Urvertrauen und Bindungsfähigkeit - Monika Arnold - E-Book

Urvertrauen und Bindungsfähigkeit E-Book

Monika Arnold

0,0
15,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Wussten Sie, welchen Einfluss in unserem Leben das Urvertrauen und unsere Bindungsfähigkeit haben? Ausschlaggebend ist, wie sich das Urvertrauen bilden konnte und das beginnt schon im Mutterleib. Sobald das Kind auf der Welt ist, sind Konstanz und Zuverlässigkeit entscheidende Faktoren, ob eine tragfähige Bindung entstehen kann. Dieses Buch soll anhand meiner Erfahrungen aufzeigen, was für einen Einfluss diese Faktoren auf unser Leben und unsere ganz persönliche Entwicklung haben können. Es soll all diejenigen ansprechen, die eine Antwort suchen und schon immer wussten: "Aus irgendeinem Grunde erlebe ich dies so, das kommt mir bekannt vor." Es soll alle ansprechen, die mit traumatisierten Kindern zu tun haben, oder einen Menschen kennen, der dies selbst erlebt hat.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 191

Veröffentlichungsjahr: 2022

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Inhaltsverzeichnis

Impressum 3

Zitat 4

Einleitung 6

Vorwort 9

Urvertrauen und Bindungsfähigkeit 16

Entstehung von Urvertrauen 18

Was heißt es für ein Kind, wenn kein Urvertrauen aufgebaut werden konnte? 23

Körperliche und seelische Entwicklung 35

Umgang mit Wut und Frust 39

Umgang mit Aggressionen 44

Einfluss auf die Schule und auf das Lernverhalten, wenn kein Urvertrauen da ist 51

Verletzung, unerwünscht zu sein, Urbedürfnis nach einer Mutter, die dich in den Arm nimmt 57

Ausbildung 66

Bedürfnis, zu den Eltern zurückzukehren 70

Reaktionen leiblicher Eltern 73

Geschwister der Kinder 76

Reaktionen im Umfeld 79

Pflegen von Freundschaften 89

Götti, Gotte (Pate, Patin) 91

Selbstständigkeit als Erwachsene 93

Interview: Erfahrungen als Partnerin von E. St. 98

Interview mit Antje Hergenhan 104

Bericht aus dem eigenen Leben zum Thema Urvertrauen und Bindungsfähigkeit von Kim Sprüngli 107

Nachwort von mir zu Kims Beitrag im Buch: 129

Interview mit Christian Rupp, Life & Business Performance Mentor 132

Vertrauen in mich, destruktives Verhalten oder destruktive Bedingungen schaffen, dass der andere weggeht 142

Abbrüche, Leute, die nichts verändern können, es klappt nie, vorher aufgeben 144

Flashbacks: Gerüche, Geräusche, Wörter 146

Glossar: 150

Impressum

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie­.

Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://www.d-nb.de abrufbar.

Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Film, Funk und Fern­sehen, fotomechanische Wiedergabe, Tonträger, elektronische Datenträger und ­auszugsweisen Nachdruck, sind vorbehalten.

© 2022 novum publishing

ISBN Printausgabe: 978-3-99131-248-2

ISBN e-book: 978-3-99131-249-9

Lektorat: Mag. Angelika Mählich

Umschlagfoto: Monika Arnold; Mopic | Dreamstime.com

Umschlaggestaltung, Layout & Satz: novum publishing gmbh

Innenabbildungen: Monika Arnold

www.novumverlag.com

Zitat

Wie das Bild von diesem Baum ist das Urvertrauen.

Der Baum wächst aus einem Zaunpfosten heraus, was schon ungewöhnlich genug ist.

Wir sehen nicht, wo seine Wurzel, sein Ursprung ist, und doch wächst er stetig weiter. Er trotzt jeder Witterung, bleibt stehen und widersetzt sich jeder Ungesetzlichkeit.

Seit über zehn Jahren verfolge ich das Wachstum dieses Baumes und erfreue mich stets an diesem Wunder.

Einleitung

Gratulation, der erste Schritt ist getan, Sie haben dieses Buch erworben. Ich gehe davon aus, dass der Titel sie angesprochen, nein, ich gehe weiter, dass der Buchtitel Sie angesprungen hat. Dies, weil sie dieses Thema beschäftigt. Da sind Sie nicht allein und wir sind schon mindestens zwei.Das Thema Urvertrauen und der Einfluss auf die Bindungsfähigkeit für unser Leben beschäftigt mich schon lange. Dadurch, dass ich 23 Jahre mein Leben mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen geteilt habe, durfte ich zu diesem Thema viele Erfahrungen sammeln. Diese möchte ich gerne in die Welt hinaustragen und das erworbene Wissen teilen. Unabhängig von Forschung und Theorien möchte ich Sie an meinem Erfahrungsschatz teilhaben lassen.Bei der Betreuung von den uns anvertrauten Kindern habe ich immer wieder erlebt, wie sich die Bildung von Urvertrauen im Leben auswirkt. Aus meiner Sicht hat jeder seine Erfahrungen gemacht und jede, jeder hat auf irgendeine Art Bindung erfahren. Später im Leben wird uns dieses Thema immer wieder begegnen in Situationen, in denen wir blockieren, die wir nicht verstehen oder denken: „Hm … was ist denn das jetzt schon wieder.“ Kennen Sie das? Kommt Ihnen das bekannt vor?Mit der Auseinandersetzung vom Thema Urvertrauen können wir erfahren, was für einen Einfluss dies auf unser Leben hat, und so hoffe ich, einen Umgang damit zu finden. Es beginnt damit zu verstehen, wie und in welchen Bereichen wir dieses Wissen nutzen können. Wie wir bei persönlichen Themen ansetzen und uns mit unserem inneren Kind versöhnen können. Dieses Buch soll dazu dienen, zu verstehen, was Urvertrauen ausmacht, und welche Rolle dies auf unser Leben hat. Es soll dazu beitragen, einen neuen Blickwinkel zu bekommen, ein Aha-Erlebnis zu erlangen und zu erleben.Seit 38 Jahren arbeite ich als Sozialpädagogin mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Durch diese Arbeit war ich stets gefordert, mich mit mir und meinen Erfahrungen auseinanderzusetzen. Mit meinem Hintergrund, meiner Sozialisation, meinem Wertesystem und meinem Handeln und damit, dies zu hinterfragen. Jetzt, nach so vielen Jahren, kann ich auf ein fundiertes Wissen, welches mehrheitlich auf der Erlebnisebene stattfand, zurückgreifen. Es ist wie ein großes Puzzle – aus vielen, vielen Teilen entsteht ein Bild. Anfangs fehlen noch Teile, mit der Zeit findet man die fehlenden Teile, und zum Schluss darf ich mich über das entstandene Bild freuen. So habe ich immer mehr die Zusammenhänge erkannt, vor allem, wie wichtig ein guter Start ins Leben ist, und was es dazu benötigt. Jedoch habe ich auch lernen dürfen, dass es immer einen Weg gibt. Wir Menschen sind fantastische Wesen, anpassungsfähig und Lebenskünstler, die sich neue Wege suchen. So darf ich nun über meine Erfahrungen berichten und hoffe, dass diese Ihnen auch dienen und Sie Erkenntnisse haben, die Sie dann in Ihrem Leben nutzen können.Wenn Sie verstehen, warum ein Kind Mühe hat, etwas zu erlernen, ein traumatisiertes Kind sich nicht auf eine Beziehung einlassen kann, werden Sie einen neuen Blickwinkel entwickeln und einen anderen Umgang finden. Es kann auch sein, dass Sie verstehen, warum Sie Mühe hatten im Leben oder nicht weiterkamen und dann erkennen, was zielführend für Sie sein kann. Das Sie erkennen, warum einer Freundin und einem Freund immer so komische Sachen passieren und das immer wieder. Sie dann verstehen werden, warum Ihr Partner keine Gefühle zeigen kann oder nicht erfüllbar zu sein scheint. Was steckt dahinter?Setze ich mich mit dem Thema Urvertrauen auseinander dann kann es sein, dass ich durch die neuen Erkenntnisse auf einmal weiß, wo ich ansetzen kann. Ich selbst habe mehrfach erlebt, z. B. in den Gesprächen mit einer Freundin, dass sie auf einmal verstanden hat, warum ihr Mann sich so abgelehnt fühlt. In den Gesprächen mit einer jungen Frau, welche mir als Feedback sagte „Hätte ich das gewusst, über dieses Wissen verfügt, hätte ich dies in der Therapie nutzen können. Den Zugang bzw. den Blickwinkel der Zusammenhänge hatte ich bis jetzt noch nicht.“Sollten Sie jetzt dieses Buch in Händen halten, kann ich Ihnen gratulieren und Sie ermutigen, sich dieses zu kaufen. Denn dieses Wissen und die Erkenntnisse gehören geteilt, und wer weiß, was dann noch alles bewegt wird. Machen Sie mit, ich bin auf jeden Fall mit dabei.

Vorwort

Die Idee, meine Erfahrungen und die damit verbundenen Erkenntnisse in einem Buch zusammenzufassen, begleitet mich schon lange.

23 Jahre haben mein damaliger Mann und ich unser Leben mit Kindern und Jugendlichen geteilt, als sogenannte Sozialpädagogische Pflegefamilie (in Folge SPP genannt). Für die Bewilligung musste mindestens ein Elternteil eine sozialpädagogische Ausbildung haben. Kinder, die nicht mehr bei ihren Eltern wohnen konnten, nahmen wir auf und betreuten sie bei uns in der Familie. Sie hatten in der Regel eine Vorgeschichte mit traumatischen Erlebnissen. Kinder, die Gewalt und Verwahrlosung in jeglicher Form erlebt hatten.

Fremdplatzierungen finden dann statt, wenn das leibliche und seelische Wohl der Kinder gefährdet und eine gesunde Entwicklung nicht mehr gewährleistet ist.

Wir bekamen 1990 die Anerkennung zur Führung eines Kinder- und Jugendheimes mit sechs Plätzen. Das hieß auch, im familiären Rahmen die Auflagen zur Führung eines Kinder- und Jugendheimes zu erfüllen Am Anfang waren wir noch Pioniere in der Heimszene, es gab noch wenig Strukturen für diese Form der Fremdplatzierung (1). Im Laufe der Zeit haben sich Strukturen entwickelt und die Anforderungen, auch von außen, stiegen stetig an. So mussten wir im administrativen Teil die gleichen Bedingungen erfüllen wie ein Kleinheim und waren der kantonalen Aufsicht unterstellt.

Infrastruktur, Personalschlüssel, Budgeterstellung, doppelte Buchhaltung, Leitbild und Konzept, genügend Platz im Haus, eine geeignete Einrichtung zur Verfügung stellen, für die Einhaltung der Brandschutzmaßnahmen sorgen und vieles mehr.

Üblich für Fremdplatzierungen waren Heime mit wechselnden Bezugspersonen und Strukturen, Kinder wurden nach Altersgruppen oder Indikationen eingeteilt und betreut. So kam es oft vor, dass Kinder während ihres Heimaufenthaltes mehr als zehn verschiedene Bezugspersonen hatten, oder es zu mehreren Umplatzierungen in andere Institutionen kam.