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In den einzelnen Entwicklungsphasen ihres Lebens brauchen Kinder und Jugendliche einen stetigen und soliden Wegweiser. Doch wie pädagogisch richtig Handeln, wenn gewisse Situationen unter Umständen auch in Aggressionen oder Gewalt enden können? Nicht immer hat man dafür die passenden Handlungsoptionen sofort parat. Um dem entgegen zu kommen ist eine Präventive Strategie gefragt. So möchte der Autor sein Wissen in kurzen aber gebündelten Abschnitten mit jenen teilen, die gerne über den berühmten Tellerrand schauen wollen. Ob bereits vertrautes oder auch neues, mit Sicherheit lässt sich hier in diesem Buch notwendiges Wissen finden, welches in pädagogischen Bereichen seine Anwendung finden kann.
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Seitenzahl: 62
Veröffentlichungsjahr: 2019
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Dieses Buch ist meinen Eltern gewidmet. Sie haben viel Energie und Geduld in meine persönliche Entwicklung gesetzt und mich zu dem gemacht, was ich heute bin.
Mein Dank an euch!
Die Gewährleistung von größtmöglicher Sicherheit bei Kindern und Jugendlichen, stellt für das Lehrende und nicht lehrende Personal eine stetige Herausforderung dar. Gerade dann, wenn es um das Thema Gewaltprävention geht. Um den Anforderungen gerecht zu werden, ist dabei besonders die ständige Wachsamkeit bzgl. der verschiedenen Gefahrenquellen, die auftreten können, erforderlich.
Das Hauptaugenmerk liegt hierbei vor allem in der Prävention und die Durchführung von klar abgestimmten Maßnahmen. Als Anbieter von speziell abgestimmten Projekten im Bereich der Gewaltprävention, ist es mein persönliches Anliegen, eine nachhaltige Grundlage und Perspektive zu schaffen.
Denn durch handlungsorientierte Unterrichtsmethoden, kann ich Erfolgserlebnisse vermitteln und so soziale Kompetenz für den Umgang mit sich und andere schaffen. Außenseiter kann ich so besser in die Gruppe integrieren und die Kommunikationsfähigkeit der einzelnen Gruppenmitglieder trainieren. Dies gelingt mir persönlich durch die Anwendung spezieller Themenbereiche wie zum Beispiel das Kampfkunst- und Survivaltraining.
Nach fünfzehn Jahren erfolgreicher Projektdurchführung, schaue ich auf eine positive Bilanz zurück. Dies bestärkt mich immer wieder auf das neue, in diesem Themenbereich unaufhaltsam weiterzumachen. Denn die positive Resonanz dieser Projekte ist hoch und setzt stetig neue Maßstäbe und Ziele für mich. Aufgrund der vielen Gespräche und der stetigen Frage: „Was kann ich tun?“, ist daraus dieser kurzen Handlungsleitfaden entstanden, der die wichtigsten Grundlagen vermittelt und für alle leicht verständlich ist.
Aufgrund dieser vielen Erfahrungen, hat mich mein Mentor Bernd Höhle dazu ermutigt, diese zu Papier zu bringen. Durch seinen Zuspruch und seiner direkten Hilfe ist dieses Buch entstanden, wofür ich ihm sehr dankbar bin. Ich hoffe das ich mit diesem Buch viele Menschen anspreche und einen wichtigen Teil dazu beitragen kann, die ein oder andere Sichtweise im Präventiven Rahmen zu schaffen.
Danny Koch
Präventionstrainer und Projektleiter „Institut für Jugendförderung“
* persönliche Anmerkung
Betreuer, Assistenten, Trainer, Lehrer und Pädagogen bezeichne ich in diesem Handlungsleitfaden zusammenfassend als Lehrpersonal, wodurch sich ein jeder angesprochen fühlen kann.
Projektpartner
Das Thema „Gewalt“
Tatsachen
Problematik
Wut als Ursache
Basis der Prävention
Arbeitsmethoden
erste Maßnahmen
Grundlagen der primären Prävention am Kind
Partizipation
Das Bewusstsein zur Stärkung der Rechte von Kindern
Angewandte Arbeitsmethoden
Das Institut
Ausbildungsmethoden
Konstruktive Konfliktbearbeitung
Die Mediation
Weitere wichtige Methoden
Wichtige Grundlagen für Lehrpersonal und Eltern
Prävention bei den Eltern
Achtsamkeit
Mit dem eigenen “Ich” beginnen
Sechs wichtige Schritte im eigenen Leben
Richtlinien für das Lehrpersonal
Teil 1
Teil 2
Teil 3
Teil 4
Erlebnisse aus einer Klassenfahrt
Und nun?
Tag “Eins”
Tag “Zwei”
Tag “Drei”
Der Autor
Wie eben bereits beschrieben, beziehe auch ich mein Wissen aus anderen Quellen. Ein Netzwerk von Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen ist auch für mich dazu zwingend förderlich. So möchte ich an dieser Stelle auch auf den für mich wichtigsten Partner in diesem Themenfeld noch „dankend“ eingehen, welcher auch zeitgleich Co Autor dieses Buches ist.
Seit vielen Jahren bestehen die gleichen Interessen in der Werteerziehung und der Vermittlung von sozialer Kompetenz. So hat auch Bernd Höhle aus Stadthagen über viele Jahre hinweg ein Refugium in diesem Bereich geschaffen. Mit seinem Projekt „Team & Leadership Training Akademie“ setzt er intensive Maßstäbe in den es um Dinge, wie zum Beispiel die Potenzial Entfaltung, Charakterschulung, Persönlichkeitsentwicklung oder Grenzerweiterung geht.
Er spricht gezielt Trainer, Lehrer, Pädagogen an um sie als Multiplikatoren für notwendiges Wissen gewinnen zu können. In diesem Zusammenspiel streben wir die gezielte Erweiterung unserer Konzepte zu einem „Berufsverband für Coaches, Lehrer und Pädagogen“ an, welcher eine wichtige Plattform im Präventiven Bereich bietet.
„Jedes Ziel, das man anvisiert hat auch Hindernisse. Hindernisse, die mit Steinen zu vergleichen sind, die man auf dem Weg dorthin wegräumen muss, um es zu erreichen. Auch Umwege müssen dabei stets in Kauf genommen werden. Aber oft sind es diese Umwege, die einem erst unglaubliche Erfahrungen und Erlebnisse ermöglichen und zu teil werden lassen. So werden diese Wege trotz der Hindernisse erst wertvoll“.
Bernd Höhle
Gewalt ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Und so wurde in den letzten Jahren immer häufiger in den Medien davon berichtet. Gewalt taucht letztendlich in unterschiedlicher Form auf, egal ob physisch oder psychisch.
Beispielsweise ist eine Schule im Prinzip rechtlich dazu verpflichtet, Maßnahmen zu ergreifen, welche helfen sollen, dass bestimmte Gewaltformen verhindert werden. In vielen Schulgesetzen bzw. im allgemeinen „Bildungsauftrag einer Schule“ wird betont, dass es Aufgabe der Schule sei, den Schülerinnen und Schülern „Wertvorstellungen zu vermitteln“ und somit beispielsweise dazu anzuleiten, „Konflikte vernunftgemäß zu lösen, aber auch Konflikte zu ertragen.“
Und Bekanntermaßen ist es außerordentlich wichtig, dass bereits bei Kindern im Grundschulalter frühzeitig präventive Maßnahmen einzuleiten sind, um Gewalt vorzubeugen. Kinder in diesem Alter besitzen häufig noch keine gefestigten sozialen Fertigkeiten. Daher müssen diese regelmäßig trainiert werden.
Das Lehrpersonal sollte sich deshalb darin im Klaren sein, dass alles getan werden muss, damit Gewalt weiterhin keine große Rolle im Alltag spielt und die Anzahl der Konfliktvorfälle geringgehalten werden kann. Doch es steht genau an dieser Stelle die Frage im Raum: Liegt es denn an der Schule, dem Lehrpersonal oder der Unterrichtsmethode und deren Inhalt, dass das Thema Gewalt immer wieder in den Focus gerät?
Aufgrund vieler Tatsachen und meiner persönlichen Erfahrung, kann ich dies an dieser Stelle verneinen und mich darauf beziehen, dass die Ursachen hierfür allgemein in der heutigen Gesellschaft zu suchen sind
Seit Jahren wird eine pädagogische Diskussion über die Zunahme von Gewalt und den Anstieg von Konflikten in der Jugendarbeit geführt. Die Ergebnisse der Umfragen, Pilotprojekte und Konferenzen zum Thema „Gewalt“ sind häufig unbefriedigend, weil ein negativer und eingeschränkter Konfliktbegriff zum Ausgangspunkt pädagogischen Handelns gemacht wird. Konflikte werden in diesem Zusammenhang grundsätzlich als störend, bedrohlich und destruktiv betrachtet.
Die Aufmerksamkeit konzentriert sich zumeist auf dramatische Aktionen oder Gewalttaten. Häufig wird überhaupt erst über einen Umgang mit Konflikten nachgedacht, wenn eine Gewalttat bekannt wird und öffentlich dargestellt wird. Mit traditionellen pädagogischen Mitteln wird dann daran gearbeitet, um weitere Zuspitzungen zu vermeiden. Sobald einige Zeit verstrichen ist, geht das öffentliche Interesse und in der Regel auch die Finanzierung solcher Präventionsprojekte zurück. Beim nächsten Eklat beginnt die Diskussion erneut.
Um aus dieser Sackgasse herauszukommen, ist ein grundlegender Wandel im Herangehen an solche Fragen notwendig. Das Hauptproblem ist dabei nicht die zunehmende Gewaltbereitschaft von Kindern und Jugendlichen, sondern die Tatsache, dass unsere Lösungen für Konflikte und unser Herangehen an Konfliktlösungen unzulänglich sind. Die zunehmende Komplexität der Gesellschaft und die wachsenden Anforderungen an Kinder und Jugendliche zwingen uns dazu, unsere Methoden der Konfliktlösung zu überdenken und nach neuen Wegen und Methoden zu suchen.
Diese Notwendigkeit ergibt sich aus den schon länger laufenden, aber sich in den letzten Jahren verstärkenden gesellschaftlichen Prozessen der Individualisierung.
Die traditionellen Milieus, Familienstrukturen und Nachbarschaftsverhältnisse, welche Orientierungs-, Sinngebungs- und Konfliktregulierungsfunktionen erfüllten, haben sich mehr und mehr verändert und teilweise aufgelöst. Dieser gesellschaftliche Wandel bietet einerseits Chancen zur größeren Selbstverwirklichung, andererseits erhöhen sich für das Individuum Leistungsdruck und Konkurrenz, was vor allem für Kinder und Jugendliche zum Problem werden kann.
