22,99 €
- Laos mit dem Stefan Loose Travel Handbuch erleben -Vollständig aktualisiert, monatelange Recherche vor Ort! -Intensivinformationen auf 528 Seiten, rund 60 zoombare Karten + Reiseatlas (offline verfügbar!) -Tagesaktuelle Infos durch die eXtras auf der Website www.stefan- loose.de Die Zeit, als selbst Weitgereiste Laos nur mit Mühe auf der Weltkarte fanden, ist vorbei. Seit sich das kleine Land am Mekong Anfang der 1990er-Jahre für den Tourismus geöffnet hat, begrü ßt es jedes Jahr mehr Besucher. Die meisten kommen, um Luang Prabang zu sehen, die älteste intakte Tempelstadt Südostasiens. Aber Laos bietet noch viel mehr: verwitterte Kolonialarchitektur, unberührte Flusslandschaften, Karstberge und eine ethnische Vielfalt, die in Südostasien ihresgleichen sucht. Mit seinen freundlichen Menschen, der hervorragenden Küche und der abenteuerlichen Art des Reisens ist es ein Paradies für Traveller, in dem es noch vieles zu entdecken gibt. Ob Trekking im bergigen Norden oder ein Rundgang durch den ehemaligen Königspalast in Luang Prabang - in diesem Reiseführer findet jeder, was er sucht. Der Band ist ein kompaktes Nachschlagewerk mit mehr als 1200 kommentierten Adressen und 60 Karten, mit dem die Reise auf eigene Faust zum Kinderspiel wird. Und wer glaubt, in einem Land ohne Strand könne man nicht richtig ausspannen, sollte die idyllischen Mekonginseln im Süden ansteuern: Sie werden nicht umsonst das "Tahiti von Laos" genannt. Dieses E-Book basiert auf: 6. Printauflage 2014 Unser Special-Tipp: Erstellen Sie Ihren persönlichen Reiseplan durch das Setzen von Lesezeichen und Ergänzen von Notizen. Bitte beachten Sie: Nicht alle Lesegeräte unterstützen sämtliche der praktischen Zusatzfunktionen gleichermaßen (z.B. Internetlinks, Zoombarkeit von Karten). Auch können je nach Reader Ladezeiten variieren. Wir bitten Sie, dies vor dem Kauf zu berücksichtigen.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 1146
Veröffentlichungsjahr: 2014
Titel
Tipps für iBooks Nutzer
Symbole & Hinweise
Übersichtskarte Highlights
Laos – Highlights und Themen
Highlights
Themen
Reiseziele und Routen
Klima und Reisezeit
Reisekosten
Traveltipps von A bis Z
Anreise
Botschaften und Konsulate
Einkaufen
Essen und Trinken
Fair reisen
Feste und Feiertage
Fotografieren
Geld
Gepäck und Ausrüstung
Gesundheit
Informationen
Internet und E-Mail
Kinder
Maße und Elektrizität
Medien
Öffnungszeiten
Post
Sicherheit
Sport und Aktivitäten
Telefon
Transport
Übernachtung
Verhaltenstipps
Versicherungen
Visa
Zeit und Kalender
Zoll
Land und Leute
Geografie
Flora und Fauna
Bevölkerung
Geschichte
Regierung und Politik
Wirtschaft
Religion
Architektur und Kunst
Vientiane und Umgebung
Vientiane
Vats und Thats
Museen und Monumente
Museumsführer: Ho Phra Keo
Weitere Sehenswürdigkeiten
Die Umgebung von Vientiane
Brauerei und Buddha Park
Rivertime Resort and Ecolodge
Ban Na
Provinz Vientiane
Nam-Ngum-Stausee
Von Vientiane nach Vang Vieng
Aktiv: Einmal Stausee und zurück
Vang Vieng und Umgebung
Aktiv: Mit dem Rad um den Karst
Von Vang Vieng nach Luang Prabang
Luang Prabang
Luang Prabang
Vats auf der Halbinsel
Der Phou Si und die Vats in der Umgebung
Vats im Osten
Vats im Süden
Museen und Monumente
Museumsführer: Rundgang durch das Palastmuseum
Märkte und Handwerksdörfer
Santi Chedi, Ban Phanom und Henri Mouhots Grab
Westufer des Mekong
Die Umgebung von Luang Prabang
Pak-Ou-Höhlen (Tham Ting)
Tad Thong
Tad Se
Living Land Farm
Tad Kuang Xi
Der Norden
Provinz Bokeo
Houay Xai
Von Houay Xai nach Nordwesten
Provinz Oudomxai
Pakbeng
Von Pakbeng nach Oudomxai
Oudomxai (Muang Xai)
Die Umgebung von Oudomxai
Provinz Luang Namtha
Von Luang Prabang nach Luang Namtha
Von Houay Xai nach Luang Namtha: Vieng Phoukha
Luang Namtha
Muang Sing
Von Muang Sing nach Xieng Kok
Xieng Kok
Provinz Phongsaly
Von Oudomxai nach Phongsaly
Phongsaly
Nyot Ou
Muang Khoua
Muang Mai
Provinz Luang Prabang
Von Luang Prabang nach Nong Kiao
Nong Kiao
Aktiv: Bootstour auf dem Nam Ou
Muang Ngoi Kao
Von Nong Kiao nach Vieng Thong
Vieng Thong und das Nam Et-Phou Loei NPA
Provinz Houaphan
Von Muang Kham nach Xam Neua
Xam Neua
Von Xam Neu nach Vieng Xai
Vieng Xai
Xam Tai und Umgebung
Provinz Xieng Khouang
Phonsavan
Muang Khoun (Xieng Khouang)
Von Phonsavan nach Muang Kham
Muang Kham und Umgebung
Provinz Xayaboury
Der Norden der Provinz
Xayaboury
Die Umgebung von Xayaboury
Paklai
Zentrallaos
Provinz Borikhamxai
Von Vientiane nach Süden
Phou Khao Khouay NPA
Pakxan
Von Pakxan nach Ban Vieng Kham
Straße 8 nach Osten: Khoun Kham (Nahin)
Phou Hin Boun NPA
Lak Xao
Provinz Khammouan
Thakhek (Muang Khammouan)
Aktiv: Mit dem Motorrad durch die Bergwelt Khammouans
Die Umgebung von Thakhek
Straße 8B nach Lak Xao
Provinz Savannakhet
Savannakhet
Die Umgebung von Savannakhet
Straße 9 nach Xepon
Xepon (Tchepone)
Dan Savan
Der Süden
Provinz Champasak
Pakxe
Die Umgebung von Pakxe
Ban Kiatngong und das Xe Pian NPA
Das Bolaven-Plateau
Aktiv: Rollertour über das Plateau
Champasak und Umgebung
Vat Phou
Um Tomo (Oubmoung)
Si Phan Don
Don Khong
Don Det und Don Khon
Khon-Phapheng-Wasserfall
Die Südostprovinzen
Tad Lo
Tad Thevada (Tad Sai)
Saravan (Salavan)
Thateng
Xekong (Muang Lamam)
Die Umgebung von Xekong
Dakcheung
Attapeu (Samakhixai)
Die Umgebung von Attapeu
Straße 18 nach Ban Thang Beng
Anhang
Sprachführer
Glossar
Reisemedizin zum Nachschlagen
Danksagung
Mitarbeiter dieser Auflage
Impressum
Kartenverzeichnis
Reiseatlas
Legende
Übersichtskarte
Ou Tai, Phongsaly, Luang Nam Tha, Oudomxai
Houay Xai, Oudomxai, Luang Prabang, Xayaboury
Luang Prabang, Phonsavan, Xam Neua
Xayaboury, Sanakham, Vientiane
Phonsavan, Pakxan, Lak Xao
Thakhek, Savannakhet, Xepon
Saravan, Xekong, Pakxe, Attapeu, Veun Kham
Autoren
Zurück zum Anfang des Kapitels
Legende
Detailansicht der Karte folgt
1 VientianeGemütliche Hauptstadt mit dem Nationalsymbol That Luang und dem Museum Ho Phra Keo siehe >>Bild | Karte
2 Vang ViengKarstberge und Flusslandschaft, ein Traum für Sportler und Backpacker siehe >>Bild | Karte
3 Luang PrabangDie älteste erhaltene Tempelstadt Südostasiens und Weltkulturerbe siehe >>Bild | Karte
4 MekongZweitägige Bootstour auf dem längsten Strom Südostasiens siehe >>Bild | Karte
5 PhongsalyTrekking im hohen Norden: Bergwälder, Flusslandschaften, Minoritäten-Dörfer und Teegärten siehe >>Bild | Karte
6 Nong Kiao und Muang Ngoi KaoErst am Nam Ou entspannen, dann im Boot nach Muang Khoua siehe >> und siehe >>Bild | Karte
7 Vieng XaiDie Höhlen der Revolutionäre im Zweiten Indochinakrieg siehe >>Bild | Karte
8 Ebene der TonkrügeJahrtausendealte mysteriöse Monolithen siehe >>Bild | Karte
9 Phou Hin Boun NPADie 6 km lange Höhle Tham Kong Lo und die Karstkegel östlich von Thakhek siehe >>Bild | Karte
10 Bolaven-PlateauKühle Hochebene mit Mon-Khmer-Völkern, Kaffeeplantagen und Wasserfällen siehe >>Bild | Karte
11 Vat PhouDie Ruinen des Bergtempels, eines der schönsten Zeugnisse der Khmerarchitektur außerhalb Kambodschas siehe >>Bild | Karte
12 Si Phan DonInselparadies im Mekong, Heimat der seltenen Irrawaddy-Delphine siehe >>Bild | Karte
1 VIENTIANEMekongflair, Terrassenlokale, Tempelidylle: Vientiane ist Südostasiens entspannteste Hauptstadt, ein passender Einstieg für eine Reise durchs Land der Gelassenheit. siehe >>
Karte | alle Highlights | Bildergalerie überspringen
2 VANG VIENGDie Karstberge in der Umgebung sind einmalig schön, nur an der Partystimmung in der Backpacker-Enklave scheiden sich die Geister. Dabei lässt sich dem Rummel leicht entkommen: auf einer Radtour durch die Zuckerhüte, einem Trip zu den vielen Höhlen oder einer Ballonfahrt über den Karst. siehe >>
Karte | alle Highlights | Bildergalerie überspringen
3 LUANG PRABANGAuch wenn der Lebensrhythmus schneller geworden ist, in der alten Königsstadt der Lao ticken die Uhren noch immer anders. siehe >>
Karte | alle Highlights | Bildergalerie überspringen
4 MEKONGDer Mekong ist die Lebensader des Landes – und eine Bootstour auf dem Strom der Ströme gehört einfach zu jeder Laosreise dazu. Der Klassiker ist die zweitägige Fahrt von Houay Xai nach Luang Prabang, aber auch beim Abendessen auf einem Dinnerschiff oder einer Kajaktour durch die Inselwelt des Südens entfaltet der Fluss seine ganze Magie. siehe >>
Karte | alle Highlights | Bildergalerie überspringen
5 PHONGSALYWillkommen im wilden Norden: In Phongsaly ist Trekking noch ein echtes Abenteuer. Bergwälder, Teegärten, Dörfer der Akha und Phounoy – der Nordzipfel von Laos hat Entdeckernaturen einiges zu bieten. siehe >>
Karte | alle Highlights | Bildergalerie überspringen
6 NONG KIAO UND MUANG NGOI KAOWie gemalt liegen die beiden Fischerdörfer inmitten imposanter Karstberge an einer Schleife des Nam Ou, der wichtigsten Wasserstraße des Nordens. Am schönsten ist die Anreise mit dem Boot. siehe >>
Karte | alle Highlights | Bildergalerie überspringen
7 HÖHLEN VON VIENG XAIWährend des Vietnamkrieges suchten die Pathet-Lao-Führer und tausende Zivilisten Schutz in den Bergen Vieng Xais. Heute bieten Touren spannende Einblicke in das Höhlenleben von politischer Elite und einfachen Bauern. siehe >>
Karte | alle Highlights | Bildergalerie überspringen
8 EBENE DER TONKRÜGEDer Legende nach tranken Riesen aus den Felstonnen Reiswein. Forscher glauben, es handelt sich um Urnen einer alten Megalithkultur. Bis heute sind viele Rätsel um die meterhohen Monolithen ungelöst. siehe >>
Karte | alle Highlights | Bildergalerie überspringen
9 PHOU HIN BOUN NPAFast jedes Jahr wird eine neue Höhle in den Karstbergen des Naturschutzgebietes erschlossen. Aber an die sechs Kilometer lange Tham Kong Lo mit ihren riesigen Hallen reicht so schnell keine heran. siehe >>
Karte | alle Highlights | Bildergalerie überspringen
10 BOLAVEN-PLATEAUWasserfälle, Kaffee, kühles Klima – perfekt, um der heißen Mekongebene ein paar Tage zu entfliehen. Wer Lust hat, schwingt sich auf den Roller und erkundet das Plateau in Eigenregie. Kaffeetouren, Trekking und Kajaktrips starten in Pakxe. Ein besonderes Erlebnis verspricht die Zip-Line im Dschungel nahe Pakxong. siehe >>
Karte | alle Highlights | Bildergalerie überspringen
11 VAT PHOULange vor Angkor schufen die Khmer am Phou Kao einen Tempel, der die Besucher noch heute verzaubert. Auf dem Weg über die schmalen Stufen hinauf zum Heiligtum können sie den Gang der einstigen Pilger nacherleben. Eine Quelle am Fuß des symbolträchtigen Bergs inspirierte die Khmer einst zum Bau des Tempels. Seit 2001 steht die Anlage, die außer Vat Phou noch Reste zweier Siedlungen und weitere kleine Schreinbauten umfasst, auf der Liste des Weltkulturerbes. siehe >>
Karte | alle Highlights | Bildergalerie überspringen
12 SI PHAN DONWundersame Wasserwelt: Die Viertausend Inseln lassen schnell vergessen, dass Laos keine Küste hat. siehe >>
Karte | alle Highlights | Bildergalerie überspringen
Zurück zum Anfang des Kapitels
Zurück zum Anfang des Kapitels
Reiseziele
Reise durch die Zeit
Dschungel, Berge, Flüsse
Reiserouten
Laos kompakt
Laos klassisch
Laos intensiv
Zwanzig Jahre ist es her, dass die sozialistische Führung den Bambusvorhang zur Seite gezogen hat und Touristen wieder einen Blick in eines der spannendsten Länder Südostasiens werfen können. Sie erwartet ein Land, das gerade dabei ist, sich neu zu finden, ein Land, in dem der Lebensrhythmus der Bewohner an das alte Asien erinnert, während in den Städten Smartphones, Geländewagen und Satellitenschüsseln Einzug halten.
Die große Mehrheit der Laoten lebt noch immer so wie ihre Vorfahren. Pfahlbauten und saftig grüne Reisfelder prägen das Landschaftsbild, hunderte Klöster und Tempel zeugen von der wichtigen Rolle des Buddhismus.
Historisch gesehen gehört Laos zu einer unruhigen Region: Im Herzen Südostasiens gelegen, musste es sich jahrhundertelang gegen die Expansionsgelüste der großen Nachbarn China, Vietnam, Thailand, Birma und Kambodscha zur Wehr setzen, bevor es von den Franzosen im 19. Jh. zum Anhängsel Französisch-Indochinas gemacht wurde. Die USA überzogen das Land in den 1960er- und 1970er-Jahren mit einem Bombenkrieg, der 1975 mit der so genannten „sanften Revolution“ endete. Zwar riegelten die Kommunisten Laos in der Folgezeit hermetisch vom Westen ab, doch blieben den Laoten blutige gesellschaftliche Umwälzungen wie etwa in Kambodscha erspart. Seit dem Zusammenbruch des Ostblocks verfolgt die laotische Führung einen Reformkurs, der die Wirtschaft für ausländische Investoren öffnet. Dennoch zählt Laos nach wie vor zu den ärmsten Ländern der Welt.
Die meisten Besucher kommen, um Luang Prabang zu sehen, die älteste intakte Tempelstadt Südostasiens. Mehr als 30 Klöster zeugen von der Pracht des ersten laotischen Reiches Lane Xang. Aber das Land hat noch viel mehr zu bieten: verwitterte Kolonialarchitektur, Flüsse wie aus dem Bilderbuch, Karstlandschaften und eine ethnische Vielfalt, die in Südostasien ihresgleichen sucht. In vielen Naturschutzgebieten wird seit einigen Jahren ein sanfter Tourismus gefördert, der Wanderungen in sehr entlegene Winkel ermöglicht.
Der fehlende Zugang zum Meer und eine schlechte Infrastruktur haben dafür gesorgt, dass Laos weitgehend vom Massentourismus verschont geblieben ist. Mit seinen freundlichen Menschen, einer besonderen Küche und der abenteuerlichen Art des Reisens ist es ein Paradies für Traveller.
Zurück zum Anfang des Kapitels
Laos ist ein Land von beeindruckender Schönheit, auch wenn die Zahl der Sehenswürdigkeiten gering erscheint. Hier gibt es kein Angkor Wat oder Bagan, keine Halong-Bucht oder blütenweiße Strände. Laos ist ein Gesamterlebnis:
Da sind die Menschen, die nicht zu Unrecht zu den liebenswertesten Südostasiens gezählt werden; der Dschungel, die Karstberge und Flüsse, die sich perfekt auf Bootsfahrten oder Wanderungen erkunden lassen; etliche Feste wie Boun That Luang (siehe >>), Boun Vat Phou (siehe >>) oder Boun Pi Mai (siehe >> und siehe >>), auf denen sich die ansteckende Lebensfreude der Laoten zeigt; und nicht zuletzt die bunten Märkte, die von den verschiedensten Ethnien besucht werden.
Am besten reist man gemächlich, in kleinen Etappen und mit viel Geduld. Wer sich zu viel vornimmt, wird vom Land und seinen Menschen nur wenig mitbekommen.
Tiere erleben
Elefanten: im Elephant Conservation Center in Xayaboury (siehe >>) oder bei einem Ritt in Luang Prabang (siehe >>), Hongsa (siehe >>), Ban Kiatngong (siehe >>) oder Tad Lo (siehe >>).
Gibbons: in den Baumwipfeln des Bokeo Nature Reserve (siehe >>) oder bei einer Wanderung auf den Phou Loei (siehe >>).
Irrawaddy-Delphine: in den Gewässern der Viertausend Inseln (siehe >> und siehe >>).
Vögel: beim Trekking im Xe Pian NPA (siehe >>).
Nachtaktive Tiere: auf der Nam Neun Night Safari, einer Bootsfahrt unterm Sternenhimmel im Nam Et-Phou Loei NPA (siehe >>).
Eine Reihe von Orten spiegelt die wechselvolle Geschichte wider: als Kreuzungspunkt der großen südostasiatischen Kulturen, Sitz der laotischen Könige, französische Kolonie und Schlachtfeld im Zweiten Indochinakrieg.
Luang Prabang: die Hauptattraktion von Laos. Die Residenzstadt der ersten Könige Lane Xangs wurde 1995 zum Weltkulturerbe erklärt. Mit mehr als 30 aktiven Klöstern und unzähligen Mönchen ist Luang Prabang inzwischen wieder ein wichtiges buddhistisches Zentrum. siehe >>.
Vat Phou: eines der schönsten Zeugnisse der Khmerarchitektur außerhalb Kambodschas und seit 2001 offiziell Weltkulturerbe. Angeschmiegt an einen Berghang im Süden Champasaks verzaubert die Tempelruine jeden, der sich Zeit für eine ausgiebige Besichtigung nimmt. siehe >>.
Vientiane: Verträumt und lebendig zugleich, verdeutlicht die laotische Hauptstadt wie kaum ein anderer Ort den Wandel. Zwar hat Vientiane nicht so viel Charme wie Luang Prabang, aber mit dem heiligen That Luang, dem historischen Vat Sisaket und dem Museum Ho Phra Keo drei Sehenswürdigkeiten, die man nicht verpassen sollte. siehe >>.
Ebene der Tonkrüge: Auf der Hochebene von Xieng Khouang zeugen Hunderte überdimensionale Steinkrüge von einer Megalithkultur, die erst seit kurzem erforscht wird. siehe >>.
Vieng Xai: im Zweiten Indochinakrieg Hauptquartier der kommunistischen Pathet-Lao-Führung. Seit 1999 sind die Karsthöhlen, in denen die Kader einst lebten und arbeiteten, für Touristen geöffnet. siehe >>.
Savannakhet: Mit ihrer entspannten Mekongatmosphäre und der französischen Kolonialarchitektur ist die zweitgrößte Stadt gut für einen Stopp auf dem Weg in den Norden oder Süden (siehe >>). Wer malerische Landschaft bevorzugt, macht besser im 130 km nördlich gelegenen Thakhek Halt: Nur wenige Kilometer östlich der Stadt liegt das Phou Hin Boun NPA mit unzähligen Karstkegeln und Höhlen (siehe >>).
Ho-Chi-Minh-Pfad: 40 Jahre nach Kriegsende ist vom einstigen Wegelabyrinth (siehe >>) der Nordvietnamesen kaum noch etwas zu sehen. Hier und da zeugt Kriegsschrott von der dramatischen Geschichte, etwa in Ban Dong nahe Xepon (siehe >>) oder in Paam, Attapeu (siehe >>).
Entspannt auch ohne Strand
Okay, Laos hat keinen Strand. Aber das heißt nicht, dass es keine guten Orte zum Ausspannen gäbe.
Don Det und Don Khon: Auf einer dieser Mekonginseln muss die Hängematte erfunden worden sein. siehe >>.
Nong Kiao und Muang Ngoi Kao: Beim Anblick der Karstberge und des Nam Ou schaltet man automatisch drei Gänge zurück (und bleibt meist länger als geplant). siehe >> und siehe >>.
Tad Lo: Ein paar Tage nichts zu tun fällt an diesem Wasserfall nicht schwer. Wem trotzdem langweilig wird, der kann Dörfer verschiedener Ethnien besuchen oder auf einem Elefanten reiten. siehe >>.
Natur-Lodges: Naturnähe und Komfort müssen kein Widerspruch sein. Das beweisen unter anderem das Lao Spirit und das Hillside Lifestyle Resort bei Luang Prabang (siehe >> und siehe >>), das Blue Lagoon Resort am Nam-Ngum-See (siehe >>), das Muang La Resort bei Oudomxai (siehe >>), das Mandala Ou und das Nong Kiao Riverside in Nong Kiao (siehe >>), die Kingfisher Ecolodge südlich von Pakxe (siehe >>) und das River Resort in Champasak (siehe >>).
Vat Sirimoungkhoun, nur einer von knapp drei Dutzend Tempeln in Luang Prabang
Laos hat ein immenses Potenzial für Naturtourismus. Mehr als drei Viertel des Landes bestehen aus Dschungel, Gebirgen und Flüssen. Inzwischen lassen sich in immer mehr Orten Treks, Bootsfahrten und Abenteuertouren organisieren.
Mekong: Schon beim Klang des Namens überkommt viele Traveller die Reiselust. Der Mekong ist der magischste Fluss Südostasiens, die Lebensader von Laos. Über fast 2000 km ziehen sich seine milchkaffeebraunen Fluten durch das Land. Die beliebte Strecke Houay Xai – Luang Prabang wird von Booten aller Klassen bedient. Auf dem Stück von Pakxe nach Don Khong und anderen Abschnitten fahren nur noch Kreuzfahrtschiffe. Natürlich gehört auch der Sonnenuntergang am Mekongufer zu den schönsten Eindrücken der Reise. siehe >>, siehe >> und siehe >>.
Si Phan Don („Viertausend Inseln“): Im Südzipfel von Laos gibt der Mekong auf einer Strecke von 50 km die Inselwelt der Si Phan Don frei. Neben unzähligen kleinen Inseln kann man hier laotisches Flussleben, die größten Wasserfälle Südostasiens und eine kleine Population von Irrawaddy-Delphinen sehen. Auf Don Det und Don Khon befinden sich außerdem die Reste einer Schmalspurbahn aus der Franzosenzeit. siehe >>.
Karsthügel und Reisfelder – für viele die asiatische Landschaft schlechthin. Und Laos hat jede Menge davon.
Vang Vieng: Ob Caving, Trekking, Klettern oder Kajak fahren: Vang Vieng ist das Zentrum für Outdoor-Aktivitäten. Selbst wer sich nicht für Sport interessiert, findet in der trubeligen Stadt am Nam Xong bestimmt das passende Plätzchen, um bei einem Beerlao die weltentrückte Schönheit der Landschaft zu genießen. siehe >>.
Phou Hin Boun NPA: Wie Kathedralen ragen die Kalksteinfelsen aus den Reisfeldern. Das 1690 km2 große Naturschutzgebiet in Zentrallaos kann es landschaftlich locker mit Vang Vieng aufnehmen. Einige Touranbieter in Vientiane und Thakhek organisieren Trips dorthin. Östlich von Thakhek lassen sich eine Reihe von Höhlen auf eigene Faust erkunden (siehe >>). Am berühmtesten ist die Höhle Tham Kong Lo südlich von Khoun Kham. Sie zieht sich mehr als 6 km durch ein Massiv. Wer sie sehen will, muss ins Boot oder Kajak steigen. siehe >>.
Tham Xe Bang Fai: Der Abenteuertrip durch die riesige Höhle im Osten der Provinz Khammouan gleicht einer Reise ins Innere der Erde. Allerdings ist sie nur mit viel Aufwand (oder Geld) zu erreichen. siehe >>.
Nong Kiao und Muang Ngoi Kao: Hängemattenzeit am Nam Ou – vor einer Bergkulisse wie aus dem Bilderbuch. siehe >> und siehe >>.
Vieng Xai: Mehr als 400 Höhlen durchziehen die Berge in dieser malerischen Region im Nordosten. Die Schönheit der Landschaft kontrastiert mit den traumatischen Erinnerungen an den amerikanischen Bombenkrieg. siehe >>.
Straße 13: Die Strecke zwischen Kasi und Luang Prabang gehört zu den schönsten des Landes. Allerdings sind die vielen Kurven nichts für schwache Mägen. siehe >>.
Einen Abstecher wert: die märchenhafte Karstlandschaft rund um Vang Vieng
Khon Phapheng: Mit bis zu 9,5 Mio. Liter Wasser pro Sekunde ist der Khon Phapheng dem Volumen nach der größte Wasserfall Südostasiens. Dafür ist er nur gut 20 m hoch – kein Niagara-Fall, aber trotzdem imposant. siehe >>.
Bolaven-Plateau: Dicht bewaldet und fruchtbar erstreckt sich das Bolaven-Plateau über Teile der Südprovinzen Champasak, Saravan, Xekong und Attapeu. Die kühle Hochebene ist vor allem für ihre Kaffeeplantagen und Wasserfälle (Tad Fan, Tad Yeuang, Tad E-Tu, Tad Lo, Tad Thevada, Tad Katamtok) bekannt. siehe >>.
Umgebung von Luang Prabang: Nicht nur die Stadt, auch das Umland hat einiges zu bieten: Mit dem Tad Kuang Xi (siehe >>) und Tad Se (siehe >>) liegen zwei der schönsten Wasserfälle unmittelbar vor den Toren.
Laos bietet Aktivtouristen etliche Möglichkeiten zum Austoben. Ob auf den Flüssen, im Dschungel oder in den Bergen, ständig werden neue Routen erschlossen.
Bootstouren: Langjährige Favoriten sind der Nam Ou (siehe >>) und der Mekong (siehe >>). Abenteuerlicher ist der Nam Tha (siehe >>) und absolutes Neuland der Nam Xam in Houaphan (siehe >>). Mehr zu Flussfahrten siehe >>
Kajak fahren und Raften: Green Discovery und Tiger Trail veranstalten Touren auf Flüssen in der Umgebung von Luang Prabang (siehe >>). Ab Vientiane und Vang Vieng gibt’s spaßige Trips auf dem Nam Lik (siehe >>), ab Thakhek auf dem Xe Bangfai (siehe >>), ab Pakxe auf dem Houay Champy und Houay Bangliang (siehe >>). In Luang Namtha sind die Touren auf dem Nam Ha empfehlenswert (siehe >>). Und ab Vientiane und Thakhek kann man in der Provinz Khammouan auf dem Nam Hinboun und anschließend durch die 6,3 km lange Höhle Tham Kong Lo (siehe >>) paddeln. Im äußersten Süden ist die Insellandschaft Si Phan Don gut vom Wasser aus zu erkunden (siehe >>).
Klettern: Die meisten Routen bieten die Berge rund um Vang Vieng (siehe >>). Ruhiger, aber nicht weniger abwechslungsreich ist das Klettergebiet östlich von Thakhek (siehe >>). Seit ein paar Jahren gibt es außerdem eine Wand in Luang Prabang, Kletterkurse bei Green Discovery (siehe >>).
Drahtseilakt in den Baumkronen: An langen Stahlseilen durch das Obergeschoss des Urwalds sausen – das bieten die Gibbon Experience in Bokeo (siehe >>) und der Tree Top Explorer auf dem Bolaven-Plateau (siehe >>). Auch an den Wasserfällen Tad Se bei Luang Prabang, Kaeng Nyui nahe Vang Vieng und Nam Kat unweit von Oudomxai kann man sich die Welt von oben anschauen (siehe >>, siehe >> und siehe >>).
Radtouren: Einfach ein Rad leihen und losstrampeln: Tipps zu schönen Touren ins Umland von Vang Vieng, Luang Namtha, Vieng Xai und Xayaboury gibt’s auf siehe >>, siehe >>, siehe >> und siehe >>. Wer Laos mit dem Fahrrad bereisen will, findet auf siehe >> einen Erfahrungsbericht.
Motorradtrips: Mit dem Motorroller lassen sich von Vientiane (siehe >>), Vang Vieng (siehe >>), Thakhek (siehe >>) und Pakxe (siehe >>) aus hübsche Rundtouren unternehmen. Richtig spannend wird’s allerdings erst mit dem Geländemotorrad auf Sandpisten, etwa entlang dem ehemaligen Ho-Chi-Minh-Pfad. Touranbieter in Vientiane und Luang Prabang haben Trips mit großen Maschinen im Programm (siehe >>).
Trekking: Am beliebtesten sind die in vielen Provinzen und Naturschutzgebieten entwickelten Ökotreks, von denen die beteiligten Dörfer und Kommunen direkt profitieren. Sie können bei den Tourismusbehörden und einigen privaten Agenturen gebucht werden. Ausgangspunkte:
Im Norden: Luang Prabang (siehe >>), Oudomxai (siehe >>), Xayaboury (siehe >>), Luang Namtha (siehe >>), Vieng Phoukha (siehe >>), Muang Sing (siehe >>), Nong Kiao (siehe >>), Phonsavan (siehe >>) und Phongsaly (siehe >>).
Zentrum und Süden: Vientiane (siehe >>), Thakhek (siehe >>), Savannakhet (siehe >>) und Pakxe (siehe >>).
Tubing: ideal auf dem Nam Xong in Vang Vieng (siehe >>) und auf dem Nam Ou (siehe >> und siehe >>). Auch auf Don Det (siehe >>) gibt es Lkw-Schläuche zu leihen.
Unbedingt probieren
Laapdas laotische Nationalgericht, ein feuriger Fleischsalat mit Chili, Minze und Limettensaft.
Tam Mak Hung Papaya mal anders: unreif, geraspelt und ganz schön scharf.
Fö der Frühstücksklassiker: Kraftbrühe mit Fleisch, Gemüse und Reisnudeln.
Sindat ostasiatisches Tischgrillen, perfekt für große Runden.
Mok Pa gedämpfter Fisch mit Kokosmilch im Bananenblatt – schmeckt so lecker, wie’s sich anhört.
Café Lao Kickstart für Morgenmuffel, superstark und zuckersüß.
Wer Freunde und Familie nach seiner Rückkehr kulinarisch mit auf die Reise nehmen will, macht am besten einen Kochkurs. Besonders viele Angebote gibt es in Luang Prabang (siehe >>), aber auch in Vientiane (siehe >>), Oudomxai (siehe >>) und Pakxe (siehe >>) geben Küchenchefs ihr Wissen weiter. Mehr zu typischen Gerichten: siehe >> und siehe >>.
Zurück zum Anfang des Kapitels
Wer nur eine oder zwei Wochen Zeit hat, sollte seine Reise auf Luang Prabang und einen Landesteil beschränken. Um das Land gemütlich von Nord nach Süd zu durchstreifen, sind vier Wochen ideal.
7–10 Tage
Viele Thailandreisende machen am Ende ihres Urlaubs noch einen – inzwischen ziemlich überlaufenen – Schlenker durch Laos. Die meisten starten in Houay Xai (siehe >>), um mit dem Boot auf dem Mekong zwei Tage stromabwärts nach Luang Prabang (siehe >>) zu fahren.
Wer in der Weltkulturerbestadt erst einmal eine schöne Unterkunft gefunden hat, bleibt oft länger als geplant. Mit dem Bus geht es anschließend auf der schönen Straße 13 ins Backpackerzentrum Vang Vieng (siehe >>). Nur drei Busstunden südlich liegt die Hauptstadt Vientiane (siehe >>), von wo aus die Reise in alle Richtungen fortgesetzt werden kann.
Ein Grenzübergang in der Nähe von Dien Bien Phu erlaubt neuerdings auch einen Abstecher von Nordvietnam aus. Das Gute an der Route: Sie zeigt viele Facetten von Laos, wird aber nur wenig bereist.
Von Dien Bien Phu geht es erst mal nach Muang Khoua (siehe >>) und von dort per Boot den malerischen Nam Ou (siehe >>) hinab bis nach Nong Kiao (siehe >>). Anschließend fährt man über Vieng Thong (siehe >>) – Sprungbrett für die Nam Neun Night Safari – nach Houaphan zu den berühmten Höhlen von Vieng Xai (siehe >>). Nach Süden folgt die spröde Provinz Xieng Khouang mit der kriegsgezeichneten Ebene der Tonkrüge (siehe >>). Von der Provinzhauptstadt Phonsavan (siehe >>) lassen sich dann Vientiane, Luang Prabang und Pakxan in Zentrallaos ansteuern.
Das entspannte Dorf Muang Khoua ist ein guter Ausgangspunkt für eine Bootstour auf dem Nam Ou.
Zugegeben, die Überschrift stimmt nicht ganz. Der Antrag auf Welterbestatus für die Ebene der Tonkrüge läuft noch. Aber mit Luang Prabang, Phonsavan und Vat Phou stehen die drei bedeutendsten Kulturziele von Laos auf dem Programm. Leider liegen sie weit voneinander entfernt. Wer sie in einer Woche abreisen möchte, kommt um ein bis zwei Inlandflüge nicht herum.
Am sinnvollsten ist die Anreise von Bangkok oder Ha Noi direkt nach Luang Prabang (siehe >>). Nach drei Tagen im Tempeltaumel geht es mit dem Bus nach Phonsavan (siehe >>). Der Ausflug zu den Krügen dauert nur einen Tag. Im Anschluss bringt einen das Flugzeug über Vientiane oder der Bus über Pakxan nach Pakxe. Eine Tagestour zu den Khmertempeln Vat Phou (siehe >>) und Um Tomo (siehe >>) rundet den Trip ab. Wer noch Zeit hat, sollte einen Abstecher auf das Bolaven-Plateau machen, um etwas von der satten Natur mitzubekommen.
Seit Pakxe (siehe >>) per Bus und Flugzeug an alle drei Nachbarländer angebunden ist, lässt sich der tiefe Süden gut in jede Südostasientour einbauen. Nach einem Stadtbummel lohnt eine Tagestour auf das Bolaven-Plateau (siehe >>) mit seinen Wasserfällen, Kaffeeplantagen und Mon-Khmer-Völkern oder in eines der nahe gelegenen Naturschutzgebiete Phou Xieng Thong, Xe Pian oder Dong Hua Sao (siehe >> und siehe >>). Im Anschluss stehen Champasak (siehe >>) und Vat Phou (siehe >>) auf dem Programm und danach die Mekonginseln Don Khong (siehe >>) oder Don Det und Don Khon (siehe >>). Von allen dreien sind Ausflüge zum Wasserfall Khon Phapheng (siehe >>) und zu den Irrawaddy Delphinen zu organisieren. Wie lange man wo bleibt, lässt sich spontan entscheiden – die Entfernungen sind gering.
2–3 Wochen
Die Tour durch den Norden beginnt mit dem klassischen Trip von Vientiane (siehe >>) über Vang Vieng (siehe >>) nach Luang Prabang (siehe >>). Von hier geht’s weiter in den Norden. Die Karstlandschaft am Nam Ou (siehe >>) ist ein Muss in diesem Landesteil. Am besten erkundet man den Fluss mit dem Boot ab Nong Kiao (siehe >>). Weiter nördlich liegen Muang Ngoi Kao (siehe >>) und Muang Khoua (siehe >>, auf der Route nach Dien Bien Phu in Vietnam), ebenfalls entspannte Orte am Nam Ou.
Von Nong Kiao kann es entweder in den Nordosten weitergehen, über Vieng Thong (siehe >>) zu den ehemaligen Höhlenbunkern der Pathet Lao in Vieng Xai (siehe >>) und dann über die Ebene der Tonkrüge (siehe >>) zurück nach Vientiane. Oder in den wilden Norden nach Phongsaly (siehe >>). Die Anfahrt ist zwar beschwerlich, aber am Ende warten urwüchsige Bergwälder – ideal für abenteuerliches Trekking.
Alternativ können sich Wanderlustige in die Provinzen Oudomxai (siehe >>) und Luang Namtha (siehe >>) mit ihrem bunten Völkergemisch begeben. Beide sind per Bus von Nong Kiao aus zu erreichen oder von den Mekongorten Houay Xai und Pakbeng.
Keine Laosreise wäre komplett ohne Luang Prabang (siehe >>). Deshalb startet auch die Südlaostour in der alten Königsstadt.
Nach drei Tagen geht es per Bus oder Flugzeug nach Vientiane (siehe >>) und von dort am nächsten Morgen weiter nach Thakhek (siehe >>). Die entspannte Mekongstadt ist eine gute Basis für Trips in die Bergwelt des Phou Hin Boun NPA (siehe >> und siehe >>) und zur Höhle Tham Kong Lo (siehe >>).
Das nächste Ziel, Pakxe (siehe >>), ist der beste Ausgangspunkt für eine Tour durch den Süden: Von hier kann man auf das fruchtbare Bolaven-Plateau (siehe >>), ins artenreiche Xe Pian NPA (siehe >>) oder über Champasak (siehe >>) und den Khmertempel Vat Phou (siehe >>) zu den Viertausend Inseln (siehe >>) fahren. Die Reise kann anschließend nach Thailand, Vietnam oder Kambodscha weitergehen.
ab 4 Wochen
Wer vier Wochen und mehr Zeit hat, kann das Land in Ruhe durchqueren. Überlegenswert ist, ganz im Norden oder Süden einzureisen, da man dann nur wenige Strecken doppelt fährt.
Wer nach der Einreise in Houay Xai (siehe >>) die ersten Tage in Laos nicht nur auf dem Boot verbringen will, kann die klassische Mekongtour nach Luang Prabang in Pakbeng (siehe >>) abbrechen und von dort nach Oudomxai (siehe >>) fahren. Alternativ lassen sich von Houay Xai aus Vieng Phoukha (siehe >>) oder Luang Namtha (siehe >>) ansteuern, beides Ausgangspunkte für Trekking- und Radtouren.
Im Anschluss bringt einen eine abenteuerliche Busfahrt in den hohen Norden nach Phongsaly (siehe >>). In bisweilen unwirtlichem Klima lassen sich dort noch dichte Regenwälder und abgelegene Bergdörfer entdecken. Trekking in Phongsaly ist aber kein Sonntagsspaziergang. Per Bus oder Boot geht es dann hinunter nach Muang Khoua (siehe >>) und auf dem Nam Ou (siehe >>) weiter nach Nong Kiao (siehe >>). Wenn es der Zeitplan erlaubt, lässt sich von hier aus ein reizvoller Umweg durch die rauen Provinzen Houaphanh und Xieng Khouang einlegen, der die historisch bedeutsamen Orte Vieng Xai (siehe >>) und Phonsavan/Ebene der Tonkrüge (siehe >>) einschließt. Von Phonsavan ist es dann nur noch eine Tagesfahrt nach Luang Prabang (siehe >>).
Zentral- und Südlaos können gut in zwei Wochen bereist werden. Als Zwischenstopp auf dem Weg von Vientiane (siehe >>) in den Süden bietet sich Thakhek (siehe >>) an: Das Innere der Provinz Khammouan ist bergig und landschaftlich ausgesprochen schön. Einen Eindruck davon vermittelt eine Fahrt auf der Straße 12 (siehe >>) von Thakhek nach Mahaxai oder der Straße 8 nach Khoun Kham und von dort weiter ins Phou Hin Boun NPA (siehe >>). Oder man fährt gleich den Motorradloop (siehe >>). Savannakhet (siehe >>) lohnt wegen seiner hübschen Kolonialbauten und dem heiligen That Ing Hang eine Übernachtung.
In Südlaos sollte man keinesfalls Vat Phou (siehe >>), die Viertausend Inseln (siehe >>), und das Bolaven-Plateau (siehe >>) verpassen. Wer gern wandert, kann eine Tour ins Xe Pian NPA (siehe >>) oder das Phou Xieng Thong NPA (siehe >>) nördlich von Pakxe unternehmen. Entspannt ist es am Wasserfall Tad Lo (siehe >>).
Wer Zeit hat und eine Alternative zur Busfahrt Luang Prabang – Vientiane sucht, kann einen Schlenker durchs wenig bereiste Xayaboury machen. Dazu geht es von Luang Prabang mit dem Boot den Mekong stromaufwärts nach Tha Souang und weiter mit dem Songtheo nach Hongsa (siehe >>). Von hier führt die Route in die Provinzhauptstadt Xayaboury (siehe >>). In der Nähe gibt es ein spannendes Elefantenprojekt und einen sehenswerten Heilpflanzengarten. Vom beschaulichen Paklai (siehe >>), 143 km südlich, bringt einen der Bus entweder in die laotische Hauptstadt oder über den Grenzübergang Kenthao – Tha Li nach Thailand. Östlich von Hongsa nahe Muang Ngeun gibt es ebenfalls einen Übergang.
Immer mehr Traveller mieten sich in Pakxe ein Motorrad und fahren in drei bis fünf Tagen eine Rundtour über Tad Lo (siehe >>) und Xekong (siehe >>) bis nach Attapeu (siehe >>) und zurück über das Bolaven-Plateau (siehe >>) und Tad Katamtok (siehe >>) nach Pakxe.
Der Trip ist auch mit dem Bus möglich, dann führt er allerdings nicht übers Plateau, es sei denn, man mietet sich für die Rückfahrt einen Wagen mit Fahrer (nicht billig). Aber die Motorradtour ist das Highlight, die Städte an sich lohnen nicht.
In der Regenzeit bestimmen vielerorts üppige Reisfelder das Landschaftsbild.
Zurück zum Anfang des Kapitels
Das Klima in Laos ist tropisch und wird von den Monsunwinden bestimmt. Generell bringt der Südwestmonsun von Mai/Juni bis Oktober heftige Regenfälle und Gewitter, während der Nordostmonsun ab November zunächst trockene und kühle Luft nach Laos führt. Die Trockenheit erreicht im März ihren Höhepunkt, mit staubgesättigter Luft. Im April/Mai steigen die Temperaturen dann auf 35–37 °C, so dass sich der erste Regen wie eine Erlösung anfühlt. Die Luft wird sauber, und nach den Gewittern scheint oft tagelang die Sonne. Es gibt drei Jahreszeiten:
In der Regenzeit von Mai bis Oktober fallen 75–90 % des jährlichen Niederschlags. Die Menge hängt von der Höhenlage ab: In der Ebene von Vientiane gehen jährlich rund 1700 mm Regen nieder, in Savannakhet 1400 mm und in Luang Prabang und Xayaboury 1000–1300 mm. In höheren Lagen sind Niederschläge von mehr als 3000 mm die Regel. Das beste Beispiel dafür, wie unterschiedlich die Regenmenge sogar innerhalb einer Provinz sein kann, ist Champasak: Während auf der Insel Khong im Jahr rund 1600 mm Regen fallen, liegt das Jahresmittel in Pakxong auf dem Bolaven-Plateau zwischen 2500 und 3700 mm.
Dabei regnet es nicht jeden Monat gleich stark. Während Vientiane zwischen Mai und September relativ kontinuierlich Niederschläge erhält, sind in Luang Prabang Juni, Juli und August die nassesten Monate. Ab August/September schwellen der Mekong und seine Nebenflüsse deutlich an, so dass es entlang der Ufer zu Überschwemmungen kommt. Die Temperaturen bewegen sich in der Regenzeit zwischen 23 °C und 34 °C. Mit zunehmender Höhe nehmen sie ab.
Die kühle Jahreszeit beginnt mit dem Einsetzen des Nordostmonsuns im November und beschert dem Land bis Ende Februar sonniges und trockenes Wetter. In dieser Zeit ist die Luftfeuchtigkeit am geringsten. Die Temperaturen sinken entlang dem Mekong in der Nacht auf bis zu 15 °C. Tagsüber steigen sie im Schnitt auf 25 °C. Im Norden kann es von Dezember bis Februar auch am Tag frisch werden. Eine Jacke und ein Sweatshirt gehören auf jeden Fall ins Gepäck. In den Höhenlagen Phongsalys und Xieng Khouangs sowie entlang der Annamitischen Kordillere ist es in dieser Zeit am kältesten: Die Temperaturen fallen häufig auf 5 °C und darunter – und das in einem Land ohne Heizungen.
Anfang März wird es dann wieder deutlich wärmer. Im April und Mai erreicht die heiße Jahreszeit ihren Höhepunkt. Das Quecksilber hält sich in den oberen 30ern, allerdings ist es auch in dieser Zeit in den Bergen spürbar kühler. Im Tiefland des Südens wird es dagegen mit Temperaturen bis 40 °C und mehr und einer Luftfeuchtigkeit von 90 % schon unangenehm heiß. Mit etwas Glück sorgen kurze Platzregen für Abkühlung. Insgesamt fallen in der trockenen Zeit aber nur 10–25 % des jährlichen Niederschlags.
Zurück zum Anfang des Kapitels
Die beste Zeit für eine Laosreise ist von Oktober bis Februar. Dann sind die Tage warm und sonnig und die Nächte angenehm kühl. Der letzte Regen fällt im Oktober und die Luftfeuchtigkeit nimmt danach ab. Im Norden des Landes kann es im Dezember, Januar und Februar richtig kalt werden, wenn sich kühle Luft aus Zentralchina ihren Weg nach Laos bahnt. Gegen Ende Februar sind die Pegel der Flüsse bereits so stark abgesunken, dass selbst die Mekongfahrt im Norden gefährliche Passagen hat. Nebenflüsse wie der Nam Ou oder der Nam Tha werden nur eingeschränkt befahren.
Wer nicht gerade ein leidenschaftlicher Saunagänger ist, sollte die heiße Zeit von März bis Mai meiden. Vor allem Zentral- und Südlaos sind dann nur schwer zu ertragen. Aber auch in Vientiane und Luang Prabang können die Temperaturen leicht auf 35 °C steigen. Ein weiterer Minuspunkt: Die Luft ist von der Brandrodung so verraucht, dass keine Fernblicke in die Landschaft möglich sind. Der einzige Pluspunkt ist, dass in dieser Zeit nur etwa die Hälfte der Touristen unterwegs sind wie zur Hauptsaison.
In der Regenzeit sollten sich Reisen auf die gut erschlossenen Regionen beschränken. Einige Straßen können von Juni bis Oktober wegen Schäden und Erdrutschen unpassierbar sein. Nach den ersten Tropengüssen leuchten die Reisfelder in saftigem Grün, und auch die Temperaturen bewegen sich in erträglichem Rahmen (28–30 °C). Nur die Luftfeuchtigkeit kann einem zu schaffen machen. Sind die Gewitter zu Beginn der Regenzeit erst mal abgeklungen, wechseln sich Tropenregen und Sonnenschein ab.
Die meisten Touristen sind von November bis Februar unterwegs. Dann kann es in Tourismuszentren wie Luang Prabang, Vang Vieng, Pakxe und den Viertausend Inseln richtig voll werden. Auch kurzfristige Flüge von Europa nach Bangkok sind zu dieser Zeit schwer zu bekommen. Wer zu Zeiten wichtiger Feiertage reist (etwa Pi Mai im April), muss damit rechnen, dass selbst Vientiane überlaufen ist. Zum That Luang Fest kommen viele Laoten von außerhalb in die Stadt, also frühzeitig um ein Zimmer kümmern.
Zurück zum Anfang des Kapitels
Laos ist ein relativ günstiges Reiseland. Ein schlichtes Zimmer mit Bad kostet in den meisten Gästehäusern zwischen 50 000 Kip und 100 000 Kip. Extras wie Klimaanlage oder TV gibt es je nach Ort ab 100 000 Kip. Da die Qualität sogar innerhalb eines Hauses schwanken kann, lohnt es immer, sich ein paar Zimmer anzuschauen.
In Hotels mit höherem Standard starten die Zimmerpreise bei 250 000 Kip. Luxuriös übernachten lässt sich bislang aber nur in Vientiane, Luang Prabang, Savannakhet und Pakxe. Außerhalb dieser Städte berechnen selbst die teuersten Unterkünfte selten mehr als 300 000 Kip pro Doppelzimmer.
Auch die Verpflegung reißt kein Loch in die Reisekasse: Einfache Gerichte in Straßenrestaurants und Suppenküchen kosten 10 000–15 000 Kip. Für ein Reisgericht mit Huhn oder Fisch zahlt man im Schnitt zwischen 20 000 und 40 000 Kip. Gehobene Restaurants verlangen 60 000 Kip und mehr pro Hauptgang, aber sie sind außerhalb der großen Mekongstädte kaum zu finden.
Die Fahrpreise für Busse, Songtheos und Pickups richten sich nach der Entfernung und dem Straßenzustand. Natürlich wurde der enorme Anstieg der Spritkosten auch in Laos an die Fahrgäste weitergegeben. Dennoch bleiben öffentliche Verkehrsmittel vergleichsweise günstig: Der Trip auf der asphaltierten Straße 13 von Vientiane nach Pakxe oder nach Luang Prabang kostet mit dem öffentlichen Bus gerade einmal 110 000 Kip. Private Busse mit Klimaanlage und besseren Sitzen sind etwas teurer, lohnen bei langen Strecken aber die Mehrausgabe.
Die Kosten steigen, sobald man sich etwas Komfort gönnt, einen Wagen mit Fahrer mietet, ein Boot chartert oder fliegt. So kostet der Flug von Vientiane nach Luang Prabang US$88, nach Pakxe US$131 und zwischen Luang Prabang und Pakxe US$169. Kostspielig sind importierte westliche Waren wie Toilettenartikel oder Wein.
Seit einigen Jahren erheben touristisch interessante Klöster Eintritt. Die Preise liegen zwischen 10 000 Kip und 20 000 Kip. Museen kosten selten mehr als 10 000 Kip, Wasserfälle bis zu 20 000 Kip und Höhlen 5000–10 000 Kip.
Wer in einfachen Lokalen isst, in Budgetunterkünften übernachtet und öffentliche Verkehrsmittel nutzt, kommt mit einem Tagesbudget von 20–25 € aus. Um sich hin und wieder westliches Essen und ein besseres Zimmer zu leisten, sollte man noch 10 € drauflegen. Ab 60 € pro Tag kann man in guten Gästehäusern mit Klimaanlage und TV übernachten, in Touristenrestaurants essen und sich öfter mal organisierte Tagesausflüge und Bootcharter gönnen. Große Posten wie Flüge und Mietwagen kommen noch hinzu.
Was kostet wie viel?
Trinkwasser3000–4000 Kip (0,27–0,36 €)Café Lao5000 Kip (0,45 €)Softdrink5000–8000 Kip (0,45–0,72 €)Flasche Beerlaoab 10 000 Kip (0,90 €)Frühstückab 25 000 Kip (2,25 €)Nudelsuppe10 000 Kip (0,90 €)Gericht mit Reisab 20 000 Kip (1,80 €)Teures Gerichtab 60 000 Kip (5,40 €)1 Liter Benzin11 000 Kip (1 €)SIM-Karteab 10 000 Kip (0,90 €)Tuk-Tuk-Fahrtab 10 000 Kip (0,90 €)Zurück zum Anfang des Kapitels
Anreise
Botschaften und Konsulate
Einkaufen
Essen und Trinken
Fair reisen
Feste und Feiertage
Fotografieren
Geld
Gepäck und Ausrüstung
Gesundheit
Informationen
Internet und E-Mail
Kinder
Maße und Elektrizität
Medien
Öffnungszeiten
Post
Sicherheit
Sport und Aktivitäten
Telefon
Transport
Übernachtung
Verhaltenstipps
Versicherungen
Visa
Zeit und Kalender
Zoll
Da es keine Direktflüge von Europa nach Laos gibt, führt der übliche Weg über Thailand oder Vietnam. Vientiane, Luang Prabang und Pakxe werden aus diesen und anderen Nachbarländern angesteuert, Savannakhet aus Bangkok.
Eine Hand voll Airlines, darunter Lufthansa und Thai Airways, bieten so genannte Durchgangstarife an. Das heißt, die gesamte Flugreise mit allen Teilstrecken wird auf ein Ticket gebucht und ist garantiert, auch wenn einer der Flüge Verspätung hat. Außerdem wird das Gepäck durchgecheckt. Die reine Flugzeit nach Laos beträgt 11–13 Stunden, die Kosten liegen in der Hochsaison (Nov–März) bei 900 €.
Preiswerter kann es sein, nur nach Bangkok zu fliegen und von dort per Bus, Bahn oder Billigflieger zu einem der thai-laotischen Grenzübergänge zu reisen (siehe >>). Tickets einer zuverlässigen Airline nach Bangkok sind schon ab 550 € zu haben. Während der Hochsaison liegen die Ticketpreise deutlich höher als zu anderen Zeiten. Am günstigsten fliegt man zwischen Ostern und dem Beginn der deutschen Sommerferien.
Gute Flugsuchmaschinen sind www.momondo.de, www.kayak.de und www.swoodoo.com. Infos zu Sitzplätzen gibt es unter www.seatguru.com.
Weniger fliegen – länger bleiben! Reisen und Klimawandel
Der Klimawandel ist vielleicht das dringlichste Thema, mit dem wir uns in Zukunft befassen müssen. Wer reist, erzeugt auch CO2: Der Flugverkehr trägt mit einem Anteil von bis zu 10 % zur globalen Erwärmung bei. Wir sehen das Reisen dennoch als Bereicherung: Es verbindet Menschen und Kulturen und kann einen wichtigen Beitrag für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes leisten. Reisen bringt aber auch eine Verantwortung mit sich. Dazu gehört darüber nachzudenken, wie oft wir fliegen und was wir tun können, um die Umweltschäden auszugleichen, die wir mit unseren Reisen verursachen. Wir können insgesamt weniger reisen – oder weniger fliegen, länger bleiben und Nachtflüge meiden (da sie mehr Schaden verursachen). Und wir können einen Beitrag an ein Ausgleichsprogramm wie www.atmosfair.de leisten.
Dabei ermittelt ein Emissionsrechner, wie viel CO2 der Flug produziert und was es kostet, eine vergleichbare Menge Klimagase einzusparen. Mit dem Betrag werden Projekte in Entwicklungsländern unterstützt, die den Ausstoß von Klimagasen verringern helfen.
Wer sich schon in Südostasien aufhält, kann einen der meist täglichen Flüge aus einem der Nachbarländer nach Laos nehmen. Diese Airlines steuern Laos an:
Air Asia (FD), www.airasia.com
Bangkok Airways (PG), www.bangkokair.com
China Eastern Airlines (MU), www.flychinaeastern.com
Lao Airlines (QV), www.laoairlines.com
Lao Central Airlines (LF), www.flylaocentral.com
Thai Airways (TG), www.thaiair.com
THAI Smile (TG), www.thaismileair.com
Vietnam Airlines (VN), www.vietnamairlines.com.vn
Die meisten internationalen Flüge führen in die laotische Hauptstadt: Verbindungen bestehen mit Bangkok (4–5x tgl., 1 1/4 Std., mit QV, TG, LF und PG), Ha Noi (2x tgl., 1 1/4 Std., mit VN und QV), Ho-Chi-Minh-Stadt (4x wöchentl. über Pakxe, 3 3/4 Std., mit QV), Vinh (4x wöchentl., 1 Std., mit VN), Phnom Penh (1–2x tgl., 1 1/2 Std., mit QV und VN), Siem Reap (1x tgl., über Pakxe, 3 Std., mit QV), Guangzhou (3x wöchentl., 2 Std., mit QV), Kunming (1–2x tgl., 2 1/4 Std., mit QV und MU), Kuala Lumpur (1x tgl., 3 3/4 Std., mit FD) und Singapore (3x wöchentl., 4 Std., mit QV). Flüge von/nach Yangon hat Lao Airlines angekündingt.
Auch die alte Königsstadt wird immer häufiger angeflogen. Ausgangspunkte sind Bangkok (3–4x tgl., 1 3/4 Std, mit QV, PG und TG), Chiang Mai (tgl., 1 Std., mit QV), Ha Noi (2x tgl.,1 Std., mit QV und VN), Jinghong (2x wöchentl., 1 Std., mit QV), Siem Reap (tgl., 1 3/4 Std., mit VN und QV, z. T. über Pakxe) und Singapore (3x wöchentl., 4 3/4 Std., mit QV).
Laos’ Kreuz des Südens erreicht man mit Fliegern aus Bangkok (4x wöchentl., 1 1/2 Std., mit PG), Ho-Chi-Minh-Stadt (3x wöchentl., 1 1/2 Std., mit QV) und Siem Reap (1–2x tgl., 1 Std., mit QV).
Seit kurzem auf dem Flugplan von Lao Airlines: Flüge von/nach Bangkok (tgl., 1 1/2 Std.)
Die meisten Touristen reisen von Thailand aus ein. Dazu müssen sie in der Regel den Mekong überqueren, früher ausschließlich per Fähre, inzwischen gibt es vier „Freundschaftsbrücken“, Sinnbild für das normalisierte Verhältnis der beiden Länder. Eine fünfte Brücke bei Pakxan ist in Planung.
Die Fahrt von Bangkok zu einem der acht Grenzübergänge dauert mit Bus oder Bahn mindestens zehn Stunden. Bequemer ist ein Inlandflug in eine Stadt nahe der laotischen Grenze. Thai Airways, Air Asia und Nok Air, www.nokair.com, starten tgl. nach Chiang Rai, Udon Thani und Ubon Ratchathani, Air Asia fliegt zusätzlich nach Nakhon Phanom, Nok Air ebenfalls nach Nakhon Phanom sowie nach Nan und Loei. Aber aufgepasst: Nokair und Air Asia nutzen in Bangkok den alten Flughafen Don Muang.
Von einigen grenznahen thailändischen Städten fahren Busse direkt nach Vientiane, Vang Vieng, Houay Xai, Luang Prabang, Thakhek, Savannakhet und Pakxe. Um die Busse nach Vientiane und Vang Vieng nutzen zu können, muss man das Laosvisum normalerweise schon im Pass haben. Bei den anderen Verbindungen ist das normalerweise kein Problem.
An allen thai-laotischen Grenzübergängen ausgenommen Bung Kan – Pakxan werden Visa on Arrival ausgestellt. Außerhalb der regulären Öffnungszeiten (meist 8–16.30 oder 17 Uhr), an Wochenenden und Feiertagen verlangen die Beamten eine geringe Überstundengebühr.
tgl. 8–20 Uhr
In Houay Xai starten die beliebten Mekongboote (siehe >>) nach Luang Prabang. 10 km südlich der Stadt überspannt die vierte thai-laotische Freundschaftsbrücke den Fluss. Wer noch am Einreisetag das Mekongboot nehmen möchte, sollte früh genug aufbrechen. Radler müssen ihr Gefährt im Bus über die Brücke transportieren.
Transport: Von Chiang Rai fahren 4x tgl. Busse direkt nach Houay Xai (166 km, 4 Std., 220 Baht, über Chiang Khong). Von Chiang Mai gibt es außerdem jeden Morgen eine Verbindung nach Luang Prabang (1200 Baht, 18 Std., über Chiang Rai und Chiang Khong). Wer individuell anreist, nimmt den Pendelbus über die Brücke (25 Baht) und auf laotischer Seite ein Tuk Tuk in die Stadt (10 000–25 000 Kip). Neben der Immigration gibt es einen Geldautomaten. Nok Air, www.nokair.com, bietet außerdem einen Fly’n’Ride-Service von Bangkok (Don Muang) nach Chiang Khong an: Mit dem Flugzeug nach Chiang Rai und von dort mit dem Bus nach Chiang Khong. Der Bus hält auch an der Freundschaftsbrücke.
tgl. 8–17 Uhr
Der verschlafene Grenzübergang führt in die wenig besuchte Provinz Xayaboury, gut für Leute, die auf dem Weg zum Elefantenfest (siehe >>) oder auf der Suche nach einer kaum bereisten Route nach Luang Prabang sind.
Transport: Ein halbes Dutzend Busse fährt tgl. von Bangkoks Mo Chit Terminal nach Nan (10–12 1/2 Std., 677 km). Nok Air braucht für den Hüpfer nur 1 1/2 Std. In Nan starten jeden Tag mehrere Minivans zur Grenze (138 km, 2–3 Std.). Tuk Tuks übernehmen den Transfer nach Muang Ngeun (2 km). Von dort bestehen Verbindungen nach Xayaboury, Pakbeng, Oudomxai und morgens und mittags nach Hongsa (43 km). Songtheos bringen einen von Hongsa nach Tha Souang am Mekong (1 1/2 Std.), wo Boote flussaufwärts nach Pakbeng (1 Std.) und flussabwärts nach Luang Prabang (6 Std.) schippern.
tgl. 8–18 Uhr
Dieser abgelegene Posten im Norden Thailands, rund 60 km südlich vom laotischen Paklai, ist noch immer kaum bekannt, obwohl seit einiger Zeit eine direkte Busverbindung zwischen Loei und Luang Prabang (10 Std.) besteht. Die thailändische Immigration befindet sich unmittelbar an der Brücke über den Nam Hueng (Nam Huang). Die Formalitäten sind schnell erledigt.
Transport: Ab Bangkok geht’s mit dem Bus (Mo Chit Terminal, 10 Std.) oder Flieger (Nok Air, 1 1/4 Std.) bis nach Loei. Abfahrt nach Luang Prabang (700 Baht) über Xayaboury (500 Baht) ist tgl. um 8 Uhr. Ansonsten: Songtheo nach Tha Li und weitere 5 km mit dem Sammeltaxi zur Grenze.
tgl. 6–22 Uhr
Die erste thai-laotische Freundschaftsbrücke ist für viele Traveller das Eingangstor nach Laos. Sie überspannt den Mekong im Nordosten Thailands bei Nong Khai, 614 km von Bangkok und 24 km von Vientiane entfernt.
Transport: Nong Khai erreicht man von Bangkok per Bus und Bahn: Vom Mo Chit Terminal starten tgl. mehr als 15 Busse mit diesem Ziel (9–10 Std). Entspannter ist die Reise im Liegewagen eines Nachtzugs (Infos unter www.railway.co.th). Der Übergang liegt 3 km westlich von Nong Khai. Die Grenzformalitäten sind unkompliziert. Hinter dem thailändischen Einreiseschalter bringt einen ein Shuttlebus für 20 Baht über die Brücke. Auf laotischer Seite fahren Busse, Tuk Tuks und Taxis in 45 Min. nach Vientiane. Es gibt auch eine Zugverbindung von Nong Khai über die Freundschaftsbrücke nach Ban Thanaleng (15 Min., Visa on Arrival am Bahnhof). Von dort sind es aber noch einmal 15 km ins Zentrum der laotischen Hauptstadt.
Grenzüberschreitende Busse nach Vientiane starten in Bangkok (tgl., 10 Std.), Nong Khai (6x tgl., 1/2 Std.), Udon Thani (6x tgl., 2 Std.), Khon Kaen (2x tgl., 4 Std.) und Korat (tgl. morgens, 7 Std.). Seit ein paar Jahren gibt es sogar eine Verbindung von Udon Thani direkt nach Vang Vieng (um 7 Uhr über Nong Khai, 6–7 Std.). Um diese Verbindungen nutzen zu können, muss man das Laosvisum normalerweise schon im Pass haben. Dies ist nicht der Fall bei den Backpackerbussen, die sich jeden Abend von Bangkoks Khaosan Rd. nach Vientiane und Vang Vieng aufmachen.
Wer keine Lust auf langes Sitzen hat: Udon Thani, 52 km südlich von Nong Khai, wird tgl. von Thai Airways, Air Asia und Nok Air aus Bangkok (1 Std.) angeflogen. Nok Air bietet zudem von Bangkok und Chiang Mai ein günstiges Fly’n’Ride-Paket mit Bustransfer nach Vientiane an.
tgl. 8–18 Uhr
Der einsame Grenzübergang im Nordosten Thailands, 136 km nordöstlich von Nong Khai, wird nicht häufig genutzt. Das kann sich ändern, wenn hier wie geplant die fünfte Freundschaftsbrücke gebaut wird. Im Moment pendeln noch Fähren über den Fluss. Es gibt kein Visa on Arrival.
Transport: Bueng Kan ist regelmäßig mit Bussen aus Nong Khai (2–3 Std.) und Nakhon Phanom (4 Std.) zu erreichen. In Bangkok startet tgl. um 19 Uhr ein Bus (12 Std.). Die Fährfahrt über den Mekong kostet 60 Baht.
tgl. 6–22 Uhr
Thakhek ist das Sprungbrett für Ausflüge in die Karstwelt der Provinz Khammouan. Tägliche Billigflüge von Bangkok nach Nakhon Phanom und eine Busverbindung über die dritte thai-laotische Freundschaftsbrücke sorgen für eine unkomplizierte Anreise. Die Grenze liegt 13 km nördlich der Stadt. Hinter der laotischen Immigration gibt es einen Geldautomaten.
Transport: Ein Dutzend Busse verlassen Bangkoks Mo Chit Terminal täglich für die 12-stündige Fahrt nach Nakhon Phanom (727 km). Der Flug mit Nok Air oder Air Asia dauert nur 1 3/4 Std. Vom Busbahnhof in Nakhon Phanom fahren Busse alle 1–2 Std. von 8–16.30 Uhr über die Brücke nach Thakhek (70 Baht, 1–2 Std.).
tgl. 6–22 Uhr
Seit die zweite thai-laotische Freundschaftsbrücke fertig ist, führt die schnellste Landverbindung zwischen Thailand und Vietnam über Savannakhet. Nicht wenige Traveller nutzen die Stadt als Basis, um im dortigen Konsulat ein Visum für Vietnam zu beantragen und anschließend den Bus nach Ha Noi, Hue oder Da Nang zu nehmen.
Transport: Vom Mo Chit Terminal in Bangkok fahren morgens und abends Busse nach Mukdahan (10 Std., 671 km). Von dort geht’s stdl. zwischen 7.30 und 19 Uhr in 45 Min. über die Brücke (45 Baht).
tgl. 6–20 Uhr
Der südlichste der thai-laotischen Grenzübergänge liegt 90 km östlich von Ubon Ratchathani und 44 km westlich von Pakxe, dem Verwaltungszentrum der laotischen Provinz Champasak. Die Stadt ist ein guter Ausgangspunkt für Trips zum Vat Phou, auf das Bolaven-Plateau oder die Si Phan Don. Songtheos nach Pakxe fahren in Vangtao 500 m östlich der Immigration von einem Sandplatz linker Hand ab.
Transport: Von Bangkok gibt es Nachtbusse nach Chong Mek (Buchungen bei Reisebüros in der Khaosan Rd.) sowie Nachtzüge und Flüge nach Ubon. Von Ubons Busstation Satani Konsong, 5 km nördlich der Stadt, fahren täglich zwei Busse direkt nach Pakxe. Außerdem starten von der Busstation Talad Kao in Ubon/Warin alle 30 Min. Songtheos nach Phibun (1 Std.) und von dort weiter bis zur Grenze (1 Std.). Nok Air, www.nokair.com, bietet seit 2014 ein praktisches Fly’n’Ride-Paket an: von Bangkok (Don Muang) über Ubon (Flug) zur Grenze (Bus) und auf laotischer Seite mit dem Bus weiter nach Pakxe.
Touristen nutzen bislang sechs Grenzübergänge zwischen Laos und Vietnam. An allen gibt es Visa on Arrival für Laos, grenzüberschreitende Busse verbinden die wichtigsten Städte.
tgl. 8–17 Uhr
Dieser Grenzübergang im hohen Norden bietet interessante Möglichkeiten für Traveller: Vom geschichtsträchtigen Dien Bien Phu lässt sich in 5–6 Std. das verschlafen am Nam Ou liegende Muang Khoua in der Provinz Phongsaly erreichen – einer der Startpunkte für die Bootsfahrt nach Muang Ngoi Kao und Nong Kiao (siehe >>).
Transport: Außer nach Muang Khoua starten in Dien Bien Phu auch jeden Morgen Busse nach Luang Prabang (14–15 Std.), Phongsaly (12–13 Std.), Oudomxai (8–10 Std.) und Houay Xai (13 Std.). Dien Bien Phu selbst errreicht man mehrmals tgl. per Bus (12 Std.) und Flugzeug (1 Std.) aus Ha Noi.
tgl. 7–12, 13.30–17 Uhr
Der Grenzübergang liegt nordwestlich von Thanh Hoa an der Nationalstraße 217, nur gut 50 km von Vieng Xai und den ehemaligen Höhlen der laotischen Revolutionäre entfernt.
Transport: Vom Busbahnhof in Thanh Hoa fahren tgl. Busse direkt nach Xam Neua (10–11 Std.). Alternativ stehen in Quan Son Motorradtaxis für die 55 km zur Grenze bereit – auf laotischer Seite gehört allerdings viel Glück dazu, ein Songtheo nach Xam Neua oder Vieng Xai zu erwischen.
tgl. 6–18 Uhr
Der Grenzübergang zwischen Ky Son (auch Nam Khan oder Nam Can genannt) und Nong Het ist seit mehr als zehn Jahren für Touristen geöffnet. Wer hier einreist, will meist zur Ebene der Tonkrüge.
Transport: Mehrmals in der Woche starten vom nördlichen Busbahnhof in Vinh Busse direkt nach Phonsavan (11 Std.) und Luang Prabang (18 Std.). Die Straße ist inzwischen ganz passabel. Außerdem bestehen mehrmals tgl. Verbindungen nur bis zur Grenze. Von dort dauert die Fahrt im Bus oder Pick-up bis nach Phonsavan drei Stunden. Wer strandet: In Nong Het und in Muang Kham, 65 km weiter, gibt es einfache Gästehäuser.
tgl. 7–17 Uhr
Mehr als 700 m hoch liegt der Keo Neua Pass, der die vietnamesische Provinz Ha Tinh mit der laotischen Provinz Borikhamxai verbindet. Cau Treo auf vietnamesischer Seite ist 3 km von der Grenze und etwa 100 km von Vinh entfernt. Das laotische Lak Xao liegt 35 km westlich der Grenze. Da der Übergang relativ wenig frequentiert wird, sollte man früh anreisen, um Anschluss nach Lak Xao zu haben.
Transport: Regelmäßig bis zum frühen Nachmittag fahren öffentliche Busse vom Markt in Vinh nach Tay Son (früher Trung Tam), dem letzten größeren Ort vor der Grenze. Von dort werden die 26 km bis zur Grenze per Sammel- oder Motorradtaxi zurückgelegt. Wer sich die umständliche Anfahrt sparen möchte, nimmt einen der rustikalen Busse, die Vinh morgens nach Lak Xao, Thakhek oder Vientiane verlassen. Es gibt auch täglich Busse direkt von Ha Noi nach Vientiane (18–20 Std.).
tgl. 7–22 Uhr
Der meistfrequentierte Grenzübergang zwischen Vietnam und Laos verbindet die Provinz Quang Tri mit der Provinz Savannakhet über den Lao Bao Pass. Auf laotischer Seite gibt es eine Bank.
Transport: Von Hue und Da Nang besteht tgl. Anschluss nach Thakhek, Savannakhet, Pakxe und Vientiane. Außerdem pendeln regelmäßig Busse und Minibusse zwischen Dong Ha und der Grenze (2 Std.). Einige fahren nur bis ins Dorf Lao Bao, wo man für die letzten 3 km ein Motorradtaxi nehmen muss, ebenso nach dem Grenzübertritt für die kurze Fahrt nach Dan Savan. Dort starten 3x tgl. bis 14 Uhr Busse nach Savannakhet (6–7 Std.). Eine bequemere Alternative ist der Bus, der alle zwei Tage morgens direkt von Dong Ha nach Savannakhet fährt (8 Std.).
tgl. 8–16 Uhr
Dieser Übergang, 80 km nordwestlich von Kon Tum und 113 km östlich von Attapeu, gehört zur Kategorie „einsamer Außenposten“ – für Leute, die aus Südvietnam kommen, die erste Möglichkeit, einen Fuß auf laotischen Boden zu setzen.
Transport: Jeden Morgen fährt ein Bus von Plei Ku über Kon Tum nach Attapeu und von dort weiter nach Pakxe (8–9 Std.), außerdem geht’s 3x wöchentl. von Quy Nhon nach Pakxe.
tgl. 7–17 Uhr
