THE GREAT HAPPINESS - Ron Servi - E-Book

THE GREAT HAPPINESS E-Book

Ron Servi

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Beschreibung

Dies ist das Buch über die Liebe. Es wurde geschrieben, um als Orientierungshilfe und Leitfaden für ein glückliches Leben zu dienen. Viele Menschen sagen, dass das Leben ein einziges Rätsel ist und ein glückliches Leben zu haben, ist einfach nur Glückssache oder Zufall. Das ist jedoch nicht so und auch nicht so gewollt. Denn der Schlüssel zu einer erweiterten Erkenntnis des materiellen und des göttlichen Universums verbirgt sich in einer einzigen, aber richtungsweisenden Frage. Diese Frage lautet – Gibt es Zufälle? Es gibt nur zwei Antworten auf diese Frage. All denjenigen, die diese Frage mit - Ja - beantworten, bleibt die Tür zu weiteren Erkenntnissen verschlossen, denn sie haben sich die Antwort auf all die ungeklärten und rätselhaften Erscheinungen in ihrem Leben ja damit bereits beantwortet und somit ergeben sich keine weiteren Fragen, die zu weiteren Erkenntnissen führen könnten. Was ist aber mit all denen, die die Frage bezüglich der Existenz von Zufällen mit einem klaren - Nein - beantworten? Wenn es denn nun keine Zufälle gibt, dann muss es doch Erklärungen für all die mysteriösen und rätselhaften Erscheinungen und Ereignisse in unserer aller Leben geben. Was sind aber nun die wichtigsten Fragen, die die meisten Menschen bewegen und die allzu oft nur unbefriedigend beantwortet werden? Dieses Buch soll die wichtigsten und häufigsten Fragen der Menschen nach dem Sinn des Lebens und nach dem Weg, der zu einem glücklichen Leben führt, beantworten helfen.

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Veröffentlichungsjahr: 2022

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ÜBER DEN VERFASSER
Impressum
VORWORT
ÜBER DIESES BUCH
MEISTER UND DIENER
DAS LEBEN
DER MENSCH
GOTT
Gottes Zeichen
Vom festen Halt
Die Suche und der Weg zu Gott
DIE EXISTENZ
Warum gibt es die Existenz
Das göttliche Universum
Das materielle Universum
GOTTES GESETZE
Gottes Gebote und Offenbarungen
Die Zehn Gebote
GOTTES KINDER
DAS BEWUSSTSEIN
Die Stufen des Bewusstseins
Physischer Körper und Bewusstsein
Seele und Bewusstsein
Gott und Bewusstsein
DAS ICH
Traum und Halbtraum
REALITÄT
Objektive Realität und Wahrheit
DIE SEELE
Zeugung und Wachstum der Seele
Inkarnation der Seele
Aufbau und Funktion der Seele
Die vollkommenen und die unvollkommenen Seelen
Die Gedanken und die Seele
Leben und Tod der Seele
Die Versuchungen der Seele
Rettung und Auferstehung der Seele
Unsere Seele - unser Schatz
DER HEILIGE GEIST UND DAS LEBEN
INKARNATION UND AUFERSTEHUNG
Die Erziehung des spirituellen Wesens
Die Erlösung des spirituellen Wesens
JESUS CHRISTUS
DER SINN DES LEBENS
LIEBE
Vergebung
Liebe oder Hass
HASS
Neid und Angst
Angst
Lüge
Eifersucht
Schuld
SÜNDE
Der Sündenfall im Paradies
WEISHEIT UND ERKENNTNIS
PHILOSOPHIE
Die materialistische Lebensphilosophie
Die idealistische Lebensphilosophie
KOMMUNIKATION
Rhetorik
Gedanken und Gefühle
LIEBE UND DENKEN
Denken, Handeln, Fühlen
Vergleichen und Urteilen
Besitzer der Welt
SINNE DES MENSCHEN
MÖGLICHKEITEN DES AGIERENS
Über das Agieren der Menschen
MÖGLICHKEITEN DES REAGIERENS
ABHÄNGIGKEITEN
Abhängigkeiten von Suchtmitteln
Abhängigkeiten und Leiden
Abhängigkeiten von Instinkten
Abhängigkeiten von guten Gefühlen, Glück und der Liebe anderer
Abhängigkeit von Beziehungen
Abhängigkeiten von materiellen Dingen
Abhängigkeiten vom sozialen Status und Beruf
Abhängigkeit von der Weisheit
UNABHÄNGIGKEIT
Unabhängigkeitstag
LIEBE - EHE - PARTNERSCHAFT
Anforderungen an die Partnerschaft
Männer in der Partnerschaft
Frauen in der Partnerschaft
VERGANGENHEIT - GEGENWART - ZUKUNFT
Erinnerungen an die Vergangenheit
Erwartungen an die Zukunft
VERÄNDERUNGEN
Die Veränderung der Welt
An die Jugend
Evolution
RELIGION
Beschneidung
KÄMPFEN
Aggression
Mut und Feigheit
Angriff und Verteidigung
Rüstung und Krieg
KRANKHEIT
Stress
GERECHTIGKEIT UND UNGERECHTIGKEIT
Strafe und Bestrafung
TEUFEL, HÖLLE UND DIE LIEBE
MENSCHEN UND TIERE
BIBELKRITIK
SPRÜCHE UND DEUTUNGEN
NACHWORT

ÜBER DEN VERFASSER

Die Religionen dieser Welt sind für die Menschen wie wohltuende Feuer, die leuchten und wärmen, so dass die Menschen Licht und Wärme in der Finsternis der materiellen Welt haben, um den richtigen Weg zum Leben zu finden. Durch gute Taten und den Glauben an Gott als Schöpfer und Erlöser schüren und nähren die Menschen diese Feuer und je mehr gute Taten sie vollbringen und je stärker ihr Vertrauen in Gott ist, desto heller und wärmer sind sie. Die Liebe ist wie Öl, das ins Feuer gegossen wird, so dass es größer wird und nie erlischt. Ich will nur einer sein, der noch mehr Öl bringt, so dass das Feuer der Liebe noch größer wird.

 

Aber nicht der Autor dieses Buches ist wichtig, sondern das Buch selbst. Denn es soll nicht entscheidend sein, wer etwas geschrieben hat, sondern was geschrieben wurde. Darum soll dieses Buch nicht über den Autor, sondern das Buch selbst soll zu demjenigen kommen, der dieses Buch braucht. Das Buch soll zum Leser und nicht der Leser zum Buch kommen. Denn wenn der Leser zum Buch kommt, dann wird er es anders lesen und verstehen, als wenn das Buch zum Leser kommt. Wenn das Buch aber zum Leser kommt, dann weiß der Leser, dass er es ist, der dieses Buch braucht.

Ron Servi

 

THE GREAT HAPPINESS

DIE ZEIT DER LIEBE IST GEKOMMEN

 

1. Auflage

 

August 2022

 

Ron Servi

 

Impressum

 

Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt, jede Verwertung bedarf der schriftlichen Genehmigung des Verlages.

 

Texte: © 2022 Copyright by Ron Servi

Cover: © 2022 Copyright by Ron Servi

ISBN: 978-3-910499-22-5

Verlag: HAPPINESS Verlag

19348 Perleberg / Germany

Schwarzer Weg 23

[email protected]

VORWORT

Dies ist das Buch über die Liebe. Es wurde geschrieben, um als Orientierungshilfe und Leitfaden für ein glückliches Leben zu dienen. Viele Menschen sagen, dass das Leben ein einziges Rätsel ist und ein glückliches Leben zu haben, ist einfach nur Glückssache oder Zufall. Das ist jedoch nicht so und auch nicht so gewollt. Denn der Schlüssel zu einer erweiterten Erkenntnis des materiellen und des göttlichen Universums verbirgt sich in einer einzigen, aber richtungsweisenden Frage.

 

Diese Frage lautet – gibt es Zufälle?

 

Es gibt nur zwei Antworten auf diese Frage. All denjenigen, die diese Frage mit - Ja - beantworten, bleibt die Tür zu weiteren Erkenntnissen verschlossen, denn sie haben sich die Antwort auf all die ungeklärten und rätselhaften Erscheinungen in ihrem Leben ja damit bereits beantwortet und somit ergeben sich keine weiteren Fragen, die zu weiteren Erkenntnissen führen könnten. Es ist eben Zufall, dass dieses oder jenes geschehen ist, lautet die Antwort, wenn man das Bewusstsein beruhigen und befriedigen möchte. Das soll jedoch nicht bedeuten, dass diese Menschen aus der Sicht der objektiven Realität betrachtet schlechter sind. Ganz im Gegenteil - diese Menschen haben es leichter als diejenigen, die die Frage nach dem Zufall mit - Nein – beantworten.

 

Gesegnet sind die, die arm im Geist sind. Was auch wiederum nicht bedeuten soll, dass alle Menschen, die an Zufälle glauben, auch arm bezüglich der Intelligenz sind. Sie machen es sich eben einfach nur leicht und vermeiden weitere unangenehme Fragen des Bewusstseins. Arm im Geist soll in diesem Fall nur bedeuten, nicht im Stande oder nicht willens zu sein, weitere Fragen zuzulassen. All diejenigen, die nun weiter gern so verbleiben möchten, dass heißt keine tiefgründigen Fragen wünschen, sollten nun das Buch an dieser Stelle wieder zuschlagen und ihr Leben so gut es geht nach ihrer bisherigen Denkweise und Lebensphilosophie weiterleben.

 

Abschließend möchte ich ihnen jedoch mit auf den Weg geben, sich trotzdem so gut es geht, an der Liebe zu orientieren. Das bedeutet vor allem, nichts über die Liebe zu stellen oder gegen sie zu agieren. Mit Liebe meine ich allerdings die wahre Liebe. Diese Liebe ist insbesondere durch bedingungslose Akzeptanz und bedingungslose Vergebung gekennzeichnet. Wenn wir fähig sind bedingungslos zu akzeptieren, dann haben wir auch die Möglichkeit zu vergeben und desto mehr wir vergeben können, desto unabhängiger und demzufolge auch glücklicher werden wir sein. Denn akzeptieren und vergeben tut man nicht für andere, sondern für sich selbst, um frei zu sein. Diejenigen, die das zu tun vermögen, werden ein glückliches Leben nicht nur in der materiellen Welt, sondern auch in einer göttlichen Welt haben. Warum das so ist, soll in diesem Buch behandelt werden, damit jeder weiß, warum das eine zum Unglück und das andere zum Glück führt oder warum dem einen alles, was er anfängt, auch gelingt und dem anderen eben nicht. Denn die Naturgesetze gelten für alle und die wahre Liebe macht keine Unterschiede zwischen den Menschen, ob sie mehr oder weniger intelligent sind, schön oder nicht so schön, böse oder gut. Diese Liebe gehört allen und ist von nichts abhängig.

 

Nun aber zurück zu all denen, die die Frage bezüglich der Existenz von Zufällen mit einem klaren - Nein - beantworten. Wenn es denn nun keine Zufälle gibt, dann muss es doch Erklärungen für all die mysteriösen und rätselhaften Erscheinungen und Ereignisse in unserer aller Leben geben. In diesem Universum gibt es viele Gesetze und Gesetzmäßigkeiten. Wir sollten diese jedoch grundsätzlich in zwei große Gruppen unterteilen. Die eine Gruppe sind die Gesetze, die von Menschen gemacht wurden. Diese Gesetze nenne ich sekundäre Gesetze. Sie sollen einzig und allein dazu dienen, ein so weit wie nur irgend möglich friedliches und gerechtes Zusammenleben der Menschen zu gewährleisten, auch wenn die biblischen Gebote nicht befolgt werden. Gemeint sind selbstverständlich nur solche Gesetze, die der Mehrheit der Menschen dienen. Von all den anderen Gesetzen will ich hier nicht reden, denn das sind keine Gesetze, sondern Willkür. Die menschlichen Gesetze sind notwendig, da leider die meisten Menschen die göttlichen Gebote nicht halten. Aber dazu mehr an anderer Stelle in diesem Buch.

 

Die zweite und wichtigere Gruppe sind die Naturgesetze. Diese Gruppe nenne ich primäre Gesetze, denn sie kommen aus der Natur und sind durch uns nicht veränderbar. Wir müssen sie so wie sie sind akzeptieren und versuchen, so gut es geht mit und nach ihnen zu leben. Was die Natur und die Naturgesetze wirklich sind, müssen wir allerdings noch definieren.

 

Jedoch möchte ich ein sehr wichtiges Gesetz aus dieser Gruppe bereits jetzt nennen. Dieses Gesetz lautet: Jede Ursache hat einen Effekt und jeder Effekt hat eine Ursache. Somit ist offensichtlich, dass die Antwort auf die Frage nach dem Zufall nur ein klares „Nein“ sein kann. Es gibt keine Zufälle und es macht auch keinen Sinn in einer rationalen, also logisch aufgebauten Welt einen Zufall zuzulassen.

 

Was sind aber nun die wichtigsten Fragen, die die meisten Menschen bewegen und die allzu oft nur unbefriedigend beantwortet werden? Dieses Buch soll die wichtigsten und häufigsten Fragen der Menschen nach dem Sinn des Lebens und nach dem Weg, der zu einem glücklichen Leben führt, beantworten helfen.

ÜBER DIESES BUCH

Wer dieses Buch liest, der soll es nicht mit seinem Verstand lesen, sondern mit seinen Gefühlen. Denn wenn man es mit dem Verstand ließt, dann wird der Verstand keine Beweise finden. Es ist jedoch die Aufgabe des Verstandes, alles zu hinterfragen und zu prüfen. Der Verstand gehört zum materiellen Universum und gehorcht nur dessen Gesetzen. Er ist ein Sklave der Materie. Unser Bewusstsein kann sich jedoch vom Materiellen lossagen, sofern es dafür bereit und willens ist, das zu tun. Dann dient das Bewusstsein nicht mehr dem Materiellen und ist frei um einem Gott, sich selbst oder wem es auch immer dienen möchte, zu dienen. Wenn es sich jedoch für Gott entscheiden sollte, dann stehen der Erkenntnis des Göttlichen alle Türen offen.

 

Gott spricht zu uns über unsere Gefühle und formt sie dadurch. Auch unser Bewusstsein formt unsere Gefühle. Aber die Gefühle lassen sich nicht so einfach wie der Verstand beeinflussen, formen, verändern oder täuschen. Das ist auch sehr gut und wichtig, dass das so ist. Denn unsere Gefühle sind für unser Bewusstsein eine sichere Basis, um Schlussfolgerungen und Entscheidungen zu treffen. Der Verstand sollte nur für schnelle Entscheidungen des täglichen Lebens genutzt werden, die keine weitreichenden und schwerwiegenden Konsequenzen für unser Leben mit sich bringen. Denn verstandsbasierte Entscheidungen bürgen die Gefahr von Fehlentscheidungen in sich, da man den Verstand leicht täuschen kann. Des Weiteren fehlt ihm das Wissen, um vieles erklären zu können, was in der objektiven Realität tatsächlich existiert. Wenn er alles Wissen über das Objektive besäße, dann könnte man auch mit dem Verstand wichtige Entscheidungen treffen. Aber leider haben wir Menschen nicht das erforderliche Wissen über das Objektive, da unserem Bewusstsein der Zugang dazu nicht ohne Weiteres offen steht. Außerdem ist unser Verstand auch nicht groß genug, um die objektive Realität auch nur annähernd zu verstehen und unser Bewusstsein nicht groß genug, um sie zu erfassen.

 

Wenn aber das Bewusstsein wächst, dann öffnet sich auch mehr und mehr die objektive Realität und der Verstand hat die Möglichkeit Wissen zu erlangen und Zusammenhänge zu verstehen, die vorher abstrakt und unverständlich waren und wenn man diesen Weg weiter geht, dann erkennt man nach und nach eine neue Realität, von der man zuvor nicht im Traum gedacht hätte, dass diese existieren würde oder überhaupt möglich wäre. Deshalb soll man bei allen wichtigen Entscheidungen auf seine Gefühle hören, denn sie lassen sich nicht so einfach täuschen. Denn um die Gefühle zu verfälschen, bedarf es sehr viel Zeit und Ausdauer. Deshalb ist eine gefühlsmäßige Entscheidung immer die bessere Entscheidung. Wenn man aber beide zu Rate zieht, Gefühle und den Verstand, dann wird man oft feststellen, dass der Verstand „ja“ sagt und die Gefühle „nein“ sagen. Oder die Gefühle sagen „ja“ und der Verstand sagt „nein“. Selten sind sich beide einig. Das liegt wie bereits beschrieben, in der Natur von beiden begründet.

 

Wenn man also dieses Buch mit Hilfe des Verstandes liest, dann wird dieser dem ständig fragenden Bewusstsein oft keine Erklärungen für die beschriebenen Sachverhalte liefern können, da vieles des hier Beschriebenen nicht Teil des materiellen Universums ist. Deshalb muss sich das Bewusstsein zwangsläufig auf die Gefühle verlassen, denn sie haben ständig Verbindung zur objektiven Realität und können die diesbezüglichen Sachverhalte und Erscheinungen durchaus bestätigen. Wenn man die Kommunikation zwischen Bewusstsein und Gefühlen gut trainiert hat, dann können sie vielleicht sogar das beweisen, was nicht zum Materiellen gehört und für den Verstand zunächst nicht beweisbar und erklärbar ist.

 

Deshalb kann man über dieses Buch auch nicht diskutieren, wie man es zum Beispiel über ein naturwissenschaftliches Lehrbuch tun könnte. Die Naturwissenschaften versuchen, mit Hilfe von Beweisen das Materielle zu erklären, und alles, was nicht beweisbar ist, wird zumindest in Frage gestellt oder oft sogar sofort verworfen, wenn es unlogisch erscheint. Die Fähigkeit unseres Verstandes, komplexe Logiken zu erkennen, ist aber sehr begrenzt. Wir denken immer, dass wir alles verstehen können, da uns die Relation zu etwas Größerem, als uns selbst, fehlt. Wir sehen uns selbst als das Maß aller Dinge. Wie falsch wir damit liegen und wie klein und unbedeutend wir in der absoluten und objektive Realität wirklich sind, das erahnen wir erst, wenn wir unser Bewusstsein so weit erweitert haben, dass wir einen bewussten Zugang zu dieser Realität bekommen. Komplex ist hier also relativ zur objektiven Realität zu betrachten.

 

Unser Verstand ist eben begrenzt und deshalb werden wir viele Logiken wohl nie verstehen können. Deshalb sind wir darauf angewiesen, auf unsere Gefühle zu vertrauen und wenn wir es zulassen, dass die objektive Realität über unsere Gefühle zu uns kommt und zu uns spricht, dann werden wir komplexe Logiken zwar vielleicht nicht verstehen, jedoch werden wir dann wissen, was richtig oder falsch und was gut oder schlecht für uns ist, um glücklich zu werden. Denn das ist am Ende ja auch der Sinn, warum wir überhaupt Naturwissenschaft betreiben. Unser Bewusstsein fragt jedoch leider viel zu oft den falschen Ratgeber um auf die Frage - wie wir wohl glücklich werden können, eine Antwort zu finden. Die Naturwissenschaften werden die objektive Realität nie vollständig erklären können, da sie dem Materiellen unterliegen und diesem dienen. Die objektive Realität steht jedoch über dem Materiellen. Doch das Materielle wird uns nicht glücklich machen können, da wir von Natur aus nicht zum Materiellen gehören. Deshalb wird uns auch nicht das glücklich machen können, was materiell ist, sondern nur das, was objektiv ist und das ist die wahre Liebe.

MEISTER UND DIENER

Das Leben ist wie ein Spiel. Jedes Spiel hat Regeln und ein Ziel. Alle Spieler müssen die Regeln akzeptieren und haben die gleichen Rechte und Pflichten. Ein Spiel muss einen Sinn haben. Der Sinn ist der Anreiz für die Spieler, das Spiel zu spielen.

 

Unser Leben hat Regeln. Die Regeln sind die Naturgesetze. Unser Leben hat auch ein Ziel. Das Ziel, das wir alle haben, ist es ein glückliches Leben zu führen. Wir alle sind die Spieler des Spiels und müssen die Regeln akzeptieren, da niemand von uns die Macht hat, die Naturgesetze zu ändern. Diese Gesetze gelten ausnahmslos für uns alle. Der Sinn unseres Lebens ist es, so viel Liebe wie möglich zu generieren, denn Liebe ist das Einzige, was uns wirklich und dauerhaft glücklich macht.

 

*

Meister und Diener – so heißt das Spiel.

Der Wunsch ist der Anstoß zur Veränderung.

Die Liebe ist die Quelle.

Das Spiel ohne Liebe zu spielen ist sinnlos.

Denn der Sinn ist Liebe.

*

 

Nun muss geklärt werden, warum dieses „Spiel“ erfunden wurde und wie es gespielt werden kann, um es als Gewinner zu beenden.

 

Dieses Spiel ist relativ einfach zu spielen, jedoch sind die Wirkmechanismen derart komplex, dass wir diese wohl nie vollständig verstehen werden. Die Fähigkeit dazu ist uns leider einfach nicht gegeben. Vielleicht ist es aber auch gut so, denn es ist ja nicht der Sinn des Spiels, die Wirkmechanismen zu verstehen oder vielleicht sogar zu verändern, sondern es erfolgreich zu beenden. Der Zweck ist also auch ohne das Verstehen gegeben und das Ziel kann erreicht werden. Deshalb ist es absolut notwendig, auf die korrekte Funktionsweise des Spiels zu vertrauen und fest daran zu glauben, dass das Ziel erreicht werden kann und am Ende der Gewinner, oder in diesem Fall wohl besser gesagt die Gewinner des Spiels, auch ihre Belohnung erhalten.

 

*

 

Geliebt zu werden ist nichts.

Zu lieben ist alles.

Zu lieben und geliebt zu werden - so ist es gedacht.

 

*

 

Glück das aus dem Materiellen entsteht, ist eine Illusion.

Es ist nicht von Dauer und führt uns in

materielle Abhängigkeiten.

Das wahre Glück kommt aus der Liebe.

Dieses Glück ist dauerhaft und lässt uns wachsen.

 

*

 

Alles Nachfolgende ist für diejenigen geschrieben, die offen sind zu glauben. Diejenigen, die jedoch zweifeln und nicht glauben wollen, sollten es nicht lesen. Es ist nicht gedacht, um zu urteilen, sondern um zu dienen.

DAS LEBEN

Wenn wir unser Universum und unser Leben darin betrachten, dann kommen wir an einer grundsätzlichen Frage nicht vorbei. Diese Frage lautet: Warum gibt es überhaupt das Leben und welchen Nutzen oder Wert hat es? Bereits Schopenhauer und Eduard von Hartmann haben dem Wert des Lebens, wenn man nur ein einzelnes Leben von der Geburt bis zum Tod, also ohne Reinkarnation, als in sich abgeschlossen betrachtet, eine negative Bilanz zugesprochen. Die Werte dieser Bilanz des Lebens sollen hierbei durch die subjektiven Begriffe Lust und Unlust definiert werden.

 

Wenn wir also auch unser eigenes Leben betrachten, dann werden wir schnell feststellen, dass wir überwiegend Tätigkeiten ausführen, die wir eigentlich nicht gern, also mit Unlust, aber dennoch tun, weil wir dessen Notwendigkeit erkennen, um die Tätigkeiten tun zu können, die wir gern, also mit Lust tun.

 

Die Unlust überwiegt demnach bei Weitem der Lust. Eine negative Bilanz würde aber bedeuten, dass dieses Leben unlogisch wäre. Denn wie kann es sein, dass diese Welt mit all ihrer Schönheit, ihren unzähligen Lebensformen, und auch unser Leben mit unserem so komplexen physischen Körper, bis ins kleinste Detail so perfekt erschaffen und organisiert ist und doch das Wichtigste, nämlich die Freude und das Glück an diesem Leben, eine negative Bilanz aufweist? Wo ist die Logik, dass dieses Leben dann überhaupt existieren kann? Somit wäre dieses Leben aus unserer eigenen Perspektive unerklärlich und daher unlogisch. Denn um logisch zu sein, müssten wir demnach in unserem Leben nach der Unlust streben und nicht nach der Lust. Aber wir streben immer nach der Lust und nicht nach der Unlust. Wir müssten das Leben demnach als unnütz und sinnlos betrachten, was aber bedeuten würde, dass es unlogisch wäre. Da dieses Universum aber grundsätzlich logisch aufgebaut ist und es daher nichts Unlogisches geben darf, müssen wir uns aus materialistischer Weltsicht fragen, welchen Sinn hat dieses Leben und warum gibt es dann das Leben überhaupt?

 

Lust oder Unlust im Leben können wir auch vergleichen mit Lust oder Unlust bei der beruflichen Arbeit. Für unsere Arbeit erhalten wir aber einen Lohn. Dieser Lohn ist unsere Hauptmotivation, damit wir überhaupt arbeiten. Wenn uns dann unsere Arbeit auch noch Freude bereitet, dann ist das eine zusätzliche Motivation, die uns glücklich macht. Jedoch würden die Wenigsten unter uns sagen, dass ihnen ihre Arbeit so viel Freude bereitet, dass sie auch ohne Lohn arbeiten würden, wenn sie es nicht aus finanziellen Gründen tun müssten.

 

Wenn nun also der Lohn die Hauptmotivation ist, um zu arbeiten, was ist dann unsere Hauptmotivation um zu leben? Nun könnte man natürlich sagen, unser Instinkt zum Überleben hindert uns daran, dass wir dieses Leben nicht aufgeben, obwohl wir mehr Unlust als Lust beim leben verspüren. Dann müsste man aber als Nächstes fragen, wo ist der Sinn und somit die Logik für diesen Instinkt?

 

Die ungelöste grundsätzliche Frage in einer materialistischen Lebensphilosophie lautet also: Warum nehmen wir relativ viel Lebenszeit mit Unlust auf uns, um relativ wenig Lebenszeit mit Lust am Leben verbringen zu können? Um diese Frage positiv für das Leben zu beantworten, müsste der Wert der Lust um soviel größer sein, als der Wert der Unlust, dass die Lebenszeit, die wir mit Lust verbringen, diejenige aufwiegt, die wir mit Unlust verbringen. Doch Lust und Unlust haben keine absoluten Werte, so dass wir schwerlich beurteilen können, ob das Eine nun das Andere aufwiegen würde. Es bleibt uns also nur der Vergleich der Lebenszeit bezüglich der Lust und der Unlust und da ist die Bilanz nun einmal eindeutig negativ.

 

Allein durch die Vorgänge und Phänomene, die auf die Materie und deren Gesetzmäßigkeiten und Verhältnisse zurückgeführt werden, können wir also den Sinn des Lebens nicht erklären. Aber wenn wir den Sinn des Lebens nicht erklären können, wie können wir dann den Sinn der gesamten materiellen und immateriellen Existenz erklären?

 

Um diese Frage zu klären, müssen wir zunächst herausfinden, was Existenz und Leben eigentlich sind und was sie bedeuten. Wie definieren wir also Existenz und Leben? Ich behaupte nun, wenn wir den Sinn des Lebens erklären können, dann können wir auch den Sinn der Existenz erklären, denn die Existenz dient dem Leben. Fangen wir am besten zur Erklärung des Sinns des Lebens bei uns selbst an.

DER MENSCH

Was ist der Mensch eigentlich? Um diese Frage zu beantworten, muss zunächst geklärt werden, wer diese Frage stellt und an wen die Antwort gerichtet ist. Wer kann also diese Frage stellen und für wen ist es interessant, darauf eine Antwort zu erhalten?

 

Zunächst ist es sicherlich jeder selbst, der sich fragt, wer und was bin ich? Diese Frage ist nicht nur berechtigt, sondern essenziell. Denn wenn ich nicht daran interessiert bin und weiß, wer oder was ich bin, wie kann ich mich dann selbst erkennen, mit all den unzähligen Geheimnissen, die in jedem von uns verborgen sind? Aber nicht nur aus Neugier sollte man sich selbst kennen oder besser ausgedrückt sich erkennen, sondern vor allem um zu verstehen, warum wir sind - also warum existieren wir eigentlich? Darum sollte diese Frage nicht heißen - wer oder was bin ich, sondern warum und wozu bin ich? Denn es gilt das Gesetz: die Aufgabe bestimmt die Funktion und die Funktion bestimmt die Form. Dieses Gesetz ist ein Naturgesetz und Naturgesetze gelten immer und ausnahmslos. Naturgesetz deshalb, da wir nicht fähig oder besser gesagt autorisiert sind, diese Gesetze zu erlassen oder außer Kraft zu setzen. Das ist zunächst auch notwendig, denn dadurch wird unsere Realität in einem festen Rahmen fixiert, an dem wir uns ausrichten und in dem wir uns zurechtfinden können. Dadurch kann sich unsere subjektive Realität in unserem Bewusstsein auch erst ausbilden und entwickeln.

 

Aber zurück zu Aufgabe, Funktion und Form. Wir müssen also zunächst herausfinden und verstehen, was unsere Aufgabe ist. Aber wenn wir eine Aufgabe haben, dann muss es doch auch jemanden oder etwas geben, der uns diese Aufgabe gegeben hat! Grundsätzlich können wir festhalten, dass alles was existiert auch einen Grund für seine Existenz haben muss. Alles andere wäre unlogisch. Unlogische Dinge existieren in diesem Universum aber nicht, da die Logik der Grundstein oder das Fundament dieses Universums ist, dem alles Weitere unterliegt und aus dem alles Weitere hervorgeht. Dieses Universum ist absolut logisch, bis ins kleinste Detail. Denn alles, was existiert, ist aus der ursprünglichen Logik hervorgegangen. Demzufolge muss auch alles, was in diesem Universum existiert, logisch sein. Was die ursprüngliche Logik besagt, werde ich aber an anderer Stelle noch erklären. Eine Existenz muss also eine logische Struktur besitzen, damit es überhaupt existieren kann. Aus dem Gesetz der Logik resultiert das Gesetz von Ursache und Wirkung. Jede Wirkung muss eine Ursache und jede Ursache muss eine Wirkung haben. Unsere Existenz ist dementsprechend auch eine Wirkung. Doch was ist die Ursache? Die Ursache ist unsere Aufgabe. Also ist unsere Aufgabe der Grund unserer Existenz.

 

Als Nächstes fragen wir uns natürlich, wer ein Interesse an unserer Existenz hat? Wer ist fähig und daran interessiert, uns eine Aufgabe zuzuordnen? Nun werden die materialistisch Denkenden unter uns sagen, natürlich wir selbst! Das ist zunächst auch verständlich, denn alles was existiert hat auch den Trieb der Selbsterhaltung und des Wachstums. Dafür sorgt unter anderem das Naturgesetz der Anziehung. Gleiches zieht sich gegenseitig an. Dadurch entsteht das Wachstum. Aber wir selbst können nicht gleichzeitig auch diejenigen sein, die uns in die Existenz gebracht haben! Die Wirkung kann nicht gleichzeitig auch ihre eigene Ursache sein. Denn das widerspräche dem Gesetz der Logik. Wer profitiert also davon, dass wir existieren und wachsen, außer wir selbst?

 

Alles, was existiert, ist aus der Liebe entstanden. Dies ist zunächst nur eine Behauptung, die im weiteren Verlauf dieses Buches noch näher untersucht werden soll. Die Liebe ist die Ursache von allem. Aber die Liebe ist nur eine Kraft und keine Intelligenz. Um eine Aufgabe zu vergeben, ist jedoch eine Intelligenz erforderlich. Es muss eine bewusste und zielgerichtete Informationsverarbeitung erfolgen, um eine Aufgabe zu erstellen. Diese Aufgabe muss einer Logik dienen. Wir können nun beliebige Namen für dieses Etwas, was eine bewusste Informationsverarbeitung besitzt und fähig ist, Materie zu erschaffen, vergeben. Warum nennen wir es also nicht einfach Gott? Dass wir Gott mit unseren klassischen Sinnesorganen nicht erfassen und demzufolge in unserer subjektiven Realität nicht verstehen können, ist völlig plausibel. Denn der Sohn kann nicht größer sein, als der Vater und die Wirkung nicht größer als die Ursache. Die Ursache ist Gott der Vater und wir sind seine Söhne und Töchter. Der Vater nutzt die Liebe, um sich selbst zu mehren. Der Vater wächst also durch unsere Existenz. Er wächst, wenn Liebe entsteht, denn aus der Liebe kann wiederum alles andere entstehen.

 

Jedoch besitzen wir mehr als nur die klassischen Sinne, die wir mit unseren klassischen Sinnesorganen erfassen können. Insgesamt haben wir zehn Sinne und der Wichtigste ist der Sinn für die Liebe und das dazugehörige Sinnesorgan sind unsere Gedanken und Gefühle. Mit unseren Gedanken und Gefühlen können wir sehr wohl Gott erfassen und mit Ihm sowie mit allen anderen Individuen im göttlichen, als auch im materiellen Universum kommunizieren.

 

Nun wissen wir auch, was unsere Aufgabe ist: nämlich Liebe zu generieren. Daraus ergibt sich zwangsläufig die Funktion. Die Funktion lautet: sei friedlich, freundlich, barmherzig, mitfühlend, helfend, aufopfernd, selbstlos, gerecht, ergeben, mutig, ausdauernd, ertragend und so weiter. Wir kennen all diese guten Eigenschaften, die uns einen edlen Charakter verleihen. All diese Verhaltensweisen generieren Liebe. Damit ist die Funktion beschrieben. Doch womit können wir diese Funktion erfüllen? Es wird also noch eine Form benötigt, die in der Lage ist, diese Funktion zu erfüllen. Das ist unser physischer Körper in seiner unfassbaren Komplexität. Jedoch dient diese Komplexität nur einem entscheidenden Teil des Ganzen, nämlich dem Bewusstsein. Das Bewusstsein ist die eigentliche Form, die zur Erfüllung der Funktion und damit der Aufgabe dient. Unser gesamter Körper dient wiederum diesem einen Zweck, das Bewusstsein auszubilden, zu erhalten und zu erweitern.

 

Damit können wir nun schlussfolgern, wer oder was wir sind. Der Mensch ist ein materielles Individuum, welches so gestaltet ist, dass es Liebe generieren kann. Daraus ergibt sich eine weitere Schlussfolgerung. Wenn die Aufgabe einer Existenz von dieser nicht erfüllt wird, dann verliert diese Existenz automatisch auch ihre Existenzberechtigung. Dieser Umstand ist dem Gesetz der Ökonomie geschuldet, welches, wie alle Naturgesetze, aus der Logik hervorgeht. Wenn etwas unökonomisch, ineffektiv und ineffizient ist, dann wird es automatisch durch etwas Ökonomischeres, Effektiveres und Effizienteres ersetzt. Damit erklärt sich, warum Menschen, die viel Liebe in ihrer Seele haben gesund und glücklich sind, und diejenigen die wenig Liebe generieren und eher in der Richtung Hass agieren, unglücklich und krank sind. Diese werden zwangsläufig gemäß dem Gesetz der Ökonomie entweder gebessert oder eliminiert und durch solche, die der Aufgabe besser dienen, ersetzt. Jetzt wissen wir, was und warum wir sind, wenn wir diese Frage aus unserer eigenen Perspektive, also unserer subjektiven Realität, heraus betrachteten.

 

Als Nächstes ist es nun sehr wichtig zu wissen, wie der oder das, was unsere Ursache ist, uns also in die Existenz gebracht hat, uns betrachtet. Was ist der Mensch also aus Gottes Sicht? Um das herauszufinden, müssen wir uns mit dem Sinn unseres Lebens befassen, woraus sich dann Gottes Beziehung zu uns ergibt. Zunächst wollen wir aber näher untersuchen, was Gott eigentlich ist.

GOTT

Seitdem der Mensch sich selbst erkannt hat, versucht er mit Hilfe seiner Sinne zur Erkenntnis der Realität und seiner eigenen Ursache zu gelangen, und kann sie nicht finden. Seitdem er jedoch seinen Sinn für die Liebe, als Sinn zur Erkenntnis der Realität nutzt, offenbart sich seine Ursache ganz von selbst.

 

Auf der Suche nach der ersten Ursache stellt sich die wohl wichtigste Frage, die es je gab und geben wird. Es ist die Frage nach der Transzendenz. Eine Transzendenz ist etwas, was außerhalb oder jenseits des Bereiches unserer sinnlichen Erfahrung liegt und somit nicht ohne Weiteres von unserem Bewusstsein erfasst werden kann. Als sinnliche Erfahrung bezeichne ich hier zunächst nur das, was wir mit unseren Sinnen der klassischen Physiologie, also dem Seh-, Hör-, Tast-, Geruchs- oder Geschmackssinn erfassen können. Da wir jedoch mit Hilfe unserer Gedanken und Gefühle die Möglichkeit haben mit diesem Bereich, der außerhalb der klassisch-sinnlichen Erfahrungen liegt, zu kommunizieren, haben wir, seitdem wir eine Bewusstseinsstufe erreicht haben, in der wir uns mehr und mehr auf unsere Gedanken und Gefühle konzentrieren und diese zu erklären versuchen, immer schon gewusst, dass es mehr geben muss als das, was wir durch unsere klassischen Sinnesorgane erfassen können. Es muss also eine Welt außerhalb der sinnlich erfassbaren Welt, die ich als materielles Universum bezeichne, existieren. Die nicht klassisch - sinnlich erfassbare Welt ist aber der größte Teil der objektiven Realität und diese möchte ich fort an als göttliche Welt oder göttliches Universum bezeichnen. Da alles, was wir bewusst wahrnehmen und erkennen und somit auch die Begriffe Gott und göttlich, die ebenfalls unserem Bewusstsein entstammen, subjektiv sind, müssen sie definiert werden, um sie in unserer materiellen Welt und unserem subjektiven Bewusstsein einordnen und relativieren zu können. Aber wie soll man etwas, was man klassisch-sinnlich nicht erfassen kann, mit klassisch-sinnlich erfassbaren Begriffen definieren? Nicht umsonst nennt man Gott und alles Göttliche das Unfassbare. Es ist uns einfach nicht gegeben und daher für uns auch gar nicht möglich, in unserer jetzigen Bewusstseinsstufe das Göttliche vollständig zu beschreiben und zu definieren und ich behaupte, es ist auch nicht notwendig, um ein glückliches Leben zu führen.

 

Nun werden dennoch alle materiell Denkenden unter uns nach empirischen Beweisen für das Göttliche fragen, die mit Hilfe der klassischen Sinne nachprüfbar sind. Wenn man jedoch versucht, Beweise für eine göttliche Intelligenz als Ursache für das Materielle im Materiellen zu suchen, dann wäre es so, als ob man versuchte, in einem Uhrwerk den Uhrmacher zu finden, wie es Rudolf Steiner in seinem Werk „Spirituelle Seelenlehre und Weltbetrachtung“ so schön ausgedrückt hat. Genauso wenig wie man den Uhrmacher aber in seinem Uhrwerk findet, findet man Gott auch nicht im Materiellen. Genauso, wie jedoch der Uhrmacher immer sein Werk in Ordnung hält, so hält auch Gott sein Werk in Ordnung. Und so wie der Uhrmacher ein defektes Teil des Uhrwerks durch ein neues ersetzt, so ersetzt auch Gott das, was nicht seinem Werk dienlich ist, was immer es auch sein mag. Aber dazu an anderer Stelle mehr.

 

Nun haben alle Individuen von ihrem Schöpfer aber mehr bekommen als das Uhrwerk von seinem Uhrmacher. Und das sind insbesondere die Gefühle, der Verstand und das Bewusstsein. Das Werk des Schöpfers ist dadurch perfekt geworden, dass das Werk dadurch in der Lage ist, seinen Schöpfer selbst zu erkennen. Und, um das zu schaffen, gab uns der Schöpfer die Gefühle und Gedanken als Medium, den Verstand um die Logik zu erkennen und das Bewusstsein, um zu agieren. Die materialistisch denkenden Menschen unter uns haben sich zu sehr auf die Erschaffung einer subjektiven Realität konzentriert, die nur die klassischen Sinne als Informationsquelle zulässt. Jedoch sind unsere klassischen Sinne ungeeignet, um göttliche Informationen aufzunehmen. Nur unsere Gefühle sind dafür geeignet und wenn wir diese dahingehend trainieren, dann werden wir feststellen, wie sehr wir mit Informationen aus dem Göttlichen geradezu überflutet werden. Göttliche Informationen sind unter anderem Leidenschaften, Begierden, Gemütszustände, Wünsche und vor allem Gedanken, die über unsere Gefühle in unser Bewusstsein dringen.

 

Des Weiteren müssen wir lernen, dass wir nicht nur mit Hilfe des Verstandes Logiken zu erkennen vermögen, um diese dann als wahr in unsere subjektive Realität aufzunehmen, sondern dies vor allem mit Hilfe unserer Intuition zu tun. Denn unser Verstand ist viel zu klein und unser Wissen viel zu gering, um komplexe göttlichen Logiken zu erkennen. Aber vor allem sind wir nicht oder noch nicht fähig, um überhaupt höhere Weisheit zu erhalten. Nur durch das Generieren von Liebe erhalten wir diese Fähigkeit.

 

Gedanken treten immer in Wechselwirkung mit göttlichen und weltlichen Individuen, wobei alle anderen Informationen ihren Ursprung immer in der eigenen Seele haben. Demzufolge setzt sich unsere subjektive Realität aus Informationen aus drei verschiedenen Informationsquellen zusammen. Als Erstes all das, was wir aus dem materiellen Universum hauptsächlich über unsere klassischen Sinne aufnehmen. Als Zweites all das, was an Informationen in unserer Seele gespeichert ist und ständig über unsere Gefühle unser Bewusstsein prägt und als Drittes die Gedanken, mit denen wir mit anderen Individuen über das göttliche Universum direkt kommunizieren. Daher besteht jedes Individuum aus der Physis, der Seele und dem Geist. Also muss jeder für sich selbst nach Beweisen für das Göttliche in seiner eigenen subjektiven Realität suchen und auch seine eigene subjektive Definition für Gott und alles Göttliche finden.

 

Jedoch möchte ich durch einen Vergleich mit Hilfe einer kleinen Geschichte etwas verständlicher darstellen, warum Gott durch uns nicht objektiv definiert werden kann.

 

 

 

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Von Katzen und Menschen und warum wir Gott nicht verstehen

 

Es war einmal eine Katze, die bei einem Menschen lebte. Diese Katze hatte ein glückliches Leben, denn der Mensch hatte sie lieb und ließ sie ihren Tag gestalten, wie sie wollte. So kam es, dass sie eines Tages in den nahegelegenen Wald ging, und dort traf sie auf eine wilde Katze. Da fragte die wilde Katze, woher kommst du, ich habe dich noch nie hier im Wald gesehen? Da antwortete sie, ich lebe bei einem Menschen. Da fragte die wilde Katze: Was ist ein Mensch? Da antwortete sie: Ich weiß nicht genau, was ein Mensch ist. Ich kann dir nicht erklären, was er ist und was er tut, jedenfalls macht er merkwürdige Dinge, die ich nicht verstehe. Aber ich weiß, dass es ihn gibt und dass er für mich da ist, wenn ich ihn brauche. Er gibt mir morgens Futter und dann geht er weg und abends, wenn er wieder kommt, dann gibt er mir wieder mein Futter und danach darf ich auf seinem Schoß liegen und er streichelt mich und dann fühle ich, dass er mich sehr liebt. Er ist immer gut zu mir und deshalb liebe ich ihn. Allerdings bringt er mich manchmal auch zu einem anderen Menschen. Der hat immer einen weißen Kittel an und tut mir manchmal sehr weh. Aber irgendwie spüre ich immer, dass es zu meinem Besten ist, und dann vertraue ich einfach auf ihn und lasse es geschehen, obwohl ich nicht verstehe, was er tut und warum er mir weh tun muss.

 

Da sagte die wilde Katze, was für ein Unsinn. Ich glaube dir kein Wort. Ich habe noch nie so einen Menschen gesehen und außerdem vertraue ich auch niemals auf irgendwelche Gefühle, sondern nur auf mich selbst und glaube nur das, was ich auch sehe und verstehe und da ich noch nie einen Menschen gesehen habe, glaube ich auch nicht, dass es so etwas gibt. Du arme, irre Katze, du kannst noch nicht einmal erklären, was ein Mensch ist und was er tut, und dennoch vertraust du ihm und obwohl er dir manchmal weh tut, liebst du ihn.

 

Da sagte die Katze des Menschen: Ich verstehe, dass du skeptisch bist und nur darauf vertraust, was du auch verstehen kannst. Ich war früher auch so, bis ich meinen Menschen gefunden habe. Aber ich wünsche dir, dass du auch einmal einen Menschen triffst, der dich liebt und du plötzlich fühlst, was wahre Liebe ist. Denn die wahre Liebe ist die Liebe des Gebens und deswegen gibt mir mein Mensch, was ich brauche, und fragt niemals danach, was ich ihm dafür gebe, denn ich habe eigentlich auch gar nichts zu geben außer meiner Liebe. Aber immer dann, wenn ich seine Liebe spüre und ich ihm meine Liebe gebe, dann macht mich das sehr glücklich.

 

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Um jedoch unser ständig fragendes Bewusstsein wenigstens etwas zu beruhigen, können wir festhalten, was dieses unbeschreibliche „Etwas“ auf jeden Fall nicht ist. Wir machen also eine ausschließende Definition und da sind unserer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Denn wir können mit ruhigem Gewissen sagen, dass da wohl all das nicht zutrifft, was wir aus unserem materiellen Universum kennen und hier vorfinden. Spontan fallen da sicherlich jedem von uns Begriffe wie unendlich, unverständlich, unersichtlich, unerkennbar, unvorstellbar, unbeschreiblich, unabänderlich, unfassbar und so weiter ein. Da all diese Beschreibungen zweifellos zutreffen, müssen wir also davon ausgehen, dass Gott weder Objekt noch Subjekt ist und deshalb auch nicht durch unsere klassischen Sinne erfasst werden kann. Ich würde Gott daher als einen unfassbar großen, geistigen, lebenden Organismus bezeichnen.

 

Gott können wir aber durch unsere Gedanken und Gefühle erkennen und wir haben ebenso die Möglichkeit mit Ihm und dem göttlichen Universum über unsere Gedanken und Gefühle zu kommunizieren. Gott ist also nicht sichtbar, so wie die Liebe nicht sichtbar ist. Aber derjenige, der die Liebe mit seinen Gefühlen wahrnehmen kann, der kann auch Gott mit seinen Gefühlen wahrnehmen. Die Fähigkeit zu dieser Kommunikation haben wir also alle gleichermaßen. Niemand kann sagen, dass er diese Fähigkeit nicht hat. Was aber bei uns sehr unterschiedlich ausgeprägt ist, ist die Fähigkeit diese Informationen im Bewusstsein abzurufen. Das bedeutet, die Gefühle richtig zu verstehen, also die entsprechenden Gedanken dazu im Bewusstsein zu erzeugen und umgekehrt Gedanken in Gefühle umzuwandeln. Diese Fähigkeit wird durch Liebe in der Seele ermöglicht. Je mehr Liebe in der Seele vorhanden ist, desto fähiger sind wir, diese Gefühle zu „lesen“ und Gedanken in Gefühle zu „schreiben“. Wenn wir also viel Liebe generieren, dann öffnen sich für uns Türen zu einer neuen Welt, die zuvor verschlossen waren. Durch Hass erreichen wir jedoch genau das Gegenteil. Die Kommunikation zum Göttlichen wird durch Hass verringert oder sogar vollständig blockiert. Dies ist eine Vorsichtsmaßnahme für uns, da es möglich ist, mit Informationen aus dem Göttlichen besondere Fähigkeiten zu erlangen, mit denen man viel Gutes aber auch genauso viel Böses bewirken kann. Wenn also mit solchen besonderen Fähigkeiten, sei es bewusst oder auch unbewusst, gegen die Liebe agiert würde, dann wären die Konsequenzen eventuell verheerend für den oder die betreffenden Menschen.

 

Demzufolge kann man Gott und dieses göttliche Universum einfach als all das bezeichnen, was über unsere Gedanken und Gefühle in unser Bewusstsein tritt. Wenn es nun also auch ein göttliches Universum gibt, stellt sich automatisch die Frage nach der Wechselwirkung dieser beiden Universen. Interessant ist auch die Frage, ob beide Universen gleichrangig existieren oder ob das eine oder das andere primär oder sekundär sind. Die wichtigste Frage sollte jedoch lauten: gibt es einen oder mehrere Götter, die in diesem göttlichen Universum regieren.

 

Frage Nummer eins lautet also: Existiert (ein) Gott?

 

Da wir aber Gott nicht direkt und ohne Weiteres erfassen und beschreiben können, ist es demzufolge genauso wenig möglich, das göttliche Universum direkt und ohne Weiteres zu erfassen und zu beschreiben. Aber das sollte auch zunächst nicht das Ziel sein, sondern es wird das Resultat von Schlussfolgerungen aus unseren Erkenntnissen sein, die wir in der materiellen Welt gewinnen. Diese Erkenntnisse und Erfahrungen erhalten wir durch die Beachtung, dem Befolgen und dem Verstehen der Naturgesetze, die ich fortan als göttliche Gesetze bezeichnen möchte und natürlich auch der heiligen Gebote. Die göttlichen Gesetze sind, wie zuvor bereits gesagt, die Naturgesetze und die Gebote sind ja bekanntlich durch die Propheten verkündet und in heiligen Schriften niedergeschrieben worden. Da wir wissen, dass wir die Naturgesetze und die Gebote nicht ändern können und diese somit als unabhängig von dem materiellen Universum gelten, ergibt sich die Schlussfolgerung, dass das göttliche Universum primär und das materielle Universum sekundär sein muss. Nehmen wir nun einmal an, dass es im göttlichen Universum auch einen Gott gibt und dieser dieses Universum beherrscht. Wenn das göttliche Universum nun primär ist, dann muss auch dieser zunächst nur angenommene Gott primär sein. Das bedeutet, dass dieser Gott auch das materielle Universum regieren muss.

 

Kommen wir auf die Naturgesetze zurück, und zwar speziell auf das Gesetz von Ursache und Wirkung. Jede Ursache hat demzufolge eine Wirkung und jede Wirkung hat eine Ursache. Wenn es nun Naturgesetze gibt, dann muss es auch etwas geben, dass diese Naturgesetze hervorgerufen hat. Da diese eindeutig dem göttlichen Universum entstammen, müssen diese dann auch zwangsläufig von einem Gott erlassen worden sein. Gott ist also etwas, was wir nicht verstehen und erfassen können, wissen jedoch, dass dieses undefinierbare „Etwas“ agiert, also aktiv tätig ist. Die zweite wichtige Schlussfolgerung ist also: Es muss im göttlichen Universum etwas existieren, das aktiv tätig ist. Dieses „Etwas“ möchte ich fortan als Gott bezeichnen. Gott existiert also, ist primär für das göttliche und als dessen Konsequenz auch für das materielle Universum verantwortlich und ist zudem auch noch aktiv. Das sollte uns zunächst auch als Teildefinition genügen, um, wie bereits gesagt, unser ständig wachsendes und nach Erklärungen fragendes Bewusstsein zu befriedigen. Wichtig ist also nicht das, was Gott wirklich, also objektiv ist, sondern das, was wir denken, was Gott ist. Unsere Betrachtung von Gott ist also immer subjektiv. Da aber jeder Mensch eine andere subjektive Wahrnehmung und somit auch eine andere subjektive Realität hat, hat jeder Mensch auch ein anderes Verständnis von Gott.

 

Deshalb ist auch meine jetzige persönliche Definition von Gott nur subjektiv und entspricht deshalb auch nur meiner eigenen jetzigen subjektiven Realität.

 

Gott betrachte ich, als einen der ewig ist und die Ewigkeit gibt. Einer, der das Licht ist und das Licht gibt. Einer, der das Leben ist und das Leben gibt. Einer, der selig ist und die Seele gibt. Einer, der die Erkenntnis ist und die Erkenntnis gibt. Einer, der gut ist und Gutes gibt und das Gute tut, nicht dadurch, dass er besitzt, sondern dadurch, dass er gibt. Einer, der das Erbarmen ist und sich erbarmt. Einer, der gnädig ist gegenüber allen, die um seine Gnade bitten und diese Gnade dadurch verdienen, dass die Reue aus ihren Herzen kommt.

Gottes Zeichen

Warum erhalten wir keine eindeutigen Zeichen von Gott oder anderen Wesen des göttlichen Universums?

 

Alle materialistisch denkenden Menschen sagen, wenn es einen Gott und das göttliche Universum gäbe, dann müssten wir doch im materiellen Universum auch dessen Effekte offenkundig sehen können. Damit meinen sie, dass sie diese Zeichen mit ihren klassischen Sinnesorganen wahrnehmen können müssen. Unabhängig davon, dass es ja Überlieferungen in den heiligen Schriften von solcher Art Zeichen gibt, soll hier erklärt werden, warum es keinen Sinn macht, Zeichen solcher Art für jedermann sichtbar zu offenbaren.

 

Wenn sich jemand für eine Weltanschauung entschieden hat, egal, ob diese auf dem Materialismus oder dem Göttlichen gründet, dann entsteht aus dieser Weltanschauung auch eine subjektive Realität. Die Realität ist aber der feste Halt eines Menschen, der so unerschütterlich, wie es auch immer geht, sein sollte. Wenn nun diese Weltanschauung durch ein göttliches Zeichen in Frage gestellt wird, so würde dies bedeuten, dass auch dessen subjektive Realität ins Wanken kommt und einzustürzen droht. Das wäre aber ein katastrophaler Geisteszustand eines Menschen, so dass wir immer versuchen, diesen labilen Zustand zu vermeiden. Deshalb wird jeder Beweis, der die eigene Weltanschauung in Frage stellt, solange geprüft und als falsch oder Zauberei und Trickserei abgetan bis dieser Beweis nicht mehr geleugnet werden kann. Bis es aber soweit ist, gibt es sicher eine Million und mehr Gründe, diesen Beweis als falsch abzutun. Es ist also gar nicht zielführend, wenn man von außen durch Zeichen als Beweise versucht, die Weltanschauung und somit die Lebensphilosophie eines Menschen zu ändern. Des Weiteren dürfen wir auch nicht vergessen, dass jeder von uns auf einer anderen Bewusstseinsstufe steht und auch eine andere subjektive Realität besitzt und daher auch göttliche Zeichen anders deuten und interpretieren würde. Es würde bei offenkundigen göttlichen Zeichen, die jedermann wahrnehmen könnte, folglich zu einer großen Verwirrung unter uns kommen, die aber wohl kaum wünschenswert wäre. Wenn, dann muss also ein solches Zeichen wohl überlegt und auf die Persönlichkeit abgestimmt nur einem bestimmten Menschen offenbart werden. Aber dann gilt wieder das zuvor gesagte und ein Erfolg wäre höchst unwahrscheinlich. Wir müssen also einen anderen Weg beschreiten, um uns von der Existenz des Göttlichen zu überzeugen. Und dieser Weg führt über den eigenen Willen. Da, wo der Wille ist, da ist auch der Weg. Das bedeutet, wenn ich den Willen habe etwas zu erkennen, dann werde ich auch einen Weg finden, es zu erkennen.

Vom festen Halt

Jeder Mensch braucht einen festen Halt, auf dem er seine Realität aufbauen kann. Dieser feste Halt ist das Fundament unserer Realität. Wenn aber dieses Fundament wegbricht, dann bricht auch unsere Realität in sich zusammen und wir müssen sie neu aufbauen, indem wir all unsere bisherigen Lebenserfahrungen und Schlussfolgerungen neu ordnen oder aus unseren Erfahrungen sogar andere neue Schlussfolgerungen ziehen. Solange wir uns aber in dem Zustand einer desolaten Realität und der neuen Realitätsfindung befinden, sind wir wie ein offenes Haus, in das jeder eindringen und sich nehmen kann, was er will oder schlimmer noch, dass er Besitz davon ergreifen kann. Wir spüren das, indem wir uns in jeglicher Hinsicht unsicher fühlen. Wir fühlen uns einfach nicht wohl. Etwas Grundlegendes fehlt uns und wir werden solange danach suchen, bis wir es gefunden haben, da wir ja instinktiv wissen, dass wir in diesem Zustand schutzlos sind. Deshalb sollten wir solche Zustände absolut vermeiden. Oft sehen wir, dass religiöse oder materialistische Fanatiker nur auf solche Menschen lauern, um sie für ihre eigenen subjektiven Ziele zu missbrauchen. Deshalb ist es von immenser Bedeutung für uns, dass wir unsere Realität am besten von Anfang an richtig gründen, damit wir nicht Opfer dieser Fanatiker oder anderer Übeltäter werden.

 

Das Fundament unserer Realität kann aber nur brechen, wenn es nicht gut gegründet ist. Gut gegründet bedeutet, dass es selbst auf unerschütterlichem Grund steht. Wenn wir dieses Fundament nun auf das materielle Universum gründen, dann steht es auf unsicherem Grund. Denn alles Materielle ist vergänglich, denn es ist nur ein Resultat des Göttlichen. Des Weiteren ist das Materielle nicht verlässlich, denn es hat keinerlei Interesse daran für uns verlässlich zu sein. Das ist auch logisch, denn entweder ist es unbelebt und kann überhaupt nicht denken und agieren, oder wenn wir uns auf Etwas materielles, belebtes, intelligentes und agierendes verlassen, dann kann es ja nur ein anderer Mensch oder anderes Individuum sein, der oder das von uns dann zum Messias, Propheten, Guru oder sonst einen Führer oder was auch immer ernannt und als solcher anerkannt wird. Solange wir diese als Ratgeber, Wegweiser und Lehrer betrachten, ist alles noch in Ordnung, wenn ihre Lehren denn nicht gegen die Liebe verstoßen. Wenn diese aber auch noch gegen die Liebe verstoßen, dann sind wir wohl hoffnungslos verloren. Und wenn wir auf diese Führer unsere Realität gründen, dann ist das Fundament unserer Realität nicht auf festem Halt gegründet und wenn wir beginnen, diese sogar zu vergöttern oder als göttlich anzubeten, beginnt für alle Gott liebenden die Sünde. Denn wie kann ich denn jemanden oder etwas Gott gleich machen, wenn es aus der ersten Logik heraus nur einen Gott geben kann? Es ist also nicht nur unlogisch, jemanden oder etwas Gott gleich zu stellen, sondern zumindest auch eine Ignoranz, wenn nicht sogar eine Anmaßung Gott gegenüber. Und als Konsequenz daraus ist es immer auch eine Beleidigung. Nun kann sich jeder von uns selbst ausmalen, wie Gott wohl über diejenigen von uns denkt und wie er darauf reagieren wird. Vergeben wird er das wohl nur, wenn es aus Unwissenheit geschieht. Aber seitdem die Wahrheit in unser Bewusstsein gedrungen ist, bleibt für uns keine Entschuldigung mehr, wenn wir darüber eines Tages befragt werden, warum wir der Wahrheit gegenüber so ignorant waren. Aber auch bereits in diesem Leben werden wir wohl kaum auf eine große Unterstützung Gottes hoffen dürfen, wenn wir so denken.

 

Deshalb kann es nur eine solide und unerschütterliche Grundlage geben, auf die wir das Fundament unserer Realität gründen und das ist Gott allein. Nicht nur deshalb, weil er aus der Liebe heraus die erste Ursache von allem und deshalb das Verlässlichste von allem, was existiert ist, sondern vor allem, weil er der Einzige ist, der ein klares Interesse daran hat, dass wir existieren und dass wir in unserer Existenz gesund, stark und glücklich sind. Denn nur wer glücklich ist, kann auch Liebe generieren und diese Liebe, die wir generieren, lässt nicht nur uns wachsen, sondern auch Gott. Solange wir also Gott als Grundlage unserer Realität ansehen, werden wir allen Anfeindungen widerstehen und eine erfolgreiche Existenz führen können.

Die Suche und der Weg zu Gott

Wenn wir nach Gott suchen, dann brauchen wir nicht weit weg im Himmel zu suchen oder müssen auch nicht unbedingt in ein Gotteshaus gehen. Der Himmel ist nur ein Synonym für das unsichtbare und unfassbare göttliche Universum, den unsere Vorfahren verwendet haben, um es in ihrem Bewusstsein relativieren zu können. Dass Gott also nicht im Himmel zu finden ist, sondern außerhalb von Zeit und Raum existiert, haben wir heutzutage schon begriffen. Nur war es für unsere Vorfahren eben fast das Gleiche, im Himmel oder außerhalb von Zeit und Raum zu sein. Deshalb sollen wir uns auch kein Bild von Gott machen, damit wir ihn nicht etwa auf der Erde suchen. Aber wir müssen auch nicht unbedingt in ein Gotteshaus, ob nun Tempel, Kirche, Moschee und so weiter gehen, um Gott zu finden. Sicherlich sind diese Orte von einer besonderen Spiritualität geprägt, denn sie wurden ja dazu errichtet, dass man sich dort so weit wie möglich abgeschirmt vom Tagesgeschehen möglichst gut auf Gott und alles Göttliche konzentrieren kann. Dennoch ist jeder andere Ort, der diese Bedingungen erfüllt, genauso gut oder eben vielleicht sogar besser, denn je ungestörter man sich mit seinen Gedanken und Gefühlen konzentrieren kann, desto besser. Denn oftmals sind gerade unsere Kirchen von Gebetshäusern zu Museen degradiert worden, wo die Gott Suchenden und Betenden von schaulustigen Touristen belästigt werden. Diese Orte sind dann sogar eher nicht mehr für die Kommunikation mit dem Göttlichen geeignet.

 

Es ist also nicht der Ort entscheidend und auch nicht die Tageszeit, sondern einzig und allein unser Bewusstsein ist unser Tor zum göttlichen Universum. Gott ist also immer und überall präsent, wo auch immer wir Ihn suchen. Das gilt übrigens für alle Wesen des göttlichen Universums, also auch zum Beispiel für Jesus Christus und alle anderen Gerechten, die wir gern in unseren Gedanken anrufen. Deswegen ist es unlogisch zu sagen, Jesus Christus hat versprochen wieder zu kommen, denn er war ja niemals weg. Er selbst sagte doch, „hebt einen Stein auf und da bin ich, oder spaltet ein Holz und ihr werdet mich finden“. Es besteht ja auch gar kein Grund dafür, dass er nochmals eine materielle Inkarnation annimmt. Er hat doch seine Aufgabe erfüllt, denn er selbst sagte doch, als er gekreuzigt wurde „Vater - es ist vollbracht“. Was soll er denn noch vollbringen, dass viele auf eine erneute Inkarnation seinerseits warten? Mit dem Ausspruch „ihr werdet mich sehen am jüngsten Tag“ hat er vielmehr gemeint, dass wir alle nur durch ihn in das Reich Gottes einziehen können. Er ist also nicht nur der Weg, sondern auch der oberste Richter, der entscheidet, ob wir seinen Weg der göttlichen Gerechtigkeit auch wirklich gegangen sind, um in das ewige Reich Gottes einziehen zu können. Also werden wir alle Ihn irgendwann zwangsläufig sehen. Ob das dann ein toller Tag wird oder nicht, liegt ganz allein an uns selbst.

 

Aber zurück zu Gott. Wenn wir Gottes Stimme hören wollen, dann brauchen wir dafür nicht unsere Ohren, sondern unser Herz. Wir dürfen also nicht auf äußere Stimmen hören, sondern auf eine innere Stimme. Und diese Stimme kommt über unsere Gefühle in unser Bewusstsein.

 

Nun fragen sich sicherlich viele Menschen, warum sich Gott uns nicht zu erkennen gibt oder warum Gott nicht direkt zu uns spricht, sondern über unsere Gefühle mit uns in Kontakt tritt? Die Antwort ist eigentlich sehr simpel und doch ist sie schwierig zu verstehen.

 

Wir befinden uns in einer materiellen Inkarnation, weil wir Gott, als wir rein göttliche Wesen waren, weder gesucht noch erkannt haben. Oder vielleicht noch schlimmer, weil wir gegen die Liebe und somit das Göttliche agiert haben. Hier sind wir nun gezwungen nach Ihm zu suchen und Ihn zu erkennen. Denn wenn wir Ihn auch in diesem Leben nicht suchen, dann werden wir hier in der materiellen Welt sterben. Wenn wir Ihn aber hier suchen, dann wird er sich uns auch zu erkennen geben.

 

Wenn er nun zu uns direkt sprechen würde, so dass wir Ihn mit unseren Ohren hören könnten, dann bräuchten wir aber nicht nach Ihm zu suchen, sondern wir würden ja wissen, dass Er da ist. Wir würden also uns weiterhin nicht bemühen, nach Ihm zu suchen, und somit hätten wir in unserer materiellen Inkarnation diesbezüglich nichts gelernt und uns dementsprechend auch nicht geändert. Wir müssen uns aber ändern, denn im göttlichen Universum gibt es kein Hören oder Sehen, sondern nur das Denken und Fühlen. Wenn wir also eines Tages wieder nach Hause ins göttliche Universum zurückkehren, dann bleibt uns nur noch das Denken und wenn unser Denken nur darauf gründet, was wir sehen oder hören, dann wird dieses Denken sich im göttlichen Universum wieder ändern und Gott nicht mehr suchen. Wenn unser Denken aber durch die Logik und die Gefühle hervorgerufen wurde, dann hat dieses Denken auch im göttlichen Universum Bestand und wir werden Gott auch dann noch suchen und finden, wenn wir nicht mehr hören oder sehen, sondern nur noch denken und fühlen.

 

Des Weiteren ist es ein großer Unterschied, ob wir eine Überzeugung erhalten, weil wir uns selbst von etwas überzeugt haben oder weil wir davon überzeugt wurden, dass etwas existiert oder auch nicht existiert. Wenn uns also jemand sagt, dieses oder jenes existiert, weil das so sein muss, da es evident oder logisch ist, dann werden wir mit Argumenten von dieser Sache überzeugt. So wie wir dann jedoch gegenteilige Argumente über dieselbe Sache erhalten, wird sich unsere ursprüngliche Überzeugung wieder verlieren und alles ist wieder beim Alten. Wenn wir uns aber selbst von einer Sache überzeugen, indem wir zunächst alles, was wir zu glauben und zu wissen scheinen, in Frage stellen und dadurch zu neuem Wissen und aus diesem Wissen zu einer neuen Überzeugung kommen, dann werden gegenteilige Argumente unsere neue Überzeugung nicht einfach wieder ändern, denn wir werden für unsere Überzeugung einstehen und sie verteidigen.

 

So ist es auch mit der Überzeugung über Gottes Existenz. Wenn wir uns also selbst davon überzeugen, dass Gott existiert oder zumindest existieren muss, dann ist das eine solide Selbstüberzeugung, die durch gegenteilige Argumente nicht so leicht ins Wanken gerät und darauf kommt es an. Denn gegenteilige Argument werden wir nicht nur in diesem irdischen Leben zur Genüge wahrnehmen, sondern vor allem auch im göttlichen Leben.

 

Des Weiteren ist die Sprache über die Gefühle die perfekte Kommunikation, denn für sie braucht man kein Medium, um sie zu übertragen. Auch braucht man keine Übersetzung, um sie zu verstehen, sondern allenfalls muss man es üben, seine Gefühle zu deuten. Da es keine Übersetzung bedarf, kann es auch keine Missverständnisse geben, denn alle Menschen fühlen gleich. Außerdem ist diese Art der Kommunikation dauerhaft möglich. Sie ist auch unvermeidlich, so dass niemand sagen kann, er habe dieses oder jenes nicht gehört. Selbst ein Tauber kann also die Stimme Gottes hören, indem er auf seine Gefühle hört. Jeder von uns hat die Möglichkeit, zu lernen auf seine Gefühle zu hören und sie zu deuten. Also kann auch jeder diese Art der Kommunikation nutzen, egal welcher Nationalität er angehört oder welche Sprache er spricht. Je besser wir also die Sprache unserer Gefühle verstehen, desto besser können wir mit Gott kommunizieren. Aber nicht nur mit Gott, sondern mit allen göttlichen Wesen. Denn die Sprache der Gefühle ist unabhängig von Raum und Zeit. Das bedeutet, dass wir mit dieser Art der Kommunikation die Möglichkeit haben ohne Zeitverzug mit jedem an jedem Ort des materiellen Universums und vor allem auch mit jedem im göttlichen Universum zu kommunizieren. Über unsere Gefühle beeinflusst Gott uns auch, wenn es nötig ist, um uns vor falschen Entscheidungen zu bewahren. Daher möchte Gott, dass wir mit unseren Gedanken so oft wie möglich bei ihm sind. Wir sollten dementsprechend versuchen, immer in Kontakt mit Gott und allem Göttlichen zu bleiben, denn dann werden wir uns auch nach und nach mehr dem Göttlichen als dem Materiellen zugehörig fühlen.

 

Deshalb sollen wir auch nicht dem Beachtung schenken, was der Verstand sagt, wenn es um Gottes Rat geht, sondern auf das, was unsere Gefühle uns sagen. Es ist immer besser, auf unsere Gefühle zu vertrauen, wenn es darum geht, was wir tun oder besser nicht tun sollten. Des Weiteren kann man unsere Gefühle auch nicht so leicht täuschen, wie man unser Bewusstsein oder unseren Verstand täuschen kann. Sie sind unsere Rückversicherung für das richtige Handeln gemäß der Liebe. Der Weg zu Gott ist somit auch der Weg der Liebe. Sie führt uns zwangsläufig zu Gott. Deshalb müssen wir zu Anfang nicht einmal Gott erkennen, um mit Ihm zu kommunizieren. Wenn wir der Liebe in unseren Herzen folgen, dann werden wir Ihn aber zwangsläufig erkennen und wenn unser Herz rein und keine Lüge und keine Heuchelei darin zu finden ist, dann gilt:

 

Die, die reinen Herzens sind, werden Gott schauen.

 

Und das ist nicht symbolisch gemeint, sondern die reine Wahrheit. Und es gilt auch:

 

Gesegnet sind diejenigen, die glauben.

Glücklich sind aber diejenigen, die wissen.

 

Denn für diese gibt es keinen Zweifel und daher haben sie nicht nur das große Glück in der materiellen Welt gefunden, sondern für sie ist auch das Reich Gottes sicher.

 

Der Weg ins Reich Gottes führt aber über die göttlichen Gebote und diese führen uns auf den Weg der Liebe und die Liebe führt uns zu Gott und allem Göttlichen. So sind das Gesetz der Liebe und Gottes Gebote die Grundregeln des Lebens. Nachdem wir diese begriffen und verinnerlicht haben, ist es wichtig, dass wir unser Denken dementsprechend ausrichten. Während wir aber nach den Geboten und gemäß der Liebe leben, werden sich auch langsam aber stetig unsere Gefühle ändern und alles, was nicht der Liebe entspricht, wird sich auflösen. Dann wird auch unsere Realität nur noch von Liebe erfüllt sein, denn alles was Hass ist, werden wir nicht mehr an uns heranlassen. Wir werden darüberstehen, wie der Meister über seinem Diener steht. Der Diener kann seinem Meister nichts anhaben, aber der Meister wird seinen Diener zurechtweisen. So wird auch der von Liebe erfüllte vom Hass nicht verletzt werden können, denn seine Liebe beschützt ihn und macht ihn für den Hass unverwundbar. Vielmehr wird der Hassende sich aber ein Beispiel am Liebenden nehmen, denn seine Unverwundbarkeit macht den Hassenden neidisch.

 

Abschließend möchte ich noch ein Gebet zitieren, das ich selbst immer und immer wieder benutze, um all das, was ich weiß und kann, zu erlangen ersuche.

An den Vater Oh Vater – ich weiß nicht wer oder was Du bist, aber ich weiß,

dass Du bist und was Du für mich tust, und nur das ist wichtig.

Ich vertraue Dir ohne jeden Zweifel.

Bitte lass mich zu Dir kommen, denn ich gehöre zu Dir,

und nicht in diese Welt, sondern in Deine göttliche Welt.

Jedoch lass mich zunächst meine Arbeit hier beenden so gut ich kann, weswegen Du mich hier her gesendet hast.

Bitte hilf mir dabei und gib mir alles, was ich brauche,

um der beste Deiner Arbeiter zu werden, und Du stolz auf mich bist und Du mich einen gute/n Tochter/Sohn nennen wirst.

Dein Werk soll erfolgreich sein, denn wenn Du erfolgreich bist,

dann werden auch wir an Deinem Erfolg teilhaben.

Vater – bitte gib mir die Weisheit, Dich zu erkennen und

Dich kennen zu lernen, so dass ich Deinen Willen verstehe und

ich Dir so gut es geht, dienen kann.

Vater - ich liebe Dich!

DIE EXISTENZ

Warum gibt es die Existenz