Türen - Harry Flatt-Heckert - E-Book

Türen E-Book

Harry Flatt-Heckert

0,0

Beschreibung

Das Buch erzählt die Geschichte des Finanzbeamten Siegfried Hackroth, der eines Morgens aufwacht und feststellen muss, dass er gestorben ist. Tot. Einfach so. Es dauert eine Weile, bis er seinen neuen Zustand realisiert und auch die Möglichkeiten, die darin stecken, für sich entdeckt und nutzt. Er unternimmt eine abstruse Reise durch seinen toten Körper, entäußert sich irgendwann und muss feststellen, dass er das Opfer seiner durchtriebenen Ehefrau Gisela geworden ist. Rückblicke in seine eigene Geschichte erklären ihm Stück für Stück sein Leben und sein Geschick. Bis zum bitteren Ende. Eine böse und eine schräge Geschichte.

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern
Kindle™-E-Readern
(für ausgewählte Pakete)

Seitenzahl: 265

Veröffentlichungsjahr: 2016

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS
Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



HARRY FLATT - HECKERT

Türen

oder:

Die seltsamen Erlebnisse

des toten Herrn Hackroth

Roman

© 2016 Harry Flatt-Heckert

Alle Rechte vorbehalten

Umschlaggestaltung: Harry Flatt-Heckert

Satz: Harry Flatt-Heckert

Printed in Germany

Erstauflage

Ein Titeldatensatz für diese Publikation ist bei der Deutschen Nationalbibliothek erhältlich.

ISBN

Auch erhältlich als

HFH-Verlag

www.harry-flatt-heckert.de

Es ist ein Gesetz im Leben:

Wenn sich eine Tür vor uns schließt,

öffnet sich eine andere.

Die Tragik jedoch ist,

dass man meist nach der geschlossenen Tür blickt

und die geöffnete nicht beachtet.

Andre Gidé

*

Es war noch stockdunkel, als ich plötzlich wach wurde. Keine Ahnung, was mich da so schlagartig aufschrecken ließ. Ich hatte weder bewusst etwas Besonderes noch etwas besonders Beängstigendes oder Schönes geträumt, noch plagte mich irgendein Schmerz. Ich erinnerte mich auch nicht an ein ungewöhnliches Geräusch, das mich aus dem Schlaf gerissen hatte. Da war nichts, was meinen Schlaf so jäh beendet haben konnte. Gar nichts. Zumindest war mir nichts aufgefallen. Aber nun war ich wach. Vollkommen wach. Da es schon Mitte Juni war, musste es noch ziemlich früh gewesen sein. Vielleicht gegen zwei, drei Uhr. Von Tageslicht oder wenigstens einem beginnenden Sonnenaufgang war jedenfalls noch nichts zu sehen. Ich hasste es, wenn ich so früh wach wurde. Es war die Pest. Und das passierte mir in letzter Zeit leider ziemlich oft. Ich hasste es vor allem, weil ich dann in aller Regel nicht wieder einschlafen konnte und in so eine Grübelphase fiel, auf die ich um diese Uhrzeit nun so überhaupt keine Lust hatte. Hast du den Müll rausgestellt? Wieso sieht dein Sohn dir eigentlich so gar nicht ähnlich und wie gewöhnst du es dem Hund dieses… Nachbarn Suhrbein, ab, ständig in deinen Garten zu kacken? Diese Fragen bohrten mit schönster Regelmäßigkeit in mir und in der Einsamkeit der Nacht fühlte ich mich ihnen immer hilflos ausgeliefert. Ich hasste das. Auch, weil ich natürlich keine Antworten hatte.

Selbstverständlich waren da auch ab und an Fragen zu tagespolitischen Themen und weltbewegenden Problemen. Welchen Einfluss hat die Frisur der Kanzlerin auf den Syrien-Konflikt? Was wäre, wenn Putin ein Eichhörnchen wäre? Wie lange dreht die Welt sich wohl noch, wann führt Schäuble die steuerliche Absetzbarkeit für blöde Gedanken ein und warum ist Abkürzung eigentlich ein so langes Wort? Fragen über Fragen. Ich hasste es wirklich, wenn ich des Nachts von solch überflüssigen und auch nur wenig sinnvollen Gedanken gequält wurde. Aber das ging mir schon immer so. Schon in meiner Jugend bewegten mich Fragen, über die der Rest der Welt anscheinend gar nicht nachdenken wollte. Manchmal lag ich stundenlang wach und oft half dann nur die intensive Beschäftigung mit anderen Vorstellungen. Nach dem Onanieren – und dem anschließenden Händewaschen natürlich - schlief ich dann auch meistens wieder ein. Wenn auch mit so einem leise nagenden Schuldgefühl. Aber selbst dazu hatte ich heute seltsamerweise keine Lust. Ich lag da, hing meinen verquasten Gedanken nach und hoffte, dass ich möglichst schnell wenigstens ein paar umfassende Antworten auf die drängendsten Probleme dieser Welt finden würde, damit ich wieder einschlafen konnte.

Aber als ich in dieser Nacht in mich hineinschaute und auf das Auftauchen jener existentiellen Fragen wartete, die mich normalerweise in solchen Nächten übermannten und quälten, war da komischerweise nichts. Da waren gar keine Fragen. Da waren keine und ich konnte auch keine finden, so gründlich ich auch suchte. Keine weltbewegenden und auch keine banalen. Gar keine. Keine Ahnung, wo die abgeblieben waren. Vielleicht hatte jemand anderes mittlerweile all diese Probleme gelöst und die wichtigsten Antworten einfach gefunden? Heute Nacht? Während ich schlief? Hatte all diese Fragen beantwortet und damit war ich sie los und der blöde Hund des Nachbarn würde nie wieder in meinen Garten scheißen? Eine wohlige Wärme durchzog mich. Auf einmal hatte ich das Gefühl, dass ich sofort wieder einschlafen könnte. Tief befriedet und frei von irgendwelchen überflüssigen Fragen oder Gedanken. Aber weit gefehlt. Daraus wurde seltsamerweise nichts. Ich verstand das gar nicht. Da war also augenscheinlich noch irgendetwas, das mich daran hinderte, wieder tief in das Reich der Träume einzutauchen. Aber ich hatte keine Ahnung, was das sein konnte? Was hielt mich da mitten in der Nacht, mitten in der tiefsten Finsternis so wach?

Vielleicht war es aber auch schon viel, viel später und es war schon hell draußen. Vogelgezwitscher war jedenfalls schon zu hören. Aber die kleinen Störenfriede trällern ja auch meist schon gegen drei Uhr morgens los. Ich wusste ehrlicherweise gar nicht, wie spät es wirklich war, denn ich hatte die Augen noch geschlossen. Das fiel mir erst gar nicht weiter auf, denn ich befand mich noch in so einer Art postschläfrigem Dämmerzustand. Dachte ich. Ich grübelte meistens mit geschlossenen Augen. Vorsichtig versuchte ich, in die Welt hinaus zu blinzeln. Aber meine Lider waren unglaublich schwer. Ich bekam sie gar nicht auf. Äußerlich musste ich also doch noch sehr müde gewesen sein, obwohl ich doch innerlich schon so wach war. Ich versuchte es nochmal. Nichts. Vielleicht waren sie ja doch schon auf und ich sah nur nichts, weil es draußen eben doch noch stockdunkel war. Mit aller Macht versuchte ich erneut, die Lider zu öffnen, aber sie bewegten sich einfach nicht. Ich war doch etwas verwirrt. Dann eben nicht, bemühte ich mich zu denken. Und vor allem zu beruhigen. Aber auch dieses Bemühen war nicht von sonderlichem Erfolg gekrönt. Es beunruhigte mich schon etwas. Ich atmete tief durch. Mehrmals. Ganz ruhig. Ganz tief. Aber auch selbst dieses Durchatmen war irgendwie anders als sonst. Ich hatte gar nicht das Gefühl, dass sich meine Lungen mit Sauerstoff füllten, ich spürte auch nicht, dass sich mein Brustkorb irgendwie hob oder senkte. Ich wurde allmählich immer unruhiger und beschloss, jetzt auch mal dringend körperlich richtig wach zu werden, damit der Spuk endlich ein Ende hätte. Ich streckte mich. Lange und ausgedehnt. Jede Faser meines Körpers sollte sich dehnen und mir die Müdigkeit aus den Knochen vertreiben. Nichts. Ich streckte mich zwar bewusst in alle Himmelsrichtungen, aber ich rührte mich nicht. Die Unruhe schwoll unaufhörlich in mir an. Und auch mein Versuch, mir die Augen zu reiben, scheiterte. Meine Hände verweigerten den Gehorsam und reagierten nicht auf meinen Befehl. Ich verstand nichts. Gar nichts. Ich war hellwach, aber mein Körper schnarchte offensichtlich seelenruhig vor sich hin. Eigentlich schnarchte er aber gar nicht. Zumindest konnte ich nichts hören. Wahrscheinlich schlief ich einfach noch tief und träumte diesen ganzen Quatsch hier nur. Ich beschloss, genau das anzunehmen und versuchte, mein Bewusstsein in eben den Zustand zu versetzen, in dem mein Körper sich offenbar noch befand. In tiefen, tiefen Schlaf. Ich schloss also meine Augen, aber die waren ja schon zu. Immer noch zu. Ich versuchte, die Augen wenigstens innerlich zu schließen, sozusagen, diese eigenartige Wachheit in meinem dösenden Körper wieder einzuschläfern, aber auch das ging nicht. Mein Geist war ganz wach und klar. Ich war ratlos und ich sorgte mich nun doch schon sehr. So etwas hatte ich dann doch noch nie erlebt.

Vielleicht sollte ich es mit Entspannungsübungen versuchen? Ich hatte mal autogenes Training gelernt, als ich eine Zeitlang chronische Kopfschmerzen hatte. Das hat eigentlich immer ganz gut geklappt. Ganz ruhig und bewusst gegen den Schmerz anatmen, tief und gleichmäßig, die Konzentration ganz auf den Luftstrom gerichtet. Aber wie schon kurz zuvor konnte ich überhaupt keine Reaktion in oder an meinem Körper wahrnehmen. Ich atmete zwar möglichst gleichmäßig, bemühte mich, wie ich es gelernt hatte, den Atem so tief wie möglich in die letzten Ecken und Winkel meines Leibes zu schicken… nichts. Es gab keinen Atemwiderstand, es gab keinen Luftstrom. Nichts. Mein Brustkorb blieb völlig unbewegt, und ich schaffte es nicht mal in Gedanken, auch nur einen einzigen Bereich meines Inneren mit meinem Odem zu berühren. Nichts. Gar nichts. Ich hatte in meinem Leben ja schon eine Menge Mist geträumt, manchmal, weil ich etwas entsprechend Fieses erlebt hatte, manchmal, weil ich vielleicht etwas zu viel getrunken oder zu fett gegessen hatte. Aber so was Verwirrendes war mir wirklich noch nie passiert. Ich wusste überhaupt nicht, was ich machen sollte. Da meine Frau Gisela und ich schon seit Jahren, eigentlich schon seit Anfang unserer Ehe getrennte Schlafzimmer hatten, weil ich normalerweise so entsetzlich schnarchte und sie auch sowieso nie das Bett mit mir teilen wollte, konnte ich sie auch nicht leise ansprechen, um ihr zu sagen, dass sie mich bitte mal kurz kneifen solle. Laut durchs Haus brüllen wollte ich auch nicht. Außerdem trug sie nachts immer Gurkenmaske und Oropax. Sie hätte mich sowieso nicht gehört. Ich wusste auch gar nicht, ob ich überhaupt in der Lage war, etwas zu sagen. Ich versuchte es lieber nicht. Nicht mal ganz leise. Ich hatte Angst.

Offensichtlich war ich also in einer Art Traumschleife gefangen, aus der ich für den Moment irgendwie nicht herauskam. Das war für mich durchaus eine befremdliche Situation, da ich aber auch nichts weiter vorhatte und auch nicht in der Lage war, irgendetwas anderes zu tun, entschied ich mich, die Zeit bis zu meinem Erwachen mit Nachdenken zu verbringen. Aber nicht mit Grübeln. Nein, ich wollte jetzt nicht einfach so planlos in der Gegend herumgrübeln, wie ich es sonst in den nicht enden wollenden wachen Stunden schlafloser Nächte immer tat, darüber etwa, warum einsilbig eigentlich dreisilbig ist oder warum Faulenzen ein Tätigkeitswort ist. Nein, ich wollte nachdenken. Richtig nachdenken. Über Fragen, die mich wirklich bewegten. Darüber etwa, ob ich glücklich war oder nicht, darüber, ob ich alles erreicht hatte, was ich in meinem Leben so erreichen wollte, darüber, was ich noch für Ziele, Wünsche und Pläne hatte, darüber, was ich vielleicht alles falsch gemacht hatte oder ob ich eventuell jemandem etwas schuldig geblieben war. Ich wollte auch darüber nachdenken, ob ich möglicherweise doch mal eine Diät machen sollte, schließlich hatte ich in den letzten Jahren ordentlich an Gewicht zugelegt. Überhaupt wollte ich die Gelegenheit dieses so merkwürdigen Zustandes, aus dem es im Augenblick für mich kein Entrinnen zu geben schien, nutzen, um über meine Lebensweise, meine Ideale und mein Leben in Gänze nachzudenken. Vielleicht wollte mein Körper mich durch seine Verweigerung auch einfach mal zu einer intensiven Beschäftigung mit diesen Fragen zwingen oder doch zumindest dazu ermutigen. Einfach mal in Ruhe nachdenken. Einfach mal auf das Wesentliche konzentrieren. Ich machte es mir in meiner derzeitig vollkommen unbeweglichen Hülle so gemütlich es irgend ging. Einfach mal aus der Not eine Tugend machen.

Ich lag da, grübelte in die Nacht hinein – dabei wollte ich doch eigentlich nachdenken – und mir fiel nichts ein. Absolut nichts. Nicht, dass es über mich nichts nachzudenken gegeben hätte; mir fiel nur nichts ein. Nicht unter diesen doch sehr merkwürdigen Umständen. Stattdessen nur Grübelei. Was soll das hier? Was passiert mit mir gerade? Was hat diese katatonische Starre mit meinem Dasein zu tun? Ich versuchte, die kruden Gedanken zu vertreiben, verzweifelt an irgendetwas anderes zu denken. Versuchte mich mental auf meine bevorstehende Prüfung zur höheren Beamtenlaufbahn im Finanzamt vorzubereiten. Obwohl ich schon im nächsten Jahr in den Ruhestand versetzt werden sollte, wollte ich es noch einmal wissen. Ich versuchte mir vorzustellen, wie ich den nächsten Urlaub mit meiner Frau Gisela und ihrer Mutter in Bad Fallingbostel gestalten würde. Versuchte mir auszumalen, was für eine Ehrung und Dankesrede des örtlichen Taubenzüchtervereins ich wohl anlässlich meiner 25-jährigen Vorstandsarbeit erwarten dürfte. Überlegte, was ich wohl frühstücken würde, wenn mein Körper hoffentlich irgendwann in seine gewohnte Geschmeidigkeit zurückgefunden hätte. Es half alles nichts. Die Gedanken und Ideen fuhren in meinem Kopf Karussell und jedes Bemühen, strukturiert nachzudenken, mündete in dumpfer Grübelei.

Also verbrachte ich die Zeit eben mit Grübeln. Aber sie schien einfach nicht vergehen zu wollen, dabei hatte ich sicherlich schon zwei, drei Stunden in diesem denkwürdigen Zustand verbracht. Es wurde irgendwie auch gar nicht heller um mich herum. Aber wie auch, ich bekam die Augen ja auch gar nicht auf. Also Grübeln. Na gut. War ja nicht das erste Mal. Vielleicht würde ich mich nach dem Mittagessen noch einmal hinlegen und den versäumten Schlaf nachholen können. Aber nicht einmal das Grübeln schien mir richtig zu gelingen.

Außerdem war da noch eine Sache, die mich verunsicherte. Normalerweise konnte ich keine zehn Minuten auf einer Seite liegen bleiben, wenn ich wach war. Ich musste mich eigentlich ständig umdrehen. Aber jetzt hatte ich gar nicht das Gefühl, irgendwie unbequem zu liegen. Ich hatte überhaupt kein Gefühl. Dafür beschlich mich eine Ahnung. Eine böse Ahnung. Aber ich traute mich gar nicht, diesen Gedanken überhaupt nur anzudenken. Aber auf der anderen Seite konnte ich jetzt, da er einmal da war, diesen Gedanken auch gar nicht wieder aus meinem Kopf verbannen. Was, wenn ich...?

Um diesen verrückten Gedanken wieder loszuwerden, drehte ich mich wenigstens innerlich um. Erstaunlicherweise - vielleicht auch erschreckenderweise - gelang mir das sogar ganz gut. Wenngleich ich auch noch vor ein paar Stunden gar nicht in der Lage war, mich überhaupt zu bewegen, so gelang es mir jetzt doch zumindest innerhalb meines Körpers. Das war ein ganz irritierendes Gefühl. Nach außen war es mir nicht möglich, auch nur eines meiner Gliedmaßen zu bewegen, aber innerhalb meines vor sich hin liegenden Kadavers konnte ich mich auf einmal relativ problemlos und frei bewegen. Ich konnte mich innerlich drehen, von links nach rechts bewegen, ich konnte mir innerlich sogar an die Nase fassen, obwohl sich weder mein Arm noch meine Hand auch nur einen Millimeter rührten. Im Innern konnte ich meinen Arm aus der äußeren Hülle meines Armes ziehen und mich sogar selbst am Kopf kratzen. Aber nur innen. Das hatte ich jetzt aber auch bitter nötig, denn ich war vollkommen verstört. Aber wenn ich ehrlich bin, dann war dieser Zustand nicht einmal besonders unangenehm. Irgendwie hat sich das sogar auf eine ganz besondere Weise angenehm und leicht angefühlt. Was immer das für ein abgefahrener Traum war, er begann mich zu interessieren. Ich wollte wissen, welche absonderlichen Dinge mir in diesem Traum noch passieren würden.

Mir fiel ein, dass ich vor Jahren einmal diese Magenoperation hatte, nach der ich solche Schwierigkeiten mit dem Narbengewebe am Ansatz der Speiseröhre hatte. Bestimmte Speisen, besonders, wenn sie sehr scharf waren, schienen diese Narben zu reizen und das machte mir dann immer erhebliche Probleme. Ich nahm an, dass es so etwas wie Sodbrennen war. Am liebsten hätte ich diese Narbe immer mit einem nassen, kühlen Lappen abgedeckt, um das Brennen zu lindern. In meiner Fantasie schien mir das jedenfalls Linderung zu versprechen. Aber das ging natürlich nicht. War Blödsinn. War klar. Ich musste mir dann mit Tabletten Erleichterung verschaffen. Aber dennoch. Jetzt wollte ich es wissen. Ich wollte es wissen, weil ich auf einmal das Gefühl hatte, dass es mir jetzt möglich war. Mein Herz schlug mir bis zum Hals. Zumindest erwartete ich, dass es mir unter dieser etwas absurden Situation bis zum Hals schlug. Hätte schlagen müssen. Aber es schlug gar nicht. Komisch. Ich zog zunächst meine Finger aus meiner Hand, zog dann meine Hand ganz vorsichtig vorbei an meinem Ellenbogen aus meinem Arm nach oben – das ging völlig problemlos - zog sie durch die Schulter, vorbei an Schlüsselbein und Kehlkopf in den Hals. Ich hielt einen Moment inne. Mit der Hand in der Kehle. Schon irgendwie surreal, dachte ich. Ich wartete einen Moment. Dann traute ich mich weiter. Langsam schob ich die Hand in meine Brust, fand beide Lungenflügel und auch mein Herz. Es ruhte tatsächlich völlig regungslos in meiner Brust. Keine pumpende Bewegung ging von ihm aus, kein Blutstrom wurde von ihm in Schwung gehalten. Nichts. Merkwürdig und beängstigend zugleich. Ich ertastete endlich die Speiseröhre, fingerte mich Stück für Stück an ihr herunter und fand letztlich die Stelle, an der sie an den Magen angenäht worden war. Ganz vorsichtig fummelte ich am Magenansatz herum. Da war aber nichts Auffälliges, befand ich mit einiger Verwunderung. Ich konnte zwar die Narben spüren, hier und da eine kleine Verdickung, aber nichts, was mir weh tat, nichts, was irgendwie die Beschwerden der letzten Jahre erklären konnte. Es fühlte sich im Wesentlichen alles ganz weich und locker an. Am liebsten hätte ich mir das in diesem Moment einmal aus der Nähe angesehen, schoss es mir in den Sinn. Einfach mal den Blick nach innen richten. Ich dachte einen Moment nach. Warum eigentlich nicht? Wenn es mir in meinem sonderbaren Zustand möglich war, meine Hand durch meinen Körper wandern zu lassen, auch wenn ich jegliche Kontrolle über meinen äußeren Leib verloren zu haben schien, warum sollte ich nicht auch einfach mal meinen Blick in mein Innerstes werfen können? Ich war aufgeregt. Fruchtbar aufgeregt. Ich verstand zwar nicht, was da mit mir passierte, aber es war zumindest höchst spannend. Ich konnte also offensichtlich völlig problemlos körperlich in mir herumspazieren. Und das war, so sehr es mich auch verwirrte und ängstigte, allemal besser, als sinnlos in der Gegend herum zu grübeln. Nun wollte ich sogar einen Blick riskieren.

Ich hielt das in diesem Moment für eine höhere, eine ganz tiefe Form der Entspannung. Autogenes Training, In-Blowing, Selbsthypnose, das alles war mir durchaus vertraut. Diese Techniken habe ich schon oft angewandt, wenn ich mich mal wieder mit meiner allgegenwärtigen Herzneurose ängstigte, wenn ich drohte zu hyperventilieren oder einfach überzuschnappen oder mich eben schlaflos im Bett herumwälzte. Und das passierte mir ziemlich oft. Ich brauchte das zur Beruhigung. Und ich musste mich eben oft beruhigen. Weil ich vor so vielen Dingen Angst hatte. Eigentlich hatte ich immer Angst. Ständig. Angst vor anderen Menschen, weil ich andere Menschen nicht mochte. Angst vor Beziehungen, weil sie ohne andere Menschen nicht möglich waren. Angst vor Sex, weil Sex Beziehungen mit anderen Menschen bedingte. Angst vor Ablehnung durch andere Menschen, denen ich gegen meinen Willen irgendwie verbunden war. Durch Beziehung. Durch Sex. Wodurch auch immer. Aber Angst vor Ablehnung war immer da. Vor allem. Ich war ein neurotischer Typ. Verarmungsängste, Schuldängste, Beziehungswahn. Beziehungswahn ist, wenn man alles auf sich bezieht. Jeden Blick so deutet, als führe der Andere etwas im Schilde, als hätte alles, was geschieht, mit einem selbst zu tun, als wäre jede Katastrophe für einen selbst bestimmt. Wenn man alles in Beziehung zu sich selbst setzt. Troubardix-Syndrom. Wo ich bin, regnet es. Da guckt doch einer komisch. Die tuscheln da doch irgendwas. Die Preise für Öl sind doch nur jetzt gestiegen, weil ich jetzt Öl für unsere Heizung kaufen musste. Alles abgekartet. Alles geplant. Alles gegen mich. Das ist Beziehungswahn. Nicht schön, aber da. Bei mir war das immer da.Mein Psychiater diagnostizierte irgendwann mal eine paranoide Persönlichkeitsstörung. Die sei in meiner Kindheit entstanden, vermutete er. Frühkindliche Traumata, die nicht verarbeitet wurden. Blöde Erlebnisse, die ich verdrängt hatte und die mich jetzt eben aus dem Unterbewusstsein heraus umtrieben. Keine Ahnung. Kann sein. Vielleicht bin ich deshalb auch beim Finanzamt gelandet. Ich weiß es nicht. Kann sein. Aber ich weiß es nicht. Ich weiß auch gar nicht, ob ich das wissen will. Aber ich will das auch nicht überbewerten. Ganz ausschließen kann und will ich das allerdings auch nicht. Ich bin ja kein Psychiater. In diesem Moment war es mir auch egal. Völlig egal.

*

Eigentlich bin ich ganz normal groß geworden. Ich wurde am 29. Februar 1952 geboren. In der Nähe von Hamburg. Einzelkind, das nur alle vier Jahre einen richtigen Geburtstag hatte, Eltern, die ihre ganze Liebe und ihre ganze Fürsorge, vor allem aber auch ihre ganze Hoffnung in mich steckten, was immer das für Hoffnungen waren. Aus mir sollte einmal etwas werden. Ich war der Prinz, ohne dass ich – soweit ich mich erinnern konnte – auch entsprechend königlich oder wenigstens fürstlich hätte aufwachsen dürfen. Ein Prinz ohne Krone, dafür mit Erwartungen, die mindestens so schwer auf mir lasteten wie eine Zehn-Kilo-Krone aus purem Gold. Ja, meine Eltern erwarteten eine Menge von mir. Vor allem mein Vater. Der erwartete immer von mir, dass ich ganz Außerordentliches leistete. Was das war, das war mir damals allerdings nicht klar. Aber in jedem Fall entsprach ich dem nicht. Nicht immer. Oder nur selten. Eigentlich nie. Ich war immer irgendwie zu kurz, zu klein, zu schwach. Ja, das war das Gefühl meiner Kindheit und Jugend. Zu kurz. Mein Vater, ein kleiner Polizeiobermeister der alten Schule, dafür aber von großgewachsener Gestalt, der seine Heimat in Ostpreußen nach dem Krieg als junger Mann aufgeben musste, war streng. Sehr streng. Ein preußischer Beamter wie aus dem Bilderbuch. Er erwartete absoluten Gehorsam, uneingeschränkte Anerkenntnis seiner Autorität und widerspruchsloses Einfügen in seine Entscheidungen. Wenn er zuhause war, dann verschloss er sich meist in seinem Lesezimmer hinter einer schweren dunklen Tür. Dieses Zimmer war sein Heiligtum. Niemand außer ihm selbst durfte es betreten. Wenn meine Mutter etwas von ihm wollte, dann klopfte sie und wartete demütig, bis er herauskam und ihr mildtätig Audienz gewährte. Nie hätte sie es gewagt, einfach in dieses Zimmer einzutreten. Für mich war dieses Zimmer völlig tabu. Der Thronsaal, zu dem der Prinz aber keinen Zutritt hatte. Niemals und unter gar keinen Umständen. Hinter dieser Tür traf er seine Entscheidungen, die er seiner Frau und mir dann später beim Essen verkündete.

Eiserne Disziplin, erbarmungslose Selbstkasteiung, absolute Leistungsbereitschaft und strikter Gehorsam. Das waren die Maxime seiner Erziehung. Das war seine Welt. Und er war durchaus bereit, seine Universalherrschaft über mich nicht nur mit guten Worten, klaren Anweisungen auszuüben, sondern sie auch mit Gewalt durchzusetzen. Aus Liebe natürlich. Schläge waren ein ständiger Begleiter meiner frühen Jahre. Schläge, die mich auf den rechten Weg bringen sollten, mich zurechtschubsen und meinem holprigen und unnützen Dasein Richtung weisen sollten. Die aber auch immer ganz schön wehtaten, denn mein Vater hatte es sich zur Angewohnheit gemacht, mich mit einem geflochtenen Teppichklopfer zu verprügeln, damit sich seine liebende Hand nicht an mir versündigen würde. Ich wusste nicht, ob der Teppichklopfer unterscheiden konnte, ob er nun gerade einen alten, aber wahrscheinlich sehr wertvollen Teppich vom Dreck des täglichen Daseins befreien durfte, oder nur meinen Arsch versohlte. Es war mir auch egal. Aber zu Teppichen hatte ich seitdem eine ganz besondere Beziehung. Ich wäre niemals auf die Idee gekommen, einfach achtlos auf ihnen herumlaufen, sondern suchte immer blitzschnell Muster, Bahnen und Formen in ihnen, die meine Schritte vielleicht lenken, ihnen Richtung und Struktur geben konnten. Sie waren geschundene Kreaturen. Wie ich. Und da die Teppiche in unserem Haus regelmäßig einmal in der Woche ausgeklopft wurden, auch wenn ich auf ihnen überhaupt keinen Schmutz entdecken konnte, so empfand ich auch die regelmäßigen Schläge meines Vaters als präventive Maßnahme, damit sich in mir gar nicht erst etwas Schlechtes, etwas Schändliches oder gar Unnützes festsetzen könnte. Dass es ihm mehr weh tat als mir, wie er mir immer wieder versicherte, war mir indes nicht immer so ohne weiteres einsichtig.

Meine Mutter war zwar nicht so streng, traute sich aber nicht, gegen meinen Vater aufzubegehren. Er hätte es auch niemals zugelassen. Und auch nicht verstanden. Seine Weltordnung wäre wahrscheinlich krachend eingestürzt, wenn sie sich ihm zu widersetzen gewagt oder auch nur Einwände, Zweifel oder gar Widerworte verlautbart hätte. Das war völlig ausgeschlossen. Ich spürte schon sehr früh, dass sie unter ihm litt. Unter seinem Erziehungsstil, unter seiner Dominanz, unter seiner Strenge und auch unter der Herrschaft, die er über sie ausübte. Aber dennoch liebte sie ihn auch. Bestimmt. Irgendwie. Auf ihre Weise. Sie hatte ja nie etwas Anderes kennengelernt und für sie war es vollkommen normal, dass ihre Rolle darin bestand, ihn zu bewundern, zu verwöhnen, voller Stolz zu ihm aufzublicken und ihn demütig zu bedienen. Sie hätte weder sein Handeln noch sein Tun in irgendeiner Weise kritisieren oder gar seine uneingeschränkte Autorität in Frage stellen können. Meine Mutter ging auch nicht arbeiten, obwohl sie gern irgendeiner beruflichen Tätigkeit nachgegangen wäre, die ihr ein paar Stunden der Freiheit und der Selbstbestimmtheit ermöglicht hätten. Sie war immerhin gelernte Krankenschwester und hatte bis zu ihrer Hochzeit in einer hamburgischen Kinderklinik gearbeitet. Ich konnte mir gut vorstellen, dass sie – zumindest in Teilzeit – hätte arbeiten wollen. Aber das ließ mein Vater nicht zu. Sie hatte zuhause zu sein und sich um Haushalt und Kind, also mich, zu kümmern. Also kümmerte sie sich. Sie war liebevoll, sie spielte mit mir, sie tröstete mich, wenn mein Vater mich wieder mal ausklopfte und sie starb, als ich neun Jahre alt war. Irgend so eine sagenumwobene Frauenkrankheit raffte sie einfach dahin. Was genau sie hatte, erfuhr ich nicht. Mein Vater hat nie darüber gesprochen. Nie. Das blieb immer ein wohlgehütetes Geheimnis. Wahrscheinlich war ihr Tod so eine Art Fluchtreflex. Ich weiß es nicht. Die Tür zu meiner Kindheit war jedenfalls durch einen Windhauch des Schicksals schlagartig zugeschlagen und die Türen zu meiner Zukunft waren für mich noch fest verschlossen.

Mein Vater verbitterte in dieser Zeit zusehends. Er sprach nicht mehr und zog sich immer mehr zurück. Wohin er sich zurückzog, war mir damals nicht klar. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass er sich in so etwas wie eine Binnenwelt seines eigenen Ichs zurückzog, weil ich mir sicher war, dass er gar kein Inneres besaß. Zumindest war da für mich kein Inneres erkennbar. Ich fand auch keine Tür, die an oder in diesen geheimen Ort geführt hätte. Da war nichts. In meinen Augen bestand er nur aus Äußerem. Da war nur eine harte Schale, aber kein weicher Kern. Kein Kern, in den ich oder sonst irgendjemand hätte vor- oder gar eindringen können. Gar kein Kern. Ich hatte auch zunehmend das Gefühl, dass er mir die Schuld am Tod meiner Mutter gab. Wahrscheinlich war ich nicht brav genug, nicht fleißig genug, nicht groß genug, nicht stark genug. Nicht genug genug. Ich übernahm mit der Zeit diese gefühlte Schuldzuweisung, machte sie mir immer mehr zu Eigen und schämte mich. Ich wünschte mir insgeheim manchmal, er hätte mich noch öfter mit diesem Teppichklopfer verdroschen. Vielleicht hätte sich dann in mir nicht so viel Schuld ansammeln können. Aber mit dem Tod meiner Mutter, hörte er schlagartig auf, mich zu verprügeln. Gerade dann, als ich es am meisten gebraucht hätte. Gerade dann, als ich mir wünschte, er hätte mich totgeprügelt.

Ich wurde zu einer Tante, der Schwester meiner Mutter, nach Schillig an die Nordsee verfrachtet, wo ich die Jahre bis zum Abitur verbringen sollte. Tante Hedwig. Mein Vater sah sich nicht mehr in der Lage dazu, weiterhin die Erziehungsverantwortung für mich zu übernehmen und ich mich nicht in der Lage, diese Verantwortung über mich ergehen zu lassen. Gemeinsam mit einer Dame vom Jugendamt wurde also diese innerfamiliäre Lösung gefunden, die mich zumindest vor einem Heimaufenthalt bewahren sollte. Ich wurde nicht gefragt, was ich wollte. Es war mir eigentlich auch egal. Ich wusste auch gar nicht, was ich wollte oder ob ich irgendetwas wollte. Die Aussicht, nicht in ein Heim zu müssen, beruhigte mich allerdings schon. Ein Abschied von meinem Elternhaus fand nicht statt. Nicht wirklich. Es war mehr so, als würde ich auf Klassenfahrt fahren. Mein Vater brachte mich zum Zug, half mir immerhin, meinen Koffer im Zugabteil zu verstauen, verabschiedete sich, indem er mir zwanzig Mark für die erste Zeit in die Hand drückte und ging. Er ging, ohne sich noch einmal umzudrehen. Und ich fuhr.

Meine Tante Hedwig war eine einfache, aber eigentlich sehr zärtliche Frau, die mit ihrem Mann Franz und ihren beiden Töchtern Christa und Ute in einem wunderschönen kleinen Haus lebte, das direkt am Deich stand. Und obwohl es permanent hilflos dem tosenden Nordseewind ausgesetzt war, strahlte es dennoch Schutz und Geborgenheit aus. Mit stoischer Ruhe trotzte es wie selbstverständlich den Elementen. So wild der Sturm draußen auch tobte, wenn die schwere eichene Haustür erst einmal geschlossen war, dann herrschte Ruhe im Haus. Himmlische, nichts erschütternde Ruhe.

Wie es sich für richtige Friesen gehörte, wurde dort nicht viel gesprochen. Nur das Nötigste. Aber immerhin: wenn meine Tante und ihre Familie miteinander sprachen, dann taten sie es freundlich und einander zugewandt. Sogar mit mir. Besonders Tante Hedwig und Onkel Franz. Die Mädchen waren eben Mädchen. Deshalb ging es mir am besten, wenn sie mich nicht mit ihrem präpubertierenden Gezicke nervten und mich einfach in Ruhe ließen. Sie taten es. Meistens. Ich glaube, ich tat ihnen irgendwie leid. Ich auch. Ich tat mir auch leid. Vielleicht fanden sie mich auch einfach nur seltsam oder komisch. Kann sein. Das kann natürlich auch sein.

Ich sah meinen Vater in diesen Jahren nur sehr selten, verbrachte ab und zu mal die Ferien bei ihm, war aber immer froh, wenn ich zurück an die Nordsee konnte. Nicht, dass ich mich dort sonderlich heimisch fühlte, ich fühlte mich eher sonderlich. Aber in seiner Gegenwart fühlte ich mich noch kleiner, noch ungenügender und noch schuldiger, als ich mich ohnehin schon immer fühlte. Und ich fühlte mich ausgeschlossen. Er schloss mich aus seinem Leben aus. Hatte mich ja nie wirklich daran teilhaben lassen. Aber nach dem Tod meiner Mutter war ich vollends ausgeschlossen. Ich wusste nicht, ob er noch arbeiten ging, ob er vielleicht schon pensioniert oder vielleicht auch krankgeschrieben war. Er schien nur noch hinter dieser Tür, die zu seinem Lesezimmer führte, zu existieren. Selbst wenn ich bei ihm war, verbrachte er die meiste Zeit darin. Und ich blieb außen vor. Er gewährte mir keinen Einblick. Einmal, als er irgendwelche Besorgungen zu erledigen hatte, wagte ich, diese Tür zu öffnen. Einen Spalt nur. Mehr traute ich mich nicht. Überall an den Wänden waren Bilder meiner Mutter. Und Bilder der Mutter Gottes. Maria. So hieß meine Mutter auch. Maria. Ich schloss die Tür wieder. Mehr traute ich mich nicht.

*