Wandern. Radeln. Paddeln. - Christine Thürmer - E-Book
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Wandern. Radeln. Paddeln. E-Book

Christine Thürmer

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Beschreibung

2007 hat Christine Thürmer alles aufgegeben – ihren Job, ihre Wohnung, ihr normales Leben –, um in der Natur unterwegs zu sein. Seitdem legte sie wandernd, radelnd und paddelnd über 70.000 Kilometer zurück. In den USA, auf dem Pacific Crest Trail, hat alles begonnen, doch auch in Europa gibt es fantastische Outdoor-Möglichkeiten. Packend schildert Christine Thürmer drei faszinierende große Touren: zu Fuß von Koblenz am Rhein nach Tarifa, zum südlichsten Punkt Europas; mit dem Rad die Ostseeküste entlang, von Berlin über Polen und das Baltikum bis nach Finnland; und mit dem Kajak quer durch Schweden. Sie erzählt von spannenden Begegnungen und einzigartiger Natur; von den Herausforderungen des Lebens auf Wanderschaft und wie sich dadurch die persönlichen Werte und Einstellungen verändern. Ein mitreißender Bericht, der Lust macht aufzubrechen.

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Die im Buch dargestellten Erlebnisse, Dialoge und Personen basieren auf Erinnerungen und weichen an einigen Stellen gewollt oder ungewollt von der Realität ab. Namen und Merkmale einzelner Personen wurden zum Schutz ihrer Privatsphäre mitunter geändert.

Die Kilometrierung der beschriebenen Touren ist nur als Näherungswert zu verstehen, da sie auf der direkten Streckenführung basiert und Abstecher für Zeltplatzsuche, Einkaufen, Besichtigungen oder Ähnliches nicht berücksichtigt. Die tatsächlich zurückgelegte Strecke ist daher länger, bei der Radtour beträgt die Abweichung laut Tacho plus neun Prozent.

ISBN 978-3-492-99044-8© Piper Verlag GmbH, München 2018Covergestaltung: Birgit Kohlhaas, kohlhaas-buchgestaltung.deCovermotiv: John Harwood (vorne oben und Mitte), ChristineThürmer (vorne unten)Fotos: Christine ThürmerKarten und Symbole: Marlise Kunkel, MünchenLitho: Lorenz & Zeller, Inning a. A.Datenkonvertierung: Uhl + Massopust, Aalen

Sämtliche Inhalte dieses E-Books sind urheberrechtlich geschützt. Der Käufer erwirbt lediglich eine Lizenz für den persönlichen Gebrauch auf eigenen Endgeräten. Urheberrechtsverstöße schaden den Autoren und ihren Werken. Die Weiterverbreitung, Vervielfältigung oder öffentliche Wiedergabe ist ausdrücklich untersagt und kann zivil- und/oder strafrechtliche Folgen haben.

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Inhalt

Übersichtskarte

Wandern

25. August 2013 – Berlin, Deutschland

27. August 2013 – Bad Hönningen am Rhein, Deutschland

28. August 2013 – Deutsches Eck, Koblenz, Deutschland

2. September 2013 – Börfink, Deutschland

6. September 2013 – Orscholz, Deutschland

17. September 2013 – Contrexéville, Frankreich

30. September 2013 – Toulon-sur-Arroux, Frankreich

4. Oktober 2013 – Arfeuilles, Frankreich

10. Oktober 2013 – Retournac, Frankreich

11. bis 13. Oktober 2013 – Le Puy-en-Velay, Frankreich

15. Oktober 2013 – Vor Saint-Alban-sur-Limagnole, Frankreich

18. Oktober 2013 – Gorges du Tarn, Frankreich

29. Oktober 2013 – Montagne d’Alaric, Frankreich

1. November 2013 – Vor Saint-Paul-de-Fenouillet, Frankreich

4. November 2013 – Amélie-les-Bains-Palalda, Frankreich

7. bis 9. November 2013 – Olot, Spanien

15. November 2013 – Kloster Montserrat, Spanien

16. bis 18. November 2013 – Igualada, Spanien

2. Dezember 2013 – San Juan de Peñagolosa, Spanien

10. Dezember 2013 – Vor El Rebollar, Spanien

24. Dezember 2013 – Cieza, Spanien

5. Januar 2014 – Quesada, Spanien

8. Januar 2014 – Parque Natural de Sierra Mágina, Spanien

23. bis 24. Januar 2014 – Ronda, Spanien

29. Januar 2014 – Tarifa, Spanien

7. Februar 2014 – Berlin-Marzahn, Deutschland

Radeln

5. Mai 2014 – Berlin-Marzahn, Deutschland

6. Mai 2014 – Kostrzyn nad Odrą (Küstrin an der Oder), Polen

14. Mai 2014 – Olsztyn (Allenstein), Polen

20. Mai 2014 – Dzūkija-Nationalpark, Litauen

24. Mai 2014 – Labanoras-Regionalpark, Litauen

28. Mai 2014 – Rēzekne (Rositten), Lettland

29. Mai 2014 – Lubān-See, Lettland

3. Juni 2014 – Valka (Walk), lettisch-estnische Grenze

5. Juni 2014 – Tartu (Dorpat), Estland

8. Juni 2014 – Estnische Ostseeküste

12. Juni 2014 – Nuuksio-Nationalpark, Finnland

18. Juni 2014 – Åland-Inseln, Finnland

25. Juni 2014 – Vaasa, Finnland

28. Juni 2014 – In der Nähe von Yppäri, Finnland

1. Juli 2014 – Oulu, Finnland

3. Juli 2014 – Rokua-Geopark, Finnland

9. Juli 2014 – Kloster Uusi-Valamo, Finnland

19. Juli 2014 – Punkaharju, Finnland

23. Juli 2014 – Repovesi-Nationalpark, Finnland

29. Juli 2014 – MS Finlandia, Fähre nach Tallinn (Reval), Estland

3. August 2014 – Hiiumaa (Dagö), Estland

16. August 2014 – Karosta, Lettland

20. August 2014 – Kaunas (Kauen), Litauen

24. August 2014 – Kiel, Deutschland

27. August 2014 – Berlin, Deutschland

Paddeln

5. September 2014 – Valdemarsvik, Schweden

6. September 2014 – Schärengarten von Gryt, Schweden

9. September 2014 – Söderköping, Schweden

10. September 2014 – Norsholm, Schweden

13. September 2014 – Motala, Schweden

16. September 2014 – Vätternsee, Schweden

19. September 2014 – Töreboda, Schweden

24. September 2014 – Lidköping, Schweden

25. September 2014 – Skåpafors, Schweden

29. September 2014 – Knarrbysjön, Schweden

2. Oktober 2014 – Håverud, Schweden

4. Oktober 2014 – Bengtsfors, Schweden

5. Oktober 2014 – Lelång, Schweden

13. Oktober 2014 – Töcksfors, Schweden

15. bis 17. Oktober 2014 – Insel Trollön im Stora Le, Schweden

18. bis 20. Oktober 2014 – Nahe Ed, Schweden

Bildteil

Wandern

Radeln

Paddeln

Wandern

Länge: 3873 Kilometer

Länder: Deutschland, Luxemburg, Frankreich, Spanien

Dauer: 155 Tage

Übernachtungen in der Natur: 123

Längster Tag: 13:44 Stunden Tageslicht

Kürzester Tag: 9:30 Stunden Tageslicht

Verzehrte Schokolade: 40 Kilogramm

Durchlaufene Paar Schuhe: 3

25. August 2013Berlin, Deutschland

Rumms! – mit einem dumpfen Knall kippt der Packsack mit meinem 23 Kilogramm schweren Faltboot von einer Umzugskiste. Dadurch kommen die darauf gelagerten Beutel mit den Schlafsäcken ins Rutschen und fallen mir direkt vor die Füße. Genervt richte ich mich auf und strecke meinen schmerzenden Rücken durch. Seit fünf Minuten schon wühle ich in einem Karton und suche die Nummer 315, einen Gaskartuschenadapter.

Ich befinde mich in einem großen Mietlager in Berlin vor meiner Box. Auf gerade mal drei Quadratmetern bewahre ich hier all meine weltlichen Besitztümer auf, denn eine eigene Wohnung habe ich schon lange nicht mehr. Technisch gesehen bin ich obdachlos. Doch ich sage immer: »Ich lebe im Zelt.« Denn ich bin Langstreckenwanderin und fast das ganze Jahr über draußen unterwegs. Meist zu Fuß, manchmal aber auch mit dem Fahrrad oder meinem Kajak. Vor zwei Tagen erst bin ich von einer Radtour durch Skandinavien zurückgekommen, und übermorgen breche ich schon wieder auf zu einer Wanderung durch Südeuropa. Also ist jetzt fliegender Ausrüstungswechsel angesagt, da ich dem Freund, auf dessen Wohnzimmercouch ich derzeit nächtige, nicht länger als nötig zur Last fallen möchte. Fahrrad und Packtaschen der letzten Tour also wieder hinein in die Lagerbox, Rucksack und Trekkingstöcke für die anstehende Wanderung heraus. Ganz bewusst wechsle ich bei meinen Touren immer zwischen Wandern, Radeln und Paddeln ab, um körperlichen Verschleißerscheinungen vorzubeugen. Nur die Freude am Draußensein, die nutzt sich bei mir nie ab.

Die meisten Dinge aus meinem früheren Leben – Möbel, Kleidung und Bücher – habe ich schon vor Jahren verkauft oder verschenkt. In meiner Lagerbox befinden sich kaum noch alltägliche Sachen, dafür umso mehr Outdoorequipment. Ich besitze zwar weder ein Auto noch ein Bett, dafür aber neben einem Faltkajak und einem Tourenrad acht Schlafsäcke, sechs Isomatten, fünf Zelte und unzählige weitere kleine Ausrüstungsgegenstände. Genauer gesagt sind es 506, denn in meinem Lager sind alle Sachen mit Aufklebern durchnummeriert und nach Themenkreisen sortiert.

Ich werfe die Schlafsäcke mit den Nummern 41 bis 48 zurück an ihren Platz und wühle erneut in der Kiste mit dem 300er-Nummernkreis »Kochen«. Endlich finde ich den Gaskartuschenadapter in einer Sammeltüte neben einem Satz Titanbesteck und einem halben Dutzend Minifeuerzeugen. Erleichtert atme ich auf und schaue auf die Excel-Tabelle auf meinem Smartphone, in der all meine Ausrüstungsgegenstände mit Nummer, Gewicht und Beschreibung aufgelistet sind. Diese akribische Lagerhaltung ist ein Relikt aus meinem früheren Leben als Geschäftsführerin, hat sich aber auch in meiner neuen »Outdoorkarriere« bewährt, seit ich meinen Job vor einigen Jahren endgültig an den Nagel gehängt habe. Denn mit dieser Liste kann ich entspannt am Computer »vorpacken« und die Ausrüstung dann schnell in einer einmaligen Aktion aus meinem Lager holen.

Die 315 war der letzte Gegenstand auf meiner Packliste. Ich wuchte den Sack mit meinem Faltboot wieder an seinen Platz, staple die Kisten zurück in das Abteil und quetsche anschließend mein Fahrrad in eine Lücke zwischen den Kartonreihen. Zum Schluss werfe ich noch die drei Aufbewahrungsbeutel mit den verbleibenden sieben Schlafsäcken obendrauf. Doch bevor ich die dünne Metalltür mit einem Vorhängeschloss verschließe, halte ich noch einmal inne und blicke in die bis in den letzten Winkel gefüllte Lagerbox.

»Tschüss!«, sage ich leise zum Abschied und streichle über den Lenker meines Fahrrads. Wenn ich unterwegs bin, wird mein Transportmittel wie zu einem neuen Körperteil. Manchmal rede ich sogar mit ihm – so wie jetzt. Fünf Monate werde ich nun zu Fuß unterwegs sein, doch danach geht es vier Monate zum Radeln und zwei Monate zum Paddeln.

»Keine Sorge, bald sind wir wieder unterwegs«, flüstere ich daher sentimental. Da sehe ich aus den Augenwinkeln, wie einer der drei Beutel mit den Schlafsäcken schon wieder ins Rutschen kommt und auf mich zugleitet. Schnell werfe ich die Tür hinter mir zu und schließe ab.

27. August 2013Bad Hönningen am Rhein, Deutschland

»Meine Güte, wie viele Kilometer bist du mittlerweile schon gewandert?«, fragt mein Outdoorfreund Werner leicht genervt und stellt energisch sein Glas auf dem weißen Küchentisch ab.

»Äh, fast 30000 Kilometer«, antworte ich nach kurzem Überlegen und blicke erstaunt von meinem Abendessen hoch. »Aber …«

»Und seit wie vielen Jahren ziehst du nun bereits eine Tour nach der anderen durch?«, unterbricht Werner mich sofort und spießt ein Stück Hühnerbrust mit seiner Gabel auf.

»Hm, sieben Jahre«, stammle ich verwirrt und lege mein Besteck neben dem Teller ab. »Wozu willst du …«

»Und warum stellst du dich dann am Anfang einer Tour immer noch an wie der erste Mensch?«, fällt Werner mir triumphierend ins Wort und steckt sich genüsslich den Bissen Fleisch in den Mund.

»Ich stelle mich nicht an wie der erste Mensch«, protestiere ich entrüstet und schiebe meinen halb leeren Teller von mir weg.

»Ach nein«, stellt Werner grinsend mit ironischem Unterton fest. »Und warum jammerst du dann in einer Tour rum, seit du heute Mittag hier angekommen bist?«

»Ich jammere überhaupt nicht rum!«, widerspreche ich und will das gleich noch weiter ausführen. »Aber ich habe nun mal …«

»Ich weiß«, unterbricht mein Gastgeber mich schon wieder und zählt kauend meine zahlreichen Wehwehchen auf: »Du hast Kopfschmerzen, einen verspannten Nacken, dein Knie tut dir weh, und überhaupt bist du gänzlich unfit und unvorbereitet. Du erzählst seit Stunden nichts anderes.«

Sprachlos sehe ich meinen Wanderfreund an – dann brechen wir beide in schallendes Gelächter aus.

»Du hast ja recht«, gebe ich zu und werde sogar leicht rot dabei, weil mir gerade vor Werner meine hypochondrischen Züge nun doch etwas peinlich sind. Denn der hat eine Krankengeschichte ganz anderen Kalibers vorzuweisen: Mit seinen 56 Jahren hat er bereits zwei Herzinfarkte, einen Schlaganfall und eine Bypassoperation hinter sich. Die Herzprobleme halten den drahtigen und energiegeladenen Mann aber keineswegs vom Wandern ab. Um die 20000 Kilometer ist er durch Europa gelaufen, meist auf Pilgerwegen. Nur zeltet er im Gegensatz zu mir nicht wild im Wald, sondern übernachtet ausschließlich auf Campingplätzen und in Pilgerherbergen.

»Mensch, Christine«, sagt Werner nun schon mitfühlender und wischt sich den Mund mit einer Serviette ab. »Du bist einer der erfahrensten Langstreckenwanderer weltweit. Du bist Tausende von Kilometern in den USA, Australien und Europa gelaufen. Und daher weißt du doch genauso gut wie ich, dass es sich bei deinen Beschwerden nur um eine ›Prä-Trip-Depression‹ handelt. Sobald du morgen die ersten Schritte gemacht hast, werden alle Schmerzen wie weggeblasen sein.«

Ich lächle betreten und spiele verlegen mit der Gabel. »Es ist vor jedem Trip das Gleiche – egal, wie oft ich nun schon aufgebrochen bin. Ich bin nervös, und mir ist schlecht.« Als Werner mir aufmunternd zunickt, fahre ich einsichtig fort: »Dabei weiß ich doch, dass letztendlich immer alles gut wird …«

Seufzend schließe ich die Augen und denke an die vor mir liegende Tour: Ich will vom Rhein aus zum südlichsten Punkt des europäischen Festlands laufen. Das sind fast 4000 Kilometer durch Deutschland, ganz Frankreich und Spanien. Doch die besondere Schwierigkeit dieser Wanderung liegt nicht in der Länge der Strecke oder der Routenführung, sondern in der Jahreszeit: Ich werde den Herbst und fast den kompletten Winter über unterwegs sein. Bei der Planung der Tour hatte ich mich riesig darauf gefreut, die kalten Monate im warmen Süden zu verbringen. Aber jetzt sehe ich vor meinem geistigen Auge statt sonniger Wandertage nur die eisigen, langen Nächte im Zelt. Sofort wird mir wieder flau im Magen.

Da reißt Werner mich aus meinen trüben Gedanken: »Du hast doch eine tolle Tour vor dir!«

»Na, dass du sie toll findest, ist doch klar, schließlich stammt die Idee ja von dir«, schnaube ich wenig überzeugt, doch mein Wanderfreund grinst mich nur spitzbübisch an.

Erst vor zwei Jahren haben wir uns online in einem Outdoorforum und etwas später auch persönlich kennengelernt. Der Rheinländer, der die meisten seiner Wanderkilometer in Spanien und Portugal zurückgelegt hat, wurde schnell zu einem wertvollen Ratgeber in Sachen Südeuropa für mich. Als ich vor einem Jahr nach Tourenideen für den Winter suchte, schlug er vor, zum südlichsten Punkt Europas zu wandern: nach Tarifa. Damals hatte ich zunächst an seinen Geografiekenntnissen gezweifelt, denn den südlichsten Punkt Europas hatte ich in Sizilien vermutet. Eine kurze Recherche im Internet belehrte mich jedoch eines Besseren: Tarifa am südlichsten Zipfel Spaniens ist in der Tat auch der südlichste Punkt auf dem europäischen Festland. Ich war sofort Feuer und Flamme für diese Idee – und da sie von Werner stammte, wollte ich meine Wanderung auch gleich bei ihm am Rhein beginnen. Genauer gesagt am Deutschen Eck in Koblenz, weil mir dieses Denkmal als passender Startpunkt für eine europäische Wanderung erschien. Und so sitze ich nun in Werners blitzblanker Küche und verzehre die letzten Reste einer ausgezeichneten Hühnerbrust mit Paprikasoße, die mir im Moment jedoch eher wie eine Henkersmahlzeit vorkommt. Denn morgen soll ich schon loswandern. Der Gedanke lässt mich wieder aufstöhnen.

»Komm, ich mache dir eine Wärmflasche für deinen verspannten Nacken«, meint Werner nun lachend und steht auf, um den Tisch abzuräumen.

»Ob das was hilft?«, frage ich verzagt und stelle die benutzten Teller zusammen. Doch mein Wanderfreund ignoriert den Rest des Abends all mein wehleidiges Jammern und schickt mich einfach früh ins Bett.

28. August 2013Deutsches Eck, Koblenz, Deutschland

Kilometer 0

»Schau, da steht ein echter Leierkastenmann!«, rufe ich am nächsten Morgen begeistert, als Werner und ich uns durch Horden von Japanern und Amerikanern in Richtung Rhein drängeln. Nach einem ausgiebigen Frühstück in Werners Küche befinden wir uns jetzt am Deutschen Eck in Koblenz, dem Zusammenfluss von Rhein und Mosel – und heutigem Startpunkt meiner Wanderung zum südlichsten Punkt Europas. Mit meinem Ultraleicht-Wanderrucksack, abgetragenen Outdoorklamotten und Trekkingstöcken wirke ich inmitten der Touristen etwas deplatziert. Werner hingegen, der nur mitgekommen ist, um mich zu verabschieden, ist in lockerer Freizeitkleidung unterwegs.

»Na, dann such dir mal ein passendes Lied aus«, sagt er lächelnd, als wir vor dem Drehorgelspieler angekommen sind, der von einem bunten Schirm und dem Reiterstandbild Kaiser Wilhelms behütet inmitten der Besucherströme sein Instrument betätigt. Gemeinsam studieren wir die lange alphabetisch geordnete Liste mit den zur Auswahl stehenden Liedern.

Als ich beim Buchstaben M angekommen bin, blicke ich auf und sage mit einem Kloß im Hals: »›Muss i denn, muss i denn zum Städtele hinaus‹ passt wohl am besten.« Werner kramt schon im Geldbeutel nach einer Euromünze und legt sie dem Leierkastenmann in den Hut.

»Ach komm, Christine«, sagt er und verstaut seine Geldbörse wieder in der Jacke. »Du hast ein paar wundervolle Monate vor dir.«

»Ich weiß«, antworte ich wenig überzeugt, als mein Wunschlied erklingt. In meinem Kopf wechseln sich Angst und Vorfreude auf die bevorstehende Wanderung ab. Ich könnte hier ewig so stehen bleiben, auf den Rhein starren und meinen Abmarsch hinauszögern, doch Werner ergreift die Initiative.

»Ich muss los und meine Frau von der Arbeit abholen«, sagt er und fügt gutmütig hinzu: »Ein paar Meter komme ich noch mit Richtung Tarifa.«

Wir verlassen die Rheinterrasse mit den vielen Touristen und laufen gemeinsam noch zwei Minuten die Promenade entlang, bevor Werner sich mit einer kurzen Umarmung endgültig verabschiedet und zu seinem Auto zurückgeht. Kaum ist er außer Sichtweite, nehme ich meinen Rucksack wieder ab und setze mich auf eine Bank. Ich bin einfach noch nicht bereit loszulaufen, denn die letzten Tage waren ein einziger hektischer Kraftakt. Kein Wunder also, dass ich völlig verspannt und mit rasenden Kopfschmerzen in den Bus zu Werner gestiegen bin.

Tief durchatmend lasse ich meinen Blick über den Rhein schweifen. Ein Frachtschiff tuckert gemächlich an mir vorüber. Der warme Sommerwind treibt mir die Dieselabgase und den leicht modrigen Geruch des Wassers in die Nase. Auf der gegenüberliegenden Rheinseite donnert gerade ein Zug vorbei. Völlig unbeeindruckt davon ziehen ein paar Schwäne ihre Bahn.

Erst jetzt lässt die Anspannung der letzten Tage nach. Ich strecke mich bequem auf der Bank aus und gönne mir sogar einen ersten Schokoriegel aus meinem Proviantvorrat, obwohl ich noch gar nicht losgegangen bin. Egal. Das Hetzen und der Termindruck haben jetzt ein Ende. Nun habe ich Zeit, viel Zeit. Etwa fünf Monate Wandern liegen vor mir – da kommt es auf ein paar Minuten auch nicht an.

Unter den neugierigen Blicken der Passanten packe ich meine Sachen noch einmal aus, um die ungewohnt voluminöse Winterausrüstung etwas besser zu verstauen. Mein dicker Quilt, eine Art Schlafsack, der hinten offen ist und keine Kapuze hat, verschwindet als Erstes wieder im Rucksack, denn er dient mir beim Tragen als Rückenpolster. Rechts und links davon stopfe ich meine aufblasbare Isomatte und mein Einwandzelt hinein. Dann werden alle Hohlräume mit der Verpflegung für die nächsten Tage gefüllt. Anschließend kommt mein Ein-Liter-Titantopf mit der Gaskartusche dran und zwei kleine Beutel mit Kleinzeug. Meinen Kleidersack packe ich obendrauf, zwei Faltflaschen kommen in die Seitentaschen. Insgesamt wiegt meine Ausrüstung ohne Wasser und Proviant gut sechs Kilogramm: Obwohl ich wie immer das Gewicht so weit wie möglich reduziert habe, umfasst mein Gepäck auf dieser Wintertour ein Kilo mehr als sonst, wenn ich im Frühling, Sommer oder Herbst unterwegs bin. Aber den zusätzlichen Wärmeschutz werde ich bald gut brauchen können – auch wenn mir das heute bei fast dreißig Grad unrealistisch vorkommt.

Erst nach einer Stunde gehe ich endlich los und bin zunächst noch ziemlich steif und langsam. Schon bald lasse ich die letzten Häuser von Koblenz hinter mir und erklimme im schattigen Wald auf schmalen Pfaden die Rheinhöhen. Das Gewicht auf meinem Rücken ist noch ungewohnt, und alle zehn Minuten muss ich kurz anhalten, um zu verschnaufen. Doch Werner behält recht: Mit jedem Schritt lassen die Verspannungen und die Kopfschmerzen nach. Vom Aussichtspunkt auf dem Hasenberg habe ich eine wunderbare Sicht auf das Rhein-Lahn-Eck und Lahnstein. Als ich mich hier strecke und dehne, um meine beanspruchten Muskeln etwas zu lockern, fallen gleichzeitig die Unsicherheit und die Ängste der letzten Tage wie ein alter Schuppenpanzer von mir ab. Ich blicke zum träge dahinfließenden Rhein hinunter und muss lächeln: Jetzt wird alles gut!

Als ich im Ort Brey ankomme, bleibt mir nur noch eine Stunde Tageslicht, um einen Zeltplatz zu finden. Wie auf meinen anderen Wandertouren auch will ich wild zelten, also irgendwo im Wald mein Lager aufschlagen. Nur ist das in Deutschland – wie fast überall in Europa – nicht so richtig erlaubt. Daher werde ich versuchen, ein möglichst verstecktes Plätzchen zu finden, wo mich weder späte Hundegassigeher noch frühe Jäger entdecken können. Aber genau das ist im dicht besiedelten Gebiet entlang des Rheins nicht so einfach.

Ich studiere gerade seufzend meine Karte, als ein älterer Herr aus einem Haus tritt und mich neugierig anspricht: »Wo wollen Sie denn so spät abends noch hin, junge Frau?«

»Oh hallo«, antworte ich zunächst ausweichend, während ich mir blitzschnell eine Notlüge zurechtlege. »Ich will heute noch nach Boppard«, erkläre ich dann, denn ich möchte mir nicht anhören müssen, dass mein Vorhaben nicht erlaubt ist.

»Bis Boppard? Das schaffen Sie doch heute nicht mehr!«, verkündet mir der Mann, was mir nach einem Blick auf die Karte auch klar ist.

»Verdammt!«, fluche ich innerlich und hoffe, dass er mich jetzt nicht mit gut gemeinten Hotelvorschlägen überschüttet, die ich sowieso nicht wahrnehmen werde. Doch der freundliche Herr verblüfft mich.

»Also bevor Sie jetzt den steilen Abstieg nach Boppard beginnen und dabei in die Dunkelheit geraten, übernachten Sie doch einfach in der Schutzhütte, die sich zwanzig Minuten von hier befindet.«

Ich traue meinen Ohren nicht. »Eine Schutzhütte? Ist die denn für jedermann frei zugänglich?«, frage ich vorsichtig nach.

Jetzt kommt mein netter Helfer aber doch ins Stottern. »Ich weiß nicht. Abgeschlossen ist sie jedenfalls nicht!«

Blitzschnell wäge ich die Vorteile und Risiken ab. Da gerade dunkle Regenwolken den abendlichen Himmel verdüstern, erscheint mir ein überdachter Schlafplatz wie ein Sechser im Lotto. Andererseits würde ich in einer Schutzhütte wie auf einem Präsentierteller liegen. Wenn mich ein Förster oder Jäger dort entdeckte, dann stünde mir vielleicht eine unangenehme Diskussion über die Legalität dieses nächtlichen Aufenthaltes bevor. Denn in Europa sind die Regelungen zum Übernachten in der freien Natur meist sehr restriktiv und kompliziert, dabei von Land zu Land unterschiedlich und oft nochmals regional differenziert. Ich habe es allerdings schon längst aufgegeben, mich in diesem Punkt eisern nach dem Gesetz zu richten. Auf vielen Tausend Wanderkilometern durch Europa habe ich nämlich gelernt, dass sogar das freie Zelten in der Praxis kein Problem ist und anstandslos geduldet wird, solange man dabei diskret ist und keine Spuren hinterlässt.

Ich beschließe, mein Glück einfach zu versuchen, und lasse mir nur noch schnell den Weg erklären, bevor ich mich verabschiede. Die Wander- und Schutzhütte »Auf Riwisch« liegt direkt an meiner Strecke und entpuppt sich als eine Art »Hilton« für Wanderer mit Bänken, einem Tisch und sogar Fenstern. Ich erreiche sie gerade, als die Sonne am Horizont verschwindet. Im Schein der Stirnlampe bereite ich auf meinem Campingkocher Linseneintopf aus der Tüte zu. Nach dem Essen lege ich meine Isomatte und meinen Quilt auf dem Tisch aus, denn der ist viel sauberer als der staubige Boden. Ganz leise dringt Verkehrslärm aus dem Rheintal zu meiner Behausung herauf, dann ruft im Wald ein Käuzchen. Als ich mich auf dem Tisch ausstrecke, spüre ich ein leichtes Ziehen in den Beinen und Füßen. Kein Wunder, denn mein Körper muss sich in den ersten Wochen auf dem Trail erst wieder an das Wanderleben gewöhnen. Die Monate zuvor war ich ausschließlich mit dem Fahrrad unterwegs – was natürlich andere Muskeln beansprucht als das Laufen. Doch ich empfinde diese körperliche Müdigkeit als angenehm und schlafe schon innerhalb weniger Minuten ein.

Obwohl ich in den nächsten Tagen bereits mein normales Tagespensum von dreißig Kilometern und mehr gehe, werde ich nie große Schmerzen, sondern abends lediglich ein klein wenig Muskelkater haben. Denn ich wandere zwar von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang, bin aber eher gemächlich unterwegs und mache viele kleine Pausen. Und schlimme Blasen oder gar blutige Fersen habe ich mir als Ultraleicht-Wanderin noch nie zugezogen!

2. September 2013Börfink, Deutschland

Kilometer 133

Der Wanderweg vor mir hat nichts Schwieriges an sich: keine besonderen Unebenheiten, keine großen Steine, keine quer liegenden Äste. Er ist einfach ein fünfzig Zentimeter breiter, gut ausgetretener und an dieser Stelle flacher Pfad durch den Wald. Und dennoch stolpere ich plötzlich und verliere das Gleichgewicht. Die Millisekunden meines Falls nehme ich wie in Zeitlupe wahr – und dann durchzuckt mich ein rasender Schmerz. Ich bin direkt auf mein linkes Knie gestürzt. Tränen schießen mir in die Augen. Tränen des Schmerzes und vor allem der Wut über diesen völlig idiotischen Sturz. Wie ein Kind schreie ich einfach los, und es ist mir egal, ob mich jemand hört. Ich schreie und schreie und schreie, bis mir die Lächerlichkeit der Situation bewusst wird. Da liege ich platt auf dem Weg, durch meinen Rucksack und die unter mir eingeklemmten Trekkingstöcke unbeweglich wie eine Schildkröte auf dem Rücken und brülle völlig unbeherrscht wie ein hungriges Baby. Ein gequältes Lächeln huscht über mein Gesicht. Mir wird klar, dass ich nicht ewig hier so liegen und mich dem Selbstmitleid hingeben kann. Widerwillig wische ich mir die Tränen aus dem Gesicht, befreie mich von meinem Rucksack und ziehe die Stöcke unter mir hervor. Jetzt bin ich wieder beweglicher und kann mich zum Aufstehen auf das unverletzte Knie stützen. Mühsam rapple ich mich endgültig hoch. Geschafft! Dann zwinge ich mich zur Schadensaufnahme. Mein linkes Knie ist großflächig aufgeschürft, blutet leicht und schwillt immer mehr an. Vor allem aber ist die Wunde völlig verdreckt.

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