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Dolores war auch heute wieder shoppen und nun ist sie mit ihren Kopfhörern und diversen Einkaufstüten auf dem Weg nach Hause. Es ist für sie nicht immer einfach, besonders aufgrund ihrer Stöckelschuhe, die das Vorankommen erschweren. Doch heute hebt sie zum ersten Mal den Blick, der sonst auf den Boden gerichtet ist. Dabei entdeckt sie einen Kasten, der mit "Telefonzelle zur Quelle" angeschrieben ist. Plötzlich, wie aus dem Nichts, verschwindet ein junger Mann darin spurlos - einfach so. Neugierig öffnet Dolores die Tür und wird von einem wundervollen Duft umhüllt. Dieser ist so verlockend, dass er sie einfach nicht mehr loslässt und ihr Herz zum Hüpfen bringt. Diesen Duft will sie haben. Meditieren als neues Gold öffnet den Zugang zur Quelle, dem wahren Reichtum.
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Seitenzahl: 13
Veröffentlichungsjahr: 2025
Miriam Bruderer ist unter anderem mit „laufend-inne-halten.ch“ unterwegs zum Sein und widmet sich in ihrer Praxis „informations-energiemedizin.ch“ der Energieheilung.
Und so sind Lebensfragen für die Autorin ebenso elementar wie Essen und Schlafen. Indem der eigene Standpunkt durch laufend-inne-halten reflektiert, verändert, aufgegeben und neu ausgerichtet wird, erkennen wir, dass Äusserlichkeiten uns so binden, dass das wahre Leben nicht einmal erahnt werden kann, weil wir uns in Gefühlen wie Angst, Neid, Eifersucht und Konkurrenzkämpfen verstricken.
Wer nach innen schaut und dabei seinen Verstand in die Ferien schickt, reist zur unermesslichen Quelle … „Die Reise lohnt sich – kommst du mit?“
Vollbeladen mit diversen Prunkstücken ist Dolores wie immer sehr langsam und fast wie eine Schnecke unterwegs.
Mit Einkaufstüten, die berühmte Marken abbilden, Glitzerschmuck, Glamourkleidern und Stöckelschuhen bewegt sich Dolores nur schleppend voran. Jede Bewegung scheint schmerzhaft und eine grosse Anstrengung für die wackelnde Dame zu sein.
Weil Dolores die Leichtigkeit, Schönheit und Geschmeidigkeit von anderen nicht erträgt, ist sie fast immer allein unterwegs. Dolores muss wegen ihres prunkvollen Outfits, das enorm schwer ist, immer wieder stöhnend und schimpfend, alle zehn Meter nach Luft ringend, eine Pause machen. Gekonnt verbirgt sie vor anderen ihre Anstrengung, indem sie geschäftig auf ihr Handy schaut. Andere sollen ihr makelloses Sein und ihre Beliebtheit sehen.
Doch wie so oft stöhnt Dolores auch heute: „Mir hilft ja so oder so keiner! Alles muss ich alleine schleppen!“
Wie aus dem Nichts saust ein grosser Schatten über die erschöpfte und schwer beladene Dolores.
