Unerhoffte Wendungen - Peter Dannig - E-Book

Unerhoffte Wendungen E-Book

Peter Dannig

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Beschreibung

In dieser biografischen Erzählung werden die Seelenqualen eines unglücklich verliebten älteren Mannes beschrieben, dessen auch für ihn unerwartete Liebe zu einer ungewöhnlichen, wesentlich jüngeren Frau an einem dafür ungeeignet erscheinenden Ort nicht erwidert wird. In den Gesprächen zwischen ihr und ihm und in seinen Gedanken dazu wird sich fast jeder wiedererkennen, der einmal unglücklich verliebt war, genauso wie fast jeder, der glücklich verliebt war oder ist. Was hier berichtet wird, das geschieht immer wieder genauso überall auf der Welt zwischen zwei Menschen. Der eigentliche Anlass für dieses Buch war die ungewöhnliche Situation. Aber alles hätte auch genauso in jeder ganz normalen Situation bei einer zwischen zwei Menschen beginnenden Beziehung geschehen können. Die Erzählung schildert das Auf und Ab der Gefühle, der Ängste, der Sehnsüchte, der Zweifel, der Gewissheiten, des Seelenschmerzes, der Aussichtslosigkeit und der Hoffnung. Immer wieder, wenn sich gerade für den Leser eine Monotonie der Abläufe einzustellen scheint, ergeben sich schlagartig große Veränderungen für die beiden Protagonisten und das führt den Leser immer wieder neu zu der spannenden Frage „was und wie wird sich als nächstes ändern“.

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Seitenzahl: 124

Veröffentlichungsjahr: 2013

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für Patricia

Verliebt?

Das Rauschen der Dusche, dann das an mir herunter fließende Wasser waren das erste, was ich bei meiner Rückkehr in die Wirklichkeit wahr nahm. Ich kehrte aus einem tiefen Tagtraum zurück. Wie lange hatte ich geträumt, wenige Sekunden, viele Minuten? Es kam mir sehr, sehr lang vor, ich kam von ganz weit her.

Im Traum hatte ich auch unter einer Dusche gestanden, aber in einer ganz anderen Duschkabine. Im Traum schaute ich durch die klaren Glasscheiben der Kabine und durch die Jalousien-Spalten am Fenster dahinter auf eine belebte Straßenkreuzung. Draußen war ein herrlicher, heißer Sommertag.

Im Traum befand ich mich im Waschraum eines Tantra – Massage - Salons. Es war das Duschen danach, ich fühlte mich so unendlich wohl. Bei diesen Massagen, wo nur ich berührt wurde, ich aber nicht die Frau berührte, fühlte ich mich eigentlich nie als betrügender Ehemann.

Das ging mir schon anders bei anderen käuflichen Sexkontakten. Da schwankten meine Gefühle zwischen „ich habe sie betrogen“ und „ich gönne mir diesen unverbindlichen Genuss“. Aber oft war es leider nicht wirklich ein Genuss, gerade dann auch ganz sicher kein Betrug, oder?

Ich hatte zwar immer ein ausgiebiges und durchaus erfülltes Intimleben mit meiner Frau, auch zärtliches Beisammensein spielte für uns eine große Rolle, aber ich hatte ständig auch Lust auf ergänzende Begegnungen.

Ich war in meinem ganzen Leben immer viel zu schüchtern gewesen, um Kontakte zu knüpfen. Es gab umgekehrt hin und wieder Annäherungsversuche von Mädchen und Frauen, denen ich aber jeweils erschrocken ausgewichen bin.

Als ich dann meine spätere Frau im Urlaub kennengelernt hatte und wir im Alltag zunächst wieder hunderte von Kilometern getrennt waren, hatte ich das Gefühl, ein bisschen für sie Erfahrung sammeln zu müssen. Also versuchte ich es mit käuflichem Sex, was in meinem Heimatort bereits damals kein Problem war. Das einzige Problem waren zunächst meine bescheidenen finanziellen Mittel als Student.

Von der Zeit an war ich mindestens einmal im Monat, später auch häufiger, in einem Massagesalon, einem Laufhaus oder einem Club. Ich habe fast nichts an Angeboten ausgelassen trotz des ausgiebigen Sexlebens mit meiner Frau bis Mitte/Ende unserer Fünfziger, also bis in ein Alter, in dem bei anderen Paaren schon lange Schluss ist.

Es gab bei den externen Kontakten immer mal wieder kurze Zeiten mit zufriedenstellenden und dann auch wiederholten Begegnungen. Aber es blieben trotzdem immer rein kommerzielle, technische Begegnungen.

Allerdings erwischte ich mich immer häufiger dabei, mich in Gedanken zu rechtfertigen. Ich hatte eben doch ein schlechtes Gewissen. Sollte ich mich meiner Frau anvertrauen, würde sie es verstehen? Würde die Offenheit alles kaputt, vieles unmöglich machen? Wie würde das nach einer schon so langen Ehe und Verheimlichung wirken?

Da entstand der Gedanke, ihr die Erweiterung unserer sexuellen Erfahrungen auf Gruppensex und Partnertausch vorzuschlagen. Aber ich traute mich nicht, schob es immer wieder hinaus, war mir allerdings auch keineswegs sicher, ob mich das wirklich von heimlichen Kontakten abhalten würde.

Aber dann kam alles ganz anders.

Über lange Zeit, fast 20 Jahre, hatte der Alkoholmissbrauch meiner Frau ständig zugenommen, steigerten sich Häufigkeit und Ausmaß immer mehr. Ich hatte schließlich das Gefühl, sie wegen ihrer mangelnden Wahrnehmung der Wirklichkeit und ihrer mit dem Rausch verbundenen Passivität eigentlich jeweils zu vergewaltigen. Das hielt mich immer mehr davon ab, mit ihr Sex zu haben.

So nahmen in Folge meine außerehelichen, gekauften Kontakte deutlich zu. War dabei ihre Trunksucht nur eine schäbige Rechtfertigung für mich?

Jedenfalls habe ich dann beim Besuch einer Tagung in der benachbarten Großstadt innerhalb weniger Tage mehrere schon lange ins Auge gefasste Angebote ausprobiert, unter anderen einen FKK-Club.

Ich war an einem Wochentag zum ersten Mal in diesem FKK-Club, in dem ich dich später kennengelernt habe. Ich weiß nur noch, dass wenig los war und du mir sicher aufgefallen wärest. Ich kann mich allerdings nicht mit Sicherheit erinnern, denn damals wusste ich ja noch nichts von dir. Möglicherweise warst du nicht da, weil es ein Feiertag war.

Mit zunehmender Häufigkeit, zuletzt zweimal in der Woche, wechselte ich seitdem zwischen vier Lokalitäten. Nach einigen Wochen hatte ich mir im Kalender einen Plan eingetragen, welche Lokalität ich wie oft und wann aufsuchen will. Dabei waren die wichtigsten Ziele im Wechsel die Tantra-Massage und dieser FKK-Club. Tantra war dabei etwas Spezielles, schien für mich ein unverzichtbarer Bedarf neben beliebigen anderen Angeboten.

Abendausgänge waren mir aus familiären Gründen eher nicht möglich. Ich habe meistens den frühen Nachmittag in einer verlängerten Mittagspause bevorzugt, auch wenn ich oft enttäuscht war über die geringe Auswahl an Frauen zu dieser Tageszeit.

Im FKK-Club habe ich mich immer sehr wohl gefühlt, Menschen und Atmosphäre waren sehr angenehm.

Irgendwann etliche Wochen später bin ich zufällig wieder an dem gleichen Wochentag in diesen FKK-Club gegangen. Ich habe Ausschau gehalten nach Frauen, die ich von meinen vorherigen Besuchen angenehm in Erinnerung hatte, aber ich sah überwiegend neue Gesichter.

Ich habe an diesem Tag auch mehrmals kurz ein Auge auf dich geworfen, aber dann bist du, während ich noch zögerte, mit einem anderen Gast aufs Zimmer gegangen. Also habe ich mich für eine andere Frau entschieden.

Ich habe mich schon gefragt, ob du mich überhaupt wahrgenommen hast und gerne mit mir gegangen wärst. Plötzlich war mir das sehr wichtig, das hatte mich bisher bei diesen zufälligen Bekanntschaften nie interessiert. Und zu dem Zeitpunkt hatte ich mit dir noch nicht einmal gesprochen.

Du hast dich mir auf jeden Fall eingeprägt als eine besonders schöne Frau mit Ausstrahlung.

Mir war überhaupt nicht aufgefallen, es schien überhaupt keine Rolle bei deiner Anziehungskraft auf mich zu spielen, dass du eigentlich gar nicht mein Typ warst, denn ich bevorzuge kleinere und dunkelhaarige Frauen, eigentlich keine blonden. Andererseits habe ich mit dieser Vorliebe in solchen Clubs oft schlechte Erfahrungen gemacht. Die dunkelhaarigen waren häufig nur geschäftstüchtig, technisch, wenig zärtlich, die blonden dagegen waren in den meisten Fällen ruhig, zärtlich, vertrauensvoll und nicht ganz so spürbar nur geschäftstüchtig.

Jedenfalls empfand ich das oft so.

Komisch ist, dass mir das gerade jetzt in Gedanken an dich so klar durch den Kopf ging.

Gab es eine Gedankenübertragung zwischen uns?

Erst sieben Wochen später komme ich zufällig wieder an diesem Wochentag in diesen FKK-Club. Ich erkenne dich sofort, aber ich bin eingeschüchtert durch deine Schönheit. Ich traue mich einfach nicht, eine so schöne Frau anzusprechen, scheine mir dir nicht wert zu sein. Du kommst sogar auf mich zu und fragst, ob ich etwas trinken möchte. Ich freue mich ungeheuer über deinen Kontaktversuch, du hast mich wahr genommen! Ich verneine deine Frage aber, da ich gerade einen Kaffee trinke und direkt davor mit einer anderen Frau auf dem Zimmer war.

Du hast mich so angestrahlt, diese Augen, wie kann man nur einer solchen Frau in diesem Moment einen Korb geben?

Ich ärgere mich gleich danach über mein Zögern. Als du dich dann später von einem anderen Besucher trennst, fasse ich Mut, spreche dich an der Theke an und frage, ob du mir Gesellschaft leisten möchtest und wir aufs Zimmer gehen können. Du scheinst dich sehr zu freuen. Beim Losgehen zögerst du kurz und weist darauf hin, dass du alles grundsätzlich nur mit Gummi machst. Da ich natürlich, wie fast alle Männer, immer auf möglichst tabulosen Sex hoffe und außerdem mein kleiner Freund mit Gummi völlig schlapp macht, zuckt ganz kurz eine winzige Enttäuschung in mir auf, ist aber sofort vorbei, ich möchte einfach endlich mit dir zusammen sein.

Du lässt es dann zu, dass ich dich mit den Fingern verwöhne und du sagst auch noch ganz offen und ehrlich, wie du es gern hättest. Ich bin unendlich glücklich und zufrieden. Es ist wunderbar, du bist so zärtlich, redest und fragst sehr vertraut und offen über Kinder, Leben, Gefühle. Du erzählst mir, dass du immer nur an diesem Wochentag, dem Dessous-Tag, hier bist, weil du nicht offen nackt herumlaufen möchtest. Ich finde eine solche Einstellung bei einer Prostituierten sehr eigenartig, habe das aber häufiger erlebt. Offenbar sind gerade Prostituierte oft sehr prüde aufgewachsen.

Natürlich will ich heraushören, dass du mir diese Info gibst, damit wir uns bald und nicht nur zufällig irgendwann wiedersehen. Du ergänzt noch, dass du alle zehn Tage auch im Haus nebenan bist.

Du verwöhnst mich mit einer Handentspannung.

Das war also unser erstes Mal. Es hat einen so nachhaltigen Eindruck auf mich hinterlassen. Ich habe plötzlich gespürt, dass ich genau eine Frau wie dich immer gesucht und bisher nie gefunden habe.

Es ist nachträglich unverzeihlich, dass ich mich an diesem Wochentag in der folgenden Woche anderweitig vergnügt habe. Und dann nach dem mir endlos lang erscheinenden dreiwöchigen Urlaub habe ich andere Wochentage gewählt. Ich kann es mir nicht mehr erklären. Hatte ich Angst vor der Einseitigkeit, der Abhängigkeit? Ganz tief im Innern aber sehnte ich mich danach, dich wieder zu treffen.

So komme ich dann gezielt an dem Wochentag, aber erst nach sechs Wochen, wieder in den FKK-Club.

Du bist da, und erkennst mich auch sofort, wir lächeln uns an. Du kommst und fragst mich, ob du mir Gesellschaft leisten darfst.

Klar, mein Herz hüpft vor Freude. Vielleicht magst du mich ja doch ein bisschen, oder ich bin dir wenigstens einfach sympathisch. Ich bilde mir jedenfalls ein, dass es nicht nur Kundenfreundlichkeit ist. Du holst mir was zu trinken und ich sage, dass ich deinetwegen extra heute gekommen bin.

Freust du dich?

Wir gehen aufs Zimmer. Es ist wunderbar. Zärtlichkeit, vertraute, sehr offene und persönliche Fragen und Antworten.

Ich verwöhne dich mit Fingern und Zunge und du genießt es ganz offensichtlich sehr. Ich bin glücklich.

Du machst mir eine Handentspannung, weist meine Unterstützung zurück als wäre es gegen deine Ehre, wenn ich nachhelfen müsste.

Wir plaudern sehr offen über Persönliches. Du bist alleinerziehende Mutter zweier Kinder, die alle zehn Tage für zwei Tage bei ihrem Vater sind. An diesen Tagen kommst du immer ins Haus nebenan. Du machst mich ausdrücklich darauf aufmerksam, wo ich im Internet deine Anwesenheitszeiten finden kann.

Ich gehe danach noch mit zwei anderen Frauen aufs Zimmer, beobachte dich aber zwischendurch ständig, wenn auch möglichst unauffällig. Was empfindest du, wenn ich mit anderen gehe? Ich bin schon ein ganz klein wenig eifersüchtig, wenn du mit anderen Männern redest und aufs Zimmer gehst. Aber natürlich weiß ich, wo wir hier sind, warum du hier bist und warum ich hier bin. Da darf kein Platz für Eifersucht sein, denn das würde unsere wunderbare Beziehung stören, belasten, zerstören. In den folgenden Tagen freue ich mich voller Aufregung auf diesen Wochentag in der nächsten Woche.

Ein kluger Mensch hat mal formuliert: Wenn man es als körperlichen Schmerz empfindet, wenn eine andere Person den Raum verlässt und man während ihrer Abwesenheit voller Unruhe an nichts anderes als an sie denkt, dann ist man verliebt.

Genauso geht es mir seit diesem Tag mit dir.

Genau eine Woche später bin ich um 15 Uhr wieder da, gehe suchend hinein und sehe dich nicht gleich. Ich laufe an dir vorbei, weil du auf einer quer stehenden Couch liegst. Gerade will sich eine kleine Enttäuschung anschleichen, da sprichst du mich fröhlich von hinten an. Ich hole mir was zu trinken und setze mich zu dir. Du fängst wieder sehr offen an zu plaudern. Ich fühle mich so wohl. Wir gehen eine Stunde aufs Zimmer, tauschen weitere sehr persönliche Details aus. Ich verwöhne dich mit der Zunge. Du äußerst wieder ganz offen deine Wünsche wie beim letzten Mal, du scheinst unser Zusammensein wirklich zu genießen und ich bin glücklich wie schon lange nicht mehr und genieße deine Handentspannung.

Ich erzähle dir, dass ich nachher mit ehemaligen Kollegen ins Kino gehe.

Ich muss deshalb aus Zeitgründen den Club verlassen, kann mich aber wirklich nur schwer trennen. Du stehst am Empfang und winkst mir nach. Zufall?

Ich denke täglich an dich, habe Schmetterlinge im Bauch.

Da es doch eigentlich zu nichts führen kann, habe ich Angst, du könntest meiner überdrüssig werden, „der schon wieder“, oder du könntest aus meinem Leben überraschend wieder verschwinden. Ich denke am Wochenende bei den zwei Fahrten nach und von meinem Heimatort nur an dich, was ich dich alles fragen könnte und möchte, dir erzählen könnte und möchte.

Welch eine Macht hat doch die Liebe über den Menschen.

Nach meiner Ankunft am Heimatort beginne ich abends damit, Notizen über uns zu schreiben. Nur so kann ich mir selbst klar werden über meine Gefühle.

Ich befolge deinen Tipp und schaue im Internet nach dem Haus nebenan, und tatsächlich, du bist für diese Woche dort angekündigt.

Es fällt mir sehr schwer, am Dessous-Tag nicht in den FKK-Club zu gehen, aber ich hatte es dir so angekündigt und gehe dann wie geplant, auch aus Zeitgründen, zur Tantra-Massage. Ich bereue es dann nicht wirklich, es war wie immer wunderbar.

Voller Unruhe schaue ich ständig ins Internet, die Schmetterlinge im Bauch geben keine Ruhe. Du wirst am Donnerstag im Haus nebenan sein. Ich bin unheimlich aufgeregt. Wirst du da sein und auch Zeit für mich haben?

Am Donnerstag bin ich dann um 15:45 dort. Du bist da, scheinst überrascht, aber auch sehr erfreut, mich zu sehen. Du hast schon einem anderen Gast einen Termin versprochen. Du hast also jetzt keine Zeit für mich. Ich bin sehr enttäuscht. Aber ich will mit dir zusammen sein und mich nicht für eine andere Frau entscheiden.

Ich setze mich ins Auto und lese, ab 17 Uhr wirst du Zeit für mich haben. Wir sind dann eine Stunde zusammen. Du weißt noch von meinem Treffen mit Kollegen und dem Kinobesuch. Ich freue mich, denn du scheinst dich wohl doch ein wenig für mich zu interessieren. Ich will das einfach glauben und ich spüre es.

Heute hast du keine Lust, dich verwöhnen zu lassen. Du bist sehr offen, dass du nicht möchtest, fügst aber eilig hinzu, dass ich natürlich darf, wenn ich möchte. Aber ich akzeptiere deinen Wunsch, denn du bist für mich nicht einfach nur ein Objekt meiner Begierde, sondern eine geachtete Partnerin. Möglicherweise hast du heute schon deine sexuelle Erfüllung gefunden. Wir streicheln uns ausgiebig und genießen es, du führst mich zärtlich zur Entspannung. Du küsst mir zweimal zurückhaltend aber doch aktiv auf den Mund. Ich bin voller Freude über diese Nähe, aber doch viel zu zögernd in der Erwiderung, ich möchte dich in keiner Weise mit einer Grenzüberschreitung erschrecken. Nächstes Mal werde ich dich fragen, ob ich dich umarmen darf, ich werde dann sicher ein zweites Mal mit dir aufs Zimmer gehen, einfach um dich zu streicheln. Werde ich dich darauf ansprechen wie du es empfindest, wenn ich nach dir noch mit einer anderen aufs Zimmer gehe? Ich möchte dir sagen, wie gern ich dich habe, aber natürlich weiß, wo wir sind, warum du hier bist und warum ich hier bin. Werden wir darüber offen reden können, wirst du es wollen?

„Gefällt dir eigentlich ein Vollbart?“

„Nein, nicht so sehr, aber Abrasieren würde sicher das Gesicht sehr verändern“

Du streichelst dann meinen Bart sehr zärtlich und schweigend. Worüber denkst du nach?

„Wie bist du zu diesem Job gekommen, wie knüpft man als Frau die Kontakte?“