The Rising 1 - Neue Hoffnung - Felix A. Münter - E-Book
Beschreibung

"Aus den Ruinen der Welt erhebt sich eine neue Kraft!" Die Zivilisation, wie wir sie kennen, liegt in dunkler Vergangenheit. Jahrzehnte nach dem weltweiten Kollaps gelangt eine kleine Gruppe Überlebender in den Besitz eines Fragments aus der alten Welt - Datenspeichern, deren Informationen von unschätzbarem Wert zu sein scheinen. Es dauert nicht lange, bis die Überlebenden erkennen, welche Möglichkeiten das Relikt liefert. Ein Neubeginn für die Menschheit ist zum Greifen nah. Doch auch andere wollen das Relikt für sich nutzen. Eine mörderische Hetzjagd beginnt … THE RISING - NEUE HOFFNUNG ist der erste Teil des Endzeit Thrillers von Felix A. Münter

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Seitenzahl:481

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FELIX A. MÜNTER

The Rising

Für K. Prost und M. Münter.Danke für eure Ausdauer, euren Zuspruch und eureUnterstützung zu jeder Zeit.

Ein besonderer Dank gebührt Oliver Haase.Freund, Sparringspartner und Probeleser der erstenStunde.

1. Auflage

Veröffentlicht durch denMANTIKORE-VERLAG NICOLAI BONCZYKFrankfurt am Main 2014www.mantikore-verlag.de

Copyright © der deutschsprachigen AusgabeMANTIKORE-VERLAG NICOLAI BONCZYKText © Felix A. Münter

Titelbild: Ignacio Bazán LazcanoLektorat: Nora-Marie BorruschSatz: Karl-Heinz ZapfBildbearbeitung: Helge Balzer

ISBN: 978-3-945493-01-4

Felix A. Münter

THE RISING

Buch 1: Neue Hoffnung

Roman

Inhalt

Kapitel 1 Der Überfall

Kapitel 2 Station

Kapitel 3 Nach Norden

Kapitel 4 Yard

Kapitel 5 Belagert

Kapitel 6 Institut 18

Kapitel 1

Der Überfall

Irgendwann war die Welt vor die Hunde gegangen.

Was genau den Kollaps ausgelöst hatte, vermochte heute kaum noch jemand zu sagen. Eine Seuche, eine Naturkatastrophe oder ein folgenschwerer Unfall. Vielleicht auch ein globaler Krieg, in dem irgendeine Partei zuerst auf den roten Knopf gedrückt und damit die Tore zur Hölle aufgestoßen hatte. Vielleicht war es eine Mischung aus all diesen Ereignissen, eine unglückliche Verkettung – oder aber nichts dergleichen.

Fragte man eine Handvoll Menschen danach, so erhielt man mindestens doppelt so viele Antworten. Letzten Endes war es völlig egal. Denn es war Vergangenheit. Und damit für das Leben im Hier und Jetzt völlig unwichtig. Wer überleben wollte, der konnte sich den Luxus, in Erinnerungen einer längst vergangenen Zeit zu schwelgen, nicht erlauben. Im kollektiven Gedächtnis hatte sich einfach nur eine markante Trennlinie eingebrannt. Sie markierte die Zeit DAVOR und die Zeit DANACH.

Der tägliche Kampf ums Überleben hatte das Erbe einiger tausend Jahre Menschheitsgeschichte fast völlig aus den Köpfen der Übriggebliebenen verbannt. Der Zusammenbruch der eigenen Zivilisation war nicht spurlos an der Menschheit vorbeigegangen. Die Anzahl der Spezies Mensch sank innerhalb weniger Jahre von einigen Milliarden auf einen Bruchteil ihrer ursprünglichen Stärke. Kaum dass der Mensch dezimiert war, begann die Natur, sich unbarmherzig auszubreiten, und verschlang an vielen Orten das, was die angebliche Krone der Schöpfung in mühevoller Arbeit in den letzten Jahrhunderten geschaffen hatte.

Jene, die der Katastrophe standgehalten hatten, suchten Sicherheit in der Gruppe und bildeten Gemeinschaften. Einige dieser Gemeinden gingen im Chaos der Folgejahre unter, andere wiederum schafften es, sich zu behaupten. Sie siedelten sich irgendwo in den Weiten der entvölkerten, wilden Landstriche an und versuchten, den Gefahren der neuen Welt zu trotzen. Doch die Welt DANACH konnte kein friedlicher Ort sein. Denn die Menschheit hatte überlebt.

Flach auf dem Bauch liegend hob Eris den alten Feldstecher an die Augen. Das rechte Objektiv des Gerätes war schon vor Jahren zersplittert, doch davon abgesehen befand es sich in gutem Zustand und leistete dem hochgewachsenen Mann vortreffliche Dienste. Seine schulterlangen, dunkelblonden Haare waren zu einem Zopf gebunden und ein stoppeliger Bart verriet, wie lange er bereits in der Wildnis unterwegs war. Er war kräftig, seine Bewegungen routiniert und sicher. Seine Kleider waren von den Tagen in der Wildnis gezeichnet, ausgeblichen und verwaschen. Rechts und links von ihm erstreckte sich urtümlicher, wild wuchernder Wald, während genau vor ihm, fast schnurgerade, eine Schneise durch das Gehölz verlief. In der Zeit DAVOR war dies untrüglich eine der vielen Straßen gewesen, die einem Spinnennetz gleich das ganze Land durchzogen hatten, doch heute war davon kaum mehr als brüchiger Asphalt übrig. Aus den Schlaglöchern und den klaffenden Rissen sprossen Pflanzen und Büsche, hier und da hatten Bäume den undurchdringlich erscheinenden Asphalt durchbrochen. Unzweifelhaft würde die Natur nur noch wenige Jahre brauchen, dann wäre auch dieses Zeugnis der menschlichen Zivilisation verschwunden. Abseits der Straße, fast vom Wald verschlungen, waren einige Autowracks zu erkennen. Von ihnen war mittlerweile kaum mehr als Rost und sprödes Plastik übriggeblieben, das von Moos und Schlingpflanzen überwuchert wurde. Sie waren völlig nutzlos und wahrscheinlich schon vor Jahren all ihrer brauchbaren Teile beraubt worden.

Durch das Okular spähte Eris die alte Straße hinauf. Er verharrte, als er durch die Linse Bewegungen wahrnahm. Seine Finger tasteten nach der Vergrößerung. Vorsichtig stellte er die Optik des Feldstechers ein und die Schemen, die er erkannt hatte, bekamen Konturen, wechselten von einem verschwommenen, milchigen Etwas zu klar erkennbaren Formen.

In etwa zwei Kilometern Entfernung – so schätzte er – bewegte sich langsam eine Karawane.

Eris zählte ein halbes Dutzend schwer bepackter Maultiere, die, von vier Personen geführt, langsam vorantrotteten. Er nahm die Menschen in Augenschein und entdeckte bei dreien von ihnen größere Schusswaffen, während der vierte, ein eher schlaksiger, fast ausgemergelter Mann, unbewaffnet schien. Bei ihm handelte es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um den Händler. Die drei anderen mochten demnach nichts weiter als sein Begleitschutz sein.

Auch wenn die drei Männer einen durchaus fähigen und gefährlichen Eindruck machten, so war das alles eher ungewöhnlich. Niemand, der klar bei Verstand war, würde eine Karawane mit nur so wenigen Wächtern auf den Weg schicken – das musste selbst der geizigste Händler wissen. An der Sicherheit seiner eigenen Karawane zu sparen, das bedeutete nichts anderes, als leichtfertig sein Leben aufs Spiel zu setzen. Eris runzelte die Stirn. Normalerweise schickte man immer einen Späher voraus. Das war eine Grundregel – hier aber war das offenbar nicht der Fall.

Skeptisch nahm Eris die Straße und den Wald vor der Gruppe noch einmal in Augenschein, konnte aber keine Vorhut entdecken. Es mochte fähige Kundschafter geben, denen es leicht fiel, nicht aufzufallen, aber hier hatte Eris den Eindruck, dass man sich fähige Leute nicht hatte leisten wollen.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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