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Drehst du dich manchmal im Kreis und traust dir nicht das zu, was du eigentlich gerne würdest? Dann ist diese Abenteuerreise genau das Richtige für dich. Ein junges Mädchen fliegt manchmal mit dem Flugzeug zur Schule. An anderen Tagen lässt es sich auf der Ladefläche eines Jeeps den afrikanischen Wind um die Nase wehen. Dieses Mädchen erinnert sich später an atemberaubende Sonnenuntergänge am Kilimandscharo und Nussnougatsraßen in den ärmsten Gegenden der Welt. Es lernt, dass ein geplatzter Reifen und monsunartiger Regen keine Gründe zu versagen sind. Es lernt den Mut, die Courage, den Zauber des Lebens und das Urvertrauen kennen, das der Antrieb ihrer heutigen Arbeit ist. Dieses Mädchen heißt Simone Zander. Sie ist heute leidenschaftliche Sprecherin und erfolgreicher Empowerment-Coach rund um Public Speaking, Leadership, Lebensveränderungen und Selbstsicherheit, vor allem für Frauen. Sie war aber auch mal Yoga-Lehrerin, Grafikerin und studierte Psychologie. In "Trau Dich Off-Road" erzählt sie über die Safari ihres Lebens hinaus, was ein Taschentuch mit ihrer Mission zu tun hat und welche Strategien du direkt anwenden und umsetzen kannst, wenn du ab heute ein furchtloses Leben ohne Selbstzweifel leben willst...
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Seitenzahl: 94
Veröffentlichungsjahr: 2020
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Simone Zander wurde 1985 in Ost-Afrika geboren und wuchs dort bis zu ihrem 19. Lebensjahr auf. Deutsch lesen und schreiben lernte sie mit Anfang 20.
Sie war einmal Grafikerin, studierte Psychologie und gab Yoga-Unterricht. Ihre eigene Lebensreise ist geprägt von Veränderungen und dem Mut, das Abenteuer Leben voll auszuschöpfen.
Simone inspiriert als professionelle Speakerin ihre Zuschauer und hilft als High-Level-Unternehmerin und zertifizierter systemischer Coach vor allem Frauen, ihr volles Potenzial auszuschöpfen.
2020 schrieb sie ihr Debüt-Buch „TRAU DICH OFFROAD“.
Simone Zander
„ Ich bin, weil wir sind “
Vorwort Meine Safari
Abenteuer Afrika
Das Taschentuch das alles veränderte
Deine Downloads: Workbook und Programme
Freie Fahrt! Die 3 Teile dieses Buchs
Teil 1
Die Kunst des Steckenbleibens
Ein Leben, in dem wir uns festfahren
Die Einöde
Der Wetterwechsel
Die 4 Regenphasen des Lebens
Niesel: Der Mini-Mind-Fuck
Klare Sicht
Dicke Regentropfen: Jetzt wird’s stressig
Stresskiller Atmung
Es schüttet: Hello Schlammloch!
Fokus auf dich selbst
Tropensturm oder Typhoon: Alles neu?
Fragen für Veränderungen
Taking back Control
Der Kreislauf des Feststeckens
Eine Herausforderung taucht auf
Alte Gedankenmuster folgen
Unsicherheit, Angst & Panik machen sich breit
Adrenalin abbauen
Reagieren wie immer oder neu entscheiden
Teil 2
How to get UNSTUCK raus aus dem Loch
Aussteigen & Überblick verschaffen
On-Road-Strategie: Selbstreflexion & Glaubenssätze
Neue Geschichten erzählen
Die 3 Off-Road Strategien
Strategie Nr. 1: Anschieben
Strategie Nr. 2: Rausziehen
Strategie Nr. 3: Tiefer graben
Das Trainings-Camp für dein Selbstbewusstsein
Selbstvertrauen-Loop
Selbstbewusstsein stärken
Teil 3
Die Weiterfahrt
Vorbereitungen für die Weiterfahrt
Finger weg von Abkürzungen!
Die Big-5-Potential-Survival-Essentials
5 Fragen für ein starken Look Back
Deine Intuition erkennen
Danke!
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Das Workbook zum Buch
Für meine ElternDanke für meine unvergessliche Kindheit, bedingungslose Liebe und Mut.
Für DichDamit dein Leben ein Abenteuer wird!
So in etwa nimmt sich in Afrika der Einzelne wahr. Sagt man.
Das Leben dreht sich um alle, auch auf Kosten des
Einzelnen. Ist das okay?
Wie ist es bei uns, hier in Europa?
Sind wir, weil ich bin?
Lebe ich auf Kosten der Anderen?
Dreht sich alles um mich?
Ist das okay?
Wo ist die Balance und wie finde ich sie?
Wir brauchen die Anderen und sie brauchen uns.
Mir war es immer wichtig, dass das Potenzial in einem Menschen zur Entfaltung kommen kann. Zu seiner und zu meiner Freude.
Dieses Buch zeigt, dass es meine Tochter schaffte, ihr eigenes Potenzial zu entdecken und jetzt Anderen dabei hilft, das ihre zu entfalten. Das macht mich glücklich.
Ein Erfolg krönt unsere Leistung, eine Niederlage nicht.
Wir sind aber mehr als die Summe aller Erfolge, auch das ist wichtig zu lernen.
Ich bin. Das habe ich erkannt.Jedem, der dieses Buch liest, wünsche ich diese Erfahrung.
Du bist. Und du bist wertvoll.
Kurt Zander (Mein Papa)
Die kleine Simone in Afrika
Ich habe schon als Kind die großen Abenteuergeschichten geliebt. Nicht lange zu überlegen, wohin der Weg mich führt. Mich reinzustürzen in jede Situation. Keinen Plan zu haben, nur meiner Neugier zu folgen und zu vertrauen, dass es immer etwas Neues – etwas Gutes – zu entdecken gibt. Ich habe es im Laufe meines Lebens zwischendurch nur fast vergessen…
Als Kinder nannten meine Brüder und ich das „Explodieren“ – eine direkte und inkorrekte Übersetzung aus dem Englischen „to explore“. Kein Baum war zu hoch, keine Pfütze zu schlammig, kein Abhang zu steil.
Das größte Geschenk meines bisherigen Lebens waren die Abenteuer meiner Kindheit in Afrika. Ein Taschentuch, das 2012 alles veränderte, inklusive. Es hat meine Vision, dich raus aus dem Feststecken, rein in die Bewegung zu begleiten, geprägt.
Mein Vater fuhr Ende der 70er mit dem LKW in den Osten Afrikas. Er traf und liebte dort die Schweizerin, deren Tochter ich schließlich wurde und wirkt noch heute in den abgelegensten, ärmsten Regionen der Welt. Ich bin irgendwo zwischen der Weite der Rift Valley in Kenia (meinem Geburtsort Mitte der 80er), dem Urwald im Zaire und dem tiefen Grün Ugandas aufgewachsen. Wie jede gute Afrika-Story beginnt und endet meine eigene Geschichte mit klapprigen Autos auf verrückten Straßen und dem Mut des Fahrers. In meinem Fall: dem Mut meines Vaters.
Mit sieben Jahren wurde ich ins Internat eingeschult. Das war damals die einzige Einrichtung, die mit rund 100 Kilometern Entfernung zu Zaire, der Arbeitsregion meiner Eltern, überhaupt erreichbar war.
100 Kilometer.
Die schaffst du mit dem Auto in Deutschland in unter einer Stunde.
In Zaire jedoch gibt es bis heute keine befestigten Straßen. „Straßen“ sind dort nur freigeräumte Schneisen, die quer durch den Dschungel oder die Steppe führen. Jede Fahrt ist also ein echtes Off-Road-Erlebnis.
Eine typische „Straße“ in Zaire
Deshalb jedenfalls hat mein Schulweg immer rund elf ermüdende, abenteuerliche Stunden Autofahrt gebraucht – es sei denn, wir sind geflogen!
Wir acht Kids wurden nach Körpergewicht in den mit vier Sitzen ausgestatteten Cessna-Flieger eingeladen.
Sicherheitshalber wurden wir am Hosenbund an die Gepäckhalter gehängt.
Logisch.
Nur 30 Minuten brauchte das Mini-Flugzeug zur Schule. Für mich war’s trotzdem die Hölle, denn ich litt (und leide bis heute) unter Flugübelkeit. Spuckte das erste Kind los, legte ich nach.
Umso größer war meine Freude, wenn wir doch das Auto – oder besser noch – den LKW nahmen. Hinten auf der Pritsche zwischen Bohnensäcken und Holzkohle wurde mir nicht nur nicht schlecht. Die Autofahrt hatte für mich den Vorteil, dass wir nicht immer da ankamen, wo wir hinwollten.
Wie viele Kinder wollte ich nicht unbedingt in die Schule.
Wir wiederholten solche Fahrten ins Internet auch nicht so schnell wieder, weil sie sich – je nach Wetterlage – auch mal über Tage erstrecken konnten. Meine Stoßgebete feuerten deshalb immer einen Wunsch Richtung Wettergott: Schick mir Regen!
Wenn es im Dschungel regnet, werden die Straßen schlammig, rutschig, fast unbefahrbar. Die Wahrscheinlichkeit, stecken zu bleiben, ist groß.
Wir Kinder saßen immer hinten im G-Benz und haben belustigt und erwartungsvoll im Chor geträllert: „Stecken bleiben, stecken bleiben…!“
Wenn es nur ein bisschen regnete, verflüssigte sich die oberste Schicht der staubigen Straße und bekam die Konsistenz von Nussnougatcreme. Das Auto rutschte hin und her.
Wie ich das geliebt habe!
Erst als Erwachsene sind mir glatte Straßen wieder begegnet: Als ich im deutschen Winter meinen Führerschein machte. Seither weiß ich auch, wie schwierig es sein kann, ein Auto über eine solche Oberfläche zu steuern.
Hatten wir damals Glück, regnete es in Strömen. Wenn der Regen wie Wasserfälle vom Himmel rauschte, wurden die Straßen zu unüberwindbaren Schlammlöchern. Dann fuhren wir uns fest. Und zwar richtig. Vor allem mit dem LKW, der voll beladen war, passierte das häufiger.
Weil mein Vater immer einen Plan davon hatte, wie wir wieder aus dem Schlamassel herauskamen, saßen wir nie auf ewig in der Falle.
Es ging immer irgendwann weiter – frohen Mutes und mit dem Gefühl von Abenteuer und Vertrauen in der Blutbahn, das mein Vater ganz offensichtlich an mich weitervererbt hat.
Mit diesem Buch möchte ich dir etwas davon schenken.
Ich wünsche mir, dass du es mit dem offenen Herzen eines Kindes auf Safari liest.
Simone auf dem Weg zur Schule im Cessna-Flieger
Als Erwachsene sitze ich jetzt selbst am Steuer und bin auf meiner ganz eigenen Lebensstraße unterwegs. So wie du.
Das, was ich als Kind so aufregend und amüsant fand – den Regen, das Steckenbleiben, das Nichtvorankommen – finde ich als ausgewachsene Frau so richtig scheiße.
Wer will im Leben festhängen – oder?
Es ist mir trotzdem selbst passiert.
2004 endete das Abenteuer Afrika. Ich verließ den Kontinent der Sonne. In Deutschland wartete nämlich eine Ausbildung zur Medien-Designerin auf mich.
Ich werde immernoch oft gefragt, ob mir Afrika fehlt.
Oh ja…!
(Du kannst den Staub Afrikas nie von deinen Füßen waschen.)
- Shel Arensen (Autor, Mein Englischlehrer 10 Klasse)
Ein Teil in mir vermisst die leuchtenden Farben der Sonne und die Weiten des Horizonts, die Herzlichkeit und die atemberaubende Landschaft Afrikas.
Meine ersten Lebensjahre hielten einen Haufen Abenteuerreisen für mich bereit:
Wild-Camping mit Löwen als Zelt-Nachbarn,
Schwimmenlernen neben Fröschen,
mit fünf Familienmitgliedern auf
einem
Motorrad zum Picknicken
im Einbaumboot durch breite Flüsse voller Krokodile und den Sonnenaufgang hinterm Kilimanjaro genießen.
Ich liebte die atemberaubenden Orte Ugandas und Kenias, zum Beispiel den Methangas-See, der wild blubberte oder den Vulkankrater des Mount Longonot. Noch heute habe ich den Duft exotischer Gewürze auf überfüllten Märkten an besonders heißen Tagen in der Nase und sehe die bunten Kleider vor mir, die so typisch für Afrika sind. So typisch wie das skurrile, aber leckere Essen, von dem du manchmal denkst: „Lebt das noch?“
Auch meine Wiederkehr nach Deutschland war auf ihre ganz eigene Weise abenteuerlich.
Der erste Straßenabschnitt war holprig. Mein ganzes Leben hatte sich um 180 Grad gedreht. Mit 18 konnte ich weder Deutsch lesen, noch schreiben. Unglaublich, dass du jetzt dieses Buch in den Händen hältst.
Ich musste damals lernen, mich auf neue Herausforderungen einzulassen, aber ich war so unglücklich. Ich vermisste meine Freunde, die jetzt auf der ganzen Welt verstreut waren, meine Familie, die noch in Afrika lebte und mir fehlte mein treuer Begleiter, mein Hund.
In dieser Zeit nieselte es gefühlt dauerhaft, obwohl ich Sicherheit und Struktur, einen „guten Job" in einer Werbeagentur, eine hübsche Wohnung und ein schniekes Auto hatte.
Ich hatte das Gefühl, in der Monotonie meines Arbeitsalltags zu ersticken. Heute nennt man das Bore-Out.
Meine Chefs mobbten mich aufgrund meines bunten Auftretens und meiner Rechtschreibschwäche, konnten meine Arbeitszeit aber nie mit spannenden Aufgaben füllen.
Totale Unterforderung, ständige Blicke auf die Uhr – tick, tack, tick, tack.
Zusätzlich war ich frischer Single unter vergebenen Freundinnen. Zuhause wartete niemand auf mich. Meine Studienbewerbungen an zwei Universitäten wurden abgelehnt. Nix lief richtig, aber es lief träge weiter.
Damals bin ich innerlich fast zerbrochen. Ich vergaß, wie mutig ich eigentlich war.
Ich spürte aber Eines ganz deutlich: Es wird Zeit für was Anderes. Der Nieselregen, der ganz ohne tobenden Sturm und auffälliges Gewitter meine Straße verändert hatte, ließ mich nicht mehr vor und nicht zurück. Vielleicht kennst du das Gefühl.
So fühlt sich Feststecken an. Als gerieten wir in eine Falle, die mal unbequem und manchmal richtig gemütlich ist.
Acht Jahre nachdem ich Afrika verlassen hatte, kam es zu mir zurück. Es rettete mich aus dieser Falle.
Es kam als neues Hilfsprojekt meiner Eltern, die mich um Unterstützung baten, daher. Mein Herz klopfte bei dem Gedanken daran, alles zu verändern und mit in den Tschad zu reisen.
Ich nahm all meinen Mut zusammen und hielt ihn gegen meine Ängste. Ich kündigte alles, buchte einen Flieger und trat die Reise nach Afrika, die mein folgendes Leben in Deutschland neu prägen sollte, an.
Der Tschad liegt, eingeklemmt zwischen der Sahara und dem tropischen Wetter des Dschungels, in
