Tanzen wird sie, erst einmal. - Eveline Blum - E-Book

Tanzen wird sie, erst einmal. E-Book

Eveline Blum

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Beschreibung

Eine Geschichte aus der Zukunft? Vielleicht. Nur: Die Zukunft ist schon da. So erfährt es S., deren Namen wir ebenso wenig kennen wie sie selbst. «Sie gab sich nie einen Namen und hatte vergessen, woher sie kam. In ihr war alles leer. Erinnerung, Gedächtnis, Wunschkammern. Wissensspeicher, Vorstellungen, Identität. Keine Aussicht auf Bekanntes. Weder rückwärts noch vorwärts. Sie würde sich einfinden müssen in diesen Moment. Von da ausgehen. Eine Heiterkeit hatte sie ergriffen am Tag der Löschung. Wann war das? Sie wusste es nicht. (…) Es war Frühling. Er überstrahlte den Winter wie nie zuvor.»

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EPUB
MOBI

Seitenzahl: 117

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Eveline Blum

Tanzen wird sie,erst einmal.

Copyright © 2019 Eveline Blum

Foto Umschlag vorne: EB

Gestaltung Umschlag und Innenteil: Hans Peter Wermuth

Verlag und Druck: tredition GmbH,

Halenreie 40-44, 22359 Hamburg

ISBN Paperback

978-3-7482-5838-4

ISBN Hardcover

978-3-7482-5839-1

ISBN e-Book

978-3-7482-5840-7

Das Werk, einschliesslich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und der Autorin unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte biografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.

«ICH BIN vollständig, unabhängig und unbegrenzt» (unbekannt)

«Stillsein befreit den STILLEN TON» (S.)

«LOVE IS SPACE» (Eveline Blum)

Das Wort in mir, wo kommt es her? Ein Geschehen beinah ungesehen. Ein Fest der Schöpfung? Eine Kaskade von Licht? Wird da etwas dicht? Ein Same gesetzt? Eine Fassung von …

Ohne Unterlass strömt es, kommt und vergeht. Das flüssige Wort ist nicht ich. Und alles doch bin ich. Nicht weil ich es will, nur weil ich es bin im Lassen vom Ich. Im Lassen bin ich ich. Im Wollen verliere ich mich. Im Sehnen verirre ich mich. Ich scheine nicht, es scheint durch mich und klingt. Da ist nichts mehr zu fragen, kein Verzagen, kein Sinnen, kein Ringen. Still und heiter fliesst es, das Wort, plätschert und singt ein unsagbares Lied. Wie frisches Quellwasser sprudelnd, durchflutet es mich. Übermut, mehr als Mut, ist da in mir im Wort. Da bin ich da und dort.

00

Dies ist die Geschichte von S. Wir kennen sie nicht, nicht einmal ihren Namen. Schon wollte ich sie Sophia nennen, doch das wäre zu früh. Wo keiner weiss, wer sie war und ist. Sie gab sich nie einen Namen und hatte vergessen, woher sie kam.

In ihr war alles leer. Erinnerung, Gedächtnis, Wunschkammern. Wissensspeicher, Vorstellungen, Identität. Keine Aussicht auf Bekanntes. Weder rückwärts noch vorwärts. Sie würde sich einfinden müssen in diesen Moment. Von da ausgehen.

Eine Heiterkeit hatte sie ergriffen am Tag der Löschung. Wann war das? Sie wusste es nicht. Fühlte sich schwerelos, während ihre Füsse sich mit jedem Schritt neu an den Boden anschmiegten. Erde aufsaugen, sich niederlassen. Sie hatte keine Ahnung, was zu tun war nach dem RESET; begab sich auf lange Spaziergänge. Ohne Ziel. Nur gehen. Füsse aufsetzen, atmen. Es war Frühling. Er überstrahlte den Winter wie nie zuvor. Eine kindliche Lust zu entdecken trieb sie an. Als ob sie noch nichts von dieser Welt je gesehen, neue Augen bekommen hätte. Ein neues Gesicht. Tagelang rief niemand an. Kein sms, keine Email. Als ob sie nicht da wäre. Sie niemand kennen würde.

Wie würde es weitergehen? Was war zu tun? Wurde sie irgendwo gebraucht? War sie in einer Parallelwelt gelandet? Einer Zwischenwelt? Sie schob die Fragen weg. Das war nicht ihr Weg. Antworten suchen, nein. Fraglos bleiben. Wunsch- und fraglos.

Plötzlich wusste sie: «Auf diesen Moment habe ich gewartet. Ein Leben lang. Viele Leben lang.» Sie dachte es ohne Groll. Ohne Reue. Ohne jedes Gefühl. Nein, das war nicht verschwendete Zeit gewesen. Nur eine andere.

Ein Kind kommt ihr entgegen. Knapp zwei Jahre alt. Kann noch kaum laufen und rennt wie ein Weltmeister hinter dem Ball her. Ein Mädchen. Sein strohblondes Haar ebenso unbändig wie der Juchzer, den es ausstösst, stürmt es vorwärts, sich dem roten Ball entgegen werfend. Ups. Hingefallen. Über die eigenen Füsse gestolpert. Soll sie jetzt weinen? Ein bisschen schniefen erst mal, doch die Mutter erinnert den Code. «Uppala!», ruft sie dem Kind zu. Und es versteht. Uppala. Da ist nichts.

Die alte Frau lächelt nur kurz, dann gleitet ihr Blick zurück zum Rollator, auf den sie sich stützt. Die Füsse in Zeitlupe, mit höchster Konzentration aufsetzend, einer nach dem anderen, als ob sie aus Porzellan wären, geht sie voran. Nur nicht fallen. Sie wird das hier durchziehen. Einmal hin und dann zurück. Nur zweihundert Meter, aber die. Ihre stahlblauen Augen ebenso nach innen wie nach aussen gerichtet. Sie geht auf der Grenze.

Der Boden ist noch feucht vom Regen. Kühl. «Ich werde ich», denkt S. «Bin so nah wie noch nie.» Also doch eine Erinnerung? Nein. Eher eine Erfahrung von neu. Neu sein und neu fühlen. Auch das Denken eine Art Fühlen. «Ich will alles sehen. Gehe dem entgegen, diesem alles. ICH BIN ALLES. Du, du und du. Baum, Giersch, Brennessel, Hase und Fuchs. Reh, Stier und Maus. Glückskäfer, Engerling, Raupe, Schmetterling. Tanne, Wüste, Savanne. Mein Nachbar, alle Tanten und Kusinen, Mutter, Vater, Grosseltern, Neffen, Nichten, Onkel. Ich sie. Sie ich.»

Am Boden sitzen im Wald, angelehnt an eine Tanne. Sonne im Gesicht. Füsse auf warmem Moos. Wie von Zauberhand bewegt, beginnt sich der Blick zu weiten. Die Gefässe gehen mit. Blutgefässe, Energiebahnen, Zellen, Zellzwischenräume. Alles wird weit. Damit die Freude Platz hat. Sie strömt und pulsiert, fährt feurig durch S. hindurch. Die Ekstase kommt unerwartet. Sie beginnt zu singen. Leise nur, vergnügt. Egal wie es klingt. Es will tönen, schwingen, aus ihr heraus, ins Irgendwo.

01

Da. Etwas Hartes fällt ihr auf den Kopf. Präzis. Sie hat eben etwas Bestimmtes gedacht. «Was war das?», fragt sich S. Sie kann nichts erkennen. Kein Geschoss, keine Baumfrucht, kein Stein. Nichts, was sie am Kopf getroffen haben könnte. Auch den Gedanken kann sie nicht erinnern.

Sie geht weiter. Nicht grübeln. Gehen. Die Wiese noch feucht vom Regen. Ihre nackten Füsse mögen das. Sie werden weich und breit. Öffnen sich. S. spürt, wie sie sich in dieses offene Gefäss hinein niederlässt. Bei jedem Schritt ein bisschen mehr. Das Gras angenehm kühl. Sonne.

02

«Jede Zeile eine Meile. Jede Zelle eine Welle. Yes. Das ist nicht so einfach zu essen.

Du bist nicht einsam. Du bist ein Same im Nichts. Ein genialer Same in Allem. Du kannst dich nicht selbst gross ziehen. Es gibt nichts zu ziehen. Nur hineinwachsen ins Dunkle; den Funken werden lassen. Ein Licht sein kannst du auch nicht. Du bist es schon. Es gibt nichts zu können. Streng dich nicht mehr an. Lass es sein. Lass dich sein. Öffne dich einfach ein bisschen, wenn du magst. Auch das ohne Anstrengung. Du bringst es noch fertig, dich beim Öffnen anzustrengen, ja? Macht nichts. Ist einfach nicht nötig. Bleib so leicht wie möglich und sieh das Schwere. Schau es dir an. Das reicht. Tanze ein bisschen. Und wiege dich in deiner dunklen Hülle. Lass den Samen spriessen. Lass ihn dabei in Ruhe.

Das andere Leben ist schon da. Tausend Leben sind da. Du kannst auch ein bisschen springen, von einem ins andere. Ausprobieren. Stell dir einfach vor, da oder dort zu sein. So bist du auch schon da, wo du sein möchtest. Immer. Sogar wenn es weh tut. Du wolltest es so. Ja. Du wolltest es so.

Und jetzt willst du etwas anderes. Geh da hin. Sei da. Hol dir was du willst, bring es hierher. In diesen Moment. In diesen Körper. Fühle, wie es schon da ist. Dann kommt es vielleicht auch von aussen. Vielleicht auch nicht. Du brauchst es nicht mehr, weil du es schon hast. Genauso geht Heilung.

Das ist aufregend neu. Unglaublich für den Verstand. Glaube ein bisschen, was du willst. Das macht mehr Spass als dich zu fragen, was du glauben solltest. Oder was nun richtig sei.

Du bist schon sooooooooooo lange unterwegs. Hast schon sooooooooo viel erfahren. Jetzt kannst du dich zurücklehnen. Du bist sicher. Wir sind bei dir. Und wir lieben es, wenn du lachst, wir wünschen dir so sehr, dass du unsere Freude spürst. Feiere dich. Du bist ein Held. Nicht der einzige, aber auch einer. (Hihi!) Ein Held, der auch mal Fehler macht. Ja, das geht. Eine Heldin, um genau zu sein. Das ist ein Held, der auch mal Fehler macht und dabei lächelt.

Also, liebe Heldin. Geniesse diesen Tag!»

03

Einen Schritt tun. Ohne Ziel. Ohne Hast. Die Zehen lang werden lassen. Das Gesäss breit. Noch ein Schritt. Und noch einer.

Die Äpfel vom letzten Herbst schrumpeln vor sich hin. Vögel singen ungeniert. Das Mädchen ist ein Junge. Er darf nicht aufs Rad ohne Schuhe. Bleibt stehen. Keinen Schritt will er gehen. Fahren! Oder Schreien.

S. ist so frei und setzt sich mit ihrem Eis auf die Bank neben dem Spielplatz. Sie hat sich Käse gekauft. Ein Eis und Salami. Hat mit dem Italiener gesprochen, der pfeifend aus dem Hinterzimmer in den Laden kam, um sie – weiter pfeifend – zu bedienen. Er lebt in einer eigenen Zeit. Hat Zeit. Sein Laden ist eine Ansammlung von Köstlichkeiten. Feinschmecker-Waren. Oliven, Käse, Mozzarella, Salami, eingelegte Auberginen, Nougat, Gasparini Glacestängel, Teigwaren, Weine, Biscotti, Kaffee. Das ist sein Reich. Er verkauft, als ob er nicht auf die Einnahmen angewiesen wäre. Teilt seine Schätze mit Freude. Sie sind nicht billig. S. hat das Gefühl, etwas Wertvolles bekommen zu haben. Nicht nur Ware.

04

Es gibt eine Geschichte, die sich seit vielen Jahren wiederholt in ihre Erinnerung drängt. Auch jetzt, nach dem RESET. Sie weiss nicht, woher sie kommt. Ob sie ihr jemand erzählt hat. Ob es ein Traum war. Es fühlt sich an wie ein Traum, der real ist:

Sie liegt in einer Höhle. Es ist stockdunkel, doch sie schläft nicht. Seit Tagen, wie ihr scheint, liegt sie wach in der Dunkelheit. Sie hat das Zeitgefühl verloren im ewig gleichen Unlicht. Es ist still. So still, dass sie das Rauschen ihres Blutes hört und darüber leise silberne Töne. Das Geräusch des Atems dröhnt, während etwas sie sanft und schleichend in die Tiefe zu ziehen beginnt. Hinein in eine noch tiefere Stille. Dann, plötzlich, öffnet sich alles. In ihr und um sie herum. Sie ist ein sich öffnendes Geschehen. Gibt sich dieser Bewegung hin, kann nicht anders. Eine Wonne ist das! Ein Schmelzen in den Raum hinein, ohne Grenzen. Der weiter und weiter wird. Endlos sich öffnet. Und sie geht mit. «Jetzt!», denkt sie, und spürt, wie ihr Bauch anschwillt. In diesem körperlosen Zustand. Sie ist nicht erstaunt und doch überrascht, dass es nun geschieht. Sie trägt die Erde in ihrem Bauch.

05

S. erwacht mitten in der Nacht und notiert:

«Ich falle und falle. Von Raum zu Raum. Das Ziel: Da hin, wo alles gut ist. Ja, ich bin da. Und schon kommt eine neue Welle, die mich durchpflügt.

Spannung und Entladung. Spannung und Entladung. Alles gleichzeitig. Alles im Fluss.

Ich bin nirgendwo mehr fest. Weder Ort noch Körper. Ein flüssiges fliessendes Empfinden. Fühlen, wahrnehmen, loslassen. Den Strom des Lebens durch mich hindurch lassen.

Ganze Universen durchziehen lassen. Öffnen ohne Ende.

Danke, danke, danke!

Die Seele ist unfassbar. Sie trägt mich durch alles hindurch. Und ich bin mitten in der Nacht hellwach. Müdigkeit ein Phänomen. Wie alles, was ich je geglaubt, gesehen, gedacht habe: flüchtig.

Wo die Dinge flüchtig sind, brauche ich nicht mehr zu fliehen. Nun ist da wo ich bin immer da und immer richtig.

Du meine Güte! Ja, auch ich bin richtig.

Das Wunder geschieht. Jetzt. Es ist: Wandlung, Bewegung. Aufscheinen von Neuem und Verschwinden. Ewiges Erscheinen und Verschwinden.

Zeit ist vorbei, vorbei, vorbei.

Und immer da, so viel du brauchst.

Fülle ist unendliche Zeit und unendliches Sein im Meer der Liebe. Sie bewegt sich in einem nie endenden Fluss durch mich hindurch.

ICH BIN HIER. JA.

Die Amsel eröffnet den Tag.»

06

«Weder deine Augen noch deine Ohren können dir sagen, was geschieht. Du bist es, die alles formt, was in deinem Leben wirkt und ist. Doch du kannst es nicht handhaben, nicht steuern mit Handlungen, die du dir ausdenkst. Du kannst strampeln, hampeln, wüten, brüten, schmachten, trachten, doch all das nützt nichts, heilt dich nicht.

Nur die Hingabe hat die Kraft, dich zu erlösen. Hingabe an den Fluss des Lebens, an das, was in dir und durch dich wirkt, sobald du aufhörst, dich zu fragen, was du sollst, könntest, müsstest, falsch machst, was nicht mit dir stimmt.

Es ist einfach. Es ist da. Genau hier und genau jetzt. Nichts Besonderes zu tun. Stimme dich ein auf das, was dich trägt und heilt. Und segne alles, was deinen Weg kreuzt.

Nicht abheben. Fliegen in allen Lagen!»

07

Im Wald.

S. ist entzückt. Hingerissen von der Schönheit der Natur. Das saftige Grün, die Gerüche: erdig, nussig. Und ebenso nährend. Liebe. Präsent in jedem Wesen. In allem!

Plötzlich ein Reh. Vor ihr auf dem Weg. S. bleibt stehen. Sie schauen sich an. Eine ewige Minute lang. Beide ganz ruhig. Das Reh hat keine Angst. Dann sieht S. sein Junges, rechts vom Weg, im Gebüsch. Die Mutter scheint zu überlegen. Ob sie zurück zu ihrem Jungen oder weiter gehen soll, den Weg überquerend, in den Wald. Sie dreht den Kopf hin und her. Hält inne. Geht langsam los, überquert gemächlich den Weg, als ob da nichts hinter ihr wäre, und verschwindet im Wald. Ein Rascheln lässt S. ihren Blick zurück zum Gebüsch wenden, in dem sie das junge Reh gesehen hatte. Es hebt den Kopf, sieht sie, schaut ihr einen Moment lang in die Augen, wendet ruckartig und rennt zurück ins Gehölz – in die der Spur der Mutter entgegengesetzte Richtung.

Nun setzt sich S. wieder in Bewegung. Das Geschehen berührt sie. Sie fühlt sich mit beiden Tieren verbunden. «Die sprechen zu mir», denkt sie und geht weiter. Wendet sich an der Weggabelung nach rechts, um ihren Heimweg fortzusetzen. Am Wegrand liegt eine tote Maus. Nach fünfzig Metern taucht das junge Reh wieder auf; rechterhand, im lichten Gehölz, steht es da, als ob es auf S. warten würde. Geht auf der Stelle, sich im Kreise drehend wie bei einer Modenschau, zeigt sich S. von allen Seiten, reckt den Kopf in die Höhe und überquert bedächtig ausschreitend wie eine Tänzerin den Weg, lässt sich in einen leichten Galopp fallen, springt behänd über herumliegende Stämme, leicht und lautlos jubelnd, was sich sogleich auf S. überträgt. Es ist frei.

08

S. will wissen, wer sie nun ist, nach dem RESET. Wozu sie noch hier ist. Sie hat fast alles losgelassen, was sie für ihre Person hielt. Geschichte, Berufsbezeichnung und die vielen Rollen, die sie spielte bis zum RESET. «Nun ist genug», denkt sie. «Wer bin ich? Wer bin ich wirklich?»