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Jenny Behnisch, die Leiterin der gleichnamigen Klinik, kann einfach nicht mehr. Sie weiß, dass nur einer berufen ist, die Klinik in Zukunft mit seinem umfassenden, exzellenten Wissen zu lenken: Dr. Daniel Norden! So kommt eine neue große Herausforderung auf den sympathischen, begnadeten Mediziner zu. Das Gute an dieser neuen Entwicklung: Dr. Nordens eigene, bestens etablierte Praxis kann ab sofort Sohn Dr. Danny Norden in Eigenregie weiterführen. Die Familie Norden startet in eine neue Epoche! Besonders vertrauenerweckend sah das kleine Krankenhaus am Rande der Stadt nicht gerade aus. Die Anlage rund um das Haus war ziemlich verwildert, und auch die Fassade hätte dringend einen neuen Anstrich benötigt. Hätte nicht die große Tafel an der Einfahrt darauf hingewiesen, dass es sich bei diesem alten Bau tatsächlich um ein Krankenhaus handelte, wäre wohl niemand auf die Idee gekommen, hier einen kranken Freund oder Angehörigen abzuliefern in der Hoffnung, dass ihm geholfen werden konnte. Dr. Christian Dressler konnte seinen Bruder gut verstehen, dass er nicht länger bleiben wollte als unbedingt notwendig. Einen Moment lang blieb der Mann stehen und blickte die graue Fassade hinauf. Ein leiser Schauder lief über seinen Rücken. Er musste daran denken, wie Philipp vor zwei Tagen nach einem plötzlichen Hustenanfall bewusstlos zusammengebrochen war. Der ältere Bruder war gerade bei Christian auf Besuch gewesen, als dieser Anfall ihn überraschte. Natürlich hatte Christian sofort den Arzt gerufen. Leider war sein eigener Hausarzt in Urlaub, und es wurde eine Vertretung geschickt, ein junger Mediziner, vermutlich gerade erst fertig mit der Ausbildung. Er hat ihm lediglich eine Flasche Hustensaft dagelassen, eine Flasche Kräuteröl und einige Anweisungen, wie er den Patienten weiterhin versorgen sollte. Er musste unbedingt darauf achten, dass Philipp alle paar Stunden mit dem Kräuteröl inhalierte. Christian hatte ihn nach einer Diagnose gefragt, doch die ausweichende Auskunft, es handelte sich um einen ganz normalen Infekt, hatte ihn regelrecht in Wut gebracht. Ehe er ihm sagen konnte, was er von seiner Aussage hielt, war er wieder gegangen. Christian seufzte auf. Die letzten Tage waren für ihn ein einziger Albtraum gewesen. Ausgerechnet Philipp, den er immer für so widerstandsfähig wie eine Eiche angesehen hatte, lag plötzlich da, konnte kaum atmen, geschweige denn sprechen und verfiel innerhalb weniger Stunden. Als er das Leiden des älteren Bruders nicht mehr länger hatte mit ansehen können, blieb ihm nichts anderes übrig als ihn ins nächste Krankenhaus zu bringen. Philipp wehrte sich mit Händen und Füßen dagegen.
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Seitenzahl: 106
Veröffentlichungsjahr: 2023
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Besonders vertrauenerweckend sah das kleine Krankenhaus am Rande der Stadt nicht gerade aus. Die Anlage rund um das Haus war ziemlich verwildert, und auch die Fassade hätte dringend einen neuen Anstrich benötigt. Hätte nicht die große Tafel an der Einfahrt darauf hingewiesen, dass es sich bei diesem alten Bau tatsächlich um ein Krankenhaus handelte, wäre wohl niemand auf die Idee gekommen, hier einen kranken Freund oder Angehörigen abzuliefern in der Hoffnung, dass ihm geholfen werden konnte.
Dr. Christian Dressler konnte seinen Bruder gut verstehen, dass er nicht länger bleiben wollte als unbedingt notwendig. Einen Moment lang blieb der Mann stehen und blickte die graue Fassade hinauf. Ein leiser Schauder lief über seinen Rücken. Er musste daran denken, wie Philipp vor zwei Tagen nach einem plötzlichen Hustenanfall bewusstlos zusammengebrochen war. Der ältere Bruder war gerade bei Christian auf Besuch gewesen, als dieser Anfall ihn überraschte. Natürlich hatte Christian sofort den Arzt gerufen.
Leider war sein eigener Hausarzt in Urlaub, und es wurde eine Vertretung geschickt, ein junger Mediziner, vermutlich gerade erst fertig mit der Ausbildung. Er hat ihm lediglich eine Flasche Hustensaft dagelassen, eine Flasche Kräuteröl und einige Anweisungen, wie er den Patienten weiterhin versorgen sollte. Er musste unbedingt darauf achten, dass Philipp alle paar Stunden mit dem Kräuteröl inhalierte. Christian hatte ihn nach einer Diagnose gefragt, doch die ausweichende Auskunft, es handelte sich um einen ganz normalen Infekt, hatte ihn regelrecht in Wut gebracht. Ehe er ihm sagen konnte, was er von seiner Aussage hielt, war er wieder gegangen.
Christian seufzte auf. Die letzten Tage waren für ihn ein einziger Albtraum gewesen. Ausgerechnet Philipp, den er immer für so widerstandsfähig wie eine Eiche angesehen hatte, lag plötzlich da, konnte kaum atmen, geschweige denn sprechen und verfiel innerhalb weniger Stunden. Als er das Leiden des älteren Bruders nicht mehr länger hatte mit ansehen können, blieb ihm nichts anderes übrig als ihn ins nächste Krankenhaus zu bringen.
Philipp wehrte sich mit Händen und Füßen dagegen. Zuerst hatte er gar keinen Arzt sehen wollen, und dann war ihm auf einmal die Behnisch-Klinik eingefallen. »Bring mich in die Behnisch-Klinik«, bat er mit schwacher Stimme. »Fee und ihr Mann Daniel sind alte Freunde von mir. Sie werden wissen, was zu tun ist.«
Natürlich wollte Christian alles tun, was Philipp von ihm verlangte. Deshalb bat er auch den behandelnden Arzt, dass man den Patienten in die von ihm gewünschte Klinik überführen lassen sollte. Die Ärzte waren einverstanden, denn auch wenn sie es nicht aussprachen, fühlten sie sich hilflos in der Behandlung ihres Patienten. Alle Untersuchungen, alle Tests hatten keine Ergebnisse gebracht. Eine Untersuchung hatten sie noch machen wollen, um den Krankenbericht zu vervollständigen.
Dr. Scheffler, der behandelnde Arzt, erwartete Christian bereits im Stationszimmer. Sein Gesicht verhieß nichts Gutes. »Gut, dass sie kommen, Herr Dressler«, sagte er nur und deutete auf den Stuhl, der seinem Schreibtisch gegenüberstand. »Wir sind jetzt fertig mit unseren Untersuchungen. Mehr können wir nicht tun.«
»Und die Diagnose?«, fragte Christian atemlos. »Können Sie eine Diagnose stellen? Wie kann man meinem Bruder helfen? Können sie überhaupt helfen?«
Der Arzt zuckte die Schultern. »Wir haben bei ihrem Bruder hohe Entzündungswerte festgestellt, von denen wir uns nicht erklären können, woher sie kommen. Wir vermuten, dass er sich einen Virus oder Parasiten angefangen hat, den wir jedoch nicht lokalisieren und schon gar nicht benennen können. Die Sauerstoffversorgung im Körper von Herrn Dressler nimmt immer weiter ab, und wir finden auch dafür nicht die Ursache. Das erklärt die zeitweise Bewusstlosigkeit. Unser Krankenhaus ist nicht ausgestattet für Tropenkrankheiten. Da müssen Sie in eine Fachklinik. Ihr Bruder ist soweit transportfähig, dass er morgen früh verlegt werden kann.«
Christian Dressler atmete erleichtert auf. »Dann ist es also nur ein Virus oder so«, sagte er und fühlte, wie sich sein Körper entspannte. »Sicher werden seine Freunde in der Behnisch-Klinik wissen, wie man ihm helfen kann.«
»Das hoffe ich sehr.« Das Gesicht des Arztes wurde, wenn möglich, noch eine Spur betrübter. »Genau das ist der springende Punkt«, sagte er. »Wir können die Ursache zwar eingrenzen, aber alle Tests haben bisher ergeben, dass wir nichts haben, mit dem wir diesen Erreger bekämpfen können. Er spricht weder auf die uns bekannten Antibiotika an noch auf andere Medikamente, die wir in solchen Fällen einsetzen. Können Sie sich vorstellen, wo er sich diese Krankheit eingefangen haben könnte?«
»Vermutlich in Ägypten«, antwortete Christian sofort. »Das kann nur in Ägypten passiert sein. Seit Jahren erforscht mein Bruder die Geschichte dieses Landes und hat bereits mehrere Pyramiden besucht. Zuletzt hatte er das Glück, als erster ein neu entdecktes Pharaonengrab betreten zu dürfen. Es stand damals sogar in allen Zeitungen.«
»Ich habe davon gelesen«, versicherte der Arzt und schien wenig beeindruckt zu sein davon. »Wer weiß, welche unbekannten Erreger sich über die vielen Jahrhunderte in diesen alten Gemäuern angesiedelt haben.«
Christian senkte den Kopf und verkrampfte seine Finger ineinander. »Vor etwa zwei Wochen erzählte mir mein Bruder, dass der verstorbene Pharao diese Pyramide mit einem Fluch belegt haben soll, um sie vor Grabräubern zu schützen. Damals lachten wir noch drüber«, fügte er leise hinzu. »Doch jetzt muss ich gestehen, dass mir das Lachen gründlich vergangen ist. Allen Anzeichen nach ist an diesem Fluch vermutlich etwas Wahres dran.«
Der Arzt blickte seinen Besucher mitleidig an. »Sie werden doch nicht an solche Hirngespinste glauben«, sagte er betont abfällig. »Wie gesagt, es kann natürlich möglich sein, dass sich im Laufe der Jahrhunderte bestimmte Kleinstlebewesen hartnäckig in den Mauern gehalten haben, die durch diese stehende Luft in einer hohen Konzentration vorhanden sind. Es könnten auch Viren sein, die es zu der damaligen Zeit gegeben hat und die die Jahrhunderte überdauert haben. Vermutlich kennen wir sie nicht, und das ist die Gefahr dabei. Aber das sind, wie gesagt, auch nur Vermutungen. Jedenfalls ist uns der Auslöser der Erkrankung ihres Bruders fremd. Das Einzige, was wir mit Bestimmtheit ausschließen können, ist, dass die Erkrankung ansteckend ist. Die Erreger befinden sich ausschließlich in der Lunge.«
»Wollen Sie damit sagen, dass mein Bruder mit diesen Anfällen leben muss?«
»Wenn er damit leben kann - ja«, antwortete der Arzt. »Wir müssen es ganz einfach abwarten. Deshalb bin ich froh, wenn Kollegen zu Diagnosestellung und auch zur weiteren Behandlung hinzugezogen werden. Beim augenblicklichen Stand habe ich, ehrlich gestanden, große Bedenken bezüglich einer Therapie. Der Sauerstoffmangel führt zu einem langsamen Absterben der Organe. Ihr Bruder wird nur so viel davon merken, dass er ständig müder wird. Es ist also Eile geboten.« Eigentlich hatte der Arzt noch mehr sagen wollen, doch ein Blick in Christians Gesicht veranlasste ihn, zu schweigen.
»Wollen Sie mir damit schonend beibringen, dass mein Bruder zum Tode verurteilt ist?«, fragte er zögernd, als fürchte er sich vor der Antwort. »Er ist doch noch so jung, gerade über vierzig. Es muss eine Hilfe für ihn geben. Ich bin sicher, man wird in der Behnisch-Klinik das geeignete Medikament finden.«
»Ich bin erleichtert, dass ihr Bruder selbst diesen Wunsch geäußert hat. Die Behnisch-Klinik genießt einen ausgezeichneten Ruf, ist auch stets offen für neue, vielversprechende Behandlungsmöglichkeiten. Wenn ihr Bruder irgendwo eine Chance hat, dann dort.«
Christian erhob sich. »Entschuldigen Sie bitte, Herr Doktor, ich wollte nichts Negatives über Ihr Krankenhaus sagen. Aber ich kann es einfach nicht fassen, dass mein Bruder zum Tod verurteilt sein soll. Jedes Jahr kommen unzählige neue Medikamente auf den Markt, und da ist nichts dabei, was Philipp helfen kann? Das glaube ich nicht.« Er schüttelte heftig den Kopf. »Ich werde jetzt zu meinem Bruder gehen. Sicher wird es im Auftrieb geben, wenn er erfährt, dass wir morgen bereits die Klinik wechseln.«
»Gehen Sie nur, Herr Dressler. Er wartet nämlich schon auf sie. Aber seien Sie vorsichtig mit dem, was sie sagen. Er weiß nichts von unseren Zweifeln. Außerdem ist er seit dem letzten Anfall sehr schwach.«
»Ich werde ihm nicht sagen«, versicherte Christian und verließ mit raschen Schritten der Stationszimmer. Vor zwei Wochen noch waren die Brüder glücklich gewesen, als sie sich nach längerer Trennung endlich wieder in die Arme schließen konnten. Und jetzt das. Er konnte es nicht fassen.
Philipp Dressler lag unbeweglich in seinem Bett und starrte an die nicht mehr ganz weiße Zimmerdecke. Er fühlte sich so schwach und elend, dass er am liebsten die Augen zugemacht hätte, um einzuschlafen und nie wieder aufzuwachen. Doch so einfach war das nicht. Noch immer schlug sein Herz, auch mit dem Atmen ging es jetzt ein wenig besser.
Doch den Anfall, den er vor einigen Tagen gehabt hatte, würde er wohl nie wieder vergessen. Er erinnerte sich noch genau, wie er zusammen mit seinem Bruder Christian das Fernsehprogramm angesehen hatte. Der Film hatte ihn nicht besonders interessiert. Deshalb war er vermutlich ein bisschen eingenickt.
Plötzlich hatte er dieses Gesicht vor sich gesehen. Das Gesicht eines Pharao. Hämisch hatte es ihn angegrinst. Die pergamentartige Haut über den eingefallenen Wangenknochen hatte sich plötzlich gespannt, als wollte sie jeden Moment zerreißen. Die trockenen Lippen hatten sich geöffnet und einen fast zahnlosen Mund gezeigt. Immer näher war dieses Gesicht gekommen. Dann hatte er trockene, knorrige Hände auf seinem Hals gefühlt. Immer feste hatte dieser Pharao zugedrückt, bis er keine Luft mehr bekam. In seinen Ohren hatte es gedröhnt.
»Das ist die Strafe«, flüsterte die Stimme der Mumie. »Die Strafe dafür, dass du mich in meiner Ruhe gestört hast. Der Fluch des Pharao wird über dich kommen, und du wirst mir folgen in mein Grab.« Dann war es dunkel geworden um Philipp Dressler, den bekannten Archäologen. Erst später war er wieder aufgewacht, doch da hatte Christian ihn längst ins Bett gebracht.
Die Erinnerung an den Pharao war gleich wieder da gewesen. Ganz deutlich hatte Philipp auch wieder die Steintafel vor sich gesehen, auf die der Fluch des Pharao eingraviert war. Er hatte damals zwar eine Weile gebraucht, bis er die Schrift hatte entziffern können. Mit Entsetzen erinnerte er sich daran, dass auch andere Pyramiden mit einem Fluch belegt worden waren. Von diesem Augenblick an hatte Philipp keine ruhige Minute mehr gefunden.
Als es leise an die Tür klopfte, wandte der Patient seinen Kopf in Richtung Türe. Erwartungsvoll blickte er Christian entgegen, der jetzt das Zimmer betrat. »Hast du etwas erfahren?«, fragte er leise. Die Angst in seiner Stimme war nicht zu überhören.
Christian lächelte so fröhlich, wie es ihm in dieser Situation möglich war. »Du hast dich soweit erholt, dass einer Überführung in die Behnisch-Klinik nichts mehr im Wege steht, Bruder«, sagte er. »Sie haben bereits mit der Klinik telefoniert. Wenn du dich stark genug fühlst, kann es morgen losgehen.«
»Und die Diagnose?«
»Ich bin kein Arzt«, antwortete Christian ausweichend, und sein Lächeln wirkte wie eingefroren. »Aber was ich so verstanden habe, klang ganz nach einer verschleppten Grippe, die nicht so richtig heraus kann. Du brauchst dir jedenfalls keine Sorgen zu machen, Philipp. In der Behnisch-Klinik werden sie dir sicher helfen können.«
Zweifelnd blickte Philipp den jüngeren Bruder an. Irgendetwas an dessen Stimme war ihm seltsam vorgekommen. Er kannte seinen Bruder gut und lange genug, um solche Feinheiten in seiner Stimme zu spüren. Er glaubte ihm nicht. Ihm war zumute, als würde eine eisige Hand nach seinem Herzen greifen. Das konnte nur eines bedeuten. Die Diagnose war: unheilbar. »Sag mir die Wahrheit, Christian. Ich sehe es doch in deinem Gesicht, dass du ebenso Angst hast wie ich auch. Was ist los?«
»Seit wann bist du unter die Hellseher gegangen?« Christian gab sich betont burschikos. »Als Archäologe bist du jedenfalls bedeutend besser. Der Doktor hätte dich ohnehin bald entlassen, wenn du nicht den Wunsch geäußert hättest, in eine andere Klinik verlegt zu werden. Er meinte, die Erkältung könntest du auch zu Hause auskurieren, wenn du fleißig inhalierst und die Medikamente nimmst. Du bist wahrscheinlich nur etwas geschwächt von deinen vielen Reisen. Deshalb solltest du dir in nächster Zeit viel Ruhe gönnen und ein Stärkungsmittel verschreiben lassen. Irgendwelche Vitamine oder so.«
»Ist das wirklich wahr, Christian?«
Der Mann tat verärgert und ging zum Fenster. Ohne etwas wahrzunehmen, starrte er nach draußen. »Glaub mir oder lass es bleiben«, knurrte er. »Jedenfalls kannst du morgen mit dem Krankentransport zu deinen Ärzten fahren. Ich werde mir Urlaub nehmen, damit ich dich begleiten kann. Ist es dir recht so?«
»Es wird nicht die Form der Begegnung sein, die ich mir immer gewünscht habe. Vor vielen Jahren haben wir uns versprochen, dass wir uns eines Tages zusammensetzen und unsere alte Freundschaft erneuern. Jetzt werde ich mit einem Krankentransport auf einer Rolltrage abgeliefert. Das ist gewiss nicht die triumphale Rückkehr, die ich mir immer ausgemalt habe.«
»Du bist heute aber auch mit nichts zufriedenzustellen«, schimpfte Christian, um seine Rührung zu überspielen. Es tat ihm selbst in der Seele weh, den Bruder so leiden zu sehen. »Ich werde später noch einmal nachgesehen. Ruh dich aus, damit du morgen fit bist.«
