Vertrauen - Wolfgang Eckhardt - E-Book

Vertrauen E-Book

Wolfgang Eckhardt

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Beschreibung

Vertrauen ist ein kostbares Gut. Es ist das Gold in einer Beziehung. Freundschaften sind ohne gegenseitiges Vertrauen nichts wert. Ehen scheitern, weil es oft schwierig ist, einander zu vertrauen. Apostel i. R. Wolfgang Eckhardt beschreibt in diesem neuen Impulse-Band die verschiedenen Aspekte des Vertrauens. Er stellt ebenfalls die Frage, wie Vertrauen gelingen kann und ob sich Vertrauen überhaupt lohnt. Dabei schöpft er aus seiner langjährigen Erfahrung und den vielfältigen Begegnungen als Seelsorger und erzählt aus seiner Praxis. Die Reihe "Impulse" setzt sich engagiert und verständlich mit Themen aus dem religiösen und dem gesellschaftlichen Bereich auseinander. Die Betrachtungen und Impulse dienen der Vertiefung des Glaubens und einem besseren Verständnis gesellschaftlicher Werte. In edler Halbleinen-Ausstattung und vierfarbig bebildert sind die Bücher im besten Sinne des Wortes "geistliche Betrachtungen". Weitere Titel sind in Vorbereitung. Geplant sind ein bis zwei Neuerscheinungen pro Jahr.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
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Seitenzahl: 47

Veröffentlichungsjahr: 2024

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Vertrauen

Wolfgang Eckhardt

Vertrauen

Gedanken und Erfahrungen

1. Auflage

© 2024 Verlag Friedrich Bischoff GmbH, Neu-Isenburg

Alle Rechte vorbehalten

Lektorat: Wolfgang Schuster

Layout und Satz: Bischoff Verlag, Neu-Isenburg

Umschlagbild: liskam - stock.adobe.com

Bilder im Innenteil: stock.adobe.com – @ Designpics (Seite 7), @ Soloviova Liudmyla (Seite 10), @ unigraphy (Seite 28), @ inbar (Seite 60), @ christophstoeckl (Seite 70); Archiv (Seite 75)

Gesamtherstellung: Friedrich Pustet, Regensburg

Die verwendeten Bibelzitate sind entnommen aus:

Lutherbibel, revidiert 2017

© 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Best-Nr. 231029

ISBN 978-3-943980-91-2 eISBN 978-3-945410-16-5

www.bischoff-verlag.de

Inhalt

Einleitung

Menschliches Vertrauen

Ein kostbares Gut

Selbstvertrauen – das richtige Maß

Wer vertraut mir?

Misstrauen und Vertrauensbruch

Gottvertrauen

Einer der größten Schätze

Beten wirkt

Fügungen Gottes

Biblische Verheißungen

Eure Wege sind nicht meine Wege

Vertrauen in die Kirche Christi

Das Gebot Gottes

Gottes Gnade

Wie Vertrauen gelingen kann

Lohnt sich Vertrauen?

Literaturverzeichnis

Wer dem Herrn vertraut, dem wird nichts fehlen.

Sirach 32,24

Einleitung

Immer häufiger stellt man fest, wie wichtig Vertrauen für die Menschen ist. Vertrauen ist ein kostbares Gut. Ehen scheitern, weil es oft schwierig ist, einander zu vertrauen. Freundschaften sind ohne gegenseitiges Vertrauen wertlos.

Ich bin sehr dankbar, dass ich in einem intakten Elternhaus aufgewachsen bin, in dem Vertrauen gelebt wurde. Ich konnte mich mit allen Fragen und Sorgen an meine Eltern wenden. Das Wort zu meiner Konfirmation: „Verlass dich auf den Herrn von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen“ (Sprüche 3,5.6) begleitet mich seitdem durch mein Leben. Der Hinweis von Stammapostel Walter Schmidt (1891–1981) in seinem Brief an die Konfirmandinnen und Konfirmanden des Jahres 1962 hat sich in meinem Leben immer wieder erfüllt: „Der Herr, unser himmlischer Vater, wird bei all unserem Tun und Handeln stets nach dem Glauben sehen. Der natürliche Erfolg eurer Arbeit ist immer von dem Segen Gottes abhängig. Er kann Geringes segnen und vermehren.“

Nachfolgend berichte ich von meinen persönlichen Erfahrungen. Denn je mehr ich mich mit der Thematik beschäftigte, desto deutlicher wurde mir, wie weitgehend das Vertrauen unser Leben beeinflusst und wie stark es mit unseren eigenen Erfahrungen zusammenhängt. Ich bin mir dabei bewusst, dass man diese nicht verallgemeinern kann. In diesem Buch möchte ich aus meiner Sicht einige ausgewählte Aspekte zum Thema „Vertrauen“ beleuchten.

Ein kostbares Gut

Vertrauen ist das positive Verhältnis eines Menschen zu anderen Menschen, einer Sache, einer technischen Einrichtung, einer wissenschaftlichen Lehre, den Naturgesetzen und letztlich zu Gott. Das Vertrauen gegenüber Gott jedoch beinhaltet eine besondere geistige Dimension und Qualität.

Wir Menschen sind wohl mit einem Urvertrauen oder Grundvertrauen ausgestattet. Man sieht das am deutlichsten an kleinen Kindern, wenn sie sich beispielsweise voll Vertrauen und Vergnügen in die Arme von Mutter oder Vater oder einer anderen Vertrauensperson fallen lassen. Bei meinen Spaziergängen beobachtete ich einen Vater mit seinem Jungen im Kindergartenalter, der immer auf den Baumstämmen, die am Wegrand lagen, balancieren wollte. Wenn er das Gleichgewicht verlor, ließ er sich einfach in die Arme seines Vaters fallen. Er vertraute selbstverständlich darauf, dass dieser ihn auffing.

Jugendliche planen ihre Zukunft sehr optimistisch. Sie haben die feste Überzeugung: Mein Leben und das, was ich tue, gelingt. Ich denke dabei an einen 19-Jährigen, der mit einem gleichaltrigen Freund eine Motorradtour durch einige Balkanländer angetreten hatte. Was passieren würde, wenn beispielsweise ihr Motorrad kaputtgehen, Krankheiten auftreten oder irgendein Missgeschick geschehen würde, hatten sie gar nicht überlegt. Beide kamen trotz allem mit eindrücklichen Erlebnissen und wohlbehalten nach Hause.

Glücklicherweise vertrauen die meisten Menschen darauf, dass ihr Leben gelingt. Selbst nach Schicksalsschlägen – wenn zum Beispiel ihre Ehe scheitert, sie ihren Arbeitsplatz verlieren oder schwer erkranken – schauen sie weiter nach vorne.

Wenn dieses Grundvertrauen gestört wird, kann das Angst hervorrufen. Angst haben wir vor dem Unbekannten, das wir nicht einschätzen können. Hier wird das Vertrauen auf Gott zu einem besonderen Reichtum unseres Lebens. Wir können Gott unsere Ängste im Gebet darlegen, denn Gott weiß um sie. Jesus war die Angst nicht fremd, als er beispielsweise in Gethsemane betete: „Mein Vater, ist’s möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber“ (Matthäus 26, aus 39). Es ist deshalb kein Zufall, dass im Neuen Testament sehr häufig die göttliche Zuwendung in den Worten „Fürchte dich nicht“ zu lesen ist. Als Jesus die Sorgen der Jünger im Hinblick auf seinen Abschied sah und den Heiligen Geist verhieß, tröstete er sie mit den Worten: „Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht“ (Johannes 14,27). Gott ermutigt die Menschen, in seine Allmacht und Güte zu vertrauen. Der Prophet Jesaja übermittelte den göttlichen Rat: „Durch Stillesein und Vertrauen würdet ihr stark sein“ (Jesaja 30, aus 15). Er gibt damit den Rat, dass wir uns manchmal zurückziehen und das, was uns ängstigt, in Gottes Hand legen sollten.

Vertrauen hat unterschiedliche Anteile an Erfahrung und Glauben. Es besteht oft ein Wechselspiel zwischen Glauben und Vertrauen. Besonders deutlich wird der Zusammenhang zwischen Glauben und Vertrauen, wenn es um das Gottvertrauen geht. In den hebräischen Texten des Alten Testaments wird das hebräische Wort für „Vertrauen“ an Stellen verwendet, an welchen in der deutschen Übersetzung das Wort „Glauben“ steht (vgl. KNK 4.2.1.5). Die Bedeutung des Wortes „Vertrauen“ schwingt in dem Wort „Glaube“ beispielsweise in Hebräer 11,1 mit: „Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.“ In Psalm 118,9 lesen wir: „Es ist gut, auf den Herrn vertrauen…“ Ebenso könnte man sagen: Es ist gut, dem Herrn zu glauben.

Selbstvertrauen – das richtige Maß