Warum Esel so gescheit sind - Judith Schmidt - E-Book
Beschreibung

Der Volksmund nennt die Esel dumm und störrisch, und selbst Eselhalter seufzen: Manchmal ist es schwer, die Eigenwilligkeit des Esels als besonderen Charme zu akzeptieren. Wer die Geschichten dieses Buches liest, wird die originellen Langohren besser kennen lernen, die sich auf ihre eigene, mitunter recht schelmische Art in jeder Situation zurechtfinden. Der Leser wird oft schmunzeln, immer wieder staunen oder gelegentlich tiefes Mitleid, vielleicht sogar Schadenfreude mit dem Eselführer verspüren. Der Faszination dieser Tiere wird er sich jedoch kaum entziehen können. Er wird eintauchen in eine Welt, in der es keine Hektik gibt und die seinen Blick für das Wesentliche schärft. So ist es nicht verwunderlich, wenn manch einer am Ende der Lektüre mit einstimmt: "Echt cool, diese Esel!"

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Seitenzahl:157

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Warum Esel so gescheit sind

Eselfreunde erzählen

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

ISBN 978-3-927708-41-9

Gedruckte Erstausgabe 2007

3. Auflage 2012

1. Digitale Auflage 2012 Digitale Veröffentlichung: Zeilenwert GmbH

Umschlaggestaltung und Layout: Andrea Huneke, überarbeitet von Jens Krebs, www.jens-krebs.com Titelfoto: Marie-Elodie Ruiz, Lalinde / Perigord, Frankreich Foto Umschlagrückseite: Christina Kessler, Trier

Die Idee zu diesem Buch entstand im Internetforum www.eselwelt.info, wo sich Eselfreunde aus aller Welt austauschen. Hier kam der Wunsch auf, die schönsten Eselerlebnisse dauerhafter zu bewahren, als es das Medium Internet zulässt. Die Autoren der in diesem Buch gesammelten Geschichten leben in fünf verschiedenen Ländern. Sie alle verbindet die Begeisterung für die viel zu oft verkannten Langohren.

Vom Erlös dieses Buchs geht ein Teil als Spende an die Noteselhilfe e. V.

© MariPosa Verlag U. Strüwer, Drakestr. 8a, 12205 Berlin Fon 0 30-2 15 74 93, Fax 0 30-2 15 95 28www.mariposa-verlag.de Alle Rechte vorbehalten

Inhalt

Vorwort

Die Leihesel

Alle Zeit der Welt

Feiner Geschmack

... am liebsten im Boden versunken

Chercher la Femme

Judith, meine Stunt-Frau

Fragen und Antworten

Die silberne Träne

Das Leben hat einen Sinn

Eine Freundin

Flatus, die Peinlichkeit einer Eseldame

Reiten mit Eseln

Warum Esel so gescheit sind

Die und keine andere

Bommel

Die Ankunft des „Propheten“

In der Ruhe liegt die Kraft der Natur

Mollig, aber oho!

Mayas Eselsprache

Fluchttier und Standtier

Erste Ausfahrt mit Boromir

Showdown in Forst

Esel im TV

Die erste Bachüberquerung

Dreister Einbruch am helllichten Tage

Eselwarnung

Das lange Warten auf das erste I-Ah

Geduld, nur Geduld

Luna, unser Mondesel

Die Gelassenheitsprüfung

Fluxus und die Schranke des Schreckens

Lampenfieber

Pepino

Das Muttertagsgeschenk

Wasserspielchen

Esel brauchen keine Worte

Die Autoren

Die Bilder

Die Noteselhilfe

Vorwort

Liebe Eselfreunde und all diejenigen, die es nach dem Lesen dieses Buches sicher sein werden!

Wann immer ich in meinem Leben mit Eseln zu tun hatte, es ist mir jedes Mal sehr gut in Erinnerung geblieben. Schon als Kind hatte ich einen wunderschönen Esel in Lebensgröße aus Korb, der all meine kindlichen Unzulänglichkeiten und stürmischen Liebesbeweise mit stoischer Ruhe und einer Engelsgeduld über sich ergehen ließ. Was das jetzt mit den „echten“ Eseln zu tun hat? Nun ja, mehr, als man vielleicht glauben mag. Denn genauso geduldig, wie ich meinen Korbesel kennen gelernt hatte, habe ich später auch die echten, lebendigen Grautiere erlebt. Es ist einfach eine Freude, mit ihnen zu arbeiten, und ich musste sehr schnell akzeptieren, dass „weniger“ auf jeden Fall „mehr“ ist, denn je mehr Aktionismus von einem selbst kommt, desto weniger kommt vom Esel. Sehr, sehr klug!

Sei es beim Agility-Parcour, beim Kuscheln und Putzen oder beim Inlinern mit Eseln, selten habe ich so viel gelacht. Diese Tiere haben einfach ein Gemüt zum Umarmen. Sie sind so unglaublich liebenswürdig, stets sehr vorsichtig und manchmal auch ängstlich. Man lernt unweigerlich, sich in Geduld zu üben, wenn man mit diesen intelligenten und freundlichen Tieren zu tun hat, und das ist schön.

Leider haben nur wenige Esel das große Glück, artgerecht und liebevoll gehalten zu werden. Im Gegenteil, immer noch müssen viele dieser wunderbaren Langohren viel zu schwere Lasten tragen und unter absolut lebensunwürdigen Bedingungen vor sich hin vegetieren.

Und um das zu ändern, gibt es dieses Buch, voll mit spannenden Erlebnissen und ehrlichen Liebeserklärungen an die Esel.

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen und vergessen Sie nicht: Mit jeder Geschichte, die Sie lesen, wird irgendwo ein trauriger Esel etwas besser leben dürfen!

Ihre Diana Eichhorn Moderatorin von „hundkatzemaus“ bei VOX.

Diana Eichhorn auf dem 16. Esel- und Mulitreffen in Forst 2004 inmitten der Wallache Lucas und Jeannot © VOX

Heinz Penndorf

Die Leihesel

Vor vielen Jahren machte die Familie Urlaub in den Pyrenäen. An einem heißen Tag wollten wir uns den Cirque de Navarre, ein Naturdenkmal, ansehen. Na ja, eigentlich wollten das nur wir Eltern, denn die Kleinen wollten bei der Hitze lieber ins Schwimmbad. Vom Parkplatz aus musste man dazu eine knappe Stunde leicht bergan wandern; die Kinder waren wenig begeistert, Wandern, wie uncool! Als sie dann aber sahen, dass man für den Anstieg auch einen Esel mieten kann, schlug ihre Unlust in freudige Erwartung um.

Wir hatten keinerlei Erfahrung, wie man einen Esel führt. Der Besitzer beruhigte uns damit, dass er die Esel ohnehin begleite und die ihren Weg schon kennen würden. Na gut, wir setzten jedes Kind auf einen Esel, die Eltern wollten selber laufen. Der Nachwuchs strahlte vor Begeisterung.

Eine sehr korpulente Dame scheute die Anstrengung, den Weg auf eigenen Beinen zu gehen, und wollte lieber reiten. Es folgte eine aufgeregte Diskussion mit dem Eselbesitzer, denn die Dame war zum Aufsitzen viel zu unbeweglich und wollte unbedingt auf das einzige Tier steigen, auf das sie hinauf kommen würde, einen Zwergesel. Das hektische Gehabe, das Gefuchtel mit den Händen und das laute Gezeter inmitten einer Pferdegruppe – die wären panisch durchgegangen. Die Esel aber störte das alles nicht, sie dösten, Gelassenheit pur. Der Halter löste schließlich das Problem, indem er der Frau eine Trittleiter gab, über die sie in den Sattel eines Maultiers steigen konnte; es ertrug sein gewichtiges Schicksal in stoischer Ruhe. Die Umstehenden aber drehten sich grinsend zur Seite, denn der Anblick, wie sich die plumpe 100-Kilo-Frau – verteilt auf ca. 1,60 m Körpergröße – schwerfällig und prustend via Leiter auf das Tier wuchtete, war wahrlich bizarr.

Der Aufstieg war völlig problemlos, die Grauen kannten ihren Weg. Der Führstrick hatte mehr symbolischen Charakter, denn dirigieren ließen sich die Tiere damit nicht. Ihnen war es auch völlig egal, dass sie Wanderergruppen beiseite drängten oder den vermeintlichen Führer in die Brombeerranken schoben. Unverdrossen trotteten sie nach oben, so wie sie es wollten, immer dieselbe Spur wie das letzte Mal. Sture Esel? Nein, selbstbewusste und sehr konsequent handelnde Wesen.

Am Ziel genossen die Erwachsenen den herrlichen Ausblick. Für die Kinder waren die Langohren die Sensation, nicht die Berge. Diese genossen die Apfel- und Brotstücke sowie die vielen Streicheleinheiten, und die hatten sie sich auch redlich verdient.

Was sollte das denn? Das Leittier hatte beschlossen, dass die Siesta jetzt lange genug gedauert habe – Äpfel gab es auch nicht mehr – und machte sich auf den Rückweg, seine kleine Herde folgte ihm nach. Wenn ein Esel beschlossen hat, zurückzugehen, dann hält ihn vielleicht ein erfahrener Treiber zurück, aber sicher kein unbedarfter Tourist. Kinder und Eltern rannten den Grauen nach – hätten wir das mit Pferden gemacht, wären die schon wieder durchgegangen. Den Langohren war das Gerenne aber völlig egal. Ich schaffte es mit Mühe, die vier Kinder im Laufen nacheinander auf ihre Reittiere zu heben, denn nach Hause liefen die viel flotter als nach oben. Hinter uns hörten wir noch das schrille, panische Gezeter der dicken Dame, denn auf dem Berg hatte niemand eine Leiter bereit und außerdem wartete ihr Maultier klugerweise auch nicht auf sie.

Einmal, nur einmal wurde die Gruppe langsamer. Wanderer hatten es sich auf einer Bank gemütlich gemacht und verspeisten ihr Schinkenbaguette. Der Führstrick hinderte den Esel meiner Tochter überhaupt nicht, einen kleinen Umweg zu machen und kräftig in das Brot zu beißen, das der Mann in der Hand hielt. Der schnappte vor Empörung nach Luft. Als dann noch ein Muli kam und ihm den Rest wegschnappte, war es mit der Geduld des armen Kerls vorbei. Er schrie, tobte, hüpfte und grimassierte wie Louis de Funes in seinen besten Filmen, beschimpfte mich und die Reittiere – die Kinder haben zum Glück das alles nicht verstanden. Den Langohren war auch das Gebrüll so was von egal. Ihr Schinkenbaguette hatten sie, warum sollte sie da die Hektik dieser Welt aus der Ruhe bringen? Esel begnügen sich mit dem Wesentlichen. Schlimm genug, wenn die Menschen so aufgeregt sind, da müssen wenigstens sie die Ruhe bewahren. Wir sollten von ihnen lernen.

Wie sagte doch die älteste Tochter am Ziel: „Echt cool, diese Esel!“ Recht hatte sie!

Judith Schmidt

Alle Zeit der Welt

„Komm Masl-tow, wir müssen umkehren. Ich muss gleich zur Arbeit fahren.“ Es tut mir selber in der Seele weh, dass ich jetzt den Spaziergang abbrechen muss. Das Wetter ist herrlich und so ganz alleine mit unserer neuen Eselin macht der Spaziergang richtig Laune. Mist, dass man ständig Geld verdienen gehen muss. Aber ich will mich nicht beklagen. Zum Glück habe ich diese Woche Spätdienst und kann mich den lieben langen Tag um unsere Tiere kümmern. Und da Gregor sich einen Bänderriss zugezogen hat und mit Gipsbein zu Hause rumhumpelt, ist auch den Rest des Tages jemand für unsere Tiere da.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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