Verändert - Christoph Chorherr - E-Book

Verändert E-Book

Christoph Chorherr

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Beschreibung

Kaum ein Politiker hat derart viele unkonventionelle und richtungsweisende Projekte verwirklicht wie Christoph Chorherr aus der grünen Opposition heraus, von Energiepolitik und Green Technologies bis zu Bildungsinitiativen. Wenn alle rundum erklären, dass Gratis-Verleihräder binnen kürzester Zeit ohnehin gestohlen werden, kämpft er so lange um die Umsetzung der Idee, bis das Gegenteil bewiesen ist. "Eine Siedlung ohne Frauen kann ich mir vorstellen, eine Siedlung ohne Autos sicher nicht", war der erste Kommentar zu seinem Projekt einer autofreien Siedlung - inzwischen ist sie längst verwirklicht und keiner zweifelt mehr, dass dieses Modell funktioniert. In seinem Buch beschreibt er offen und auf sehr persönliche Weise die Leitmotive seines Handelns. Sei es das größte Wald-Biomassekraftwerk Europas oder ein Schulprojekt in einem Township Südafrikas, das zu einer internationalen Initiative heranwuchs - Christoph Chorherr ist einer, der Ideen entwickelt, sie anpackt und in die Tat umsetzt, mit Kraft und unbändiger Lust am Gestalten. Ein Buch, das motiviert, begeistert und verändert.

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Seitenzahl: 227

Veröffentlichungsjahr: 2011

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CHRISTOPH CHORHERR

VERÄNDERT!

CHRISTOPH CHORHERR

VERÄNDERT!

Über die Lust, Welt zu gestalten

www.kremayr-scheriau.at

ISBN 978-3-218-00831-0 Copyright © 2011 by Verlag Kremayr & Scheriau KG, Wien Alle Rechte vorbehalten Schutzumschlaggestaltung: Kurt Hamtil, Wien unter Verwendung eines Fotos von Kurt Keinrath Satz: Kurt Hamtil, Wien Datenkonvertierung E-Book: Nakadake, Wien

Für meine Tochter Agnes

Inhalt

Vorwort

Ithuba - ein Lebensprinzip

Lernen - mitten im Leben

Demokratie-Impulse

Die große ökologische Zeitenwende

Das Kraftwerk Sonne

Das Glück auf zwei Rädern

Das gute Leben in der Stadt

Vorwort

„Wie hängt das alles zusammen?“, wurde ich unzählige Male gefragt. Hier eine autofreie Siedlung, da eine Schule in Südafrika, hier ein Biomassekraftwerk, da Citybikes für Wien.

Jetzt bin ich bald 30 Jahre politisch tätig und habe immer unternehmerisch, projektorientiert gehandelt. „Die radikalste Kritik ist die konkrete, erlebbare Alternative“, so könnte ein Lebensmotto lauten. Die vielen Projekte, die ich umsetzen durfte, hängen definitiv zusammen. Aber wie? Dieses Buch versucht die Frage zu beantworten. Es kreist um jene vier großen Themen, die mich seit Jahrzehnten beschäftigen, über die ich viel nachgedacht und gestritten habe und innerhalb derer fast alle Projekte anzusiedeln sind.

Es beginnt mit einem Herzensprojekt, insofern ist es auch im Stil anders verfasst als die anderen Kapitel: Ithuba, meine Schulen in Südafrika, und der große Bereich Bildung. Hier gibt es keine politischen Ausreden auf Finanzmärkte, die EU oder andere Begrenzungen. Hier kann und muss Politik gestalten. Doch sie tut es kaum, unsere Bildungsdiskussionen gehen meist am Kern dessen vorbei, was wesentlich wäre.

Wie sollte sie sein, die Schule der Zukunft? Was bedeutet heute allgemeine Bildung? Wie ist der berühmte und so wichtige Artikel 26 der Erklärung der Menschenrechte, das „Recht auf Bildung“, konkret umzusetzen? Die ersten beiden Kapitel versuchen eine, meine, Vision zu skizzieren.

Das dritte Kapitel versucht nichts Geringeres, als unserer Demokratie ein neues (Verfassungs-)Fundament zu geben. Ich bin immer wieder entsetzt und alarmiert, mit welchem Zynismus und welcher Resignation viele unserem politischen System entgegentreten. Größtenteils zu Recht. Es scheint inzwischen beinahe unmöglich, die großen Themen der Zeit (Bildung, Gesundheit, Neuordnung der Verwaltung, Ökologisierung der Industriegesellschaft) grundsätzlich zu reformieren. „Postdemokratie“ nennen Soziologen wie Colin Crouch diesen Niedergang der Demokratie. Was jedoch ist seine tiefer liegende Ursache? Viel wichtiger noch: Was kann dagegen getan werden? Ich weiß, dass ich mich mit meinen Vorschlägen sehr angreifbar mache. Gerade hier sei hinzugefügt, dass sie meine persönliche Meinung widerspiegeln und wahrscheinlich viele in meiner Partei sie nicht teilen werden. Ich halte jedoch eine grundlegende Demokratiereform für unabdingbar. Der Einstieg dazu muss eine kontroverse öffentliche Debatte sein – in diesem dritten Kapitel möchte ich meinen Beitrag dazu leisten.

Das vierte und fünfte Kapitel drehen sich um die grüne Agenda, um Umwelt und Energie. Sie sollen zeigen, dass die Veränderungen, die vor uns liegen, viel einschneidender sein müssen als allgemein angenommen. Wenn bald neun Milliarden Menschen unseren Planeten bewohnen, kann unser (europäischer) Lebensstil, der derart intensiv fossile Ressourcen beansprucht, niemals Weltmodell sein. Aber was für ein Modell eignet sich dann?

Nur wenn man gründlich über die globale Verteilung nachdenkt, wird klar, wie dramatisch und in welch kurzer Zeit Veränderungen umgesetzt werden müssen. Die breite Öffentlichkeit scheint darauf kaum vorbereitet zu sein.

Das sechste und abschließende siebte Kapitel befassen sich mit einem Wunderwerk der Zivilisation: der europäischen Stadt. Ich bin, seit ich Mandatar bin, in der Kommunalpolitik tätig, mit großer Leidenschaft. Stadtentwicklung und Verkehrspolitik sind weltweit die zentralen Instrumente, die es zu beherrschen gilt.

Wer dieses Buch bis dahin gelesen haben wird, versteht dann besser, wieso die Auseinandersetzung Fahrrad vs. Automobil keine technische, sondern eine kulturelle ist, letztere ist deshalb das zentrale Thema in diesen Kapiteln.

In dieses Buch sind immer wieder biografische Geschichten eingestreut. Auch sie sollen nachvollziehbar machen, warum ich zu gewissen Positionen oder Projekten gekommen bin. Und sie sollen die oben gestellte Frage: „Wie hängt all das zusammen?“ beantworten helfen. Visionen macht man am besten verständlich, wenn man Geschichten darüber erzählt. Der Stil dieses Buches ist deswegen auch ein sehr direkter, unmittelbarer, ein wenig wie eine Reisebeschreibung.

„Verändert!“ will wachrütteln, motivieren, Lust darauf machen, sich einzumischen. Fast anmaßend setzt es dem berühmten Bestseller von Stéphane Hessel, „Empört Euch!“ den nächsten, mir wichtigsten Schritt entgegen: den des Handelns. Denn sich zu empören und dann fast biedermeierlich zurückzuziehen, ist falsch! So stirbt die Demokratie.

Ich hatte die Gelegenheit, „Welt zu gestalten“. Es war und ist eine große Lust. Wenn dieses Buch zum Nachdenken, zu Widerspruch, aber vor allem zum Einmischen anregt, hat es sein Ziel erreicht.

Ein kleiner Lesehinweis noch: Männliche Formen gelten für Männer wie Frauen. Jedoch: weibliche auch!

Ithuba – ein Lebensprinzip

Noch während meiner Studienzeit hatte ich eine für mich sehr prägende Bekanntschaft gemacht: Ich lernte einen sehr engagierten evangelischen Pfarrer Sascha Abrahamowicz kennen, der Auslandseinsätze organisierte. 1980 ereignete sich das Erdbeben im süditalienischen Irpinia, bei dem fast 3000 Menschen ums Leben kamen. Der Pater organisierte eine Jugendgruppe, die in Valva einen völlig zerstörten Bauernhof wieder errichtete. Wir fuhren mit einem schon fast schrottreifen Bus nach Valva, finanziert wurde das über Flohmärkte, die wir gemeinsam organisierten – irgendwie kam das nötige Geld zusammen. Mein Studienkollege Till Reiter – jetzt Chef der Schuhmanufaktur Reiter – der sich damals sein Studium als Fernfahrer finanzierte, fuhr den Bus hinunter nach Italien.

Diese Initiative entwickelte sich weiter – es gab Anfang der 80er Jahre auch eine Kooperation mit einem Dorf in Burkina Faso, wo eine Schule und ein Getreidespeicher gebaut wurden. Das waren Momente, in denen wir selbst die Initiative ergriffen – und nicht nur einer Organisation spendeten.

Ein Motiv, das immer wieder in meinem Leben auftauchte, in Zwentendorf, Valva, auf Radtouren, an der Uni, in Ferienlagern, überall erlebte ich: Engagierte Menschen können gemeinsam etwas schaffen. Und wenn man eine überzeugende Vision hat, melden sich auch genug Menschen dafür.

Der „Schwarze Schwan“

Die „Schwarze-Schwan-Theorie“ wurde vom libanesischen Philosophen und Mathematiker Nassim Taleb entwickelt. Ein „Schwarzer Schwan“ ist ein Ereignis, das so gut wie nicht vorhersehbar ist, außerhalb der gängigen Vorstellungskraft liegt und extreme, tiefschürfende Auswirkungen hat. Ein derartiger „Schwarzer Schwan“ waren zum Beispiel die Anschläge auf das World Trade Center am 11. September 2001, aber auch die Erfindung des Internet.

Im Jahr 1994 hatte ich mein persönliches „Schwarzer Schwan“-Erlebnis, ein Ereignis, das meine Biografie und meine Ambitionen einschneidend verändern sollte. Dieser „Schwarze Schwan“ kam vergleichsweise harmlos daher – in Form eines Fernsehberichtes über die ersten demokratischen Wahlen in Südafrika. Jene Wahlen, die der ANC gewann und in deren Folge Nelson Mandela Präsident Südafrikas wurde.

Ich war damals schon Kommunalpolitiker, die Stimmung gegenüber der Politik war zu dieser Zeit nicht wirklich besser als heute. Ich saß also vor dem Fernseher und sah einen Hubschrauber über einem südafrikanischen Township fliegen. Ich sah eine Wellblechhütte – das Wahllokal. Dann wurde eine unendlich lange Menschenschlange gezeigt, die bis an den Horizont reichte. Menschen, die sich anstellten, um wählen zu können. Der Hubschrauber landete und ein Journalist ging zu den Menschen und interviewte sie. Es war eine einzige, großartige Begeisterung: Wir wählen jetzt unsere Regierung, wir wählen das erste freie Südafrika und jetzt bekommen wir housing, schools, jobs, hospitals.

Die Szene hatte mich sehr berührt und als politischer Mensch bewegt: Dort erwarten sich Menschen wirklich etwas von Politik; sie stellen sich stundenlang an, um mit Begeisterung ihre Zukunft zu wählen. Politik kann etwas verändern! Ich war wie gebannt. Damals gab es noch kein Google – was wusste ich schon von Südafrika? Ja, die Apartheid ist jetzt offiziell vorbei, Nelson Mandela ist dort eine wichtige Figur und das alles spielt sich im Süden von Afrika ab. Aber das war’s auch schon wieder.

Also blätterte ich in der wichtigsten Informationsquelle vor Google – im „Fischer Weltalmanach“ –, und sah: 40 Millionen Einwohner und ein BIP, das rund zwei Drittel des österreichischen ausmachte. Da war mir mit einem Schlag klar: Was die Menschen in der riesigen Schlange vor dem Wahllokal sich erhoffen, geht sich in 20 Jahren nicht aus. Und sofort war das Gefühl da: Wir in Wien sind so eine reiche Stadt – wir müssen einen Beitrag leisten!

Am nächsten Tag bin ich in das Büro des damaligen Bürgermeisters Helmut Zilk nahezu hineingestürmt. Zilk war ja auch ein unglaublicher „Sponti“, und ich habe ihm einfach gesagt: In Südafrika tut sich so viel, dort ist Aufbruch, dort ist kein Geld – Wien sollte dort helfen, eine Schule aufzubauen. Mit Bildung fängt alles an.

Was ich damals noch nicht wusste: Helmut Zilks Sohn Thomas war bei der AUA für Südafrika zuständig. Also sagte Zilk sofort: „Gebt’s mir den Thomas“, und die Verbindung wurde hergestellt. Der Bürgermeister sprach ins Telefon: „Du, da ist der kleine Chorherr, der will in Südafrika was machen. Was meinst du?“ Für Thomas Zilk war es offensichtlich klar, dass „der kleine Chorherr“ der Sohn des „Presse“-Chefredakteurs Thomas Chorherr ist. Ich hörte nicht, was am anderen Ende der Leitung gesagt wurde, aber offensichtlich etwas Positives. Zilk schaute mich an, deutete mit dem Zeigefinger auf mich und sagte: „Du bist die Wiener Delegation, fahr’ hin und schau, was wir tun können.“

Das Masibambane-College

So bin ich zum ersten Mal nach Südafrika gefahren, gemeinsam mit dem damaligen Leiter des Wiener „Büros für Sofortmaßnahmen“, Friedrich Brunner. Ich hatte ein wenig recherchiert und wusste zunächst nur, dass es ein Township namens Soweto gibt – also meinte ich, genau dort sollte eine Schule gebaut werden.

Wir nahmen mit einigen NGOs Kontakt auf – eine Organisation, mit der uns Thomas Zilk bekannt machte, war „Education for Africa“, eine sehr potente Vereinigung, die Bildungsprojekte entwickelt. Deren Vertreter schlugen uns vor, zunächst einmal nach Soweto zu fahren, uns dort ein mögliches Projekt anzuschauen – aber danach würden wir noch in ein anderes Township fahren.

So kam ich zum ersten Mal nach Orange Farm – ein gewaltiges Township, rund 30 Kilometer südwestlich von Johannesburg gelegen, damals die größte informelle Siedlung Südafrikas. Dort lebten rund eine Million Menschen, damals großteils in Wellblechhütten, es gab kaum asphaltierte Straßen, wenn es regnete, versank alles im Schlamm – die Arbeitslosigkeit liegt auch heute noch bei über 40 Prozent, die Analphabetismus-Rate ist hoch.

Eines hatte mich an dem möglichen Projekt, das uns dort präsentiert wurde, sofort überzeugt: das Prinzip des Twinnings. Das heißt: Es gab eine sehr reiche Schule, das St. John’s College in Südafrika, die zugesagt hatte, eine Patenschaft für eine Schulgründung in einem Township zu übernehmen. Wenn die Infrastruktur aus Österreich bereitgestellt werden könne, bilde das ein Dreieck mit den Menschen im Township.

Zwei Jahre, nachdem ich den Fernsehbericht über die Wahlen in Südafrika gesehen hatte, konnte 1996 mit dem Bau des Masibambane-Colleges in Orange Farm begonnen werden. Im „Vienna Center“ wurden zunächst eine Versammlungshalle, vier Klassenräume, ein Verwaltungsbüro und eine Küche errichtet. Ausgehend von einem ersten Jahrgang wurde das Projekt immer größer und größer. Heute werden dort über 1000 Schüler unterrichtet.

Das Masibambane-College ist eine Privatschule, die auch Schulgeld kostet. Das wurde gelegentlich kritisiert: Wie kann man in einem derart von Armut geplagten Township Geld für die Schule verlangen? Aber das ist sehr üblich in Südafrika. Die Stadt Wien hat sich darauf konzentriert, über etliche Jahre hinweg einen Großteil der Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Das Lehrpersonal wurde und wird von südafrikanischer Seite bezahlt. Zusätzlich ist es gelungen, kanadische Sponsoren aufzustellen, die japanische Botschaft hat geholfen – aber dass es die Schule überhaupt gibt, ist bis heute der Stadt Wien zu verdanken.

Während dieser Aufbauphase fuhr ich jedes Jahr nach Südafrika, beobachtete die Fortschritte, um auch als Verantwortlicher Rechenschaft darüber abgeben zu können, was mit unserem Beitrag konkret passiert. Aber mit der Zeit war spürbar: Irgendwann einmal ist Schluss. Das kann man nicht mehr argumentieren, warum immer nur in eine Schule ein nicht unbeträchtlicher Teil Wiener Steuergeld hineinfließt.

Ich überlegte damals hin und her: Jetzt kenne ich so viele Menschen in Südafrika, so viele Institutionen, Sozialarbeiter, NGOs, Lehrer – und eigentlich wäre es schade, wenn das einfach verpufft. Dieser Bildungsimpuls, der mich über die Jahre hinweg bewegt hat, der Artikel 26 der Menschenrechts-Charta, das Recht auf Bildung – was wird jetzt damit?

Mir ist bewusst: Dass ich da bin, wo ich jetzt stehe, ist nur zu einem geringen Teil meine Leistung, sondern vor allem ein großes Glück: Dass ich in Wien geboren wurde, dass meine Eltern mir Bildung vermittelt haben, dass ich in die Schule und auf die Universität gehen konnte. Und dass ich eben nicht in ein Township hineingeboren wurde – zum Analphabetismus verurteilt.

Viele fragten auch: Warum eigentlich ausgerechnet Südafrika, es gibt doch viel ärmere Länder? Eine Erklärung dafür ist: Weil es eines der Länder mit einem ganz schlechten Gini-Koeffizienten ist. Der Gini-Index ist ein Maßstab dafür, wie Reichtum und Armut in einem Land verteilt sind. In zwei Ländern ist die Schere ganz weit offen: in Brasilien und eben in Südafrika. Den Menschen im Township nützt es nichts, dass es ein paar Kilometer weiter Familien mit drei Autos und Swimmingpool gibt – sie haben trotzdem keinen Strom und kein Wasser.

Das erste Projekt mit Studenten

Ich stand also an dem Punkt, dass die Stadt Wien für ein weiteres Engagement wohl ausfallen würde, und suchte eine andere Möglichkeit, etwas zu bewegen. Da stieß ich über einen Artikel und über eine Ausstellung im Architekturzentrum Wien auf Samuel Mockbee, einen inzwischen verstorbenen amerikanischen Architekturprofessor, der zur Erkenntnis gelangt war: „I am fed up, teaching white middleclass kids to build white middleclass houses for white middleclass families.“

Deshalb hatte Mockbee ein Außeninstitut gegründet, das „Rural Studio” in South Alabama, einer Region mit geballter Massenarbeitslosigkeit und Armut. Dieses „Rural Studio“ arbeitete nach dem Prinzip: Wir bauen mit unseren Studenten und mit Material, das vor Ort verfügbar ist – vom Autoreifen bis zum Glas von Autowracks – Community-Einrichtungen. Mir hat unglaublich imponiert, was sie auf die Füße gestellt hatten – sowohl vom architektonischen als auch vom sozialen Aspekt her.

Im Gespräch mit einem Vertreter des „Rural Studios“ fragte ich in meinem Elan, ob er schon einmal überlegt habe, so etwas in Südafrika zu machen. Die Antwort war zwar nicht „Nein“, aber ich spürte deutlich: Das ist nicht wirklich auf seiner Prioritätenliste. Also hab ich mir frech gedacht: Das kann ich auch.

Mit diesem Impuls ging ich zu Peter Fattinger – ein Universitätsassistent am Institut für Architektur und Entwerfen an der TU Wien. Fattinger hatte damals schon „Eins-zu-Eins-Projekte“ durchgeführt. Das heißt: Die Studenten planen nicht nur in der Theorie, sondern entwerfen ein Objekt und bauen es dann gleich full scale. Nach diesem Muster hatte er unter anderem gemeinsam mit Studenten den „Transit Raum“ auf dem Wiener Flughafen neu gestaltet – ein bis dahin kalter, anonymer Raum, in dem Flüchtlinge auf ihr Verfahren warteten. Also fragte ich Fattinger, ob er nicht Lust habe, so etwas in Südafrika zu probieren. Und er hatte Lust.

Wir fuhren 2003 zum ersten Mal mit einer Gruppe nach Johannesburg und sondierten die Lage. Gemeinsam mit den Architektinnen Sabine Gretner und Franziska Orso plante Peter Fattinger mit Studenten die ersten zwei kleinen Projekte: Ein kleines Haus für das Masibambane-College und eine Behinderteneinrichtung. Das College-Gebäude war zunächst als Küche und Spielplatz geplant worden, jetzt wohnt darin der Hausmeister. Die Behindertenorganisation „Modimo o moholo“ wiederum war von einer sehr engagierten Township-Frau namens Thandi Mijyakho Kyoka ins Leben gerufen worden. Thandi hatte selbst Kinderlähmung gehabt und ihr war von der Community Orange Farm ein Grundstück zur Verfügung gestellt worden, auf dem ein Container stand. Die Vorgabe lautete: Wenn es ihr gelingen würde, innerhalb weniger Jahre eine Struktur zu schaffen, mit Beschäftigung, Wohnen und Arbeitsräumen für Jugendliche mit Behinderung, dann könne sie dieses Grundstück behalten.

Die Studenten machten die Pläne, wir bemühten uns um Sponsoren – und dann wurden diese ersten beiden Gebäude von den Studenten gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung errichtet.

S²ARCH

Dieses erste Projekt hatte voll eingeschlagen, in vielerlei Hinsicht. Ein wichtiger Effekt war, dass sich sehr viele begeisterte Studenten gemeldet hatten – weit mehr, als bei diesem Vorhaben mitmachen konnten. Dazu kam großes Interesse von anderen universitären Einrichtungen, die auch so etwas verwirklichen wollten. Das Feedback und der Zulauf waren derart groß, dass wir schon bald eine Struktur für die Koordination weiterer Projekte schaffen mussten – wir gründeten den Verein S²ARCH – Social Sustainable Architecture → http://sarch.twoday.net/.

Das Motto von S²ARCH lautet: „Build together – learn together“, die Organisation war von Anfang an nicht als Entwicklungshilfeprojekt, sondern als Bildungsprojekt gedacht: ein Bildungsprojekt für unsere Studierenden, die durch konkretes Tun unglaublich viel lernen, eine andere Kultur kennenlernen, sich mit nachhaltiger Architektur auseinandersetzen und Strukturen schaffen, die in Südafrika in der Folge wiederum Bildung ermöglichen.

Mir ist kein zweites Beispiel bekannt, das bei einem vergleichbaren Projekt derart viele internationale Universitäten und Fachhochschulen beteiligt. Diese kommen aus folgenden Städten: Wien, Linz, Graz, Salzburg/Kuchl, Innsbruck, Spittal in Kärnten, München, Aachen Anhalt/Dessau, Ljubljana und in jüngster Zeit auch Leipzig, Winterthur und Split.

Bis 2007 sind auf diese Art mehrere Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und vor allem Community-Kindergärten entstanden. In den südafrikanischen Townships gibt es keine kommunalen Kindergärten wie bei uns, sondern es sind vor allem Frauen, die sich selbstständig machen und ein kleines Childcare-Business haben. Das hat auch einen teils sehr brutalen Hintergrund: Ich werde immer wieder gefragt, die Arbeitslosigkeit sei dort doch so hoch – warum schicken die ihre Kinder in den Kindergarten? Einer der Gründe ist: um sie vor Missbrauch zu schützen. In den Kindergärten passt jemand auf sie auf, dort sind sie sicher.

Eine Schule zum 60. Geburtstag

Doch auch diese Initiative musste nach einiger Zeit weiterentwickelt werden. Die Projekte waren zwar großartig, aber mit der Zeit stellte sich die Frage: Wer führt Reparaturen durch, wer kümmert sich darum? Diese notwendige Nachbetreuung hat uns langsam, aber sicher überfordert. Also hatte ich die Idee, ein Projekt durchzuführen, das nicht nur den Rahmen für soziale Infrastruktur bildet, sondern das auch eine Schule ermöglicht, in der die Grundlagen für die Erhaltung und Weiterentwicklung dieser Infrastruktur vermittelt werden. Also so etwas wie das Wiener Lernzentrum W@lz → www.walz.at.

Diese Vision hatte ich schon länger gehabt, aber ich musste noch auf den richtigen Moment warten. Die entscheidende Gelegenheit ergab sich schließlich bei einem Projekt, das wir außerhalb von Orange Farm für einen Österreicher durchführten. Karl Kebert ist gebürtiger Wiener und hat es in Südafrika zu Wohlstand gebracht. Er besitzt eine Molkerei, einen weltweiten Hubschrauberverleih – und ein großes Stück Land. Auf diesem Landstrich stand eine Public School, die hoffnungslos überlastet war, mit 60 bis 80 Schülern pro Klasse. Ein Direktor hatte mir einmal gesagt: „We don’t organize education – we organize schooling.“

Eines Tages ging ich zu Karl Kebert und hatte mir vorgenommen: Ich frage ihn einfach, ob er uns nicht ein Grundstück überlassen könne – mehr als abblitzen kann ich ja nicht. Nun ist Kebert ein eher nüchterner Geschäftsmann, und als ich in sein Büro kam, standen Blumen auf dem Tisch und er bot mir Krapfen an. Ich dachte mir, das muss aber ein besonderer Tag sein. Tatsächlich hatte er an diesem Tag seinen 60. Geburtstag. Und als ich ihm meine Idee schilderte, eine Schule zu entwickeln, machte er mir ein Geschenk – er sagte einfach ja.

So pachteten wir zu günstigen Konditionen langfristig ein Stück Land, für das wir einen Masterplan entwarfen. So konnten wir schließlich das Ithuba Community-College → www.ithuba.orggründen. „Ithuba“ ist das Programm für das ganze Projekt – es ist der Zulu-Ausdruck für „Opportunity“, für „Möglichkeit“. Die Vision war eine Mischung aus griechischer Polis und einem afrikanischen Dorf: Schule, Wohnhäuser, Werkstätten, gemeinsames Wohnen, Arbeiten und Lernen.

Seither sind alle europäischen Unis, die bei unserem Projekt mitmachen, dort am Werken, und jedes Jahr kommen zwei, drei, vier neue Einrichtungen dazu. Dort wächst eine kleine Stadt, die „Ithuba“ bieten soll: Möglichkeiten und Perspektiven für die Kinder aus dem Township aus sehr armen Verhältnissen.

Ausgangspunkt war die schon bestehende Schule neben unserem Entwicklungsgebiet, die sieben Schulstufen hatte. Die erste Überlegung war: Wir ergänzen diese Schule einfach mit einer Oberstufe mit Matura und Handwerksausbildung. Aber schon nach drei Monaten stellten wir ernüchtert fest: Sehr viele der Jugendlichen, die sieben Jahre in der öffentlichen Schule waren, können schlicht nicht lesen und schreiben. Also erweiterten wir unseren Plan und eröffneten auch eine Volksschule. Wir starteten 2008 mit einer 8. Schulstufe – 2009 gab es dann eine 8. und eine 9. Schulstufe – und dazu eine neue 1. Klasse. Seither wächst das Projekt kontinuierlich. Mit Januar 2012 ist diese Schule von der ersten bis zur zwölften Schulstufe bis auf zwei Klassen komplett. Mit knapp 280 Schülern.

Parallel dazu hatten wir eine südafrikanische NGO als Betreiber gegründet und die Schule registriert, was ein sehr schwieriges Unterfangen war. Aber im Grunde denke ich mir, wie wäre das wohl in Österreich? Da kommt ein Schwarzer ins Unterrichtsministerium am Wiener Minoritenplatz, kennt keinen Menschen und fragt den Portier: Ich will eine Schule gründen – wie geht das? Ich weiß nicht, ob der sehr weit kommen würde.

Genauso war ich damals in Johannesburg unterwegs. Immerhin war ich im südafrikanischen Ministerium, nachdem ich mich eine halbe Stunde durchgefragt hatte, im richtigen Stockwerk, bei den richtigen Leuten, die mir die richtigen Papiere für eine Schulgründung gegeben haben.

Unser Vermögen

Die Finanzierung für Ithuba wurde bisher nahezu ausschließlich über Österreich aufgebracht, nicht nur die Errichtungs-, sondern auch die Lehrerinnen-Kosten. Ziel ist es, südafrikanische Unterstützung zu bekommen – das ist zwar möglich, aber eine Garantie gibt es dafür keine. Im Grunde geht es den freien Privatschulen in Österreich ja auch nicht anders.

Es haben zum einen die jeweils 10 bis 20 europäischen Studierenden und Lehrbeauftragten unermüdlich selbst Geld aufgestellt, sei es über Kontakte zu Eltern, zur Uni, zur Stadtverwaltung, sie haben auch in ihren Heimatländern Feste und Punschstände organisiert und auf diese Weise kreativ 10.000 bis 20.000 Euro an Spenden gesammelt. Dazu kommen noch viele Einzelpersonen und Organisationen, die ich hier nicht alle aufzählen kann, die aber bereit waren, mit kleinen Summen bis hin zu signifikanten Beträgen so eine Initiative zu unterstützen.

In diesem Zusammenhang habe ich viel gelernt über Vermögen und über die Bedeutung von Vermögen im unterschiedlichsten Sinn, nachgedacht. Denn wir alle sind im Grunde vermögende Menschen – da gehören auch die Studierenden dazu, die ihr „Vermögen“, zu planen und zu bauen, zur Verfügung stellen. Sie schenken ihr Vermögen, ihre Zeit, ihre Fähigkeiten, um in acht Wochen ein Gebäude fertigzustellen. Ein anderer hat das Vermögen, ein pensionierter HTL-Lehrer zu sein und seine Fähigkeiten und Kenntnisse gehören zu denen, die in Südafrika am dringendsten gesucht werden: Er beherrscht ein Handwerk. Und er ist bereit, seine Zeit und seine Fähigkeiten zu teilen, indem er junge Leute in Schlosserei und Tischlerei ausbildet. Das ist ein großer Schatz, den dieser pensionierte HTL-Lehrer den Menschen in Südafrika schenkt. Und dann gibt es vermögende Menschen, die Vermögen im engeren Sinn haben – einfach Geld. Und die bereit sind, eine ganze Schule langfristig zu finanzieren.

Willis Holzwerkstatt

Es gibt so viele Menschen, die Ithuba bisher unterstützt haben. Eines dieser Beispiele war wieder so ein unvorhersehbarer schwarzer Schwan – ein Zufall. Ich lernte Tamara Gutmann kennen, die gerade ihren Dachboden möglichst nachhaltig ausbauen wollte. Spontan erzählte ich ihr von meinem Südafrika-Projekt. Ein paar Tage später rief mich Tamara an und sagte, sie habe einen lieben Freund, Willi Hemetsberger, der habe Geburtstag und sie hätten ohnehin schon lange nachgedacht, was sie ihm schenken sollten. Jetzt hätten sie die Idee: Sie wollen ihm etwas für Südafrika schenken.

Ich kann mich noch genau erinnern, wie es in meinem Kopf zu arbeiten begann, als mich Tamara am Telefon fragte: Was macht denn da einen Sinn? Ich wusste: Willi Hemetsberger, das ist ein Bank-Austria-Vorstand, und seine Freunde sind durchaus Menschen, die Zugang zu Vermögen haben. Mir war klar: Wenn ich jetzt zu wenig sage, bin ich ein Idiot – und wenn ich zu viel sage, bin ich auch der Depp, weil ich sie abschrecke. Also fragte ich: „Was ist das für ein Geburtstag?“ Sie sagte: „Der fünfzigste.“

Darauf ich, spontan: „Wie wäre es mit 50.000 Euro?“

Da war dann kurz eine Pause in der Leitung und ich dachte schon – oje, das war jetzt ein schwerer Fehler. Aber dann hörte ich: „Aber ja, das ist eine tolle Idee – machen wir gleich etwas Ordentliches!“

In den Tagen danach legten sich Tamara und ich so richtig ins Zeug – unter anderem produzierten wir Holzziegel, die man dann auf dem Fest ersteigern konnte. Und tatsächlich: Es kamen 50.000 Euro zusammen. Dazu schenkten wir Willi Hemetsberger einen Flug nach Südafrika. So reiste er dorthin, lernte unser Projekt kennen – und mit dem Geld konnte eine Werkstatt gebaut werden: Willis Holzwerkstatt.

Diese Begegnung hatte nachhaltige Folgen, Willi Hemetsberger hat inzwischen sogar sein Finanz-Dienstleistungsunternehmen in „Ithuba-Capitals“ umbenannt, und wir werden von diesem Unternehmen weiterhin Jahr für Jahr mit signifikanten Beträgen unterstützt. Das sichert die Grundfinanzierung der Schule.

Es erfüllt mich ehrlich gesagt schon mit einem gewissen Stolz, was wir da auf die Beine gestellt haben. Und wenn ich in der Zeitung lese, dass Madonna um 15 Millionen Dollar in Malawi eine Schule bauen wollte – da frage ich mich zuerst einmal, wa-rum man dafür 15 Millionen braucht. Für unsere Projekte reicht schon ein Bruchteil dieser Summe. Madonna hat inzwischen dreieinhalb Millionen Dollar ausgegeben – und kein einziger Ziegel ist dort bis jetzt gemauert worden.

Das Tolle an unserem Projekt ist, dass es von so vielen Menschen lebt und belebt wird, die sich selbst für die Idee begeistern. Es sind unentwegt Spender, Unterstützer, Journalisten in Ithuba und schauen, was passiert. Sie berichten dann auch, was es für Probleme gibt. Bei Lehrern, im Gemüsegarten, irgendwo regnet es hinein – es gibt ein unausgesetztes Feedback. So entwickelt sich das immer weiter.

Projekt Wildcoast

Aus der Begegnung mit Willi Hemetsberger ist dann wiederum eine neue Idee entstanden. Er hat uns mit einem faszinierenden Fotografen bekannt gemacht: Lukas Hüller, ein Künstler, der bei unseren Projekten in Ithuba und an der Wildcoast alle Kapitel der Charta der Menschenrechte in Szenen umgesetzt und fotografiert hat → www.thehumanrightsproject.org.

Viele dieser Fotos wurden dann beim Eröffnungsfest von „Ithuba Capitals“ versteigert – einer der Käufer war Willi Cernko, Generaldirektor von der Bank Austria. An diesem Abend kam er zu mir und sagte: „Herr Chorherr, das ist wirklich eine tolle Initiative – kommen Sie doch einmal bei mir vorbei.“ So etwas darf man mir nie ungestraft sagen. Zwei Tage später schickte ich ihm ein Mail und drei Wochen später hatte ich einen Termin bei ihm. Ich überlegte – soll ich jetzt wieder um eine gewisse Summe fragen? Lieber wäre mir eine langfristige Finanzierung – und ich setzte auf die harte Karte.

Als ich dann in sein Büro kam, hing Lukas Hüllers Bild an der Wand. Da wusste ich: Das ist mein Tag. Ich fing an, ihm zu erzählen, berichtete dies und das vom Projekt – aber Willi Cernko sagte gleich: „Herr Chorherr – Sie haben sich doch sicher etwas überlegt.“ Darauf ich: „Natürlich habe ich mir etwas überlegt – wie wäre es, wenn die Bank Austria eine eigene Schule gründen würde?“ Ich hatte damals bereits das zweite Projekt im Visier – eine Schule an der Wildcoast. Seine Antwort lautete damals: „Lassen Sie uns nachdenken.“

Sie haben nachgedacht – und uns geholfen. Mit dieser großzügigen Unterstützung kann die Mzamba-Schule an der Wildcoast entstehen. 2011 begann eine Pre-School, 2012 startet die 1. Klasse und dann wird das nach und nach wachsen.

Was mich aber ganz besonders freut: Es blieb nicht bei der finanziellen, Unterstützung. Zweimal pro Jahr fahren nun Bank-Austria-Mitarbeiter, vom Vorstands-Assistenten bis hin zum Filialen-Personal für zwei Wochen nach Südafrika und helfen mit. Sie zahlen den Flug selber und bekommen von der Bank Austria eine Woche Arbeitszeit gutgeschrieben – eine Woche nehmen sie sich Urlaub. Diese Freiwilligen haben bisher zwei Spielplätze und einen Basketball-Platz gebaut. Im Unternehmen hatten sie angenommen, da würden sich wohl so fünf, sechs Leute melden – aber es melden sich jedes Mal 30, 40 Mitarbeiter, die mitfahren wollen. In der Bank Austria ist innerhalb eines Jahres eine richtige Ithuba-Community entstanden.

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