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Jeder kann erfolgreich fasten
Es gibt unterschiedliche Ziele und Gründe, um zu fasten. Für die einen geht es um Entgiften oder Entsäuern, für die anderen steht gesundes Abnehmen im Mittelpunkt. Aber nicht jede Fastenmethode eignet sich für jeden Menschen gleich gut. Ernährungswissenschaftler und Fasten-Experte Ralf Moll hat sich mit typgerechtem Fasten beschäftigt und drei Fastenmethoden entwickelt, die ganz auf die persönliche Konstitution abgestimmt sind: Suppenfasten, Saftfasten und Früchtefasten. Mithilfe ausführlicher Tests kann jeder die für seinen Typ ideale Fastenform ermitteln. Nach einer einwöchigen Kur eignet sich Intervallfasten am besten, um eine nachhaltige Ernährungsumstellung zu erreichen. Auch hier kommt es darauf an, die beste Methode für die persönliche Konstitution zu finden. Ralf Moll stellt die Methoden 16:8, 5:2 und 6:1 vor und erklärt, welche Form des Intervallfastens bei welchem individuellen Fastentyp empfehlenswert ist. Detaillierte Ernährungspläne führen einfach und übersichtlich durch die erste Woche, tolle Rezepte sorgen dafür, dass der Genuss nicht zu kurz kommt.
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Seitenzahl: 243
Veröffentlichungsjahr: 2019
RALF MOLL
TYPGERECHTINTERVALLFASTEN
Dauerhaft entgiftenfür mehr Fitnessund Gesundheit
© 2019 by Südwest Verlag, einem Unternehmen der
Verlagsgruppe Random House GmbH, Neumarkter Straße 28, 81673 München
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BILDNACHWEIS
Illustrationen: PeterSnow/istockphoto
PROJEKTLEITUNG: Hannes Frisch
REDAKTION: Claudia Fritzsche
COVERGESTALTUNG: Veruschkamia, München
LAYOUT, SATZ & DTP: www.layer-cake.de, Jürgen Kiermeier, Glonn
HERSTELLUNG: Ruth Bost
ISBN: 978-3-641-26195-5V001
VORWORTFASTEN UND INTERVALLFASTEN – IMMER TYPGERECHT
MEIN PERSÖNLICHES SCHLÜSSELERLEBNIS – WIE DAS TYPFASTEN UND DAS INTERVALLFASTEN ENTSTANDEN
WARUM INTERVALLFASTEN? WAS PASSIERT BEIM FASTEN, UND WIE PROFITIEREN WIR DAVON?
Intervallfasten – eine Kraftquelle
Das große Fastenintervall: Eine Woche für den Neustart
Was passiert beim großen Fastenintervall im Körper?
Wie Intervallfasten helfen kann
WESHALB TYPGERECHTES INTERVALLFASTEN BESSER IST, UND WIE MAN SEINEN TYP FINDET
Kein Körper ist wie der andere
Maßgeschneiderte Fastenmodelle
Fastenfrust muss nicht sein! Lieber individuell nach Intervallen fasten
Die drei Typen
Der Typentest: Welche Fastenart ist optimal für mich?
Die drei Fastenarten und ihre Basics – damit Sie das Beste für sich herausholen
JETZT GEHT‘S LOS: MIT LILLI IN DIE FASTENWOCHE
Vorbereitung und Fastenart festlegen
DIE TYPGERECHTE FASTENWOCHE – DER GENAUE ABLAUF BEIM GROSSEN INTERVALL
Die Entlastungstage vor dem großen Fastenintervall
Die Fastentage beim großen Fastenintervall
Die Aufbautage danach
Schlank mit 16:8 & Co. – kleine Maßnahme, große Wirkung
DIE KLEINEN FASTEN-EINHEITEN: INTERVALLFASTEN – DER JOKER FÜR DEN ALLTAG
5:2 oder lieber 16:8? Die Methoden im Überblick
Fasten in kurzen Intervallen – wirkt das denn?
Intervallfasten: typgerecht am erfolgreichsten
Was ich sonst noch alles machen kann
DIE 65 BESTEN BASISCHEN REZEPTE
ANHANG
Nützliche Adressen
Über den Autor/Danksagung
Register
In meinem Fastenwanderzentrum im Schwarzwald fasten jährlich Hunderte von Menschen nach einer vielfach erprobten und bewährten Methode. Das Besondere daran: Bei uns bedeutet Fasten keinen hundertprozentigen Nahrungsverzicht! Je nach Konstitution und Stoffwechsel fasten wir ganz individuell mit frischen Säften, sonnengereiften Früchten oder basischen Gemüsesuppen. Die Teilnehmer bezeichnen dieses Intervall oft als „Energietankstelle“, die sie nutzen, um ein- oder zweimal im Jahr ihren Körper zu reinigen und gleichzeitig ihre Akkus wieder aufzufüllen. Erstmals wird nun neben der kompletten Fastenwoche auch das populäre Intervallfasten typgerecht zugeschnitten.
Während meiner früheren Tätigkeit als Ernährungstherapeut und Fastenleiter in einer Klinik für Stoffwechselerkrankungen konnte ich beobachten, dass sich viele Menschen beim klassischen Saftfasten hervorragend fühlten. Andere hatten jedoch Fastenkrisen, wie beispielsweise Kreislaufbeschwerden, Unterzuckerung oder starke Müdigkeit. Dass sich diese Probleme vermeiden lassen, erlebe ich seit nunmehr über 20 Jahren in unserem Fastenwanderzentrum im Schwarzwald. Fasten kann und soll allen Menschen Spaß machen, man kann sich bereits während seiner Fastenzeit wohl und vital fühlen. Das Geheimnis dieses Erfolges liegt im Zuschnitt des Fastenmodells auf den individuellen Typ jedes einzelnen Teilnehmers.
In diesem Buch werden Sie daher erfahren, welche Fastenart optimal zu Ihrem Naturell passt. Füllen Sie einfach unseren vielfach erprobten Test aus. Schon kennen Sie Ihren individuellen Fastentyp. So erhält jeder seine persönliche Anleitung für die Durchführung einer Fastenwoche, und Sie wissen auch, welche Intervallfastenart für Sie die Beste ist.
Das Schöne beim individuellen Fasten: Sie verspüren zu keiner Zeit Hungergefühle, weil Ihr Körper sich aus seinen Depots ernährt. Das Hüftgold schwindet mit jedem Fastentag, Sie bekommen eine schöne reine Haut, eine lebendige Ausstrahlung – Vitalität und Lebensfreude kehren zurück. Und für ausreichend Energie sorgt die wohlschmeckende basische Kost in Form von Säften, Früchten und/oder Gemüsesuppen.
Und damit Ihnen diese tollen Erfolge erhalten bleiben, bekommen Sie nach der Fastenwoche Hilfestellung: Dabei wird das wirksame Konzept des derzeit so populären Intervallfastens umgesetzt. Mit gezielten Fastenzeiten-Einschüben kann das Erreichte stabilisiert und reguliert werden. Natürlich gibt es auch hier wieder typgerechte Tipps und Vorschläge, diese reichen vom langen Nahrungsverzicht zwischen dem Abendessen und dem Frühstück am nächsten Tag (12:12 bis 16:8) bis zu eingeschobenen Saft-, Früchte- oder Suppentagen – eben je nach Typ! Beim typgerechten Fasten wird der sensible Hormonhaushalt der Frauen besonders berücksichtigt, damit das Abnehmen bei allen funktioniert und die gute Laune erhalten bleibt.
Damit Sie sofort mit Ihrer Fastenwoche loslegen können, finden Sie in diesem Buch auch gleich alle nötigen Rezepte. Von köstlichen Suppen und leckeren Gemüsebrühen über frische Säfte und abwechslungsreiche Früchteteller bis hin zu schmackhaften Dips – lassen Sie es sich schmecken! Und auch nach der eigentlichen Fastenwoche geht es weiter – Sie erhalten Tipps und Rezepte für das Intervallfasten, die es Ihnen leicht machen, bei der Stange zu bleiben.
Viel Spaß beim individuellen Fasten mit langen und kurzen Intervallen wünscht Ihnen
Ralf Moll
Nach meinem Studium der Ernährungswissenschaft startete ich 1992 meinen ersten Job in einer Fastenklinik mit den Schwerpunkten Ernährungsmedizin und Naturheilkunde. Fasten als Therapie bei chronischen Krankheiten kannte ich bis dahin noch nicht. Es hat mich fasziniert, wie ein kranker übersäuerter Stoffwechsel durch das mehrwöchige Fasten wieder in sein Gleichgewicht zurückfinden konnte, mit hervorragenden gesundheitlichen Erfolgen. Damals kannten wir nur das Fasten mit frischen Säften und selbst gekochter Gemüsebrühe. Ich wollte diese Art des Fasten immer erweitern, und ein Schlüsselerlebnis in der Klinik öffnete mir die Augen.
Eine Neurodermitikerin (sehr schlank, eher untergewichtig) hatte es jahrelang mit Saftfasten versucht, und ihre Haut war beim Fasten und danach immer schlechter geworden. Nach dem Fasten fühlte sie sich müde, energielos und quälte sich durch die Fastenwoche. Sie sah blass aus und hatte seit ihrer Kindheit Darmprobleme und immer ein Kältegefühl im Körper. Ich versuchte es daraufhin bei ihr mit warmen Gemüsesuppen als Fastenart und strich auch die Obstsäfte von ihrem Speiseplan, ersetzte sie durch Gemüsesäfte. So kam der Darm der Patientin komplett zur Ruhe. Daraufhin vertrug sie das Fasten wunderbar. Ihr Hautbild verbesserte sich, der Juckreiz verschwand, und die Frau fühlte sich beim Fasten sehr wohl. Sie war ein Reh, ein Empfindungsnaturell und hatte zudem gesundheitliche Probleme. Durch die zehrende Krankheit befand sie sich in einer körperlichen Energieleere und musste mit etwas Substanz fasten, um ihren Körper reinigen zu können. Die damaligen Erfolge mit dem Fasten bei kranken Menschen begeisterten mich. Oftmals waren die Patienten austherapiert, hatten schon alle Möglichkeiten der Schulmedizin ausgeschöpft. Was sie aber noch nicht ausprobiert hatten, war die Kombination aus Ernährungstherapie, Fasten, Entsäuerung und Darmsanierung. Denn Ernährung als Therapie kommt im Medizinstudium so gut wie gar nicht vor. Wir haben heute ausgezeichnete Medikamente, um einen kranken Stoffwechsel einzustellen, damit der Körper zur Ruhe kommt. Auch die Operationstechniken sind heute hervorragend sowie die komplette Diagnostik. Die Akutversorgung ist heute perfekt, mit Schmerzmitteln, Antibiotika und Cortison.
Doch welche Lösungen können wir chronisch kranken Menschen anbieten? Leider werden bei chronischen Krankheiten mit den herkömmlichen schulmedizinischen Mitteln nur die Symptome unterdrückt, und die Patienten halten sich daraufhin für geheilt. Dies ist jedoch ein Irrtum. Die Krankheit macht sich in anderer Form im Stoffwechsel wieder bemerkbar. So bekommen Asthmatiker, die jahrelang mit Cortison behandelt werden, eine Neurodermitis auf der Haut und Jahre später Darmprobleme und Rückenschmerzen. Das Grundproblem bilden der übersäuerte Stoffwechsel und der kranke Darm, die erst zu Symptomen und später zu Krankheiten führen.
Ich habe mich immer gefragt, warum wird die jahrtausendealte Naturheilkunde mit den Bereichen Fasten, chinesische Medizin, Ayurveda etc. als „Alternativmedizin“ bezeichnet, und weshalb wird die Schulmedizin, die erst seit einem Jahrhundert existiert, als die wirksame Medizin anerkannt?
Eigentlich ist die Schulmedizin die Alternativmedizin, da es sie noch nicht so lange gibt. Warum muss fast jeder Bluthochdruck heute mit Betablockern behandelt werden, ohne (wenigstens) den Versuch zu unternehmen, das Problem mit Fasten, Ernährung und Naturheilkunde zu lösen?
Je mehr ich mich mit dem Thema beschäftigte, desto klarer wurde mir, das nur die Kombination aus Ernährung und Naturheilkunde den Stoffwechsel umstellen kann. Und je mehr die Ernährung auf den jeweiligen Typ und die Individualität eines Menschen zugeschnitten wird, desto erfolgreicher ist sie.
Ich wollte mehr über die unterschiedlichen Naturelle wissen. Es folgten umfangreiche Studien der verschiedenen Naturell-Lehren, so etwa die des Ayurveda und von Carl Huter. 1996 entwickelten meine Frau Eva und ich gemeinsam das Typgerechte Fasten nach Moll als Saft-, Früchte- und/oder Suppenfasten.
Unsere eigene Einteilung der Menschen in die Naturelle Reh, Tiger und Bär ist einfacher und bleibt länger haften. Sie ermöglicht es allen Menschen, je nach Typ ihre persönliche Fastenart und Intervallfastenart zu finden. So machen kurze oder längere Fastenintervalle richtig Spaß.
Ich persönlich faste sehr gerne mit Suppen, weil ich dank der warmen Gemüsesuppen unbegrenzt Sport treiben kann. Ich kann mich auch prima konzentrieren, da die Suppen mich regelmäßig mit Energie versorgen. Außerdem genieße ich das Gefühl, etwas Warmes im Bauch zu haben, vor allem in der kälteren Jahreszeit. Nach 7 Tagen Suppenfasten steige ich dann meistens auf Saftfasten um.
Als kurzes Fastenintervall praktiziere ich etwa 5 Mal in der Woche das Fastenintervall 16:8, denn es macht mir nichts aus, erst mittags mit dem Essen zu starten. Am Wochenende unterbreche ich diesen Rhythmus und frühstücke gegen 10 Uhr, stelle also auf das Fastenintervall 14:10 um. Schließlich ist der Körper morgens mit der Ausscheidung seiner während des nächtlichen Fastens entstandenen Säuren beschäftigt, ein üppiges Frühstück würde den Prozess der morgendlichen Reinigung nur stören. So oft es geht, esse ich am Tag Gemüsesuppen, schließlich sitze ich in unserem Fastenzentrum buchstäblich an der Quelle.
Das Suppenfasten ist unser Fasten-Joker und wird von den meisten Fastern mit Vorliebe praktiziert, da sie sich mit den warmen kalorienreduzierten Suppen sehr gut fühlen.
Wichtig ist mir, dass wir in unseren Fastenzentren lange Fastenintervalle von einer Woche mit Bewegung kombinieren. Nur durch regelmäßiges Wandern, Fasziengymnastik und Meridian-Yoga wird das Fasten richtig effektiv. Das Erlebnis in der Gruppe in wunderschöner Umgebung hat eine besondere Qualität und ist für unsere Faster die Energietankstelle für ein ganzes Jahr. Seit 1998 bieten wir auch Fastenseminare auf La Palma und in der Toskana an, mit traumhaft schönen Wanderungen.
In unseren Fastenseminaren finden auch viele Vorträge über den Säure-Basen-Haushalt und die basische Ernährung statt. Für mich ist das Fasten neben der intensiven Entsäuerung des Stoffwechsels vor allen Dingen der größte Appell für eine Lebensstilveränderung. Aus diesem Grund empfehlen wir seit vielen Jahren, einmal in der Woche, regelmäßig als Fastenintervall 6:1 plus, einen reinen Suppentag einzulegen. Diesen reinen Suppentag haben wir „Intermollfasten“ getauft, man hat immer „etwas Warmes im Bauch“, frei nach dem Motto: „Löffel dich leicht“. Regelmäßige Suppentage in der Woche erleichtern jedem die Umstellung auf eine basische Ernährung.
Auf Anregung unserer Faster haben wir dann 2017 die Ralf-Moll-Fastensuppen im Glas entwickelt, um das Suppenfasten auch zu Hause und am Arbeitsplatz so einfach wie möglich zu machen. So sind die reinen Suppentage daheim sehr leicht umsetzbar, da das Einkaufen und Nachkochen entfällt. Neugierig geworden? Dann schauen Sie auf www.fastensuppen.de nach, dort finden Sie alle Infos rund um das Thema „Intervallfasten mit Fastensuppen“ mit vielen leckeren Rezepten.
Ich bin gespannt, welche Erfahrungen Sie mit dem typgerechten Fasten entweder in kurzen Fastenperioden (Intervallfasten als 16:8, 5:2, 6:1 oder 6:1 plus) oder in etwas längeren Intervallen (komplette Fastenwoche) machen werden und freue mich, Sie auf diesem Weg irgendwann auch persönlich kennenzulernen.
Typgerecht Fasten macht jung, schön und hält gesund. Es ist Ihre persönliche Kraftquelle, die Sie so oft wie möglich nutzen sollten – sei es als großes Wochen-Intervall oder im Alltag mit individuell angepassten kürzeren Intervallen. Fasten wird völlig zu Recht auch als „Operation ohne Messer“ bezeichnet.
Kennen Sie den Zustand, in dem Ihnen alles im Leben leicht von der Hand geht? Das vorliegende Buch gibt Ihnen die Chance, diesen „Flow-Zustand“ neu zu entdecken. Aktivieren Sie Ihr eigenes Kraftpotenzial, das in Ihrer persönlichen Konstitution steckt. Wenn wir im Flow (englisch für „fließen“, „strömen“) sind, erleben wir etwas ganz Besonderes: Wir sind in der Lage, Höchstleistungen zu erbringen, ohne uns anzustrengen. Die Psychologie beschreibt diese seltenen Glücksgefühle als „Zustand völliger Vertiefung und Konzentration“. Der Adler beispielsweise ist im Flow, wenn er die Kraft der Thermik nutzt und sich davon in immer größere Höhen tragen lässt. Doch unser Alltag sieht meist anders aus: Termine und Hektik geben den Takt vor, wir fühlen uns müde, energielos und ausgebrannt. Wir sind gefangen in einem Hamsterrad, der Flow-Zustand ist weit entfernt. Mein Rat: Nehmen Sie sich eine Auszeit und starten Sie in eine Fastenwoche. Tanken Sie Energie und kommen Sie wieder in Ihren Flow-Zustand. Auch danach können Sie durch das Einschieben von Intervall-Fasten-Elementen diesen Zustand immer wieder erreichen. Gönnen Sie sich dieses Wohlgefühl – so oft wie nötig!
Um in den Zustand des „Flow“ zu gelangen, brauchen Sie Folgendes: eine Auszeit vom Alltag, einen entschlackten Körper und Bewegung, die Spaß macht. Diese Komponenten sind der Schlüssel zum Erfolg. Sie haben mit diesem Buch die Möglichkeit, eine Fastenwoche zu Hause zu starten, legen Sie los, nehmen Sie ein paar Tage Urlaub und fasten Sie nach unserer Anleitung.
Nach dieser Fastenwoche kehren Sie mit voller Power wieder in Ihren Alltag zurück! Sie werden sich wundern, wie viel Sie in einer Woche bewegen können: Sie haben eine Erfahrung gemacht, die zu einer nachhaltigen Veränderung Ihres Lebens führen kann. Für die Zeit nach der Fastenwoche bekommen Sie typgerechte Tipps und Anleitungen, die Ihnen helfen werden, das Fasten in Form kürzerer Intervalle in Ihren Alltag zu integrieren und so länger davon zu profitieren.
Planen Sie Ihr Jahr und schieben Sie immer wieder Fastenintervalle ein. So sieht eine ideale Aufteilung aus:
1-2 mal jährlich: großes Fastenintervall mit einer typgerechten Fastenwoche
so oft wie möglich im Monat: eine Woche mit 1–2 Fastentagen (6:1 oder 5:2), je nach Typ
oder:
so oft wie möglich, aber mindestens an 3 Tagen pro Woche: das individuelle Intervall-Zeitfenster einhalten (je nach Typ 16:8 oder angepasst)
als Joker, wenn mal alles nicht klappt oder man besonders gestresst ist: der „Intermoll-Jokertag“ mit basischen Gemüsesuppen, ergänzt durch Säfte, Brühe und Smoothies
Ausführliche Anleitungen hält dieses Buch für Sie bereit!
Fasten heißt, für einen bestimmten Zeitraum von seinen Körperreserven zu zehren. Das Schöne daran: Auf diese Weise werden auch gleich die Fettdepots auf Hüfte, Po und Bauch abgeschmolzen, wir nehmen auf natürliche Weise ab. Begleitet wird das Fasten von körperlicher Aktivität, die Spaß macht, und einem wirksamen Entsäuerungsprogramm. Das Typfasten nach Moll berücksichtigt die Konstitution des Einzelnen, je nach dem persönlichen Naturell wird mit frischen Säften, leckeren Früchten oder köstlichen warmen Gemüsesuppen gefastet. Entsprechend heißen die drei Fastenarten Saftfasten, Früchtefasten und Suppenfasten und dauern jeweils eine Woche, genauer gesagt sind es 6 echte Fastentage, davor 2 vorbereitende Entlastungstage und im Anschluss 2 Aufbautage.
Durch das individuelle Fastenintervall mit frischen Säften, leckeren Früchten und köstlichen Suppen werden alle 70 Billionen Zellen unseres Körpers mit lebenswichtigen Vitaminen und Mineralstoffen versorgt. Perfekt, um den Stoffwechsel intensiv zu entsäuern.
Durch eine leichte körperliche Beanspruchung in der Intervallfastenwoche wie beispielsweise Wandern, Laufen, Nordic Walking oder Spazierengehen reduziert sich der Eiweißabbau, die Muskelmasse bleibt erhalten, und der Kreislauf stabilisiert sich. Ideal: Starten Sie in den Tag mit Morgengymnastik, Pilates oder Yoga. Dann folgt eine Wanderung oder ein Spaziergang durch die Natur. Auch eine Radtour ist perfekt. Abends tun Dehn- und Atemübungen besonders gut. Die Fettverbrennung wird aktiviert, Sie entschlacken sich und verbrennen gleichzeitig Fett. Und erstaunlicherweise vollbringt man während des Fastens Leistungen, die einem sonst viel schwerer fielen.
Auch in der Natur ist dieses Phänomen bekannt: Wussten Sie, dass Zugvögel Tausende von Kilometern zurücklegen ohne jegliche Nahrungsaufnahme? Oder, dass Lachse während ihres anstrengenden Wegs zu den Laichplätzen flussaufwärts und während der Laichzeit keinerlei Nahrung zu sich nehmen? Es ist also auch in der Tierwelt gang und gebe, ohne Energienachschub über einen längeren Zeitraum erstaunliche Leistungen zu vollbringen.
Ist Ihnen klar, dass Sie die Hälfte Ihres Lebens ohnehin fasten? Richtig, nachts befindet sich der Körper im Fastenmodus, er nimmt die Energie für die Stoffwechselvorgänge aus seinen Fettreserven. Der menschliche Lebensrhythmus des Essens am Tag und Fastens in der Nacht ist in der englischen Sprache verankert. Der Engländer nennt sein Frühstück nicht von ungefähr breakfast, also „Fastenbrechen“. Die Nahrung vom Vortag wird abgebaut, und die „Abfallstoffe“ werden am anderen Morgen über Stuhl und Urin ausgeschieden. Jetzt ist Ihnen auch klar, warum Ihr Urin morgens immer eine gelbe Farbe hat und Ihre Zunge stärker belegt ist. Der Körper ist in der Ausscheidungsphase und möchte loswerden, was während der nächtlichen Fastenzeit „angefallen“ ist. Je mehr Wasser Sie morgens trinken, umso schneller und gründlicher werden Sie die nächtens entstandenen Schlacken los.
Starten sie jeden Morgen mit zwei Gläsern Wasser ohne Kohlensäure in den Tag, um die Schlacken der Nacht zu verdünnen und über die Nieren auszuscheiden. Wer einen empfindlichen Magen hat, trinkt lauwarmes oder abgekochtes Wasser.
Diesen Effekt macht sich die 16:8-Strategie zunutze, eine der bekanntesten kurzen Intervallfasten-Methoden: Der Zeitraum zwischen der letzten Mahlzeit am Abend (möglichst frühes Abendessen) und der ersten Mahlzeit am Folgetag (möglichst spätes Frühstück) wird verlängert. Im Idealfall entsteht so eine 16-stündige Esspause. Während der restlichen acht Stunden des Tages darf gegessen werden, daher also „16:8“. Doch auch wer diese lange Spanne nicht ganz durchhält, tut sich etwas Gutes. Studien haben gezeigt, dass auch schon bei einer Nahrungskarenz (so nennt man diese Esspause) von 12 Stunden positive Effekte entstehen. Nicht nur fürs Abnehmen, sondern auch für alle Regenerationsprozesse im Körper – etwa Zellreparatur, Immunaufgaben oder Abbau von Eiweißschlacken.
In den ersten Fastentagen verbraucht der Körper zur Energiegewinnung seine Kohlenhydratreserven in der Leber und den Muskeln. Durch den Verzicht auf Nahrung wird der gesamte Verdauungsapparat weitgehend ruhiggestellt. Die frei werdende Energie kann der Körper zur Regeneration, zum Entschlacken, Entsäuern und Entgiften nutzen. Die Verdauungsarbeit beansprucht 30 Prozent unseres Energiehaushalts. Diese Energie wird beim Fasten eingespart und für die Entschlackung und die Neubildung gesunder Zellen verwendet. Ab dem zweiten Fastentag geht der Körper an die Fettpölster-chen, um sich mit Energie zu versorgen, die Fettsäuren aus den Fettzellen werden verbrannt. Je mehr Sie sich in dieser Zeit bewegen, desto mehr Fett kann verbrannt werden. Die Pfunde purzeln mit jedem weiteren Fastentag, und das Tolle: Bei viel Bewegung zieht der Körper kaum wertvolles Muskeleiweiß zur Energiegewinnung heran. Im Vergleich zu herkömmlichen Diäten wird nicht nur Gewicht abgebaut, sondern gleichzeitig der Körper gestrafft und entschlackt. Das Fasten mit Suppen, Säften oder Früchten verbessert die Effekte zusätzlich. Denn beim Fasten nach Moll ist immer die Zufuhr einer geringen Menge an gesunden Kohlenhydraten gewährleistet. Das verhindert eine Unterzuckerung und den Eiweißabbau aus den Muskeln. Statt schlapp und ausgelaugt fühlen wir uns während der gesamten Fastenzeit fit und energiegeladen.
Ein wichtiges Ziel beim Fasten besteht darin, den Säure-Basen-Haushalt des Körpers wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Denn durch falsche Ernährungsgewohnheiten, Stress und Bewegungsmangel kommt es auf Dauer oft zu einer chronischen Übersäuerung des Stoffwechsels. Betroffene sind häufig müde, klagen über eine abnehmende Leistungsfähigkeit und zahlreiche andere Beschwerden.
„Sauer sein“ im umgangssprachlichen Sinn bedeutet, dass wir genervt, übellaunig und überfordert sind. Und wie so oft steckt auch in dieser Redewendung viel Wahres. Denn bei chronischer Überlastung schüttet unser Organismus Stresshormone wie Adrenalin, Cortisol und Noradrenalin aus – sie sind eigentlich dazu da, um archaische Reaktionen wie „Flucht“ oder „Kampf“ zu ermöglichen. In unseren modernen Zeiten folgt auf eine Stresssituation jedoch keine körperliche Höchstleistung, eher sitzen wir genervt vor unserem PC und spüren, wie unsere Herzfrequenz und unser Blutdruck ansteigen. Doch die Hormonausschüttung hat nicht nur massiven Einfluss auf Atmung, Herz-Kreislauf-System und Verdauung: Beim Abbau dieser Stress-Hormone werden auch vermehrt Säuren produziert. In der Folge kommt es zu weiteren negativen Stressreaktionen:
Wenn wir gestresst sind, wird unsere Atmung flach und verkrampft und dadurch ineffektiv. Auf diese Weise gelangt zu wenig Sauerstoff ins Blut, und schädliche Stoffwechselprodukte können nur unzureichend abtransportiert werden.
Durch die mangelnde Sauerstoffversorgung wird im Stoffwechsel nicht genug Energie bereitgestellt. Gleichzeitig erhöht sich die Milchsäureproduktion.
Chronischer Stress raubt uns Energie und stört die Regenerationsfähigkeit. Das Gleichgewicht zwischen Anspannung und Entspannung gerät aus den Fugen. Es fällt uns immer schwerer, zur Ruhe zu kommen, obwohl wir erschöpft und müde sind.
Wenn Sie sich in einer Stressphase befinden, beruflich oder privat, hilft vor allem Bewegung. Denn das stressbedingt ausgeschüttete Adrenalin muss abgebaut werden, damit unser Organismus nicht übersäuert. Dies geschieht am besten durch körperliche Aktivität. Ideal ist eine mäßige Ausdauerbelastung. Zum Beispiel durch einen strammen Waldspaziergang, eine Runde mit dem Rad oder beim Jogging. Im akuten Fall reicht es oftmals bereits, an die frische Luft zu gehen und ein paar bewusste, tiefe Atemzüge zu nehmen.
Der Säure-Basen-Haushalt reguliert alle Stoffwechselabläufe im Körper. Der Körper besteht zu 30 Prozent aus sauren und zu 70 Prozent aus basischen Säften. Verschiebt sich das Körpergleichgewicht zwischen Säuren und Basen im Lauf der Zeit zur sauren Seite hin, spricht man von „latenter Azidose“ oder Übersäuerung. Wenn wir über einen längeren Zeitraum zu viele tierische Produkte wie Fleisch, Wurst und Käse sowie versteckte Zucker in Form von Süßigkeiten, Limonaden und Backwaren verzehren, kann es zu einer Übersäuerung kommen. Beim Umbau der aufgenommenen Nahrung in körpereigene Substanzen bildet der Körper Säuren: Aus tierischen Lebensmitteln beispielsweise Harnsäure und aus zuckerhaltigen Lebensmitteln und Alkohol Essigsäure. Wenn diese Säurebelastung jahrzehntelang anhält, können die Säuren vom basischen Blut nicht mehr neutralisiert und ausgeschieden werden.
Der Körper bindet die Säuren dann an Mineralstoffe und lagert sie als Schlacken im Gewebe ab – das ähnelt der Situation, wenn wir unseren Sperrmüll einfach in den Keller stellen, weil wir nicht wissen, wohin damit. An das Bindegewebe sind auch das Muskelgewebe, die Lymphgefäße und das Nervengewebe angeschlossen. Natürlich gehört das Fettgewebe auch zum Bindegewebe. Auch Hormone und Immunstoffe bewegen sich durch das Bindegewebe. Muskeln, Sehnen, Bänder, Blutbahnen, Haut und alle Organe sind vom Bindegewebe umgeben, werden von ihm gehalten und geschützt. Es hält sprichwörtlich Leib und Seele zusammen, es steckt voller Kraft, vorausgesetzt es ist basisch und nicht dauerhaft übersäuert. Es ist netzartig, durchlässig und sehr flexibel. Deshalb kann es so viele Stoffe auffangen und festhalten. Das Bindegewebe ist für den Körper das, was Decken, Pfeiler und Wände für ein Haus sind. Ist diese Struktur nicht fest genug, entsteht eine Instabilität. Für den Körper bedeutet das einen Verlust an Gewebespannung. Nachgiebige schwache Gewebe führen dazu, dass sich der Transport von Gewebeflüssigkeit verlangsamt. Angesammelte Säuren werden nur schwerfällig entsorgt. Es kommt zu Stauungen und damit zu einer verschlechterten Nährstoffversorgung der Zellen.
Das Bindegewebe sollte leicht basisch sein und regelmäßig in Intervallen entleert werden. Dann kann es seine Aufgaben hervorragend erfüllen. Es ist jedoch heute durch das permanente Essen übersäuert. Die regelmäßige Nahrungszufuhr von mehreren täglichen Mahlzeiten ergänzt durch Zwischenmahlzeiten und Snacks sowie energiehaltige Getränke ist nicht physiologisch und überfordert den Stoffwechsel. Die pausenlose Nahrungszufuhr verhindert, dass das Bindegewebe in Intervallen regelmäßig entleert werden kann. Die pausenlose Nahrungszufuhr überlastet auch die Hormon- und Stoffwechselsysteme. Es kommt zu einem mangelhaften Abtransport von sauren Zwischenprodukten aus den Zellen. Die Folge sind Lymphstau, Fettansammlungen, Durchblutungsstörungen und eine erhöhte Entzündungsbereitschaft. Auch können die Fettsäuren aus den Fettzellen nicht herausgelöst werden, ein Fettabbau ist nicht möglich.
Weitere Folge von einem übersäuerten Bindegewebe sind Stoffwechselstörungen verschiedenster Art. Ihre eigentliche Arbeit, nämlich die Zellen mit Sauerstoff zu versorgen, können die roten Blutkörperchen dann nicht erledigen. Die ersten Anzeichen einer beginnenden Übersäuerung und Verschlackung des Körpers sind Müdigkeit, Energielosigkeit, Schlaflosigkeit, trockene Haut, brüchige Fingernägel, Haarausfall, Cellulite, Gelenkschmerzen und Kreislaufbeschwerden. Die Arteriosklerose, das sind Kalkablagerungen in den Blutgefäßen, ist das Endstadium der Verschlackung. Sie kann zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen.
→ Tipp: Reinigen Sie deshalb Ihr Bindegewebe und starten Sie jetzt mit dem Intervallfasten. Sowohl die langen Fastenintervalle von einer Woche als auch die kurzen Fastenintervalle (16:8, 5:2 und 6:1) reinigen das Bindegewebe und den Zellstoffwechsel.
Die roten Blutkörperchen verlieren bei zu starker Säurebelastung ihre Fähigkeit, sich zu verformen. Durch die fehlende Elastizität können sie die Kapillaren (die kleinsten Blutgefäße) nicht mehr passieren. In der Folge kann der Sauerstoff nur unzureichend in die Zellen transportiert werden. Sie fühlen sich müde.
Ist der Säure-Basen-Haushalt in Schieflage geraten, mobilisiert der Körper Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalzium, Magnesium, Eisen, Zink und Selen aus seinen Depots (Haare, Fingernägel, Haut, Knochen, Blut und Zähne), um ihn auszugleichen. Er bindet die Säuren an diese Mineralstoffe und lagert sie als saure Salze, die sogenannten Schlacken, im Fett- und Bindegewebe, im Darm und in den Gelenken ab, um sich selbst zu schützen.
SCHLANK UND FIT DURCH EIN SÄUREBASEN-GLEICHGEWICHT
In einem übersäuerten Organismus ist die natürliche Fettverbrennung gestört und verlangsamt. Diese Stoffwechselblockade führt häufig zu einer schleichenden Gewichtszunahme und schließlich zu Übergewicht. Normale Diäten bringen dann nicht den gewünschten Erfolg. Denn Säuren, die aufgrund einseitiger Ernährung nicht vollständig neutralisiert und ausgeschieden werden, landen im Binde- und Fettgewebe. Dort erschweren sie den Fettstoffwechsel und führen zu Übergewicht. Ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt hingegen aktiviert unseren Stoffwechsel, macht uns körperlich fit und löst bestehende Blockaden auf, wodurch eine dauerhafte Gewichtsreduktion möglich wird.
Bei Frauen lagern sich die Schlackenstoffe im Laufe der Zeit in das Fettgewebe von Oberschenkeln und Oberarmen ein, wobei es zu einer Verquellung des Unterhautzellgewebes kommt. Dieser unbeliebten Orangenhaut (Cellulite) kann durch individuelles Fasten, kombiniert mit viel Bewegung, entgegengewirkt werden. Der Körper scheidet dann die Schlackenstoffe aus. Sie nehmen also nicht nur ab, sondern straffen auch Ihre Oberschenkel.
Die Verschlackung durch Harnsäure zeigt sich vor allem in Gelenken und Bindegewebe. Harnsäure entsteht beim Abbau von Purinen, und unser Körper stellt sie sogar selber her. Wenn jedoch zu viele Purine aufgenommen werden, etwa durch den hohen Verzehr von tierischem Eiweiß (Fleisch, Milchprodukte, Ei, Geflügel, Meeresfrüchte und Fisch), steigt ihre Konzentration im Blut zu sehr an, und die Nieren schaffen es nicht mehr, sie auszuscheiden. Bei schlechter Entsäuerung wird die Säure dann im Gewebe zwischengelagert. Speziell unsere Gelenke leiden dann, Gicht, Rheuma und Mikro-Entzündungen können die Folge sein. Während der Fastenzeit gelangt Harnsäure vermehrt ins Blut, da sie aus den Gelenken ausgeschwemmt wird und alte Zellen abgebaut werden. Sie wird mit Basen neutralisiert und ausgeschieden.
WAS SIND EIGENTLICH SCHLACKEN?
Gemeint sind alle Arten von Stoffwechsel-Zwischen- und -Endprodukten sowie „Zellmüll“, die der Körper über die Nieren nicht ausscheiden kann, sowie Stoffe, die bei der Regeneration von Zellen entstehen. Die meisten Schlacken deponiert der Körper im Bindegewebe, so wie ein Fluss seinen Unrat ans Ufer abgibt, so gibt das Blut seine unerwünschten Stoffe an das Bindegewebe ab. Das Bindegewebe hat keine Schmerzrezeptoren und ist unbegrenzt in der Lage, Schlacken aufzunehmen. Wir merken also die Verschlackung und Übersäuerung nur durch bestimmte Zipperleins, Müdigkeit, Bluthochdruck etc.
Beim Fasten werden folgende Stoffe ausgeschieden:
Abbauprodukte aus dem Entzündungsstoffwechsel, die über Blut und Lymphe nicht richtig ausgeschieden werden könnenAbbauprodukte des Eiweißstoffwechsels, Darmfäulnisprodukte wie Ammoniak, Indol, Skatol sowie Harnsäure und HarnstoffAlte, kranke, geschwächte ZellenEiweiß und eiweißhaltige Produkte (Kollagen, Gallenfarbstoffe, Antigen-Antikörperkomplexe)Fette und Fettsäuren, fettähnliche Stoffe, Cholesterin, flüchtige Fettsäuren etc.Lebensmittelzusatzstoffe: Farbstoffe, Geschmacksstoffe und KonservierungsstoffeMedikamentenrückstände, Quecksilber aus DentalamalgamRückstände aus landwirtschaftlicher Produktion: Düngemittel, Pestizide, Tier-ArzneimittelHarnsäure, Phosphorsäure, SchwefelsäureUmweltgifte, Schwermetalle: Blei, Cadmium, QuecksilberDass unsere Leber und unsere Nieren der Entgiftung dienen, ist den meisten Menschen geläufig. Weniger bekannt ist, dass auch Haut, Lunge und Darm am Abtransport schädlicher Stoffwechselendprodukte mitwirken. Das Zusammenwirken unserer Entgiftungsorgane folgt dabei dem Prinzip „Aufgabenteilung“. Hier erfahren Sie, was unser inneres Team stark macht und wie wir durch wenige gezielte Maßnahmen die Leistung dieser Organe verbessern können.
Die Leber ist das größte innere Organ des Menschen. Sie nimmt eine zentrale Stellung im Stoffwechsel ein, reinigt unser Blut und produziert Gallensäfte für die Fettverdauung. Alkohol und Giftstoffe können ihre Zellen schädigen. Die Aufgaben der Leber sind vielschichtig und komplex. Sie regelt den Stoffwechsel von Fetten, Kohlenhydraten und Eiweißen, speichert Energie in Form von Glukose und stellt sie bei Bedarf wieder bereit. Spurenelemente wie Eisen, Kupfer, Zink und Mangan können in der Leber zwischengespeichert werden. Aber das Wichtigste: Die Leber erkennt sämtliche für uns schädliche Stoffwechselprodukte und Gifte und macht diese unschädlich. All diese Leistungen machen unsere Leber zu einem lebenswichtig Organ, deshalb ist deren Pflege umso lohnender. Weil unser wichtiges Entgiftungsorgan Wärme liebt, ist ein Leberwickel genau die richtige Unterstützung. Wie das funktioniert und was Sie dafür benötigen, steht hier.
Die Nieren sind so unverzichtbar für unseren Körper, dass wir sie gleich im Doppelpack besitzen. Die beiden Hochleistungsfilter reinigen unser Blut und scheiden alle „Abfallstoffe“ (Stoffwechselabbauprodukte) über den Harn aus. Die Nieren halten auch den pH-Wert in unserem Organismus in engen Grenzen konstant. Außerdem entstehen hier wichtige Hormone, die zur Blutbildung und der Regulation des Blutdrucks dienen. Auch an der Bereitstellung des wichtigen Vitamin D sind unsere
