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In den düsteren Schatten der Mafia und des Verbrechens entwickelt sich eine packende Geschichte von Liebe, Verrat und dem unaufhörlichen Kampf zwischen Licht und Dunkelheit. Lyanna wurde von dem skrupellosen Mafia-Boss Raphael Ferragosto entführt. Sie sucht verzweifelt nach einem Weg in die Freiheit. Derweil entfaltet sich ein erbitterter Konflikt zwischen den rivalisierenden Kartellen Ferragosto und Caelus. Die Caelus wollen ihre Lyanna um jeden Preis zurückzugewinnen. Dabei müssen sie sich nicht nur mit den Herausforderungen von Verrat und Loyalität auseinandersetzen, sondern auch dem Kampf um Macht und Ansehen, sowie den eigenen Dämonen in ihren Herzen. "Under the Spell of Darkness - The Fall" nimmt die Leser mit auf eine atemberaubende Reise, wo Hoffnung und Verzweiflung im ständigen Wettlauf miteinander stehen. Wird die Liebe stark genug sein, um die Dunkelheit zu besiegen? Entdecken Sie die Geheimnisse von Hass und Leidenschaft, die in diesem fesselnden Roman verborgen liegen.
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Seitenzahl: 458
Veröffentlichungsjahr: 2025
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Triggerwarnung
Dieser Roman enthält folgende potenziell belastende Themen, die einige Leserinnen und Leser emotional beeinflussen könnten: Gewalt, Dunkle Magie, Intrigen und Täuschung, Zwang und Manipulation, Beziehungsdynamiken. Bitte seien Sie sich bewusst, dass diese Themen in der Geschichte vorkommen, und nehmen Sie Rücksicht auf Ihre eigenen emotionalen Grenzen, wenn Sie den Roman lesen. Es ist ratsam, vor dem Lesen des Romans geeignete Vorkehrungen zu treffen oder zu überlegen, ob dieser Roman für Sie infrage kommt.
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Erzahler
Lyanna
Aurel
Lyanna
Raphael
Lyanna
Apollo
Raphael
Lyanna
Raphael
Vittorio
Apollo
Lyanna
Raphael
Lyanna
Raphael
Apollo
Aiden
Apollo
Aiden
Lyanna
Raphael
Elias
Raphael
Lyanna
Raphael
Aiden
Apollo
Raphael
Apollo
Salvador
Apollo
Raphael
Lyanna
Raphael
Lyanna
Raphael
Lyanna
Apollo
Anton
Raphael
Lyanna
Apollo
Raphael
Lyanna
Aurel
**Resümee des letzten Kapitels: Band 1**
In einem düsteren Verlies, tief im Territorium eines rivalisierenden Clans, wird Lyanna gefangen gehalten. Umgeben von kalten, feuchten Wänden und einem modrigen Geruch der Verzweiflung ist sie an Händen und Füßen gefesselt. Die brutalen Soldaten des Clans, allen voran Luciano und Vittorio, setzen ihr unvorstellbaren Qualen aus und versuchen, sie zu brechen. Trotz der Folter und des psychischen Drucks weigert sich Lyanna, den Gegnern Informationen preiszugeben, und kämpft tapfer gegen ihre Furcht an.
Eines Morgens bringt der weniger aggressive Soldat Marco ihr Essen und bietet ihr die Gelegenheit, sich zu befreien. Mit einem letzten Funken Hoffnung nutzt Lyanna diese Chance zur Flucht und sprintet durch den dunklen Tunnel, wird jedoch von Luciano aufgehalten, der sie gewaltsam zurück in ihre Gefangenschaft bringt.
Nach zwei weiteren Tagen der Misshandlungen tritt eine Gruppe von Männern in den Raum – Vittorio, Luciano und Marco. Vittorio lässt seiner brutalen Neigung freien Lauf und vergewaltigt Lyanna, während er sie psychisch weiter erniedrigt. Die grausamen Erfahrungen hinterlassen tiefe Narben auf ihrem Körper und ihrer Seele, doch inmitten all der Dunkelheit sucht sie Trost in den Erinnerungen an die Caelus-Brüder, besonders an Apollo, in der Hoffnung, dass sie sie befreien werden.
Währenddessen setzen die Caelus-Brüder ihre verzweifelte Suche nach ihr fort. Ihre Entschlossenheit, Lyanna zu befreien, bleibt ungebrochen, während Lyanna sich während ihrer Gefangenschaft verändert: Ihre Unschuld und Hoffnung werden durch eine kühle Entschlossenheit ersetzt, um in der grausamen Realität zu überleben.
Während der langen Zeit im Verlies begann eine Wandlung in mir. Ich war zwar körperlich angeschlagen, doch die Flamme meines Willens war nicht erloschen. Tief in meinem Inneren formte sich eine leise, aber unaufhörliche Revolte gegen die Schmerzen meiner Gefangenschaft, die mich gefangen hielten. Die Erinnerung an die Brüder, an unsere gemeinsamen Momente und die unzertrennbare Bindung zwischen uns hielt mich am Leben. In der Einsamkeit, umgeben von meinen Qualen, begann ich einen Plan zu schmieden. Ich wusste, dass ich nicht ewig aushalten konnte. Wenn sich die Gelegenheit bot, würde ich bereit sein.
Nach einer gefühlten Ewigkeit hörte ich die schweren Schritte, die zuvor ein Zeichen für Angst und Schrecken waren, sie klangen jetzt wie eine Melodie aus der Vergangenheit. Sie gaben mir die Energie, weiterzukämpfen. Als Vittorio erneut erschien, um mich zu verhören, fand er in mir keine willige Gesprächspartnerin vor.
„Hast du eine Entscheidung getroffen?“, fragte er. Sein Kinn hielt er stolz in die Höhe und schaute mit einem Blick auf mich herab, der keine Zweifel darüber zulassen wollte, wer sich hier in Kontrolle befand.
„Ihr werdet niemals siegen“, antwortete ich mit fester Stimme, mein Herz klopfte wie wild. „Ich weiß, dass ihr verlieren werdet, egal was ihr denkt wie mächtig ihr auch seid.“
Vittorio schnaubte verächtlich, doch ich bemerkte eine kaum erkennbare Unsicherheit in seinem Blick. Sein Blick fiel auf meine Augen. Für einen kurzen Moment hatte ich das Gefühl, dass er einen Bruch in seinem eigenen Vertrauen bemerkte. Für einen Sekundenbruchteil glaubte ich zu sehen, wie sein Selbstvertrauen wankte. Er schien es zu bemerken, verhärtete seine Züge und der Moment verflog. „Du bist hartnäckig“, murmelte er. „Aber das wird dir nichts nützen, wenn die Caelus beginnen, sich gegen dich zu wenden.“
In diesem Moment spürte ich, dass mein Widerstand ihn verletzte, und vielleicht würde ich dafür zahlen. Doch ich dachte erst gar nicht daran, aufzugeben.
Die Stunden vergingen in einem grausamen, langsamen Takt. Ich konnte das schwache Licht unter der verschlossenen Tür sehen. Es erinnerte mich an die Freiheit, die ich so schmerzlich vermisste.
Die Erinnerungen an die Caelus-Brüder waren mein Licht in diesem Schattenreich. Es waren nicht nur flüchtige Gedanken; es waren lebendige Szenen, die sich wie ein heimlicher Film in meinem Geist abspielten. Das Lächeln von Aiden, die schönen Gespräche mit Aurel und die Nächte, die ich mit Apollo verbrachte, während die Sterne über uns funkelten – jeder kostbare Moment stärkte meinen Glauben daran, dass die Hoffnung nicht für immer verloren war. Ich fühlte die Bindung zu ihnen wie einen unsichtbaren Faden, der mich mit der Außenwelt verband und wie ein Rettungsseil an mir zog. Ich schöpfte neue Energie aus der Gewissheit etwas zu haben, wofür es sich zu kämpfen lohnte.
Inmitten dieses Aufruhrs gab es einen tiefen Schmerz – den Schmerz des Verrats. Ich fühlte mich gefangen, nicht nur in der beklemmenden Beschaffenheit meiner Umgebung, sondern auch in der bedrückenden Realität meiner Gefangenschaft. Es war eine ständige Herausforderung, meinen Geist klar zu halten und den aufkeimenden Pessimismus zu bekämpfen, der sich in mein Bewusstsein zu schleichen versuchte. Hin und wieder überkam mich eine Welle der Resignation, wenn ich an die Grausamkeiten dachte, die mir zuteilwurden, und ich fragte mich, wann ich endgültig brechen würde. Doch dann besann ich mich der Stärke, die ich tief in mir trug –die geheime Flamme meines Willens, die nicht erlöschen durfte.
Als Marco erschien, überwältigte mich ein Gefühl von Verwirrung und Hoffnung. Hier war jemand, der mir in meiner Lage helfen konnte - oder sie zum schlimmeren wenden würde. In jeder Interaktion mit ihm lag eine Chance, aber auch eine Gefahr. Ich würde vorsichtig sein müssen. Ich war mir der Gefahr bewusst, die in jeder Interaktion mit ihm lag. Das Zögern in seinen Augen warf Fragen auf: War er Raphael gegenüber loyal? Könnte ich ihm vertrauen? Ich wollte nicht noch einmal enttäuscht werden. Die Hoffnung war ein kleiner Funken in meinem Herzen, der gleichzeitig im Boden des Misstrauens zu ersticken drohte.
Ich fühlte wie die Anspannung in mir aufstieg, als ich versuchte, meine Wünsche und Ziele klar zu formulieren. Ich wollte ihm alles offenbaren - meine Verzweiflung und meinen Plan hier raus zu kommen, meine Gefühle - doch die Worte blieben mir im Hals stecken. Doch dem brodelnden Verlangen, mich auszudrücken, stand die Angst entgegen, alles zu verlieren. Jedes Wort das ich sprach, könnte der letzte Schimmer der Hoffnung sein oder mein Verhängnis.
Während die Stunden in der qualvollen Einsamkeit vergingen, spürte ich, wie sich Wut in mir aufstaute. Der Zorn auf meine Peiniger, auf die Ungerechtigkeit, die mich dieser Tortur aussetzten. Dieser Zorn war der Nährboden für meine Entschlossenheit und in ihm fand ich Stärke. Es war ein feuriger Aufschrei, mit dem ich das Trübsal zurückdrängen konnte, die mein Leben zu ergreifen drohte. Nie zuvor hatte ich so deutlich verstanden, dass meine Überlebensinstinkte und mein Wille zur Freiheit über allem standen. Ich wusste, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis sich eine Möglichkeit zur Flucht ergeben würde. Jeder Moment, den ich aushielt, brachte mich meinem Ziel näher. Immer wieder drifte ich weg, bis Marco erneut vor mir stand, ohne zu wissen, dass er das Ticket zu meiner Freiheit in seinen Händen hielt. Er brachte mir Wasser und eine Schale mit Brot und blieb dieses Mal länger stehen als nötig Vielleicht war es etwas in meinen Augen, dass ihn innehalten ließ. Vielleicht war es auch reine Neugier.
„Du hörst dich besser an“, sagte er überrascht, „Du kämpfst noch, Lyanna. Das ist gut.“ In diesem Moment erkannte ich meine langersehnte Chance. Wenn Marco kein loyaler Soldat war und sich gegen die Dunkelheit wandte, konnte er vielleicht mein Weg nach draußen sein.
„Marco“, begann ich vorsichtig. „Ich weiß, dass du…“ „Still!“, fiel er mir ins Wort. Sein Ausdruck wechselte zu Besorgnis. Etwas sanfter fügte er hinzu: „Sie dürfen mich nicht hören.“
„Sie sind sich sehr sicher, dass sie dich brechen werden. Aber in deinen Augen sehe ich, dass Leben. Du bist stark, viel stärker, als sie ahnen. Ich… ich kann dir nicht helfen. Du weißt, wozu sie fähig sind.“
„Aber du kannst“, entgegnete ich eindringlich. „Wenn du mir nur einen Hinweis gibst, wie ich entkommen kann.“
Er sah sich um, als könnte er meinen Fluchtversuch bereits vorausahnen, und flüsterte schnell: „Der Ausgang ist hier im Verlies. Den Weg lang, die kleine Treppe nach oben und dann rechts durch die Tür, danach siehst du es schon, aber die Wachen sind überall. Alle dreißig Minuten wechseln sie ihre Plätze. Du musst klug handeln, und du musst schnell sein. Wenn sie dich erwischen, wird es dein Ende sein. Und ich kann nichts tun, wenn sie kommen.“
Seine Hilfe war ein entfachter Sturm der Flammen, den ich brauchte. Als Marco die Zelle verließ, begann ich meinen Plan zu überdenken. Ich kannte die Gegebenheiten und den Weg, den ich nehmen musste. Unter dem unaufhörlichen Hämmern meines Verstandes formten sich die vagen Konturen eines Plans zu einem scharfen Messer, mit dem ich meine Fesseln durchschneiden würde.
In der Finsternis der kommenden Stunden schloss ich meine Augen, um mich zu konzentrieren und meinen letzten magische Funken zu aktivieren. Die Fesseln, die mich gefangen hielten, konnten brechen, aber zuerst musste ich mich um die Wachen kümmern. Derbe Schritte halten von den Wänden und ich wusste, dass Vittorio bald zurückkehren würde.
Ich atmete tief durch und bereitete mich vor. Nach all den Stunden des Stillstands war ich fest entschlossen, mich gegen diese grausame Welt zu wehren, die mich gefangen hielt.
Als die Schwärze sich weiter um mich zog, war ich in meinen Gedanken gesunken, aber nicht gebrochen. Dieser Gedanke – voller Herzschmerz, Wut, Entschlossenheit und Hoffnung – war mein treuer Begleiter, während ich darauf wartete, den ersten Schritt in meine Flucht zu wagen. In dieser Situation fand ich mich selbst und erkannte, dass ich nicht nur um mein Überleben kämpfte, sondern auch darum, meine eigene Geschichte zu schreiben.
*
Das Verlies brachte eine bedrückende Stille mit sich, die sich in jedem Schatten und jeder Nische niederlegte. Ein kühler Hauch durchbrach die stickige Luft, als die schwere Tür aufschwang. Marco trat ein, doch dieses Mal nicht allein. Ein strenger Ausdruck lag auf seinem Gesicht, und seine Augen verwehrten mir den Trost, während er mich sanft an der Schulter berührte. Hinter ihm stand Vittorio mit einem Bündel Klamotten unter seinem Arm und pure Selbstsicherheit in jeder Zelle seines Körpers ausstrahlend.
„Steh auf, Lyanna!“, befahl er mit einer donnernden Stimme, die alle Kraft und Hoffnung zu erstickten drohte. Jedes Wort war wie ein schmerzhafter Schlag. Ich ballte die Hände zu Fäusten und spürte den kalten Stahl meiner Fesseln auf meiner rauen Haut, aber ich wusste, dass ich nicht aufgeben durfte. Nicht jetzt. Die Flamme des Widerstandes brannte noch in mir.
„Kann ich endlich gehen?“, fragte ich mit fester Stimme. „Wo bringt ihr mich hin?“ Obwohl die Dunkelheit versuchte, meine von mir errichteten Mauern zu durchdringen, musste ich es wissen: „Was wird mit mir passieren?“.
„Was schert es mich?“, erwiderte Vittorio und zuckte mit den Schultern. Sein Blick war kalt und verschlossen; ich konnte keinen Hinweis auf seine wahren Absichten finden.
Marco wandte sich mir zu, und ich sah das Bedauern in seinen Augen. Vielleicht würde er mir helfen. Vielleicht hat er den Mut, mich zu befreien, trotz der strikten Regeln, die ihn umgaben. Doch in diesem Moment war das der einzige Gedanke, der aufblitzte – der Wunsch zu fliehen, während meine Flügel unter dem Gewicht der Verzweiflung zusammensackten.
„Komm jetzt!“, rief Vittorio und riss mich aus meinen Gedanken. „Beeil Dich. Vielleicht lassen wir dich dann am Leben.“
Die beiden Männer wandten sich zur Tür, doch ich machte keine Anstalten, ihnen zu folgen. An diesem Punkt, an dem mein Herz schneller schlug, bereit, für die Freiheit zu kämpfen, wusste ich, dass ich mich nicht so leicht fügen wollte. „Ich werde nicht mit euch gehen!“, rief ich und spürte die Wut in mir aufstiegen.
Vittorio lächelte mit einem gefährlichen Leuchten in seinen Augen. „Du hast nicht viel zu sagen in dieser Situation, Lyanna! Marco, … zieh ihr die Sachen über und dann raus hier“.
Mein Herz pochte wie wild in meiner Brust, als Marco sich widerwillig rührte. Offensichtlich hatte er den Drang, mir zu helfen, doch er war ein Soldat dieses Systems und in einem Netz gefangen, aus dem er nicht so einfach freikommen konnte. Eine Verbindung die er nicht so einfach entkommen konnte. „Lyanna, mach keinen Unfug.“ Seine Warnung klang mehr wie ein Flehen.
Sie zogen mich hoch, und ich fühlte Marcos kalte Hände an meinen Armen, während Vittorios Atem, heiß und abgestanden, mir in die Nase stieg. „Beeil dich! Wir haben keine Zeit zu verlieren!“, drängte Marco und zog mir ruppig die Kleidung und ein paar Schuhe an, bevor er mich vor sich her nach draußen schob. Die Welt um mich herum verschwamm. Ich war zu schwach. Das wenige Essen was ich bekommen hatte, hielt mich nur am Leben.
Doch ich konnte nicht anders – die Vorstellung, mich wie ein Stück Vieh abschieben zu lassen, jagte mir Angst ein. Als ich vor Marco lief, spürte ich, wie mein Wesen sich auf mein Ziel fokussierte; Es war Zeit zu handeln - jetzt, oder nie.
Der kalte Stahl der Handschellen schnitt tief in mein Handgelenk, und jeder Schritt hallte durch die düsteren Gänge, während Marco und Vittorio mich mit brutaler Entschlossenheit führten. Das Echo meiner Schritte mischte sich mit dem schaurigen Knistern der Fackeln an den Wänden, und der Gestank von Moder und Verzweiflung drang in meine Sinne ein, während ich versuchte, den Schrecken um mich herum abzustreifen
Mein Herz raste in meiner Brust, ein stummer Schrei, der sich gegen die Enge meiner Gefangenschaft wandte. Die Gedanken wirbelten in meinem Kopf, während ich versuchte, einen Ausweg zu finden. Die dunklen Schatten der Gänge schienen sich um mich zu schließen, und jede Kurve, die wir nahmen, verstärkte das Gefühl der Hoffnungslosigkeit. Ich erinnerte mich an die Geschichten, die über die Ferragostos erzählt wurden – an all die Schrecken dieser Familie, die in der Dunkelheit blühten.
Marco ging hinter mir, seine Hand fest an meinem Arm, und bei jeder Bewegung spürte ich das drohende Gewicht seiner Präsenz. Vittorio ging vor mir, seine Schritte waren ruhig und selbstbewusst, als wäre er der Herr über alles, was sich hier abspielte. Der Druck, den er mit seiner selbstsicheren Haltung ausübte, ließ meine Verzweiflung nur noch größer werden.
Endlich erreichten wir die steinerne Treppe und die Tür die ins Freie führte. Das Licht, das durch die Tür fiel, war ein blasser Hoffnungsschimmer, der mir einen Funken Mut gab. Ich konnte die Geräusche der Außenwelt hören – das Surren von einem Fahrzeug und das Rauschen des Windes. Für einen kurzen Moment schien es, als würde die Freiheit nur einen Schritt entfernt sein.
Doch als wir die Treppe hinaufstiegen, wurde mir schmerzlich bewusst, wie sehr ich mich in der Klemme befand. Die Fesseln hielten mich fest, und ich war dem Willen meiner Entführer ausgeliefert. Mein Körper war wie ein gefangener Vogel, der sich nach dem Himmel sehnte, doch alle Auswege waren versperrt.
Mit zitternden Knien trat ich schließlich ins Freie. Der Hauch frischer Luft war kühl und berauschend, und ich füllte meine Lungen damit, als wäre es mein letzter Atemzug der Freiheit. Marco schob mich vorwärts, und ich sah das Auto, das auf uns wartete – ein schwarzer SUV, der drohend in der Dämmerung stand. Angst durchzuckte mich, als ich realisierte, dass das Ende meiner Flucht möglicherweise genau dort auf mich wartete.
„Beeil dich!“, drängte Marco und ich spürte, wie seine Ungeduld mich vorantrieb. Ich begann zu laufen, gezwungen von der Angst, die mich angetrieben hat, während mein Blick über die Umgebung huschte. Vielleicht gab es einen Weg, dieser Hölle zu entkommen. Einen Menschen, nur irgendeinen, der mir helfen könnte, wenn ich schreie. Aber in diesem Moment war ich gefesselt, gefangen zwischen Hoffnung und Verzweiflung, und in den Händen meiner Entführer war die Kontrolle über mein Schicksal.
Während ich dem SUV näher kam, überkam mich ein plötzlicher Adrenalinschub. Ein verzweifelter Gedanke, ein Fluchtversuch, schoss durch meinen Kopf. „Jetzt oder nie!“, flüsterte ich mir selbst zu. Mit einem schnellen, ungestümen Ruck befreite ich mich kurz von Marcos Griff und rannte in die Richtung der nahegelegenen Bäume.
„Halt!“, hörte ich Marco hinter mir schreien, sein Wutausbruch hallte durch die Stille wie ein Donnerschlag. „Komm zurück!“ Ich fühlte, wie die Angst mich anfeuerte, in den Schatten zu verschwinden, und ich schrie mit all meiner Kraft um Hilfe, meine Stimme erklang voller Verzweiflung. „Hilfe!! Hilfe!“
Doch kaum war ich einige Schritte vorangekommen, fühlte ich einen starken Ruck an meinem Arm, als er mich wieder packte und zurückzog. Nicht so schnell!“, zischte er, der Zorn in seiner Stimme schlang mich wie ein erdrückendes Netz ein. Schmerz durchzuckte mich als ich zu Boden fiel, und die Hoffnung, die mir einen Moment lang Flügel verliehen hatte, schloss sich um mich wie ein festes Geschirr. Mit einem wütenden Stöhnen landete ich wieder an Marcos Seite; mein verzweifelter Fluchtversuch war gescheitert, und die Dunkelheit um mich herum schien gesichtslos zu lachen.
„Denk nicht dran, zu rennen, oder ich stutz dir deine hübschen Flügel“, schnaubte Vittorio mir ins Gesicht.
„Benimm dich jetzt!“, warnte Marco flüsternd in mein Ohr, und ich bemerkte den besorgten Ausdruck in seinen Augen. Für einen Moment schien er mir gütig, als hätte ich einen Funken Menschlichkeit in sich entdeckt.
Ich drehte meinen Kopf langsam zur Seite, in der verzweifelten Hoffnung, jemanden zu sehen, der mein Hilfeschrei mitbekommen hat. Am Ende der Straße sah ich einen anderen SUV. Warum nur kam er mir vertraut vor? Der Rest der Straßen war leer, und die Dunkelheit schien das Licht der Sonne zu verschlingen, das sich vorsichtig durch die Wolken drängte. Ich senkte den Kopf, um mich dem grellen Licht der Sonne zu entziehen, das in meinen Augen schmerzte.
Die Hintertür des SUVs wurde abrupt geöffnet und sofort stießen sie mich hinein. Der Motor heulte auf, und ich wurde von der Enge des Innenraums erdrückt. Das Dröhnen des Motors übertönte die Schreie der letzten Tage, aber die Ungewissheit, was mich in dieser schicksalhaften Fahrt erwarten würde, nagte an mir wie ein hungriges Tier.
Mein Magen drehte sich, während wir über den Asphalt rasten. Ich dachte an die Möglichkeit, dass wir gejagt wurden. Da war kein Platz für Naivität mehr – ich musste stark sein.
Marco saß stumm neben mir, sein Blick starr auf die Straße gerichtet. Über der Stille zwischen uns hing eine bedrohliche Atmosphäre. Ich wollte ihn fragen, ob er einen Plan hatte oder ob es einen Ausweg gab, doch die Worte blieben mir im Hals stecken, jeder Atemzug schien schwerer zu werden.
Als ich einen Blick nach draußen wagte, spürte ich, wie mein Herz drohte, stehen zu bleiben. In dem Rückspiegel sah ich die Lichter des Verfolgers, der uns dicht auf den Fersen war. Angst überkam mich.
„Wir müssen schneller fahren!“, flüsterte Marco, die Dringlichkeit seiner Worte sprudelte heraus. Das Adrenalin schoss durch meine Adern, und die Gedanken rasten wie geschossene Pfeile durch meinen Kopf. Wo war der Ausweg aus diesem Albtraum?
„Calm down, Marco!“, erwiderte Vittorio, aber seine Stimme klang nicht beruhigend. Ich konnte durch den Spiegel das Zögern in seinen Augen sehen, das fehlende Vertrauen, das mich noch mehr verunsicherte.
Gerade als ich mich in meiner Verzweiflung abfand, bemerkte ich im Rückspiegel eine plötzliche Bewegung. Das Verfolgerfahrzeug zog näher, und mein Herz schlug schneller, während die Panik mir den Atem raubte. „Sie kommen näher!“, schrie Marco, seine Stimme war ein verzweifelter Schrei in dieser qualvollen Stille. „Bereit machen!“, rief Vittorio, während er sich an das Lenkrad klammerte, entschlossen zu entkommen.
Der SUV raste durch die Straßen und die Geschwindigkeit war atemberaubend, und ich betete stumm, dass wir einen Ausweg finden würden. „Da ist eine Abkürzung!“, rief Marco, als er einen schmalen Weg entdeckte, der uns von den Hauptstraßen wegführen könnte. Hastig drehte Vittorio das Lenkrad, ohne einen Moment zu zögern. Das SUV schoss in die Abzweigung, und ich wurde in meinem Sitz hin und her geschleudert.
„Halt dich fest!“, schrie Marco, während der Wagen über die unebenen Bodenwellen ratterte. Die Abkürzung führte uns durch dunkle Felder und verzweigte Wege. Schließlich erreichten wir einen schmalen Feldweg, der direkt zum Rollfeld des nahegelegenen Flughafens führte. Die blinkenden Lichter des Flughafens waren wie ein Weihnachtsbaum in der Dunkelheit. Ich hätte weinen können vor Erleichterung, doch es war noch nicht vorbei.
„Wir müssen jetzt schnell handeln!“, rief Vittorio, während er das SUV auf dem Rollfeld abstellte.
Die Tür wurde aufgerissen und blendendes Licht strömte hinein. Vittorio stand vor mir, hinter ihm Marco und die beiden Männer, mit einem Ausdruck der Arroganz auf ihren Gesichtern. „Komm jetzt“, befahl Vittorio erneut und zog mich grob aus dem Wagen. Ich stolperte, aber fing mich wieder und folgte den beiden in einen Privatjet, der vor uns aufragte. Panik durchströmte mich.
Ich saß angespannt hinter dem Lenkrad meines Wagens, meine Finger fest um das Steuer geklammert. Der Geschäftstermin ist leider nicht so verlaufen wie es sein sollte. Während mein Blick auf das Gebäude vor mir gerichtet blieb, spannte sich mein Nacken an, bis es kaum noch auszuhalten war. Der unscheinbare Neubaukomplex wäre mir an einem normalen Tag gar nicht erst aufgefallen. Doch heute fühlte sich alles anders an - heute ragte das Gebäude wie ein düsterer Koloss in einen grauen Himmel.
In der Ferne erblickte ich einen dunklen SUV, der vor der Eingangstür mit laufendem Motor hielt. Mein Bauchgefühl meldete sich zu Wort - und verhieß nichts Gutes. Sekunden schienen sich zu einer quälend langen Ewigkeit zu ziehen, während ich darauf wartete, dass sich das Unvermeidliche entfalten würde. Als die schwere Tür des Gebäudes aufschwang und Vittorio und Marco hervortraten, überkam mich ein Gefühl von Zorn und Freude. Sie führten Lyanna heraus – gefesselt, verletzt und voller Angst in ihren Augen.
„Das darf einfach nicht sein…“, murmelte ich, während mein Herz in meiner Brust zu rasen begann. Mein Blick war fest auf Lyanna gerichtet. Ich sah, wie sie verzweifelt gegen ihre Fesseln ankämpfte, bereit für ihre Freiheit zu alles zu geben. In diesem Moment brodelte ein Sturm aus Emotionen in mir – Zorn, Trauer, Freude und unerschütterliche Kampfeslust. Ich konnte nicht zulassen, dass sie in den Händen dieser Ungeheuer blieb, aber ein jetziger Zugriff wäre Selbstmord, für uns beide. Ich brauche unsere Männer. Jetzt. Bei dem Gedanken daran nahm ich mein Telefon zur Hand und begann unweigerlich mit den Zähnen zu knirschen. Mein Akku war leer.
Durch meine Windschutzscheibe beobachtete ich den SUV, der unheilvoll in der Dunkelheit warb, und das Herz zog sich zusammen, als ich Lyanna sah, wie sie sich aus Marcos Griff befreite und mit einer plötzlichen Entschlossenheit in die Richtung der nahegelegenen Bäume rannte.
Ein Adrenalinschub überkam mich, als ich den verzweifelten Fluchtversuch spürte, der sich wie ein elektrischer Schlag durch meinen Körper zog.
„Halt!“, hörte ich Marco hinter ihr schreien, sein wütender Schrei durchbrach die Stille wie ein Donnerschlag. Ich beobachtete, wie die Angespanntheit in Lyannas Bewegungen wuchs, und ihre Panik schien über die Luft zu fließen. Sie schrie mit aller Kraft: „Hilfe!! Hilfe!“ – ihr Schrei war durchdringend und voll von Verzweiflung, und ich konnte die Hilflosigkeit in ihrer Stimme spüren. Es war, als würde jedes Wort ein weiteres Stück meines Herzens zerbersten.
Doch kaum war sie einige Schritte vorangekommen, sah ich, wie Marco sie mit einem brutalen Ruck zurückzog, als hätte er sie an einem unsichtbaren Faden gefangen. „Nicht so schnell!“, zischte er, und der Anblick, wie sie zu Boden fiel, schickte einen Stich des Schmerzes durch mich. Die Hoffnung, die ich in ihren Augen gesehen hatte, erlosch in einem Moment, als sie dort in der Dunkelheit lag.
Vittorios sagte ihr irgendetwas, denn ihr Blick war entmutigt, und die Gleichgültigkeit, die mir aus seiner Haltung entgegenströmte, machte mir den Magen umso schwerer. Marco beugte sich zu Lyanna – ich sah es in seiner Haltung, eine Mischung aus Zurückhaltung und einer besorgten Regung, die ich nicht ganz nachvollziehen konnte.
In diesem Moment wollte ich sie erreichen, sie mit einem Blick beruhigen und ihr zeigen, dass sie nicht allein war. Doch mein Herz sank, als ich ihren verzweifelten Versuch sah, Hilfe aus der leeren, dunklen Straße zu rufen. Ich wusste, dass ich nichts tun konnte, dass ich nur ein stummer Beobachter war – gefangen in einem Schicksal, das ich nicht ändern konnte. Und während die Dunkelheit um mich herum dichter wurde, wusste ich, dass ich alles tun würde, um sie zu retten, egal zu welchem Preis.
Als die beiden Männer sie in den SUV stießen, schien die Zeit tatsächlich stillzustehen. Die dunkle Karosserie bildete einen krassen Gegensatz zu ihrer zerbrechlichen Gestalt. Mein Herz wollte schreien, nach ihr rufen, sie irgendwie erreichen; aber die Worte blieben mir im Hals stecken, ein verzweifelter Aufschrei, der nie zu hören sein würde.
Allein konnte ich nichts machen. Der Moment, in dem sich unsere Blicke trafen – durchdringend, voller Angst, aber auch mit einem Hauch von Hoffnung – war unbeschreiblich. Für einen flüchtigen Augenblick schien es, als könnte ich sie retten, als wüsste sie, dass ich in ihrer Nähe war.
„Ich komme“, flüsterte ich, während ich meinen Motor startete. Die Spannung in der Luft wurde fast greifbar, als der SUV der Ferragostos mit quietschenden Reifen davonbrauste und mich ein nagendes Gefühl überkam.
„Nein, nein, nein!!!“, schrie ich. Der Abstand zwischen mir und Lyanna wuchs rasant, und mein Herz litt unter dem Gewicht der Hilflosigkeit, während das Fahrzeug hinter dem nächsten Hügel verschwand.
Verzweiflung und Wut wirbelten in meinem Kopf. Ich durfte nicht aufgeben! Der Anblick des immer weiter in die Ferne rückenden SUVs durfte nicht meine letzte Erinnerung an Lyanna werden.
Ich raste weiter durch die Straßen, die Geschwindigkeit dröhnte in meinen Ohren, während ich verzweifelt versuchte, den SUV nicht aus den Augen zu verlieren. Doch die kurvenreichen Gassen schienen kein Ende zu nehmen, und schließlich sah ich das Fahrzeug vor mir in der Dunkelheit verschwinden.
Ich bremste scharf und bog in eine enge Gasse ein, die mir einen Abkürzungsweg durch die Stadt versprach. Die Reifen quietschten auf dem Asphalt, und ich konnte das fernwehende Brüllen des SUV-Motors hören.
Ein Schauer der Panik durchfuhr mich, als ich an einer Weggabelung ankam, und mein Herz setzte einen Schlag aus, als ich feststellen musste, dass ich die Richtung verloren hatte.
Ich hielt an, der Motor meines Wagens heulte auf, und mein Puls raste, als ich die Umgebung musterte. Wie in einem Albtraum schienen sich die Schatten der Felder um mich herum zu verdichten, und ich hatte das Gefühl, die Dunkelheit würde mich verschlingen. Wo waren sie? Ich sah mich um, und der Gedanke, Lyanna in den Händen von Marco und Vittorio zu wissen, nagte an mir. Mein Blick schweifte über das blanke Feld, das vor mir lag, die schmalen, verzweigten Wege verloren sich.
Ich startete den Motor erneut und wendete, doch die Verzweiflung überkam mich. Wo immer ich hinfuhr, es schien keinen Ausweg zu geben. Der SUV war verschwunden, als wäre er von der Bildfläche geflogen. Ich musste Lyanna finden, entschlossen, nicht länger nur zuzusehen. Der Gedanke, dass ich sie verloren hatte, schnürte mir die Kehle zu. Ich suchte weiter nach Spuren, nach Hinweiszeichen, die mir verraten könnten, wo sie abgeblieben waren. Wenn ich nur wüsste, wo sie waren. „Scheiße!“, murmelte ich, als ich Richtung nach Hause fuhr.
Ich wusste, dass wir nicht ruhen würden, bis wir sie zurückgeholt hatten. Es war, wie wir es besprochen hatten: Sie war nicht nur unsere Hoffnung, sondern unser Lebenszweck. Und wir würden alles daransetzen, sie zu retten.
*
Ich stand vor unserer Haustür und spüre mein Herz rasen. Endlich bin ich zu Hause angekommen. Ich atmete tief ein und öffnete die Tür. "Hey, wo seid ihr? Sitzung!" schrie ich ins Haus hinein.
Apollo und Aiden kamen aus dem Kaminzimmer gelaufen, ihre Blicke fragend auf mich gerichtet. "Was ist los, Aurel? Du siehst scheiße aus", sagte Apollo besorgt.
„Lyanna“, entfuhr es mir fast unwillkürlich, als würde ihr Name einen Bann brechen müssen—einen Fluch voller Erinnerungen und unerfüllter Versprechen, "Ich habe Lyanna gesehen...", begann ich zögernd.
„Was meinst du damit? Wo hast du sie gesehen?“ fragte Apollo mit seiner tiefen Stimme, während er sich gegen den Türrahmen lehnte.
"Aber das kann doch nicht sein... Wo?", fragt Aiden ungläubig.
"In der Nähe des alten Steinbruchs am Stadtrand", antworte ich ruhig. "Sie wirkte verstört... Verängstigt."
"Hast du sie angesprochen?" fragte Apollo neugierig.
"Nein", antwortete ich nachdenklich," Sie wurden von den Ferragostos in einen SUV gestoßen und dann sind sie in Windeseile davon gerauscht. Es war reiner Zufall, dass ich den Moment mitbekommen habe". Wir schwiegen einen Moment lang, während sich die Nachricht langsam in den Köpfen meiner Brüder festsetzte. Apollo beugte sich leicht vor: „Das kann nicht sein... Sie wurde umgelagert! Wir dachten...“
„Ich weiß!“, schnitt ich ihm ins Wort und fühlte mich plötzlich wie ein Verurteilter im eigenen Drama. „Aber sie ist hier! Oder besser gesagt… außerhalb unseres Bezirkes.“ Ich holte tief Luft, kämpfte gegen das Gefühl an, dass jeder Atemzug schwerer wurde mit jedem weiteren Wort: „Sie lebt.“
Dann sprach Apollo als Erster: "Ich gehe telefonieren!“
Apollo rieb sich nachdenklich das Kinn; seine Augen glühten förmlich vor Ideen oder vielleicht Planungen für etwas Unausweichliches: "Wo genau sind sie hingefahren?"
“Stadtauswärts, …habe sie am Feld verloren. Mein Akku vom Telefon war auch leer".
So beschlossen wir gemeinsam, einen Plan zu schmieden – für Lyanna, unsere verlorene Liebe, deren Rückkehr uns alle mit Hoffnung erfüllte. Ein vielsagender Blickwechsel zwischen uns war alles, was es brauchte, um unsere unausgesprochene Entscheidung zu festigen. "In Ordnung," flüsterte Apollo schließlich mit fester Stimme. "Lass uns aufbrechen."
Ich erwachte mit einem stechenden Druck hinter meinen Augen und einem bitteren Geschmack der Angst auf der Zunge. Der Raum, in dem ich mich befand, war düster und bedrückend. An den Wänden klebte der Putz, teilweise abgeblättert und fleckig, als ob er schon seit Ewigkeiten nicht mehr berührt worden war. Nur ein schmaler Lichtstrahl fiel durch einen schmutzigen Spalt unter der Tür, ein schwaches Licht, das den Raum in ein gespenstisches, beinahe geisterhaftes Schattenlicht tauchte.
Ich lag auf einem kalten, harten Bett, das aus einem alten Gestell bestand, dessen Metallteile rostig und träge wirkten. Die Bettwäsche war abgenutzt, die Farben blass und fleckig, als würde sie die Qualen und Schrecken, die in diesem Raum stattgefunden hatten, still miterleben. Vielleicht war sie früher einmal weiß oder hellblau gewesen, doch jetzt war sie eine unansehnliche Mischung aus Braun und Grau, durchsetzt mit verwischten Flecken, die Geschichten von Entbehrung und Verzweiflung erzählten.
Um mich herum schien die Stille fast greifbar, als ob sie mit meiner Angst verwoben wäre. Der Geruch von schimmeligem Holz und abgestandener Raumluft lag in der Luft und verstärkte das ungute Gefühl in meinem Magen. Das einzige Geräusch, das ich wahrnehmen konnte, war das leise Murmeln von Frauen, die in einer Ecke des Raumes kauerten. Der Boden war kalt und hart, aus Beton gegossen wie der Rest der Umgebung. Gelegentlich sickerte ein leises Stöhnen durch die Stille, und ich fühlte, wie eine Welle von Mitgefühl und Trauer mich durchströmte. Es war eine bedrückende, hilflose Lage, in der jeder Atemzug schwer in der angespannten Atmosphäre hing.
Als ich mich aufsetzte, erblickte ich die anderen Frauen, die mir fremd waren. Einige hatten verletzte Gesichter, ihre Augen blickten gläsern und verloren, während andere in ein gespenstisches Schweigen gefallen waren. Ich spürte, wie sich mein Herz zusammenzog; diese Frauen und ich waren durch etwas unvorstellbar Bedrohliches verbunden.
Dumpfe Stimmen drangen aus dem Flur herüber, und ich konnte einige Worte auffangen: „vermutlich“, „Druck“, „Raphael“. Ein Schauer lief mir über den Rücken. Raphael, der Anführer des Ferragosto-Clans. Die Brüder hatten mir von ihm erzählt, von seinen gefährlichen Geschäften und die Boshaftigkeit die ihn umgab. Doch jetzt war ich nicht mehr nur eine Hörerin der Geschichten; ich war Teil dieser grausamen Realität.
Ein leises Flüstern riss mich aus meinen Gedanken. „Hast du auch diese Droge bekommen?“ Eine der Frauen sprach zu mir, ihre Stimme zitterte. Sie wirkte bleich und ängstlich. „Sie haben uns gefangen genommen, um für sie zu arbeiten. Sie sagten, es sei zu unserem besten Wohl. Aber das stimmt nicht!“
Ich konnte kaum glauben, was ich hörte. Ich schüttelte den Kopf, von der schrecklichen Vorstellung übermannt. Das Bild, das sich in meinem Kopf formte, war schlimm. Die Geschichten über die Ferragostos schwirrten in meinem Geist; es waren keine leeren Worte, sondern eine nüchterne Wahrheit.
Eine andere Frau, etwas älter, trat auf mich zu. Ihre durchdringenden Augen funkelten vor Entschlossenheit und einem tiefen Mitgefühl, das mir sofort ein Gefühl von Trost vermittelte. Ihr Gesicht war von den Spuren zahlreicher Kämpfe gezeichnet, mit feinen Linien um den Mund und an den Augen, die von einer Stärke erzählten, die man nur durch das Überstehen großer Herausforderungen erlangen konnte. Ihr dunkles Haar fiel in sanften Wellen über ihre Schultern, und trotz der düsteren Umgebung, in der wir uns befanden, schien sie eine innere Glut auszustrahlen. „Ich heiße Sienna. Du bist nicht allein, verstehst du? Du musst stark sein. Wir müssen hier raus!“
Ich nickte, und ein Funke des Mutes begann in mir zu glühen. Aber ich musste mehr wissen. „Was haben sie mit uns vor?“
Sienna zuckte zusammen, ihre Augen weiteten sich wie die einer Wildtierfängerin. „Sie handeln mit uns, mit unseren Körpern. Sie setzen uns unter Drogen – so vergisst man schnell, wer man ist und wo man ist. Wir müssen arbeiten, für ihre Geschäfte, für ihre Partner. Die Männer… sie sind grausam, und die Drogen machen uns gefügig. Aber wir dürfen nicht aufgeben. Wir müssen einen Plan schmieden. Einige der Frauen haben bereits aufgegeben, andere haben wir verloren.“
Als Siennas Worte wie ein erdrückender Schatten über mich fielen, wurde mir klar, dass ich in einer Hölle gefangen war. Der Ferragosto-Clan war weit mehr als ein Machtspiel; er war ein Netzwerk aus Unterdrückung und Missbrauch, aus dem es kein Entkommen zu geben schien.
Plötzlich hörte ich Schritte vor der Tür. Ein Schlüssel drehte sich im Schloss, und die Tür öffnete sich mit einem quälenden Knarren. Raphael, der gefürchtete Anführer, trat in den Raum. Sein Blick durchbohrte uns, während sich sein Gesicht in einer Maske aus Arroganz und Macht verhärtete.
„Ah, meine neuen Schätze“, sprach er mit einem tiefen, wohlklingenden Tonfall, der gleichzeitig eine grausame Kälte ausstrahlte. „Willkommen in eurem neuen Leben.“
Erst jetzt sah ich mir ihn genauer an, nicht mehr durch einen Schleier. Raphael war ein Mann, der in jeder Hinsicht Präsenz zeigte. Er war groß, mit einer athletischen Statur, die sowohl Kraft als auch Geschmeidigkeit vermittelte. Sein Blick war durchdringend, die Augen hell und kalt, wie zwei schimmernde Edelsteine, die jeden noch so kleinen Widerspruch sofort erfassten. Es war ein Blick, der nicht nur über die Menschen die ihn umgaben hinwegglitt, sondern sie regelrecht durchdrang, ihre tiefsten Ängste und Geheimnisse entblößte.
Sein dunkles Haar war kurz geschnitten und stets perfekt frisiert, als würde er nie einen Moment der Nachlässigkeit dulden. Die Gesichtszüge waren scharf und kantig, mit hohen Wangenknochen und einem Kinn, das Entschlossenheit ausstrahlte. Seine Lippen waren schmal, oft zu einem selbstgefälligen Grinsen verzogen, das sowohl Charme als auch Bedrohung ausstrahlte. Wenn er sprach, klang seine Stimme tief und hypnotisierend, jeder Satz sorgfältig gewählt. Es war die Art von Stimme, die sowohl begeistern als auch befehlen konnte.
Die Kleidung, die Raphael wählte, war maßgeschneidert und von exquisiter Qualität, oft dunkle Farben, die ihm eine geheimnisvolle Aura verliehen. Er wusste, wie man sich kleidet um Macht auszustrahlen, und strahlte in jedem Schritt Selbstbewusstsein aus. An seinem linken Handgelenk trug er stets eine auffällige Uhr – ein Zeichen seines Reichtums und seines Sinns für Stil, das gleichzeitig fast wie eine Trophäe wirkte.
Doch hinter dieser glanzvollen Fassade verbarg sich der Teufel persönlich. Raphael war jemand, der sich seiner Macht und seines Einflusses sehr wohl bewusst war und das ließ ihn gefährlich werden. In seinen Bewegungen und Gesten schwang immer eine subtile Drohung mit; er hatte die Fähigkeit, in einem Raum sofort die Kontrolle zu übernehmen, allein durch seine Präsenz.
Sein Ruf war gefürchtet, nicht nur wegen seiner Illegalität, sondern auch wegen der kalten Berechnung, mit der er seine Ziele verfolgte. Die Menschen in seiner Nähe waren sich stets bewusst, dass er bereit war, alles für seine eigenen Interessen zu tun, ohne Rücksicht auf andere. Raphael war ein Meister darin, Emotionen zu manipulieren und seine Mitmenschen in seine Spielchen zu verwickeln.
Im Gesamten war Raphael eine komplexe Mischung aus Charisma und Bedrohung, und die Angst, die er verbreitete, war oft nur ein weiterer Bestandteil seines faszinierenden und zugleich furchteinflößenden Wesens.
Im Grunde stand Raphael Apollo im nichts nach. Nur ein entscheidender Unterschied hatten die Beiden. Apollo hatte Ehre. Er wusste was Respekt und ein Versprechen bedeutete.
Bei dieser Erkenntnis kroch ein Zittern in mir hoch, als ich ihn ansah. Der Drang zu fliehen war stark, aber ich wusste, dass ich mich nicht einfach in dem Schatten verlieren durfte. Die anderen Frauen starrten ihn mit einer Mischung aus Furcht und Abneigung an. Während Raphael uns musterte, erkannte ich, dass die Zeit drängte. Ich musste hier raus.
„Wir sind hier, um zu bleiben, nicht wahr?“, sagte Raphael mit einem gehässig-anmaßenden Lächeln, das mir Übelkeit bereitet. „Ich verspreche euch, es wird ein aufregendes Leben, solange ihr brav seid.“
In der Dunkelheit des Raumes spürte ich, wie sich die Wut in mir aufstaute. Niemals würde ich mich ohne Kampf ergeben. Ich musste herausfinden, wie ich meine Umgebung zu meinem Vorteil nutzen konnte und musste lernen, meine Worte zu schärfen und die anderen Frauen dazu zu bringen, an einen Ausweg zu glauben.
Ich würde fliehen, das war der Plan – und ich würde kein Gespenst in dieser Hölle werden.
Ich trat in den Raum meiner neuen Errungenschaften, meine Aura durchdrang die bedrückende Stille wie ein Schatten, der über das Licht schleicht. Die Frauen vor mir hatten die Gesichter voller Angst, aber das provokante Funkeln in ihren Augen war mir nicht unbemerkt geblieben. „Ihr seid ganz besondere Frauen“, begann ich und ließ die Worte in der Luft hängen, als wäre es ein Sakrileg, dass sie hier standen. „Ihr werdet mir viel Freude und viel Gewinn bringen – vorausgesetzt, ihr gehorcht.“
Ich schritt durch den Raum, spürte die Spannung in der Luft, die ihre Furcht wie ein schleichendes Gift durchdrang. Körpersprache war alles, und ich war das Raubtier in diesem Spiel. Ihre schutzlosen Seelen waren meine Beute, und ich genoss das Spiel.
Plötzlich durchbrach ein Kampfgeist die Stille. „Wir sind keine Objekte für dein Vergnügen, Raphael!“, schrie Lyanna, ihre Stimme zitterte, aber an den Worten haftete eine zornige Entschlossenheit. Ich sah sie an und erkannte, dass sie mir trotzen wollte. Oh, süßes Ignorieren meiner Macht. Wie erfrischend.
Ich war überrascht, nicht von ihrer Stimme, sondern von der plötzlichen Provokation. Doch schnell wich meine Fassungslosigkeit einem gefährlichen Funkeln in meinen Augen. „Die kleine Wildblume zeigt Mut. Wie süß“, murmelte ich, und ich spürte, wie die Worte wie scharfe Klingen durch die Luft schnitten. Es war berauschend, so nah am Feuer des Widerstands zu stehen, doch ich erinnerte sie daran, dass ich derjenige war, der die Fäden zog. „Vergiss nicht, dass ich derjenige bin, der das Spiel kontrolliert. Es gibt einen Preis für diese Frechheit, und ich könnte ihn nach Belieben unendlich steigern.“
Der Raum verstummte, die Spannung war greifbar. Ich ließ meinen Blick über die anderen Frauen wandern, die nervös zwischen uns hin- und herschauten. Sie waren wie Schafe, die den Wolf erblickten. Ich konnte ihr zitterndes Herz in der Luft spüren, und das gab mir eine dunkle Freude.
„Wir sind Menschen, keine Ware!“, schrie sie erneut – ihre Worte waren scharf, doch sie drangen nicht in mein Herz, sondern trafen die Wände meiner Macht mit einem schwachen Echo. „Wir werden uns nicht beugen!“
Ich spürte, wie meine Miene sich verfinsterte und kalt wurde, ein maskenhaftes Lächeln blieb mir jedoch nicht verwehrt. Als ich mich abwandte, war es der klare Beweis meiner Unbarmherzigkeit. „Schau, wie du und deine Mitgefangenen euch verhaltet, wenn ich dir zeige, was passiert, wenn du nicht gehorchst“, rief ich mit fester Stimme, während ich einen Soldaten an der Tür ansprach.
Sein Blick war auf die Frauen gerichtet, die jetzt in sich zusammenfielen. Hoffnung war ein schwacher Schatten, der ihnen entschwunden war. Ich konnte das spürbare Angstgefühl in der Luft schmecken, dass mich gleichzeitig erregte und erfüllte. Ein schauerliches Vergnügen überkam mich, während ich die Verzweiflung in ihren Augen beobachtete. Sie hatten noch nicht begriffen, mit wem sie es zu tun hatten. Sie hatten noch nicht genug Angst. Ich war der Meister dieses Spiels, und ich konnte die Regeln nach Belieben ändern.
Die Wut, die von der aufmüpfigen Frau ausging, war eine glühende Flamme, die unter der Oberfläche schwelte. Aber in mir brannte ein tieferes Feuer – ein Feuer, das darauf wartete, entfesselt zu werden. Und ich würde nicht eher ruhen, bis ich jede dieser Frauen zu dem gemacht hatte, was ich wollte.
Ich trat einen Schritt zurück und betrachtete die Frauen in meiner Gefangenschaft, die vor Angst und Verzweiflung zitterten. Es war an der Zeit, ein kleines Beispiel zu setzen. „Vittorio!!!“, rief ich mit fester Stimme, und meine Augen suchten den brutalen Soldaten in der Menge. Er trat schnell vor, bereit, meinen Befehlen Folge zu leisten.
Ein selbstzufriedenes Lächeln umspielte meine Lippen, als ich die unglücklichen Seelen vor mir musterte. „Diese Frauen glauben, dass sie mein Wort ignorieren könnten. Es ist an der Zeit, dass sie lernen, wer hier das Sagen hat.“ Mein Blick fiel auf eine besonders demütige Frau, deren Gesicht die Spuren von Trauer und Angst zeigte. Perfekt. Sie wird ein hervorragendes Beispiel abgeben.
„Nimm sie, Vittorio“, wies ich ihn an, während mein Grinsen kälter wurde. „Lass uns zeigen, was passiert, wenn man gegen meine Befehle aufbegehrt. Du weißt was zu tun ist, erinnere sie und die anderen daran, dass auch der kleinste Widerstand Konsequenzen hat.“ In Vittorios Augen blitzte eine gefährliche Vorfreude auf. „Verstanden, Boss“, antwortete er, und ich sah wie er sich der Frau näherte, während sie ängstlich zurückwich. Das war der Moment, in dem der Schrecken beginnen würde.
„Und Lyanna!“, wandte ich mich an diejenige, die kürzlich gewagt hatte, mir zu trotzen. Ihre Augen waren weit aufgerissen, als ich zu ihr sprach. „Du wirst zuschauen! Dein Widerstand wird nicht ungestraft bleiben. Lass es dir eine Lehre sein!“ Ich beobachtete sie, wie sich der Kloß in ihrer Kehle bildete. Ihr Herzschlag hatte sich beschleunigt, und die Angst in ihren Augen war ein Genuss für mich. Sie würde nicht entkommen, und ich wollte, dass sie all die Schrecken hautnah erlebte.
„Die Freiheit hat ihren Preis, und ich bin derjenige, der die Rechnungen ausstellt“, fügte ich hinzu, während ich Vittorio beobachtete, der bereits die Frau gepackt hatte. „Nichts, auch nicht dein lächerlicher Mangel an Respekt, wird ungestraft bleiben. Du wirst erleben, was das bedeutet, Lyanna. Und ab heute gibt es kein Mitgefühl mehr.“
Ich stand im Zentrum des düsteren Raumes, meine Augen glühten vor autoritärer Kälte, während ich die nervösen Frauen um mich herum musterte. Sie waren verängstigt, und das war genau das, was ich wollte. Ich wandte mich an meine beiden Soldaten, die loyal an meiner Seite standen. „Kommt her“, befahl ich mit einer Stimme, die so schneidend war wie eine Klinge. „Haltet Lyanna fest. Sie muss sehen, was passiert, wenn man sich mir widersetzt.“
Die Soldaten schauten sich an, ein feuriger Entschluss blitzte in ihren Augen, und sie nickten bereitwillig. „Sorgt dafür, dass sie nicht wegsieht“, fügte ich hinzu, während ich Lyanna direkt ins Gesicht sah, ihr innerer Kampf sichtbar war. „Und wenn ihr ihre Augen fixiert. Sie soll die Konsequenzen ihres Mutes miterleben. Das soll ihr eine Lehre sein.“
Ich trat näher an Lyanna heran, mein Gesichtsausdruck unergründlich, doch in meinen Augen loderte eine unheilvolle Vorfreude. Ich wollte, dass sie die Kontrolle, die ich über sie alle hatte spürte. „Er wird ihr und den anderen deutlich machen, dass ich die Macht besitze“, murmelte ich, ein grausames Lächeln entfloh meine Lippen. „Und diese Macht wird sich nicht abschwächen, egal wie stark euer Widerstand ist.“
Die Soldaten kamen näher an Lyanna heran, bereit sie zu fassen und festzuhalten. Ich genoss den Anblick der Ohnmacht, der über ihr Gesicht zog, während ich meinen Blick über die anderen Frauen im Raum gleiten ließ. Das, was gleich geschehen würde, konnte sie alle in die Furcht treiben – und genau das war es, was ich wollte. „Sorgt dafür, dass sie alles sieht“, rief ich den Soldaten zu, während ich den Raum mit einer lauernden Dunkelheit überzog. „Nichts wird ihr entgehen, nicht einmal der letzte Schrei.“
Währenddessen ging Vittorio auf die Gruppe der Frauen zu. Er war groß und bedrohlich, der Mann bewegte sich geschmeidig wie ein Raubtier. Ich konnte mich schon immer auf ihn verlassen. Sein Blick war fest und gnadenlos, als er die kleine Hure ergriff. Wellen voller Panik durchzuckten sie.
„Nein! Nein!! Hau ab! Lass mich!“ schrie sie, während sie verzweifelt versuchte, sich zu befreien. Ihre kleine Statur war im Vergleich zu seiner massiven Körperlichkeit machtlos, und sie sah aus wie ein hilfloser Schmetterling in der Umklammerung einer Hand.
Vittorio lächelte kalt. „Keine Angst, kleine Maus. Das wird schnell vorbei sein.“ Mit einem Ruck zog er sie näher. Ihre Hände schlugen trommelnd gegen seinen Oberkörper, doch es war wie das Schlagen gegen eine Mauer. Seine muskulösen Arme waren wie Schraubstöcke, die sie festhielten.
Er begann ihr die Kleider vom Leib zu reißen, und ich spürte, wie sich die Atmosphäre im Raum veränderte. Die Frauen hielten den Atem an, verkrochen sich an den Wänden, wandten ihre Blicke verängstigt ab – die Stille war greifbar, und ich wusste, dass bald die ersten Schreie das Gedränge brechen würden. Die Macht, die ich hatte, das Spiel, das ich kontrollierte, begeisterte mich. Macht war ein köstliches Gefühl, und ich hatte vor, es bis zur letzten Konsequenz auszukosten.
Ich ließ den Blick über die zugrunde gerichteten Frauen schweifen und ließ mich von ihrer Furcht mitreißen. Es war ein tiefes, düsteres Vergnügen, sie in völliger Unterwerfung zu sehen. Sie mussten lernen, dass ich die unbestrittene Autorität war, dass ich der Teufel war, denn sie hatten kommen sehen. Sie würden sich an mich erinnern – und jeder weitere Widerstand würde die Brutalität erfahren, die meiner Macht innewohnte.
Ich lehnte mich an die Wand, zog eine Zigarette aus der Schachtel und zündete sie an. Es war ein Wohlgenuss, das mit anzusehen. Wie hilflos und erbärmlich sie alle sind. Leise flüsterte ich zu Luciano, dass es Zeit wäre fürs Branding. Mit einem Zeichen gingen zwei weitere Soldaten Vittorio zur Hand. Sie fesselten die Kleine und hoben sie auf den alten Holztisch in der Ecke. Mit kurzen geübten Griffen wurde sie bäuchlings an den Tisch gebunden.
Vittorio positionierte sich zwischen den Beinen der nackten Hure. Ihr Schreien waren nur noch ein Wimmern. Die Tränen liefen ihr wie Wasser an ihren Wangen herunter.
Wenn die hier nur wüssten wie sehr mich das anmacht, das würden sie weniger Widerstand leisten. Obwohl… mein Blick glitt zu Lyanna. In ihren Augen spiegelte sich die blanke Wut und pure Verachtung. Gut so Kleines. Mein Ehrgeiz dich zu bezwingen befeuerst du damit nur. Noch hat keine Frau nach einer drei monatigen Kerkerhaft bei Wasser und Brot solch eine Kampfbereitschaft gezeigt. Ich muss zugeben, ein wenig Achtung vor ihr zu haben.
Vielleicht habe ich meine Herausforderung gefunden? Auf jeden Fall wird es mir gefallen dich zu Fall zu bringen und demütig vor mir sitzen zu sehen. Bettelnd um meine Gunst. Ein schmieriges Grinsen in ihre Richtung konnte ich mir nicht verkneifen. Mit kurzen Griffen zog Vittorio seine Hose herunter. Ohne nur einen Funken des Erbarmens brachte er sein Glied zwischen die Schenkel der Kleinen. Mit einem Ruck drückte er sich in das Fleisch und besorgte ihr einen kleinen Fick der besonderen Art. Mit ein paar schnellen, tiefen Stößen und einem zufriedenen Stöhnen zog er sich zurück, schlug mit der Hand auf ihren nackten Arsch.
„Hey kleine Maus, du bist eng. Das war gut….hast Glück“, lachte Vittorio, während er sich umdrehte und seine Hose schloss. Bereit das Metall entgegen zu nehmen.
Das scharfe Klirren des Metalls hallte durch den Raum. Ihr Atem spiegelte sich in der kalten Luft, während sie sich auf ihre grausame Aufgabe vorbereiteten. Das glühende Eisen pulsierte in einem intensiven, rotglühenden Glanz in der einen Hand von Luciano, die Hitze flimmerte und erzeugte eine unheimliche, drohende Atmosphäre. Die Augen der Frauen waren weit aufgerissen und erfüllt von panischer Angst. Sie spürten die bedrohliche Gefahr und wären am liebsten geflohen. Aber die restlichen Soldaten im Raum ließen ihnen keinen Raum zur Flucht. Sie zeigten keine Gnade gegenüber dem hilflosen Geschöpf, das in einem Zustand völliger Panik auf dem Tisch gefangen war.
„Halt sie fest!“, brüllte Vittorio mit rauer Stimme, während der andere sich näherte. Der erste Mann packte die Frau am Kopf. Sie brüllte laut auf und versuchte verzweifelt, sich zu befreien. Ihre Muskeln spannten sich an, aber die erfahrenen Soldaten hatten die Kontrolle über die Situation.
Ein zischendes Geräusch durchbrach die Stille, als das glühende Eisen bedrohlich näher an ihre Seite geführt wurde. Mit einem unbarmherzigen Druck presste Vittorio das glühende Eisen gegen die empfindliche Haut auf ihrem Hintern. Der stechende Geruch von verbrannter Haut mischte sich mit dem metallischen Duft der Angst. Der Schmerz war sofort und unmissverständlich, als das Metall eindrang und eine furchtbare Marke hinterließ. Ein erbarmungsloser Schrei des Schmerzes hallte durch den Raum. Dieser Schrei war mehr als nur ein Ausdruck des Leidens; er war eine erniedrigende Manifestation der Macht. Der zweite Soldat beobachtete das Geschehen mit einem vergnügten Grinsen, während das glühende Eisen erneut auf der Rückseite der jungen Frau gesetzt wurde und die Marke noch tiefer in die Haut auf dem Schulterblatt eindrang.
Die Soldaten waren kalt und gefühllos, ihre Augen funkelten vor Triumph bei jedem erlittenen Schmerz. Die Markierung war nicht nur ein Zeichen; sie wurde zum Symbol der Kontrolle, der Unterwerfung und eines brutalen Machtspiels. Die Frau war für immer gezeichnet. Während der Rauch aufstieg und sich in die Dämmerung des Lichtes verflüchtigte, schienen selbst die Mauern ihren Atem anzuhalten.
„Nein! Nein! Hört auf!“, schrie ich die Soldaten an. Das Bild von der Frau, deren Schreie durch den Raum hallten, ließ mein Herz in tausend Stücke zerspringen. Es war nicht nur der Schrecken dieser Geräusche, der mich erfasste, sondern das grausame Schicksal, das ihr widerfahren war. Das Alles nur, weil ich Raphael gereizt habe. Ich war Schuld für das was sie mit ihr gemacht hatten.
Als ich sie erblickte, war sie ein gebrochener Schatten, ihre Augen weit aufgerissen und voller Angst. In einem kurzen Moment der Stille trafen sich unsere Blicke, und für einen flüchtigen Augenblick verspürte ich eine tiefe Verbindung. Doch als ich realisierte, was ihr angetan worden war, überkam mich ein eiskalter Schauer. Wie konnten Menschen anderen solch unvorstellbare Qualen aussetzen? Wie konnten sie mit so viel Grausamkeit zueinander sein?
Der Anblick der verwundeten Frau ließ mich erbleichen. Ich fühlte mich wie gelähmt, gefangen in einem Albtraum, der niemals enden wollte. Wenn ich an ihre Schreie dachte, überkam mich die Ohnmacht, die in mir aufstieg, begleitet von einer schmerzlichen Angst.
Mein Herz brannte vor Zorn, und ich wusste, dass ich nicht zulassen durfte, dass ihr Leiden vergeblich war.
Mit geschmeidigen Bewegungen trat Raphael näher an die Frau heran, und eine unheilvolle Stille breitete sich im Raum aus. Die Soldaten hinter ihm waren jederzeit bereit seinen Befehlen zu folgen. Ich spürte die angespannte Atmosphäre in der Luft, als Raphael leise sprach – seine Stimme klang sehr bedrohlich „Du gehörst mir. Stell nie wieder eine meiner Entscheidungen in Frage.“
Die Worte schallten in der Stille wieder und ich konnte kaum fassen was geschah. Raphael griff nach den Fesseln die sie gefangen hielten und löste sie mit einem geschickten Handgriff. Ein überraschter Ausruf der Erleichterung entfloh ihren Lippen, als die Fesseln von ihren Handgelenken rutschten. Doch der Ausdruck in ihren Augen schlug rasch in Skepsis um. Ich wollte aufstehen und sie ermutigen, aber meine eigene Gefangenschaft von den Männern hielt mich zurück.
„Komm mit mir“, murmelte er, und als sie sich erhob, schimmerte auf seinem Gesicht eine gefährliche Macht. Ich ahnte, dass diese Geste der Freiheit nicht aus Mitleid geschah, sondern verborgene Motive hatte. Die Dunkelheit um ihn herum schien fast zu pulsieren, und mein Herz schlug schneller. Hatte er tatsächlich einen Funken Mitgefühl oder war dies nur eine geschickte List, um sie an sich zu binden?
Bevor sie den Raum verließ, drehte er sich zu mir um, und sein kaltes Lächeln ließ mir das Blut in den Adern gefrieren. „Du willst also weiterhin kämpfen, Lyanna? …Das wird amüsant.“ Seine Stimme war ein bedrohliches Flüstern und ich fühlte einen Schauer über meinen Rücken kriechen. „Aber vergiss nicht: Jeder, der sich mir entgegenstellt, wird die Konsequenzen spüren. Oder besser gesagt, jeder deiner Fehlentscheidungen wird einer dieser Frauen zu spüren bekommen. Du hast noch lange nicht gesehen, wozu ich fähig bin.“
Mit diesen Worten wandte er sich wieder der Frau zu, die sowohl unsicher als auch verwirrt einen Schritt hinter ihm machte. Ich wollte sie aufhalten, sie warnen, doch meine Stimme versagte. Raphael drehte sich erneut zu mir, und sein Blick war so kalt wie ein eisiger Wind, der mich bis ins Mark fröstelte.
„Du bist in ein Netz aus Verrat und Dunkelheit geraten, Lyanna,“ sprach er leise, wobei jedes Wort eine subtile Drohung enthielt. „Sei vorsichtig, dass du nicht selbst zum Spielball wirst.“ Seine Handbewegung wirkte einladend, als wolle er mir die Freiheit des Handelns geben, doch ich wusste, dass es sich um eine Illusion handelte. In seiner Welt gab es nichts, was man Freiheit nennen konnte.
Kaum hatten sie die Schelle überquert, als seine Soldaten hinter ihm den Raum verließen und die Tür mit einem endgültigen Knall zuschlugen.
Ich saß allein im Schatten, während meine Gedanken in einem Sturm aus Angst und Wut wirbelten. Was war das Schicksal der Frau? Was bedeuteten seine Worte für mich und meine brüchigen Hoffnungen? Ich spürte, wie die anderen Frauen mich musterten und sich von mir abwendeten. Die Dunkelheit um mich herum verdichtete sich, während ich über die Konsequenzen der Entscheidungen nachdachte, die ich getroffen hatten. Eines war mir klar: Aufgeben war keine Option. Ich musste geschickter vorgehen.
Langsam machte sich die Müdigkeit in meinen Knochen breit. Ein Schleier von Erinnerungen an mein früheres Leben zog an mir vorbei: die unbeschwerten Tage in den Wäldern, das Lachen mit meinen Freunden und das wärmende Gefühl von Geborgenheit, das heute so fern schien.
Ich sah mich selbst, ein fröhliches Kind, das unbeschwert in den Wiesen und Wäldern herumtollte, umgeben von lachenden Freunden. Diese unbeschwerten Tage waren geprägt von endlosen Abenteuern – geheimen Verstecken im Unterholz, aufregenden Schatzsuchen und ausgelassenen Picknicks unter dem schattigen Blätterdach. In diesen Momenten fühlte ich eine tiefe Geborgenheit, als könnte nichts und niemand unsere Freundschaft jemals erschüttern.
