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Ein schlankes, erfülltes Leben ohne Zucker ... Ist das wirklich möglich? Ja, es geht. Aber anders als gedacht: Die meisten Menschen versuchen durch Willenskraft ihren Zuckerkonsum zu reduzieren, abzunehmen und ihr gesundes Wohlfühlgewicht dauerhaft zu halten. Doch das funktioniert nicht, hier braucht es mehr als Willenskraft. Es braucht eine andere Denkweise. Das Resultat dieses Umdenkprozesses ist die Zuckerfreiheit, mit der ein Verzicht auf schlechten Zucker selbstverständlich wird, leicht fällt und Freude macht. Zuckerfreiheit hilft nicht nur beim Abnehmen und dabei, dauerhaft seinen gesunden Wohlfühlkörper zu haben. Zuckerfreiheit schenkt Lebensfreude, Selbstvertrauen und ein konstant hohes Energielevel. Dieses Buch erinnert daran, dass Zuckerfreiheit ein natürlicher Seins-Zustand ist. Und es schenkt den Leser*innen die mentalen und emotionalen Zutaten für ein zuckerfreies Leben, das sie lieben werden.
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Veröffentlichungsjahr: 2020
GEWIDMET FABIAN & JULIA
Ich bin unendlich dankbar, eure Mama sein zu dürfen.
Birgit Böhm
Vom Zucker-Junkie zur
Zuckerfrei-Heldin
Mental und emotional STARKfür ein zuckerfreies LEBEN
© 2020 Birgit Böhm
Bahnweg 3
A-2821 Lanzenkirchen
www.birgitboehm.at
Text: Birgit Böhm
Lektorat: Susanne Hülsenbeck
Korrektorat: Sandra Frank
Fotos: Caterina Hoffmann
Coverdesign: Elisabeth Engelstädter
Verlag & Druck: tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg
ISBN
Paperback
978-3-347-16078-1
Hardcover
978-3-347-16079-8
e-Book
978-3-347-16080-4
1. Auflage November 2020
Hinweise: Dieses Buch dient der Information über Selbsthilfe und Methoden der Gesundheitsvorsorge. Wer die in diesem Buch beschriebenen Übungen und Methoden anwendet, tut dies in eigener Verantwortung. Die Autorin übernimmt keinerlei Haftung für Schäden, die sich eventuell aus dem Gebrauch oder Missbrauch der in diesem Werk erläuterten Methoden und Übungen ergeben könnten und beabsichtigt keinesfalls, Diagnosen zu stellen oder Therapieempfehlungen zu geben. Die hier beschriebenen Verfahren sind nicht als Ersatz für eine professionelle medizinische Behandlung und Therapie bei gesundheitlichen oder psychischen Beschwerden zu verstehen. Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und der Autorin unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort von P.A. Straubinger
Schön, dass du da bist
Reisebegleiter
Entspanne dich
Anna und die Rosenmarillen-Marmelade
Zucker-Fakten
Die Wirkung von Zucker
Definition Zuckerfreiheit
IST-Zustand
In dir steckt eine Zuckerfrei-Heldin
Körper-Vision
Vision-Board
Denkweise
Paradigmenwechsel
Glaubenssätze erkennen und verändern
Selbstvertrauen
Zuckerfrei-Heldinnen-Manifest
Intention
Dein Zuckerfreiheit-Journal
Power-Place
Macht Zucker süchtig?
Willenskraft
Zucker-hilft-gegen-Stress-Mythos
Zucker verschafft Erleichterung
Was uns glücklich macht
Trigger
Bedürfnisse
Übergewicht als Schutzmechanismus
Die Vergangenheit ist (eine) Geschichte
HIER und JETZT
Was kostet dich dein Zuckerkonsum?
Der Preis der Zuckerfreiheit
Finde dein WARUM!
Körper-Ziel-Arbeit
Wertebewusstsein
Prägungen
Persönlichkeit
Gewohnheiten
Veränderung
Metakognition
Transformation
Schöpferkraft
Blockaden lösen
Musterunterbrechung
Verzicht
Plan
Abschluss
Danksagung
Arbeite mit mir!
Quellennachweis
Empfehlungen
Notizen
Vorwort von P.A. Straubinger
Für Menschen meiner Generation ist Zucker etwas, das seit der Kindheit in unbegrenzten Mengen zur Verfügung stand und ohne schlechtes Gewissen genossen wurde. In den 1970er Jahren hatte Zucker ein überaus positives Image und nicht den geringsten gesundheitsschädlichen Makel – im Gegenteil. Er galt als Energiespender, beim Sport und in der Schule, der einem von Eltern und anderen Autoritätspersonen fast schon mit dem Auftrag zum Verzehr zugesteckt wurde in Form von Traubenzuckerpastillen oder mit Vitaminen versetzten „gesunden Süßigkeiten“. In meinen morgendlichen Hagebuttentee kamen drei Teelöffel Zucker pro Tasse und kein Erwachsener in meiner Umgebung wäre auf die Idee gekommen, das zu bemängeln. Die 1970er waren die Zeit von „Low Fat“ und „High Sugar“. Dass wir als Kinder an die „gefährlichste Droge der Welt“ gewöhnt wurden, wie manche das süße Gift heute nennen, war damals niemandem bewusst. Die Folgen dieser Sorglosigkeit spüre ich noch heute, denn Zucker-Junkie bleibt man ein Leben lang, so wie ein Alkoholiker immer den Alkohol im Blick haben muss. Durch meine jahrelange Beschäftigung mit den gesundheitlichen Schäden des übermäßigen Zuckerkonsums und den altersbeschleunigenden Folgen fand ich die Motivation, mit meiner „Suche“ bewusster umzugehen, aber noch immer ist es ein tägliches Spiel mit der Versuchung, denn die Versuchung begegnet uns immer und überall. Was für unsere Vorfahren Lebensrealität war – ein Leben ohne Zucker –, ist heute fast ein Ding der Unmöglichkeit. Den Zusatzstoff Zucker aus dem Alltag zu verbannen braucht eine massive Lebensumstellung, viel Erfahrung und gute Selbstkenntnis.
Als ich Birgit Böhm kennenlernen durfte und ihre Geschichte das erste Mal hörte, erschien mir ihr zuckerfreies Leben fast schon als übermenschliche Leistung. Sie ist eine Zuckerfrei-Heldin und es braucht Helden wie sie, die uns als Vorbilder dienen. Menschen, die uns zeigen, dass es möglich ist, zuckerfrei zu leben und wie es gelingen kann. Denn auch, wenn wir nicht zur Gänze ihrem Weg folgen wollen, gibt es in ihrem Buch doch so viele Inspirationen, Wege, Anleitungen und Werkzeuge, die es uns erleichtern, die Kraft aufzubringen, mit der süßen Versuchung zu brechen. Denn jedes Gramm Zucker, das wir weglassen, erleichtert es unserem Körper, den Alterungsprozess zu verlangsamen, gesund und schlank zu bleiben.
Danke Birgit, für diese „Heldentat“ und das Vorleben eines zuckerfreien Weges inmitten einer überzuckerten Gesellschaft.
Peter-Arthur (P.A.) Straubinger ist Absolvent der Wiener Filmhochschule und arbeitet seit 25 Jahren als Filmjournalist, Filmemacher und Sprecher für den ORF. Fast ebenso lange beschäftigt er sich mit Yoga, Meditation und grenzwissenschaftlichen Themen. Seine Kinodokumentation „Am Anfang war das Licht“ ist einer der erfolgreichsten Dokumentarfilme der österreichischen Geschichte.
Basierend auf umfangreichen Ausbildungen in unterschiedlichen Meditationstraditionen und knapp 20 Jahren täglicher Meditationspraxis vermittelt P.A. die Kraft und das Potenzial westlicher und östlicher Techniken. Kontakt: www.pastraubinger.com
Schön, dass du da bist
„Niemals erwacht in dir ein Wunsch, ohne die Kraft, ihn zu verwirklichen.“
Richard Bach
Es freut mich, dass du dieses Buch entdeckt hast, oder vielleicht sogar mein Buch dich gefunden hat. Wie auch immer, ich glaube nicht an Zufälle, sondern daran, dass etwas, wofür wir in unserem Leben gerade bereit sind, unausweichlich zu uns kommt. Ich glaube daran, dass es für dich oder für die Menschen in deinem Umfeld sogar einen tieferen Sinn ergibt, dass genau du dich mit Zuckerfreiheit auseinandersetzt.
Wenn mich im Dezember 2016 jemand gebeten hätte, mich kurz vorzustellen und dabei gnadenlos ehrlich zu sein, dann wären das hier wohl meine Worte gewesen: Mein Name ist Birgit Böhm, ich bin verheiratet und zweifache Mutter. Beruflich bin ich als Psychologische Beraterin in eigener Praxis tätig. Eigentlich wäre mein Leben okay – wenn ich nicht vierzig Kilo Übergewicht hätte. Auch wenn ich versuche, es mir nicht anmerken zu lassen, es geht mir körperlich nicht gut und ich bin unglücklich. Ich habe zwei- bis dreimal in der Woche Migräne und fühle mich permanent energielos und überfordert. Ich bin verzweifelt, weil ich alles versucht habe, um meine destruktiven Essgewohnheiten loszuwerden – leider ohne Erfolg. Ich schaffe es nicht und fühle mich deshalb wie eine Versagerin. Im Dezember 2018 sah meine Welt ganz anders aus: Ich sprühte vor Dankbarkeit, Lebensfreude und Energie. Mein Leben war nicht nur okay, sondern ich liebte und genoss es in vollen Zügen.
Inzwischen habe ich nebenbei 40 Kilo Übergewicht abgenommen. Es fällt mir leicht, mein Wohlfühlgewicht zu halten. Ich habe ein konstant hohes Energielevel und die Migräne ist verschwunden. Ich bin frei in Bezug auf Essen und muss Süßigkeiten & Co nicht mehr andauernd futtern. Es ist sogar so, dass ich keinen Zucker mehr will. Ich bin wieder der Mensch, der ich wahrhaftig bin, mit dem Körper, der meinem Wesen tatsächlich entspricht. Die mentale und emotionale Auseinandersetzung mit meiner Zuckerabhängigkeit hat dazu geführt, dass ich mein Wunschgewicht spielerisch erreicht habe und leicht halten kann! Alle meine Erkenntnisse teile ich in diesem Buch mit dir, sodass auch du deinen eigenen, individuellen Weg vom Zucker-Junkie zur Zuckerfrei-Heldin gehen kannst.
Übrigens: es ist dir bestimmt schon aufgefallen, dass ich dich mit „du“ anspreche. Ich hoffe, das ist okay für dich. Ich mache das, weil ich mich mit dir verbunden fühle – von Mensch zu Mensch, von Seele zu Seele. Die weibliche Anrede habe ich der besseren Lesbarkeit halber gewählt. Wenn du ein Mann bist, bitte ich um dein Verständnis. Vielen Dank!
Zwischen Dezember 2016 und Dezember 2018 liegen zwei Jahre – und eine stille, aber kraftvolle Entscheidung. Ich beschloss am 7. Jänner 2017, ganz auf Zucker zu verzichten. Damit mir das möglich war, leistete ich lange Jahre davor enorm viel innere Arbeit, und auch ab dem Tag der Entscheidung führte ich diesen geistigen Transformationsprozess beharrlich weiter. Im Zuge meiner äußeren Veränderung wurde ich von zahlreichen Menschen in meinem Umfeld gefragt, wie ich es geschafft hatte, so viel abzunehmen. Die Idee zu diesem Buch entstand, weil die Antwort: „Ich esse keinen Zucker mehr“, dem, was eigentlich dahintersteckt, bei Weitem nicht gerecht wird. Auf diesen Seiten beschreibe ich meinen Prozess, die Werkzeuge und Erkenntnisse, die mich an mein lang ersehntes Ziel und in mein neues Leben führten. Das hier ist ein Buch, das dich zum Nach- und Umdenken einlädt, dich inspirieren und vor allem in die Umsetzung bringen soll.
An einem bestimmten Punkt im Leben geht es nicht darum noch mehr Wissen anzusammeln, sondern endlich ins kalte Wasser zu springen und das zu verändern was sich schon lange nicht mehr gut anspürt.
Ich weiß, wie du dich fühlst, weil ich selbst durch diesen Prozess durchgegangen bin. Ich gebe dir Impulse und Werkzeuge in die Hand, damit auch du den berühmt-berüchtigten inneren Schalter umlegen kannst. Denn ich will, dass du es schaffst, deinen Körper zu lieben und danach handeln zu können, wenn du diesen sehnlichen Wunsch in dir trägst. Wenn ich dieses Ziel erreicht habe, dann kannst du es auch.
Ich hoffe, du findest in diesem Buch viele Anregungen und brauchbare Impulse für deinen gesunden Wohlfühlkörper und ein zuckerfreies Leben, das du liebst. Probiere, was gut für dich funktioniert und lasse den Rest einfach weg. Hier gibt es kein Muss, nur Inspiration und Ermutigung. Mach’ das Beste draus. Dabei wünsche ich dir viel Freude!
Ich glaube ganz fest daran, dass der Tag irgendwann kommen wird, an dem du sagst: „Ich hab’s geschafft! Ich gehe frei, leicht und selbstbestimmt durch mein Leben!“
Ich glaub’ an dich!
In tiefer Verbundenheit und Liebe,
Birgit
Reisebegleiter
Dass du diese Zeilen gerade liest, bedeutet, …
… dass du ahnst, dass ein übermäßiger Zuckerkonsum nicht nur deinem Körper schadet, sondern wie jede andere Abhängigkeit dein gesamtes Leben beeinträchtigt und einschränkt. Es bedeutet, dass du dich nicht mehr länger von deinen destruktiven Gewohnheiten bestimmen lassen, dich ihnen nicht mehr machtlos ausgeliefert fühlen willst, sondern den Ruf in dir spürst, ein leichtes, selbstbestimmtes und freies Leben zu führen. Ein Leben, das du liebst, mit dem Körper, der deinem wahren Wesen entspricht. Dieses Buch habe ich für Menschen wie dich geschrieben. Menschen, die aufgehört haben, ausschließlich im Außen nach Veränderung zu suchen, die ahnen, dass unsere Innenwelt unsere Außenwelt bestimmt und echte, nachhaltige Veränderung bei unserer Denkweise beginnt und damit, wie wir uns fühlen.
Es freut mich sehr und ich bin unendlich dankbar, dass du die Wahl getroffen hast, über dich hinauszuwachsen, indem du die schlechte Gewohnheit Zucker hinter dir lassen willst. Dieses Buch kann ein Reisebegleiter für dich sein auf deinem Weg in dein neues zuckerfreies Leben, das du liebst. Du bekommst hier viele Inspirationen, Übungen, Impulse, Affirmationen, Fragen, Werkzeuge und Methoden, die dich auf deinem Weg in dein neues Leben unterstützen.
Deine wahre Natur ist ein Leben ohne Zucker.
Entspanne dich
May it be beautiful before me.
May it be beautiful behind me.
May it be beautiful above me.
May it be beautiful below me.
May I walk in beauty.
Spruch der Navajo-Indianer
Falls du in diesem Buch nach Empfehlungen suchst, die dir ausdrücklich vorgeben, dass du ab sofort auf Zucker verzichten sollst, so wirst du nicht fündig werden. Ich verzichte darauf, weil ich in dem Prozess, durch den ich dich führe, den Fokus darauf lege, den berühmt-berüchtigten „inneren Schalter“ umzulegen, anstatt irgendwelche Regeln in puncto Ernährung im Außen aufzustellen, die ein Zucker-Junkie ohnehin nur sehr schwer oder gar nicht einhalten kann. Zuckerabhängigkeit ist, meiner Erfahrung nach, in der Regel KEIN Wissensproblem, sondern ein Umsetzungsproblem. Darum widme ich mich diesem Thema auf der mentalen und emotional-energetischen Ebene.
Das Ziel ist, dass du aus einem inneren Bedürfnis heraus Zucker weglässt, weil dir dein Wohlbefinden viel wichtiger ist als Süßigkeiten & Co. Du stellst dir nicht mehr die Frage, ob du zu Schokolade greifen sollst oder nicht, weil Zuckerverzicht eine Gewohnheit für dich geworden ist.
Das Buch ist eine Einladung von mir an dich, tief durchzuatmen, dich zurückzulehnen, alle Erwartungen fallenzulassen, dich auf die Inhalte und Übungen zu konzentrieren und dich in aller Ruhe deinem inneren Prozess hinzugeben. Auch wenn es vielleicht ungewöhnlich für dich sein mag, dass der Weg in ein zuckerfreies Leben, das du liebst, nicht damit beginnt, sofort alle Süßigkeiten aus deinem Leben zu verbannen: Ich lade dich ein, dich dafür zu öffnen, dass Veränderung immer zuerst im Innen beginnt.
Hör auf, dir Druck in Bezug auf deinen Zuckerkonsum zu machen und fang an, dich zu entspannen.
Falls du zu den Menschen zählst, die schon seit Wochen in den Startlöchern stehen und sich so sehr auf den Zuckerverzicht gefreut haben, dass sie es schon gar nicht mehr erwarten können, endlich loszulegen, dann: Do it! Doch wenn du spürst, dass du noch nicht dazu bereit bist, so ist das okay. Genau dafür habe ich dieses Buch geschrieben. Es ist dafür gedacht, dich innerlich gut vorzubereiten, damit du den Weg in die Zuckerfreiheit in deinem Tempo gehen kannst. Irgendwann weißt du, wann für dich der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um in den Zuckerverzicht zu gehen.
In meiner Tätigkeit als Psychologische Beraterin traf ich 2017 aus meiner ganz eigenen Geschichte heraus die Entscheidung, mich ausschließlich dem Zuckerthema zu widmen. Eine ganz wundervolle Frau war der Auslöser dazu. Sie hat mich zutiefst berührt und mir die Augen geöffnet. Ihr zu Ehren möchte ich dir gerne im nächsten Kapitel von unserer gemeinsamen Geschichte erzählen.
Anna und die Rosenmarillen-Marmelade
„Wir haben zwei Leben. Das zweite beginnt in dem Moment, in dem wir erkennen, dass wir nur eines haben.“
Konfuzius
Ich möchte dich gerne mitnehmen in meinen Sommer 2016. Ich war zutiefst verzweifelt. Wieder einmal. Für meine Arbeit in meiner Praxis als Lebens- und Sozialberaterin hatte ich wenig Energie. Wie auch, mit 40 Kilo Übergewicht, zwei bis drei Migräne-Tagen pro Woche und dem permanenten Gefühl von Überforderung. Verzweifelt beschloss ich, eine berufliche Auszeit zu nehmen.
Zeitgleich erzählte mir meine Mutter, dass es ihr körperlich nicht gut gehe und sie ihren übervollen Alltag verändern müsse, der aus einer Anstellung in einer Arztpraxis bestand, einem anspruchsvollen Nebenjob und zwei zu führenden Haushalten. Außerdem kümmerte sich meine Mutter um Anna, ihre Nachbarin. Die Beziehung zwischen den beiden könnte man als Mama-Tochter-Ersatz beschreiben. Die beiden mochten sich sehr und waren gerne füreinander da. Annas leibliche Tochter wohnte weit weg. Sie hatte wenig Zeit für ihre Mutter. Auch sonst gab es keine Verwandten in ihrer Nähe. Meine Mama unterstützte Anna gerne, doch ihr ging gerade selbst die Kraft aus.
Anna war zu dieser Zeit über 80 Jahre alt, zuckerkrank und sie hatte Alzheimer. Doch sie konnte noch ganz gut für sich selbst sorgen. Trotzdem wollte ihre Tochter, als meine Mutter für sechs Wochen zur Reha musste, jemanden engagieren, der Anna einmal täglich für eine Stunde besuchte, damit sie nicht so alleine war. Ich beschloss, das während meiner Auszeit gerne zu tun.
Innerhalb kurzer Zeit entwickelte sich eine innige Freundschaft zwischen Anna und mir. Wir freuten uns jeden Tag auf unser Treffen und auf unsere Gespräche, in denen mir Anna viel von ihrer zum Teil sehr schweren Vergangenheit erzählte. Rasch lernte ich ihre Gewohnheiten und Rituale kennen. Eine Gewohnheit war das Naschen beim Fernsehen. Anna saß viele Stunden vor dem Fernseher. Ich vermute, es gab ihr das Gefühl, nicht so alleine zu sein. Wegen der Zuckerkrankheit war das Naschen keine gute Idee, doch ihre Tochter kam dagegen nicht an. Anna bestand vehement auf ihre Nasch-Gewohnheiten, die sie seit Jahrzehnten pflegte. Wenn es sein musste, kaufte sie sich ihre Lieblingskekse heimlich selbst. Seit Jahren frühstückte Anna jeden Tag das Gleiche: zwei Häferl Kaffee mit viel Milch und dazu ein Toastbrot mit Butter und Rosenmarillen-Marmelade.
Eines Tages kam ich wie gewohnt zu Anna. Sie sagte zu mir: „Birgit, kannst du mir bitte ein Glas Rosenmarillen-Marmelade besorgen?“ Ich fragte sie, ob sie wirklich sicher sei, dass sie eines brauchen würde, weil sie erst gestern eines gekauft hätte. Anna bekräftigte ihre Aussage mit einem überzeugenden Kopfnicken. Jetzt wollte ich es genauer wissen. Ich schaute in den Kasten und stellte fest, dass das Glas tatsächlich leer war. Anna hatte die Marmelade von einem auf den anderen Tag komplett ausgelöffelt. Gott sei Dank ging es Anna gut und der viele Zucker schien keine akuten gesundheitlichen Konsequenzen zu haben – was mich aber nicht davon abhielt, ihre Tochter darüber zu informieren.
Das war ein Schlüsselmoment für mich. Mir wurde plötzlich klar, dass Anna seit Jahrzehnten bestimmte Gewohnheiten hatte, und dass es mit 80 Jahren, einer Zuckerkrankheit und Alzheimer ein Ding der Unmöglichkeit war, diesen festgefahrenen Alltagstrott, der ihrer Gesundheit nicht zuträglich war, zu verändern. Mir wurde mit einem Schlag bewusst, was schlechte Angewohnheiten mit uns Menschen machen. Ich verstand plötzlich, dass Gewohnheiten unser Leben bestimmen.
Wir sind die Summe unserer Gewohnheiten.
Das war wie ein Weckruf für mich und mein gesamtes Leben. Ich begann nachzudenken. Wenn ich heute mit 40 Jahren Gewohnheiten habe, die zu 40 Kilo Übergewicht geführt haben, wer bin ich dann in 10, 20 oder 30 Jahren? Wer werde ich in Zukunft sein, wenn ich so weitermache wie bisher, wenn ich meine destruktiven Angewohnheiten beibehalte?
Bald verschlechterte sich Annas Allgemeinzustand von einem Tag auf den anderen. Abwechselnd wohnten ihre Tochter oder ihre Schwester mit ihrem Schwager bei ihr. Ich begleitete schließlich die ganze Familie wie eine Freundin während dieser schweren Zeit, in der es Anna zunehmend schlechter ging. Ende 2016 musste Anna ins Altersheim. Auch dort besuchte ich sie täglich. Und auch dort stellte ich mir oft die Frage, wie es mir wohl im Alter gehen würde, wenn ich meine destruktiven Gewohnheiten nicht verändern würde.
Während dieser Zeit begann ich mit einer Weiterbildung: „Case Management und Angehörigenberatung für Menschen mit Demenz“. Annas Geschichte berührte mich so sehr, dass ich mehr über Alzheimer wissen wollte. In einem Modul, das Teil dieser Weiterbildung war, ging es um Ernährung. Nach unzähligen gescheiterten Abnehmversuchen – ich brachte zum damaligen Zeitpunkt 105 Kilo auf die Waage – war mein Selbstvertrauen im Keller und ich frustriert und verzweifelt. Ich wollte über gesunde Ernährung nichts mehr wissen und überlegte, ob ich diesen Kurstag einfach schwänzen sollte. Doch das schien keine gute Idee zu sein, weil ich ohne diesen Kurstag nicht zur Abschlussprüfung antreten durfte. Also ging ich hin. Das war der 7. Jänner 2017. Der Tag, an dem ich aufhörte, Zucker zu essen. Ich erkannte endlich, dass mein übermäßiger Zucker- und Kohlenhydratekonsum wie eine unfreiwillige Hochschaubahnfahrt für meinen Blutzuckerspiegel war, die ihn erst künstlich hochsteigen und danach wieder abstürzen ließ und mich dieser Vorgang abhängig machte.
Ich veränderte die destruktive Gewohnheit Zucker, indem ich aufhörte, Zucker zu WOLLEN. Das veränderte mein ganzes Leben.
Wie du bereits weißt, verlor ich innerhalb von eineinhalb Jahren 40 Kilo Übergewicht und die Migräne verschwand. Meine Energie und meine unbändige Lebensfreude kamen Schritt für Schritt zurück. Ich bin jetzt wieder der Mensch, der ich wahrhaftig bin, mit dem Körper, der meinem Wesen tatsächlich entspricht.
Anna verstarb im Februar 2017 im Krankenhaus. Sie war eine ganz besondere Frau für mich – gutmütig, warmherzig und liebevoll. Ich bin zutiefst dankbar für unsere gemeinsame Zeit. Als Anna noch lebte, fragte ich mich oft: Wie würde es ihr wohl gehen, wenn sie die schlechte Gewohnheit Zucker nicht hätte? Ich werde auf diese Frage nie eine Antwort bekommen. Das ist vermutlich auch nicht von Bedeutung, denn das sind solche Was-wäre-wenn-Fragen nie. Doch dieser Gedanke war der Auslöser für mich, meine krankmachenden Gewohnheiten zu verändern.
Nach dieser intensiven Zeit traf ich eine Entscheidung. Ich lege meine langjährige Erfahrung, mein wertvolles Wissen als Psychologische Beraterin und mein ganzes Herzblut in ein nachhaltiges Unterstützungsangebot. Ich gründete die „Zuckerfrei-Heldinnen“.
Selbstreflexion: Gibt es etwas, das du dir aus dieser Geschichte mitnimmst? Was ist dein „Diamant“?
Zur Erklärung: Ein Diamant ist eine Erkenntnis, ein erhebender Gedanke oder ein positives Gefühl, das du dir aus einer Geschichte, einem Kapitel in einem Buch, einer Übung oder aus einem Gespräch mitnimmst. Etwas, das buchstäblich hängenbleibt. Und weil Gedanken flüchtig sind und Erkenntnisse ebenso, macht es Sinn, wenn Stift und Papier beim Lesen immer griffbereit sind, um dir Notizen zu machen. Oft tauchen Erkenntnisse nur kurz auf und im nächsten Augenblick sind sie auch schon wieder verschwunden und damit verloren, wenn wir sie nicht sofort notieren. Genau diese Gedankenblitze entpuppen sich häufig als unendlich wertvoll. Außerdem macht es grundsätzlich Sinn, Gedanken, Gefühle und Erkenntnisse festzuhalten. Schreiben macht frei, bringt etwas auf den Punkt, es klärt und hilft uns beim Sortieren und Unterscheiden. Schreiben ist verbindlich.
Du findest in diesem Buch viele Übungen und Fragen zur Selbstreflexion und ich möchte dich aus ganzem Herzen einladen, diese Übungen durchzuführen und die Fragen schriftlich (!) zu beantworten. Denn genau das bringt dich in die Handlung und somit in die Veränderung. Verschiebe das Beantworten der Fragen und das Durchführen der Übungen nicht auf später, sondern tu es dann, wenn du im Lesefluss und somit im Prozess bist.
Zucker-Fakten
„Alle Dinge sind Gift,
und nichts ist ohne Gift.
Allein die Dosis macht,
dass ein Ding kein Gift ist.“
Paracelsus
Blicken wir zurück in den Dezember 2016: Ich war an einem Punkt angelangt, an dem ich wusste, dass ich so wie bisher nicht mehr weitermachen konnte. Destruktive (Ess-)Gewohnheiten machten mich und mein Leben im wahrsten Sinne des Wortes schwer. Mir war klar, wenn ich nichts ändere, fahre ich meinen Körper und damit mein Leben gegen die Wand. Gleichzeitig hatte ich keine Ahnung, wie ich aus dem Teufelskreis „Zuckerbetrieb“ jemals aussteigen sollte, ich hatte doch schon alles probiert. Ich machte fast jede angesagte Diät und ging sogar zur Psychotherapie. Wenn überhaupt, half alles nur kurzfristig. So kam es, dass ich das Vertrauen in mich verlor. Mit jedem Scheitern fühlte ich mich meinen negativen Essgewohnheiten noch machtloser ausgeliefert. Dieses Scheitern prägte sich in mein Gehirn immer tiefer ein, je öfter ich diese Erfahrung machte. Irgendwann sah ich mich mit Verhaltensmustern konfrontiert, die ich nicht mehr durchbrechen konnte. Über Zucker wusste ich, dass er ungesund ist – doch das weiß jedes Kind. Nähere Informationen hatte ich nicht.
Ich lade dich nun ein, dir gemeinsam mit mir die wichtigsten Zucker-Fakten genauer anzuschauen.
Alle Zucker sind Kohlenhydrate. Neben Fetten und Eiweiß dienen sie uns als schnelle Energiequelle. Kohlenhydrate bestehen aus Zuckermolekülen, die je nach Anzahl der chemischen Bauteile in drei Gruppen unterteilt werden: Einfach-, Zweifach- und Mehrfachzucker. Zum Einfachzucker gehören Frucht- und Traubenzucker, die in Früchten und Honig enthalten sind. Die Zusammenlagerung von zwei Einfachzuckern nennt man Zweifachzucker. Hierzu zählen Maltose, Milchzucker und Saccharose. Der in jeder Küche übliche Haushaltszucker besteht aus Saccharose. Diese setzt sich zu gleichen Teilen aus den beiden Bausteinen Glucose und Fruktose zusammen. Nicht anders ist das beim braunen Zucker. Er ist nur eine Spur weniger oft behandelt als sein weißer Bruder. Übrigens wird der Haushaltszucker in Österreich üblicherweise aus Zuckerrüben hergestellt. Die Zuckerrübe an sich wäre völlig unbedenklich. Doch durch die Verarbeitung werden dieser Pflanze die wertvollen Mineralstoffe, Vitamine und Ballaststoffe entzogen, sodass am Ende der weiße Zucker übrig bleibt. Zu den Mehrfachzuckern zählt zum Beispiel die Stärke von Pflanzen und Getreide.
Ein ganz besonderer Übeltäter ist der Maissirup, der seinen Weg aus den USA zu uns gefunden hat. Er gilt unter anderem als problematisch für die Gesundheit, weil er eine sehr hohe Konzentration an Fruktose enthält und den Sättigungseffekt ausschaltet. Maissirup versteckt sich hinter Bezeichnungen wie Fruktose-Glukose-Sirup, Isomeratzucker, Stärkesirup und viele mehr.
Zu beachten ist weiters, dass selbst die vermeintlich gesunden Alternativen wie Birkenzucker, Kokosblütenzucker, Agavendicksaft, Ahornsirup, Reissirup, Honig, Feigen, Datteln und viele mehr mit Maß und Ziel genossen werden sollten. Auch sie haben teils einen hohen Zuckergehalt.
Der einzige Zuckerersatz, den ich zum Süßen verwende, ist Erythrit. Das ist ein Zuckeraustauschstoff, der aussieht wie Zucker, allerdings etwas weniger Süßkraft als Haushaltszucker hat. Erythrit fühlt sich ein bisschen kühl auf der Zunge an, was anfänglich ein wenig gewöhnungsbedürftig sein kann. In natürlicher Form kommt es in reifen Früchten, wie beispielsweise Melonen und Weintrauben vor. Für die Lebensmittelindustrie wird es häufig aus Mais hergestellt. Es entsteht meist mit Hilfe von Pilzen durch Fermentation. Erythrit wird im Dünndarm zügig aufgenommen und zu über 90 Prozent über den Urin unverändert ausgeschieden. Dieser Zuckerersatz hat keine Kalorien. Ich werde immer wieder gefragt, ob das denn eine gesunde Alternative sei. Laut dem „British Journal of Nutrition“ (Nov. 2005) zeigt sich, dass es keine Magen-Darm Probleme verursacht. Weiters wird durch eine Studie, auf die sich die Firma Sukrin bezieht, belegt, dass Erythrit als Antioxidans im Körper wirkt und sogar vor Schäden an Blutgefäßen schützt, die durch einen zu hohen Blutzuckerspiegel hervorgerufen werden. Zudem wirkt Erythrit, wie andere Süßstoffe auch, insulinunabhängig. Darum ist für mich aktuell Erythrit die beste Alternative zu Zucker.
Vollkommen unberücksichtigt ließ ich vor meiner Zuckerfreiheit die Tatsache, dass schnell verfügbare Kohlenhydrate wie Reis, Kartoffeln, Nudeln und Brot ebenso als Glucose im Blut landen und den Blutzuckerspiegel teils extrem ansteigen lassen, was wiederum Heißhunger verursacht. Das gilt auch für Vollkornprodukte. Zum Thema „Kohlenhydrate landen als Glucose im Körper“ lade ich dich ein, dir bei Gelegenheit ein Interview anzuhören, das ich mit einer Diätologin in meinem Podcast geführt habe.
Du findest es auf meiner Homepage auf meinem Podcast-Blog unter: www.birgitboehm.at (Episode: ZFH003).
Hast du schon mal von der Richtlinie der WHO gehört, in der es heißt, dass ein Mensch, der gesund leben möchte, höchstens zehn Prozent seiner täglichen Kalorien in Form von Zucker aufnehmen sollte? Und dass man den freien Zucker am besten gleich auf fünf Prozent reduzieren sollte? Das sind höchstens 25 Gramm oder, anders gemessen, in etwa sechs Teelöffel pro Tag. Jetzt fragst du dich bestimmt, was die WHO unter kritischem, freien Zucker versteht. Das ist all jener Zucker, der Speisen und Getränken zugesetzt wird sowie Zucker, der natürlicherweise in Honig, Sirup, Fruchtsäften und Fruchsaftkonzentraten enthalten ist. Ein handelsübliches Softdrink-Fläschchen enthält mehr als die doppelte Zuckermenge, die man pro Tag zu sich nehmen sollte. Darum macht es Sinn, genauer hinzuschauen und die Nährwerttabelle sowie die Inhaltsangabe zu studieren.
Wenn es um die Zuckermenge geht, wird oft das Zitat von Paracelsus genannt, weil es so treffend ist: „Die Dosis macht das Gift.“ Die Biologin und Ernährungsmedizinerin Mag. Julia Tulipan geht in einem ihrer Blogartikel auf ein interessantes Detail ein. Sie schreibt, dass Zucker per se nicht schlecht oder gefährlich ist und, dass Zucker nicht nur eine Dosis-Frage ist, sondern auch eine Frage der „Einwirkungsdauer“, weil sich das schädigende Potential von Zucker mit der Zeit akkumuliert, also ansammelt. Wenn wegen des hohen Zuckerkonsums viel Insulin im Blut schwimmt, ist das grundsätzlich für unseren Körper schlecht. Außerdem begünstigt zu viel Glucose im Blut die Zunahme von Entzündungsprozessen. Auch hier bekam ich wieder die Bestätigung für das, was tausendfach im Internet geschrieben steht: Unterm Strich ist zu viel Zucker eine große Belastung für unseren Körper.
Zurück zu den Zahlen. Was glaubst du, wie hoch ist der durchschnittliche Pro-Kopf-Konsum von Zucker in Österreich pro Tag in Gramm? Es ist um einiges mehr, als uns gut tut. Laut Statistik Austria nehmen Herr und Frau Österreicher 92 Gramm Zucker pro Tag zu sich. Das sind umgerechnet 33 Kilo pro Jahr. Im 18. Jahrhundert war es ein dreiviertel Kilo pro Kopf im Jahr (!). Eine repräsentative Befragung von Marketagent im Auftrag der Firma SPAR hat ergeben, dass 92 Prozent der Österreicher ihren eigenen Zuckerkonsum um ein Vielfaches unterschätzen. Das ist ein unglaublich hoher Anteil. Wenn du jetzt denkst, dass das deswegen so ist, weil gefühlt überall Zucker drinnen steckt und wir dem hilflos ausgeliefert sind, dann stimme ich dir nur im ersten Punkt zu. Denn die Entscheidung, wie viel Zucker wir täglich essen, die nimmt uns niemand ab. Das ist unsere Verantwortung. Und ja, ich gebe zu, dass das in der heutigen Zeit als Konsument eine große Herausforderung ist. Darum meine Empfehlung: Werde zur „Zucker-Detektivin“.
Die Wirkung von Zucker
Je mehr Zucker du isst, desto mehr Zucker verlangt dein Körper.
Wie du bereits weißt, bin ich von Beruf weder Ernährungsberaterin noch Diätologin, sondern Dipl. Lebens- und Sozialberaterin. Die Grenze an der die Psychologische Beratung endet und die Ernährungsberatung beginnt, verläuft für mich nicht fließend, sondern ist klar definiert. Ich habe nach drei Jahren zuckerfreier Ernährungsweise zwar sehr viel Wissen über Zucker und seine Wirkungen auf den Körper erlangt, dennoch halte ich mich besonders im beruflichen Kontext gewissenhaft an das Motto „Schuster bleib bei deinen Leisten“. Da ich dir dennoch die grundlegendsten Fakten der körperlichen Prozesse nicht vorenthalten möchte, lasse ich in diesem Kapitel gerne auch einen Ernährungsexperten zu Wort kommen.
Meine Suche nach einer gut verständlichen Erklärung dafür, was in unserem Körper vorgeht, wenn wir Zucker essen, führte mich zu Felix Olschewski. Er ist Autor und Gründer von Urgeschmack, einer Plattform auf der sich alles um „Natürlich essen – gesund leben“ dreht. Felix erklärt in einem seiner YouTube-Videos, wie der Körper auf einen übermäßigen Zuckerkonsum reagiert, wie das mit dem Insulin ist und warum Zucker dick macht.
Genau das habe ich für dich zusammengefasst:
