Was in Syrien tatsächlich geschieht - Mark Taliano - E-Book

Was in Syrien tatsächlich geschieht E-Book

Mark Taliano

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Beschreibung

Ein Hilferuf aus Syrien und ein Appell der Syrer an den Rest der Welt!
Glauben Sie nicht, was Ihnen die Mainstream-Medien über den Krieg in Syrien erzählen!


Tagtäglich berichten die Massenmedien über den Krieg in Syrien. Zeitungen, Radio und Fernsehen schildern, wie die USA und ihre Verbündeten gegen das »verbrecherische Regime Assad« und gegen islamistische Terroristen vorgehen. Doch dies hat mit der Wirklichkeit nichts zu tun! Mark Taliano bringt mit diesem Buch die Wahrheit ans Licht. Hier lesen Sie, was Ihnen die Massenmedien verschweigen.

Die Menschen in Syrien wissen, wer die wahren Terroristen sind

Taliano reiste 2016 in das geschundene Land und sprach mit den Menschen, die dort leben - und er hörte ihnen zu. Nach mehr als 5 Jahren Terrorismus, der von den USA und der NATO gefördert wird, und nach mehr als 2 Jahren »befriedender« Luftangriffe der USA, die vor allem auf die zivile Infrastruktur Syriens abzielen, weiß in Syrien jeder, dass Washington hinter den Terroristen steckt.

Wer den Syrien-Krieg angezettelt hat und worum es bei diesem Konflikt wirklich geht

Den Syrern ist klar, dass es sich beim Oberhaupt der säkularen Regierung Syriens, dem gewählten Präsidenten Baschar al-Assad, nicht um den Dämon handelt, den die westlichen Medien präsentieren. Sie wissen zudem, dass Saudi-Arabien und Katar den IS und die Terroristen der al-Nusra-Front im Auftrag der USA finanzieren und ausbilden. Israel gewährt den Terroristen im Gebiet der besetzten Golanhöhen Unterschlupf, und in Verbindung mit dem türkischen Oberkommando ist die NATO seit März 2011 daran beteiligt, die Rekrutierung von Dschihadisten und ihre Entsendung nach Syrien zu koordinieren. Mehr noch: Die IS-Brigaden sowohl in Syrien als auch im Irak sind in westliche Spezialeinheiten eingebunden und werden von Militärberatern unterstützt.

Verstöße des Westens gegen das Völkerrecht

Mark Talianos Buch führt uns vor Augen, was in Syrien wirklich geschieht. Es zeigt, weshalb die USA dieses Land destabilisieren und warum sie einen Regierungswechsel herbeiführen wollen. Ziel des Autors ist nicht zuletzt, den Menschen in Syrien eine Stimme zu geben. Deshalb beinhaltet dieses Buch zahlreiche »ungefilterte« Aussagen von Syrern und Berichte von Augenzeugen, die die Verbrechen der USA und die Gräueltaten ihrer Verbündeten schildern.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2017

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1. Auflage Mai 2017 Copyright © 2017 by Global Research Publisher Copyright © 2017 für die deutschsprachige Ausgabe bei Kopp Verlag, Bertha-Benz-Straße 10, D-72108 Rottenburg Titel der amerikanischen Originalausgabe:Voices from Syria Alle Rechte vorbehalten Übersetzung aus dem Amerikanischen: Matthias Schulz Lektorat: Swantje Christow Covergestaltung: Stefanie Huber ISBN E-Book 978-3-86445-474-5 eBook-Produktion: GGP Media GmbH, Pößneck

Gerne senden wir Ihnen unser Verlagsverzeichnis Kopp Verlag Bertha-Benz-Straße 10 D-72108 Rottenburg E-Mail: [email protected] Tel.: (07472) 98 06-0 Fax: (07472) 98 06-11Unser Buchprogramm finden Sie auch im Internet unter:www.kopp-verlag.de

Widmung

Dieses Buch ist den Männern und Frauen Syriens gewidmet. Sie stehen im Kampf gegen den internationalen Terrorismus an vorderster Front. Euer Blut wird für unsere Sünden vergossen.

Danksagung

Danksagung

So viele Menschen haben mir bei diesem Buch geholfen. Hier nur eine kleine Auswahl: Mein Dank geht an Ken Stone, der mich dazu inspiriert hat, nach Syrien zu reisen.

Vielen Dank an Dschamal Daud und die Organisatoren der Third International Tour of Peace nach Syrien. Sie haben allen Hindernissen zum Trotz diese Reise möglich gemacht und es uns dadurch ermöglicht, Syrien mit eigenen Augen und Ohren zu erleben. Nun können wir die Wahrheit besser mit anderen teilen.

Vielen Dank an meine Mitreisenden, meine Brüder und Schwestern im Geiste. Danke an Professor Michel Chossudovsky, der mir bei der Veröffentlichung dieses Buches geholfen hat.

Mein Dank geht an die Lektorin Sarah Hipworth für all ihre wertvolle Arbeit und an Brendan Stone für seine Unterstützung bei der Arbeit mit den Quellen.

Vielen Dank an Gerry DiSanto vom Defensive Arts Training Centre. Er hat mich ermutigt, dieses Buch zu schreiben.

Und – last but not least – ein ganz besonderer Dank an Victoria, die mir den ganzen Weg über geholfen hat.

Vorwort

Vorwort

Wir möchten die Aufmerksamkeit unserer Leser auf Mark Talianos Buch Was in Syrien tatsächlich geschieht richten. Im Gegensatz zu den meisten geopolitischen Analysten, die sich mit dem Nahen Osten befassen, konzentriert sich Mark Taliano darauf, was die gesamte Menschheit und das syrische Volk in ihrem Kampf gegen ausländische Aggressoren verbindet.

Taliano spricht mit den Menschen in Syrien und hört ihnen zu. Er zeigt, welchen Mut und welche Widerstandskraft eine Nation und ihre Bevölkerung in ihrem Alltagsleben aufbringen – und das nach mehr als 5 Jahren Terrorismus, der von den USA und der NATO gefördert wird, und nach mehr als 2 Jahren »befriedender« Luftangriffe der USA, die vor allem auf die zivile Infrastruktur Syriens abzielen. In Syrien weiß jeder, dass Washington hinter den Terroristen steckt, dass sie (auf Kosten der Steuerzahler) von den USA und deren Verbündeten finanziert werden und dass sie von Amerikas Partnern im Nahen Osten ausgebildet und rekrutiert werden. Saudi-Arabien und Katar haben den IS/Daesh und die Terroristen der al-Nusra-Front im Auftrag der Vereinigten Staaten finanziert und ausgebildet. Israel gewährt den Terroristen in den besetzten Golanhöhen Unterschlupf, und in Verbindung mit dem türkischen Oberkommando ist die NATO seit März 2011 daran beteiligt, die Rekrutierung von Dschihadisten und ihre Entsendung nach Syrien zu koordinieren.

© Mark Taliano

Mark Taliano

Mehr noch: Die IS/Daesh-Brigaden sowohl in Syrien als auch im Irak sind in westliche Spezialeinheiten eingebunden und werden von Militärberatern unterstützt.

All das ist der Bevölkerung in Syrien bekannt, aber im Westen lässt man die Öffentlichkeit in dem Glauben, dass die USA in Syrien und Irak einen »Feldzug gegen den Terrorismus« führen und dass sie gegen den Islamischen Staat (IS/Daesh) kämpfen – eine Organisation, die von amerikanischen Nachrichtendiensten gegründet wurde und von amerikanischen Nachrichtendiensten unterstützt wird.

»Was wir in Syrien gesehen haben, spricht alles für ein gemeinsames Erbe der Menschheit«, sagt Mark Taliano. Syrien ist die Wiege der Zivilisation – Mesopotamien ist das Zweistromland, der Fruchtbare Halbmond, in dem die frühen Zivilisationen Wurzeln schlugen.

Das ist es, was die Neokonservativen aus Washington zerstören wollen. Um ihr Ziel zu erreichen, führen sie einen schmutzigen Propagandafeldzug, der die Illusion aufrechterhält, Amerika sei an einer humanitären Mission zur Friedenswahrung beteiligt.

Die Menschen in Syrien wissen, wer die wahren Terroristen sind. »Der Angriff des Westens auf dieses Land ist ein Angriff auf unser aller Menschlichkeit und ein Angriff auf Syriens fortschrittliche und erwartungsvolle Zukunft«, sagt Taliano.

© Mark Taliano

Nationalmuseum von Damaskus, M. Chossudovsky, 2011

Mark Taliano konzentriert sich auf die Wahrheit als Mittel, Frieden herbeizuführen und sich der Propaganda entgegenzustellen:

Sollten die Bemühungen des Westens, einen »Regimewechsel« herbeizuführen, von Erfolg gekrönt sein, wird die säkulare, pluralistische Regierung von Präsident Assad durch ihr Gegenteil ersetzt werden – ein barbarisches, sektiererisches Regime und Chaos.

Dennoch scheinen die Politiker im Westen immer stärker an ihre eigenen Lügen zu glauben. Vielleicht sehen sie aber auch keine andere Wahl, als feige das zu befolgen, was ihnen von oben diktiert wird. Das Wesen der Menschlichkeit verlangt aber, dass wir alle unsere Augen öffnen, dass wir aus der Geschichte lernen und dass wir die Regeln des Völkerrechts befolgen und nicht auf das Diktat eines kriminellen Imperiums hören. Syrien und die Syrer müssen gerettet werden, nicht zerstört.

Mein aktuelles Interesse besteht darin, mir auf der Suche nach der politischen Wahrheit in einer Welt, die blindlings in Krieg und Barbarei taumelt, einen Weg durch ein Geflecht aus Lügen zu bahnen.

Finde ich derartige Wahrheiten, führen sie ausnahmslos zum Frieden und nicht zum Krieg. Deshalb besteht mein »Kreuzzug« nun darin, die Wahrheit zu verbreiten, ihr ein solides Fundament zu verleihen und etwas zum Positiven hin zu bewirken.

Der schmutzige Krieg gegen Syrien ist ein derart eklatantes Beispiel für die Vormachtstellung von Krieg und Täuschung (und Bösem) gegenüber der Zivilisation und unseren Werten der Menschlichkeit, dass sich meine derzeitigen Forschungsinteressen ausschließlich danach orientieren, was dort geschieht oder nicht geschieht. Gewinnt Syrien, gewinnen wir alle. Und momentan gewinnt Syrien.

Mainstreammedien lehnt Mark Taliano ab. Regelmäßig verschleiern die Medien die Gründe und die Auswirkungen des Krieges, der unter Führung der USA gegen Syrien geführt wird. Ganz zu schweigen von den weitreichenden Kriegsverbrechen und Gräueltaten, die die Terroristen im Namen des westlichen Militärbündnisses begehen.

Taliano ist entschlossen, sich gegen die Flut medialer Falschinformationen zu stemmen. Deshalb wendet er sich im Namen des syrischen Volkes an die Öffentlichkeit im Westen: »Syrien stellt sich gegen die westlichen Agenten von Tod und Vernichtung. Es ist ein Kampf für die gesamte Menschheit gegen die dunklen Kräfte, die hinter den leeren Phrasen unserer Politiker und den giftigen Lügen der Medienkurtisanen schwären.«

Was in Syrien tatsächlich geschieht von Mark Taliano bietet einen sorgfältig dokumentierten Überblick über das Leben in Syrien und den alltäglichen Kampf, den die Menschen dort austragen müssen, um ihre nationale Souveränität zu schützen und zu bewahren.

Prof. Michel Chossudovsky Direktor des Centre for Research on Globalization (CRG)

Einleitung

Einleitung

Die Arabische Republik Syrien ist ein uraltes, heiliges Land, das umgeben ist von Nationen, die Terroristen unterstützen und die darauf aus sind, Syrien zu vernichten. Diese Länder wiederum werden vom Nordatlantikpakt NATO unterstützt, der von den USA angeführt wird.

Oberhaupt der säkularen Regierung Syriens ist der gewählte Präsident Baschar al-Assad. Assad ist fortschrittlich und zukunftsorientiert. Die Terroristen, die ins Land eingefallen sind und Teile Syriens besetzt halten, sind weder fortschrittlich noch zukunftsorientiert, und die meisten Syrer sind froh, sie loszuwerden. Viele Syrer kritisieren Assad dafür, nicht hart genug mit den Terroristen umzuspringen. Er sei ein Mann mit zu weichem Herzen, sagen sie.

Die meisten Syrer stehen hinter Assad, weil er für sie sorgt und sie beschützt. Das Gesundheitswesen und die Bildungseinrichtungen (inklusive der Hochschulen) können in Syrien kostenlos genutzt werden. Bevor der von außen geplante und umgesetzte Krieg gegen Syrien begann, zählte Syrien zu den weltweit sichersten Ländern für ausländische Besucher.

Inzwischen hat der Westen Terroristen ins Land geschleust und Syrien mit gesetzeswidrigen Sanktionen überzogen. Das kriegsgeplagte Land und seine Bevölkerung reagieren in erster Linie voller Trotz. Ganz so, wie es das Völkerrecht vorsieht, sind sie es, die über die Zukunft ihres Landes entscheiden, und sie werden sich nicht kolonialisieren lassen. Es fällt ihnen leicht, sich aufzulehnen, denn ihnen steht eine gesetzeswidrige, vom Westen unterstützte »Opposition« gegenüber.

Von den Terroristen dieser »Opposition« ist kein einziger gemäßigt. Sie schlachten Christen, Minderheiten und Muslime gleichermaßen ab. Sie wollen einmal reinen Tisch machen und dann ihre extremistische Wahhabiten-Ideologie verhängen. Ihnen geht es darum, die Geschichte Syriens und das syrische Volk auszulöschen.

Ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt, dass es nichts Neues für den Westen ist, an seiner Stelle Söldner in den Krieg zu schicken. Seit dem 11. September 2001 (»9/11«) hat der Westen in schneller Abfolge eine Reihe Länder zerstört – Afghanistan, den Irak und Libyen, um nur einige zu nennen. Das geschah vorsätzlich und immer unterstützt von Bodentruppen, die aus Söldnern bestanden.

Aber Syrien kann starke Strukturen und starke Verbündete vorweisen. Das Land wird siegen, und es wird zum Wohle der Syrer und der Menschheit sein.

Dieses Buch präsentiert die Geschichte Syriens und der Syrer, während sie tapfer gegen den NATO-Terrorismus ankämpfen.

Diese Erzählung steht im Widerspruch zu den Botschaften, die die Mainstreammedien verbreiten, und das muss sie auch. Würde die Wahrheit bekannt und von einer breiten Masse akzeptiert, würde der Westen mit seinen Geheimdiensten niemals öffentliche Rückendeckung für seinen Völkermord bekommen.

Wahrheit führt zu Frieden, aber die regierenden Kräfte, die uns manipulieren und die öffentliche Meinung vergiften, bereichern sich durch Krieg, Massenmord und Propaganda-Feldzüge. Sie sagen es nicht, aber ihre Feinde sind Wahrheit und Gerechtigkeit.

Dieses Buch soll helfen, Aufschluss über die Wahrheit, die Gerechtigkeit und die Lügen der Regierungen zu geben. Der globale Frieden soll wachsen und das Krebsgeschwür Terrorismus vernichtet werden.

Beginnen wollen wir damit, dass wir die Geschichte Syriens von Syrern erzählen lassen, und zwar nicht vom Propaganda-Apparat der Mainstreammedien gefiltert. Wir sehen und hören das Trauma, das die trotzigen, heldenhaften Syrer durchleben, und wir gelangen zu der Erkenntnis, dass dieses uralte, heilige Land gewiss den Einfall der Barbaren überstehen wird. Syrien wird wiederauferstehen als Leuchtfeuer von Zivilisation, Hoffnung und Würde.

Der von außen angefachte Krieg wird intern beigelegt – von Syrern für Syrer –, und die Lösungen sind oftmals das Ergebnis echter demokratischer Prozesse. Damit stehen sie im Widerspruch zu den Prozessen, die sich im Westen als Demokratie ausgeben. Syrien beharrt darauf, eine souveräne Nation zu sein.

Anschließend gehen wir ausführlicher auf die echte Geschichte Syriens ein und die Kräfte, die hinter dem aktuellen Krieg stecken. Das von den USA angeführte Imperium benutzt Terroristen als Handlanger, um seinen Einflussbereich auszudehnen, doch das läuft dem zuwider, was sich die absolute Mehrheit aller Syrer wünscht.

Die Alternative zu Syriens gewählter Regierung wären ein nach Völkermord strebender Despotismus und das islamische Recht Scharia. Die (nicht existierenden) »Gemäßigten« sind von den Extremisten nicht zu unterscheiden, denn alle Söldner-Terroristen verfolgen dieselben Ziele und beherzigen dieselben Ideologien.

Das Ergebnis dieser bewusst herbeigeführten Täuschung liegt auf der Hand: Die Menschen im Westen leben weiter in einem Irrglauben und bleiben politisch passiv. Die Wahrheit wurde verzerrt, und weite Teile unserer Bevölkerung sitzen dieser Täuschung auf. Der Westen und seine Verbündeten unterstützen alle Terroristen, die in Syrien einfallen, aber die Öffentlichkeit im Westen glaubt, dass wir gegen den Terrorismus kämpfen. Das ist der große Betrug in diesem »globalen Krieg gegen den Terrorismus«.

Vom 15. bis zum 23. September 2016 bereiste ich das kriegsgeplagte Syrien. Warum? Weil mich schon vor Jahren das Gefühl befallen hatte, dass die offiziellen Geschichten, mit denen wir im Fernsehen, in der Presse und im Internet gefüttert wurden, nicht der Wahrheit entsprechen.

Die Invasionen in Afghanistan, im Irak und in Libyen beruhten allesamt auf Lügen, dasselbe gilt für die Ukraine. Alle Kriege, die seit 9/11 stattgefunden haben, wurden dem westlichen Publikum durch ein hochmodernes Netzwerk an Regierungsbehörden schmackhaft gemacht, das die Menschen im Inland wie im Ausland mit Propaganda überzieht.

Doch der schmutzige Krieg gegen Syrien ist etwas anderes. Was derzeit an Kriegspropaganda gegen Syrien gerichtet ist und die Menschheit kontaminiert, dürfte beispiellos in der Menschheitsgeschichte sein.

Seit Jahren studiere ich Syrien und schreibe darüber, insofern hat mich das, was ich dort zu sehen bekam, nicht völlig überrascht. Was ich dort empfunden habe, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Syrien ist ein uraltes Land mit einer stolzen und zukunftsorientierten Bevölkerung. Diesem uralten und heiligen Land haben wir Söldner auf den Hals gehetzt, die Hass, Blutvergießen und Zerstörung entfesselten. Wir überziehen das Land mit unserer seltsamen Vorstellung von einer Sonderstellung Amerikas und mit Welle um Welle an Lügen.

Als Besucher habe ich mich dort geschämt, aber die Syrer begrüßten mich als einen der ihren. Dies sind ihre Geschichten, dies sind ihre Stimmen.

Kapitel 1: In ihren eigenen Worten

Kapitel 1

In ihren eigenen Worten

Das Leben im kriegsgeplagten Syrien kann der reinste Albtraum sein. Die meisten Syrer haben die Auswirkungen des Krieges in irgendeiner Form am eigenen Leib zu spüren bekommen, und Ammar ist da keine Ausnahme. Dies ist seine Geschichte: 1› Hinweis

Wie jeden Morgen war meine Schwester auf dem Weg in die Universität, als sich ein verdammter takfiri-salafistisch-wahhabitischer Selbstmordbomber an der Bushaltestelle in seinem Auto in die Luft sprengte. Viele Zivilisten und Studierende auf dem Weg zu ihren Prüfungen fanden den Märtyrertod oder wurden verletzt. 10 Minuten später sprengte sich ein weiterer Selbstmordattentäter an derselben Stelle in die Luft und machte sich dabei den Umstand zunutze, dass sich dort viele Menschen und Rettungswagen versammelt hatten. Wenn ein Terroranschlag erfolgt, rufen wir normalerweise alle Angehörigen und Freunde an, um die Gewissheit zu haben, dass es ihnen allen gut geht, aber dieses Mal antwortete niemand! Wir suchten die Krankenhäuser nach ihr ab … was für ein Schock der blutige Anblick dort war. Zahlreiche verbrannte Körper und menschliche Körperteile lagen auf dem Boden. Dort sah ich auch meine Schwester, ein Leib ohne Seele.

Viele Syrer haben ähnliche Verluste erfahren. Die dauerhaft in Syrien lebende Amerikanerin Lilly Martin schrieb, warum sie nicht für Hillary Clinton stimmen konnte: 2› Hinweis

Sie persönlich war verantwortlich für den Transport von Waffen aus Libyen in die Türkei. Diese Waffen wurden explizit von den von Amerikanern unterstützten Terroristen verwendet, die am 21. März 2014 mein Zuhause zerstörten und meine christlichen Nachbarn enthaupteten. Sie vergewaltigten alte Frauen, entführten und verschleppten sie in die Türkei. Andere töteten sie. Sie zerstörten das ganze syrische Dorf Kasab. Das ist kein Gerücht, das ist ein Fakt. Es ist ausführlich dokumentiert aus ihrer Zeit als amerikanische Außenministerin.

Martins Aussage zu dem, was ihr in Kasab zugestoßen ist, wird durch den Augenzeugenbericht von Dr. Declan Hayes bestätigt: 3› Hinweis

Der Abstieg von Kasab in die Hölle begann um Punkt 5:30 Uhr am 21. März 2014. Von der türkischen Seite der syrischen Grenze aus wurde das schutzlose armenische Dorf unter Artilleriebeschuss genommen. Die 2000 Einwohner verfielen in Panik, aber es war nur der Auftakt für die Apokalypse, die ihnen noch bevorstand. Mehr als 20000 Fanatiker von al-Nusra, der Freien Syrischen Armee und einer Reihe weiterer Extremistengruppen schwärmten über die Grenze – auf Motorrädern, Pick-ups und in westlichen Krankenwagen, die für diesen Blitzkrieg in Mannschaftswagen und Munitionstransporter umgewandelt worden waren. Zahlenmäßig hoffnungslos unterlegene und nur leicht bewaffnete syrische Soldaten (der Syrisch-Arabischen Armee) hielten die Eindringlinge zurück, bis die Einwohner evakuiert werden konnten. Sunniten, Schiiten, Alawiten und armenische Christen rannten allesamt um ihr Leben vor diesen Fanatikern – von denen einige westliche Kommentatoren nicht nur allen Beweisen, sondern auch jedwedem gesundem Menschenverstand zum Trotz noch immer behaupten, es handele sich um fortschrittliche Befreier. Mehrere Einwohner Kasabs, darunter Howian Chatscherin, flohen bereits zum dritten Mal vor diesen islamistischen Horden, nachdem sie sich zuvor bereits aus Rakka und Aleppo absetzen mussten, um ihr Leben zu retten. Gefahren wie diese gehören zum alltäglichen Leben der verbliebenen Christen der Levante dazu – Menschen, denen jenseits der syrischen Grenzen offenbar herzlich wenig Sympathie entgegengebracht wird. Systematisch entweihten die »Befreier« alle Kirchen von Kasab, sie plünderten die Gräber des Dorfes und verstreuten die Knochen der Verstorbenen im Dorf, damit streunende Hunde daran nagen konnten. Jedes Haus und jedes Nebengebäude wurde bis aufs Allerletzte geplündert, bis hin zu den Fenstern und Türrahmen. Und diese fanatischen Despoten verleiteten die Presse im Westen dazu, ihr Handeln zu loben, als handele es sich um eine Art lobenswerter Aktivität gegen das vermeintliche Tyrannenregime im weit entfernten Damaskus.

Kasabs älteste Mitbürger, Menschen, die zu gebrechlich waren, um zu fliehen, wurden gegen ihren Wunsch in die Türkei gekarrt. Genauso wie zuvor die entführten Nonnen von Maalula wurden auch die Alten auf zynische Weise der Öffentlichkeit präsentiert, als hätten die Entführer nur das Wohlergehen dieser Menschen im Sinn gehabt. Vor allem für Pepken Dschurian und seine Frau ist diese Vorstellung nur schwer zu ertragen, denn die Eindringlinge richteten Pepkens einzigen Sohn Kevork vor seinen Augen hin, dann ließen sie den Leichnam 3 Tage lang in der Sonne verrotten, bevor sie ihn wie einen Hund in einem hastig gegrabenen Loch in Pepkens Apfelplantage verscharrten. Das Bild ist in diesem Fall sogar zutreffend, denn der Mörder sagte, Kevorks Tod bedeute »einen armenischen Hund weniger, um den man sich Sorgen machen müsse«. Nach Kevorks Ermordung wurden seine Eltern gegen ihren Willen die nächsten 40 Tage lang in der Türkei festgehalten. Die Entführer schleppten sogar den US-Botschafter in der Türkei an, damit er bewundere, wie gut die Menschen behandelt werden. Der bekannte Autor Nisar Chalil fungierte bereitwillig als Dolmetscher für die gefangenen armenischen Alten und ihre türkischen Geiselnehmer.

Die Einwohner Kasabs sind überzeugt, dass all das mit der vollständigen Mitwisserschaft der türkischen Regierung erfolgte. Kasab liegt im äußersten Nordwesten Syriens, und es gibt nur einen Weg, das Dorf anzugreifen – mit Zustimmung der türkischen Behörden durch die stark militarisierten Hügel des nahe gelegenen türkischen Territoriums. Samuel Poladian, der die ganze Besatzungszeit über in Kasab blieb, lebt nur 200 Meter von einer türkischen Polizeistation entfernt. Wie all die anderen auch sagt er nicht nur, er habe am Morgen der Invasion türkische Militärhubschrauber über dem Dorf kreisen hören, sondern auch, dass die Türkei hinter der gesamten empörenden Aktion stecke. Die türkische Seite der Grenze ist übersät mit zahllosen Armeestützpunkten, aber nicht einer der Invasoren und nicht einer der Plünderer wurde auf der türkischen Seite verhaftet oder auch nur festgesetzt. Das macht die Behauptungen der Menschen von Kasab und ihre anderslautende Interpretation viel glaubwürdiger als die lahmen Ausreden, die die Türkei für diese Verbrechen vorbringt.