Themen, die das Leben schreibt - Willibald Rothen - E-Book

Themen, die das Leben schreibt E-Book

Willibald Rothen

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Beschreibung

Haben Sie Lust zu lachen? Nehmen Sie sich Zeit und lassen Sie die mitreißenden Reime von Willibald Rothen auf sich wirken. Mit Wortwitz und Ironie bringt der Autor gesellschaftspolitische, aber auch alltägliche Begebenheiten auf den Punkt. Monarchie, Demokratie, Diktatur, nichts bleibt unbesprochen. Kirche und Religion, Liebe und Hoffnung oder auch die Umwelt – der Leser kann es sich aussuchen, worüber er sinnieren und schmunzeln möchte. Manche Reime erinnern an Aphorismen, manche leihen sich an den Hexameter und einige sind kurzweilig lang. Dieses Buch in einer Mußestunde zur Hand zu nehmen ist auf jeden Fall eine gute Idee, es dient zur Aufheiterung genauso wie zum Denkanstoß.

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Seitenzahl: 144

Veröffentlichungsjahr: 2023

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Inhalt

Impressum 5

Einleitung 6

Natur 9

Anfang 2 10

Die Menschwerdung 14

Verschiedenes 3 15

Verschiedenes 8 16

Die Erde 18

Über Tier 19

Die Feder 6 20

Ein Traum in Hexameter 22

Menschen 28

Lieber Dichter 29

Ein Mensch im Totenbett 34

Diskutierer 37

Der Blätterwald 39

Der Brüter 41

Politiker 44

Fremde 45

Der Bürokrat 48

Die Reichen 50

Freundschaft 51

Es sinnt der Mensch 54

Der Schnüffelhund 57

Der Strafzettel 59

Beschissen 61

Der Weisenrat 63

Die Lobbyisten 66

Pleitegeier 69

Der Untersuchungsausschuss 73

Der Sandler 75

Das Urlaubsschwein 80

Der Inspektor 83

Bürokraten 86

Der Rathausmann 90

Ein Mensch 92

Der geile Streifen 93

Über Esel II 96

Die Vorstadt 98

Am Tag ist mir so richtig fad 100

Das Autofahrerschwein 102

Der Lärm der Zivilisation 106

Ein Kügelchen von Blei 108

Der Staatsanwalt 110

Die Geister 115

Gold und Diamanten 116

Eine Welle 119

Zotiges 121

Die Feder 123

Es weckte sie 126

Religiöses 129

Der Riese und der Zwerg 132

Der Polizist 135

Petrus 136

In der Wüste 139

Staatlich demokratisch 142

Über Esel I 150

Affen (Migration) 151

Hitler 152

Verschiedenes 153

Meine Bücher 154

Das Untier aus dem Universum 155

Noah 156

Uhren 158

Ein Glöckner und ein Muezzin 159

Kain und Abel 160

Das neue Jahr 161

Ein tierisches Paar 163

Die Korkenzieherweide 165

Ein Blatt schaukelt sich vom Baume 167

Tratschweiber 168

Der Zaun 169

Die Nurse 170

Der Turm 171

Der Mauerziegel 172

Der Dachstuhl 173

Die Demokratie 174

Die Mimose 175

Der Wind 176

Der Berg 177

Der Papst 178

Der Redner 179

Gott, der Herr 180

Der Griesgram 181

Ein dem Weine Zugetaner 182

Beim Frühstückstisch 1 183

Kalender 184

Die Karriereleiter 185

Aktien 186

Die Pestsäule 187

Eine Allee 188

Beim Arzt 189

Die Serviette 190

Der Leser 191

Das Strassendorf 192

Verschiedenes 193

Der kleine Zwerg 196

Verschiedenes 2 197

Der große Fisch 198

Ein Gedicht 199

Im Urwald 203

Kalauer 205

Verschiedenes 210

Die Feder 211

Die Feder 212

Verschiedenes 217

Über Eulen 220

Der Kaiser schickt Soldaten aus 221

Impressum

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie­.

Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://www.d-nb.de abrufbar.

Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Film, Funk und Fern­sehen, fotomechanische Wiedergabe, Tonträger, elektronische Datenträger und ­auszugsweisen Nachdruck, sind vorbehalten.

© 2023 novum publishing

ISBN Printausgabe: 978-3-99131-380-9

ISBN e-book: 978-3-99131-381-6

Lektorat: Angelika Mählich

Umschlagfoto:Natasha Mamysheva | Dreamstime.com

Umschlaggestaltung, Layout & Satz: novum publishing gmbh

www.novumverlag.com

Einleitung

Die Themen, die das Leben schreibt,

und so dem Dichter denn nichts anderes übrig bleibt,

um die Themen aufzugreifen,

um sie nach seiner Ansicht zu beschreiben.

Und ihres Schreibers persönliches Empfinden

versucht die Feder nun zu ergründen.

Wie er persönlich zu der Welt wohl stehe

und wie steht es mit seiner Gottseins Nähe.

Einstens schickt Gott die Erde auf die Reise,

die alsbald die Sonne pflichtgemäß umkreiste.

Gott hätte mit ihr gar viel vor,

als er sie zu seinem Lieblingsplaneten erkor.

Natur

Die Natur, die vielfältiges Leben hervorgebracht,

und erst die Erde zu dem gemacht,

was die Menschen von der Welt erkennen,

um es schlichtweg als Natur zu benennen.

Doch wer gab den Anstoß zu all dem Leben,

muss dahinter nicht eine intelligente Macht wohl stehen,

die dieses gigantische Universum hat erschaffen,

wo Materie und Leben aufeinandertrafen?

Um eine Welt wie die unsrige zu formen,

wo als letztes Glied der Mensch aus ihr geboren.

Doch ist er wirklich schon das Endprodukt,

dann ist der Erde Zukunft wohl verflucht.

Ich lebe in einer fernen Welt

fernab von Ruhm, Macht und Geld.

Ich lebe eigentlich nur so für mich hin,

fand das als meines Lebens Sinn.

Ist Gott nicht, dass der Mensch sich in ihm erkennt,

das Gut und Böse von ihm getrennt,

er in seiner Erkenntnis hat’s erfasst,

dass Gut und Böse nicht zueinanderpasst.

Um das Gute und Böse zu erkennen,

die uns von den Tieren trennen.

Und so Gott von uns unsere Erkenntnis hat gelegt

und so das Göttliche in uns bewegt.

Anfang 2

Im Urwald saßen zwei Gorillaaffen,

hoch oben, auf eines Baumes Krone

und taten sich dabei begaffen,

ob sich das Leben oben wohl gar lohne.

Am ganzen Körper waren sie gar schwarz behaart

und suchten Läuse sie in ihren Fellen,

zuvor noch hatten sie sich schnell gepaart,

was ihren trüben Tag wohl tat erhellen.

„Nun“, gurrt das Männchen zu dem Weibchen,

„wenn wir, was ich glaube, ein Kind gezeugt,

könnt das in seinem Leben nicht mehr erreichen,

wenn es nicht mehr auf allen vieren kreucht?

Und aus dem Urwald tritt wie unsre Ahnen

und wie die Evolution es uns vorgeführt.

Und die Welt in Besitz sie nahmen,

ihnen die Verehrung der ganzen Tierwelt nun gebührt.“

„Ach Mann“, das Weibchen nun zurück ist girrend,

„was haben unsere Ahnen sich damals angetan,

von den Bäumen stiegen und der Teufel sie hat verführet

und Mensch werden wollten sie in ihrem Wahn.“

Und sie nahmen eine Frucht von des Baumes Krone

und genüsslich schmatzten sie daran

und fragten sich, ob sich der Weg um

des Kindes wohl lohne,

das glaub ich dir nicht, mein lieber Mann.

„Leben wir hier nicht wie in des Paradieses Garten,

obwohl im Paradies von uns gar nicht die Rede war,

bräuchten wir hier nicht der Menschheit Ende abzuwarten,

sind wir beide nicht die neuen Adam und Eva gar?“

Mir scheint, die zwei waren eben erst von dem Baum gestiegen,

als die Schlange sie hat verführet

und die Welt begann mit Falschheit und Intrigen.

Die Menschheit bekam, was ihr gebühret.

„Ach“, brummt er, „den Baum der Erkenntnis haben wir lange schon gefunden,

bewusst machen wir zwei das doch alle Tage

und sind nicht an sein Verbot gebunden,

das steht für uns wohl außer Frage.“

„Aber“, fuhr sie fort, „da wir schon sehr fortgeschritten

und vom Baum der Erkenntnis bereits gegessen,

können wir den Baum in des Paradieses Mitten

vernachlässigen und vergessen.

Und die dumme Schlangenbrut,

die uns verführen möchte,

frisst selbst den Apfel in ihrer Wut,

aberkannt ihres Verführens Rechte.“

„Weißt du“, sagt drauf ihr Affenmann,

„schön und gut, wären wir der nächsten Menschheit Ahnen,

aber ich sage dir, ich glaub nicht so recht dran,

dass uns der Herrgott gedenkt, in seinem Werk so einzuplanen.

Es steht fest, dass der Menschheit Ahnen Affen waren,

die Not und Ausbeutung über die Erde brachten,

die immer Neues, Böses in die Welt hineingebaren

und die Teufel sich ins Fäustchen lachten.

So lass uns Affen auf den Bäumen bleiben,

wo wir zu fressen und ein Nest zum Schlafen,

und sollten uns die Menschen hier vertreiben,

dann wird der Herrgott sie wohl dafür bestrafen.“

„Ach“, sagt drauf das Affenweibchen,

„wie viele Tiere haben sie schon vernichtet,

liegen sie doch selbst mit sich im Streite

und einer den andern der Falschheit gar bezichtigt.“

„Aber weißt du“, darauf der Affenmann,

„ich kann es gar nicht glauben,

dass diese Menschen aus unsrem Stamm

uns damit unsre Affenwürde rauben.

Dabei sind sie dumm und noch dazu frivol,

sich gegenseitig als dumme Affen zu beschimpfen.

Ich versteh nicht, was das Ganze soll,

uns mit unsrem Namen zu verunglimpfen.

Sie sind wie Sprösslinge, die missraten,

obwohl, so wie wir, aus gutem Elternhaus,

die Schimpf und Schande über ihre Familien brachten.

Sind solche Kinder für die Eltern nicht ein Graus?

So geseh’n und auf die Menschheit umgelegt

Ist die Frucht, die aus gutem Samen ward geboren,

die als Kindlein gehegt und gepflegt

letztendlich doch verloren.

So werden wir weiter auf den Bäumen leben,

um unser Kind hier mit Affenkunst aufzuziehn,

möge Gott unseren Ahnen denn vergeben,

die emporgehoben zu der Menschen Höh’n.“

Sie verstehen mit ihrer Macht nicht umzugehen,

die der HERR ihnen auf dieser Erde gab,

aber gab er sie doch ihnen nur als Lehen,

doch schaufeln sie nicht ihr eigen Grab?

Der Atome Kerne haben sie gespalten,

die Tod und Verderben über die Menschheit brachten,

doch ließ ER sie nicht schalten und walten,

die, die sich gegenseitig nach dem Leben trachten?

So wird die Erde eines Tages wohl untergehn,

denn die Menschen, das sind wohl die Bösen.

Sie konnten Gottes Auftrag nicht verstehn,

das wär die Geschichte von den

Menschenaffen dann gewesen.

Die Menschwerdung

So war der Mensch erstaunt gewesen

Dass von dem Tiersein er genesen

und als Mensch sich wiederfand

und als solchen sich erkannt

Doch allzu viel vom Tier ist in ihm verblieben,

Wie als Affe er hat es getrieben

Wie auf den Bäumen er geklettert war

Sein Körper damals noch voll von Haar

Wie auf zwei Beinen die Savanne er beschritt

es wuchs sein Hirn zu seinem Glück,

dass er langsam dann zum Menschen sich entwickelt

und von den Tieren als solchen auch betitelt.

Stellt er doch die Krone all der Entwicklung dar,

Die die Schöpfung in dieser Welt gebar.

Doch das Gesetz von Fressen und Gefressen werden

evolutionierend von der Schöpfung hier auf Erden.

Zeugt doch nichts von einem Gottseins Verständnis,

liegt sie doch fern jeglicher göttlichen Erkenntnis,

dass dieser Mensch die Krone all der Schöpfung Macht

und das höchste Wesen von ihr hervorgebracht.

So liegt schon der Grundstein in des Menschen Fehlverhalten

in den von der Evolution aufgestellten Gewalten.

Der Stärkere hat immer Recht,

so ist auch der Grundsatz beim Menschengeschlecht.

Verschiedenes 3

Es sinnt der Mensch aus Langeweile

über dies und jenes nach.

Liest so manch erbauend Zeile

und meint darauf, das Leben ist ein einziges Ungemach.

Wer hat mich denn erschaffen

und die Welt um mich herum.

Stamm ich wirklich ab vom Affen.

Oh Gott, ich frage dich, warum.

Oder gibt es gar keinen Schöpfer,

der die Erde in 7 Tagen hat erschaffen

und somit auch keinen Erdenretter.

So belügen uns damit nur die Pfaffen.

Ich lese und denke nächtelang

über all die herrliche Schöpfung nach

und immer größer wird mein Drang,

dass die Erkenntnis in mir endlich erwach.

Was soll das alles mit der Nahrungskette

Von Fressen und Gefressen werden.

Ist die Welt eine einzige Schädelstätte

und somit göttliches Gesetz auf Erden.

So verbleibe ich ein armer Tor,

entrang diese Erkenntnis nicht schon Faustens Brust.

Und bleib so klug wie je zuvor,

in mir bleibt Gottes Faustens Frust.

Verschiedenes 8

Es weinten die Bäume und schrien zu Gott

und reckten die Blätter, doch Gott war tot.

Am Anfang der Schöpfung, da war er gestorben

zurzeit, als der Mensch noch gar nicht war geboren.

Er grämt sich über sein misslungenes Werk,

obwohl sich noch niemand darüber beschwert.

Doch er selbst hatte es selbst erkannt,

dass nichts mit dieser Schöpfung ihn mehr verband.

So machte er sich still und leise aus dem Staube,

damit ihm der Mensch nicht sein Gottsein raube.

Denn der Mensch erhob sich als Gott

und so blieb wie er war, nämlich tot.

Aber die Menschen haben ihn neu erfunden,

so als wäre er mit seiner Schöpfung noch verbunden.

Sie beten zu ihm in ihrer großen Not,

doch Gott hörte sie nicht, denn er ist tot.

Gestorben aus Gram über sein misslungenes Schöpferwerk,

doch die Gottmenschen hat das nie gestört.

Von großen Fressen und gefressen werden,

wie es eben zugeht hier auf Erden.

Er wollte eine Welt voller Liebe erschaffen,

dazu brauchte der keine Gutmenschen,

noch weniger die Pfaffen.

Den guten Kern, den er in seiner Schöpfung hat gelegt,

wurde vom Bösen weggefegt.

Denn einen fatalen Fehler, den hat er begangen.

Der Mensch hat sich mit seinem Schöpferruhm behangen,

der nun die Geschicke der Erde leitet

und tot mit Verderben über die Welt verbreitet.

Und bis er die Erde selbst vernichtet

und Gott aufersteht und den Menschen richtet,

um eine neue Welt zu erschaffen,

ohne Gutmenschen und ohne Pfaffen.

Denn gut wird dieser Mensch verbleiben,

denn Gott wird ihn in Güte kleiden

und Böses aus seiner Seele bannen,

wo seine Gene doch von Gott nur stammen.

Den freien Willen, den er ihm vorher hat gewährt,

und seine Schöpfung der Liebe hat gestärkt.

Er hat sie aus seinem Programm genommen,

so der Mensch nur das Gute hat vernommen.

Und das Böse hat damit besiegt.

Vorher sich Gut und Böse haben bekriegt

und eine Welt voll Liebe wird erschaffen.

So er auch keine armen Seelen mehr braucht zu strafen.

Die Erde

Die Erde humpelte verbissen

mit Krücken die Milchstraße entlang.

Sie suchte Gott, doch der ließ sich nirgends blicken,

die Welt schien für ihn ohne allen Belang.

Gab er den Menschen die Erde doch als Lehen

und sagte: Macht sie Euch untertan!

Der konnte wohl auch nicht in die Zukunft sehen

und wusste nicht, was er seinem Himmelskörper angetan.

Und so jammert die Erde durch das Weltall,

gar schwer lastet der Mensch auf ihrem Rücken

und frug die Sterne ohne Wahl,

ob vielleicht mit den Erdenmenschen sie dürft beglücken.

Doch dankend lehnten alle Sterne ab,

hat es sich doch im Universum herumgesprochen,

was für Chaos es auf dieser Erde gab

und was der Mensch an ihr verbrochen.

So irrt die malträtierte Erdenkugel

planlos durchs Weltall und sucht seinen Richter,

der den Menschen scheucht von ihrem Buckel,

drum vertraut sie sich der Feder an und auch dem Dichter.

Wie lange wird die Erde diese Last noch tragen?,

schreibt die Feder schüchtern nieder,

ich wollt das nur ein bisschen hinterfragen,

und demnächst schreib ich drüber wieder.

Über Tier

Oh Gott, was für ein Über-Tier hast du doch geschaffen.

Ist das Wesen Mensch dir nicht missraten.

Hättest beim Affen es belassen

und ihn nicht vermenschlicht in Edens Garten.

Du gabst ihm noch ein Weibchen bei,

das ihn sogleich verführte.

Ob die Schlange oder Eva, das ist einerlei.

Es war das erste Mal, dass sich der Mann genierte.

Die Feder 6

Es fragt der Mensch, wozu bin ich denn geboren,

was habe ich auf dieser Welt überhaupt verloren.

Warum haben meine Eltern mich gezeugt

und meine Verwandtschaft, die gar so weit verzweigt.

Habe ich doch Eltern, Onkeln und auch Tanten

und viele der üblichen Anverwandten.

Wie die Natur es so beliebt,

aus den gleichen Genen sie gestrickt.

Obwohl ich mit denen nichts am Hute habe,

bin ich auch verwandt in engen Graden.

Blutsverwandt man es benennt,

dass man der eigenen Verwandtschaft wohl bekennt.

So ist mancher davon nicht das Gelbe wie vom Ei,

mir jedoch ist das einerlei.

Ob Geschwister, Vater, Mutter, Onkeln oder Tanten

oder all die übrigen nächststehenden Verwandten.

Ich jedoch bin mir gut genug,

um sich abzuschotten von all der Brut.

Doch wozu bin ich denn geboren,

was habe ich auf dieser Welt verloren.

Denke ich, wenn ich nächtens aus dem Schlaf erwache

und dabei nach der Erkenntnis trachte.

Die jedoch, die bleibt mir immerfort verwehrt,

aber die ich umso mehr begehrt.

So kam ich nach nächtelangem Denken,

wer täte meinen Lebensweg wohl lenken.

So ich auch meinen Kopf zermartert,

auf eine Antwort hab gewartet.

Doch all der Gedanken viele,

die gespeichert in meines Kopfes Fülle,

haben keine Antwort mir gereicht,

die als Wahrheit mir gedeucht.

Ein Traum in Hexameter

Nicht endlos ist des Menschen Weg, daher auch Trost,

wenn Mühsal sich auf seinen Schultern bettet.

Und schier erdrückend wird die Last

ein böser Fluch an ihn gekettet,

Not und Elend als ständiger Gast.

Nicht endlos ist des Menschen Weg, daher auch Trost,

wenn siechend er in einem kraftlosen Körper

den Tod, den sehnend er erfleht,

betend zum himmlischen Pförtner,

dass er ihn von seinem Leid erlöst.

Nicht endlos ist des Menschen Weg, daher auch Fluch,

wenn das Leben ihn auf goldenen Händen trägt.

Auf samtenen Rosen er gebettet,

wenn über des Lebens Mühsal er geschwebt.

Ein gütiger Geist ihn von irdischer Mühsal hat errettet.

Nicht endlos ist des Menschen Weg, daher auch Fluch,

wenn er der Sonne goldene Strahlen

vermeint, dass nur für ihn sie leuchten.

Nichts weiß von dunkler Schatten Qualen,

die andere auf einem Lebensweg begleiten.

Nicht endlos ist des Menschen Weg, daher auch Fluch,

wenn er gehäuft in Samt und Seide,

wenn er gehortet Silber und Brillant,

Geld und goldenes Geschmeide,

von dessen Pracht und Macht er war gebannt.

Nicht endlos ist des Menschen Weg, daher auch Fluch,

wenn er erkennt, dass sein Weg zu Ende.

Und an das letzte Hemd keine Taschen sind genäht

und leer sind seine Hände,

wenn er vor seinen Schöpfer er bestellt.

Nicht endlos war, oh Mensch, dein Weg,

sagt der allmächtige Herr.

So war es und so ist es, seit ich die Welt erschuf.

Nach dem Paradies gab es für das Glück keine Gewähr.

Folgte Eva nicht der Schlange Ruf,

welche sie mit irdischen Gelüsten lockte.

Und als Adam ihr verfiel,

der Satan mit teuflischer Schadensfreude frohlockte.

Hat er doch erreicht sein Ziel.

Gewiss, sagt darauf der Mensch,

nicht endlos war mein Weg.

Doch hatte ich ihn, ich sag’s mit Verlaub,

ein Leben auf deiner Erde auch erstrebt?

Und wäre er auch nicht als endlos zu bewerten,

formtest du mich nicht aus der Erde Staub,

so wusste ich doch, einmal muss ich sterben.

Du da, sagt darauf Gott, der Herr,

den ich mit Not und Elend hab beladen,

Mühsal und erdrückend Last auf deine Schultern hab gelegt,

ich hörte von dir kein Murren und kein Klagen,

du standest alle Tage mit mir im Gebet.

Und du da, sagte darauf Gott, der Herr,

dem ich eine schwere Krankheit hab auferlegt,

deine Seel in einem hinsiechenden Körper.

Ich hab dich von deinem Leid erlöst,

den du erfleht vom himmlischen Pförtner.

Du da, sagt darauf Gott der Herr,

der du unter der Sonne glänzend Strahlen

ein Leben in einer Sänfte warst getragen,