Transdermale Magnesiumtherapie - Mark Sircus - E-Book

Transdermale Magnesiumtherapie E-Book

Mark Sircus

0,0
8,99 €

oder
-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zur Erhaltung oder Wiedererlangung Ihrer Gesundheit!

Transdermale Magnesiumtherapie bietet eine umfassende medizinische Übersicht über die Wirkung von Magnesium bei den verschiedensten Krankheiten. Unter anderem bei Krebs, Herzleiden, Diabetes, psychischen Störungen, Entzündungen und chirurgischen Eingriffen und vielen anderen.

Nicht umsonst wird Magnesium als »Wundermineral« bezeichnet. Es hat die Kraft, Ihnen viel Leid und Schmerz zu ersparen. Die hier vorgestellten Informationen könnten Ihnen, ohne Übertreibung, das Leben retten.

Dr. Mark Sircus untersucht, wie dieser erstaunliche und weitgehend verkannte Mineralstoff in viele Aspekte unserer Gesundheit hineinspielt. Wenn wir an Magnesiummangel leiden, können mehr als dreihundert Enzyme in unserem Körper nicht richtig arbeiten. Magnesiummangel wurde von der Wissenschaft als kritischer Faktor für die Entstehung einer Vielzahl von Krankheiten identifiziert. Mindestens zwei Drittel der Bevölkerung leiden aus verschiedenen Gründen und unterschiedlich stark an Magnesiummangel.

Angesichts dieser Tatsache kommt den Informationen von Dr. Mark Sircus über die Magnesiummedizin eine ganz entscheidende Bedeutung zu - es sind Informationen, auf die Sie nicht verzichten sollten.

Warum Magnesium transdermal anwenden?

Richtig angewendet, gibt Magnesium Ihnen Ihre Kraft und Vitalität zurück. In diesem Buch werden Sie »Magnesiumöl« kennenlernen, eine natürliche, gesättigte Magnesiumchlorid-Lösung, die direkt auf der Haut angewendet wird, um eine intensive Wirkung zu erzielen.

Die Vorteile der transdermalen Aufnahme sind vielfältig, unter anderem die Applikation des Magnesiums unmittelbar über einer schmerzhaften Region, die raschere Aufnahme ins Blut unter Umgehung des Verdauungstrakts, wo die Wirkung durch die Reaktion mit Enzymen und Säuren beeinträchtigt werden kann, und eine höhere Absorption und Bioverfügbarkeit. Bei oraler Verabreichung werden nur 30 bis 40 Prozent des Magnesiums tatsächlich aufgenommen, oft sogar noch weniger.

Erfahren Sie in diesem Buch, wie Sie die transdermale Magnesiumtherapie erfolgreich für Ihre Gesundheit nutzen können.

»Dr. Mark Sircus ist einer der besten Wissenschaftsautoren zu Gesundheitsfragen! Er ist einfach großartig, und ich möchte ihm helfen, seine wichtigen und wertvollen medizinischen Informationen zu verbreiten!« Dr. Garry Gordon

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2015

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



1. Auflage November 2015 2. Auflage Oktober 2018 als Sonderausgabe 3. Auflage August 2024 als Sonderausgabe

Copyright © 2011 by Dr. Mark Sircus

Copyright © 2015, 2018, 2024 für die deutschsprachige Ausgabe bei Kopp Verlag, Bertha-Benz-Straße 10, D-72108 Rottenburg

Titel der amerikanischen Originalausgabe:Transdermal Magnesium Therapy

Alle Rechte vorbehalten

Übersetzung: Angelika Orpin Lektorat: Dr. rer. nat. Antje Kronenberg Covergestaltung: Stefanie Huber

ISBN E-Book 978-3-86445-344-1 eBook-Produktion: GGP Media GmbH, Pößneck

Gerne senden wir Ihnen unser Verlagsverzeichnis Kopp Verlag Bertha-Benz-Straße 10 D-72108 Rottenburg E-Mail: [email protected] Tel.: (07472) 98 06-10 Fax: (07472) 98 06-11Unser Buchprogramm finden Sie auch im Internet unter:www.kopp-verlag.de

Zitat

Es ist höchst bedauerlich, dass der Mangel an einem so kostengünstigen, wenig toxischenNährstoff zu Krankheiten führt, die in der ganzen Weltunermessliches Leid und Kosten verursachen.

Dr. Steven Johnson

Magnesium ist nicht weniger als ein Wundermineral mit seiner heilenden Wirkung bei einem breiten Spektrum von Krankheiten und in seiner Fähigkeit, den alternden Körper zu verjüngen. Wir kennen es als wesentlichen Faktor in zahlreichen Enzymreaktionen, insbesondere im Bereich der Energiegewinnung in der Zelle, für die Gesundheit des Gehirns und des Nervensystems ebenso wie für gesunde Zähne und Knochen. Überraschend könnte allerdings die Tatsache sein, dass es in Form von Magnesiumchlorid auch ein hervorragendes Mittel zur Infektionsbekämpfung ist.

Walter Last

Einleitung

Das Buch, das Sie hier in Händen halten, könnte Ihnen das Leben retten. Auf jeden Fall enthält es Informationen, die Ihr Leben verlängern und Ihnen und Ihren Lieben sehr viel Schmerz und sogar finanzielle Not ersparen können. Magnesium ist die »Lampe des Lebens« und einer der wichtigsten Schlüssel zur Gesundheit. Richtig angewendet, gibt Magnesium uns Kraft und Vitalität zurück. Seine Einsatzmöglichkeiten in der Medizin sind weit zahlreicher und der gesundheitliche Nutzen weit umfassender, als wir uns überhaupt vorstellen können.

Dies ist das erste einer Reihe von Büchern über eine neue Form der Medizin, der sogenannten natürlichen allopathischen Medizin – ein Ansatz, bei dem Medikamente, die gewöhnlich in der Notfallmedizin routinemäßig eingesetzt werden, bei chronischen Krankheiten angewandt werden. Die natürliche allopathische Medizin arbeitet mit Substanzen wie Natriumbikarbonat, Magnesiumchlorid und Jod in ihrer natürlichen Form. Bei allen dreien handelt es sich um konzentrierte, in unserer Nahrung vorkommende Wirkstoffe, die erheblich sicherer, kostengünstiger und wirksamer sind als all die Pharmazeutika mit ihrer langen Liste schwächender oder tödlicher Nebenwirkungen, welche die wertvollen Magnesiumreserven noch weiter erschöpfen.

Nach Ansicht der meisten Ärzte und Patienten ist Magnesiumchlorid ein Medikament, das bei akutem Herzinfarkt injiziert werden kann. Tatsächlich ist es bei ausreichend schnellem Einsatz ein Lebensretter für Herz- und Schlaganfallpatienten. In diesem Buch werden Sie »Magnesiumöl« kennenlernen, eine natürliche, konzentrierte Form des Magnesiumchlorids. Sie wird direkt auf der Haut angewandt, um eine intensive Wirkung zu erzielen.

Alle oben genannten Standardnotfallmedikamente können eingenommen, transdermal angewandt oder injiziert werden, als Aerosol direkt in die Lunge eingebracht, verdünnt und als Augen-, Nasen- oder Ohrentropfen verabreicht werden. Weiterhin können sie als Duschen und Einläufe verwendet sowie zu luxuriösen und angenehm entspannenden Bädern zugesetzt werden. Diese hochwirksamen heilkräftigen Substanzen sind für Angehörige der Heilberufe ebenso unverzichtbar wie für Patienten auf der Suche nach sicheren, evidenzbasierten wissenschaftlichen Medikamenten, die seit Langem effektiv eingesetzt werden.

Während im 20. Jahrhundert die orale und intravenöse Verabreichung von Magnesium die vorherrschende Behandlungsform darstellte, gibt Ihnen dieses Buch eine Einführung in den transdermalen Ansatz, mit dem die Nutzung von Magnesium als Universalmedizin möglich wird. Eine orale Einnahme in ausreichend hoher Dosierung ist nicht praktikabel. Injektionen sind kostspielig und zuweilen unangenehm, wenn auch in Notfallsituationen die absolut beste Methode. Um den zellulären Magnesiumspiegel schnellstmöglich wieder aufzufüllen, bevorzuge ich eine Kombination einer oralen und transdermalen Verabreichung.

Wenn das Magnesium seinen normalen metabolischen Spiegel wieder erreicht hat, hilft es unseren Patienten und uns selbst beim Einschlafen, falls wir unter Schlafstörungen leiden, unser Energieniveau und unsere sportlichen Leistungen zu steigern, falls wir Sportler sind, und die verbreitetsten Heimsuchungen unserer Zeit zu vermeiden: Diabetes, Krebs, Herzerkrankungen, neurologische Störungen (Multiple Sklerose/Alzheimer-Krankheit etc.) und Schlaganfall. Wenn wir an diesen Störungen nicht erkranken, leben wir länger. Magnesiumsupplementierung erhöht die Sicherheit bei chirurgischen Eingriffen und hilft, Komplikationen bei Geburten zu vermeiden.

Mit Magnesium können wir bei einer ganzen Reihe von verbreiteten Problemen wie Muskelschmerzen, Schlafstörungen, Migräne, Menstruationsschmerzen und Depression Linderung bewirken. Wir können lebenswichtige enzymatische Prozesse und die ATP-Produktion aktivieren, um unser Energieniveau zu steigern, denn Magnesium ist ebenso sehr Nahrung für den Körper wie Weizen, Reis oder Fleisch. Bei angemessenem Einsatz von Magnesium sowohl oral als auch transdermal kann Krebs vorgebeugt, Diabetes behandelt und geheilt sowie autistischen Kindern geholfen werden.

Dieses Buch stellt eine große medizinische Entdeckung vor. Alles begann im Juli 2005 mit einem folgenreichen Anruf bei Daniel Reid, dem Verfasser von The Tao of Detox, in Australien. Ich rief ihn an, um ihm einige Fragen zu Magnesiumöl (Magnesiumchlorid) zu stellen, einem Produkt, das direkt auf die Haut aufgetragen oder als Badezusatz verwendet wird. Seine Antwort war einfach: »Es ist der beste Wirkstoff zur Entgiftung, den ich kenne.« Zu jener Zeit, als ich gerade die erste Ausgabe von Transdermale Magnesiumtherapie schrieb, sprach nur Dr. Norman Shealy von einer derartigen Verwendung.

Seitdem sind einige Jahre vergangen, und diese zweite Auflage wird Sie auf eine weite Reise mitnehmen. Dieses Buch vermittelt ein tieferes Verständnis der Magnesiummedizin und bestätigt die Rolle und Bedeutung von Magnesiumchlorid als Schwergewicht unter den Arzneistoffen in der Medizin.

Magnesiumchlorid ist ein starkes mineralisches Medikament; es ist ein sicher und unglaublich rasch wirkendes Mittel. Dieses Buch fordert alle Ärzte, Zahnärzte, Heilpraktiker, Chiropraktiker, Pflegekräfte, Akupunkteure und andere Angehörige der Heilberufe auf, sich aufgeschlossen mit der Entdeckung auseinanderzusetzen, wie Magnesiumchlorid am wirksamsten einzusetzen ist. Ich zitiere gern Dr. Carolyn Dean, die Verfasserin von The Miracle of Magnesium. Der Titel ihres Buches ist gut gewählt. Magnesium ist, insbesondere bei transdermaler Anwendung, das medizinische Wunder, auf das wir gewartet haben. Es ist das Medikament, das als Allererstes in den Medikamentenschrank gehört, und das Wirksamste und Sicherste, das wir Patienten empfehlen und mit dem wir sie behandeln können.

Als ich die erste Auflage schrieb, hatte ich mich noch nicht mit Jod und Natriumbikarbonat befasst. Zum vollen Verständnis meiner Arbeit sollten Sie auch meine Bücher über diese anderen Stoffe lesen. Mit Magnesium, Jod und Bikarbonat (plus Selen, den Vitaminen C und D, Alpha-Liponsäure, Spirulina, Lehm, Probiotika und gutem Wasser) steht uns eine Gruppe von Substanzen zur Verfügung, die sich zu einem universalen Behandlungsansatz kombinieren lassen. Er bringt uns der erfolgreichen Behandlung der schwierigsten chronischen Symptomkomplexe, denen wir uns heute gegenübersehen – einschließlich Krebs und Diabetes – , ein großes Stück näher.

Mit einer Kombination aus Jod und Natriumbikarbonat plus Magnesiumchlorid können wir es mit praktisch jeder Infektion aufnehmen und sogar Krebs nicht nur vorbeugen – wir können ihn behandeln. Diese drei Substanzen bilden das Herzstück meines Krebsbehandlungsprotokolls oder dessen, was ich »Natürliche Chemotherapie« nenne. Und sie stellen den Kern meiner »Natürlichen Notfallmedizin« dar, die Patienten wieder ins Leben zurückholen kann, selbst wenn sie dem Tode nahe sind. Eines der neuen Kapitel in dieser zweiten Auflage mit dem Titel »Magnesiumbikarbonat« zeigt, wie auf der Ebene der elementaren menschlichen Physiologie das synergistische Zusammenwirken lebenswichtiger Substanzen wie Magnesium und Bikarbonat die Verbesserung aller Bedingungen bis ganz hinunter auf die Ebene der mitochondrialen Funktionen bewirkt.

Magnesiumchlorid ist absolut unentbehrlich für Leben und Gesundheit. Allerdings stellen wir fest, dass bei den meisten Menschen aufgrund der Ernährungsweise der heutigen Zeit ein ausgeprägter Magnesiummangel vorliegt. Die klinische Situation in Bezug auf Magnesium ist so gravierend, dass chronisch Kranke auch ohne Test mit Sicherheit davon ausgehen können, dass ihr Magnesiumspiegel zu niedrig ist. Daraus folgt, dass sie auf eine Behandlung mit Magnesiumchlorid hervorragend ansprechen werden; gleichzeitig gibt es kaum Kontraindikationen.

In unserer Zeit hoher Toxizität, in der wir alle durch die chemischen Substanzen in unserer Atemluft, unserem Trinkwasser, unserer Nahrung, in den Gegenständen, die wir berühren, und den Medikamenten, die wir einnehmen, vergiftet werden, benötigen wir mehr, nicht weniger von den lebenswichtigen Nährstoffen, die uns bei der Entgiftung unseres Körpers und der Erhaltung unserer Gesundheit unterstützen.

Magnesiummedizin ist Ernährungsmedizin

Der Einsatz von Magnesiumchlorid ist intensive ernährungsmedizinische Praxis. Bei diesem Verfahren wird der Nährstoff in Dosierungen verabreicht, die durch Aufnahme über die Nahrung nicht zu erzielen ist. Als Hippocrates 400 vor Chr. sagte: »Lass deine Nahrung deine Arznei sein«, konnte er nicht ahnen, dass einzelne Vitamine, Mineralstoffe und sogar Enzyme in konzentrierter Form eingenommen werden könnten. Zweieinhalb Jahrtausende später stellen wir fest, dass die Ärzte in der Notaufnahme und auf der Intensivstation bei ihrem täglichen Kampf um das Leben ihrer Patienten intensive Ernährungsmedizin praktizieren.

Vorwort

In unserer Zeit der hoch technisierten und mechanisierten Medizin und der modernen chemischen Pharmazeutika werden die einfachen, grundlegenden »Tatsachen des Lebens« über menschliche Gesundheit und Heilung nur allzu oft übersehen und vergessen. Für diejenigen, die sich dem Streben nach echter Gesundheit und wahrem Heilen widmen, ist es ein Grund zum Feiern, wenn eine dieser einfachen, grundlegenden Tatsachen wiederentdeckt und ans Licht gebracht wird. Zu den bedeutendsten dieser Enthüllungen der letzten Jahre gehört die wesentliche Rolle von Magnesium in praktisch allen fundamentalen Bereichen der menschlichen Gesundheit. Das chinesische Schriftzeichen für Magnesium setzt sich aus den Symbolen für »Mineral« und für »schön« zusammen – weswegen es unter den traditionellen Heilern in China als »mei« oder schönes Mineral bekannt und seine Bedeutung sowohl in der Krankheitsvorbeugung als auch der Heilbehandlung unumstritten war. Im Einklang mit der Regel, dass Nahrung stets die beste Medizin ist, insbesondere bei der Vorbeugung gegen Krankheit und Verfall, enthielt die traditionelle chinesische Ernährung große Mengen dieses lebenswichtigen Minerals.

In der modernen westlichen Welt, besonders in Amerika, sind Herzerkrankungen mittlerweile eine der häufigsten Ursachen eines vorzeitigen Todes. Magnesiummangel wurde eindeutig als wichtiger Faktor bei allen Fällen von Herzversagen nachgewiesen. Da bei etwa 80 Prozent der Bevölkerung ein kritischer Magnesiummangel besteht, ist es nicht verwunderlich, dass sich Herzerkrankungen zu einer der häufigsten Todesursachen entwickelt haben.

Aber nicht nur das menschliche Herz ist auf eine ausreichende Magnesiumversorgung angewiesen. Immunreaktionen, die Funktion von Nerven und Hirn, der Blutdruck und mehr als 300 lebenswichtige Enzymreaktionen in den Zellen des menschlichen Körpers sind sämtlich von Magnesium abhängig. Ohne eine adäquate Magnesiumversorgung geraten viele der vitalen Körperfunktionen ins Stocken. Leider sind die meisten der heute auf dem Markt erhältlichen Magnesiumergänzungsmittel aus zwei Gründen nutzlos: Zum einen sind sie aus einer falschen Form von Magnesium hergestellt; zum anderen ist die orale Einnahme von Magnesium wegen der niedrigen Darmtoleranz und der geringen Absorption nicht sehr effektiv.

Die vom menschlichen Verdauungssystem am besten erkannte und aufgenommene Form von Magnesium ist Magnesiumchlorid, das beispielsweise auch im Meerwasser vorkommt. Allerdings enthalten nur wenige der heute angebotenen Nahrungsergänzungsmittel diese Art von Magnesium. Das Geheimnis der richtigen Verabreichung und optimalen Aufnahme von Magnesium besteht ganz einfach in der transdermalen Anwendung, also der Aufnahme über die Haut anstatt über den Mund.

Die transdermale Verabreichung von Magnesium ist eine schnell wirksame und unkomplizierte Methode, um chronische degenerative Zustände aufgrund eines Magnesiummangels zu korrigieren. Das einfachste Verfahren besteht im Aufsprühen einer Magnesiumchloridlösung auf die Haut oder einem 20-minütigen Fußbad in einem Eimer mit heißem Wasser, dem mindestens 60 Gramm flüssiges Magnesiumchlorid zugesetzt wurden.

In dem integrativen Programm zur Entgiftung, Regeneration und Heilung, das meine Frau Snow und ich jedes Jahr in Kureinrichtungen in Asien anbieten, spielt die transdermale Magnesiumtherapie eine Schlüsselrolle, und zwar in Form eines beruhigenden heißen Bades, das wir als »Magnum-Bad« bezeichnen. In unserem Programm, das wir »Renew Your Lease on Life (Ein neues Leben für Sie)« genannt haben, hat sich die Wirksamkeit der transdermalen Magnesiumchloridtherapie bei der Gewebeentgiftung und Zellregeneration wieder und wieder bestätigt.

In diesem Buch hat Dr. Mark Sircus das gesamte Spektrum der wichtigsten Informationen über den Nutzen von Magnesium für die menschliche Gesundheit und ihre praktische therapeutische Anwendung in der Heilbehandlung zusammengestellt. Das Buch sollte Pflichtlektüre für alle naturheilkundlich ausgerichteten Angehörigen der Heilberufe ebenso wie für die Vertreter der modernen Schulmedizin werden, die sich zu fragen beginnen, warum die pharmazeutischen Medikamente, die man sie für praktisch alle akuten oder chronischen Leiden der heutigen Zeit zu verschreiben gelehrt hat, nicht nur ihre Patienten nicht heilen, sondern häufig katastrophale Nebenwirkungen verursachen, welche deren Zustand sogar noch verschlimmern. Ebenso gehört dieses Buch in den Bücherschrank all derer, welche die eigene Gesundheit oder die ihrer Familie schützen möchten.

Daniel Reid

Byron Bay, Australien

Dezember 2009

1 | Die Kraft des Magnesiums

Kein Heilsystem ist stärker als jenes, das mit den Urstoffen der Natur arbeitet – Materialien, die so rein und naturnah sind, dass sie Nutzen bringen, ohne die typischen Nebenwirkungen der meisten Medikamente aufzuweisen. Das Geheimnis einer sicheren und wirksamen Medizin liegt in der Verwendung von Arzneistoffen, die in vertretbarer Dosis nebenwirkungsfrei sind. Genau dies ist die Bedeutung von »sicher« – etwas, was Ihnen nicht schadet.

Von meinem Berufskollegen George Eby erhielt ich 2007 einen Brief, in dem er berichtete, dass seine Tochter durch die verheerenden Nebenwirkungen einer speziellen Antibiotikagruppe, der sogenannten Fluoroquinolone (Cipro), schwer geschädigt worden sei. Er schrieb: »Meine Tochter ist mit diesem entsetzlichen Leiden geschlagen. Überempfindlichkeit gegen Cipro verursacht langfristige (mehrjährige bis lebenslange) chronische Schmerzen, Muskelschwäche, Sehnenschwäche bis hin zu Sehnenrissen und zahlreiche andere furchtbare, teils körperliche, teils seelische Auswirkungen. Das ist etwas, was jeder wissen sollte. Uns hat Cipro kaputt gemacht. Ich glaube nicht, dass man viel mehr tun kann, als ihr Magnesium zu geben, das bis zu einem gewissen Grad als Antidot wirken kann. Ich bin sehr besorgt, habe zwar noch nicht alle Hoffnung aufgegeben, bin aber doch realistisch. Einige der Sehnenschäden sind nekrotisch und werden bleiben. Allerdings gibt es Untersuchungen, bei denen Tieren mit dem Gift der Klapperschlange Nekrosen beigebracht wurden, und die einfache örtliche Anwendung von Magnesium(-chlorid) und Zink(-glukonat) brachte die Nekrose zum Verschwinden.« Zehn Tage darauf bekam ich von George folgende E-Mail:

Magnesiumchlorid hat eine Kraft und Stärke, die in der Welt der Medizin ihresgleichen sucht. In der menschlichen Physiologie ist Magnesium (Mg) unersetzlich; in seiner Wirkung auf die gesamte Zellphysiologie kommt ihm nichts auch nur annähernd gleich. Es wäre fahrlässig, Magnesiumchlorid in der Behandlung jedweder chronischer oder akuter Erkrankung nicht in Betracht zu ziehen.

Die schweren Geschütze des Magnesiums

In der Notfallmedizin müssen Medikamente sicher sein, gleichzeitig aber auch einen sofortigen, lebensrettenden Schub an Heilkraft bewirken. Magnesium ist in dieser Hinsicht ein Schwergewicht, obwohl dies nur wenigen bekannt ist. Es ist wie im Fall der medizinischen Hypnose: Die Ärzte sehen das ganz Naheliegende nicht. Sie verfügen über eine Superwaffe, an der niemand viel verdienen kann; folglich wird sie in der Literatur und der medizinischen Ausbildung nicht propagiert. In der Magnesiumforschung gibt es ganze Heerscharen von Wissenschaftlern, welche die Geheimnisse von Magnesium erforscht haben. Dieses Buch zitiert 600 Quellen, die sich in der Mehrheit auf originäre medizinische Forschungsarbeiten beziehen.

Magnesium kann Leben retten, und diese Fähigkeit sollten sich Ärzte und Patienten zunutze machen. Magnesium hat die Fähigkeit, menschliches Leiden in den unterschiedlichsten klinischen Situationen zu lindern. Offenkundig kann uns ein Medikament, das unbedenklich und wirksam genug für Notfallsituationen ist, auch bei chronischen Krankheiten helfen. Die moderne Medizin hat sich dieser Einsicht allerdings bisher verschlossen. Die Unbedenklichkeit, die niedrigen Kosten und die nachweisliche Wirksamkeit von Magnesiumchlorid sind einfach verblüffend.

In diesem Buch werden Sie zahlreiche erstaunliche Anwendungsmöglichkeiten für Magnesiumchlorid finden. So kam zum Beispiel eine in der Ausgabe des New England Journal of Medicine vom 28. August 2008 veröffentlichte Zehnjahresstudie zu dem Schluss, dass die Verabreichung von Magnesium an Frauen, die vor der 32. Schwangerschaftswoche entbanden, das Risiko einer Zerebralparese um 50 Prozentverringerte.1 An dieser Studie über den Nutzen einer pränatalen Magnesiumgabe (Beneficial Effects of Antenatal Magnesium – BEAM) nahmen 18 Einrichtungen in den Vereinigten Staaten teil, unter anderen das Northwestern Memorial. Bei dieser pränatalen Intervention konnte erstmals das Auftreten zerebraler Lähmungen bei Frühgeburten nachweislich verringert werden. Magnesiumsulfat und Magnesiumchlorid werden in der Geburtshilfe eingesetzt, um vorzeitige Wehen zu hemmen und um Krämpfe bei Frauen mit Bluthochdruck zu verhindern.

Zur Selbstbehandlung mit Magnesiumchlorid nach dem Sport habe ich täglich 60 Milliliter oder mehr zur sofortigen Schmerzlinderung und Muskelentspannung verwendet. Ich ließ es mir von einem meiner Mitarbeiter einmassieren – die himmlischste medizinische Behandlung, die man sich denken kann. Eine Magnesiummassage ist eine der von mir am häufigsten empfohlenen Behandlungen für Krebspatienten, denn sie verbindet die Heilkraft des Magnesiums mit dem, was ich »Therapeutische Heilberührung« nenne (siehe auch mein E-Book Soft Medicine).

Magnesium ist unersetzlich; von allen Metallen kommt es der Luft an Unentbehrlichkeit am nächsten.

Was die Anwendungstiefe und – breite angeht, ist Magnesium nahezu ein Wundermittel. Es ist wirklich keine Übertreibung zu behaupten, dass in der Medizin Wunder vollbracht werden könnten, wenn der Magnesiummangel der Menschen behandelt statt ignoriert würde. Sicherlich könnten viele Leben gerettet werden, wenn nichttoxischen Medikamenten der Vorzug vor toxischen gegeben würde. Das ist kein müßiges medizinisches Wortgeplänkel – und die gesamte medizinische Gemeinschaft wird sich letztlich umorientieren und Magnesium, insbesondere Magnesiumchlorid, ganz oben auf die Liste der zu nutzenden Medikamente setzen müssen, welche die meisten Patienten ganz dringend benötigen.

In einer Untersuchung an 1033 Krankenhauspatienten wiesen über 54 Prozenteinen Magnesiummangel auf. Noch schlimmer war, dass 90 Prozentder Ärzte gar nicht daran gedacht hatten, einen Magnesiumtest anzuordnen.2

Journal of the AMA

Obwohl Magnesium fast so lebensnotwendig ist wie Luft zum Atmen, hat der medizinisch-industrielle Komplex anscheinend kein besonderes Interesse daran, dass die Öffentlichkeit ausreichend mit diesem kostbaren Metall versorgt ist. So häuften sich beispielsweise in den vergangenen 15 Jahren die Belege dafür, dass sich bei Patienten mit akutem Herzinfarkt die Überlebenschancen um 50–82,5 Prozent verbessern, wenn sie innerhalb der ersten 24 Stunden nach dem Infarkt 32–66 mmol (1200 Milligramm Magnesium entsprechen 50 mmol) intravenös erhalten. 3 Dennoch werden Magnesiumchlorid oder Magnesiumsulfat nicht durchgängig in den Krankenhäusern der Welt eingesetzt. Rasche intravenöse Gaben von Magnesium führten nachweislich zu einer sofortigen und wirksamen Erweiterung der kollateralen Koronargefäße, womit sie sich als extrem effektive Therapie bei akutem Myokardinfarkt, Angina pectoris und kongestiver Herzinsuffizienz erwiesen. 4

Magnesium ist das wichtigste Mineral für den Menschen und alle lebenden Organismen.5

Dr. Jerry Aikawa

Die medizinischen Autoritäten und ganz sicher die Pharmaunternehmen werden von Magnesiumchlorid vor ein ausgeprägtes Dilemma gestellt. Da haben sie ein sehr wirksames Medikament, das nicht toxisch, kostengünstig und in den verschiedensten medizinischen Situationen wirksam ist. Was tun sie also? Sie lassen eine Studie durchführen, die so angelegt ist, dass sie das Gegenteil beweist, und sabotieren auf diese Weise medizinische Eindeutigkeit hinsichtlich des Einsatzes eines wertvollen und sicheren Medikaments. Genauer gesagt, in einer einzigen negativen Studie, die zeigte, dass Magnesium die Überlebenschancen verschlechterte, wurde eine weit höhere Magnesiumdosis verwendet (80 mmol) als in den oben zitierten Studien. 6 Eine weitere Studie, in der kein positiver Effekt von Magnesium nachgewiesen wurde, arbeitete mit der niedrigen Dosierung von 10 mmol in den ersten 24 Stunden.

2 | Magnesium, das Licht des Lebens

Im Chlorophyll befindet sich das Licht des Lebens und dieses Licht ist Magnesium.

Für die Gewinnung von Energie aus dem Sonnenlicht ist Magnesium erforderlich. Esist das Element, das Pflanzen befähigt, Licht in chemische Energie umzuwandeln. Magnesium ist als zentrales Atom im Porphyrinring des grünen Pflanzenfarbstoffs Chlorophyll gebunden. Der Porphyrinring des Häm-Moleküls in Hämoglobin ist nahezu identisch mit dem des Chlorophylls, bis auf die Tatsache, dass im Häm-Molekül das Magnesiumatom im Zentrum durch Eisen ersetzt ist. Alles Leben und damit die Nahrungskette basieren auf der Kette Sonnenlicht-Chlorophyll-Magnesium. Da sich Tiere und Menschen von Pflanzen ernähren, kann Magnesium als Quell des Lebens bezeichnet werden, denn es bildet den Kern des Chlorophylls und des Prozesses der Photosynthese.

Die Entstehung des Chlorophylls, eines Moleküls, das in dem Prozess der Photosynthese Lichtenergie von der Sonne einfängt, war ein gewaltiger Entwicklungsschritt in der Frühzeit des Lebens. Chlorophyllsysteme wandeln Energie aus sichtbarem Licht in kleine, energiereiche Moleküle um, die für die Zellen leicht zu verwerten sind. Die Nutzung von Energie aus sichtbarem Licht führte zu einer gewaltigen Expansion der frühen Lebensformen. In dreieinhalb Milliarden Jahre alten Fossilienschichten wurden Spuren blaugrüner Algen entdeckt, die auf der Oberseite von Felsen in der Gezeitenzone lebten.

Mit seinem Magnesiumkern gilt Chlorophyll als eine der reichsten natürlichen Quellen wichtiger Nährstoffe; der gehaltvolle grüne Farbstoff ist unentbehrlich für die rasche Assimilation von Aminosäuren durch den Körper und für die Enzymsynthese.

Pflanzen benötigen Magnesium für die Bildung von Chlorophyll, der Substanz, die ihnen ihre grüne Farbe verleiht. Ohne das Magnesium im Zentrum des Chlorophylls könnten Pflanzen keine Nahrung aus dem Sonnenlicht gewinnen, da der Prozess der Photosynthese nicht möglich wäre. Wenn Magnesium nicht in ausreichender Menge vorhanden ist, sterben Lebewesen allmählich ab. Tatsächlich können wir ohne ausreichend Magnesium in unseren Zellen keinen Atemzug tun, keinen Muskel bewegen und keinen Gedanken denken. Da Magnesium in Chlorophyll enthalten ist, gilt es als essenzielles Mineralsalz für die Pflanze.

Ohne Chlorophyll können Pflanzen Sonnenlicht und Kohlendioxid nicht umwandeln.Ohne Magnesium gibt es kein Leben.

Magnesium ist ein für alle lebenden Organismen – sowohl pflanzliche als auch tierische – notwendiges Element. Das Chlorophyll der Pflanzen ist um ein Magnesiumatom herum aufgebaut, während bei Tieren das Magnesium ein Schlüsselbestandteil von Zellen, Knochen, Geweben und praktisch aller denkbaren physiologischen Vorgänge ist. Magnesium ist ein überwiegend intrazelluläres Kation: Etwa ein Prozent des gesamten im Körper vorhandenen Magnesiums findet sich außerhalb der Zelle, während die freie intrazelluläre Fraktion den Anteil bildet, der die Enzymwege innerhalb der Zelle reguliert. Das Leben packt Magnesium sorgfältig ins Innere der Zelle; jeder »Tropfen« ist kostbar.

Die Sonne – Magnesium – Vitamin D

Nachdem wir entdeckt haben, wie wichtig Magnesium für die Aufnahme von Sonnenenergie ist, sollte uns die Feststellung nicht überraschen, dass der Körper bei Magnesiummangel Vitamin D nicht so effizient nutzen kann. Wenn Vitamin D und Parathormon in ausreichender Menge vorhanden sind, ermöglicht Magnesium die Freisetzung von Kalzium aus den Knochen. 7 Standardlehrbücher nennen als Hauptfunktion von Vitamin D die Förderung der Kalziumaufnahme im Darm und den Kalziumtransport durch die Zellmembranen, wodurch es zur Bildung starker Knochen sowie zu nervlicher Ruhe und Ausgeglichenheit beiträgt. Ebenso ist allgemein anerkannt, dass Vitamin D die Aufnahme von Magnesium, Eisen und Zink sowie von Kalzium unterstützt.

Krankheiten, die häufig zu Magnesiumdepletion (Magnesiumausleerung) führen, sind mit einer höheren Osteoporoseinzidenz assoziiert. Beim Menschen verursacht eine Magnesiumdepletion eine Hypokalzämie, einen niedrigen Serumspiegel des Parathormons (PTH) und niedrige 1,25(OH)2 – Vitamin-D-Spiegel sowie eine PTH- und Vitamin-D-Resistenz, die möglicherweise den Mechanismus für die Entstehung einer Osteoporose darstellt. 8

Magnesium und DNA

Magnesiumionen spielen eine entscheidende Rolle bei vielen Aspekten des Zellstoffwechsels. Magnesium stabilisiert durch Bindung an die Oberfläche des Makromoleküls die Struktur von Proteinen, Nukleinsäuren und Zellmembranen und fördert bestimmte strukturelle oder katalytische Aktivitäten von Proteinen, Enzymen oder Ribozymen. Magnesium spielt auch bei der Zellteilung eine entscheidende Rolle. Es wurde die These aufgestellt, dass Magnesium für die Aufrechterhaltung einer adäquaten Menge von Nukleotiden für die RNA- und DNA-Synthese notwendig ist.

Magnesium spielt eine entscheidende Rolle bei lebenswichtigen DNA-Reparaturproteinen. Die Synergieeffekte der Magnesiumionen auf die Geometrie des aktiven Zentrums beeinflussen möglicherweise die Schließungs-/Öffnungstendenz der Polymerase.Einzelsträngige RNA wird durch Magnesiumionen stabilisiert.

Spezifische Strukturmerkmale der DNA, beispielsweise die für die Erkennung, Anordnung und Regulation der DNA entscheidende Krümmung der dA-Abschnitte, sind magnesiumabhängig. Physiologisch relevante Magnesiumkonzentrationen verstärken nachweislich die Krümmung von DNA mit dA-Abschnitten. Die chemischen Eigenschaften von mit einem Magnesiumion angeregtem Wasser sind von zentraler Bedeutung für die Funktion der DNA-Reparaturproteine, der apurinischen/apyrimidinischen Endonuklease 1 (Ape1) und der Polymerase A (Pol A). Diese Proteine sind Schlüsselkomponenten im Basenexzisionsreparatur-(BER-)Weg, einem Prozess, der eine entscheidende Rolle bei der Verhinderung der zytotoxischen und mutagenen Wirkungen der meisten spontanen, alkylierungsbedingten und oxidativen DNA-Schäden spielt. 9

Magnesiumionen unterstützen die Steuerung der Polymeraseselektion, da das korrekte Nukleotid die Transkription der Polymerase-Pfade erweitert.10

Die DNA-Polymerase gilt als Holoenzym, da sie für ein einwandfreies Funktionieren ein Magnesiumion als Kofaktor benötigt. Die DNA-Polymerase initiiert die DNA-Replikation, indem sie an ein Stück einzelsträngiger DNA bindet. Dieser Prozess korrigiert Fehler in neusynthetisierter DNA.

DHEA – Magnesium – Cholesterin

Niedrige DHEA-Spiegel sind mit geringerer »Pathologie« assoziiert,da sie die Signalübertragung zwischen den Zellen des Immunsystems verhindern.11

Dr. James Michael Howard schreibt: »Sowohl Krebs als auch Infektionen nehmen zu, und einer der Gründe dafür ist die geringere Verfügbarkeit von Dehydroepiandrosteron (DHEA), die ihre Ursache in Magnesiummangel hat.« Das auch als »Mutter aller Steroidhormone« bekannte DHEA wird im Körper in mehrere verschiedene Hormone umgewandelt, unter anderem Östrogen und Testosteron. DHEA stellt anscheinend das Immungleichgewicht wieder her und stimuliert die Produktion von Monozyten (der Zellen, die Tumoren angreifen), die Aktivität der B-Zellen (der Zellen, die Krankheitserreger bekämpfen), die Mobilisierung von T-Zellen (die infektionsbekämpfenden T-Zellen besitzen DHEA-Bindungsstellen) und den Schutz der Thymusdrüse (die T-Zellen bildet). 12 Daten deuten darauf hin, dass DHEA in der neuroendokrinen Regulierung der Immunresistenz gegen Bakterien eine Rolle spielt. 13

Alle Steroidhormone werden in einer Hormonkaskade aus Cholesterin gebildet. Cholesterin, diese so berüchtigte Verbindung, ist in Wirklichkeit von entscheidender Bedeutung für unsere Gesundheit und die Mutter aller Hormone aus der Nebennierenrinde, zu denen Cortison, Hydrocortison, Aldosteron und DHEA gehören. Ohne Magnesium kann kein Cholesterin synthetisiert werden, und Cholesterin ist ein essenzieller Bestandteil zahlreicher Hormone. Diese Hormone sind miteinander verwandt, wobei jedes eine ganz bestimmte biologische Funktion ausübt und sie alle für ihre jeweilige Funktion auf Magnesium angewiesen sind. Interessanterweise ist Magnesium für die Bildung von Aldosteron erforderlich, das wiederum das Magnesiumgleichgewicht steuert. 14

Dr. Mildred S. Seelig schreibt: »Mg2+ – ATP ist der kontrollierende Faktor für das geschwindigkeitsbestimmende Enzym in der Cholesterinbiosynthese-Sequenz, dem Ziel pharmazeutischer Statinpräparate; ein Vergleich der Wirkungen von Mg2+ auf Lipoproteine mit denen der Statinpräparate ist angezeigt. Die Bildung von Cholesterin im Blut sowie des für die Hormonsynthese und den Membranerhalt erforderlichen Cholesterins erfolgt über eine Reihe von Enzymreaktionen, bei denen HMG-CoA in Cholesterin umgewandelt wird. Die geschwindigkeitsbestimmende Reaktion in diesem Pfad ist die enzymatische Umwandlung von HMG-CoA in Mevalonat mithilfe der HMG-CoA-Reduktase. Statine und Magnesium hemmen dieses Enzym. Einige der Wirkungen von Magnesium ähneln denen der Statine. So ist für das Enzym, das die HMG-CoA-Reduktase deaktiviert, Magnesium erforderlich; Magnesium ist also eher ein Reduktase-Steuerer als ein – Hemmer. Ebenso ist Magnesium für die Lezithin-Cholesterin-Acyltransferase-(LCAT-)Aktivität nötig, die den LDL-Cholesterin- und den Triglyzeridspiegel senkt und den HDL-Cholesterinspiegel erhöht.« 15

Desaturase ist ein weiteres magnesiumabhängiges, am Lipidstoffwechsel beteiligtes Enzym, auf das Statine keine direkte Wirkung haben.

DHEA ist ein Steroidhormon, das in der Nebenniere und den Eierstöcken gebildet und in Testosteron und Östrogen umgewandelt wird. Nach der Sekretion durch die Nebennieren zirkuliert es als DHEA-Sulfat (DHEAS) im Blut und wird bei Bedarf in andere Hormone umgewandelt. Dr. Norman Shealy zufolge erhöht transdermal angewandtes Magnesiumchlorid den DHEA-Spiegel.16 Dr. Shealy stellte fest, dass bei ausreichend auf Zellebene vorhandenem Magnesium der Körper von Natur aus DHEA sowie DHEA-S bildet.

Transdermale Verabreichung ist die allerbeste Methode, den Magnesiumspiegel in den Zellen wieder aufzufüllen. Jede Zelle des Körpers badet darin und füllt sich damit, und selbst die DHEA-Spiegel erhöhen sich auf ganz natürliche Weise.

Dr. Norman Shealy

Bei oraler oder intravenöser Verabreichung von Magnesium ist dieser Effekt nicht feststellbar. Dr. Shealy hat auf diesem Gebiet ein Patent angemeldet. Es wird angenommen, dass bei transdermaler Applikation eine Art Wechselwirkung mit dem Hautfettgewebe in Gang gesetzt wird, die diese Wirkung hervorruft. In Studien wurde ein Zusammenhang zwischen niedrigen DHEA-Spiegeln und chronischen Entzündungen, gestörter Immunfunktion, Depression, rheumatoider Arthritis, Typ-2-Diabetes-bedingten Komplikationen sowie einem erhöhten Risiko für bestimmte Krebstypen, Herzerkrankung und Osteoporose festgestellt.

Magnesium ist das »Licht des Lebens« – es ist das Herzstück aller physiologischen Abläufe und bietet uns etwas, was nur als Wunder der medizinischen Wissenschaft bezeichnet werden kann. Die medizinische Praxis ruht auf dem Fundament des Metalls Magnesium, denn wie Luft und Wasser steht dieses im Zentrum allen biologischen Lebens. Wo es fehlt, bricht alles Leben zusammen; aber mit etwas Sorgfalt und Klugheit können wir wiederherstellen, was im Innern der Zellen eines Menschen verloren ging. Die Erkenntnis, dass Magnesium im Chlorophyll das Zentrum des Lebens bildet, sollte uns helfen, Magnesium den Ehrenplatz zu geben, der ihm gebührt.

3 | Insulin und Magnesium

Magnesium ist sowohl für die Wirkung als auchfür die Bildung von Insulin erforderlich.

Magnesium ist ein Grundbaustein des Lebens und findet sich in Ionenform in der gesamten menschlichen Physiologie. Allerdings gelangt Magnesium ohne Insulin nicht aus unserem Blut in die Zellen, wo der größte Bedarf besteht. Als Dr. Jerry Nadler vom Gonda Diabetes Center am City of Hope Medical Center in Duarte, Kalifornien, und seine Kollegen 16 gesunde Probanden auf eine magnesiumarme Diät setzten, verringerte dies die Wirkung des Insulins für den Transport von Zucker aus dem Blut in die Zellen, wo er verbrannt oder als Energie gespeichert wird. Mit anderen Worten, die Probanden wurden weniger insulinsensibel oder, wie es auch bezeichnet wird, sie wurden insulinresistent. Und das ist der erste Schritt auf dem Weg zu Diabetes ebenso wie zu Herzerkrankungen.

Diabetes mellitus steht in Zusammenhang mit Magnesiummangel, der wiederum bei Diabetes Stoffwechselkomplikationen wie Gefäßerkrankungen und Osteoporose begünstigt. Zwischen intrazellulärem Mangel und der verminderten Fähigkeit des Insulins, bei Insulinmangel oder Insulinresistenz den Magnesiumspiegel in der Zelle zu erhöhen, besteht eine direkte Verbindung.

Ebenso wie Magnesium ist Insulin ein gemeinsamer Nenner, eine zentrale Größe des Lebens. Insulin hat die Aufgabe, überschüssige Energie aus der Nahrung zu speichern. Dieses System entstand im Laufe der Evolution und dient dazu, in Perioden (oder Stunden) des Überflusses Energie und andere benötigte Nährstoffe zu speichern, um das Überleben in Hungerzeiten sicherzustellen. Dabei verkennen wir, dass nicht nur Insulin für die Regulierung der Zufuhr von Zucker in die Zelle verantwortlich ist, sondern auch Magnesium, eine der für das Leben wichtigsten Substanzen. Interessant in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass die Nieren für die entgegengesetzten Prozesse zuständig sind, indem sie überschüssige Nährstoffe, die der Körper gerade nicht benötigt oder verarbeiten kann, physiologisch aus dem Blut entfernen.

Die Steuerung des Blutzuckerspiegels ist nur eine der vielen Funktionen von Insulin.

Insulin spielt eine zentrale Rolle bei der Magnesiumspeicherung. Wenn unsere Zellen allerdings insulinresistent werden oder wir nicht genug Insulin produzieren, beeinträchtigt das unsere Fähigkeit, Magnesium in den Zellen zu speichern, wo es hingehört. Wenn der Insulin-Stoffwechsel nicht funktioniert, wird das Magnesium stattdessen über den Urin ausgeschieden. Dies ist die Basis der sogenannten Magnesiumverlusterkrankung.

Es besteht eine enge Beziehung zwischen Magnesium und der Wirkung von Insulin. Magnesium ist für die Wirksamkeit von Insulin wichtig. Eine Abnahme des Magnesiums in den Zellen verstärkt die Insulinresistenz.17 , 18

Niedrige Magnesiumkonzentrationen im Serum und in den Zellen sind mit Insulinresistenz, verminderter Glukosetoleranz und verminderter Insulinproduktion assoziiert.19 , 20 , 21 Magnesium verbessert die Insulinsensibilität und verringert damit die Insulinresistenz. Magnesium und Insulin benötigen sich gegenseitig. Ohne Magnesium bildet unsere Bauchspeicheldrüse nicht genug Insulin – oder das Insulin, das sie bildet, ist nicht wirksam genug –, um unseren Blutzucker zu regulieren.

Das Magnesium in unseren Zellen trägt zur Muskelentspannung bei. Können wir aber kein Magnesium speichern, weil unsere Zellen resistent sind, geht es verloren. Bei Magnesiumverlust ziehen sich die Blutgefäße zusammen, was sich auf unsere Energiereserven auswirkt und den Blutdruck steigen lässt. Wir beginnen die enge Verbindung von Diabetes und Herzerkrankung zu verstehen, wenn wir den geschlossenen Kreislauf von sinkenden Magnesiumspiegeln und nachlassender Insulineffizienz betrachten.

Die Gleichsetzung von Insulin mit Chlorophyll wäre zwar kühn, aber wir bewegen uns auf einem Pfad im Kernbereich des Lebens. Es ist der Pfad des Magnesiums, und wir stellen zu unserer Überraschung fest, dass er uns in innige Berührung mit der innersten Struktur und den Grundlagen des Lebens selbst bringt. Dieses Kapitel ist der Schönheit des Magnesiums gewidmet, seiner Bedeutung für das Leben, für die Gesundheit und für die Medizin.

Alles Leben liebt Magnesium – mit Ausnahme der Schulmedizin, die einfach nicht imstande ist, es in seiner ganzen strahlenden Kraft und Schönheit zu akzeptieren. Schon vor Jahrtausenden gaben die Chinesen ihm den Namen »schönes Metall«, und sie sahen etwas, was die pharmazeutische Medizin nicht sehen will, weil sich mit etwas so Gewöhnlichem kaum Geld verdienen lässt.

Eine taiwanesische Studie zeigte, dass das Risiko, an Diabetes zu sterben, in umgekehrtem Verhältnis zum Magnesiumgehalt des Trinkwassers steht.22

Dr. Jerry L. Nadler

Insulinresistenz und Magnesiummangel verursachen einen Teufelskreis von zunehmender Insulinresistenz und Abnahme des intrazellulären Mg2+, was die Funktion von Magnesium bei lebenswichtigen Vorgängen in der Zelle einschränkt. 23 Da Magnesium ein bedeutender Kofaktor für die am Kohlenhydratstoffwechsel beteiligten Enzyme ist, bedroht alles, was den Magnesiumspiegel bedroht, gleichzeitig den Gesamtstoffwechsel. Umfangreiche epidemiologische Studien an Erwachsenen zeigen, dass ein niedriger Magnesiumgehalt in der Nahrung und niedrige Serummagnesiumspiegel mit einem erhöhten Diabetes-2-Risiko verbunden sind. 24 , 25

Die Verlagerung von Magnesium in die Zellen kann zu einem niedrigeren Serummagnesiumspiegel führen. Insulin hat diese Wirkung.

Forscher am Institut für Innere Medizin der Universität Palermo schreiben: »Es wurde ebenfalls gezeigt, dass die intrazelluläre Magnesiumkonzentration auf die Modulation der Aktion von Insulin (hauptsächlich im oxidativen Glukosestoffwechsel) einwirkt, die kalziumbedingte Exzitations-Kontraktions-Kopplung ausgleicht und die Reaktivität der Zellen der glatten Muskulatur auf depolarisierende Reize mindert. Eine geringe intrazelluläre Magnesiumkonzentration, wie sie sich bei Patienten mit nicht insulinpflichtigem Diabetes mellitus (NIDDM) oder Bluthochdruck findet, kann mangelhafte Aktivität der Tyrosinkinase auf der Ebene der Insulinrezeptoren und eine überhöhte intrazelluläre Kalziumkonzentration verursachen.«26

Die Verbindung zwischen Diabetes mellitus und Magnesiummangel ist bekannt. Die Hinweise mehren sich, dass Magnesium eine Schlüsselrolle bei der Senkung kardiovaskulärer Risiken spielt und sogar die Pathogenese von Diabetes selbst beeinflusst.

Dr. Jerry L. Nadler

Magnesium verbessert und korrigiert die Insulinsensitivität, deren Beeinträchtigung der grundlegende und charakteristische Defekt bei Prädiabetes, metabolischem Syndrom sowie voll ausgeprägtem Diabetes und Herzerkrankung ist. Ein intrazelluläres Enzym mit dem Namen Tyrosinkinase benötigt Magnesium, damit das Insulin seine blutzuckersenkende Wirkung entfalten kann. In verschiedenen Studien wurde gezeigt, dass tägliche orale Magnesiumsupplementierung die Insulinsensitivität um zehn Prozent erheblich verbesserte und den Blutzuckerspiegel um 37 Prozent senkte. 27 , 28

Magnesium trägt außerdem zur Korrektur anormaler Lipoproteinmuster bei. Gegenüber der üblichen oralen Verabreichung von Magnesium in der höchst ineffizienten festen Form ist eine größere Verbesserung und Erhöhung der Insulinsensitivität zu erwarten, wenn Magnesium korrekt, also auf transdermalem und oralem Wege in Kombination mit flüssigem Magnesiumchlorid (Magnesiumöl), angewendet wird.

Eine verbesserte Insulinsensitivität durch Magnesiumsupplementierung kann den Triglyzeridspiegel erheblich senken.29 Eine geringere Verfügbarkeit von Triglyzeriden reduziert wiederum die Zahl triglyzeridreicher Partikel, beispielsweise von Very-Low-Density-Lipoprotein (VLDL) und kleinem Low-Density-Lipoprotein (kleinem LDL), die beide erheblich zur Entstehung von Herzerkrankungen beitragen. Gleichzeitig kann eine Magnesiumsupplementierung auch das gute High-Density-Lipoprotein (HDL) erhöhen. 30

Insulin reguliert den intrazellulären Magnesiumspiegel durch die Aktivierungdes Na+/Mg2+ – Austauschs. Die Wirkung von Insulin auf den Na/Mg-Austausch könnte die niedrigen Zellmagnesiumspiegel erklären, die in vivo unter hyperinsulinämischen Bedingungen beobachtet wurden.31

Magnesium und Insulin benötigen sich gegenseitig. Ohne Magnesium bildet unsere Bauchspeicheldrüse nicht genug Insulin – oder das Insulin, das sie bildet, ist nicht wirksam genug –, um unseren Blutzucker zu regulieren. Insulin ist ein Hormon, und wie viele Hormone ist auch Insulin ein Protein. Es wird von Zellgruppen in der Bauchspeicheldrüse gebildet, den sogenannten Inselzellen. Insulin hat sehr viel mehr Funktionen, als uns bewusst ist. So reguliert es:

die Lebensdauer – niedrigere Insulinspiegel bedeuten ein längeres Leben

den Blutzucker

die Blutfette

Nährstoffüberschüsse (Glukose, Kohlenhydrate; Kalorien) und wandelt sie in Fett um

den Muskelaufbau

die Proteinspeicherung

die Magnesiumspiegel im Körper

die Kalziumspiegel im Körper

die Natriumspiegel und hält sie konstant

die Zellteilung

das Wachstumshormon

die Leberfunktionen

die Sexualhormone Östrogen, Progesteron, Testosteron

das Cholesterin im Körper

das Körperfett

Magnesium ist ein Kofaktor für zahlreiche am Kohlenhydratstoffwechsel beteiligte Enzyme. 32 Fettzellen, die in ein magnesiumarmes Medium eingebracht werden, weisen eine Verringerung der insulinstimulierten Glukoseaufnahme auf. 33 Es besteht ein Zusammenhang zwischen Magnesiummangel und erhöhten intrazellulären Kalziumspiegeln, die Insulinresistenz verursachen können. Ein niedriger Magnesiumgehalt der Erythrozyten steigert die Mikroviskosität der Membran, was die Interaktion zwischen Insulin und dessen Rezeptor beeinträchtigen kann.34 Bei Ratten, denen magnesiumarmes Futter verabreicht wurde, ist die Aktivität der Tyrosinkinase in den Insulinrezeptoren der Muskulatur verringert. 35 Diese Ergebnisse lassen vermuten, dass sich Magnesiummangel unmittelbar auf die Insulinsignalübertragung auswirkt.

Sinkende Magnesiumspiegel werden durch Hypersekretion von Adrenalin und Insulin kompensiert. Durch deren vermehrte Sekretion kann die intrazelluläre Magnesiumkonzentration in den Weichteilgeweben konstant gehalten werden. Plasma- und intrazelluläre Magnesiumkonzentrationen werden durch das Insulin streng gesteuert. Dr. Ron Rosedale schreibt allerdings: »Zusätzliches Insulin im Blut führt zur Bildung von Plaque. Früher war der Grund dafür nicht bekannt, aber wir wissen, dass Insulin Endothelwachstum verursacht. Schritt für Schritt führt Insulin zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Es verstopft den Körper mit Plaque, es verengt die Arterien, es stimuliert das sympathische Nervensystem und es steigert die Adhäsivität der Thrombozyten und die Koagulationsneigung des Blutes.« Wir sehen also, dass mit fallenden Magnesiumkonzentrationen eine Kaskade physiologischer Probleme in Gang gesetzt wird, die unsere Gesundheit an ganz zentraler Stelle bedroht.

4 | Hämoglobin und seine Fähigkeit zum Transport von Sauerstoff

Beim Menschen wird die Transportkapazität des Blutes am häufigstendurch die Gesamtbelastung aufgrund von Dehydratation, Aluminiumtoxizität und Störungen des Elektrolytgleichgewichts beeinträchtigt.

Die Bedeutung einer reibungslosen Blutzirkulation kann nicht genug betont werden. Die Fähigkeit unseres Herzens, das Blut effizient und effektiv in alle Teile unseres Körpers zu pumpen, ist einer der Eckpfeiler guter Gesundheit. Leider beeinträchtigen einige Faktoren diese Fähigkeit unseres Herzens, das Blut effektiv durch unsere Venen und Arterien zu treiben. Dabei bildet eine mangelnde Hydratation den Nährboden für weitere aggressive Läsionen, die andere Teile des Körpers durch eine unzureichende Blutversorgung aushungern und schädigen.

Dehydratation36ist eine der am häufigsten übersehenen und grundlegenden Krankheitsursachen.

Die tiefere Ursache degenerativer Erkrankungen liegt in der Unfähigkeit des Körpers, die physiologischen Grundfunktionen aufrechtzuerhalten, was den Verschleiß weiter verstärkt. Kann der Körper aus irgendeinem Grund die erforderlichen Nährstoffe nicht bereitstellen und die Abfallprodukte des Stoffwechsels nicht abtransportieren, sind die Voraussetzungen für gravierende chronische Krankheiten gegeben. Dieser lebenswichtige Prozess kann durch zahlreiche Probleme im Gefäßsystem gestört sein. Häufig ist eine Dehydratation der tiefere Grund für eine Gefäßinsuffizienz. Dehydratation gilt nicht als degenerative Krankheit, aber sie führt zu Degenerationsschäden, da der Fluss von Nährstoffen und Abfallprodukten an strategischen Punkten des Körpers stark reduziert oder sogar unterbrochen sein kann. 37

Eine Dehydratation auf unterster Ebene wird mit Sicherheit eine chronische Pathologie der einen oder anderen Art auslösen.

Magnesium spielt bei Hunderten von wichtigen Funktionen im Körper eine Rolle. Eine davon hat mit der Effizienz der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und ihrer Fähigkeit zum Sauerstofftransport zu tun. Forscher haben die Auswirkungen einer an Magnesium (Mg) armen Ernährung auf die Verwertung von Eisen (Fe) aus der Nahrung und seine Verteilung im Gewebe untersucht. Eine magnesiumarme Ernährung verursacht signifikante Verringerungen der Konzentration der roten Blutkörperchen, des Hämoglobins und letztlich eine Abnahme des Vollblut-Eisens. Tatsächlich ist bekannt, dass ein Magnesiummangel auf vielerlei Weise Probleme beim Transport und der Verwertung von Sauerstoff (O2) verursachen kann.

Zudem wurde nachgewiesen, dass chronischer Magnesiummangel die Aufnahme von Kupfer und dessen Konzentration im Plasma, in den Muskeln, den Nieren und der Leber erhöht. 38 Magnesium ist am Transport von Gasen durch die Membranen der roten Blutkörperchen sowie am Transport von Ionen, Aminosäuren, Nukleosiden, Zuckern und Wasser beteiligt. Der Magnesiumspiegel in den roten Blutkörperchen fällt langsamer als der Serumspiegel. 39

Eine von dem Physiologen Henry C. Lukaski und dem Ernährungswissenschaftler Forrest H. Nielsen (Grand Forks Human Nutrition Research Center) durchgeführte Studie lieferte wichtige Erkenntnisse zu den Auswirkungen, die eine verringerte Magnesiumkonzentration im Körper auf den Energiestoffwechsel hat. Aus den Daten geht hervor, dass Menschenmit Magnesiummangel bei körperlicher Betätigung mehr Sauerstoff verbrauchten – ihre Pulsfrequenz nahm um etwa zehn Schläge pro Minute zu. »Probanden mit niedrigem Magnesiumspiegel benötigten bei niedriger Belastung mehr Energie und mehr Sauerstoff als solche mit adäquatem Magnesiumstatus«, berichtet Lukaski. 40

»Den Sauerstofftransport im Blut übernimmt das Hämoglobin, der Hauptbestandteil der Erythrozyten. Dieses Protein nimmt in den Atmungsorganen, hauptsächlich der Lunge, Sauerstoff auf und setzt ihn im Gewebe frei, um die für das Überleben der Zelle notwendige Energie zu erzeugen. Hämoglobin ist eines der differenziertesten Proteine, und schon geringe Mutationen in seiner Struktur können eine Anämie und andere schwere Pathologien hervorrufen«, heißt es in einer Publikation des Instituts für Forschungen in der Biomedizin (IRB Barcelona).

Weiter schreiben die Verfasser: »Mehr als hundert Jahre der Forschung haben zu der Erkenntnis geführt, dass Hämoglobin Kooperativitätsmechanismen nutzt, um seine Funktion zu optimieren – das heißt, um die größtmögliche Sauerstoffmenge in der Lunge aufzunehmen und im Gewebe freizusetzen. Diese Kooperativität hängt mit Veränderungen in der Struktur des Hämoglobinproteins zusammen.«

Die Struktur des Hämoglobins wird leicht von Schwermetallen wie Quecksilber geschädigt (wie die aller schwefelhaltigen Proteine, 41 z. B. Insulin etc.). In meinem Buch New Paradigms in Diabetic Care gehen wir dem Zusammenhang zwischen der Affinität von Quecksilber zu Schwefel, Tod und Zerstörung genauer auf den Grund. Dass ein hoher Magnesium- und Selenstatus die roten Blutkörperchen und damit die Sauerstofftransportkapazität als Ganzes schützt, ist medizinisch gesehen so sicher wie das Amen in der Kirche.

Der Mechanismus, mit dessen Hilfe die roten Blutkörperchen ihre bikonkave Form wahren, war Gegenstand zahlreicher Studien. Einer der entscheidenden Faktoren für die Bewahrung der bikonkaven Form ist die Konzentration von Adenosintriphosphat (ATP) in den roten Blutkörperchen. Das Zusammenspiel von Kalzium, Magnesium und ATP mit den Strukturproteinen in der Membran beeinflusst maßgeblich die Form der menschlichen Erythrozyten. 42Magnesium fördert die Bindung von Sauerstoff an Hämproteine.43 Die Konzentration von Mg2+ in den Erythrozyten ist relativ hoch, aber in sauerstoffgesättigten roten Blutkörperchen liegt weit weniger freies Mg2+ vor als in sauerstoffarmen. Dies lässt darauf schließen, dass eine Art Magnesiumpumpe existiert, mit deren Hilfe Sauerstoff an Bord der Erythrozyten klettert und das Magnesium abspringt, um gleich darauf wieder aufspringen zu müssen.

Dr. L. O. Simpson ist der Ansicht, dass das Chronische Müdigkeitssyndrom (CFS) aus »mangelnder Sauerstoffverfügbarkeit aufgrund eines beeinträchtigten kapillaren Blutflusses« resultiert. Dies hätte natürlich Auswirkungen auf die Mitochondrien, die mit O2 – Mangel zu kämpfen hätten. Bei gesunden Menschen haben die meisten roten Blutkörperchen eine glatte Oberfläche und eine konkave, an Drops erinnernde Form. Diese Diskozyten besitzen im konkaven Bereich zusätzliche Membranen, die ihnen die nötige Flexibilität verleihen, um sich durch das Kapillarbett zu bewegen, Sauerstoff, Nährstoffe und chemische Botenstoffe an das Gewebe abzugeben und Stoffwechselabfallprodukte wie Kohlendioxid und Milchsäure abzutransportieren.

Anormalen magnesiumarmenroten Blutkörperchenfehlt die Flexibilität, die ihnen erlauben würde, auch winzige Kapillaren zu passieren. Diese Nichtdiskozyten weisen verschiedene charakteristische Unregelmäßigkeiten auf, unter anderem Verdickungen oder Wülste auf der Oberfläche; sie sind tassen- oder schüsselförmig und haben unregelmäßige Ränder anstelle der runden Form, die bei Diskozyten vorherrscht. Bei Krankheit oder körperlicher Belastung (verstärkter Magnesiummangel) verwandelt sich ein höherer Prozentsatz von Diskozyten in die weniger flexiblen Nichtdiskozyten.

Magnesium stimuliert dieÜbertragungder Sauerstoffatome aus dem Blutstrom in die Zellen.

Magnesium und Zink verhindern die Bindung von Kohlenmonoxid (CO) an Häm, das andernfalls 25 000-mal stärker binden würde als Sauerstoff. Zudem unterstützt Magnesium die Sauerstoffabgabe, denn es unterstützt eine hyperbolische Adsorptionsisotherme des Sauerstoffs. Des Weiteren sorgt es für einen S-förmigen Verlauf der Sauerstoffbindungskurve, wodurch die Sauerstoffsättigung bei dem Gasdruck des Sauerstoffs maximiert wird.

Bei vermehrter Abgabe an das Gewebe verstärkt Magnesium die Sauerstoffbindung durch die Erhöhung des 2,3-Bisphosphoglycerat/DPG-Spiegels (Darley, 1979). Magnesium stabilisiert die Fluoreszenzfähigkeit des Prophyrinrings. Durch den Angriff freier Radikale auf Hämoglobin entsteht Ferrylhämoglobin [HbFe4+] (Agnillo and Alayash, 2001), ein Vorgang, der durch Magnesium gehemmt wird (Rock et al., 1995).

Magnesium hindert Blutgefäße daran, sich zu verengen, und schütztdamit vor Blutdruckerhöhung, Schlaganfällen und Herzinfarkten. Magnesium hemmt die Freisetzung von Thromboxan, einer Substanz, welche die Koagulation der Blutplättchen verstärkt.

Dr. Jerry L. Nadler

Die Verformbarkeit der Erythrozyten ist eine wesentliche Voraussetzung für deren Bewegung innerhalb der Mikrozirkulation. Bei intravenöser Magnesiumtherapie über einen Zeitraum von 24 Stunden zeigte sich eine Zunahme der Verformbarkeit der roten Blutkörperchen sogar bei Schwangeren mit normaler Erythrozyten-Verformbarkeit. Eine Zunahme der Erythrozyten-Verformbarkeit unter Magnesiumgabe führt zu einem therapeutischen Nutzen in der Behandlung eines reduzierten Blutflusses, wie er in den meisten Fällen einer Präeklampsie vorliegt. 44

D. F. Treacher und R. M. Leach lehren: »Der Transport von Sauerstoff aus der Umgebungsluft in die Mitochondrien der einzelnen Zellen vollzieht sich in mehreren Schritten. Das System muss energieeffizient sein (unnötige kardiorespiratorische Arbeit vermeiden) und einen effizienten Sauerstofftransport durch die extravaskuläre Gewebematrix ermöglichen. Auf Gewebsebene müssen die Zellen Sauerstoff aus dem extrazellulären Milieu entnehmen und ihn im Zellstoffwechsel effizient nutzen.«

Patienten mit Chronischem Müdigkeitssyndrom (CFS) weisen niedrige Magnesiumspiegel in den roten Blutkörperchen auf. Das physiologische Konzept der Ermüdung als Folge unzureichender Sauerstoffzufuhr ist akzeptiert und stellt eine direkte Verbindung zwischen Sauerstofftransportfähigkeit und Magnesium her. Dies ist gutes, verständliches und akzeptables medizinisches Denken.

Bei Studien über die Auswirkungen eines Magnesiummangels auf die Nieren wurden intraluminale Kalkablagerungen im kortikomedullären Bereich und Schäden am Tubulusepithel festgestellt. Nierenschäden aufgrund von Magnesiummangel schaffen eine Situation, die einen Magnesiummangel weiter verschärft.

Mikropunktionsuntersuchungen ergaben, dass die aktivste Magnesiumresorption in den Nierentubuli an Orten auftritt, die durch einen Magnesiummangel geschädigt sein könnten. Dies bedeutet, dass diese Zustände einen Magnesiumverlust in den Nierentubuli verursachen können. Sowohl Hyperparathyreoidismus als auch Hypervitaminose D erhöhen die Kalziumbelastung des Blutes und damit des Urins und führen damit zu weiteren Magnesiumverlusten.

Die Reabsorption von Magnesium über die Nieren spielt sich überwiegend im proximalen Tubulus und dem dicken aufsteigenden Teil der Henle-Schleife ab. Bei Patienten mit niedrigem Blutmagnesiumspiegel scheiden die Nieren möglicherweise nicht mehr als ١ mEq/l Magnesium aus. In Mangelzeiten wird in den Knochen gespeichertes Magnesium abgebaut. Primäre Nierenerkrankungen verursachen durch die verringerte Reabsorption von Magnesium in den Tubuli der geschädigten Nieren eine Verminderung des Magnesiums im Blut. Dieser Zustand tritt in der diuretischen Phase der akuten Tubulusnekrose, bei postobstruktiver Diurese und bei renal-tubulärer Azidose auf.

5 | Grundlagen der Magnesiummedizin

Magnesiumchlorid hat eine außerordentlich starke Wirkung auf das Leben der Zelle, ist sicherer in der Anwendung als Aspirin und sehr viel umfassender in seiner Wirkung als Vitamin C.

Magnesiumchlorid ist eines der bestgehüteten Geheimnisse, nicht nur in der Naturheilkunde, sondern auch in der Welt der Schulmedizin, wo es in der Notfallversorgung als Lebensretter eingesetzt wird. Angehörige des Gesundheitswesens ebenso wie Pharmaunternehmen wollen unbedingt verhindern, dass bekannt wird, dass ein in der Natur und in unserer Nahrung vorkommender Mineralstoff Leben retten kann; denn dann müssten sie zugeben, dass ein sicheres und wirksames, universell einsetzbares Arzneimittel existiert, das in den meisten klinischen Situationen anwendbar ist. Und das ist tatsächlich die aufregende medizinische Entdeckung – Magnesium, einer der häufigsten und notwendigsten Mineralstoffe in unserer Ernährung, ist ein schnell wirkendes, sicheres und effektives Medikament.

Ich heiße Hallgrimur Magnusson und bin Anästhesist in Island. Die isländische Gesundheitsbehörde hat mir die Lizenz zum Verschreiben von intravenösem Magnesium entzogen. Grund dafür ist unter anderem, dass mich viele Leute aufsuchten und um diese Art der Behandlung gegen die unterschiedlichsten Schmerzen einschließlich Restless-Legs-Syndrom baten. Die Behörde behauptete, die von mir angegebenen Referenzenseien unbrauchbar, weil ich das Buch über das Internet gekauft hatte. Ich schrieb einen Brief an sie mit der Information, dass 60–70 Prozentder Menschen in den westlichen Ländern an Magnesiummangel leiden, aber sie konnte keine Belege finden, die sie überzeugten, und folglich ist ihre offizielle Haltung, dass ich mir das Ganze aus den Fingerngesogen hätte. Unglaublicherweise behauptet sie, auf Medline nichts finden zu können, das meine Theorien bestätigt. Sie behauptet, Magnesium habe keine Auswirkungen auf die Blutgefäße, keine Auswirkungen auf die Muskeln und keine Auswirkungen auf die Hämoglobinkrümmung oder die Abgabe von Sauerstoff an die Zellen. Sie behauptet, dass die Gefahren der intravenösen Anwendung von Magnesium jedweden Nutzen überwiegen.

»Wie bei zwei Wegen, die sich trennen, scheinen wir mit zunehmendem Wissen über den Nutzen von Magnesium immer mehr über die Nebenwirkungen von Pharmazeutika herauszufinden«, sagt Dr. Carolyn Dean. Magnesiumchlorid ist ein grundlegender mineralischer Nährstoff, der in der Nahrungsmittelindustrie eingesetzt wird. Behandlungen mit Magnesiumchlorid zielen auf systemische Ernährungsdefizite, bewirken eine Funktionsverbesserung in unseren Zellen und unserem Immunsystem und schützen die Zellen vor Oxidationsschäden. Es ist ein systemisch ebenso wie lokal wirkendes Arzneimittel und führt den Zellen neues Leben und neue Energie zu. Magnesium ist der wichtigste Mineralstoff zur Wahrung des elektrophysiologischen Gleichgewichts und unterstützt einen reibungslosen Zellstoffwechsel. Eine der wichtigsten Eigenschaften von Magnesium ist seine Fähigkeit, die Zellmembranen sogar an der Blut-Hirn-Schranke zu stabilisieren.

Ärzte untersuchen ihre Patienten nicht auf Magnesiummangel,und dies ist eine Tragödie für die moderne Medizin ebenso wie für die Patienten, die sie behandeln.

Ein Mangel an diesem lebenswichtigen Nährstoff spielt eine wichtige Rolle bei zahlreichen gesundheitlichen Problemen. Häufige Leiden wie Mitralklappenprolaps, 45 Migräne, Aufmerksamkeitsstörungen, Autismus, 46 Fibromyalgie, Angstzustände, 47 und Allergien wurden sämtlich mit Magnesiummangel in Verbindung gebracht. Die Liste der Krankheiten, bei denen ein Zusammenhang mit Magnesiummangel besteht, ist unendlich, denn Magnesium ist ebenso lebensnotwendig wie Luft und Wasser.

Ein Magnesiummangel ist ein zentraler Auslöser von Pathologien, genauso wie ein Mangel an Jod und vielen anderen Vitaminen und Mineralstoffen. Der Unterschied zu Magnesium besteht darin, dass wir Letzteres täglich in größeren Mengen benötigen, nur um den Bedarf unseres Organismus zu decken. Magnesium ist für den Organismus, was Öl für den Automotor ist – wenn nicht genug vorhanden ist, entstehen schnell Probleme, die sich in der menschlichen Physiologie in Herzerkrankungen, Schlaganfällen, neurologischen Funktionsstörungen und Krebs äußern.

Ohne ausreichende Mengen von Magnesium kann Ihr Organismus Proteine weder bilden noch verwerten. Ebenso bleiben ohne eine adäquate Menge von Magnesium die von Ihnen aufgenommenen Vitamine C und E ungenutzt.

Magnesiumchlorid ist ein Universalheilmittel und seine Wirkung stark genug, um auch in dramatischen Momenten akuter Lebensgefahr in der Notfallbehandlung eingesetzt zu werden. Es vermag den alternden Organismus zu verjüngen. In Form von Magnesiumchlorid ist es ein bemerkenswertes Mittel zur Bekämpfung von Infektionen und sollte der Mehrzahl der Patienten verschrieben werden. Wichtig ist, dass es die Grundlage für andere therapeutische und pharmazeutische Interventionen bildet und diese unterstützt.

Die meisten Menschen, denen die Notwendigkeit einer Magnesiumsupplementierung bekannt ist, nehmen ihr Magnesium oral zu sich. Allerdings gibt es zahlreiche Faktoren, welche die Absorption von Magnesium über den Darm beeinflussen, unter anderem etwaige Medikationen. Der Gesundheitszustand von Verdauungssystem und Nieren hat einen erheblichen Einfluss auf den Magnesiumstatus. Auch im besten Fall wird lediglich ein Drittel bis die Hälfte des Magnesiums aus der Nahrung vom Organismus aufgenommen. Magen-Darm-Leiden, welche die Absorption beeinträchtigen, beispielsweise Morbus Crohn, können die Fähigkeit des Organismus zur Aufnahme von Magnesium einschränken.

Einige der positiven Ergebnisse, die von einer transdermalen Anwendung von Magnesium berichtet werden, sind:

Hilft bei Bluthochdruck.

Regelmäßiges Einreiben auf Altersflecken lässt diese häufig verblassen und größtenteils verschwinden.

Einmassieren in arthritische Gelenke bewirkt oft ein praktisch sofortiges Abklingen der Schmerzen.

Mehrmals täglich in den Mund gesprüht, kräftigt es die Medulla oblongata und stärkt den Zahnschmelz.

Magnesiumöl in heißem Badewasser ergibt ein sehr entspannendes Bad und führt den Zellen gleichzeitig große Mengen von Magnesium zu; wunderbar beim Restless-Legs-Syndrom.

Hilft, Diabetes vorzubeugen; steigert die Insulinproduktion und unterstützt damit den Zuckerstoffwechsel. Ohne Magnesium kann das Insulin keine Glukose in die Zellen transportieren.

Hilft bei der Vorbeugung von und der Genesung nach Schlaganfällen.

Hilft bei Schlaflosigkeit.

Verbessert die Herzgesundheit.

Verbessert ganz allgemein die Energiegewinnung (ATP).

Hilft, die Gedächtnisfunktion zu erhalten.

Spielt eine entscheidende Rolle beim Abtransport von Giftstoffen und Schwermetallen.

Hilft beim Knochenaufbau und der Bildung von Proteinen.

Aufsprühen auf faltige Haut führt langfristig zur Glättung der Falten.

Wirkt beruhigend auf das Nervensystem.

Führt zu Verbesserungen bei Autisten.

Wirkt cholesterinsenkend.

Beeinflusst Asthma (bei Magnesiummangel nehmen sowohl Histaminproduktion als auch Bronchialspasmen zu).

Beugt bei einer Blasenentzündung Blasenkrämpfen vor, die bei Magnesiummangel verstärkt auftreten.

Verhindert das prämenstruelle Syndrom und Menstruationsschmerzen.

Karies: Magnesiummangel führt zu einem ungesunden Verhältnis von Phosphor und Kalzium im Speichel, das Zahnschäden verursacht.

Raynaud-Syndrom: Magnesium fördert die Entspannung der krampfartig verengten Blutgefäße, die in den Fingern Schmerzen und Taubheit verursachen.

Wurde zur Behandlung von ZNS-Symptomen wie Schwindel und Verwirrtheit eingesetzt.

Beeinflusst Muskel-Skelett-Leiden wie Fibrositis, Muskelkrampf, Lidzucken, Nacken- und Rückenschmerzen und Fibromyalgie. 48

Gegen Angstzustände und Panikattacken: Magnesium hilft durch Regulierung der Nebennieren-Stresshormone.

Erhöht die Konzentration von DHEA, einem Biomarker für Alterung. DHEA wurde als »Masterhormon« bezeichnet. In ausreichender Menge gebildet, löst es die Bildung aller anderen Hormone aus, deren Mangel mit zahlreichen Symptomen des Alterns in Verbindung gebracht wurde.

49

Es ist keine Übertreibung, wenn ich sage, dass Magnesium mir das Leben gerettet hat. Aber es ist paradox, dass ausgerechnet ich das sage, denn in meiner Karriere in den unterschiedlichsten Gebieten der Allgemeinmedizin war mein Hauptfachgebiet stets das der Pharmazeutika, nicht das der natürlichen Ergänzungsmittel.

Dr. Jay S. Cohen,The Magnesium Solution for High Blood Pressure

Magnesium erfüllt Hunderte von wichtigen Aufgaben im Organismus. Forscher in aller Welt haben seine lebenswichtige Rolle bestätigt, und doch wissen die meisten Ärzte trotz der intensiven wissenschaftlichen Arbeit vieler kluger Köpfe über Magnesium praktisch nichts darüber und ziehen es für die Behandlung ihrer Patienten nur selten in Betracht. Das will dieses Buch ändern.

Wir fanden heraus, dass transdermal angewendetes Magnesiumchlorid die ideale Form der Magnesiumzufuhr darstellt – mit einem gesundheitlichen Nutzen, der in der Medizin seinesgleichen sucht.

Es können geradezu Wunder erwartet werden, wenn eine vorher zu niedrige Magnesiumkonzentration in der Zelle erhöht wird. Es gibt kein Wundermittel, das unterm Strich dieselbe Wirkung für sich beanspruchen kann wie Magnesiumchlorid. Bei den meisten Menschen verbessert sich der Gesundheitszustand dramatisch, wenn sie ihre Magnesiumspiegel auf wirksame Weise auffüllen.

Mit »Laugenlösungen«, dem sogenannten Magnesiumöl, kann das Konzentrat mühelos auf die Haut aufgetragen oder dem Badewasser zugesetzt werden, und im Handumdrehen steht uns eine höchst wirksame medizinische Behandlung zur Verfügung. Eine intensive transdermale und orale Magnesiumtherapie kann zur dauerhaften Stärkung der Gesundheit unbedenklich tagein, tagaus angewendet werden. Für eine Person mit Magnesiummangel ist dieser Mineralstoff nicht weniger als ein Wunder. Die Wirkung ist so eindeutig und sichtbar, dass kein Irrtum, keine Geheimnistuerei und keine falschen Versprechungen möglich sind.

Die heutige Medizin denkt zunehmend in wissenschaftlichen Begriffen. Mit dem Aufkommen und der Entwicklung von Medikamenten und chirurgischen Verfahren sah sich die moderne Medizin immer mehr als exakte Wissenschaft, ähnlich den harten Wissenschaften Physik und Chemie. Magnesium präsentiert sich uns mit einer Fülle von wissenschaftlichen Beweisen, welche die von den Pharmaunternehmen für ihre Medikamente vorgelegten Beweise weit in den Schatten stellt.

6 | Magnesiumdurst, Magnesiumhunger

Bei Patienten mit chronischen Krankheiten sollte die Differenzialdiagnose Magnesiummangel stets mit in Betracht gezogen werden.

Da Magnesium an so vielen Prozessen im Körper beteiligt ist, kann sich ein einmal entstandener Mangel leicht so sehr verstärken, dass er kaum noch zu kontrollieren ist. Niedrige Magnesiumspiegel bremsen die Stoffwechselfunktionen, belasten damit den Organismus noch mehr und vermindern seine Fähigkeit, Magnesium aufzunehmen und zu speichern.

Studien haben gezeigt, dass die Hälfte aller Amerikaner zu wenig Magnesium aufnimmt.50

Massachusetts Institute of Technology

Die jüngste im Auftrag der US-Regierung durchgeführte Untersuchung wies nach, dass schwindelerregende 68 Prozent der Amerikaner nicht die empfohlene Tagesmenge an Magnesium zu sich nehmen. Noch beängstigender sind die Ergebnisse derselben Studie, dass 19 Prozent der Amerikaner nicht einmal die Hälfte der von der Regierung empfohlenen Tagesmenge an Magnesium konsumieren. 51 Die meisten von uns erreichen die bescheidene empfohlene Tagesmenge von 420 mg für erwachsene Männer und 320 mg für erwachsene Frauen nicht, so das US-Gesundheitsministerium. Die meisten erwachsenen Amerikaner verzehren pro Tag etwa 270 mg Magnesium – eine Dosis, die deutlich unter der empfohlenen Tagesmenge liegt und ausreicht, im Laufe von Monaten und Jahren einen erheblichen Mangel aufzubauen. 52

Und doch gibt es Leute, die sich nicht scheuen zu behaupten: »Durch Nährstoffmangel verursachte Krankheiten sind in den Vereinigten Staaten selten.«53 Wie kann das sein, wo wir doch genau wissen, dass bei der Mehrzahl der Amerikaner ein Magnesiummangel besteht? Die New York Times lässt uns den Grund ahnen: »Es tauchen immer neue Belege dafür auf, dass die Ärzteschaft ihre Seele verkauft hat für etwas, das nur als Bestechungsgeschenke vonseiten der Hersteller von Arzneimitteln und medizinischen Apparaten zu bezeichnen ist.« 54

Bei einer Untersuchung des US-Landwirtschaftsministeriums an 37 000 Personen (aller Altersgruppen von Neugeborenen bis Senioren) zeigte sich, dass nur bei 25 Prozent von ihnen die Aufnahme von Magnesium mit der Nahrung der von der U.S. National Academy of Sciences vorgeschlagenen empfohlenen Tagesmenge entsprach. Gewaltige 75 Prozent dieser Personen erfüllten dieses Kriterium nicht.