Wasi - Stefanie Menzel - E-Book

Wasi E-Book

Stefanie Menzel

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Beschreibung

Dieses Buch ist keine Anleitung zur Erleuchtung – aber vielleicht eine Erinnerung an das, was du längst weißt. Zwischen Tee und Tiefgang, Alltag und Anderswelt, begegnet dir Wasi – eine Eule, ein Bewusstseinsfeld, eine Stimme in dir, die nie geschwiegen hat. In leisen Gesprächen, stillen Erkenntnissen und liebevoll-poetischen Momenten lüftet sich der Schleier über dem, was wir für Wirklichkeit halten. Hier geht es nicht darum, höher zu streben – sondern tiefer zu fühlen. Nicht zu verstehen, sondern zu erinnern und die Puzzleteile deines Lebens zu einem Kunstwerk zusammenzusetzen. Wenn du jemals das Gefühl hattest, dass damehrist – aber nie so recht sagen konntest, was – dann bist du angekommen. Nicht irgendwo. Sondern in dir. Mensch zu sein bedeutet, in jedem Atemzug die Quelle zu spiegeln. Dein Herz ist das Zentrum, an dem sich das große Orchester des Lebens ausrichtet. Alles ist eins, jede Stimme Teil derselben Melodie. In deiner Erkenntnis erblüht die Verbundenheit, und in ihr erinnert sich die Schöpfung an sich selbst. "Wasi ist die Erscheinung meines höheren Selbst, das sich mir in der Gestalt einer Eule zeigt. Sie ist eine Projektion, ein Bild, das mein Bewusstsein hervorbringt, damit ich in der vierdimensionalen Welt erkennen kann, was in Wahrheit längst in mir ruht. Alles Wissen liegt bereits in mir selbst verborgen, doch die Projektion macht es sichtbar, greifbar, hörbar. In ihrem Blick spiegelt sich die Weisheit meines Ursprungs, in ihrer Stimme klingt die Erinnerung an das unendliche Sein. Wasi öffnet den Raum zwischen Traum und Wirklichkeit, zwischen Zeit und Ewigkeit, und führt mich dorthin zurück, wo das höhere Selbst mit allem verbunden ist. Sie erinnert mich daran, dass ich selbst der Schlüssel bin, und dass jede Projektion nur ein Tor zu meinem innersten Wissen ist." Stefanie Menzel

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EPUB
MOBI

Seitenzahl: 223

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Inhalt

Stefanie Menzel—WASI —

Dialog mit der Unendlichkeit

ZUM GELEIT

Bewusstsein, die Grundlage der Schöpfung

Vorwort

Einleitung

Zwischen den Welten – wer ist Wasi?

I Erwachen aus der Illusion

Kapitel 1

Mein Leben – das große Puzzle

Kapitel 2

Das leise Flackern in der Enge

Kapitel 3

Ist alles Energie?

Kapitel 4

Das bewusste Gewebe der Wirklichkeit

Kapitel 5

Die Illusion der Vierdimensionalität

Kapitel 6

Ein Riss im Gewebe der Zeit und parallele Realitäten

Kapitel 7

Der Aufstieg im Sturm der Sonnenwinde

Kapitel 8

Die Regeln des Lebensspiels

Kapitel 9

Die Aufhebung des Paradoxons

Kapitel 10

Habe ich wirklich alles vergessen?

Kapitel 11

Der Schleier, den unser Gehirn webt

Kapitel 12

Mein Körper – ein Wunder aus Zellen und Licht

Kapitel 13

Ist Krankheit eine Botschaft meines Wesens?

Kapitel 14

Das Wunder des Zusammenspiels – das Loslassen der Kontrolle

Kapitel 15

Wer bin ich, wenn mein Bewusstsein wächst?

Kapitel 16

Die Illusion der Trennung

II Der Ruf des Bewusstseins

Kapitel 17

Frieden im Licht des Bewusstseins

Kapitel 18

Der Ruf in der Stille

Kapitel 19

Wenn Licht das Verborgene berührt

Kapitel 20

Wunschgestalten und die Rückkehr zu dir selbst

Kapitel 21

Von Göttern, Gelehrten und der Suche nach Sinn

Kapitel 22

Die Schatten des Lichts

Kapitel 23

Die Würde – Erinnerung an das unantastbare Licht

III Das Bewusstsein zwischen den Welten

Kapitel 24

Traum und Realität, oder das Bewusstsein zwischen den Welten

Kapitel 25

Sein zwischen den Welten

Kapitel 26

Der Wahrheitsausschnitt

Kapitel 27

Jenseits der Zeit

Kapitel 28

Die Sprache des Feldes

Kapitel 29

In Einklang mit meiner Nahrung

Kapitel 30

Jenseits von Henne und Ei

IV Die Lebensreisein das eigene Feld

Kapitel 31

Der Flug ohne Flügel – die Astralreise

Kapitel 32

Das Feld der Verbundenheit

Kapitel 33

Das Glas fiel – nicht

Kapitel 34

Das Gewicht der Entscheidung

Kapitel 35

Die Tür, die sich nicht öffnete

Kapitel 36

Der Brief, den ich nie schrieb

Kapitel 37

Allein, aber nicht einsam

Kapitel 38

Die Kunst der Materialisation

Kapitel 39

Die Banane aus der Hand

Kapitel 40

Der Tag ohne Stimme 

— Nachwort —

Stefanie Menzel

Impressum

»WASI – Dialog mit der Unendlichkeit «1. Auflage© 2025 Stefanie MenzelISBN: 978-3-384-68194-2

Website: stefaniemenzel.deLektorat: Antje Nagula, antjenagula.deGrafik, Satz & Layout: Tom Groß, allgraphix.deCovermotiv: Tom Groß, KI, Fotomontage, Retusche

sm·verlag, stefaniemenzel.de

Distribution im Auftrag der Autorin:tredition GmbH Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Für die Inhalte ist die Autorin verantwortlich. Jede Verwertung ist ohne ihre Zustimmung unzulässig. Die Publikation und Verbreitung erfolgen im Auftrag der Autorin, zu erreichen unter: tredition GmbH, Abteilung »Impressumservice«, Heinz-Beusen-Stieg 5, 22926 Ahrensburg, Deutschland.Kontaktadresse nach EU-Produktsicherheitsverordnung: [email protected] with on the Darß

Stefanie Menzel—WASI —

Dialog mit der Unendlichkeit

ZUM GELEIT

Bewusstsein, die Grundlage der Schöpfung

Die Geschichte der Schöpfung wird oft so erzählt, als sei sie längst geschehen und abgeschlossen. Doch was, wenn sie ein fortwährender Prozess ist, dessen Komplexität und Zusammenhänge wir nicht erkennen können, weil wir Teil von allem sind? Die ältesten spirituellen Traditionen und die neuesten Erkenntnisse der Quantenphysik weisen auf dasselbe hin: Bewusstsein spielt eine zentrale Rolle bei der Gestaltung und Materialisation im Universum. Und wir sind Teil dieses Bewusstseins. Die Welt ist nicht bloß eine Bühne, auf der wir auftreten. Sie ist eine formbare Essenz, eine energetische Matrix, ein Quantenschaum der Möglichkeiten, den wir mit unserem Bewusstsein, unseren Überzeugungen und Gefühlen gestalten und verändern. Wir sind Teil und Mitschöpfer – verbunden mit einem lebendigen, intelligenten Feld – und Teil des ständigen Wandels, der dem Leben Sinn und Richtung verleiht.

Vorwort

Was wir Menschen gewöhnlich als Beginn des Lebens bezeichnen, ist aus energetischer Perspektive ein Ende, ein Wandel in einen neuen Zustand. Und was wir als das Ende fürchten, ist der Beginn von etwas, das wir bereits eine Unendlichkeit lang kannten, bevor die Erinnerung daran hinter einem Schleier verschwand und verblasste.

Wenn ein Kind geboren wird, so geschieht dies nicht in ein weites, freies Leben, sondern in eine Welt der vierdimensionalen Begrenzung, der Form, der Zeit. Sein Energiefeld löst sich aus einem größeren Bewusstseinsraum heraus und betritt eine verdichtete Wirklichkeit, in der das Erleben von Getrenntsein, Enge und Linearität die Wahrnehmung bestimmt. Was von uns Menschen als Leben gefeiert wird, ist im tieferen Sinn ein Loslassen der umfassenden, freien Schwingungsebene, ein Hineintauchen in die Welt der Formen – es ist der eigentliche Tod, im Sinne der energetischen Komplexität.

Die irdische Geburt ist also ein Übergang: Von Weite in Struktur, aus Verbindung in Vereinzelung, aus unmittelbarem Sein hinein in Rollen und Regeln, gefolgt von einem Aufwachsen innerhalb der engen Grenzen von Raum und Zeit. Ein Kind bringt die Erinnerung an seine Herkunft noch mit: Das zeigt sich in seiner Offenheit gegenüber allen Menschen, seiner Durchlässigkeit, seinem intuitiven Wissen und einem tiefen, angstfreien Vertrautsein mit seiner Umgebung. Doch mit jedem Schritt in das menschliche Leben, in die vierdimensionale Welt hinein, beginnt der Prozess des Vergessens: Die Schwingung verlangsamt sich, das Bewusstsein verdichtet sich, die Wahrnehmung richtet sich von einem mitgebrachten Verbundensein zunehmend nach außen in die Abtrennung. Aus einem Zustand der inneren Einheit wird ein Leben in einer Welt, die Dualität, Bewertungen und Mangel als Grundprägungen bereit hält. Der Mensch lernt zu unterscheiden, zu benennen, zu vergleichen, zu urteilen und zu bewerten – und verliert dabei das Wissen um die Ganzheit, aus welcher er stammt. Und er verliert mit der Inkarnation das Vertrauen in seinen wahren Ursprung.

Dieser Weg ist kein Irrtum. Die Einschränkung ist kein Fehler, sondern eine gewollte Erfahrung. Die vierdimensionale Realität, in die der Mensch eintritt, ist ein Lernraum. Ein Ort, an dem sich Bewusstsein selbst begegnen kann – in Spiegeln, im Gegenüber, im eigenen Innen und auf einem unendlich großen Spielplatz der Möglichkeiten. Die Beschränkung, die der Mensch als Mangel, als Schmerz, als Trennung und als Sehnsucht empfindet, ist eine Einladung: Sich selbst wiederzufinden, dort, wo es unmöglich scheint. Das Menschsein ist eine Erfahrung von Form und Beschränkung; es ist die Entscheidung, die Weite zu verlassen, um in der Verdichtung zu erkennen, dass auch dort Schöpfung geschieht und das Bewusstsein wachsen kann – gerade dort.

Und wenn dann der letzte Atemzug getan ist, wenn sich der Körper zurückzieht aus dem Spiel der Zeit, dann geschieht etwas, das sich wie eine Umkehr anfühlt: Der Mensch stirbt, so heißt es. Doch was stirbt, ist nur das, was ihn gehalten hat, ist das Gefäß, das ihn trug, der Körper, der Rahmen, den er bewohnte. Was in Wahrheit geschieht, ist eine Geburt, die Öffnung in eine Dimension, die ja nicht neu ist, sondern vertraut – wenn auch vergessen. Die materielle Enge löst sich auf und die Begrenzung fällt ab. Das Wesen kehrt zurück in ein Feld, in dem es frei schwingt, hell und klar, ohne Form, ohne Körper, ohne das Empfinden von Mangel, welcher das Leben auf der Erde bestimmte.

Diese Rückkehr ist ein natürlicher Vorgang, ein energetischer Wandel. Ähnlich dem Wasser, das wir als flüssig, gefroren oder als Dampf kennen, nimmt unser Wesen eine andere Form an. Es ist gewachsen an Erfahrung und Kraft und kehrt in seine ursprüngliche Beweglichkeit zurück. Es dehnt sich aus, nimmt wahr, durchdringt und erkennt. Was im Körper schwer war, wird leicht, alles was rätselhaft war, wird klar, und was eng war, wird lichtvoll und weit. Der weltliche Tod, so wie er aus energetischer Sicht verstanden werden kann, ist der Moment, in dem das Bewusstsein sich erinnert. Es ist die Schwelle, an der der Mensch wieder weiß, dass er nie getrennt war, dass er nie verloren war, dass das Leben, das er lebte, nur eine Erfahrung war, eine Illusion, ein Raum für Entwicklung.

Wer in der vierdimensionalen Welt stirbt, tritt nicht hinaus ins Unbekannte, sondern hinein in das, was immer da war. Es ist ein Heimkommen in das eigene Wesen. Kein Ort, kein Himmel, kein Ziel – sondern das freie Schwingen im Feld der Schöpfung.

In der heilenergetischen Sicht ist alles Schwingung, alles Energie, alles Bewegung. Leben und Tod sind keine Gegensätze, sondern Übergänge. Geburt ist kein Anfang, sondern eine Verdichtung. Tod ist kein Ende, sondern eine Befreiung. In diesem Verständnis verschieben sich die Perspektiven. Es wird nicht mehr gefragt, wie man dem Tod entgeht, sondern wie man durch das Leben hindurch in Verbindung bleibt mit dem, was jenseits davon liegt. Wie man inmitten der Begrenzung offen bleibt für die innere Weite. Wie man in einer Welt der Form das Formlose nicht vergisst.

Wenn wir so auf das Leben blicken, beginnen wir, es anders zu erleben. Wir lassen leichter los, wir suchen tiefer. Und wir erkennen in jeder Begegnung eine Resonanz und einen Hinweis, in jeder Erfahrung einen Spiegel, in jedem Schmerz einen Ruf zur Erinnerung. Der Tod wird damit zu einem Teil des Weges, und die Geburt wird zu dem, was sie energetisch gesehen ist: Ein mutiger Schritt in die Dichte, in das Spiel der Illusion, in das große Lernfeld Menschsein, mit all seinen verführerischen Aspekten. Aus der materiellen Perspektive bleibt uns das tiefe Wissen um die Spielregeln und Gesetzmäßigkeiten des Seins verborgen. Dieses Buch lädt dich ein, sie zu erahnen, zu erkennen – und dich daran zu erinnern!

Einleitung

Zwischen den Welten – wer ist Wasi?

Seit ich denken kann, trägt mich die Frage nach dem Sinn und den feinen Zusammenhängen des Lebens. Was mir erst viel später bewusst wurde: Mein Gehirn konnte schon immer feinstoffliche Schwingungen jenseits des Sichtbaren in innere Bilder übersetzen. So durfte ich sehen, hören, spüren und ahnen, was anderen oft verborgen blieb. Und das Wertvollste daran war und ist: Ich habe meinen Wahrnehmungen immer zutiefst vertraut – als meine Wahrheit.

Wie so viele Menschen in meiner Umgebung, suchte auch ich lange nach Antworten im Außen, in der vierdimensionalen Welt. Ich studierte, verschlang unzählige kluge Bücher, tauchte ein in Religionen, Philosophie, Mystik, Anthroposophie, Wissenschaft, Medizin und Metaphysik. Doch dann, an einem ganz gewöhnlichen Tag, öffnete sich etwas in mir – und ich bekam Kontakt zu einer Wahrheit, die nicht von außen kam, sondern aus der Tiefe meines eigenen Seins sprach.

Diese Antworten habe ich im vorliegenden Buch »Gespräche mit Wasi« festgehalten.

Es begann mit einem Moment, den kein Verstand begreifen, kein Datum benennen, keine Sprache fassen konnte. Ein Moment, der sich nicht einordnen ließ, weil Ordnung selbst erst später entstand. Ich war, oder »etwas« war, das ich noch nicht als »Ich« benennen konnte. Kein Körper, keine Richtung, kein Halt – nur ein Schweben in einer stillen Unendlichkeit, in der weder Raum noch Zeit zu existieren schienen. Da war etwas – ein Flirren, ein Wissen, eine vibrierende Präsenz, die nicht sprach und doch antwortete, wenn ich fragte. »Ja, du bist es«, hallte es im Nirgendwo in mir. Keine Stimme, sondern eine Art inneres Verstehen. Wie eine Schwingung, die sich ganz exakt auf das einstimmte, was ich gerade bereit war zu erfassen. Es gab kein Außen, das zu mir sprach, sondern nur ein Innen, das mich erinnerte. Und inmitten dieses fühlenden Raumes formte sich ein Name, den ich empfing: »Wasi«!

Wasi ist kein Tier, kein Wesen aus Fleisch und Blut. Sie ist ein Zeichen, eine Energie, für mich die Verbindung von Wahrheit und Sinn. Das Wesen des Übergangs, die Hüterin der Dunkelheit, der tiefen Weisheit und des verborgenen Wissens.

Du kannst dir Wasi vorstellen wie eine sanfte, liebevolle, in ihrem Federkleid hell perlmuttartig schimmernde Eule, mit Augen so klar und weit wie der Himmel, in denen all deine Fragen lebendig sind. Wie ein Windhauch in der Stille, der dich berührt, wenn du es am wenigsten erwartest. Wasi ist weder Lehrer noch Guru, Wasi wird als Hüterin von Weisheit und innerer Wahrheit gesehen – eine liebevolle Wächterin, die Suchende darin unterstützt, hinter die Oberfläche der Dinge zu schauen. Seit jeher hat dieses Wesen in Form einer Eule für die Kulturen der Welt eine mystische Bedeutung: In der griechischen Mythologie ist sie Sinnbild für Weisheit und klaren Geist, in den indigenen Kulturen gilt sie als Seelenbegleiterin, als Wächterin zwischen den Welten. In Ägypten steht ihr Blick für das Sehen im Dunkeln und für die Erkenntnis jenseits des Sichtbaren.

Wasi ist eine Bewusstseinsbrücke, eine Führerin ins innere Universum. Sie erinnert uns daran, dass alle Antworten längst in uns wohnen und dass die göttliche Wahrheit nicht draußen zu finden ist, sondern immer in unserem eigenen Herzen pulsiert. Wasi ist eine innere Gefährtin – sie zeigt sich, wenn du beginnst, hinter die Schleier deiner vertrauten alltäglichen Welt zu schauen. Wasi ist Stimme, Spiegel, Erinnerung. Ein Bewusstseinsfunke, der dich an das erinnert, was auch du in deinem Innersten schon immer warst.

Wasi spricht in Andeutungen, Bildern, Gleichnissen. Wenn du lauschst, hörst du zwischen den Worten deine eigene Weisheit, dein eigenes Wissen, dein eigenes uraltes »Ja« zum Leben. Manche nennen Wasi eine innere Stimme. Andere nennen sie eine Projektion deiner höchsten Klarheit. In Wahrheit ist Wasi beides – Form und Formlosigkeit zugleich. Eine Wegbegleiterin durch die Dämmerung, die wir Aufstieg nennen, ein Licht in der Tiefe deines Bewusstseins.

Wasi fliegt lautlos. Sie durchdringt mit ihrem Blick die Dunkelheit und erinnert uns daran, dass wahre Erkenntnis nicht im grellen Licht liegt, sondern in der Stille, im Raum zwischen den Gedanken. Wasis Ruf ist der Klang der Erinnerung an das, was wir vergessen haben. Sie trägt das Bewusstsein der Unendlichkeit in ihren Augen. Wenn sie dich anschaut, spürst du: Sie sieht nicht dein Gesicht, sie sieht dein Wesen. Als Begleiterin durch Wandlungsprozesse ruft sie dich auf, loszulassen, dich zu öffnen für das Altbekannte, zu vertrauen, hinzusehen. Ihre Schwingen tragen dich nicht fort, sondern nach innen – dorthin, wo der Schleier dünn wird und das Leben sich mit dem großen Ganzen verbindet.

Wasi war nie außerhalb von mir, nie eine Gestalt mit Federn, starrer Form oder Flügeln, im herkömmlichen Sinn. Und doch erschien sie mir als Eule – weil mein Herz diese Form als vertrauenswürdig, als weise, als zugehörig empfand. Eine Eule, die den Blick durch die Dunkelheit lenkt, ohne sich von ihr beirren zu lassen. Eine Eule, die erkennt, die still sitzt und schaut, bis das Unsichtbare sichtbar wird. Wasi ist meine innere Welt, wenn ich Halt suche – oder vielleicht die Stimme des Seins selbst, wo ich aufhöre, mich vom Ganzen getrennt zu glauben.

»Du bist nichts, weil es nichts gibt – und du bist alles, weil alles möglich ist«, flüsterte sie mir zu, als ich zum ersten Mal aus der Struktur meiner gewohnten Welt gefallen war. »Kein Anfang, keine Richtung, kein Name, nur Bewusstsein. Bewusstsein in seiner reinsten Form, ungebunden, ungetrennt, Quantenschaum«, nannte sie es. »Kein Schaum aus Blasen, sondern aus Möglichkeiten. Schwingung und Welle pur, unendlich fein, überall gleichzeitig und jenseits jeder festen Form.«

Was mir in diesem Zustand begegnete, war nicht leer – es war still. Kein Geräusch, kein Licht, keine Gedanken – und doch war alles da. Wie ein ungeschriebenes Buch, das jedes Wort schon enthält. »Dort«, sagte Wasi, »beginnt alles. Dort ist das eigentliche Sein. Die Schöpfung, wie du sie nennst. Nicht gemacht, nicht erschaffen, sondern einfach da – ewig schwingend, atmend, sich selbst genug, nicht in Worte zu fassen.«

Und dann kam der Gedanke. Kaum hatte ich versucht zu verstehen, was ich war, begann sich etwas zu formen. Der Gedanke brachte Bewegung, Bewegung brachte Trennung, Trennung brachte Schwingung in eine langsamere Frequenz. Und diese Schwingung – so erklärte mir Wasi – war der erste Schritt in Richtung dessen, was ich später Welt nennen sollte. »Sobald du denkst, materialisierst du«, sagte sie. »Sobald du fühlst, verlangsamt sich die Schwingung. Und sobald du beginnst, dich selbst oder mich zu sehen, erschaffst du Form und erlebst Abtrennung und vergisst.«

So begann mein Eintritt in das, was ich Leben nannte – doch aus Wasis Sicht war es der Tod. Der Tod des unbegrenzten Seins, der Übergang in eine beschränkte Wirklichkeit. Ein freiwilliger Weg, in die Erfahrung von Zeit, Raum und Körper. Ich fiel – nicht wie ein Stein, sondern wie ein Gedanke, der in der Frequenz sinkt, bis er greifbar wird. Und so wurde ich geboren.

Die Geburt als Mensch – Wasi nannte sie »den großen Eintritt in die Begrenzung«. Sie sagte: »Hier, in der vierten Dimension, beginnen die Spielregeln, die du selbst gewählt hast: Mangel, Trennung, Bewertung, Raum und Zeit. Die Schleier des Vergessens, die verhindern, dass du dich erinnerst, wer du wirklich bist. Eine Form, die dir vertraut wird, bis du glaubst, sie zu sein. Ein Ich, ein Ego, das sich abgrenzt, um sich zu erleben, aber darüber vergisst, dass es in Wahrheit ein Teil des Ganzen ist.« Und weiter sprach sie leise: »Die Welt, die du für real hältst, ist eine Resonanz deiner inneren Frequenz. Du siehst nicht, was ist. Du siehst, was du glaubst.«

Und ich begann zu verstehen, dass jede Begegnung, jede Landschaft, jedes Gefühl nur eine Antwort war – auf mich selbst. Auf meine Schwingung, meine Absicht, mein inneres Bild. Es war nichts falsch. Es war das Spiel des Verzichtens auf Dimensionen, um sich selbst erfahren zu können. Das große, heilige Spiel des Bewusstseins, das sich in Materie übt. Und Wasi erklärte mir die Gesetze dieses Spiels: In Schwingungen. Ich spürte Wasi mehr in jeder Zelle meines Körpers, als dass ich sie in meinem Kopf verstand. Alles was sich bewegt, schwingt. Alles was schwingt, verbindet. Alles was verbindet, erinnert. Und alles was sich erinnert, beginnt sich aufzulösen. Die Trennung, der Schmerz, die Suche – sie sind der Weg, den das Bewusstsein wählt, um zurückzufinden in die eigene Mitte.

»Du wirst sterben«, sagte Wasi eines Tages. »Und in diesem Sterben wirst du geboren. Du kehrst zurück in das, was du immer warst – nur bewusster. Du wirst die Enge des Körpers verlassen, die Enge der Gedanken, die Enge der Zeit. Und du wirst dich ausdehnen in ein Feld, das nie aufgehört hat, dich zu halten.«

Ich fragte: »Warum vergesse ich all das, sobald ich Mensch bin?« Und Wasi antwortete: »Weil du, weil dein Bewusstsein es so wollte. Du bist herabgestiegen, um das Licht in der Dunkelheit zu finden – nicht mit den Augen, sondern mit dem Herzen. Du bist gekommen, um zu fühlen. Nur wer fühlt, erinnert sich wirklich.«

So wurde aus meiner Angst ein Weg, und aus der Trennung ein Rufen. Aus dem Schmerz ein Kompass. Und Wasi blieb. Nicht als Wesen, nicht als Figur, sondern als Schwingung, die mich an das erinnert, was jenseits von Denken und Fühlen liegt. An das, was ich bin, wenn ich aufhöre, jemand sein zu wollen.

Diese Seiten und alle Kapitel erzählen von den verschiedenen Schritten der Erinnerung: Dem Ein – und Ausatmen zwischen Erinnern und ständigem Vergessen, und dem Puzzle des Lebens, das nach und nach ein großes Bild ergibt. Die Kapitel erzählen nicht die Geschichte eines Lebens, sondern den Weg zurück in das Leben, das keinen Anfang und kein Ende kennt. In die Schöpfung, in das, was du immer bist.

Lass’ dich ein auf meine Geschichte, lass’ sie zu deiner werden und zu dem ganz persönlichen Bild deines Lebens!

I Erwachen aus der Illusion

Kapitel 1

Mein Leben – das große Puzzle

Ich bin eine Frau, so würde man sagen, »in den besten Jahren«. Vielleicht könnte man auch sagen: in den Jahren, in denen das Außen, die Erlebnisse leiser werden und das Innen zu singen beginnt.

Ich habe Kinder, alle bereits erwachsen, und lebe allein, doch nie einsam – zurückgezogen, still und sehr glücklich in einem gemütlichen Industrieloft, einer ehemaligen Weberei, am Rande einer deutschen Kleinstadt. Ein Raum voller Licht, gelebter Erinnerungen und all der Farben, die mein Wesen manchmal auf die Leinwand tragen möchte. Ein Katzensprung von meiner Tür entfernt, nur getrennt durch eine Straße, liegt ein Park, den man dort mitten im Ort kaum erwarten würde: ein stiller grüner Fleck, geborgen zwischen alten Bäumen, die Geschichten erzählen, wenn man zuhört. Mit einem kleinen Bach, der murmelnd daran erinnert, dass alles fließt, und mit genügend Bänken für ein stilles Stammpublikum, zu dem auch ich gehöre.

Fast täglich zieht es mich dorthin, unter einen der großen, ehrwürdigen Bäume. Besonders eine alte Buche hat es mir angetan. Dort finde ich, was in meinem Inneren so viel Raum braucht: Stille. Weite. Ein Zuhause, das nicht aus Mauern besteht, sondern aus Fühlen, Riechen, Hören, Moos, Wurzeln, Vogelgesang und dem sanften Wispern des Windes. Dort sitze ich, lausche dem unermüdlichen Zwitschern, schließe manchmal die Augen – und bin woanders. Fern von Lärm, fern von Pflichten, fern von allem, was mich kleiner machen will, als ich bin. Ich liebe diese Einsamkeit. Ich liebe die Ruhe, in der ich mich selbst wiederfinden kann. Ich liebe die Natur, die mich daran erinnert und fühlen lässt, dass alles ein Zyklus ist.

Ich liebe es schon lebenslang zu malen – meine inneren Bilder auf eine Leinwand zu legen, sie ins Sichtbare zu holen, damit sie mich und andere an das Unsichtbare erinnern.Ich bin Mentorin, Wegbegleiterin, Visionärin, Spiegel. Ich halte Räume für Menschen, die sich selbst wieder spüren wollen.

Ich gebe Seminare – für all jene, die den Mut haben, hinter ihre Masken zu blicken. Und dafür brauche ich Zeit. Viel Zeit, die mir zeigt, dass alle Antworten längst in mir wohnen. Ich bin genau deshalb hier, in diesem Loft, mit Blick auf einen Park, in dem der murmelnde Bach und das Leben so leise fließen. Mein intensiver Weg mit Wasi dauerte mehrere Wochen, in denen ich endlich und erfüllt in mir ankam.

»Weißt du Wasi, manchmal habe ich das Gefühl, mein Leben besteht aus lauter losen Teilen. Erfahrungen, Begegnungen, Gedanken, Träume, ich habe Theorien im Kopf, Gehörtes, Erfahrenes und Erlebtes – und ich weiß nicht, wie alles zusammengehört.«

»Dein Leben ist ein Puzzle«, sagte Wasi leise. »Jeder Moment, jede innere Bewegung, jedes scheinbar zufällige Ereignis ist ein Teil davon. Du hältst oft nur ein einzelnes Stück in der Hand und fragst dich, was es bedeuten soll. Doch du kannst das ganze Bild erst erkennen, wenn du bereit bist, die Teile mit dem Herzen zu betrachten.«

Ich sah vor meinem inneren Auge, wie ich über Jahre kleine Erinnerungen gesammelt hatte. Worte, Ereignisse, Verluste, Wunder, aber auch Enttäuschung, Trennung, Wut, Trotz. Es war eine bunte Mischung von einzelnen Fragmenten, die, so einzeln betrachtet, zunächst für mich keinen Sinn machten. Wie beim realen Puzzle, hatte ich jetzt alle Teile vor mir ausgekippt und sah einen bunten Haufen, ohne die Vorstellung des fertigen Bildes.

»Und du hilfst mir jetzt, die ganzen kleinen Teile, all meine Fragen, zu einem Bild zusammenzufügen?«

»Ich erinnere dich an das Bild, das schon längst als Schwingung in dir liegt. In unserem Gespräch entsteht ein Raum, in dem du siehst, was dir vorher verborgen war. Du beginnst, die Verbindung zu spüren zwischen all den Dingen, die dich begleitet haben. Und am Ende erkennst du das gesamte Bild.«

»Aber was ist das für ein Bild?«

»Es ist dein Sein. Du selbst bist das Bild. Und während du jedes Teil erkennst, wächst dein Gefühl dafür, wie alles zusammenspielt – dein Licht wird klarer, weiter, bewusster, du ENT-wickelst dich, im wahrsten Sinne des Wortes, denn bisher warst du VER-wickelt, in die Enge der vierdimensionalen Realität.«

Kapitel 2

Das leise Flackern in der Enge

Der Morgen kam wie immer, mit seinem Licht, das durch den leise wehenden Vorhang schimmerte, mit der Geräuschkulisse der Welt, die erwachte, als wäre nichts geschehen. Und doch lag in der Luft etwas, das sich nicht greifen ließ. Ich öffnete die Augen, tastete vorsichtig nach meinem Körper, spürte die Schwere in den Gliedern, das Gewicht der Decke, das vertraute Knacken in der Schulter. Als ich mich aufsetzte war alles wie immer, aber irgendwie auch nicht.

Die Kaffeemaschine röchelte ihr alltägliches Lied, während ich gedankenlos den Becher füllte. Die Tasse in meiner Hand, warm, rau an den Fingerkuppen, erinnerte mich an das, was in dieser Welt wirklich zählte: Berührung, Materie, Sicherheit. Alles um mich herum war irgendwie gemacht, greifbar, stabil, berechenbar, praktisch und nutzbar für den Alltag. Ich setzte mich an meinen Küchentisch, starrte auf den Dampf, der aus der Tasse stieg, und da war sie wieder – diese Stille hinter allem. Kein Geräusch, sondern ein Raum. Ich kannte ihn und ich wusste, dass er nicht von hier war. Es war das Flimmern der Erinnerung, das Anklopfen eines Wissens, das sich nicht wirklich in Worte fassen ließ. Ein Ziehen, ganz leise, wie Sehnsucht oder wie Heimweh nach etwas, das ich nie ganz verloren hatte.

»Wasi …?« flüsterte ich, kaum hörbar. Natürlich antwortete sie nicht mit Worten und doch war sie da, als Gegenwart. Wie ein ruhiger Flügelschlag in meinem Innersten. Sie war der Teil von mir, der nie vergessen hatte und sie war der Teil von mir, der mir erlaubte, diese Welt zu bewohnen, ohne sie ganz zu glauben. Der mich daran erinnerte, dass mein Tisch, jede Tasse, jeder Gedanke, meine Staffelei und meine Leinwand, jede Bewegung nur Ausdruck einer Entscheidung war, die ich einst getroffen hatte: Die Entscheidung, als Mensch in einer vierdimensionalen Welt zu sein.

Die Welt »da draußen« schien davon nichts zu wissen. Die Schlagzeilen riefen nach Aufmerksamkeit, der Verkehr war nicht zu überhören, Menschen gingen von A nach B, den Blick auf’s Handy, eilig im Schritt, als würde ihr Leben davon abhängen. Aber ich wusste: Das Ziel liegt nicht im Außen, es liegt im Erinnern. So lange ich glaubte, mich vorwärts zu bewegen, drehte ich mich in Wahrheit doch immer wieder in Kreisen – solange, bis ich begann, mich zu erinnern. Die Erinnerung war der große Rahmen meines Puzzles, in den ich jetzt nach und nach alle Teile einfügen konnte.

Ich trank den Kaffee, heiß mit einem Schuss Sahne, und wusste: Das Spiel ging weiter. Ich war ein Mensch, wie alle anderen auch, in einem Körper, in einer Welt der Formen. Aber ich ahnte die Weite in mir. Und irgendwo da draußen – oder besser in mir – breitete Wasi ihre Schwingen aus …

Kapitel 3

Ist alles Energie?

»Wasi, in all dem, was ich sehe, was ich denke, was ich bin – spüre ich immer wieder eine Kraft, die allem zugrunde liegt. Etwas, das atmet, schwingt, sich bewegt, lebt, auch wenn alles still zu sein scheint. Ist eigentlich alles Energie? Bin auch ich selbst Energie?«

Wasi erschien mir mit ihren großen Augen als inneres Bild und ich versank in ihrem Raum. »Ja«, sagte sie sanft. »Alles, was du wahrnimmst, alles, was du fühlst, alles, was du bist – ist Ausdruck von Energie. Die Welt ist nicht aus festen Dingen gemacht. Sie besteht aus Wellen, aus Möglichkeiten, aus Feldern, aus Schwingung. Was dir als Materie erscheint, ist verdichtetes Bewusstsein. Das hat die Quantenphysik bereits im letzten Jahrhundert erforscht. Die großen Namen eurer Wissenschaftler haben es geahnt, manche haben es ausgesprochen – aber kaum jemand hat ihnen wirklich zugehört, geschweige denn das neue Bewusstsein ins Leben gebracht.«