Trucker Babes - Trucker Babes - E-Book

Trucker Babes E-Book

Trucker Babes

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Beschreibung

Bahn frei für die Königinnen der Straße: Wenn Jana, Bettina & Co. mit ihren 40-Tonnern über den Asphalt brettern, haben die Männer das Nachsehen. Denn ob Schwertransport, Gefahrengut oder Reifenwechsel – seit 2017 stehen die Trucker Babes im gleichnamigen TV-Erfolgsformat ihre Frau und beweisen, dass 400 PS in Frauenhand bestens aufgehoben sind. Doch wie lebt es sich eigentlich in so einem Truck? Welche Musik hören die Babes? Was bring sie so richtig auf die Palme? Und überhaupt: Wie wird man eigentlich Trucker Babe? Die Antworten auf diese und viele weitere Fragen finden sich in diesem Buch, das einen einmaligen Blick hinter die Kulissen der Sendung gewährt. Mit zahlreichen Bildern und einem Glossar, das die wichtigsten Trucker-Begriffe erläutert, ist es das perfekte Geschenk für alle Fans.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

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Seitenzahl: 195

Veröffentlichungsjahr: 2022

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Die coolsten Babes.Die spektakulärsten Routen.Die krassesten Storys.

Die coolsten Babes.Die spektakulärsten Routen.Die krassesten Storys.

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie. Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://dnb.de abrufbar.

Für Fragen und Anregungen

[email protected]

Wichtiger Hinweis

Ausschließlich zum Zweck der besseren Lesbarkeit wurde auf eine genderspezifische Schreibweise sowie eine Mehrfachbezeichnung verzichtet. Alle personenbezogenen Bezeichnungen sind somit geschlechtsneutral zu verstehen.

1. Auflage 2023

© 2023 by riva Verlag, ein Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH

Türkenstraße 89

80799 München

Tel.: 089 651285-0

Fax: 089 652096

Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

© 2022 Seven. One Entertainment Group GmbH, Lizenz durch Seven. One

Licensing www.sevenonelicensing.de

Redaktion: Birgit van der Avoort

Umschlaggestaltung: Catharina Aydemir, Monika Tomaszewska, Maria Verdorfer

Umschlagabbildung: shutterstock/Siwakorn1933

Satz: Röser MEDIA GmbH & Co. KG, Karlsruhe

Alle Bilder im Innenteil: © 2022 Seven. One Entertainment Group GmbH

eBook: ePUBoo.com

ISBN Print Print 978-3-7423-2267-8

ISBN E-Book (PDF) 978-3-7453-2064-0

ISBN E-Book (EPUB, Mobi) 978-3-7453-2065-7

Weitere Informationen zum Verlag finden Sie unter

www.rivaverlag.de

Beachten Sie auch unsere weiteren Verlage unter www.m-vg.de

Inhalt

Einleitung

Jana Vetter

Janas Geschichte

Die wildesten Anekdoten aus Janas Truckerleben

Janas Soundtrack

Trucker-Babes-Folgen mit Jana, die man gesehen haben muss

Lissy Reiterer

Lissys Geschichte

Lissys Soundtrack

Trucker-Babes-Folgen mit Lissy, die man gesehen haben muss

Bettina Lammer

Bettinas Geschichte

Die wildesten Anekdoten aus Bettinas Truckerleben

Bettinas Soundtrack

Trucker-Babes-Folgen mit Bettina, die man gesehen haben muss

Sabrina Reiter

Sabrinas Geschichte

Die besten Anekdoten aus Sabrinas Truckerleben

Sabrinas Soundtrack

Trucker-Babes-Folgen mit Sabrina, die man gesehen haben muss

Annette Ullrich

Annettes Geschichte

Die wildesten Anekdoten aus Annettes Truckerleben

Annettes Soundtrack

Trucker-Babes-Folgen mit Annette, die man gesehen haben muss

Manuela Schuhmacher

Manus Geschichte

Die besten Anekdoten aus Manus Truckerleben

Manus Soundtrack

Trucker-Babes-Folgen mit Manuela, die man gesehen haben muss

Tamara Tuttas

Tamaras Geschichte

Die besten Anekdoten aus Tamaras Truckerleben

Tamaras Soundtrack

Trucker-Babes-Folgen mit Tamara, die man gesehen haben muss

Julia Beitler

Julias Geschichte

Die besten Anekdoten aus Julias Truckerleben

Julias Soundtrack

Trucker-Babes-Folgen mit Julia, die man gesehen haben muss

Gina Kraus

Ginas Geschichte

Die besten Anekdoten aus Ginas Truckerleben

Ginas Soundtrack

Trucker-Babes-Folgen mit Gina, die man gesehen haben muss

Jessica – Jessy – Koch

Jessys Geschichte

Jessys Soundtrack

Trucker-Babes-Folgen mit Jessy, die man gesehen haben muss

Lisa Seyfert

Lisas Geschichte

Die bewegendsten Anekdoten aus Lisas Truckerleben

Lisas Soundtrack

Trucker-Babes-Folgen mit Lisa, die man gesehen haben muss

Best Of Trucker Babes

Hinter den Kulissen

Einleitung

»Meine Pink Lady, das ist kein männlicher LKW, das ist eine Frau.« Als Lissy Reiterer aus Südtirol 2017 diese Worte sprach, ahnten wohl die wenigsten, dass gerade TV-Geschichte geschrieben wird. Mit Trucker Babes – 400 PS in Frauenhand haben der TV-Sender Kabel Eins und die Produktionsfirma STORY HOUSE Productions aus Berlin ein Reality TV-Format entwickelt, das es so im deutschen Fernsehen noch nicht gab, und das fortan am Sonntagabend um 20:15 Uhr ein Millionenpublikum anzieht.

Nur zwei Prozent der deutschen LKW-Fahrer sind Frauen – mehr Männerdomäne geht nicht. Doch durch die Trucker Babes werden plötzlich Frauen sichtbar, die sich weder von PS-starken Motoren oder komplizierter Technik noch von den körperlichen Herausforderungen beim Be- und Entladen und vor allem nicht von den vielen Vorurteilen davon abbringen lassen, ihren Traum zu leben.

Annette Ullrich zum Beispiel, die Diesel-Hexe, die den Job schon seit gefühlt hundert Jahren macht und alles erlebt hat, was man als Truckerin erleben kann. Oder Jana Vetter, die Chaos-Queen, die wie keine Zweite auf dem Bock fluchen kann und die bestimmt eines Tages ein eigenes Schimpf-Wörter-Buch herausbringen wird. Da ist Manuela Schuhmacher, die genau weiß, dass sie viele männliche Kollegen und Kunden als »kleines Blondchen« abstempeln und die trotzdem einfach ihr Ding durchzieht. Mit Vorurteilen hat auch Sabrina Reiter zu kämpfen, denn Frauen, die sexy Fotoshootings machen und gleichzeitig jeden LKW oder Showtruck durch ganz Europa bewegen können, das bringen auch im 21. Jahrhundert so manche noch nicht in ihre Köpfe. Und dann ist da auch noch die unerschütterlich fröhliche Lissy Reiterer, die wie alle anderen Trucker Babes oft genug an ihre Grenzen kommt, sich aber davon trotzdem nie unterkriegen lässt. Auch ihre Mutterrolle – Lissy hat einen Sohn, viele andere Trucker Babes sind ebenfalls Mama – bringt sie mit dem zeit- und kräftezehrenden Trucker-Job unter einen Hut.

Doch die Trucker Babes sind nicht nur ein leidenschaftliches Plädoyer dafür, uralte Rollenklischees über Männer und Frauen endlich über Bord zu werfen, sie gewähren gleichzeitig auch einen schonungslosen Einblick in ein knallhartes Gewerbe, ohne das unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft nicht funktionieren würde. Eier, Raps, Obst, Gemüse, Lebensmittel, Bau- und Rohstoffe, Klärschlamm, Müll, Verpackungsmaterial, Heu und Stroh ... Etwa 3,1 Milliarden Tonnen Güter werden jährlich durch inländische LKW in Deutschland bewegt. Würde es sich dabei um vollbeladene 40-Tonner handeln, wären das 124 Millionen Fahrten. 3,5 Millionen LKW sind in Deutschland zugelassen. Sie sorgen jeden Tag dafür, dass die Regale im Supermarkt nicht leer bleiben und Fabriken weiter produzieren können. Während Fans der Trucker Babes davon in den ersten Staffeln der Doku-Reihe eine Ahnung bekommen, zeigt die Corona-Pandemie, wie wichtig der Güterverkehr für uns alle ist. Mit einem Mal sind die Trucker Babes und ihre männlichen Kollegen systemrelevant.

Wer die TV-Doku regelmäßig anschaut, erfährt jedoch, dass von der Anerkennung und Rücksichtnahme wenig bei den Fahrerinnen und Fahrern ankommt. Die Rücksichtslosigkeit auf der Straße ist in so gut wie jeder Trucker Babes-Folge ein Thema. LKW, die ausgebremst werden. PKW, die viel zu früh einscheren oder die Spur wechseln, ohne zu blinken. Motorradfahrer, die sich zwischen PKW und LKW hindurchschieben. Fahrzeuge, die im Stau so dicht stehen und aufeinander auffahren, dass unmöglich eine Rettungsgasse gebildet werden kann. Normalerweise erleben die Zuschauer all diese Vorfälle in ihrem eigenen Fahrzeug. Die vielen LKW unterwegs sind für sie meist ein Hinder- und Ärgernis. Doch die Trucker Babes zwingen zum Perspektivenwechsel. Sie zeigen, wie sich die Menschen hinter dem LKW-Lenkrad fühlen und welche enorme Verantwortung sie haben. Und der Alltag der meisten Fahrerinnen (und Fahrer) hat es in sich, egal, ob im Nah- oder Fernverkehr.

Da wären einmal die nächtlichen Uhrzeiten, zu denen es mitunter losgeht. Der Terminstress, wenn man zum Be- oder Entladen will, aber gleichzeitig die gesetzlichen Fahr- und Pausenzeiten im Blick behalten muss. Da gibt es Staus und Unfälle, welche die im Vornherein sorgfältig kalkulierten Touren durcheinanderbringen. Dafür sorgen auch manchmal die Navigationssysteme, die nicht immer mit den Veränderungen auf der Straße Schritt halten und die Truckerinnen dadurch in die Irre führen. Höchstes fahrerisches Können wird den Frauen abverlangt, wenn es auf enge Straßen, Feldwege oder durch die Berge Österreichs geht. Und am Abend, wenn es eigentlich in den wohlverdienten Feierabend gehen soll, kann selbst die Suche nach einem Stellplatz für die Nacht zur Herausforderung werden.

Die Trucker Babes teilen Sonntag für Sonntag nicht nur ihren Arbeitsalltag mit uns Zuschauern, sondern auch ihre Lebensgeschichten und lassen mitunter tiefe private Einblicke zu. Die Liste an emotionalen Highlight-Momenten ist endlos. Da ist die burschikose Jana, die sich für den Discomove in Hamburg in Schale schmeißt und statt wie üblich in Jeans und T-Shirt plötzlich mit Netzstrumpfhose, Federfummel und elegantem Hut auftaucht und das Truckertreffen rockt. Ans Herz gehen auch die Erzählungen von Tamara über ihre Eltern und ihre Kindheit. Mit 14 verlor sie ihre Mutter. Sie war schon zuvor ein rebellisches Kind, und durch den Schicksalsschlag wusste sie erst recht nicht, wohin mit ihrer Wut. Der über alles geliebte Vater – ebenfalls ein LKW-Fahrer – zieht fortan die Kinder allein groß. Tamaras Traum, wie in Kindertagen noch einmal gemeinsam mit dem Vater eine Tour auf dem Bock zu erleben, sollte sich nicht mehr erfüllen. Ihr Vater stirbt mit nur 67 Jahren. Es sind Geschichten wie diese, die die Trucker Babes so authentisch machen. Es sind Menschen, wie du und ich. Wir erleben bei den Trucker Babes wie Beziehungen zerbrechen, wie neue Bande geknüpft werden und wie sich Lebensorte und -wege verändern. Es gibt Abschiede und Neuanfänge. Es wird geflucht, gelacht, gefeiert. Durch all diese persönlichen Alltags- und Lebensgeschichten bekommen die sonst anonymen LKW-Fahrerinnen und -Fahrer, denen man auf der Autobahn oder auf der Landstraße begegnet, endlich ein Gesicht.

25 Trucker Babes und 5 Jahre später ist klar: So unterschiedlich die Charaktere der Trucker Babes auch sein mögen, es gibt einiges, was alle Fahrerinnen gemeinsam haben: Sie packen an. Sie sind maximal flexibel und lassen sich auf die Unwägbarkeiten und Unvorhersehbarkeiten ihres Jobs ein. Sie finden einfach immer eine Lösung. Egal, wie verfahren die Situation auch erscheint, die Trucker Babes machen sich auf den Weg. Und sonntags, um 20:15 bei Kabel Eins, dürfen wir Zuschauer dabei sein.

Anlässlich der 10. Staffel der TV-Doku stellen wir in diesem Buch den Cast der Staffel ausführlich vor, werfen einen Blick zurück auf die gemeinsame Zeit mit anderen Trucker Babes und teilen noch einmal die schönsten Momente, die krassesten Touren und besten Sprüche der Frauen, die sich in den letzten 5 Jahren in die Herzen von Millionen Zuschauern gefahren haben.

Jana Vetter

– Spitzname –

Die Chaos-Queen

Welche fünf Eigenschaften zeichnen deine Persönlichkeit ganz besonders aus?

»Witzig, schlagfertig, sensibel – ja, das bin ich auch!« Bei den letzten beiden Begriffen muss Jana eine Weile nachdenken. Und dann fällt ihr ein: »Ich bin auch noch liebenswert und idiotisch.« Diesem Geständnis folgt einmal mehr Janas wunderbar kehliges Lachen, das zeigt, dass sich da jemand selbst nicht so ernst nimmt und mit sich im Reinen ist.

Was bedeutet dir das LKW-Fahren?

»Wenn ich lachen will, dann lache ich. Wenn ich Musik hören will, dann höre ich Musik. Und wenn ich irgendwelche Knallköppe auf der Straße anpöbeln will, dann pöbel’ ich sie voll.«

Was sind für dich die Sonnenseiten des Truckerlebens?

»Wenn eine Tour mich durch den Thüringer Wald führt, statt über die A7.«

Was sind für dich die Schattenseiten des Truckerlebens?

»Das Gefühl, auf der Straße ständig für alle mitdenken zu müssen, weil so rücksichtlos gefahren wird.«

Was wärst du von Beruf, wenn du kein Trucker Babe wärst?

»Mein Wunsch war immer, zur Bundeswehr zu gehen. Aber dann kamen ja meine Töchter und dann hatte es sich ausgeschossen. Zumindest für mich. Wenn ich es mir hätte aussuchen können, wäre ich gern bei der Luftwaffe gewesen.«

Welchen Trucker Babes-Dreh wirst du nie vergessen?

»Den Dreh, als ich von Hamburg nach Wien unterwegs war. Der Kameramann, der uns da begleitet hat, hat wirklich alles gegeben, um richtig geile Bilder zu machen.«

Janas

* Geschichte *

Wer die Trucker Babes regelmäßig schaut, hat sicher festgestellt, wie passend die jeweiligen Spitznamen der Protagonisten ausgesucht sind. Doch bei einem Trucker Babe scheint diese Bezeichnung nicht nur ein originelles Sahnehäubchen zu sein, sondern eher eine zweite Haut. Die Rede ist natürlich von Chaos-Queen Jana Vetter, die Frau mit einem gefühlten Ruhepuls von 140. Sie scheint immer Vollgas zu geben, ist immer in Action und lässt auch ihre Gefühle gern Achterbahn mit Fünferlooping fahren. Dass Janas Spitzname so passend ist, liegt vielleicht auch daran, dass sie ihn schon lange vor den Trucker Babes hatte. »Eine Freundin in Österreich hat ihn mir verpasst, weil bei mir immer alles so hektisch ist. Und kreuz und quer und schiefläuft«, lacht Jana.

Sie kann aber auch mal still sitzen, wie sie versichert:

»Zu Hause bin ich ein ganz anderer Mensch als auf der Straße. Mein Mann hört mich selten schimpfen.«

Es sei denn, die beiden schauen sich abends eine Trucker-Babes-Folge mit Jana an.

Dass sie im Verkehr so oft aus sich herausgeht, begründet unser Trucker Babe mit ihren ganz eigenen Vorstellungen vom Miteinander auf dem Asphalt. »Ich habe ein ganz anderes Denken vom Verhalten auf der Straße. Für mich sind 50 Prozent auf der Straße ...« Jana macht eine kurze Pause, in der sie überlegt, ob sie das Wort, das ihr auf der Zunge liegt, sagen soll. Und dann sagt sie es: »... Vollidioten.« Und lacht schon wieder. »Es fehlt bei diesen Menschen am Können und an der Rücksichtnahme. Ich wusste zum Beispiel noch nicht, dass Blinker bei Fahrzeugen heute extra bestellt werden müssen. Benutzen tut sie ja keiner mehr.« Immer wieder muss Jana sich auch über Überholende ärgern, die kurz vor einem wieder einscheren und als erste Amtshandlung auf der Fahrspur dann auf die Bremse steigen. Da kriegt Jana Puls.

Auch das Reißverschlussfahren, das einen so wunderbar plakativen wie praktischen Namen hat, kann das Trucker Babe zur Weißglut treiben. Während beim Reißverschluss an der Jacke oder Hose garantiert ein Zahn in den anderen greift – sonst funktioniert der Spaß nicht –, spielen sich beim Umsetzen des Reißverschlussprinzips im Verkehr Dramen ab, um die einen jedes Opernhaus beneidet. »Die Leute kriegen es einfach nicht auf die Kette. Die meisten sind ja schon überfordert, wenn sie eine Rettungsgasse bilden müssen. Die sind einfach zu blöd.« Die aktuelle Verkehrsentwicklung hat dann auch dazu geführt, dass Jana mittlerweile nur noch ungern PKW fährt.

Jana fährt inzwischen lieber LKW statt PKW – das ist viel entspannter und längst nicht so hektisch

»Da bin ich lieber mit meinen 80 km/h auf der rechten Seite unterwegs. Und hab’ – in Anführungszeichen – meine Ruhe. Mit dem PKW geht es mit 150 Sachen mal links rüber, mal rechts rüber. Dann schert wieder plötzlich einer vor dir aus. Nee, nicht mit mir. Ich bin im LKW wesentlich entspannter als im PKW.« Und fügt noch hinzu:

»Wenn ich genauso fahren würde, wie die anderen sich mir gegenüber auf der Straße verhalten, hätte ich schon fünfmal einen Totalschaden gehabt.«

Auf der Straße denkt Jana daher für alle mit. Das schlaucht, vor allem, wenn man 13 Stunden am Tag hinter dem Lenkrad sitzt. Auch das Thema Disposition kann bei Jana dazu führen, dass ihr der Kragen platzt. Etwa, wenn sie mit ihrem 40-Tonner zu einem Kunden unterwegs ist, der eigentlich einen 7,5-Tonner bestellt hat und auch nur für einen solchen Platz hat. Da hilft am Ende nur, wieder in sich zu gehen und die Herausforderung anzunehmen.

Seit Jana 22 Jahre alt ist, ist sie auf der Straße unterwegs. Unter anderem verdiente sie ihren Lebensunterhalt mit Kurier- und Transportfahrten. Sie war auch kurze Zeit im Einzelhandel tätig. »Aber Cashmere-Pullover zusammenzufalten, ist nicht mein Ding«, erklärt das Trucker Babe bestimmt. Man glaubt es ihr aufs Wort.

Ob Regen oder Sonnenschein – Jana behält den Überblick.

Bevor Jana ihre Liebe zum LKW-Fahren entdeckte, konnte sie die Trucks erst mal gar nicht leiden. Ihr damaliger Mann war nämlich LKW-Fahrer. »Er war ständig unterwegs und ich mit unseren beiden Kindern allein«, erinnert sich Jana. Kein Wunder, dass sie die Maschine nicht mochte, die ihr gefühlt den Mann wegnahm. Als die Kinder groß genug waren, um auch mal ein paar Tage allein bei der Oma zu bleiben, sagt selbige zu Jana: »Fahr doch mal mit und schau dir das an.« Das tat Jana, und an diese erste gemeinsame Tour kann sie sich noch sehr gut erinnern. »Wir sind nach Ungarn gefahren, um Kirschen zu laden.« Sie erlebt auf dieser Tour das volle Trucker-Programm. Stau, Stress, Vordrängeln an der Grenze, Messerstechereien unter anderen Fahrern und drohende Handgreiflichkeiten gegenüber Jana und ihrem Mann. (Jana formuliert selbstverständlich auch diesen Part etwas direkter und drastischer: »Da hätten wir fast auf die Fresse gekriegt.«) Normale Menschen hätten nach einer solchen Erfahrung wahrscheinlich nie wieder einen Fuß in einen LKW gesetzt. Doch für Jana war der Ungarn-Trip »Abenteuer pur«. Ab diesem Moment war es um sie geschehen. Sie wollte auch auf den Bock.

Jana lässt sich von ihrem Vorhaben, LKW-Fahrerin zu werden, durch nichts abschrecken. Wo ein Wille, da ist auch ein Weg.

Ohne ihrem Mann etwas zu erzählen, klappert Jana die Fahrschulen in der Umgebung ab, findet heraus, was der Spaß kostet, und meldet sich an. »Das ging dann auch relativ schnell.« Drei Wochen nach ihrem Entschluss startet die LKW-Ausbildung. Als ihr Mann davon erfährt, fällt er aus allen Wolken, ist aber auch stolz auf Jana. Die Fahrprüfung schafft sie im ersten Anlauf. »Tja, und dann ging es los.« Das war 2001. Ihre Töchter sind damals vier und sechs Jahre alt. In dieser Zeit fuhr Jana vor allem Nahverkehr. Doch obwohl sie vorwiegend Tagestouren übernimmt, ist sie selten vor 19 Uhr zu Hause. LKW-Fahren ist und bleibt ein Knochenjob.

»Ohne die Hilfe der Oma und der Uroma wäre das alles nicht gegangen.«

Ihr erstes richtiges Trucker-Highlight ist eine Fernverkehrstour nach England. Die Fahrt mit der Fähre, die Kreidefelsen von Dover, und dann ging es zum Abladen nach Birmingham. »Noch heute«, sagt Jana, »war das meine schönste Tour.« Allein die eindrucksvolle Dimension des Fährschiffes und des Hafens haben sich ihr eingebrannt. »Wenn du zum ersten Mal die tatsächlichen Größenverhältnisse von Hafen und Schiff siehst und das erste Mal in den Schiffsrumpf reinfährst ... einfach nur wow.«

Mittlerweile hat Jana auf ihren Touren halb Europa gesehen. Sie war schon in Frankreich, Italien, Dänemark, Österreich, der Schweiz, England, Holland, Belgien, Tschechien und in Polen unterwegs. Und mehr als einmal konnten die Trucker-Babes-Fans Jana auf ihren Touren begleiten. In Osteuropa schätzt die Chaos-Queen die geringe Verkehrsdichte. In England hat der PKW auf den LKW zu achten. Und daran halten sich die Leute auch.

»Wenn du in England einen anderen LKW überholen willst und blinkst, lässt sich der PKW daneben zurückfallen, um dich auf die Überholspur zu lassen. Eine absolut geile Rücksichtnahme. Tipptopp.«

In Deutschland wäre so etwas undenkbar, beziehungsweise hier macht Jana die Erfahrung immer seltener. »Auch ein echtes Miteinander unter Truckern gibt es so nicht mehr«, sagt Jana. Leider. »Jeder ist sich nur noch selbst der Nächste.«

Anderswo in Europa wird mehr Rücksicht auf LKW-Fahrer genommen. In Deutschland ist das immer weniger der Fall.

Der perfekte Arbeitstag schaut für Jana so aus. »Ich stehe auf, habe meine Tour auf dem Blatt oder auf dem Handy. Ich kann losfahren, kein Stau, beim Kunden läuft alles reibungslos. Und es kommt mir keiner blöd. Ich sage ja immer, so wie es in den Wald hineinschallt, schallt es heraus. Und wenn ich dann auf meiner Fahrt noch ein bisschen was von der Natur zu sehen bekomme und nicht das Autobahngedöns, ist alles wunderbar.«

In ihrer Fahrerkabine hat Jana übrigens einen kleinen Porzellanengel stehen. Auf ihren Glücksbringer wird sie immer wieder angesprochen. »Wieso hast du einen Grabengel in deinem Truck? Der steht halt super, ohne zu verrutschen. Den habe ich seit Jahren dabei.« Den Engel hat sie sich in Tirol gekauft. Bisher konnte sie sich auf seine Schutzkräfte verlassen. In ihren mehr als 20 Jahren auf dem Bock ist Jana unfallfrei geblieben.

20 Jahre unfallfrei – das muss Jana erst mal einer nachmachen. Vielleicht liegt es auch an ihrem kleinen Schutzengel.

Dass Jana zu einem erfahrenen Hasen im Trucker-Business wird, lässt sich vielleicht auch daran ablesen, dass sie zu ihrem neuen Volvo keine so enge Beziehung mehr entwickelt hat wie zu den beiden Scanias zuvor. Da spielen mitunter Kleinigkeiten eine Rolle. »Ich find’ im Volvo zum Beispiel keine richtige Sitzposition.«

An die Kaffeemaschine kommt Jana auch nur schwer ran. Die Klimaanlage geht nach elf Stunden aus. Beim Scania lief sie durch. Dabei fand Jana den Volvo am Anfang »geil«. »An dem waren Bullenfänger und Scheibengitter dran. Das hatte ich vorher nicht.«

Für ihre einzigartige, unverwechselbare burschikose Art hat Jana eine ganz eigene Erklärung übrig: »Ich sage immer, dass ich eigentlich ein Junge hätte werden sollen. Ich bin mit meinem Papa auf den Bolzplatz gegangen und hab’ Fußball gespielt. Ich war im Wald und hab’ Baumhütten gebaut. Ich war immer das Gegenteil von dem, was klassisch als Mädchen galt.« Aber zum Glück immer weniger gilt. Dass sie eine Frau ist und LKW fährt, hat ihr nie Probleme bereitet.

Die Familie steht hinter Jana. Immer. Und ist mächtig stolz auf das Trucker Babe.

Von ihrer Familie wurde Jana ebenfalls unterstützt. »Mein Papa war auch stolz auf mich. Der war selbst LKW-Fahrer. Ich mach’ den Job halt auch einfach gerne, auch wenn er mich tageweise ankotzt.«

Wer einmal auf richtig spektakulären Routen durch Europa unterwegs sein will, dem empfiehlt Jana die französische Schweiz oder Italien. »Da hat man die Berge und das Wasser der Seen. Besser geht’s nicht.« Auch die Wälder, durch die man in Frankreich fährt, die Provence oder die Touren nach Marseille hat Jana in guter Erinnerung behalten, obwohl sie schon lange zurückliegen. An Frankreich mag Jana auch die vielen Kreisverkehre. »Wenn man sich doch mal verfahren hat, dreht man schnell ohne aufwendiges Wendemanöver um und ist wieder in der Spur.« Was Jana an ihren Zielen in Frankreich ebenfalls sehr mochte, war die Tatsache, dass sie nicht wie in Deutschland stundenlang durch Wohngebiete herumeiern musste. »Keine Ahnung, ob ich nur Glück hatte, aber 80 Prozent der Kunden, die ich in Frankreich anfuhr, lagen außerhalb von Ortschaften in einem Gewerbegebiet.« Und waren somit wesentlich leichter zu erreichen.

Jana gehört zweifelsohne zu den bekanntesten Trucker Babes. Der Umgang mit ihrer Popularität läuft mal so mal, mal so.

»Bei mir läuft ja auch jeder Tag anders. Ich habe ja nicht immer nur gute Laune.«

Klar, für ein schnelles Foto nimmt sie sich gern die Zeit. »Aber es kommt eben auch vor, dass sich manche Leute zu einem setzen und erst mal eine halbe Stunde quatschen wollen.« Und das passt natürlich nicht immer. Wenn Jana auf ihren Arbeitsalltag schaut, dann halten sich die Tage, an denen alles nach Plan läuft, und die Tage, an denen etwas schiefläuft, ungefähr die Waage.

Die Truckertreffen, auf denen sich Jana vor Jahren noch richtig gern getummelt hat, haben mittlerweile einen anderen Stellenwert in ihrem Leben. Und das hat auch etwas mit ihrem Alter zu tun. Ganz ehrlich und unumwunden gibt Jana zu: »Ich bin jetzt Mitte vierzig. Ich brauche kein Highlife mehr.« Hat sie früher gemeinsam mit den anderen Truckern beim Feiern schon mal eine ganze Flasche »Jacky« vernichtet, reicht heute ein Glas. Jana kann und will da gar nicht mehr mithalten.

Auf die Frage nach ihrer schrecklichsten Tour überlegt Jana lange. Und kommt zu dem Schluss, dass es die so noch nicht gegeben hat. Und wohl auch nicht geben wird. Klar, in Neapel ist Jana einmal unterwegs, als die Müllabfuhr mal wieder streikt und Jana nicht zum Kunden durchkommt. Sie wird schließlich von der Polizei eskortiert, um ihre Ware abliefern zu können.

Was für eine Containerwüste: der Hamburger Hafen

Aber wenn etwas schiefläuft, dann schimpft Jana zwar, aber sie jammert nicht, sondern nimmt die Herausforderung an. So gern und so schnell sich Jana aufregt, so schnell vergisst sie die Katastrophen ihres Berufsalltages. »Ich lebe im Hier und Jetzt.«

Manchmal muss Jana auch improvisieren. Etwa in Neapel, als die Polizei sie durch Müllberge eskortiert. Aber solche Herausforderungen liebt Jana.

Apropos Herausforderungen. Die haben auch maßgeblich dazu beigetragen, dass Jana und ihr Partner jetzt nach Norwegen ausgewandert sind. »In Deutschland habe ich doch alles erlebt. 80 Prozent meiner Kunden waren am Ende gleich. Ich bin stumpf immer dieselben Routen gefahren. Das langweilt mich.« Viel lieber erinnert sie sich an ihre Touren früher in Österreich, als sie an tiefen Schluchten und engen Bergstraßen entlangfuhr. Klar, war das Fahren dort schwieriger und anstrengender. »Aber es hat mich besser gemacht.« Wie sich Jana auf den Straßen Norwegens schlägt, können die Fans ab Staffel 11 der Trucker Babes zum Glück auch wieder sonntags auf Kabel Eins verfolgen.

Neben den Herausforderungen, die ihr mittlerweile in Deutschland fehlen, haben sich auch Janas Prioritäten im Job und im Alltag allgemein verschoben.