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Endlich ist der lang ersehnte Welpe da! Doch das Zusammenleben ist nicht immer eitel Sonnenschein. Damit Mensch und Hund einen gelungenen Start ins gemeinsame Leben finden, helfen Perdita Lübbe-Scheuermann und Frauke Loup mit kompetentem Rat und praktischen Tipps: von der Auswahl des Welpen und seiner Eingewöhnung über die richtige Ernährung und Pflege bis hin zur Erziehung. Das erfolgreiche Buch wurde für diese Neuausgabe komplett aktualisiert und neu bebildert.
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Seitenzahl: 157
Veröffentlichungsjahr: 2013
1 Perdita Lübbe-Scheuermann Frauke Loup Unser Welpe Auswahl und Eingewöhnung Erziehung und Beschäftigung
Überlegungen vor dem Kauf Eigenschaften eines Hundebesitzers Ein neuer Lebensrhythmus beginnt Die Wahl des richtigen Hundes Verschiedene Rassen EXTRA Sind Sie welpen-fit? Rüde oder Hündin? Der Welpe wird ausgesucht Lassen Sie sich Zeit Ein Welpe vom Züchter EXTRA Wie erkennt man einen guten Züchter? Hunde aus dem Tierheim Aus der Nachbarschaft Das Märchen vom „Alphahund“ Dieser Welpe soll es sein Der Einzug rückt näher Die Einkaufsliste Haus und Garten welpensicher machen Einen Namen aussuchen Klarheit in der Familie Hunde und Kinder Welpen verstehen Abholen und eingewöhnen Den Welpen abholen Zu Hause angekommen Müder Welpe Die ersten Tage Hund, Katze, Nager & Co. Spielregeln im täglichen Umgang Das kann Ihr Welpe lernen Beizeiten beginnen Stubenreinheit Alleine bleiben Beißhemmung Treppen steigen Die ersten Spaziergänge Inhalt
Warten lernen „Hier“ EXTRA Beim Heranrufen beachten „Bei“ - an der lockeren Leine „Sit“ „Platz“ „Nein“ und „Aus“ EXTRA Signale auf einen Blick Gemeinsame Outdoor-Beschäftigungen Die Sozialisierung Früh beginnen Nutzen Sie Welpenspielstunden Menschen aller Art Artgenossen und andere Tiere Auto fahren Lärm Unterschiedliche Bodenbeläge und Treppen Ernährung und Pflege Der Nährstoffbedarf Die Fütterung Körperpflege Impfungen Entwurmen Äußere Parasiten Die Mensch-Hund-Beziehung Für ein harmonisches Miteinander Wie sich Stimmungen übertragen Gefahrenabwehr Spaß und Grenzen Service Zum Weiterlesen Nützliche Adressen Welpenpass Impressum
Überlegungen vor dem Kauf
Eigenschaften eines Hundebesitzers Eigenschaften eines Hundebesitzers Über einen Punkt sollten Sie sich in jedem Fall im Klaren sein: Der kleine Kerl wird Ihren Alltag gehörig auf den Kopf stellen! Damit dies eine schöne und erlebnisreiche gemeinsame Zeit wird, statt sich zu einer nervenaufreibenden Angelegenheit zu entwickeln, ist die richtige Vorbereitung auf das neue Familienmitglied außerordentlich wichtig. Souveränität und Gelassenheit Mit Souveränität und Gelassenheit überzeugen wir unsere Hunde am meisten, denn sie merken, dass es sich lohnt, sich an unserer Seite aufzuhalten, sich an uns zu orientieren und sich uns vertrauensvoll anzuschließen. Souverän ist, wer signalisiert, dass er weiß, was er tut – jemand, der die Lage im Griff hat. Damit vermittelt er dem Gegenüber Sicherheit. Ein tolles Gefühl, wenn man so jemanden bei sich hat! Und wenn derjenige auch noch schwierige Situationen gelassen meistert, ist er „anhimmelnswert“! Es gibt viele Gründe, einen Welpen bei sich aufzunehmen – möglicherweise soll der lang gehegte Traum von einem Hund endlich in Erfüllung gehen oder Sie wollen Ihrem vierbeinigen Freund einen Kumpel dazugesellen. Vielleicht ist aber auch Ihr langjähriger Gefährte gestorben und Sie wünschen sich einen neuen Hund an Ihrer Seite. Gemeinsam mit Spaß und Freude durch das Welpenalter!
Ganz gleich, auf welche Gedanken Ihr Welpe kommen und was er durch die Gegend schleppen wird: Eine Portion Humor gehört bei der Hundeerziehung dazu.es, über seine Albernheiten zu lachen. Doch bedenken Sie: Er merkt, dass Sie ihn beobachten und über seinen Blödsinn grinsen. Vielleicht fühlt er sich im gerade gezeigten Verhalten bestärkt. Sich über Albernheiten zu amüsieren, das schafft jeder – und wenn Sie auch noch über die zerkauten Golfschuhe lachen können, haben Sie die richtige Einstellung. Hundeverstand Hundeverstand ist wichtig, um auf die Bedürfnisse des Hundes einzugehen und ihn zu verstehen. Hundeverstand hat nichts damit zu tun, ob und wie lange man schon Hunde hält oder hatGeduld Geduld schont Ihre Nerven, denn hektische und ungeduldige Erziehungsversuche verwirren den Vierbeiner nur und sind nicht förderlich. Hunde reagieren sehr sensibel auf unsere Stimmungsübertragung: Sind Sie hektisch und werden laut, wird Ihr Welpe – je nach Typ – darauf reagieren. Der eine merkt, dass der Mensch nicht Herr der Lage ist, und wird ihn möglicherweise zukünftig nicht mehr ernst nehmen, der andere reagiert verunsichert. Bleiben Sie ruhig und gelassen, auch wenn er schon das dritte Mal einen kleinen See auf dem Parkett hinterlässt oder Möbel ankaut. Bedenken Sie, dass Ihr Welpe nichts tun wird, um Sie zu ärgern, sondern dass er es noch nicht beziehungsweise anders gelernt hat. Vielleicht hat er auch noch nicht verstanden, was Sie von ihm wollen. Humor Humor hilft Ihnen, die Welpenzeit positiv zu erleben. Gewähren Sie dem Vierbeiner im von Ihnen vorgegebenen Rahmen Freiheiten und genießen Sie Info Voraussetzungen Diese Eigenschaften sollte ein Hundebesitzer mitbringen: > Souveränität/Gelassenheit > Geduld > Humor > Hundeverstand > Konsequenz Überlegungen vor dem Kauf
Zwischen allem Trubel, der mit einem Welpen ins Haus kommt, gehören ruhige Momente dazu und festigen die Mensch-Hund-Beziehung ungemein. Ein neuer Lebensrhythmus beginnt In dem Moment, in dem Sie den Welpen in Ihr Auto setzen, um ihn mit nach Hause zu nehmen, wird nichts mehr so sein wie zuvor. Der Einzug des Welpen bringt einige Veränderungen mit sich: Seien Sie sich bewusst, dass Sie sich folgende Dinge für geraume Zeit „abschminken“ können: Ausschlafen: Welpen haben eine kleine Blase und können diese noch nicht richtig kontrollieren. Einige schaffen es nach einer Woche, Sie bis acht Uhr morgens ausschlafen zu lassen, andere müssen noch nach vier Wochen morgens um vier oder fünf Uhr in der Früh nach draußen – auch im Winter. Urlaub: Warten Sie möglichst eine Weile, bevor Sie den Kleinen aus seiner Umgebung reißen, in die er sich gerade erst eingewöhnen soll. Zuerst sollte außerdem die Beziehung zu Ihnen gefestigt werden, bevor er längere Zeit von Ihnen getrennt ist, wenn Sie ihn nicht mitnehmen können. Außerdem ist das Immunsystem des Welpen noch nicht so stabil: Zu viel Trubel, Stress und Aufregung können der Gesundheit und der Psyche schaden. Auch mehrstündige Einkaufsbummel mit der Familie sollten noch so lange warten, bis das Kerlchen diesen Touren sowohl körperlich als auch mental gewachsen ist. Nutzen Sie Ihren Jahresurlaub, um sich intensiv mit Ihrem neuen Familienzuwachs zu beschäftigen und eine stabile Beziehung aufzubauen. Das wird sich in den kommenden zehn oder 15 Jahren auszahlen. Der Alltag wird zunächst von den Bedürfnissen des Welpen bestimmt. Mehrmals täglich füttern und Gassi gehen, der Besuch von Welpengruppen te. Es gibt Menschen, die seit 30 Jahren Hunde halten und fast nichts über diese Geschöpfe wissen, und es gibt Menschen, die das erste Mal Hundebesitzer werden, sich gewissenhaft darauf vorbereiten und eine natürliche Souveränität besitzen. Konsequenz Konsequenz brauchen Sie, um den Welpen mit Ihren Regeln vertraut zu machen. Wenn Sie diese klar, unmissverständlich und ohne Ausnahme aufzeigen, wird der Kleine sie ganz schnell akzeptieren. Er merkt, dass Sie hinter dem stehen, was Sie sagen und meinen.Damit sind Sie für ihn in jeder Hinsicht berechenbar. Ein Hin und Her hingegen lässt ihn im Unklaren, was erlaubt ist und was nicht. Wie soll er verstehen, dass Sie ihm das eine Mal Zutritt zur Küche gewähren, das andere Mal wieder nicht? Das ist so, als würden rote Ampeln für Sie montags, mittwochs und samstags „Halt“ bedeuten und dienstags, donnerstags, freitags und sonntags dürften Sie fahren. Das führt zu Verwirrung! Ein neuer Lebensrhythmus beginnt
Überlegungen vor dem Kauf Kleine Hunde sind häufig sehr aktiv und brauchen ausreichend Beschäftigung und Bewegung.etwas besser auf ein Leben mit Hund vorbereiten. Dann sollten Sie sich die nötige Zeit gönnen und sich die Fragen zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal stellen. Möglicherweise sind dann die Umstände für den Einzug eines jungen Vierbeiners günstiger. Wenn Sie jedoch alle Fragen zum Wohle des Hundes beantwortet haben, sind Sie ein echter „Hundemensch“. Die erste Hürde ist genommen, doch nun steht Ihnen eine große Entscheidung bevor: Welcher Hund soll an Ihrer Seite leben? Die Wahl des richtigen Hundes Berufen Sie den Familienrat ein, überlegen Sie gemeinsam und schreiben Sie auf, was Sie von Ihrem Hund erwarten. Wollen Sie Sport mit ihm treiben? Gibt es viele Treppen im Haus, die der Vierbeiner steigen muss? Möchten Sie viel Zeit in die Fellpflege investieren oder haben Sie es lieber kurz und praktisch? Wünschen Sie sich einen Hund, der an Ihrem Bein klebt und nur auf Ihr nächstes Signal wartet, oder können Sie sich eher eine etwas selbstständigere Hundepersönlichkeit vorstellen, die ihren „eigenen Kopf“ hat? Leben Sie in einem Haus oder teilen Sie sich Flur, Treppen, und das Durchführen kleiner Übungen, viele kurze Spiel- und Schmuseeinheiten und natürlich Ruhephasen für den Welpen sollten in den Alltag einbezogen werden, was mitunter ein wenig Organisationstalent erfordert. Gibt es Zweifel? Sind Sie bei einigen Fragen ins Grübeln gekommen, sollten Sie sich überlegen, ob jetzt wirklich der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um ein Hundekind aufzunehmen. Vielleicht können Sie momentan nicht die Zeit aufbringen, die mit der Erziehung eines Hundes verbunden ist, eventuell lässt die Wohnsituation noch zu wünschen übrig oder Sie wollen sich noch Tipp Platzangebot Wenn Sie in einer Zwei-Zimmer-Wohnung leben, muss das noch lange kein Ausschlusskriterium für einen Berner Sennenhund oder Neufundländer darstellen. Viele Menschen wünschen sich für ihre 65 m2-Wohnung einen kleinen Hund, aber ein Jack-Russell-Terrier kann durchaus 10-mal aktiver sein als ein großer Hund. Viele Menschen meinen: Kleiner Hund bedeutet wenig Arbeit, aber das ist ganz gewiss nicht so. Oftmals ist der „Riese“ ruhiger als der kleine „Wirbelwind“.
Die Wahl des richtigen Hundes Retriever sind Apportierhunde und wollen ihrer Veranlagung entsprechend gefördert sein.den? Warum apportieren Retriever gern? Warum gehen Neufundländer mit Wonne ins kalte Wasser? Warum will der Border Collie seinen Sozialverband zusammenhalten? Warum begegnet ein Owtscharka Besuchern misstrauisch? All diese Fragen und noch viele andere lassen sich ganz schnell beantworten, wenn man sich mit den geschichtlichen Hintergründen befasst. Dadurch erhalten Sie auch Anhaltspunkte, ob ein Hund einer Rasse sich eher an einen einzelnen Menschen bindet oder gleich die ganze Familie ins Herz schließt, ob er eher ein gemütlicher Typ ist oder ein unermüdlicher Quirl. Das Wissen über die jeweilige Rasse kann Ihnen später bei der Erziehung weiterhelfen. Natürlich kann eine Rassebeschreibung keine allgemeingültige Aussage über jeden Hund dieser Rasse geben, dazu sind diese Geschöpfe viel zu einzigartig. Es wird immer wieder Typen geben, die vom Standard abweichen, sei es im Äußeren oder in ihren Veranlagungen und „Hobbys“. Doch eine Vorabinformation kann neugierig machen und Anlass geben, einen Hundetyp genauer unter die Lupe zu nehmen, beispielsweise durch Fachbücher, durch Gespräche mit Haltern, Züchtern und Hundefachleuten. Aufzug und Wände mit Nachbarn, die sich an Schmutz oder Gebell stören könnten? Schreiben Sie einfach alles auf, was Ihnen wichtig ist. Die „inneren“ Werte zählen Leider werden Hunde noch viel zu oft nach Ihrem Äußeren ausgesucht und ihren „inneren Werten“ wird viel zu wenig Beachtung geschenkt. Doch gerade diese sind ein wichtiger Hinweis darauf, wie sich Ihre gemeinsame Zukunft gestalten wird. Veranlagungen und Bedürfnisse gehören zu einem Hund wie Fellfarbe oder Größe und machen einen Teil seiner Persönlichkeit aus. Aber es spielen auch der Umgang mit dem Hund und seine Erziehung eine entscheidende Rolle im Hinblick auf seine Entwicklung. Verschiedene Rassen Sie sollten sich mit verschiedenen Rassen bzw. Hundetypen auseinandersetzen – auch wenn Sie einen Mischling wollen. Jede Rasse wurde ursprünglich für eine bestimmte Aufgabe gezüchtet und auf ihre Eigenschaften und Fähigkeiten selektiert. Der Job, den eine Rasse früher hatte, bestimmt auch heute noch in vielen Punkten das Verhalten der Vierbeiner und ist der Schlüssel zu einem besseren Verständnis. Warum hat der Dackel ständig die Nase am Bo
Eine große Aufgabe Einen Welpen aufzunehmen, ist eine große Verantwortung. In den ersten Monaten werden die Weichen für sein weiteres Leben gestellt. Ihr Engagement entscheidet wesentlich darüber, ob aus dem Zwerg ein ausgeglichener Vierbeiner wird, der entsprechend seiner Veranlagung gefördert und gefordert wird, der sich souverän neuen Situationen stellt, verträglich mit Artgenossen und Menschen umgeht und der gemeinsam mit Ihnen Ihren Alltag erlebt. Vorher überlegen Holen Sie sich nicht übereilt oder aus einer momentanen Laune heraus einen Welpen ins Haus. Überlegen Sie bitte vorher genau, ob Sie fit für einen Welpen sind. Dabei helfen die hier aufgelisteten Fragen. Wenn Sie alle Fragen mit „Ja“ beantworten können, kann man Sie und Ihren künftigen Welpen nur beglückwünschen und Sie können sich an die Herausforderung wagen. Familie einbeziehen > Freuen sich alle Familienmitglieder auf den vierbeinigen Zuwachs und sind sie bereit, sich um ihn zu kümmern? > Besitzen die für die Erziehung auserkorenen Familienmitglieder die nötige Reife, die Konsequenz und das Durchsetzungsvermögen? > Ist gewährleistet, dass kein Familienmitglied allergisch auf Hundehaare reagiert? > Werden sich eventuell bereits vorhandene Hunde oder Katzen erwartungsgemäß mit dem Welpen vertragen oder sich zumindest mit ihm arrangieren? Sind Sie welpen-fit?
Rahmenbedingungen > Lassen die Wohnverhältnisse die Hundehaltung zu und ist der Vermieter damit einverstanden? (Sie sollten sich eine schriftliche Einverständniserklärung geben lassen.) > Ist es für mich selbstverständlich und bin ich finanziell in der Lage, alle gesundheitlichen Vorsorgemaßnahmen durchzuführen und bei einer Erkrankung die tierärztliche Behandlung zu sichern? > Bietet mein Auto dem ausgewachsenen Hund genügend Platz? Zeit aufbringen > Kann ich die Zeit aufbringen, mich intensiv mit dem Hund zu beschäftigen? > Bin ich bereit, mehrmals täglich bei Wind und Wetter mit meinem vierbeinigen Kumpel spazieren zu gehen? > Wird der Hund in der Welpenphase kaum und später nicht mehr als vier bis fünf Stunden täglich allein sein müssen? > Kümmert sich jemand um den Hund, falls ich aus gesundheitlichen oder beruflichen Gründen, beispielsweise wegen einer Geschäftsreise, kurzzeitig nicht dazu in der Lage sein sollte? > Wird der Hund im Urlaub an meiner Seite bleiben können oder in dieser Zeit anderweitig gut untergebracht sein? Den Hund fördern > Biete ich dem Hund dauerhaft genügend Kontakt zu Artgenossen? > Bin ich bereit und habe ich die finanziellen Möglichkeiten, gegebenenfalls Hundetraining zu absolvieren? > Macht es mir Spaß, den Vierbeiner entsprechend seiner Veranlagung zu fördern und zu beschäftigen? > Bleibt der Hund ein Hund und wird nicht als ein „putziges vierbeiniges Kind mit Pelz“ betrachtet? > Macht es mir Spaß, mich für meinen Hund schlau zu machen und seine „Sprache“ zu lernen?
Überlegungen vor dem Kauf Auf dem Weg zum Erwachsenwerden entdecken Rüden das Markieren und fangen an, das Bein zu heben.ter. Hier sollten dem Halbstarken unbedingt Grenzen gesetzt werden, vor allem, weil aufreiten nicht immer mit Sexualität zu tun hat, sondern auch Imponiergehabe sein kann. Hintergrund kann auch eine Übersprungshandlung aus Aufregung heraus sein. Dann wäre es sinnvoll, einen anderen Weg der Stresskompensation zu finden. Rüden können gerade bei Begegnungen mit anderen Rüden den Macho herauskehren. Doch selten kommt es bei diesen Raufereien zu ernsthaften Verletzungen. Meistens handelt es sich um Auseinandersetzungen, in denen sich die Hunde „positionieren“, und diese sehen bedrohlicher aus, als sie tatsächlich sind. Rüden gelten landläufig als schwerer händelbar als ihre weiblichen Artgenossen. Sicherlich lässt sich das so pauschal nicht sagen, denn das ist sehr individuell und auch eine Frage der Erziehung. Tatsache ist, dass den unkastrierten Rüden häufig ihre Hormone in die Quere kommen, die es ihnen manchmal schwerzumachen scheinen, sich auf den Menschen zu konzentrieren. Es gibt Rüden, die jede Gelegenheit nutzen, von zu Hause auszubüchsen, um einer läufigen Hundedame ihre Rüde oder Hündin? Nach der Wahl der Rasse sollten Sie sich für das Geschlecht des Hundes entscheiden. Ob der Hund eine enge Beziehung zu Ihnen eingeht, hängt nicht von seinem Geschlecht ab, sondern in erster Linie von Ihrem Engagement, das Sie ihm und seiner Erziehung entgegenbringen, und von der jeweiligen Hundepersönlichkeit. Doch es gibt natürlich auch gewisse Unterschiede zwischen den beiden Geschlechtern. Rüden Im Rassevergleich sind Rüden meist größer und schwerer als die etwas zierlicheren Hündinnen. Einige erwachsene Rüden markieren „ihr“ Gebiet sehr ausgeprägt. Das bedeutet, dass sie ihr Revier mit Urin abgrenzen. Das kann schon lästig sein, wenn der Kerl alle zehn Meter stehen bleibt und sein Bein hebt. Durch Erziehung kann man ihm jedoch durchaus beibringen, wo es erlaubt ist und wo nicht Wenn junge Hundemänner in die Pubertät kommen (etwa zwischen dem fünften bis neunten Lebensmonat), kann es passieren, dass sie auf allen passenden und unpassenden Gegenständen aufreiten, sei es das gute Sofakissen oder der große Teddy der Toch
den Halter, der keinen Nachwuchs möchte, bedeutet dies, Verantwortung zu zeigen und dafür zu sorgen, dass seine Hündin nicht gedeckt wird. Je nach Rüdenaufkommen in der Nachbarschaft und deren Erziehung kann dies jedoch mühsam bis fast unmöglich sein. Eventuell muss man sich während dieser Zeit darauf einstellen, mit dem Auto Spazierwege abseits der üblichen Routen aufzusuchen, um von aufdringlichen Hundeverehrern verschont zu bleiben. Aufwartung zu machen. Diese Streuner verleihen ihren Sehnsüchten lautstark Ausdruck, was sehr zu Lasten der Zweibeiner in der Umgebung gehen kann und zudem eine Menge Stress für den Rüden bedeutet! Hündinnen Sie werden im Alter von sechs bis zwölf Monaten das erste Mal läufig, was sich von nun an regelmäßig etwa alle sechs, sieben, acht Monate wiederholt. Die Läufigkeit dauert ca. drei Wochen. Für Die Wahl des richtigen Hundes Im Welpenalter spielt das Geschlecht im Umgang zwischen Artgenossen noch eine untergeordnete Rolle.
Überlegungen vor dem Kauf Nimmt man zwei Welpen gleichzeitig bei sich auf, so kommen diese auch ungefähr zur gleichen Zeit ins Flegelalter. Es will gut überlegt sein, ob diese Herausforderung zu bewältigen ist. Fazit Egal, ob Sie sich für einen Rüden oder eine Hündin entscheiden – schlussendlich sind die angeborenen und erworbenen Eigenschaften entscheidend. Auch unsere Erziehung und unser Umgang mit dem Hund sind ausschlaggebend für sein Verhalten. Welpen im Doppelpack? Viele künftige Hundehalter wissen, dass sie zwei Vierbeiner halten wollen und überlegen deswegen, ob sie gleich zwei Welpen kaufen sollen. Andere können sich einfach nicht zwischen zwei süßen Knirpsen entscheiden und spielen mit dem Gedanken, einfach beide mitzunehmen. Von der Anschaffung zweier Welpen möchten wir jedoch dringend abraten. Es ist schon eine große Aufgabe, sich neben dem normalen Alltag auf einen Welpen zu konzentrieren, ihn zu erziehen, zu fördern, zu beschäftigen und eine innige Beziehung aufzubauen. Bei zwei Youngstern geht dies nicht etwa in eiEinige Hündinnen leiden unter sehr ausgeprägter Scheinträchtigkeit. Dieser hormonelle Zustand, der dem Körper eine Trächtigkeit vorgaukelt, tritt bei allen Hündinnen auf, jedoch oftmals für den Halter unbemerkt. In der schweren Verlaufsform kann dies der Hündin sehr zu schaffen machen und den Menschen viele Nerven kosten. Der Vierbeiner zeigt Verhaltensänderungen, schleppt Spielsachen durch die Wohnung, ist unruhiger oder schläft plötzlich viel und will nichts mehr mit Ihnen unternehmen. Die hormonellen Schwankungen können für die Hündin Stress bedeuten, können müde machen oder zu Aggressivität führen. Auch wenn es sich nicht um eine Krankheit handelt, leiden manche Hündinnen unter der Scheinträchtigkeit. Generell lösen sich Hündinnen beim Spaziergang nicht so oft wie Rüden, doch es gibt auch einige selbstbewusste Damen, die durch Pinkeln ihr Territorium markieren. Gerade während der Läufigkeit setzen sie beim Spaziergang häufiger Urin ab. Übrigens: Wird Ihre (nicht läufige) Hündin von aufdringlichen Rüden stark bedrängt, sollten Sie den Hundehalter bitten, seinen Hund heranzuholen.
Die Wahl des richtigen Hundes Welpen aus einem Wurf – und dennoch ist jeder in seinem Verhalten und seinen Charakterzügen unterschiedlich und einzigartig.ser zu einer stabilen Hundepersönlichkeit mit solidem Grundgehorsam und einer guten Beziehung zum Menschen herangewachsen ist, einen zweiten Kumpel dazuzugesellen. Die Qual der Wahl Nachdem Sie aufgeschrieben haben, welche Eigenschaften Sie von Ihrem Hund erwarten, können Sie diese nun mit den Informationen zu den einzelnen Rassen vergleichen, die Sie durch Lektüre und Gespräche gesammelt haben. Bald wird sich zeigen, zu welcher Rasse oder welchem Mischlingstyp Sie tendieren, und vielleicht wissen Sie schon ganz genau, welcher Vierbeiner es sein soll. Wer jedoch unsicher ist und sich nicht entscheiden kann, sollte die Möglichkeit in Anspruch nehmen, sich von einer Fachperson beraten zu lassen. Diese kann Sie kompetent auf dem Weg zum Erwerb des Welpen begleiten, angefangen von der Entscheidung für die passende Rasse oder einen Mischling bis zur Auswahl eines bestimmten Hundes. Nehmen Sie die einzelnen Hundepersönlichkeiten vor Ort gemeinsam mit einer fachlich versierten Person in Augenschein und erhalten so wichtige Tipps. nem Rutsch, sondern der Aufwand verdoppelt beziehungsweise potenziert sich. Sie sollten mit jedem Welpen einzeln trainieren, mit ihm spielen und schmusen. Sie müssten darauf achten, dass sich die Kleinen nicht zu eng aneinander, sondern in erster Linie an Sie „binden“. Sonst kommen sie später vielleicht beide nicht, wenn sie gerufen werden, weil sie zu sehr miteinander beschäftigt sind. Es ist auf alle Fälle besser, erst einen Welpen aufzunehmen und, wenn die
Der Welpe wird ausgesucht
