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In diesem 3. Teil des erotischen Liebesromans werden die Seelenqualen eines unglücklich verliebten älteren Mannes beschrieben, dessen auch für ihn unerwartete Liebe zu einer ungewöhnlichen, wesentlich jüngeren Frau an einem dafür ungeeignet erscheinenden Ort nicht erwidert wird. In den Gesprächen zwischen ihr und ihm und in seinen Gedanken dazu wird sich fast jeder wiedererkennen, der einmal unglücklich verliebt war, genauso wie fast jeder, der glücklich verliebt war oder ist. Was hier berichtet wird, das geschieht immer wieder genauso überall auf der Welt zwischen zwei Menschen. Der eigentliche Anlass für dieses Buch war die ungewöhnliche Situation. Aber alles hätte auch genauso in jeder ganz normalen Situation bei einer zwischen zwei Menschen beginnenden Beziehung geschehen können. Die Erzählung schildert das Auf und Ab der Gefühle, der Ängste, der Sehnsüchte, der Zweifel, der Gewissheiten, des Seelenschmerzes, der Aussichtslosigkeit und der Hoffnung. Immer wieder, wenn sich gerade für den Leser eine Monotonie der Abläufe einzustellen scheint, ergeben sich schlagartig große Veränderungen für die beiden Protagonisten und das führt den Leser immer wieder neu zu der spannenden Frage „was und wie wird sich als nächstes ändern?“.
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Seitenzahl: 152
Veröffentlichungsjahr: 2014
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Ich schicke dir mittags voller Ungeduld eine SMS:
„Hallo Pat, nach dem Ball gestern habe ich gut und lange geschlafen. Hast du noch mal über eine gemeinsame Nacht nachgedacht? Ich würde mich riesig freuen, wenn du zustimmst, dass wir uns treffen. Ganz liebe Grüße und einen schönen Sonntag, Fred“.
Ich spüre, dass du heute länger für eine Antwort brauchen wirst. Ich bin hin und her gerissen zwischen Hoffen auf Zusage und Angst vor Absage, und muss mich dann auch zweieinhalb Stunden gedulden, dann kommt deine Antwort: „Hallo Fred wir können uns gerne treffen. …. Viele Hotels sind ausgebucht habe eins gefunden kostet 89 €. Könnte um 19 Uhr dort sein. Es ist mir sehr unangenehm, aber was hast du dir finanziell vorgestellt?“.
Sofort schreibe ich eine Antwort: „Hallo Pat, das muss dir gar nicht unangenehm sein, denn ich möchte dir den Ausfall schon ersetzen. Ist der Betrag ok? du darfst gern einen anderen Vorschlag machen, Tageseinnahme, trau dich, wir werden uns schon einigen. Ich habe dich sehr gern, ich freue mich. Buchst du bitte das Zimmer! Lg Fred“. Ich bin auf Wolke sieben, unendlich glücklich.
Kurz darauf deine Antwort: „Mir ist das aber peinlich normalerweise ist für eine Nacht das Dreifache ich würde sagen mindestens 2/3 oder wir machen einen Nachmittag bummeln gehen Essen und kein Hotel. Tut dir dann nicht so sehr weh“.
Ich antworte sofort; „Also das Dreifache, ich will gar nicht handeln, hatte nur keine Ahnung. Bitte buchen, bis bald lg Fred“. Und du antwortest: „Danke ich buche wünsche dir noch einen schönen Abend. Drücke dich und schlafe schön. Lg Pat“.
Jetzt tobt ein Orkan von Gefühlen und Gedanken in mir, Herz und Gehirn sind in Aufwallung, alles stellt sich jetzt wieder in Frage. Ich bin auf deinen finanziellen Vorschlag eingegangen, obwohl ich damit an meine Grenzen stoße, schneller als ich wollte. Aber ich möchte eine Nacht mir dir verbringen. Eigentlich wird andererseits jetzt endgültig doch offensichtlich, dass es für dich in erster Linie um die Einnahmen geht, nicht um das Zusammensein aus Zuneigung.
Ist eine solche Hotelnacht nicht das erste Mal für dich? Dann sind deine Anwesenheiten im FKK-Club und die damit verbundenen Einnahmen doch nicht alles, oder? Wie soll das weiter gehen, muss ich da raus, will ich da raus?
Kann ich beim nächsten Treffen wirklich ganz normal unsere kleinen Gespräche und Diskussionen führen, kann ich dich noch unbefangen sehen und behandeln als von mir geliebte Frau, die irgendwann auch ihre Zuneigung zu mir findet und offenbart? Nutzt du meine Zuneigung nur ganz geschickt aus wie alle in deinem Job?
Bin ich vielleicht doch nicht der einzige, bei dem du dich so zutraulich verhältst, ist das Alles nur kühle Berechnung, bin ich abgehakt, wenn die Finanzen meine Besuche nicht mehr zulassen?
Hätte ich es bei den, eventuell sogar reduzierten Besuchen im FKK-Club belassen sollen, es akzeptieren, wenn du dich anderen zuwendest und froh sein, wenn der finanzielle Kelch an mir vorüber geht?
Ich bin so ratlos. Nun war ich tagelang in Unruhe, du könntest mir das Ansprechen des Finanziellen übel nehmen und nun kommt es knallhart umgekehrt.
Meine Angst, es könnte nichts werden, wandelt sich nun in Angst, dass dieser Tag unsere Beziehung zum Schlechten verändert. Kann und wird irgendwann Ruhe einkehren?
Ich bin so ratlos, aber ich kann mit niemandem über dich reden, kann mir nirgendwo Rat holen. Ich sitze in der Falle wie so viele Männer vor mir und nach mir. Warum mache ich mir mein Leben so schwer?
Ich bin voller Unruhe darüber, was ich angerichtet habe. Unsere Treffen hatten trotz der Umgebung ein gewisses Maß an Unschuld und Unbefangenheit. Diese Unbefangenheit ist möglicherweise für immer verloren.
Aber ist nicht meine Grunderkenntnis, dass man mit jeder Entscheidung hadert, wenn man sie getroffen hat. Alles hat auch sein Gutes.
Ich weiß jetzt weniger denn je, ob ich deine echte Zuneigung jemals bekommen werde, aber ich weiß auch, ich werde weiter nach dem Zusammensein mit dir streben, so oft und so viel wie mir möglich ist. Ich möchte, dass es dir gut geht und damit stellt sich die Frage gar nicht, ob du mich ausnutzt. Ich will jeden Augenblick mit dir genießen, glückliche Momente erleben, die mir so lange gefehlt haben. Ich will einfach, dass das nächste Treffen schön wie immer und die gemeinsame Nacht am folgenden Tag noch schöner sein werden. Das kann man mir nie wieder nehmen, es macht mein Leben reicher. Ich will es und alles andere ist egal.
Heute spüre ich mehr denn je, dass eine ständige Unruhe und Aufregung allgegenwärtig ist, ob vor einer Entscheidung, nach einer Entscheidung, vor einem Treffen oder nach einem Treffen mit dir. Heute kommt durch das Ende der Unschuld und Unbefangenheit auch noch dieses Schwindelgefühl und Herzrasen dazu, das mich schon ein paar mal seit wir uns kennen heimgesucht hat. Aber Wohl- und Glücksgefühl behalten die Oberhand.
Andererseits taucht mit aller Klarheit wieder der Gedanke, die
Angst vor mir auf, du könntest doch deinen altersentsprechenden Traumprinzen treffen, so wie deine Freundin, und dann schlagartig und für immer für mich unerreichbar sein. Sicher hoffst du auf deinen Traumprinzen um deinetwegen und deiner Kinder wegen genauso, und mit Recht, wie ich befürchte.
Deshalb strebe ich an, meine Ausgaben zu strecken, um mich möglichst noch lange mit dir treffen zu können und dir damit auch ein regelmäßiges Einkommen zukommen zu lassen. Aber für dich ist das gar nicht sinnvoll, du hoffst natürlich, diesen Job möglichst bald aufgeben zu können, bis dahin aber möglichst viel Geld abzuschöpfen. Denn ein langfristig regelmäßiges Einkommen durch diesen Job ist dir eher ein Graus oder du hast Angst, ihn altersbedingt bald aufgeben zu müssen. Also musst du vorher das Maximum herausgeholt haben.
Ich bin schon sehr gespannt, wie insbesondere du und dann wir gemeinsam über dieses Thema Geld reden werden.
Warum sagst du immer, dass es dir unangenehm ist und dann gehst du es doch so professionell an?
Jede Romantik scheint wie weggeblasen, aber dann taucht doch das kleine Engelchen auf und meint „vielleicht sagt sie dir, dass sie dir gar nicht so viel Geld abverlangen will, weil sie dich auch mag“. Da ist wieder dieser Hoffnungsschimmer, dass du doch mehr als Sympathie wie nur für einen guten Kunden für mich empfindest oder auf dem Weg dorthin bist. Doch gleich drängt sich wieder das Teufelchen in den Vordergrund, lacht schallend und meint „wie kannst du nur so verblendet und blöd sein, natürlich nimmt sie dich nur aus, wahrscheinlich bist du nicht der einzige. Bist du sicher, dass sie keine Erfahrung mit diesen Hotelnächten hat?“.
Nach unserem Telefonat war ich noch voller Besorgnis, du könntest mir meine finanziellen Andeutungen für ein so „privates“ Treffen übel nehmen, heute nun meine große Betroffenheit, dass du ganz selbstverständlich für diese ganz „kommerzielle“ Nacht den wohl üblichen Hostessen-Preis verlangst. So schnell ändern sich die Dinge, Gefühle und Betrachtungsweisen. Für mich war immer klar, dass ich es mir finanziell nie zumuten würde, mit einer Begleithostess eine Nacht zu verbringen. Aber mit dir ist alles ganz anders, es geht nicht um eine Nacht mit irgendeiner Frau, es geht um das Zusammensein mit dir, nur mit dir.
Ich mag dich so sehr, ich sehne mich so sehr nach dir. Aber werde ich weiterhin alle denkbaren Ausreden daheim aufwenden, um jeden Termin bei dir wahrnehmen zu können? Es nicht zu tun, würde mir sehr, sehr schwer fallen. Aber vielleicht werde ich mich einschränken müssen. Und dann werde ich nicht mehr dieses Vorrecht auf deine Zeit haben, werde möglicherweise vergeblich nach dir Ausschau halten. Ich werde sehr leiden, denn noch fühle ich unverändert „ich liebe dich“.
Ich will die Hoffnung auf ein gemeinsames glückliches Ende dieser Leidenszeit nicht aufgeben, obwohl mein Verstand sagt, das es niemals so werden wird wie ich es erträume.
An meinem Grundzustand hat sich nichts geändert, meine Gedanken sind ständig voller Liebe bei dir, mein Herz klopft in Vorfreude auf Morgen, dann kann ich dich endlich wieder in die Arme schließen.
Zur Ablenkung und gleichzeitig, um innerlich trotzdem ungestört bei dir sein zu können, arbeite ich an den Notizen. Ich überlege, ob ich mit dir gemeinsam Rückschau halte und über alles rede, was ich mir von der Seele geschrieben habe.
Dann habe ich wieder Angst, du könntest mir einige meiner dunkleren Gedanken übel nehmen und dich deshalb von mir abwenden.
Zum ersten mal seit der Pubertät bin ich sieben Tage enthaltsam gewesen, ich wollte es einfach nur mit dir machen. Und ausgerechnet zu dem Zeitpunkt gerät mein schönes Bild unserer Beziehung ins Wanken.
War die sexuelle Vielfalt des Sommerhalbjahrs nicht doch das, was ich eigentlich wollte? War diese Abwechslung, waren diese vielen unterschiedlichen Frauen nicht wunderbar und dann auch noch finanziell günstiger als die enge Bindung an dich?
Ich bin mir gar nicht mehr so sicher, ob ich nicht dahin zurückkehre. Die Unverbindlichkeit der Begegnungen würde nicht meine Aufmerksam trüben, falls ich einer Frau begegne, die meine Liebe erwidern oder deren Liebe ich erwidern könnte und möchte.
Auch wenn ich es immer noch nicht wahr haben will, aber die Unbefangenheit ist beschädigt. Ich erwische mich bei der Erkenntnis, dass ich seit gestern gar nicht mehr die Stunden zähle bis wir uns Morgen endlich wiedersehen, weil ich ein wenig Angst habe vor der Begegnung. Jetzt sind es noch 26 Stunden. Ich bin so unendlich müde, abgespannt, am liebsten würde ich jetzt diese 26 Stunden einfach schlafen.
Wie belastet wird unser Zusammensein sein? Wird es dir egal sein oder wirst du versuchen, meine Zweifel zu entkräften, meine Zuneigung wieder einzufangen?
Wie schnell kann sich alles ändern. Aber ich will nicht verzagen, dass ich das mit meinem Wunsch nach einer gemeinsamen Nacht verursacht habe, es ist doch auch gut so, wenn Klarheit herrscht. Aber herrscht wirklich Klarheit?
Ich weiß nicht, was ich glauben, denken, fühlen oder wie ich handeln soll. Warum führt einen das Leben immer wieder in so schier aussichtslose Situationen? Vielleicht gibt es doch langfristig einen dritten Weg für uns, denn schließlich sind deine Nachrichten immer sehr lieb und persönlich und es gibt inzwischen einiges ganz privates und gemeinsames zwischen uns. Dabei kommen mir im Moment natürlich doch Zweifel, ob ich dir die Rechte an einem meiner Bücher wirklich komplett übertrage oder dich nur beteilige, um dich so noch an mich zu binden. Auch muss ich mich fragen, ob ich dir weiter einen Zuschuss fürs Auto anbieten kann, wenn du einen solchen Preis für eine Nacht mit mir verlangst. Finanziell ist das für mich dann doch eher ein „Entweder-Oder“.
Der Wunsch, dir etwas ganz Persönliches wie ein Schmuckstück zu Weihnachten zu schenken, ist nicht mehr da. Warum hast du eigentlich mit „das ist doch immer viel zu teuer“ abgelehnt?
Das kannst du bei der Erwartung einer so hohen Bezahlung für eine Nacht nicht wirklich ehrlich meinen.
Aber Schokolade als Mitbringsel habe ich heute wieder für dich gekauft und ich schaue auch ständig nach, ob vielleicht eine SMS von dir da ist. Morgen früh werde ich dir eine schicken. Ich möchte einfach zur Normalität zurückkehren, ich darf mich nicht verrückt machen.
Wie das klingt „zurückkehren“, unsere Nacht hat doch noch gar nicht stattgefunden. Ich bin so nervös, mein Herz rast, meine Hände zittern. Warum tue ich mir das an?
In der Liebe bevorzugt man offenbar den Schrecken ohne Ende und hält das Ende mit Schrecken für unvorstellbar.
Endlich dein Wochentag. Ich fahre früh zum Haus meiner Freundin wegen der Post. Ich schicke dir von dort gegen 8 Uhr eine SMS: „Guten Morgen Pat, ich wünsche dir wieder eine gute Fahrt, bin dann wieder um 15 Uhr da, freue mich. Ganz lg Fred“. Heute zittern meine Hände weniger in Vorfreude, sondern eher aus Angst vor der inneren Veränderung unserer Begegnungen. Ich freue mich einerseits schon, bin nach wie vor glücklich, dass es dich gibt. Aber ich bin auch traurig, ängstlich, enttäuscht, niedergeschlagen. Dein professionelles, finanziell hartes Angehen des Übernachtungs-Treffs hat mich aus dem schönen Traum gerissen, dass es von dir aus doch mehr als nur eine rein kommerzielle Beziehung ist. Es hat für mich alle Hoffnung zerschlagen, dass ich für dich mehr sein könnte als nur ein angenehmer Stammkunde. Kann ich deine Zuneigung und Zärtlichkeit, deine Zeit für mich und unserer Gespräche wirklich nur kaufen? Wirst du mir nie von dir aus etwas geben, wenn nicht aus Liebe dann doch wenigstens aus echter Zuneigung?
Es macht mich alles sehr traurig. Einerseits möchte ich es dir alles sagen, mich erleichtern, andererseits kann und will ich dir nicht wirklich Vorwürfe machen, denn ich will es doch so.
Also werde ich versuchen, meine dunklen Gedanken nicht anzusprechen, sondern die Momente der Vertrautheit und der Zärtlichkeit mit dir wie bisher einfach zu genießen. Ich möchte, dass es dir gut geht und wünsche mir natürlich, dass du bei mir auch ein kleines bisschen glücklich bist. Du hast es verdient.
Um 9:15 endlich das ersehnte Ping: „Hallo Fred habe im Radio gehört 18 Km Stau. Schrecklich! Freue mich auch bis später. Lg Pat“.
Mittags steigt meine Aufregung, zunehmend wieder in freudiger Erwartung, dich in die Arme zu nehmen, die dunklen Wolken verschwinden im Hintergrund.
Als ich pünktlich ankomme, sehe ich dein Auto, was mich sehr beruhigt, und parke direkt daneben. Ich sehe dich bereits im Empfang, Ihr schaut Euch zu mehreren Topf+Besteck-Angebote an. Du bist ganz vertieft, dann aber schaust du dich um und kommst sofort zu mir, um mich herzlich zu begrüßen. Nach meinem Umkleiden gehe ich wieder oben ohne hinein, du bist noch nicht an der Theke, kommst aber dann doch sofort. Du bist allerdings noch ganz in Euphorie wegen einer Besteckbestellung. Dann setzen wir uns mit einem Kaffee aufs Polster.
Du bemerkst sofort, dass ich sehr bedrückt bin, das Lächeln fällt mir schwer. Ich sage pauschal „ich habe gerade viele Sorgen“. Ob du ahnst und spürst, dass genau du der Anlass meiner Sorgen bist? Allmählich werde ich ruhiger, weil du so lieb, so normal vertraut bist. Und es wird dann ein wunderschöner Nachmittag.
Du erzählst, dass du dich unglaublich über den Besteckkauf freust wie über die neuen Möbel. Leider wurde die Lieferung wegen des Tisches verschoben.
Wir holen uns ein Getränk, Dann schickst du mich zunächst allein aufs Zimmer, da Unruhe bei dir wegen der Besteckkorrektheit aufkommt, das möchtest du klären.
Ich warte voller Ungeduld, aber du kommst doch bald.
Wir umarmen uns mehrfach, mit Dessous und dann nackt, es ist wie immer ganz wunderbar, wegen meiner Ängste eher noch schöner, du bist mir so nahe. Mit viel Ruhe und ausdauernd streicheln wir uns in allen Stellungen gegenseitig sehr ausgiebig und kuscheln auch immer wieder in verschiedenen Lagen. Zunächst verwöhne ich dich und versuche mir besonders viel Mühe zu geben, all meine Erfahrung einzubringen und ich habe auch das Gefühl, dass du ganz besonders heftig reagierst und darüber auch sehr glücklich bist. Dann widmest du dich meiner Entspannung und heute gelingt es dir, was ich all die Wochen so gehofft hatte, du bringst mich oral zum Höhepunkt bei einer hinlänglichen Erektion. Vor irrsinnigem Glück über diese Situation breche ich unter heftigem Schluchzen in Tränen aus. Du nimmst mich zärtlich in die Arme. Ich sage dir, dass ich in Hoffnung auf dieses Gelingen extra eine ganze Woche enthaltsam gewesen bin, zum ersten Mal seit der Pubertät. Ich habe nur ein paar Mal vorbereitend mit mir gespielt ohne Entspannung, weil das steigernd wirken soll.
„und wie das gewirkt hat, das war wirklich heftig“
Die dritte Stunde widmen wir uns wieder ausschließlich dem Streicheln und Kuscheln. Zweimal rauchst du eine Zigarette. Wir reden darüber, deinen Kindern gefällt es auch nicht. Du meinst allerdings, dass es stark vom Umgang abhängt und dass du in dieser Umgebung niemals damit aufhören könntest. Als du einmal durch den Raum gehst, schaue ich deine wunderbare
Figur an und frage nach deiner Konfektions- und BH-Größe.
„36, BH 75A bei H&M 75B“
Ich spreche darüber, dass manche Frauen mit zunehmendem Alter eher attraktiver werden, und du gehst positiv darauf ein, wir sind uns einig bei Veronica Ferres, Iris Berben, Hannelore Elsner und Ruth-Maria Kubicek.
Nach einer Gesprächspause schaue ich dich intensiv an.
„ich würde so gern deine Gedanken kennen, was du über uns und mich denkst. Du kennst mich besser als ich dich“
„ich denke, dass du ein ganz Lieber bist“
„ich möchte, dass es dir gut geht, wenn ich bei dir bin, dass du ein wenig glücklich bist“
„…es ist wunderbar mit dir“
Ich bin natürlich geschmeichelt und ich gebe mich dem Gefühl hin, ich habe wieder einen kleinen Schritt zu deinem Herzen gemacht. Ich umarme dich.
„ich mag dich sehr gern“
Du streichelst mir zärtlich und ausgiebig Kopf und Stirn.
„du hast so viele Gedanken im Kopf“
Ich bin ganz ruhig und genieße es, leichte Tränen fließen mir aus den Augenwinkeln. Ich spreche von meiner Freundin und meinem Sohn, du fragst nach, wie es seiner Freundin geht.
Deine Kinder gehen auf die Gesamtschule, was ich ganz toll finde, aber beide haben gerade Probleme. Dein Sohn lässt gerade in den Leistungen etwas nach, deine Tochter möchte aus der Klasse raus, was den Wechsel auf eine Realschule bedeuten würde. Ich versuche dich zu bestärken, hart zu bleiben, den Wechsel zu vermeiden, später bekommst du sonst Vorwürfe von ihr.
Wir sitzen uns mit umschlingenden Beinen gegenüber.
„natürlich wünsche ich dir, dass du deinen Traumprinzen findest, aber ich fürchte das auch, weil ich dich dann verlieren würde, das wäre furchtbar für mich“
Du schaust mich traurig und lieb zugleich an.
„ich glaube eigentlich nicht mehr an den Traumprinzen, aber vielleicht gibt es doch irgendeine Lösung“ „es muss so vieles passen, auch mit den Kindern“ Du nickst, wieder sehr traurig.
Dann erzähle ich, dass ich mal zu meiner Freundin gesagt habe „ich könnte es wahrscheinlich seelisch nicht ertragen neben einer Ehefrau noch eine neue Tanzpartnerin und eine Geliebte zu haben“. Dann schaue ich dir in deine wunderschönen Augen. „und jetzt habe ich eine Geliebte, fast jedenfalls“
Du schaust mich ganz ruhig an und sagst zunächst nichts, dann aber plötzlich ziemlich heftig:
„du hättest und würdest dich nie von deiner Familie trennen, dazu bist du einfach zu pflichtbewusst“
Sagst du das, weil du darüber nachgedacht hast, was mit uns sein könnte, wenn ich Single wäre, oder vergleichst du mich nur mit jemand anderen? Es klang schon so, als hättest du über uns nachgedacht und bist fast ein wenig zornig über mein Pflichtbewusstsein, andererseits aber auch beeindruckt, so dass
