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Depression, Pleitewelle, Währungsreform, Lastenausgleich
Was Sie jetzt tun müssen, um morgen nicht zu den Krisenverlierern zu gehören
Mit genauer Prognose, wann der finale Crash eintreten wird!
Millionen von Menschen werden in den nächsten Monaten und Jahren ihre gesamten Ersparnisse verlieren. Wir stehen unmittelbar vor dem größten Wirtschafts- und Finanz-Crash, den die Welt je gesehen hat.
Zwar haben viele Anleger die Gefahr erkannt und die Empfehlungen von Crash-Beratern umgesetzt. Doch auch sie werden einen Großteil ihrer Ersparnisse verlieren. Denn die Empfehlungen der meisten Anlageberater basieren auf zwei Kardinalfehlern: Die Experten gehen zum einen davon aus, dass der kommende Absturz nur von kurzer Dauer sein wird, dass sich Verluste »aussitzen« lassen. Zum anderen leiten sie ihre Absicherungsmaßnahmen aus der Preisentwicklung verschiedener Anlageklassen in der aktuellen Hochkonjunktur ab: Sie ignorieren jedoch deren Entwicklung speziell in Krisenzeiten.
Bereiten Sie sich jetzt richtig auf Crash, Währungsreform und Lastenausgleich vor!
Volker Nied bereitet Anleger und Unternehmen seit Jahren systematisch auf den finalen Crash vor. Dabei nutzt er seine jahrzehntelange Erfahrung als Banker, Teilhaber einer Immobiliengesellschaft und Unternehmenssanierer. Nied analysiert aber auch umfassende Studien zu historischen Krisen.
Profitieren Sie jetzt von Volker Nieds einzigartigen Erfahrungen und seinem profunden Hintergrundwissen. Lesen Sie hier, was Ihnen Staat und Mainstream-Medien verschweigen.
Erfahren Sie,
Volker Nied nennt Ihnen aber auch die drei Anlagen, die Ihr Geld in der kommenden »Großen Depression« am besten schützen werden. Zwei dieser Absicherungen werden von Crash-Beratern so gut wie nie empfohlen. Noch bleibt Sparern ein kleines Zeitfenster, Geld in diese Anlagen umzuschichten.
Exklusiv: Analyse der künftigen Werthaltigkeit aller Vermögensklassen: Immobilien, Agrarland, Aktien, Kontengeld, Kryptowährungen, Anleihen, Derivate, ETFs, Edelmetalle, Diamanten, Uhren, Antiquitäten, Oldtimer und Lebensversicherungen!
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Veröffentlichungsjahr: 2020
Liebe Leserin, lieber Leser,
vielleicht fragen Sie sich, wie es zu diesem Buch gekommen ist. Was hat mich motiviert, meine Gedanken und Einschätzungen zu Papier zu bringen – wohlwissend, dass ich viele von Ihnen damit ängstigen werde?
Es begann mit einigen Beiträgen zu den Themen Goldverbot und Lastenausgleich, die ich im Finanzmagazin Smart Investor publiziert habe. Danach fragten viele Leser, wie sie sich am besten auf den bevorstehenden finalen Crash vorbereiten könnten. Theoretisch lassen sich die Lösungen in wenigen Sätzen darstellen. Aber wenn Sie als Leser solchen Ratschlägen folgen wollen, brauchen Sie Hintergründe und Erklärungen, weshalb Sie bestimmte Maßnahmen vornehmen sollten. Nur wenn Sie detailliertes Hintergrundwissen erhalten, können Sie mit einem guten Gefühl notwendige Entscheidungen treffen. Hierzu soll dieses Buch dienen.
In der Anlageberatung gibt es eine Vielzahl von Kollegen, die sich in ihrer Materie gut auskennen. Die meisten aber sind ausschließlich mit ihrem Fachgebiet fest verankert. Sie sehen nicht die vielfältigen volkswirtschaftlichen Zusammenhänge und die sich daraus ergebenden Konsequenzen – weder für ihr Fachgebiet noch für Sie als Anleger. Viele wollen sie auch nicht sehen.
Im Laufe meiner beruflichen Tätigkeit habe ich in den meisten Anlagebereichen gearbeitet und besondere Erfahrungen gewinnen können. Die Welt der Banken konnte ich in über 25 Jahren fast in all ihren Facetten sehr intensiv kennenlernen. Als früherer Teilhaber einer Immobilien-Anlagegesellschaft habe ich sehr heftige Markteinbrüche in leitender Managementposition miterlebt. Besonders in meiner 10-jährigen Tätigkeit als Unternehmenssanierer musste ich an der Seite meiner Kunden erfahren, wie wirtschaftliche Werte in kritischen Situationen dramatisch verfielen. Durch langjährige Krisenerfahrungen erhielt ich die Praxis, mit Problemsituationen umzugehen, und zwar unaufgeregt, sachlich und ohne die in Zwangslagen üblichen Ängste.
In der Vermögensberatung der vergangenen 10 Jahre folgte ich immer dem Grundsatz: Rendite ist gut und wichtig, aber es gilt unter allen Umständen die vorrangige Devise, Vermögensverluste zu vermeiden. Große Vermögensverluste können Sie als Anleger nie wieder verdienen. Dies sollten Sie sich als Investor immer verinnerlichen. Die Darstellungen der einzelnen Vermögensklassen in diesem Buch beleuchten die jeweiligen Risiken im Hinblick auf das, was uns in der Zukunft erwarten wird. Diese in die Zukunft gerichtete Sichtweise unterscheidet sich deutlich von den heute üblichen Betrachtungsweisen.
Die Corona-Krise hat erstmals einer breiten Anlegerschaft aufgezeigt, wie schnell sich ein »finanzieller« Sturm entwickeln kann. Die zu erwartenden wirtschaftlichen Folgen sind heute – Stand Juni 2020 – für die meisten noch nicht konkret ersichtlich. Jedoch sind bereits jetzt für versierte Krisenmanager die Gefahrenherde klar erkennbar. Auch konnten wir alle sehen, wie rasend schnell sich die Corona-Krise »wirtschaftlich« ausgebreitet hat.
Auf Szenarien wie diese und noch wesentlich verheerendere gilt es sich gut vorzubereiten.
Ihr Volker Nied
Die Corona-Krise hat in den letzten 12 Monaten bei uns in Deutschland, aber auch weltweit, das gesamte private und wirtschaftliche Leben auf den Kopf gestellt.
Neben dem einhergehenden »Chaos« zeigt sich aber auch eine Besonderheit, die für Sie als Leser wahrscheinlich für Verwirrung sorgt. Nahezu nirgends wird die ungeschönte Wahrheit ausgesprochen. Hier spreche ich besonders die Medien und die Politik an. Dies gilt aber auch für die Wirtschaftsverbände Industrie und Banken. Die wahre wirtschaftliche Situation oder gar Hintergründe werden nicht kundgegeben.
Als langjähriger Unternehmenssanierer und Krisenberater kenne ich beispielsweise die Kostenstrukturen von Unternehmen recht gut. Wenn Unternehmen über einen längeren Zeitraum Umsatzausfälle von 30 bis 40 Prozent hinnehmen müssen, stehen diese am Abgrund. Eine Erholung wäre allenfalls möglich, wenn sogleich ein wirtschaftlicher Aufschwung eintreten würde.
Ganze Branchen liegen darnieder. Exemplarisch seien die Reisebranche, Hotellerie und Gastronomie angeführt. Aber auch der Einzelhandel hat Einbußen zu beklagen. Die Lockdowns haben diese Unternehmen großenteils zerstört. Es ist nur noch nicht publik. Die von der Regierung ausgesetzte Insolvenzantragspflicht schiebt die Konkurse nur auf unbestimmte Zeit in die Zukunft.
Wirtschaftsverbände und Regierung sprechen von einer kommenden Erholung. Diplomatisch ausgedrückt kann man hier nur von Märchen reden. Gehen Sie einmal durch die Fußgängerzone Ihrer Stadt. Dort werden Sie bereits eine ganze Reihe ausgeräumter Geschäfte entdecken. Und das ist erst der Anfang. Viele weitere Geschäftsschließungen werden folgen.
Die vorhersehbaren, verheerenden Auswirkungen lassen sich nur erahnen. Auf diese kommenden Entwicklungen wird im späteren Verlauf des Buches nicht mehr eingegangen. Klar erkennbar ist aber schon jetzt, dass die kommende »Große Depression« noch härter ausfallen wird – hierzu mehr im späteren Verlauf.
Im Buch werden die Ereignisse rund um die Corona-Krise – und was im Hintergrund geschieht – nicht thematisiert. Dennoch habe ich als Autor Kenntnisse hierüber. Allerdings spielen die Corona-Auswirkungen eine große Rolle bei der Prognose über den künftigen Eintritt des finalen Crashs.
Was die Corona-Hintergründe anbelangt, wird im Verlauf des Buches auf zwei gute Buchtitel verwiesen. Vor allem das Buch Durch Corona in die Neue Weltordnung von Peter Orzechowski liefert wichtige Informationen, die die Inhalte dieses Buches ergänzen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass das Corona-Geschehen uns noch länger beschäftigen wird und sogar noch Steigerungen erfährt.
Oben hatte ich ausgeführt, dass heute in nur noch seltenen Fällen ungeschönte Statistiken oder Wirtschaftshintergründe beziehungsweise Wirtschaftsberichte publiziert werden. Daher weiche ich in einigen Fällen bewusst von der üblichen Praxis ab, belastbare Quellenangaben bei Wirtschaftszahlen oder Prognosen zu zitieren. In einigen Fällen fließen dann meine eigenen Einschätzungen ein – dies werde ich aber an den betreffenden Stellen kenntlich machen.
Bitte beachten Sie die Seiten im Anhang. Diese enthalten teils wichtige, ausgegliederte oder ergänzende Informationen.
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Seit einigen Jahren bereite ich Kunden auf die drohende Währungsreform sowie den aus meiner Sicht dann folgenden Lastenausgleich vor. Die Erkenntnisse aus jahrelangen Recherchen sind die Grundlage der im vorliegenden Buch dargelegten Analysen, Darstellungen und Prognosen. Ebenso fließen Erfahrungen aus einer Vielzahl von Kundenberatungen ein. Aus diesen Gesprächen habe ich folgende wichtige und grundlegende Erkenntnisse gewonnen, die das Verhalten der Menschen bestimmen:
die Gier nach mehr
das Festhalten an bisherigen Erfolgsmodellen beziehungsweise die Unfähigkeit, loszulassen
Das uns allen innewohnende Verlangen nach »mehr« wurde vor allem geprägt durch den jahrzehntelangen Aufschwung. Der heutige Zeitgeist, noch mehr zu verdienen oder sein Vermögen immer weiter zu vermehren, liegt in uns allen – allerdings mehr oder weniger stark ausgeprägt. Ein zu starkes Verlangen nach »mehr« lässt ein Reflektieren der bisherigen Investitionen beziehungsweise Geldanlagen auf die Zukunft nur sehr beschränkt zu. Eventuell notwendige Vermögensumschichtungen werden dann gar nicht erst erwogen. Dies bemerke ich häufig in meinen Kundengesprächen.
Heute vermögende Menschen sind geprägt durch einen fast 70-jährigen Wirtschaftsaufschwung. Kurzzeitige Krisen, zum Beispiel die Lehmann-Krise 2008, hat das vorherrschende Wirtschaftssystem immer (mehr oder weniger) überwunden.
Drei Krisen seien hier exemplarisch erwähnt:
Die Dotcom-Blase des »Neuen Marktes«: Bis etwa zum Jahr 2000 vervielfachten sich die Aktienkurse. Im Jahr 2000 platzte die »Blase«. Viele Kleinanleger verloren ihr Vermögen. Aber andere Aktien stiegen während der Folgejahre. Die Aktienwelt, so schien es, war wieder in Ordnung.
Die Lehman-Krise im Jahr 2008: Aufgrund des ab dem Jahr 2001 niedrigen Zinsniveaus engagierten sich die Amerikaner spekulativ im Immobilienmarkt. Es entstand eine ungeheure Immobilienblase. Banken beliehen die Immobilien der Kunden teilweise mit über 100 Prozent. Die Kredite wurden gebündelt in Spezialgesellschaften, die diese »Kreditpakete« von den Banken übernahmen. Ratingagenturen versahen diese Produkte mit guten Noten. Anschließend wurden diese »Kreditpakete« an andere Banken und Anleger verkauft. Nach dem Platzen der Immobilienblase stellte sich eine Mehrzahl der vergebenen Kredite als wertlos heraus. Die Preise der amerikanischen Immobilien fielen drastisch. Auch die Aktienmärkte brachen stark ein. Das Bankhaus Lehman ging in Konkurs und zog andere Banken weltweit in Mitleidenschaft. Konzertierte Aktionen der weltweiten Zentralbanken, des IWF und weltweit staatliche Konjunkturprogramme wendeten das Schlimmste ab. Die Preise der Aktien und Immobilien haben sich größtenteils erholt. Neue Aktien- und Immobilienblasen sind entstanden. Alle jubeln, es ist alles wieder beim Alten. Zu der hieraus resultierenden weltweiten Schuldenspirale finden Sie in Kapitel 2 »Aktuelle Gefahrenherde für die Weltwirtschaft« weitere Informationen.
Die Corona-Krise im ersten Halbjahr 2020: Unter dem Eindruck einer weltweiten Pandemie wurde die komplette Wirtschaft in einen Lockdown versetzt. Die bisher erkennbaren Auswirkungen (Stand Juni 2020) auf die Weltwirtschaft sind sprunghaft gestiegene Arbeitslosenquoten – vor allem in den USA – sowie eine Reihe von Firmenzusammenbrüchen. Die Aktienmärkte brachen zunächst um etwa 40 Prozent ein. Dennoch erholten sich die Börsenkurse anschließend sehr schnell trotz extrem schlechter Wirtschaftsaussichten für die kommenden 6 bis 18 Monate. Eine detaillierte Beleuchtung der Geschehnisse finden Sie im weiteren Verlauf dieses Buches.
Anleger in Aktien und Immobilien müssen heute den Eindruck gewinnen, dass ihre Investments im Wesentlichen erfolgreich waren. Selbst nach einer künftig möglichen Krise wird alles weiterlaufen – so denken zumindest viele bislang von Erfolg gekrönte Investoren.
Das Festhalten an bisherigen Erfolgsmodellen kann aber künftig zu ganz erheblichen Vermögensverlusten führen. Hierauf gehe ich in den Kapiteln über Aktien und Immobilien detailliert ein.
Unsere derzeit noch als »heil« erscheinende Weltwirtschaft kann abrupt zusammenbrechen. Spätestens die im Frühjahr 2020 aufgetretene weltweite Corona-Pandemie hat uns gezeigt, wie schnell Ereignisse die ganze Welt überschatten können. Hätten wir eine solche Pandemie mit ihren fatalen und globalen Auswirkungen noch im Januar 2020 für möglich gehalten? Eher nicht, da werden Sie mir sicher zustimmen.
Die heutigen Gefahrenherde lassen sich wie folgt einteilen:
Bankencrash
Börsencrash
Immobiliencrash
Staatsbankrott
»Schwarze Schwäne«
Corona-Auswirkungen auf die Wirtschaft
Auslöser der Lehman-Krise (2008/2009) war zunächst eine immense Immobilienblase in den USA. Finanziert wurden die spekulativ übertriebenen Häuserwerte – wie schon erwähnt – teils mit über 100 Prozent. Jeder Amerikaner bekam Kredite – quasi ohne Überprüfung der Kreditwürdigkeit. Die nicht werthaltigen Kredite wurden in Form von »Kreditverbriefungen« gebündelt, mit guten Ratings versehen und dann an andere Banken sowie institutionelle Investoren verkauft. Als dann die Federal Reserve Bank die Zinsen anhob, platzte die Immobilienblase. Zudem kamen die unseriösen Kreditgeschäfte und Missbräuche der Ratingagenturen ans Tageslicht. Die Lehman-Bank ging aufgrund dieser Kreditvergaben in Konkurs. Verschiedene, auch internationale Banken gerieten ins Wanken. Nur durch gemeinsame Rettungsaktionen der Notenbanken und Staaten konnte ein Crash des Finanzsystems abgewendet werden.
Situation heute:
Seit dem Zusammenbruch des Bankhauses Lehman Brothers (USA) im Jahr 2008 wird die Welt durch anhaltende, sich immer weiter verstärkende Krisen sozusagen in Atem gehalten.
Reformen durch Regierungen, staatliche Finanzorganisationen und Zentralbanken folgen seither aufeinander. Es ist aber absehbar, dass keine dieser Maßnahmen den gewünschten nachhaltigen Erfolg bringen wird.
Die Banken sitzen weltweit auf uneinbringlichen Immobilienkrediten und Staatsanleihen (großenteils nicht werthaltige Wertpapiere beziehungsweise Kredite mit vermeintlich guten Ratings); die Summen der notleidenden Forderungen übersteigen das Eigenkapital der Banken um ein Vielfaches.
Die Corona-Krise hat bereits gezeigt, dass viele Privatleute, aber auch Firmen, ihre derzeitigen Schulden wegen Verdienst- beziehungsweise Umsatzausfällen nicht mehr bedienen können.
Politik und Finanzwirtschaft (weltweit) hoffen seit Jahren, die offenkundige Systemkrise durch Inflation lösen zu können – zulasten der Gläubiger beziehungsweise Anleger.
Weltweit reflektieren die Wirtschafts- und Schuldenstatistiken nicht die Realität.
Falls eine Bank oder gar mehrere große Institute in Schieflage geraten, droht der Zusammenbruch des Finanzsystems. Im Jahr 2008 ist die Welt nur ganz knapp um einem Bankencrash herumgekommen. Im Übrigen unterstützt und subventioniert die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihren Ankaufsprogrammen die europäischen Banken – teilweise sogar mit Minuszinsen. So erhalten auch weniger kreditwürdige Banken (»Zombie-Banken«) ihre langfristigen Finanzierungen.
Hand aufs Herz, liebe Leserinnen und Leser: Glauben Sie, das könnte ewig so weitergehen? Ich glaube es nicht!
Den Banken bricht das klassische Geschäft weg. Früher haben Kreditinstitute Kundengelder eingesammelt und zu höheren Zinsen an Privatleute und Firmen ausgeliehen. Von der erzielten Zinsspanne lebten die Banken. Heute sind Kundeneinlagen für die Kreditinstitute eher eine Last. Die Großbanken der Euro-Zone erhalten Liquidität von der EZB, meist zu einem geringen Minuszins. Dieses Geld wird im großen Stil in Staatsanleihen investiert. Es handelt sich dabei um Anleihen von Ländern, die höhere Zinsen bezahlen: zum Beispiel Spanien, Portugal, Italien und Griechenland. Ob diese Länder ihre Anleihen je bedienen können, ist jedoch mehr als fraglich. Die Zinsmarge für die Großbanken ist bei diesen Transaktionen sehr hoch. Dieses extrem gefährliche Modell ist nur möglich, da gemäß der heutigen Banken-Gesetzeslage die Anleihen der Euro-Länder bei Banken als »risikofrei« eingestuft werden! Dieses »Casino-Banking« wird heute in ganz großem Stil betrieben. Hier schlummern ungeheure Risiken in den Bilanzen der Geldinstitute. Einen Vorgeschmack haben wir vor einigen Jahren in der Griechenlandkrise erhalten. Die konzertierten Rettungsaktionen (IWF, EZB, europäische Staatsgarantien) hatten den Hauptzweck, eine gefährliche Kettenreaktion in der Staatsfinanzierung durch Banken zu verhindern.
Die Bundesanstalt für Finanzaufsicht (BaFin) schreibt wörtlich:
»Gerät ein Kreditinstitut in Schieflage, so können seit dem 1. Januar 2017 im Falle der Insolvenz auch unbesicherte Schuldtitel herangezogen werden, und zwar unmittelbar nach den Eigentümern – das sind meist die Aktionäre – und nachrangigen Gläubigern. Grundlage ist das Instrument der Gläubigerbeteiligung, auch Bail-in genannt.«1
Im Klartext heißt dies, Anleger und Sparer werden bei Bankenschieflagen künftig sehr wahrscheinlich beteiligt werden, egal ob mit Anleihen oder Kontengeldern. Zum 1. Januar 2015 trat hierzu das SAG (Sanierungs- und Abwicklungsgesetz) in Kraft. Nun kann die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht bei drohender Insolvenz einer systemrelevanten Bank Kundengelder einziehen oder in Aktienbeteiligungen umwandeln.
Seit Jahren steigen die Börsenindizes von Jahr zu Jahr in astronomische Höhen. Die von Zeit zu Zeit erfolgten Kurseinbrüche wurden immer wieder kompensiert. Die Kursverluste waren wieder ausgeglichen und die Aktien stiegen immer weiter nach oben. Sogar nach dem Einbruch infolge der Corona-Krise ging es 2020 wieder in erstaunlichem Tempo nach oben.
Lassen Sie uns einen Blick auf die treibenden Faktoren werfen. An erster Stelle wären zu nennen:
Aktienrückkäufe durch Großunternehmen
Kurspflege durch die Zentralbanken
Aufspringen institutioneller Investoren
Zulauf von Spielern aus Wettbüros und anderen Wettplätzen an der Börse
In Zeiten des »billigen Geldes« sind die von den Unternehmen zu zahlenden Dividenden ein erheblicher »Kostenfaktor«. Die derzeitige Zinssituation erlaubt es den Firmen, sich Geld am Kapitalmarkt zu Zinssätzen zwischen 0 und 1 Prozent auszuleihen. Mit dem Rückkauf eigener Aktien, für die Dividenden von etwa 5 bis 8 Prozent zu zahlen wären, sparen die Unternehmen somit Dividenden von 4 bis 7 Prozent. Anstatt der Kosten für Dividenden von 5 bis 8 Prozent entsteht nämlich nur ein sehr geringer Zinsaufwand. Die Gewinnsituation der Firmen erhöht sich. Die Aktienkurse steigen (Verminderung des Aktienangebotes). Die Manager erhalten Sonderprämien. Die Aktionäre erfreuen sich weiterer Kursgewinne. Allerdings werden die Unternehmen in schlechten Wirtschaftszeiten krisenanfälliger – wegen des nun geringeren Eigenkapitals.
Zur »Marktpflege« und Aufbesserung der wirtschaftlichen Stimmung investieren Zentralbanken auch in Aktien oder Aktienindizes. Das bekannteste Beispiel stammt aus den USA. Ronald Reagan gründete eigens das sogenannte »Plunch Protection Team« (PPT). Diese staatliche Organisation darf jederzeit zur »Kurspflege« in die Aktienmärkte eingreifen. Auch andere Zentralbanken betätigen sich am Aktienmarkt zur Kurspflege. Hierzu folgender Chart des deutschen Aktienindex DAX (siehe folgende Seite).
Am 8. Mai 2020 hatte der DAX fast 50 Prozent seines Kurseinbruchs wegen der Corona-Krise wieder aufgeholt. Die Wirtschaftsaussichten für das Geschäftsjahr 2020 waren aber sehr schlecht. Viele Unternehmen würden ein sehr verlustreiches Jahr haben, so viel war klar. Am 8. Mai schreibt Cash. ch unter Bezug auf namhafte Quellen, Deutschland stünde 2020 vor einer tiefen Rezession. 2 Wie kann es möglich sein, dass bei derart schlechten Wirtschaftsaussichten der DAX wieder stark gestiegen ist? Dies ist nur mit einer wahrscheinlichen »Kurspflege« großer Zentralbanken zu begründen. Es sollte wohl ein noch größerer Börsencrash verhindert werden.
Chart Dax / Quelle: www.cash.ch
Sobald die großen Investoren von einer Marktpflege durch Zentralbanken erfahren, steigen diese wieder in den Aktienmarkt ein und beschleunigen den Kursanstieg. Sie sind allerdings die Ersten, die bei einer Trendumkehr auch wieder abspringen.
Spiegel Online beschrieb 2009 den Börsencrash von 1929:
»(Aktien)Werte im freien Fall: Mit dem Crash der New Yorker Börsebegann 1929 die schlimmste Weltwirtschaftskrise des 20. Jahrhunderts. Millionen Menschen verloren ihr Vermögen, ihren Arbeitsplatz, ihre Rente – und den Glauben an die Marktwirtschaft.«
Ausgelöst wurde die Weltwirtschaftskrise durch ungeheuerliche Blasen bei Aktien- und Immobilienanlagen.
Der erste Börsencrash 1929 löste bei den amerikanischen Anlegern helle Panik aus. Sie versammelten sich vor der New Yorker Börse. Es gab unzählige Bankrotte von Privatpersonen, Unternehmen und Banken. Rund 2500 Banken gingen in Konkurs oder wurden geschlossen.
Anmerkung:
Den kompletten Artikel finden Sie in Anhang 1 dieses Buches. Bitte lesen Sie sogleich den Artikel, zumindest in Auszügen.
Eine Menschenmenge versammelt sich nach dem Börsencrash von 1929 an der Wall Street. © US-gov / commons.wikimedia.org
In Zeiten von Corona tritt noch folgendes Phänomen auf: Zocker, die früher in Wettbüros oder Spielsalons (zu Corona-Zeiten geschlossen) tätig waren, wenden sich nun der Börse zu. Blick. ch führte am 10. Juni 2020 an: In den USA übernehmen Millionen von Laien-Investoren über die Investment-Plattform Robinhood die Börse. Die scheinbar historische Chance auf Gewinne wollte sich niemand entgehen lassen. In der Schweiz sind so Zehntausende über Swissquote in die Börse eingestiegen. Aber auch in Deutschland erfreuen sich besonders die Direktbanken über einen enormen Zuwachs an Wertpapierdepots von jüngeren Neukunden. Es ist die ungeheuerliche Gier der Anleger, welche die Märkte aufwärts treibt. Einfach unfassbar.
In Kerneuropa (vor allem in Deutschland und der Schweiz) sowie in anderen Ländern (etwa China und Kanada) existieren derzeit Immobilienblasen. Oft sind Immobilien mit sehr hohen Bankdarlehen finanziert. Ein Platzen der Immobilienspekulationen würde neben einer Vielzahl an Insolvenzen auch zum Zusammenbruch von Banken führen. Dies ist gut beschrieben im bereits zitierten Artikel von Spiegel Online. In den genannten Ländern bestehen zwar Immobilienblasen, jedoch dürfte ein möglicher Immobiliencrash derzeit (noch) nicht zu einem Zusammenbruch unseres Finanzsystems führen. Ginge ein Immobiliencrash mit einem Börsencrash einher, hätten wir allerdings eine ähnliche Situation wie 1929 in den USA.
Sie meinen, ein Staat kann nicht pleitegehen? Hier eine Statistik:
Staatsbankrotte der vergangenen 200 Jahre in Europa
Deutschland: 7
Griechenland: 5
Italien: 1
Niederlande: 1
Österreich: 7
Polen: 3
Portugal: 6
Rumänien: 3
Russland: 5
Spanien: 8
Türkei: 6
Ungarn: 7
Quellen: C. Reinhart, K. Rogoff
Anmerkung:
Geschichtlich betrachtet treten Staatsbankrotte in langen Zeitintervallen immer wieder auf. Nur waren wir in Europa die vergangenen 70 Jahre davon verschont geblieben.
Die Europäische Zentralbank (EZB) versucht seit Jahren, mit ihren Anleiheprogrammen die europäischen Staaten zu stützen. Derzeit laufen diesbezüglich auch sogenannte Nothilfeprogramme. Erstens stützt die EZB die nicht kreditwürdigen Länder. Zweitens subventioniert die EZB, teils mit Minuszinsen, die europäischen Staaten.
Weltweit gelten von den großen Ländern die folgenden allgemein als besonders gefährdet:
China, USA, Spanien, Portugal, Italien und Japan. Der Rettungsfall Griechenland ist hinreichend bekannt. Deutschland gilt heute »offiziell« als eines der solidesten Länder. Inwieweit dies so stehen bleiben kann, sehen wir uns später im Kapitel »Lastenausgleich« an.
Im Finanzwesen wird der Schwarze Schwan vom amerikanischen Börsenhändler Nassim Nicholas Taleb wie folgt beschrieben: »Ein Schwarzer Schwan ist ein Ereignis, das selten und höchst unwahrscheinlich ist.« Die Auswirkungen dieses Ereignisses sind jedoch katastrophal. Im weitläufigen Sinne werden heute auch andere Ereignisse als »Schwarze Schwäne« beschrieben. Etwa die Nuklearkatastrophe in Fukushima in Verbindung mit dem Tsunami (also sehr gravierende und folgenreiche Naturereignisse), extreme Terrorakte (9/11 – World Trade Center), ein europaweiter lang anhaltender Stromausfall usw.
Der wohl größte und gefährlichste derzeitige Brandherd ist die weltweite »Corona-Pandemie« ab dem Frühjahr 2020. Statt von »Pandemie« sollte man aber eher von Corona-»Inszenierungen« sprechen. Die Hintergründe sind gut nachzulesen in dem eingangs erwähnten Buch von Peter Orzechowski im Kapitel »Neustart«, Seite 73 ff. Noch deutlicher wird Michael Morris in Lockdown – Band 2 im Kapitel »Der Great Reset« ab Seite 370 ff. Beide Titel sind beim Kopp Verlag beziehbar.
Die Folgen der Corona-Krise für Deutschland werden in den Kapiteln 4 (»Die ›Große Depression‹«) und 6 (»Lastenausgleich / Vermögensabgaben«) nochmals aufgegriffen.
Für Sie als Anleger stellt sich die Frage, in welchen Fällen Sie durch Schuldenschnitte oder eine Währungsreform betroffen sein könnten:
Crash einer einzelnen Bank
Crash verschiedener Banken mit Kollaps des Finanzsystems
Börsencrash mit Kollaps des Finanzsystems
Staatsbankrott
Die Auswirkungen der einzelnen Szenarien sollen im Folgenden untersucht werden.
Die Anleger werden in diesem Fall mit einer Ausfallquote konfrontiert. Beschrieben habe ich dies oben mit der »Bail-in«-Regelung. Betroffen sind von dieser Regelung alle Kontoguthaben bei einer Bank sowie die Anleihen dieser Bank. Sollten Sie Aktionär des betreffenden Instituts sein, dann hätten Sie natürlich einen großen Kursverlust zu verkraften. Offen ist heute, ab welcher Guthabenhöhe die Bankkunden zur Kasse gebeten werden, also ob erst ab 100000 Euro oder bereits bei Beträgen darunter. Bei zugewiesenen Verlusten von unter 100000 Euro dürfte wahrscheinlich der Einlagensicherungsfonds den betreffenden Betrag abdecken.
Beide in der Zwischenüberschrift genannten Szenarien dürften miteinander einhergehen. Bei solchen Ereignissen werden die Anleger große Teile ihrer Einlagen verlieren. Besonders hoch werden die Verluste dann sein, wenn sich herausstellt, dass die Banken enorme Beträge uneinbringlicher Kredite ausgegeben haben. Staatsschulden ohne Aussicht auf Rückzahlung werden das finanzielle Desaster noch deutlich erhöhen. Ein deutscher Einlagensicherungsfonds kann bei einem Bankensystemcrash selbst Einlagen von Kleinanlegern nicht mehr schützen. Die Verlustbeträge sind in der Summe dann einfach viel zu hoch. Aktienbesitzer werden große Verluste einfahren. Ein Börsencrash im Ausmaß von 1929 ist dann unausweichlich.
Auf jeden Fall werden beide Varianten dann in eine »Große Depression« münden. Hier verweise ich erneut auf den Spiegel-Online-Artikel »Große Depression«.
Seit Jahren sehen wir, wie die Zentralbanken (vor allem EZB und Federal Reserve Bank) die überschuldeten Staaten stützen. Durch ungeheuerliche »Gelddruck«-Maßnahmen wird das bestehende Finanzsystem aufrechterhalten. Ein isolierter Staatsbankrott – ohne eine »Große Depression« – ist eher unwahrscheinlich. Das »Gelddrucken« könnte – isoliert betrachtet – durchaus noch 2 bis 3 Jahre fortgesetzt werden. Sollte einer der südlichen Euro-Staaten ins Wanken geraten, so würden voraussichtlich unverzüglich Rettungsmaßnahmen, vergleichbar mit der Griechenlandrettung, in Gang gesetzt werden.
Ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone würde ein gigantisches Chaos verursachen. Vor allem wäre damit zu rechnen, dass ein austretendes Euro-Land erklären würde, seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachzukommen.
Der Ökonom Daniel Stelter schrieb zu den Ereignissen nach der Lehman-Krise, dass eine Wiederholung der Großen Depression von 1929 bis 1933 nochmals abgewendet werden konnte. Stelter wörtlich: »Je höher verschuldet das System ist, desto größer ist jedoch die Krisenanfälligkeit. Und desto bedrohlicher auch jede Krise. Deshalb mussten die Notenbanken immer heftiger intervenieren, was wiederum einen Anreiz gab, noch mehr Schulden zu machen, weil es nochmals deutlich billiger wurde. Das Medikament, das die Notenbanken geben, verstärkt die Krankheit. So auch in den letzten zehn Jahren. Statt ein Sinken der Schuldenlast zu bewirken, haben die Notenbanken den Schuldenberg weiter aufgebläht. Die Welt ist mit über 325 Prozent des Bruttoinlandsprodukts verschuldet, 75 Prozentpunkte mehr als 2007. Diese Schuldenlast ist nur zu immer tieferen Zinsen tragbar.« 3
Wie Spiegel Online und eine Reihe von Wirtschaftsexperten (zum Beispiel Professor Eberhard Hamer, Daniel Stelter, Gerald Celente, Egon von Greyerz und viele andere) darstellen, ist ein weltweiter Crash nur eine Frage der Zeit – ob nun in Form eines Banken-/Börsencrashs oder eines anderen gravierenden Ereignisses (zum Beispiel einer Zuspitzung der Corona-Pandemie).
Zwangsläufig würden dann Schuldenschnitte beziehungsweise Währungsreformen erfolgen. Eine »Große Depression« ist dann nur noch die unausweichliche Konsequenz. Die im Frühjahr 2020 begonnene Corona-Krise hätte die Intensität, eine »Große Depression« weltweit auszulösen.
Stand April 2021
Teilweiser Produktionsstillstand in den Industrieländern
Absatzeinbrüche der Industrie von durchschnittlich 20 Prozent – Automobilindustrie bis zu 40 Prozent (Deutschland)
Absatzeinbrüche beim Handel – mindestens 40 bis 60 Prozent auf die Jahre 2020/2021 umgerechnet (Deutschland)
Keinerlei Umsätze in der Gastronomie für mindestens 6 Monate, teilweiser Ausgleich durch Liefer- und Abholservice
Weit über 25 Millionen Arbeitslose in den USA (Quelle: ShadowStats.com: 25,7 Prozent)
Über 3 Millionen Kurzarbeiter in Deutschland
Umschuldungen bei den Banken (Handel, Privatkonsumenten etc.)
Von der Corona-Krise betroffene Mieter können ihre Mieten nicht mehr bezahlen.
Konsumzurückhaltung der Menschen wegen hoher Einkommensverluste
Die Anzahl der noch einsetzenden Unternehmenskonkurse ist derzeit noch nicht zu ermessen – jedoch sind hier noch üble Überraschungen zu erwarten.
Dennoch kam es an den wichtigsten Börsen zu einer Kursrally. 4
