Therapiemanual Kokainabhängigkeit - Gerhard A. Wiesbeck - E-Book

Therapiemanual Kokainabhängigkeit E-Book

Gerhard A. Wiesbeck

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Beschreibung

Auf der Basis aktueller Erkenntnisse aus Forschung und Praxis liefert das vorliegende Manual einen Leitfaden und Instrumente für die kognitive Verhaltenstherapie von Kokainabhängigen. Neben vielen Beispielen und Tipps vermittelt es kognitiv-behaviorale Therapiegrundsätze und Interventionen, die schrittweise eingeführt und praxisnah erörtert werden. Besonderes Augenmerk gilt dabei der störungsspezifischen Verhaltensanalyse, dem Erlernen und Üben neuer Fertigkeiten sowie dem Erarbeiten von Problemlösungsstrategien.

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Seitenzahl: 262

Veröffentlichungsjahr: 2010

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Auf der Basis aktueller Erkenntnisse aus Forschung und Praxis liefert das vorliegende Manual einen Leitfaden und Instrumente für die kognitive Verhaltenstherapie von Kokainabhängigen. Neben vielen Beispielen und Tipps vermittelt es kognitiv-behaviorale Therapiegrundsätze und Interventionen, die schrittweise eingeführt und praxisnah erörtert werden. Besonderes Augenmerk gilt dabei der störungsspezifischen Verhaltensanalyse, dem Erlernen und Üben neuer Fertigkeiten sowie dem Erarbeiten von Problemlösungsstrategien.

Die Autoren sind ein multidisziplinäres Fachteam des Bereichs Abhängigkeitserkrankungen der Universitären Psychiatrischen Klinken Basel unter der Regie seines Ärztlichen Leiters, Prof. Dr. med. Gerhard Wiesbeck. Kenneth Dürsteler-MacFarland ist Klinischer Psychologe, Johannes Strasser ist Oberarzt und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Otto Schmid ist Pflegerischer Leiter der Abteilung Janus.

Kenneth M. Dürsteler-MacFarland, Otto Schmid, Johannes Strasser, Gerhard A. Wiesbeck

Therapiemanual Kokainabhängigkeit

Grundlagen und Arbeitsmaterialien zur kognitiv-verhaltenstherapeutischen Behandlung

Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechts ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikrofilmungen und für die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Die Wiedergabe von Warenbezeichnungen, Handelsnamen oder sonstigen Kennzeichen in diesem Buch berechtigt nicht zu der Annahme, dass diese von jedermann frei benutzt werden dürfen. Vielmehr kann es sich auch dann um eingetragene Warenzeichen oder sonstige geschützte Kennzeichen handeln, wenn sie nicht eigens als solche gekennzeichnet sind.

1. Auflage 2010 Alle Rechte vorbehalten © 2010 W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Gesamtherstellung: W. Kohlhammer Druckerei GmbH + Co. KG, Stuttgart Printed in Germany

Print: 978-3-17-020913-8

E-Book-Formate

pdf:

978-3-17-026578-3

epub:

978-3-17-027402-0

mobi:

978-3-17-027403-7

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1 Die kognitive Verhaltenstherapie im Überblick

1.1 Komponenten der KVT

1.1.1 Verhaltensanalyse

1.1.2 Fertigkeitstraining

1.1.3 Entscheidende Schritte

1.2 Parameter der KVT

1.2.1 Form

1.2.2 Dauer

1.2.3 Setting

1.2.4 Patienten

1.2.5 Kompatibilität mit anderen Behandlungen

1.3 Wirkmechanismen der KVT

1.3.1 Grundlegende, spezifische Interventionen

1.3.2 Empfohlene, unspezifische Interventionen

1.3.3 Annehmbare Interventionen

1.3.4 Interventionen, die nicht einen Bestandteil der KVT bilden

1.4 Die KVT im Vergleich zu anderen Behandlungen

1.4.1 Ähnliche Ansätze

1.4.1.1 Kognitive Therapie

1.4.1.2 Community Reinforcement Approach

1.4.1.3 Motivational Enhancement Therapy

1.4.2 Andere Ansätze

1.4.2.1 Twelve-Step Facilitation

1.4.2.2 Interpersonale Psychotherapie

2 Klinische Forschung zur KVT

2.1 KVT und Interpersonale Psychotherapie

2.2 KVT und Clinical Management

2.2.1 KVT und Depressionssymptome

2.2.2 KVT und Alexithymie

2.2.3 Nachkontrolle nach einem Jahr

2.3 KVT bei alkoholabhängigen Kokainkonsumenten

2.4 KVT bei opioidabhängigen Kokainkonsumenten

3 Grundsätze der KVT

3.1 Erlerntes Verhalten

3.1.1 Klassische Konditionierung

3.1.2 Operante Konditionierung

3.1.3 Lernen am Modell

3.2 Verhaltensanalyse

3.2.1 Bestandsaufnahme

3.2.2 Relevante Bereiche

3.2.3 Untersuchungsinstrumente

3.3 Fertigkeitstraining

3.3.1 Auf Abstinenz ausgerichtete Lernstrategien

3.3.2 Allgemein einsetzbare Fertigkeiten

3.3.3 Grundlegende Fertigkeiten

3.3.4 Abstimmung des Materials auf die Bedürfnisse des Patienten

3.3.5 Einsatz von Wiederholungen

3.3.6 Üben von Fertigkeiten

3.3.7 Eine genaue Begründung abgeben

4 Struktur und Form der Sitzungen

4.1 Die 20/20/20-Regel

4.2 Erstes Drittel der Sitzung

4.2.1 Abklären des Zustands des Patienten

4.2.2 Anhören der derzeitigen Anliegen

4.2.3 Nachbesprechen der praktischen Übung

4.3 Zweites Drittel der Sitzung

4.3.1 Einführen des Themas

4.3.2 Verbindungen herstellen zwischen dem Thema und den derzeitigen Anliegen

4.3.3 Überprüfen der Reaktionen

4.4 Letztes Drittel der Sitzung

4.4.1 Zuweisen einer praktischen Übung

4.4.2 Vorbesprechen von Risikosituationen

4.5 Themen

5 Der therapeutische Umgang mit Widerstand und dessen Bedeutung in der KVT

6 Kombination der KVT mit Medikamenten

7 Erste Sitzung: Einführung in die Behandlung und in die KVT

7.1 Ziele der Sitzung

7.2 Wichtige Interventionen

7.2.1 Aufnehmen der Krankengeschichte und Herstellen einer Beziehung

7.2.2 Fördern der Motivation

7.2.3 Aushandeln der Therapieziele

7.2.4 Vorstellen des KVT-Modells

7.2.5 Festlegen von Grundregeln für die Behandlung

7.2.6 Einführen der Verhaltensanalyse

7.3 Praktische Übung

8 Thema 1: Umgang mit dem Verlangen nach Kokain

8.1 Ziele der Sitzung

8.2 Wichtige Interventionen

8.2.1 Verstehen des Verlangens nach Kokain

8.2.2 Beschreiben des Verlangens nach Kokain

8.2.3 Ermitteln von Auslösern

8.2.4 Meiden von Reizen

8.2.5 Umgang mit dem Verlangen nach Kokain

8.3 Praktische Übungen

9 Thema 2: Förderung der Motivation und der Bereitschaft zur Verhaltensänderung

9.1 Ziele der Sitzung

9.2 Wichtige Interventionen

9.2.1 Klären der Ziele

9.2.2 Angehen von ambivalenten Gefühlen gegenüber der Veränderung

9.2.3 Erkennen und Bewältigen von Gedanken über Kokain

9.3 Praktische Übungen

10 Thema 3: Ablehnungsfertigkeiten/bestimmtes Auftreten

10.1 Ziele der Sitzung

10.2 Wichtige Interventionen

10.2.1 Abklären der Verfügbarkeit von Kokain

10.2.2 Umgang mit Lieferanten

10.2.3 Fertigkeiten zur Ablehnung von Kokain

10.3 Hinweis auf das Ende der Therapie

10.4 Praktische Übungen

11 Thema 4: Scheinbar belanglose Entscheidungen

11.1 Ziele der Sitzung

11.2 Wichtige Interventionen

11.2.1 Verstehen von scheinbar belanglosen Entscheidungen

11.2.2 Ermitteln von persönlichen Beispielen

11.2.3 Üben, sichere Entscheidungen zu fällen

11.3 Praktische Übung

12 Thema 5: Allzweck-Krisenplan

12.1 Ziele der Sitzung

12.2 Wichtige Interventionen

12.2.1 Vorbesprechen von Risikosituationen

12.2.2 Entwickeln eines Krisenplans

12.3 Praktische Übung

13 Thema 6: Lösen von Problemen

13.1 Ziele der Sitzung

13.2 Wichtige Interventionen

13.2.1 Einführen der grundlegenden Schritte

13.2.2 Üben von Problemlösungsfertigkeiten

13.3 Praktische Übung

14 Thema 7: Case Management

14.1 Ziele der Sitzung

14.2 Wichtige Interventionen

14.2.1 Erfassen von Problemen

14.2.2 Aufstellen von Zielen

14.2.3 Erfassen von Ressourcen

14.2.4 Festlegen eines Plans

14.2.5 Überprüfen der Fortschritte

14.3 Praktische Übung

15 Thema 8: Verringerung des HIV-Risikos

15.1 Ziele der Sitzung

15.2 Wichtige Interventionen

15.2.1 Abschätzen des Risikos

15.2.2 Fördern der Motivation für Veränderungen

15.2.3 Festlegen von Zielen

15.2.4 Anwenden von Problemlösungsstrategien auf Hindernisse

15.2.5 Abgeben von spezifischem Informationsmaterial

15.3 Praktische Übung

16 Sitzung mit einer Bezugsperson

16.1 Ziele der Sitzung

16.2 Wichtige Interventionen 16.2.1 Vorausplanen

16.2.2 Informieren/Festlegen von Zielen

16.2.3 Ermitteln von Strategien

16.3 Praktische Übung

17 Letzte Sitzung: Abschluss der Therapie

17.1 Ziele der Sitzung

18 Handhabung des Manuals und Modifikationen im Einzel- und Gruppensetting

18.1 KVT im Gruppensetting

18.2 KVT bei kokainkonsumierenden Opioidabhängigen

18.3 Mögliche Anpassungen und Ergänzungen des KVT-Manuals

18.3.1 Das Smarties-Experiment

18.3.2 Zielsetzungen

18.3.3 Die Entscheidungsmatrix

18.3.4 Die Rolle des Therapeuten

19 Motivierende Gesprächsführung zur Förderung der Therapiebereitschaft

19.1 Was ist motivierende Gesprächsführung?

19.2 Prinzipien motivierender Gesprächsführung

19.2.1 Empathie ausdrücken

19.2.2 Diskrepanz entwickeln

19.2.3 Nachgiebig auf Widerstand reagieren

19.2.4 Selbstwirksamkeit fördern

19.3 Spezifische Techniken motivierender Gesprächsführung

19.3.1 Offene Fragen stellen

19.3.2 Aktives Zuhören

19.3.3 Bestätigen

19.3.4 Zusammenfassen

19.3.5 Change-Talk hervorrufen

19.4 Prozessphasen motivierender Gesprächsführung

19.5 Umgang mit Widerstand

19.6 Motivierende Gesprächsführung in Gruppen

20 Auswahl, Ausbildung und Supervision der Therapeuten und Probleme

20.1 Ausbildung der Therapeuten

20.1.1 Seminar

20.1.2 Übungsfälle unter Supervision

20.1.3 Beurteilung der Therapeuten

20.1.4 Zulassung der Therapeuten

20.2 Fortlaufende Supervision

20.2.1 Voraussetzungen

20.2.2 Häufig auftretende Probleme

Anhang Checklisten

Literatur

Stichwortverzeichnis

Vorwort

Kokain ist in der Drogenkonsumszene mittlerweile fest etabliert. Die durch seinen Konsum hervorgerufenen medizinischen, psychischen und sozialen Folgen (z. B. Verbreitung von Infektionskrankheiten, Gewalt, Kriminalität, Verschuldung) machen Kokain nicht nur zu einem gesundheitlichen Risiko für das Individuum, sondern auch zu einem gesellschaftlichen Problem.

Über 40 Jahre Forschung haben gezeigt, dass es möglich ist, Substanzstörungen effektiv zu behandeln. Die Therapie hat sich in Bezug auf die folgenden Aspekte als wirksam erwiesen: Verringerung des Drogenkonsums und von HIV-Infektionen, Senkung der Gesundheits- und Sozialkosten, die sich aus der Abhängigkeit ergeben, und Rückgang der Kriminalität. Dabei hat sich herauskristallisiert, dass die wirksamsten Therapieansätze sowohl biologische als auch verhaltenstherapeutische Komponenten umfassen. Dies gilt auch für die Behandlung von Menschen, die einen problematischen Kokainkonsum aufweisen. Psychosoziale Ansätze zur Behandlung eines problematischen Kokainkonsums sind weitverbreitet. Allerdings wurde die systematische Evaluation dieser Verfahren lange Zeit vernachlässigt. Wissenschaftliche Wirksamkeitsnachweise wurden während der letzten Jahre unter anderem für verhaltenstherapeutische Ansätze erbracht. Gegenüber herkömmlichen Beratungsgesprächen und verschiedenen anderen psychosozialen und psychotherapeutischen Verfahren haben diese in zahlreichen Studien signifikant bessere Behandlungsergebnisse erzielt.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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