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Der Kulturhistoriker Hehn war 37 Jahre alt, als er das Manuskript über Hermann und Dorothea fertigstellte. So wesentlich sich auch nachher sein politisches Urteil modifizierte und sein Wissen bereicherte, sein ästhetisches Urteil war um jene Zeit bereits dasselbe wie in späteren Jahren. Wo er, wie in den "Gedanken über Goethe" über das Goethesche Epos redet, finden wir keinen Widerspruch zu seinen mehr als ein Menschenalter früher formulierten Ausführungen. Es bietet dem Freunde Hehnscher Gedankenarbeit aber einen besonderen Reiz, zu verfolgen, wie in diesen Werken des kräftigsten Mannesalters eine Wärme der Empfindung überwiegt, die später oft durch eine kühle Ironie in Beurteilung von Menschen und Verhältnissen zurückgedrängt wurde.
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Veröffentlichungsjahr: 2012
Über Goethes Hermann und Dorothea
Viktor Hehn
Inhalt:
Viktor Hehn – Biografie und Bibliografie
Ueber Goethes Hermann und Dorothea
Vorwort.
Einleitung.
Hermann und Dorothea.
Wahl des Stoffes. Warum kein politischer.
Stoffquelle, Entstehung und Aufnahme.
Ort und Zeit.
Gang der Fabel.
Charaktere.
Sitten und Lebenssphäre.
Diktion.
Vers.
Andre deutsche Epen (Luise von Voß, Messias von Klopstock) zur Vergleichung.
Anmerkungen.
Einleitung.
Hermann und Dorothea.
Wahl des Stoffes. Warum kein politischer.
Stoffquelle, Entstehung und Aufnahme.
Ort und Zeit.
Gang der Fabel.
Charaktere.
Sitten und Lebenssphäre.
Diktion.
Vers.
Andre deutsche Epen (Luise von Voss, Messias von Klopstock) zur Vergleichung.
Ueber Goethes Hermann und Dorothea, Viktor Hehn
Jazzybee Verlag Jürgen Beck
Loschberg 9
86450 Altenmünster
ISBN: 9783849627423
www.jazzybee-verlag.de
Deutscher Kulturhistoriker, geb. 8. Okt. 1813 in Dorpat, gest. 21. März 1890 in Berlin, studierte 1830–33 Philologie und Geschichte in Dorpat und 1838–40 in Berlin und wurde nach längeren Reisen, vornehmlich durch Italien, 1841 Lektor der deutschen Sprache an der Kreisschule in Pernau und 1846 an der Universität Dorpat. Politisch verdächtig, ward er 1851 nach längerer Untersuchungshaft in Tula interniert, 1855 aber nach Petersburg berufen, wo er bald zum Oberbibliothekar an der großen kaiserlichen Bibliothek aufrückte. 1860 und 1863 bereiste er abermals Italien, und seit 1874 lebte er als kaiserlich russischer Staatsrat in Berlin. Er schrieb: »Die Physiognomie der italienischen Landschaft« (Pernau 1844); »Italien. Ansichten und Streiflichter« (Petersb. 1867; 6. Aufl., Berl. 1900); »Das Salz. Eine kulturhistorische Studie« (Berl. 1873, 2. Aufl. 1901); »Kulturpflanzen und Haustiere in ihrem Übergang aus Asien nach Griechenland und Italien sowie in das übrige Europa. Historisch-linguistische Skizzen« (das. 1870; 7. Aufl., hrsg. von O. Schrader und A. Engler, 1902), ein Buch, das durch seine Methode epochemachend geworden ist, wenn auch die gewonnenen Resultate vielfach der Berichtigung bedurften. Außerdem schrieb er die inhaltreichen »Gedanken über Goethe« (Berl. 1887, 4. Aufl. 1900); »Über Goethes, Hermann und Dorothea'« (hrsg. von Leitzmann und Schiemann, Stuttg. 1893, 2. Aufl. 1898); ». Zur Charakteristik der russischen Volksseele«, Tagebuchblätter (hrsg. von Schiemann, das. 1892); »Reisebilder aus Italien und Frankreich« (desgl., das. 1894). Vgl. »Hehns Briefe an seinen Freund Herm. Wichmann« (Stuttg. 1890); Schrader, Viktor H., ein Bild seines Lebens und seiner Werke (Berl. 1891); Schiemann, Viktor H. (Stuttg. 1894).
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
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