Warum erröten die Menschen? Was tun gegen Rot werden? - Tony Gaschler - E-Book

Warum erröten die Menschen? Was tun gegen Rot werden? E-Book

Tony Gaschler

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Beschreibung

Neue HILFEN gegen das ERRÖTEN geben Ihnen detailliert Aufschluss über Ursache und Funktion des Errötens so wie wirksame Lösungen, wie Sie das Rotwerden dauerhaft beseitigen können. Dieser Kurs ist sehr hilfreich für viele Betroffene, die in der Öffentlichkeit vor bestimmten Personen oder Personengruppen immer wieder zwangsläufig erröten. Im ersten Kursabschnitt wird Ihnen zunächst die Ursache des Errötens nach der Theorie von Charles Darwin nach verschiedenen Gesichtspunkten aufgezeigt, um damit auch die zusammenhängende Schüchternheit kennen zu lernen. Im zweiten Kursabschnitt übernimmt der erfolgreiche Autodidakt, Hypnosespezialist sowie Forscher der Heilkunst Tony Gaschler die Regie. Tony Gaschler geht auf seinem Spezialgebiet sogar noch einen entscheidenden Schritt weiter und belegt die wirkliche Funktionsweise des Errötens soweit, dass sich jeder Betroffene den Funktionsablauf den Rotwerdens anhand eigener Selbsterfahrungen hilfreich und eindeutig selbst nachvollziehen kann. Diese eigenen ERKENNTNISSE sind sehr wichtig! Denn nur dann, wenn der Betroffene die Ursachen und die zu lösende Funktionsweise des Errötens klar erkannt hat, kann er sich im weiteren Schritt auch in der Praxis von seinem Leiden erlösen. Und genau hier hat Tony Gaschler WIRKSAME LÖSUNGEN und wertvolle Verhaltensregeln entwickelt, die Sie auf Grundlage der gewonnenen Selbsterkenntnisse in die Praxis umsetzen können, um sich vom Erröten dauerhaft zu befreien.

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Charles Darwin

Tony Gaschler

Warum

ERRÖTEN

die Menschen?

Was tun gegen Rot werden?

Neue Hilfen gegen Erröten!

© 2019 by verlag4you

www.verlag4you.de

2. Auflage (Ebook) aus 2. Auflage (Print)

Grafikgestaltung: Frank Stange, verlag4you

Alle Rechte, auch der auszugsweise Nachdruck, die photomechanische oderdigitalen Wiedergabe, die Übersetzung in anderen Sprachen und für Zwecke der Unterrichtsgestaltung, sind ausdrücklich verlag4you vorbehalten.

ISBN 978-3-936612-57-8 (Ebook)ISBN 978-3-936612-11-0 (Print)

Inhaltsverzeichnis

Die Theorie des Errötens (Charles Darwin)

Vorwort

Das Wesen des Errötens

Vererbung und Erröten

Die am meisten betroffenen Körperteile

Das Erröten bei den verschiedenen Menschenrassen

Bewegungen und Gebärden, welche das Erröten begleiten

Die das Erröten begleitende Verwirrung der Gedanken

Welche Seelenzustände lösen das Erröten aus

Schüchternheit und Erröten

Die Schuld als moralische Ursache

Verletzungen der Etikette

Falsche Bescheidenheit und Erröten

Die Theorie des Errötens

Zusammenfassung

So funktioniert das Erröten (Tony Gaschler)

Vorwort

Die Voraussetzungen zur Lösung des Erröten-Problems

Das Erröten als Paradox-Reaktion

Die Unwirksamkeit verneinender Begriffe

Ist das Erröten nur Selbsthypnose

Ist Schüchternheit die einzige Ursache

Die emotionale Lebens-Steuerung

So funktioniert das Erröten

Die Befreiung vom Erröten

Anhang

Quellenverzeichnis

Weitere Titelempfehlungen

Die Theorie des Errötens (Charles Darwin)

Vorwort

Kein geringerer als der englische Naturforscher Charles Darwin (1809 - 1882), bekannt als der Begründer der menschlichen Entwicklungs- und Abstammungslehre (Darwinismus), hat in einer bewundernswerten Kleinarbeit eine große Menge von Daten und Einzelheiten über das Erröten zusammengetragen. Sie sind in seinem Buch: „The expressions of emotions in man and animal“ zu finden, das 1872 in London erschienen ist. Eine deutsche Übersetzung dieses hochinteressanten und sehr lehrreichen Buches erschien bereits im Jahre 1877 in der E. Schweizerbart’schen Verlagshandlung (E. Koch) in Stuttgart unter dem Titel: „Der Ausdruck der Gemütsbewegungen bei dem Menschen und den Tieren“.

Neben der ausführlichen Beschreibung einer großen Anzahl von Beobachtungen und Tatsachen über das Erröten hat Charles Darwin auch eine sehr interessante THEORIE DES ERRÖTENS entwickelt, die in ihren Hauptpunkten auch heute noch - nach vielen Jahrzehnten - sehr brauchbar ist, um die Funktionsweise des Errötens, wie auch der damit unmittelbar zusammenhängenden Schüchternheit, verstehen und begreifen zu können.

Das Erröten ist auch heute noch - wie schon zu Darwins Zeiten - ein sehr weit verbreitetes Problem. Es dürfte daher für unzählige errötende und schüchterne Personen sehr interessant und aufschlussreich sein, die Gedankengänge und Überlegungen Darwins kennenzulernen. Einesteils deshalb, damit sie ihre eigenen Verhaltensweisen (Schüchternheit und Erröten) besser verstehen lernen, andernteils aber auch deshalb, damit sie erkennen können, wo die wirksamen Ursachen des Errötens zu suchen sind und dadurch einen Weg finden können, der ihnen helfen kann, das Problem des Errötens erfolgreich zu lösen.

Da Darwins Werk schon viele Jahre lang nicht mehr im Buchhandel erhältlich ist, haben wir uns bemüht, diejenigen Kapitel, die vom Erröten handeln, in eine relativ leichtlesbare moderne Sprache zu übersetzen. Diese Aufgabe war nicht immer leicht, denn die Schreibweise vor dem 20. Jahrhundert war noch sehr umständlich und langatmig. Trotzdem aber glauben wir, dass es uns weitgehend gelungen ist, das Gedankengut und Ideengut von Charles Darwin durch dieses vorliegende Buch dem heutigen Menschen zugänglich zu machen.

Tony Gaschler

Das Wesen des Errötens

Das Erröten ist wohl die eigentümlichste und auch menschlichste aller Ausdrucksformen. Es ist bekannt, dass Affen vor Leidenschaft rot werden. Um uns aber glaubhaft zu machen, dass Tiere genauso erröten können wie die Menschen das tun, würde es einer großen Anzahl von Beweisen bedürfen.

Das Rotwerden im Gesicht infolge aufsteigender Schamröte (das eigentliche menschliche Erröten) ist eine logische Folge der unwillkürlichen Entspannung der kleinen Arterien unter der Haut. Dadurch werden die haarfeinen Blutgefäße in der Haut (die sogen. Haargefäße) so stark mit Blut gefüllt, dass dies nach außen durch eine mehr oder weniger intensive Rötlichfärbung der Haut sichtbar wird. Dieser Vorgang wird vermutlich durch eine Reizung der betreffenden vasomotorischen Zentren im Gehirn ausgelöst.

Eine starke gemütsmäßige Erregung (etwa Wut, Zorn oder Angst) hat zweifellos eine Wirkung auf den gesamten Blutkreislauf und auch auf die Herztätigkeit. Trotzdem aber ist das Erröten keine direkte und unmittelbare Folgeerscheinung der Tätigkeit des Herzens oder des Kreislaufs.

Das Erröten lässt sich nicht durch physikalische Mittel auslösen, wie sich etwa ein Lachen durch Kitzeln der Haut oder ein Weinen durch Schläge auslösen lässt. Es sind der Geist und das Gemüt des Menschen, von denen das Erröten ausgelöst wird. Das Erröten ist ein unwillkürlicher Vorgang. Schon allein der Wunsch, diesen Vorgang zu unterdrücken, steigert die Neigung zum Erröten dadurch, dass er die Aufmerksamkeit auf die eigene Person lenkt.

Jüngere Personen erröten viel leichter, viel schneller und auch viel häufiger als ältere. Trotzdem aber tritt das Erröten bei ganz kleinen Kindern nicht auf. Dies ist merkwürdig, da ja bekannt ist, dass kleine Kinder - ähnlich wie Affen - aus Leidenschaft im Gesicht rot werden können. Ein Erröten im eigentlichen Sinne aber ist das noch nicht.

Ich habe einen Bericht über zwei kleine Mädchen zwischen zwei und drei Jahren erhalten, die erröteten. Ebenso von einem anderen Kind, das ein Jahr älter war und immer errötete, wenn es wegen eines Fehlers getadelt wurde. In einem fortgeschritteneren Alter erröten Kinder sehr leicht und oft ausgesprochen heftig. Es scheint mir so, als wären bei sehr kleinen Kindern die geistigen Fähigkeiten noch nicht so weit entwickelt, dass sie richtiggehend wie die Erwachsenen erröten könnten.

Daher kommt es wahrscheinlich auch, dass Menschen, die an Idiotie leiden, nur selten erröten, obwohl ihr Gesicht manchmal aus Freude oder Zorn rot wird. Nur Menschen mit eingeschränkter Intelligenzschwäche, die also geistig noch nicht völlig verkümmert sind, können ähnlich erröten wie gesunde Menschen. So hat z.B. der BEHN einen an Idiotie leidenden Menschen im Alter von dreizehn Jahren beschrieben, der errötete und sich nach der Seite umwandte, wenn er wegen einer ärztlichen Untersuchung entkleidet wurde.

Frauen erröten viel häufiger als Männer. Es ist selten, dass ein alter Mann errötet. Nicht so selten aber ist es, dass eine alte Frau rot wird.

Auch Blinde können erröten. Mr. R. H. BLAIR, der Vorsteher des Worcester-College gibt an, dass drei der acht blindgeborenen Kinder seiner Anstalt schnell und stark erröten. Wie Mr. BLAIR mitteilte, ist es ein wichtiger Teil der Erziehung dieser Kinder, ihnen bewusst zu machen, dass sie von anderen Personen beobachtet werden. Und gerade das dürfte die Neigung zum Auftreten des Errötens ganz bedeutend steigern, weil diese blinden Kinder damit die Gewohnheit erwerben, die Aufmerksamkeit auf ihre eigene Person zu richten.

Vererbung und Erröten

Die Neigung zum Erröten scheint vererbt zu werden. Dr. BUSGESS berichtete von einer zwölfköpfigen Familie, wo Vater, Mutter und zehn Kinder ohne Ausnahme an einem sehr peinlichen Erröten litten. Als die Kinder heranwuchsen, wurden einige von ihnen auf Reisen geschickt, um das Erröten zu überwinden, aber es half nichts.

Selbst einzelne Merkmale des Errötens scheinen vererbt zu werden. Als Sir JAMES PAGET den Rücken eines jungen Mädchens untersuchte, fiel ihm eine eigentümliche Art des Errötens auf. Zuerst erschien ein großer roter Fleck auf der einen Wange, dann erst kamen andere Flecken, die verschiedenartig über das Gesicht und den Hals verteilt waren. Er fragte die Mutter, ob die Tochter immer auf diese sonderbare Weise erröten würde und erhielt die Antwort: „Ja! Sie ist mir nachgeraten.“ Und nun bemerkte Sir J. PAGET, dass durch das Stellen dieser Frage auch die Mutter zu erröten begann. Sie zeigte dabei ganz dieselben Eigentümlichkeiten wie die Tochter.

Die am meisten betroffenen Körperteile

In den weitaus meisten Fällen sind es nur das Gesicht, die Ohren und der Hals, die vom Erröten betroffen werden. Viele Personen fühlen aber ganz deutlich, dass während eines heftigen Errötens ihr ganzer Körper zu glühen und zu prickeln anfängt. Und dies deutet darauf hin, dass irgendwie die gesamte Körperoberfläche ergriffen sein muss.

Man sagt manchmal, dass das Erröten an der Stirn beginnt. Meistens aber beginnt es an den Wangen und breitet sich erst nachher bis zu den Ohren und zum Hals aus. Dr. BURGESS untersuchte in dieser Hinsicht zwei Albinos. Er stellte dabei fest, dass bei ihnen das Erröten mit einem kleinen Fleck über den Wangen (über dem Nervengeflecht der Ohrspeicheldrüsen) begann und sich dann erst kreisförmig vergrößerte und ausbreitete. Zwischen dem roten Kreis und dem Erröten am Hals zeigte sich dabei eine deutliche Demarkationslinie, obwohl beides zur gleichen Zeit auftrat. Die Netzhaut der Albinos, die schon von Natur aus rot ist, wurde gleichzeitig noch roter.

Jedermann, der am Erröten leidet, muss bemerkt haben, dass nach einem ersten Anflug des Errötens manchmal noch mehrere frische Nachschübe von Erröten über das Gesicht jagen. Dem Erröten geht meist ein ganz eigentümliches Gefühl in der Haut voraus, eine gewisse Wärme. Nach dem Erröten aber zeigt sich eine gewisse Blässe der ganzen Gesichtshaut. Diese zeigt an, dass sich die feinen Haargefäße in der Haut nach der Erweiterung (Erröten) auch wieder zusammenziehen (Blässe).

In seltenen Fällen lösen solche Ereignisse, die eigentlich ein Erröten zur Folge haben müssten, eine Blässe, also ein Blasswerden der Gesichtshaut aus. So erzählte mir eine junge Dame, dass sie in einer großen Gesellschaft mit ihren Haaren am Knopf eines Dieners hängen geblieben war. Es dauerte einige Zeit, bis sie wieder losgemacht werden konnte. Ihrem eigenen Gefühl nach bildete sie sich ein, dass sie dabei stark errötet sei. Eine Freundin aber, die das Geschehen miterlebt hatte, bestätigte ihr später, dass sie nicht rot, sondern blass geworden sei.

Ich war begierig zu erfahren, wieweit sich das Erröten am Körper abwärts erstreckt. Sir JAMES PAGET hatte häufig Gelegenheit, in dieser Hinsicht Beobachtungen anzustellen. Er war so freundlich, für mich zwei oder drei Jahre lang zu achten und mir darüber Bericht zu geben. Er fand heraus, dass sich das Erröten bei Frauen, die im Gesicht, an den Ohren und im Nacken heftig rot wurden, gewöhnlich nicht weiter am Körper abwärts erstreckt. Nur sehr selten reicht es bis zu den Schlüsselbeinen und Schulterblättern hinab. Er selber konnte nie einen einzigen Fall beobachten, wo sich das Rotwerden bis über den oberen Teil der Brust nach unten erstreckt hätte. Er hat auch festgestellt, dass das Erröten nach unten manchmal nicht allmählich aufhört, sondern mit unregelmäßigen blassroten Flecken endet.

Dr. LANGSTAFF hat ebenfalls für mich mehrere Frauen in dieser Richtung beobachtet. Deren Körper wurde nicht im geringsten rot, während ihr Gesicht tief purpur gefärbt war. Dr. CHRICHTON BROWNE hat bei Geisteskranken mehrmals gesehen, dass sich das Erröten bei ihnen bis zu den Schlüsselbeinen herab erstreckte. Zwei davon wurden sogar bis über den Busen rot. Er teilte mir den Fall einer Frau von siebenundzwanzig Jahren mit, die an Epilepsie litt. Am Morgen nach ihrer Aufnahme in die Anstalt besuchte sie Dr. BROWNE zusammen mit seinen Assistenten. Sie lag noch im Bett. Als er sich ihr näherte, begann sie sofort an den Wangen und Schläfen zu erröten. Sie war sehr erregt und zitterte leicht. Um den Zustand ihrer Lungen zu untersuchen, band ihr Dr. BROWNE das Hemd auf. Dabei ergoss sich ein glänzendes Erröten über ihren Busen, das sich in einer bogenförmigen Linie über das obere Drittel jeder Brust und zwischen den Brüsten abwärts bis nahe an den schwertförmigen Fortsatz des Brustbeins erstreckte.

Dieser Fall ist deshalb so interessant, weil sich bei ihm das Erröten nicht früher abwärts erstreckte, als bis die Aufmerksamkeit abwärts gelenkt wurde. Im weiteren Verlauf beruhigte sich die Patientin wieder und das Erröten verschwand. Bei mehreren späteren Gelegenheiten traten die gleichen Erscheinungen aber wieder auf.