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Die Herausforderungen eines alleinerziehenden Vaters relativieren sich nach einer Begegnung mit einer alleinerziehenden Mutter, die wirklich Probleme hat. Kurz und schmerzlos, nüchtern und doch wieder humorvoll.
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Seitenzahl: 34
Veröffentlichungsjahr: 2018
Für Lotta
Sand Kasten
Partner schafft
Einmal Eins
Kopf Schmerz
Chef Sache I
Augen Blick
Mutter Glück
Haut Nah
Musik Wichtel
Sternen Staub
Chef Sache II
Wieder Belebung
Mal Kasten
Vater Freuden
Fund Grube
Traum Haft
Auf Stehen
Bett Wäsche
Knie Fall
„Ja, die Mama kommt gleich wieder“. Jetzt sitze ich hier mit zwei Kindern, meiner lieben Tochter Lotta und dem kleinen Caspar, dem Sohnemann einer Freundin, und warte seit 45 Minuten auf Dich.
Du wolltest eben ein neues Parkticket für die Rüttenscheider ziehen, wie gesagt, vor 45 Minuten.
Wer mit Rucksack zum Parkscheinautomaten geht, hat sicherlich auch noch das ein oder andere Telefonat zu führen. Oder, wer weiß.
Aber es hat mich nicht zu interessieren. Ich bin ein guter Freund, und über Probleme alleinerziehender Väter und Mütter bei einem Café zu plaudern, macht das Leben schöner und bunter. So war der Plan.
Wir sitzen im Sand und arbeiten uns schwer durch Kiesel und Burgen, Lotta, Caspar und ich, zwischendurch eine Rotznase oder eine Trinkflasche mit Flugzeugen und Heißluftballons, eine Honigwaffel oder geschnittene Äpfelchen.
„Mama“ kommt gelegentlich von Caspar, den ich immer wieder mit dem Hinweis, „Mama kommt gleich wieder“ beruhige. Er nimmt es hin und vertieft sich in seine Baupläne.
Lotta hat die Buxe voll, nicht zu überriechen, gut das hier draußen im Hinterhof des Cafés ein leichtes Lüftchen geht. Jetzt wird es schwierig, ein zweites Kind, die ganzen Pröttel auf dem Tisch verteilt, und die liebe Mama von Caspar ist immer noch nicht zurück.
Ein Problem, aber lösbar.
Eine Unterlage auf eine Parkbank, etwas abseits, und das Malheur, uuhhhhhh, wird schnell beseitigt, gibt Aroma an den Salat der Dink´s- Leute mit dem bösem Blick.
Geschafft. Nach 90 Minuten Parkuhrverlängerungszeremonie kann ich mich doch mal telefonisch melden?! Ich will ja nicht aufdringlich sein. Eine kurze Nachricht auf Whats App von Ihr „Sch……“, von vor 87 Minuten, jetzt telefonisch nicht erreichbar.
Mein Geduldsfaden kommt auf Spannung, Entspannung war eigentlich das heutige Ziel und der Sinn unseres Treffens, mal wieder Mann und Frau sein.
Mal eben den Sohnemann im Sandkasten abgesetzt. War eine schlechte Ausrede mit dem Parkticket, hat er irgendwie gemerkt. Er sieht Dinge, die mich überraschen, mich erschrecken, wie ich geworden bin.
Immer dieses Rennen, schnell, schnell, und dann dieser Scheißtyp von Vater, der keinen Anspruch auf Caspar hat, aber immer wieder droht und von einem Familienleben träumt. Soll er sich doch erst einmal von seiner jetzigen Frau trennen.
Jetzt hat er schon wieder 3-mal angerufen, nein, ich will das nicht mehr, ich kann das nicht mehr, diesen Spagat.
„Ja, was willst Du, ich bin in der Stadt mit dem Kleinen. Auf dem Spielplatz.
Was geht es Dich an, mit wem oder was ich meine Zeit verbringe.“ Immer diese Eifersucht und diese Erpressungen.
„Nein, Ich will Dich nicht sehen, ja, ich bin mit dem Kind unterwegs, wo soll er denn sonst sein?“
Ihr war nicht klar, dass Sie bereits von dem Vater Ihres Sohnes beobachtet wurde, während er mit Ihr telefonierte. Dazu saßen zwei dunkle Gestalten mit in seinem Fahrzeug. Sie hatten einen Lieferwagen hinter Ihrem Auto auf der Rüttenscheider Straße platziert.
„Du lügst mich doch an“, brüllte er, „Du kommst von einem Typen, sag mir die Wahrheit“. Aufgelegt. Seine südländische Mentalität bringt Ihn zum Platzen.
„Schnappt Sie euch, macht was Ihr wollt, aber lasst Sie am Leben“, seine Worte zu den dunklen Gestalten in seinem Auto.
Die beiden Typen mit muskulösen und tätowierten Unterarmen springen aus dem Auto und öffnen die Seitentür des Lieferwagens.
Du lehntest an Deinem Auto und warst erneut am Telefonieren. Innerhalb von Sekunden wurdest du grob in den Wagen gezerrt und die Tür verschlossen, ein Schlag ins Gesicht ließ Dein Bewusstsein schwinden.
