ist das nicht Spocks Ressort? Ich meine, alles vor uns zu wissen?« Die Tür des Freizeitdecks öffnete sich vor ihnen. Sie traten ein und sahen Uhura, die sie freundlich zu sich winkte, damit sie ihr bei einer Tasse Tee Gesellschaft leisteten.

»Ist wohl so.« Chekovs Miene war finster. »Aber ich glaube, die Enterprise könnte auch sehr gut ohne diesen Planeten auskommen.«

»Bist du dir bei diesem Unternehmen hundertprozentig sicher, Jim?«, fragte McCoy und machte es sich in Kirks Quartier in einem Sessel gemütlich. »Ich jedenfalls habe bei der Mission ein irgendwie ungutes Gefühl.«

Kirk spielte mit seiner Kaffeetasse. Er nahm sie in die Hand und stellte sie wieder hin, ohne einen Schluck des lauwarmen Getränks zu kosten. Er sah zu Spock hinüber, der die Tischecke so interessiert musterte, dass in seinem Kopf die Alarmklingeln schrillten. »Könntest du das etwas näher erläutern, Pille?«

»Aber klar. Du hast die Diskussion heute Nachmittag ja verpasst.« McCoy trank den Rest seines Kaffees und verzog ob des bitteren Geschmacks das Gesicht. »Ich habe Kaul und seinen Leuten zugehört, und je länger ich ihnen lauschte, desto mulmiger wurde mir. Irgend etwas ist mit diesem Planeten nicht in Ordnung, aber keiner weiß genau, was.«

»Haben Sie diesbezüglich etwas vorzutragen, Spock?«, fragte Kirk.

Spock richtete sich auf; seine Aufmerksamkeit galt nun wieder Kirks Gesicht. »Einige Sensorergebnisse sind widersprüchlich. Zum Beispiel gibt es Diskrepanzen im planetaren Magnetfeld – vor allem in der Nähe der größten Ruinen. Außerdem passen unsere Messungen der versunkenen Stadt mit nichts zusammen, was die Meztorianer je gebaut haben – auch wenn Dr. Kaul dies noch nicht bestätigt hat.«

McCoy prustete los. »Das ist doch klar, Spock. Der Mann hat die letzten fünfzig Jahre mit dem Studium der meztorianischen Vergangenheit zugebracht. Glauben Sie wirklich, er springt vor Freude darüber in die Luft, dass die Gebäude von jemand anderem erbaut wurden?«

»Fahren Sie fort, Spock. Was müsste ich noch wissen?« Kirk leerte seine Kaffeetasse. Das Zeug schmeckte so abscheulich, wie er es befürchtet hatte.

»Unsere Messungen haben einige Anomalien enthüllt, die aber im Moment noch nicht erklärbar sind. Die Zivilisation dieses Planeten wurde offenbar sehr schnell und restlos ausgelöscht. Es hat nur wenige oder gar keine Überlebende gegeben. Andererseits sind die Ruinen angesichts ihres offensichtlichen Alters in einem sehr guten Zustand und liegen nahe an der Oberfläche. Nach hunderttausend Jahren hätte ich sie in viel schlechterem Zustand erwartet.«

McCoy verzog das Gesicht, als hätten Spocks Ausführungen einen bitteren Nachgeschmack auf seiner Zunge hinterlassen. »Vielleicht haben neue Kolonisten das aufgegebene Gebiet übernommen. Es ist doch unnatürlich, dass ein bewohnbarer Planet so verlassen ist.«

Spock nickte. »Das gehört zu den anderen Diskrepanzen, die mir aufgefallen sind. Ich habe bereits Untersuchungen angeordnet, die klären sollen, warum keine andere Rasse diesen Planeten besiedelt hat. Zur Zeit sind wir dabei, ihn nach natürlichen Rohstoffvorkommen abzusuchen. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass keine uns bekannte Rasse das Careta-System entdeckt haben soll.«

»Sie wollen also sagen …« Kirk hielt inne und spielte mit der Kaffeetasse. Die Fakten führten ihn zum gleichen Schluss. »Es gibt keinen erkennbaren Grund, sich von diesem Planeten fernzuhalten. Und doch haben alle, die in den letzten hunderttausend Jahren hier waren, genau das getan.«

»Wir sollten da unten genau darauf achten, wo wir hintreten, Jim«, sagte McCoy und beendete damit Kirks Gedankengang. »Was immer die anderen davon abgehalten hat, den Planeten zu besiedeln – es könnte dort auf uns warten.«

Kapitel 2

Die Rematerialisation auf einem Planeten hat etwas für sich, dachte Kirk, als der Transporterstrahl ihn freigab. Zuerst spürte man massiven Boden unter den Füßen, dann umwehte einen der erste Lufthauch. Er wusste zwar nicht warum, aber er empfand jedes Mal eine Art Adrenalinstoß, wenn er in einem fremden Territorium materialisierte. Vielleicht lag es daran, dass man der erste Mensch auf einem neuen Planeten war. Allerdings hatte er das gleiche Gefühl gehabt, als er zum ersten Mal auf den Kolonien Deneb II und Rigel IV gelandet war, die schon sehr lange existierten. Vielleicht lag es aber auch nur daran, dass man einen Planeten betrat, dessen Umweltbedingungen anders waren als das künstliche Ambiente auf der Enterprise. Allerdings hätte man jede der auf Careta IV vorhandenen Umweltbedingungen auf der Enterprise nachahmen können. Nachdem Kirk alle Eventualitäten hatte Revue passieren lassen, zog er den Schluss, dass es deswegen ein so tolles Gefühl war, weil er, James T. Kirk, als erster Mensch eine neue Welt betrat, auf die noch nie zuvor ein anderer den Fuß gesetzt hatte.

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