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Schritt für Schritt zum Grill-Meister Temperatur, Techniken, Timing & Tools. Die GU Weber's Grillbibel Vol.2 liefert das nötige Know-How und 125 neue Rezepte rund um das schönste Hobby der Welt. Für Einsteiger und Profis. Das Standardwerk für alle Grill-Fans Grill-Guru Jamie Purviance erklärt step by step, worauf es bei der Zubereitung und den Techniken ankommt. Lamm, Rind, Schwein, Fisch, Gemüse, Meeresfrüchte – mit Weber lässt sich alles grillen, egal ob mit Gas oder Holzkohle. Hawaiian-Style-Cheeseburger, Hoisin-Ingwer-Steak oder Honig-Teriyaki-Rippchen. Die variantenreichen Rezepte werden mit Step-Fotos einfach erklärt. Auch dabei: Praktische Tipps zu Grundtechniken, Zubehör und Geräten. Mit diesem Kochbuch brennt Ihnen beim nächsten BBQ garantiert nichts an. Inhalt: - "Die 4 T", "Vorspeisen", "Rind &Lamm", "Schwein", "Geflügel", "Seafood", "Gemüse & Beilagen", "Desserts", "Extras" - 1000 Fotos mit Step-by-Step-Anleitungen - Clevere Tipps zu Temperatur, Timing & Zubehör - Grillkompass mit Angaben zu Mengen und Garzeiten - Info-Box Grillwissen: spannende Fakten über Zubereitung und Zutaten
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Seitenzahl: 366
Veröffentlichungsjahr: 2019
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© eBook: GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, München, 2019
© Printausgabe: GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, München, 2019
Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung und öffentliche Zugänglichmachung, auch auszugsweise, sowie die Verbreitung durch Film und Funk, Fernsehen und Internet, durch fotomechanische Wiedergabe, Tonträger und Datenverarbeitungssysteme jeder Art nur mit schriftlicher Zustimmung des Verlags.
Autor: Jamie Purviance
Übersetzung: Martin Waller, Werkstatt München
Projektleitung: Verena Kordick
Lektorat und Redaktion: Karen Dengler, Werkstatt München
Satz: Anja Dengler, Werkstatt München
Covergestaltung: independent Medien-Design, Horst Moser, München
eBook-Herstellung: Ina Maschner
ISBN 978-3-8338-6998-3
1. Auflage 2019
Bildnachweis
Illustrationen: Felicita Sala, Joel Holland, Jeannette Mokosch
Fotos: Ray Kachatorian; Mathias Neubauer, Seligenstadt.
Syndication: www.seasons.agency
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In einigen Rezepten in diesem Buch wird Alufolie verwendet. Da salz- und säurehaltige Rezeptbestandteile Aluminium anlösen und auf das verpackte Lebensmittel übergehen lassen können, empfehlen wir den Einsatz von mit Backpapier beschichteter Alufolie (Back-Alufolie). Sie ist im gut sortierten Lebensmittelhandel erhältlich.
Ich gestehe! In meiner Jugend habe ich mich beim Grillen aufgeführt wie ein Halbstarker, der sich zum ersten Mal eine E-Gitarre schnappt und einfach drauflosschrubbt. Was gibt’s da schon groß zu lernen? Ich zünde eben den Grill an, dachte ich, schmeiße dann Fleisch auf den Rost, und der Rest wird sich schon von selbst ergeben.
Was sich bei mir gewöhnlich ergab, waren Stichflammen, gefolgt von dunklen Qualmwolken. Servierte ich dann am Ende kleinlaut meine bis zur Unkenntlichkeit verkohlten Fleischstücke, erntete ich Entsetzen oder Häme. Und essen wollte das niemand. Keiner meiner Freunde. Kein Haustier. Nicht einmal ich selbst.
Schließlich führte mich mein Wunsch nach besserem Essen ans Culinary Institute of America, wo ich eine gründliche zweijährige Kochausbildung absolvierte. Das brachte auch meine Grillkünste enorm voran. Kurz darauf wurde ich für Weber tätig, und damit ergab sich die phänomenale Gelegenheit, von Experten des weltweit führenden Grillanbieters fachliches Know-how aus erster Hand zu erwerben. Innerhalb eines Jahres mauserte ich mich von einem Kerl, der recht ordentlich grillen konnte, zu einem Kochbuchautor mit grenzenloser Begeisterung für das Kochen im Freien und einer Fülle von Wissen über alle dabei infrage kommenden Kochstile.
Ich erzähle dies, um deutlich zu machen, dass niemand als Könner am Grill geboren wird. Vielmehr lernen wir auf unserem Weg stetig dazu. Meine Lehrjahre waren intensiv und extrem. Sie aber brauchen keine professionelle Kochausbildung oder einen Job bei Weber. Ihr Weg könnte einfach darin bestehen, dieses Buch zu nutzen. Betrachten Sie es als Kompendium all dessen, was ich über das Grillen gelernt habe – während meiner Kochausbildung, in Restaurants, bei Weber und vor Ort bei begnadeten Hobbygrillern in aller Welt.
Was auf den ersten Blick wie eine reine Sammlung von Rezepten anmutet, ist bei näherem Hinsehen weit mehr, nämlich eine anschaulich illustrierte Darstellung der Techniken, mit denen Sie besseres Essen auf den Teller bringen. Die Rezepte habe ich nicht nur deshalb hier aufgenommen, weil ich sie für absolut probierenswert halte, sondern auch, weil sie Musterbeispiele für Vorgehensweisen liefern, die Sie ebenso auf andere Rezepte übertragen können. Ich möchte Ihnen mit diesem Buch so viel über das Kochen »mit Feuer und Flamme« beibringen, dass Sie an Ihrem Grill Großartiges zustande bringen – jedes Mal und ganz gleich, ob mit einem meiner Rezepte oder auch einem eigenen.
Machen Sie sich als Erstes mit den »4 T« (>–>) vertraut. So gewinnen Sie ein klares Gesamtbild der Materie. Beim Grillen spielt vieles eine Rolle: Feuer und Glut, Funken und Rauch, Anbräunen und Anbrennen, Würzmischungen und Marinaden, Sonne und Wind, zarte und eher robuste Zutaten, Freunde und Familie, reichlich Bier und Wein, eine große Auswahl an Saucen und Beilagen, Ad-hoc-Entscheidungen zum Wenden des Grillguts und Herunternehmen vom Rost. Indem Sie den Einleitungsteil aufmerksam lesen und das Prinzip der »4 T« wirklich verstehen, werden Sie in Zukunft bei jeder Zubereitung am Grill souverän das Geschehen steuern und super Ergebnisse erzielen.
Als Nächstes würde ich mir wünschen, dass Sie zumindest einige der zehn »BBQ Genial«-Rezepte in diesem Buch ausprobieren, denn von diesen können Sie am meisten lernen. Ich habe für jede der beliebtesten Speisenkategorien (bei denen aber auch am häufigsten Fehler gemacht werden) ein solches »BBQ Genial«-Rezept entwickelt: für Chicken Wings, Pizza, Cheeseburger, Rib-Eye-Steaks, Schweinekoteletts, Baby Back Ribs, Hähnchenbrustfilets, Lachsfilets, Garnelen und grünen Spargel. Fast allen dieser Rezepte sind wertvolle Tipps und Erläuterungen zu Zubereitungstechniken vorangestellt, und meist liefert dazu eine Info-Box »Grillwissen«, das themenbezogen weiter in die Tiefe geht. Bei den Rezepten selbst führen Fotos Sie Schritt für Schritt durch die Zube-reitung, und schließlich gibt es das »Geschmacks-Upgrade«, das sind Vorschläge zu alltagstauglichen Variationen der »BBQ Genial«-Rezepte.
Sie werden staunen, wie schnell Ihr Selbstvertrauen und Ihre Grillfertigkeiten wachsen, sobald Sie den Techniken mehr Beachtung schenken. Es geht nicht nur darum zu wissen, was zu tun ist, sondern auch, wie genau und warum das zu geschehen hat. So kommen Sie der wahren Grillkunst immer näher. Wenn Sie Ihr Repertoire mit immer mehr Rezepten und Techniken bereichern, werden Sie eines Tages oder Abends zu Hause mit Freunden zusammensitzen, die begeistert sind von dem, was Sie zuvor serviert haben, und plötzlich für sich feststellen: »Wow, dieses Essen habe ich ja wirklich großartig hinbekommen.« Das ist für mich das ultimative Grillvergnügen, und dort möchte ich Sie hinführen. Ich zeige Ihnen den Weg!
1. Temperatur2. Timing3. Techniken4. Tools
Beim Grillen in seiner schönsten und einfachsten Form geht es um nichts weiter als um Feuer, Essen und entspanntes Beisammensein im Freien. Es sind diese Ungezwungenheit und natürlich die unvergleichlichen Raucharomen, die uns immer wieder an den Grill locken. Für stressfreies Gelingen muss man jedoch vier entscheidende Elemente gut beherrschen: Temperatur, Timing, Techniken und Tools.
Sagen wir, Sie möchten ein paar Steaks grillen. Dazu müssen Sie als Erstes im Grill die richtige Temperatur herstellen und dann auch halten –die Grundvoraussetzung, damit das Fleisch eine gute Bräunung und Kruste bekommt. Als Nächstes ist das Timing zu beachten, sodass die Steaks je nach Zuschnitt und Dicke auf den Punkt garen. Eine weitere Säule für Erfolge am Grill ist eine solide Beherrschung der Techniken, bei Steaks etwa der Hitzewechsel (auch als »Sear and slide« bekannt, >), das Rückwärtsgrillen (>) oder auch das Garen direkt auf der Glut (>), das übrigens viel einfacher geht, als es klingt. Das vierte Element sind schließlich die richtigen Tools bzw. das Zubehör. Dass sich mit einer Grillzange Steaks am besten wenden lassen, weiß jeder. Nicht allen aber ist vielleicht bewusst, wie wichtig ein digitales Fleischthermometer ist, das Ihnen sagt, wann Ihre Steaks perfekt sind.
Auf den folgenden Seiten erfahren Sie, wie Sie mit der richtigen Grilltemperatur, der passenden Gardauer, den bewährten Techniken und dem geeigneten Zubehör fantastisches Essen zustande bringen. Damit werden Sie Bestnoten erzielen für den Geschmack, auf Englisch »taste«. Das wäre dann quasi das »5. T«.
Die Temperatur ist beim Grillen das A und O. Ist sie zu niedrig, kann es passieren, dass das Grillgut am Rost ansetzt, kaum bräunt oder am Ende übergart ist. Bei zu viel Hitze verbrennt das Grillgut, nimmt bittere Noten an und ist zuletzt zäh wie eine Schuhsohle. Den Grill auf die richtige Temperatur zu bringen ist nicht schwer. Wir zeigen Ihnen, wie es geht.
Direkt Grillen auf einem Gasgrill
1. Luft strömt ein2. Heisse Luft3. Hitze wird reflektiert
Indirekt Grillen aus einem Holzkohlegrill
Gasgrills bieten hinsichtlich Komfort und Flexibilität durchaus Vorteile. Es ist ganz einfach, sie anzuzünden, die Temperatur zu regeln und dann lange zu halten. In den meisten Fällen muss man für die Inbetriebnahme nur den Deckel aufklappen, das Gasventil öffnen und die Brenner anzünden.
1. Als Erstes öffnen Sie den Grilldeckel und stellen sicher, dass alle Drehknöpfe auf null stehen. Bei der anschließenden Inbetriebnahme Ihres Gasgrills richten Sie sich bitte stets nach der Bedienungsanleitung des Herstellers.
2. Bei geöffnetem Deckel zündet man nun nacheinander alle Brenner an und stellt sie auf die höchste Stufe. Dabei muss jeweils der vorherige richtig brennen, bevor der nächste an die Reihe kommt.
3. Jetzt wird der Deckel geschlossen und der Grill 10–15 Min. auf mindestens 260 °C vorgeheizt. Bei dieser Temperatur lässt sich der Grillrost leichter sauber bürsten, und das Grillgut kann auf dem heißen Rost besonders gut angegrillt werden.
Durch Drehen des Schalters reguliert man den Gaszufluss und damit die Temperatur im Grill.
Die Brenner werden stets bei geöffnetem Deckel angezündet. Dann schließt man zum Vorheizen des Grills den Deckel und stellt alle Brenner auf die höchste Stufe. Sobald die Temperatur über 260 °C steigt, den Deckel öffnen, den Grillrost mit der Bürste säubern und mittels der Drehknöpfe die Hitze regulieren. Zum Beispiel kann man einen oder zwei Brenner abschalten, um eine Zone für indirekte Hitze zu schaffen (>).
Jetzt ist also der Grill vorgeheizt. Und welche Temperatur soll er nun konstant liefern? Zum Beispiel sehr schwache oder mittlere oder mittlere bis starke Hitze? Diese Unterschiede sind entscheidend. Um die Grillhitze richtig zu regulieren, müssen Sie wissen, welchem Temperaturbereich beim Grillen die vom Deckelthermometer angezeigte Temperatur entspricht.
DIE TEMPERATURBEREICHE BEIM GRILLEN
SEHR SCHWACHE HITZE
110–120 °C
SCHWACHE HITZE
120–180 °C
SCHWACHE BIS MITTLERE HITZE
150–180 °C
MITTLERE HITZE
180–230 °C
MITTLERE BIS STARKE HITZE
200–230 °C
STARKE HITZE
230–290 °C
In diesem Buch ist durchgängig von zwei grundlegenden Hitzekonstellationen die Rede: von direkter und indirekter Hitze. Direkte Hitze wird für Grillgut eingesetzt, das rasch gart, wie Steaks und Pattys, indirekte Hitze dagegen für Fleischstücke, die größer sind und länger garen müssen, also etwa ganze Hähnchen oder ein Braten. Erzeugt werden diese beiden Hitzekonstellationen bei einem Gasgrill einfach durch Abschalten bzw. Anlassen der vorhandenen Brenner.
DIREKTE HITZE
Für direktes Grillen mit Gas lässt man alle Brenner an und regelt die Temperatur auf den gewünschten Grad. Vergessen Sie nie, den Rost vor dem Auflegen des Grillguts mit der Bürste zu säubern.
INDIREKTE HITZE
Für indirektes Grillen mit Gas lässt man einige der Brenner an und schaltet einen oder zwei Brenner ab. Bei den Brennern, die sich rechts und links des Grillguts befinden, stellen Sie die im Rezept angegebene Temperatur ein, während der bzw. die Brenner direkt unter dem Grillgut ganz ausgeschaltet sind. Bei dieser Konstellation strahlt von beiden Seiten indirekte Hitze auf das Grillgut ab.
1. Bei einem 2-flammigen Gasgrill bleibt nur ein Brenner eingeschaltet, und das Grillgut liegt seitlich daneben.
2. Bei einem 3-flammigen Gasgrill sind die äußeren Brenner auf der rechten und der linken Seite eingeschaltet, das Grillgut liegt in der Mitte über dem abgeschalteten Brenner.
3. Bei 4- bis 6-flammigen Gasgrills sind die äußeren Brenner auf der rechten und linken Seite eingeschaltet, und das Grillgut liegt in die Mitte über den abgeschalteten Brennern. Für kleinere Zutaten, etwa ganze Kartoffeln in der Schale, müssen Sie nur einen oder zwei mittlere Brenner ausschalten. Für ein recht großes Grillgut, etwa einen ganzen Truthahn, werden zwei bis vier Brenner in der Mitte ausgeschaltet.
1. Am einfachsten lässt sich ein Holzkohlegrill mithilfe eines Anzündkamins anfeuern. Dabei handelt es sich um einen Metallzylinder mit zwei Außengriffen und einem gelochten Metallgitter im Innern (>).
2. Bevor der Anzündkamin zum Einsatz kommt, nimmt man den Grilldeckel ab, entfernt den Grillrost und öffnet die unteren Lüftungsschieber. Nun zwei bis drei umweltverträgliche Anzündwürfel in die Mitte des Kohlerost legen, den Anzündkamin darüberstellen und mit Briketts füllen.
3. Alternativ legen Sie zusammengeknülltes Zeitungspapier in die Kammer unter dem Gitter. Danach füllen Sie den Anzündkamin mit Briketts. Hier auf dem Bild haben wir den Anzündkamin auf den Kopf gestellt, um Ihnen zu zeigen, wie viel Papier in der Kammer sein sollte.
4. Zünden Sie nun die Anzündwürfel bzw. das Zeitungspapier an (das Papier können Sie einfach durch die Schlitze am unteren Rand des Kamins anzünden). Sobald die Würfel bzw. das Papier die Holzkohle entzünden, entwickelt sich im Kamin eine faszinierende Thermodynamik, die die Hitze gleichmäßig zwischen den Briketts hindurchleitet. Diese sind dann nach 15–20 Min. einsatzbereit.
5. Sobald die Briketts von einer feinen Ascheschicht überzogen sind, heben Sie mit Grillhandschuhen den Anzündkamin an den beiden Griffen hoch und schütten die glühende Kohle auf den Rost oder in die Kohlekörbe. Dank des beweglichen Scharniergriffs lassen sich die Briketts gezielt im gewünschten Bereich platzieren.
Zonen für direkte bzw. indirekte Hitze zu schaffen ist bei einem Holzkohlegrill kniffliger als bei einem Gasgrill. Doch sobald Sie diese Kunst einmal beherrschen, stehen Ihnen die Tore zum Grillparadies weit offen.
DIREKTE HITZE
Der Begriff selbst sagt schon alles: Wenn Ihr Grillgut unmittelbar über der Glut liegt, dann arbeiten Sie mit direkter Hitze. Generell wird deren starke Strahlungsenergie für Grillgut bevorzugt, das schnell, also in weniger als 20 Min. gart. Dazu zählen Pattys, Steaks, Schweinefilet, ausgelöste Hähnchenteile oder Fischfilets.
1. Falls Sie Kohlekörbe verwenden, schütten Sie die Briketts im Anzündkamin, sobald sie von einer feinen Ascheschicht überzogen sind, vorsichtig in die Körbe (vorher streifen Sie natürlich Grillhandschuhe über!). Die Körbe stellen Sie dann in die Mitte des Kohlerosts.
2. Alternativ verteilen Sie die Briketts mit einem Holzkohleschieber oder einer langstieligen Grillzange über eine Hälfte oder zwei Drittel des Kohlerosts. Diese Anordnung ist als Zwei-Zonen-Glut bekannt und ideal für Grillgut mit großer Oberfläche, etwa Porterhouse-Steaks.
3. Setzen Sie nun den Grillrost wieder ein. Falls er klappbare Seitenteile hat, platzieren Sie sie über dem Glutbett. Auf diese Weise können Sie später, falls erforderlich, einfacher Kohle nachlegen.
4. Den Grilldeckel schließen und dafür sorgen, dass alle Lüftungsschieber geöffnet sind. Jetzt wird der Grillrost 10–15 Min. vorgeheizt, bis das Deckelthermometer mehr als 260 °C anzeigt. So lässt sich der Rost dann einfacher säubern.
5. Nehmen Sie den Deckel ab und bürsten Sie den Grillrost gründlich ab. Den Deckel wieder schließen und warten, bis die für das jeweilige Rezept verlangte Temperatur erreicht ist. Erst dann legen Sie das Grillgut direkt über der Glut auf den Rost und verfahren weiter nach Rezept.
INDIREKTE HITZE
Wenn Sie das Grillgut gegen die direkte Hitze abschirmen, indem Sie es in einigem Abstand von der Glut platzieren, dann arbeiten Sie mit indirekter Hitze. Eine klassische Anordnung wären zwei Kohlehaufen an gegenüberliegenden Seiten des Grills, zwischen denen das Fleisch liegt. Indirekte Hitze wird bevorzugt für große Stücke verwendet, die länger als 20 Min. garen. Dazu gehören etwa Schweinerücken, Ribs und Hochrippenbraten oder auch ganzes Geflügel.
1. Die Briketts werden je zur Hälfte auf die gegenüberliegenden Seiten des Kohlerosts gehäuft. So ergibt sich eine sogenannte Drei-Zonen-Glut: Man hat zwei Bereiche mit direkter Hitze und dazwischen einen Bereich mit indirekter Hitze. Kohlekörbe, falls verwendet, auf die gegenüberliegenden Seiten des Rosts platzieren und mit glühenden Briketts füllen.
2. Wenn aus dem Grillgut voraussichtlich reichlich Fett austritt, stellen Sie eine Alu-Tropfschale in die Mitte des Kohlerosts. Setzen Sie den Grillrost wieder ein. Sofern er klappbare Seitenteile hat, diese über der Kohle platzieren. Dadurch können Sie später einfacher Brennstoff nachlegen, falls das erforderlich ist
3. Den Grilldeckel schließen und sicherstellen, dass alle Lüftungsschieber geöffnet sind. Jetzt wird der Grillrost 10–15 Min. vorgeheizt, bis das Deckelthermometer mehr als 260 °C anzeigt. So lässt sich der Grillrost dann einfacher säubern.
4. Nehmen Sie den Deckel ab und reinigen Sie den Grillrost gründlich mit einer Grillbürste. Den Deckel wieder schließen und warten, bis die für das jeweilige Rezept verlangte Temperatur erreicht ist. Erst dann legen Sie das Grillgut zwischen den beiden Kohlehaufen auf den Rost und verfahren weiter nach Rezept.
KOMBINIERTE HITZE
Manches Grillgut verlangt mehr Aufmerksamkeit als anderes. Bei Hähnchenoberschenkeln mit Knochen zum Beispiel empfiehlt es sich sehr, sie zunächst über direkter Hitze anzubräunen und anschließend über indirekter Hitze fertig zu grillen, bis das Fleisch auch im Kern nicht mehr rosa ist. Würde man die Hähnchenschenkel hingegen nur über direkter Hitze grillen, wären sie wahrscheinlich außen bereits verbrannt, während das Innere immer noch roh wäre. Durch die Kombination der zwei Hitzezonen aber ergeben sich eine herrlich knusprige Haut und zugleich exakt gegartes Fleisch.
Bei einem Holzkohle-Kugelgrill ist es ein kleines bisschen aufwendiger als bei einem Gasgrill, die Temperatur konstant zu halten. Manche Kugelgrills verfügen über ein integriertes Deckelthermometer. Alternativ können Sie ein Grillthermometer kaufen, um damit die Temperatur durch den Lüftungsschieber im Deckel zu überwachen. Um die Temperatur in einem Holzkohlegrill erfolgreich zu steuern, muss man die Sauerstoffzufuhr entsprechend regulieren und bei Bedarf Brennstoff nachlegen.
Lüftungsschieber weiteröffnen, um die Temperatur zu erhöhen
Mit den Lüftungsschiebern den Sauerstoffgehalt regeln.Hauptsächlich erfolgt die Sauerstoffzufuhr für die Holzkohleglut über die Lüftungsschieber im unteren Teil des Kessels. Durch den Schieber im Deckel kann heiße Luft austreten, was einen Unterdruck erzeugt, der wiederum bewirkt, dass von unten frische Luft angesaugt wird. Dieser Luftstrom sorgt dafür, dass das Grillgut kontinuierlich von Hitze und Rauch umströmt wird. Je weiter die Lüftungsschieber geöffnet sind, desto stärker die Luftzufuhr und desto höher folglich die Temperatur im Innern des Grills.
Nachdem der gewünschte Temperaturbereich erreicht ist, regulieren Sie im Folgenden die Hitze mittels der Lüftungsschieber im Deckel und halten dabei den Deckel so häufig wie möglich geschlossen. Nicht vergessen: Mehr Sauerstoff führt zu höherer Temperatur, weniger Sauerstoff lässt sie sinken.
LÜFTUNGSSCHIEBER ASCHEFREI HALTEN
Asche kann die unteren Lüftungsschieber blockieren, wodurch das Feuer nicht mehr ausreichend Sauerstoff bekommen würde. Durch stündliches Betätigen der Lüftungsschieber halten Sie diese verstopfungsfrei.
Die Temperatur fällt mit der Zeit. In einem Kugelgrill erzeugt ein Anzündkamin voll glühender Holzkohlebriketts zunächst sehr starke Hitze (mindestens 260 °C). Sollte diese Temperatur zu hoch sein, warten Sie einfach ab, bis sie fällt. Beschleunigen lässt sich das, indem man den Grilldeckel öffnet. Denn mehr Luftzufuhr bedeutet, dass die Glut umso schneller herunterbrennt.
KOHLE LANGSAM NACHLEGEN
Kippt man heiße Kohle zu schwungvoll auf die Glut, könnte dies einen Ascheregen auslösen, der sich dann auf das Grillgut setzt. Außerdem kann zu viel Kohle auf einmal die Glut ersticken lassen.
Mehr Hitze durch Nachlegen von Kohle. Sinkt die Temperatur zu stark, müssen Sie das Feuer füttern. Dazu geben Sie entweder nicht angezündete Kohle auf die Glut und warten etwa 15 Min., bis die Temperatur erneut steigt. Oder aber – für einen Soforteffekt – Sie entzünden weitere Holzkohle in dem Anzündkamin und schütten sie dann auf die Glut.
Weitere Variablen, die beim Garen von Speisen auf einem Holzkohlegrill ins Spiel kommen, sind das Wetter (darauf haben wir keinen Einfluss), die Art der verwendeten Kohle (>) sowie der Abstand zwischen Glut und Grillgut.
DIE TEMPERATURBEREICHE BEIM GRILLEN
SEHR SCHWACHE HITZE
110–120 °C
SCHWACHE HITZE
120–180 °C
SCHWACHE BIS MITTLERE HITZE
150–180 °C
MITTLERE HITZE
180–230 °C
MITTLERE BIS STARKE HITZE
200–230 °C
STARKE HITZE
230–290 °C
ERFORDERLICHE BRIKETTMENGEN
Am einfachsten und schnellsten lässt sich ein Holzkohlegrill mit einem Anzündkamin und Anzündwürfeln an den Start bringen. Wie viele Weber Briketts Sie für eine Temperatur von 180 °C benötigen und wie viele Sie nachlegen müssen, um die Temperatur konstant zu halten, ist nachfolgender Tabelle zu entnehmen.
DIREKTE HITZE
INDIREKTE HITZE (ANGEGEBEN IST DIE BRIKETTANZAHL FÜR JEWEILS EINE SEITE DES KOHLEROSTS)
Grilldurchmesser
Weber Briketts
Weber Briketts
(pro weitere Stunde)
Go-Anywhere tragbar
10
6
37 cm
12
10
47 cm Compact
15
15
47 cm
15
15
57 cm
30
27
66 cm
45
30
94 cm
70
45
Summit Charcoal (61 cm)
30
40
BRENNSTOFFE FÜR HOLZKOHLEGRILLS
Am beliebtesten, da preiswert und fast überall erhältlich, sind Standard-Holzkohlebriketts. Die schwarzen, kissenförmigen Briketts bestehen aus gepresstem Sägemehl und Kohle sowie Bindemitteln und Füllstoffen. Mitunter sind sie mit einer flüssigen Anzündhilfe getränkt, die jedoch, sofern man sie vor dem Beginn des eigentlichen Grillens nicht vollständig verbrennen lässt, einen chemischen Geschmack auf die Speisen überträgt. Eine edlere Variante der Standardbriketts sind die genauso geformten »natürlichen« Briketts. Sie bestehen im Regelfall aus fein zerkleinertem Hartholz, das nur unter Zusatz natürlicher Stärken gepresst wird, und erzeugen mehr Hitze. Schließlich gibt es die Holzkohle, bei der es sich im Grunde um verbranntes Holz handelt. Die Stücke verglühen schneller als Briketts, was das Hitze-Management erschwert. Aber für das Grillen direkt auf der Glut (>) ist Holzkohle unverzichtbar. Briketts erzeugen über einen längeren Zeitraum eine kalkulierbare, gleichmäßige Hitze. Etwa 50 Briketts – das entspricht einer Füllung eines Anzündkamins – brennen, beginnend mit starker Hitze und dann übergehend zu mittlerer und schließlich schwacher Hitze, in etwa 2 Std. herunter. Das ist mehr als ausreichend zum Grillen der meisten Speisen, ohne Brennstoff nachlegen zu müssen.
TEMPERATURFÜHRER
Wie viele Weber Briketts tatsächlich benötigt werden, hängt vom Wetter, vom Grill usw. ab. Als grobe Angabe können Sie sich aber an folgenden Mengen orientieren:
Zu einem Drittel gefüllter Weber Anzündkamin: 180–190 °C
Zur Hälfte gefüllter Weber Anzündkamin: 240–250 °C
Vollständig gefüllter Weber Anzündkamin: 280–290 °C
Schritt 2 auf dem Weg zu grandiosen Grillerfolgen besteht darin, die Rolle der Zeit und ihr Zusammenspiel mit der Temperatur zu verstehen. Bei so ziemlich allem, was Sie auf den Rost legen, ist das Ziel immer das gleiche: eine schöne Bräunung (oder sogar eine Kruste) mit schmackhaften Röstaromen außen und dazu ein zartes, saftiges Inneres. Wie Sie diesen Balanceakt jeweils hinbekommen, hängt in großem Maße von der Art des Grillguts ab – und natürlich vom Timing.
Dünne, zarte Fleischstücke wie Pattys wollen bei hoher Temperatur und schnell gegrillt werden, um rasch eine Kruste zu bilden. Dabei muss man aber gut aufpassen. Denn das Innere, das eben noch zu roh war, könnte nur wenige Minuten später übergart sein.
Große, festere Fleischstücke wie etwa eine Schweineschulter erfordern stundenlanges Garen bei niedriger Temperatur. Viel Zeit (und dazu die passende Temperatur) sind nötig, damit die Stücke innen wie außen genau so geraten, wie Sie sie sich am Ende wünschen.
Hitze ist nichts anderes als Energie. Legt man etwas auf den heißen Grill, gehen schnelle Moleküle des Feuers auf Kollisionskurs mit langsamen Molekülen des rohen Lebensmittels. Während dabei die langsamen Moleküle mehr und mehr beschleunigt werden, verändert sich die Farbe des Essens, es entstehen neue Geschmacksstoffe, das Äußere des Grillguts wird trocken und das Innere verändert seine Struktur.
Grün - sehr schnelle MoleküleGelb - langsamere MoleküleRot - sehr langsame Moleküle
RUHEZEITEN
Wie lange man Grillgut nachziehen lassen sollte, hängt vor allem von der Größe des Stücks bzw. der Stücke ab. Generell gilt: je größer und dicker, desto länger die Ruhezeit. Hier folgen einige Empfehlungen.
RIND
Steaks: 3–5 MIN.
Braten: 15–30 MIN.
SCHWEIN
Koteletts: 3–5 MIN.
Braten: 15–30 MIN.
GEFLÜGEL
Kleine Teile: 3–5 MIN.
Ganzes Hähnchen: etwa 10 MIN.
Ganzer Truthahn: etwa 30 MIN.
FISCH
Kleine Filets oder Seafood: ––
Ganzer Fisch: 5–10 MIN.
RUHEN UND NACHZIEHEN LASSEN
Wer kennt es nicht? Der übliche Stress unter der Woche und dann endlich zwei Tage, an denen wir entspannen können! Ganz ähnlich geht es unserem Grillgut, insbesondere Fleisch. Oft profitiert es immens, wenn es nach der »heißen Phase« auf dem Grill vor dem Aufschneiden eine gewisse Ruhephase bekommt. Wir wollen Ihnen erklären, warum das so ist.
Unsere Nahrungsmittel bestehen zu einem Großteil aus Wasser, hinzu kommen Eiweißund Fett. Die im Rohzustand der Speisen spiralförmig verdrehten Proteinketten halten das im Gewebe vorhandene Wasser. Deshalb tritt kein Saft aus, wenn wir in rohes Fleisch schneiden. Grillt man aber ein Steak, strecken sich die Proteine und geben Wassermoleküle frei. Wenn wir dann das frisch vom Grill genommene Stück Fleisch aufschneiden, läuft der köstliche Saft einfach heraus. Stattdessen sollten wir es eine Weile nachziehen lassen. Während das Fleisch leicht abkühlt, können sich die Proteine wieder etwas zusammenziehen und geben damit den Wassermolekülen neuen Halt. Heraus kommt ein saftiger Genuss.
Die nachfolgenden Angaben (Zuschnitte, Dicke/Gewicht, Grillzeiten) sind Richtlinien, keine festen Regeln. Die tatsächlichen Garzeiten werden von weiteren Faktoren wie Luftdruck, Wind und Außentemperatur beeinflusst. Zwei Faustregeln: 1. Steaks, Koteletts und Fleischspieße werden über direkter Hitze für die in der Tabelle angegebene Dauer oder bis zum gewünschten Gargrad gegrillt und einmal gewendet. 2. Braten und dickere Teilstücke werden über indirekter Hitze für die in der Tabelle angegebene Dauer oder bis zum Erreichen der gewünschten Kerntemperatur gegrillt. Braten, ganzes Geflügel, größere Teilstücke und dicke Steaks oder Schweinekoteletts sollten vor dem Aufschneiden 5–10 Min. (oder mehr, >) ruhen. Die Kerntemperatur erhöht sich in dieser Zeit noch einmal um 2–5 °C.
RINDFLEISCH GRILLEN
TEILSTÜCK
DICKE / GRÖSSE
GRILLZEIT
Braten aus der Hochrippe (Prime Rib), ausgelöst
2½–3 kg
1 ½–1 ¾ Std. über indirekter schwacher bis mittlerer Hitze
Braten aus der Hochrippe (Prime Rib), mit Knochen
3½ kg
2–3 Std.: 10 Min. über direkter mittlerer Hitze, 2–3 Stunden über indirekter schwacher Hitze
Bürgermeister- / Pastorenstück
1–1¼ kg
30–40 Min.: 10 Min. über direkter mittlerer Hitze, 20–30 Min. über indirekter mittlerer Hitze
Flank-Steak (Bauchlappen)
2 cm, 800–900 g
8–10 Min. über direkter mittlerer Hitze
Fleischwürfel (Spieße)
2½ cm
4–6 Min. über direkter starker Hitze
4 cm
6–7 Min. über direkter starker Hitze
Hackfleisch
2 cm dicke Pattys
8–10 Min. über direkter mittlerer bis starke Hitze
Hüftsteak
4 cm
10–14 Min.: 6–8 Min. über direkter starker Hitze, 4–6 Min. über indirekter starker Hitze
Kalbskotelett (Lende)
2½ cm
6–8 Min. über direkter starker Hitze
Lendenbraten, ausgelöst
1¾–2¼ kg
50–60 Min.: 10 Min. über direkter mittlerer Hitze, 40–50 Min. über indirekter mittlerer Hitze
Rinderfilet am Stück
1½–1¾ kg
35–45 Min.: 15 Min. über direkter mittlerer Hize, 15–35 Min. über indirekter mittlerer Hitze
Skirt-Steak (Rinderzwerchfell)
½–1 cm
4–6 Min. über direkter starker Hitze
Steak Onglet (Nierenzapfen)
2½ cm
8–10 Min. über direkter mittlerer Hitze
Steaks: Porterhouse, Rib-Eye, T-Bone, Rumpsteak, Filet
2 cm
4–6 Min. über direkter starker Hitze
2 ½ cm
6–8 Min. über direkter starker Hitze
3 cm
8–10 Min. über direkter starker Hitze
3 ½ cm
10–14 Min.: 6–8 Min. über direkter starker Hitze, 4–6 Min. über indirekter starker Hitze
Alle Garzeiten beziehen sich auf den Gargrad rosa/rot (medium rare), bei Hackfleisch auf halb durch (medium).
GARGRAD-EMPFEHLUNGEN
GARGRAD VON
KERNTEMPERATUR
USDA
Schwein, Hackfleisch
71 °C
71 °C
Schwein, Kotelett oder Braten
63–65 °C
63–71 °C
Geflügel
71–75 °C
75 °C
Rind/Lamm: rare
49–52 °C
k. A.
Rind/Lamm: medium rare
52–57 °C
63 °C
Rind/Lamm: medium
57–63 °C
71 °C
Rind/Lamm: medium well
63–68 °C
k.A.
Rind/Lamm: well done
68 °C +
77 °C
Das United States Department of Agriculture (USDA) empfiehlt aus Sicherheitsgründen, Fleisch von Rind/Lamm bis zu einer Kerntemperatur von 63 °C (endgültige Temperatur) zu garen und Hackfleisch bis zu 71 °C. Für das USDA sind 63 °C gleichbedeutend mit dem Gargrad medium rare, also rosa bis rot. Für die meisten Profiköche dagegen liegt medium rare näher bei 54 °C. Die oben stehende Tabelle stellt die unterschiedlichen Empfehlungen gegenüber. Welcher Sie folgen wollen, liegt bei Ihnen.
LAMMFLEISCH GRILLEN
TEILSTÜCK
DICKE / GRÖSSE
GRILLZEIT
Hackfleisch
2 cm dicke Pattys
8–10 Min. über direkter mittlerer bis starker Hitze
Lammkarree
500–700 g
15–20 Min.: 5 Min. über direkter mittlerer Hitze, 10–15 Min. über indirekter mittlerer Hitze
Lammkeule, ausgelöst, als Rollbraten in Form gebunden
1¼–1½ kg
30–45 Min.: 10–15 Min. über direkter mittlerer Hitze, 20–30 Min. über indirekter mittlerer Hitze
Lammkeule, ausgelöst, Schmetterlingsschnitt
1½–1¾ kg
30–45 Min.: 10–15 Min. über direkter mittlerer Hitze, 20–30 Min. über indirekter mittlerer Hitze
Lenden- oder Stielkotelett
2 cm
4–6 Min. über direkter starker Hitze
2½ cm
6–8 Min. über direkter starker Hitze
3½ cm
8–10 Min. über direkter starker Hitze
Alle Garzeiten beziehen sich auf den Gargrad rosa/rot (medium rare), bei Hackfleisch auf halb durch (medium).
TEILSTÜCKE VON RIND & LAMM FÜR DEN GRILL
ZARTE TEILSTÜCKE FÜR DEN GRILL
• Kalbskotelett (Lende)
• Lammkotelett (Lende)
• Lammkotelett (Karree)
• Rind: Filetsteak
• Rind: New York Strip Steak (Rumpsteak)
• Rind: Porterhouse-Steak
• Rind: Rib-Eye-Steak, Steak aus der Hochrippe
• Rind: T-Bone-Steak
MITTELZARTE TEILSTÜCKE FÜR DEN GRILL
• Kalbskotelett (aus der Schulter)
• Lammkotelett (aus der Schulter)
• Rind: Flank-Steak (aus dem Bauchlappen)
• Rind: Flat-Iron-Steak (Schulter/Schaufelstück)
• Rind: Onglet (Steak aus dem Nierenzapfen)
• Rind: Hüftsteak
• Rind: Skirt-Steak (aus dem Zwerchfell)
GRÖSSERE TEILSTÜCKE ZUM ANBRATEN UND INDIREKTEN GRILLEN
• Kalbskarree
• Lammkarree
• Lammkeule
• Rind: Prime Rib (Braten aus der Hochrippe)
• Rind: Bürgermeister-/Pastorenstück
• Rind: Rinderfiletbraten
FESTERE TEILSTÜCKE ZUM RÄUCHERN
• Brisket (Rinderbrust)
• Ribs vom Rind
SCHWEINEFLEISCH GRILLEN
TEILSTÜCK
DICKE / GRÖSSE
GRILLZEIT
Baby Back Ribs
etwa 1 kg
3–4 Std. über indirekter schwacher Hitze
Bratwurst, gebrüht
100 g pro Stück
10–12 Min. über direkter mittlerer Hitze
Bratwurst, roh
100 g pro Stück
10–15 Min. über direkter mittlerer Hitze
Burger (Hackfleisch)
1 cm dicke Pattys
8–10 Min. über direkter mittlerer Hitze
Dicke Rippe, mit Knochen
2 ½ cm
45–50 Min. über indirekter mittlerer Hitze
Dicke Rippe, ohne Knochen
2 ½ cm
12–15 Min. über direkter mittlerer Hitze
Filet am Stück
½ kg
15–20 Min. über direkter mittlerer Hitze
Kotelett. ausgelöst oder mit Knochen
2 cm
6–8 Min. über direkter mittlerer Hitze
2 ½ cm
8–10 Min. über direkter mittlerer Hitze
3–3 ½ cm
10–12 Min.: 6 Min. über direkter mittlerer Hitze, 4–6 Min. über indirekter mittlerer Hitze
Schulterbraten, ausgelöst
2 ¼–2 ¾ kg
5–7 Std. über indirekter schwacher Hitze
Schweinerückenbraten, ausgelöst
1 ½ kg
28–40 Min.: 8–10 Min. über direkter starker Hitze, 20–30 Min. über indirekter starker Hitze
Schweinerückenbraten, mit Knochen
1 ½–2 ¼ kg
1 ¼–1 ¾ Std. über indirekter mittlerer Hitze
Spareribs
1 ¼–1 ½ kg
3–4 Std. über indirekter schwacher Hitze
Das United States Department of Agriculture (USDA) und die meisten Profiköche stimmen darin überein, dass Hackfleisch vom Schwein eine Kerntemperatur von 71 °C haben sollte, Koteletts oder Braten dagegen nur eine Kerntemperatur von 63–65 °C. Dann ist das Fleisch im Kern noch leicht rosa, also nicht durchgegart, und bleibt saftig. Welcher Gargrad-Empfehlung Sie folgen, liegt natürlich bei Ihnen.
TEILSTÜCKE VOM SCHWEIN FÜR DEN GRILL
ZARTE TEILSTÜCKE FÜR DEN GRILL
• Steak aus dem Rücken
• Stiel- und Rückenkotelett
• Filet
MITTELZARTE TEILSTÜCK FÜR DEN GRILL
• Schinkensteak
• Steak aus der Schulter
• Kotelett
GRÖSSERE TEILSTÜCKE ZUM ANBRATEN UND INDIREKTEN GRILLEN
• Schweinefilet
• Rippenbraten
• Dicke Rippe
• Schinkenbraten
• Schweinekarree
FESTERE TEILSTÜCKE ZUM RÄUCHERN
• Baby Back Ribs (Kotelettrippchen)
• Schulterbraten
• Spareribs (Schälrippchen)
GEFLÜGEL GRILLEN
GEFLÜGELART
DICKE / GRÖSSE
GRILLZEIT
Entenbrust, ausgelöst
300–350 g
9–12 Min.: 3–4 Min. über direkter schwacher Hitze, 6–8 Min. über indirekter starker Hitze
Ente, ganz
2 ½–3 kg
40 Min. über indirekter starker Hitze
Ganzes Hähnchen
2–2 ½ kg
1¼–1½ Std. über indirekter mittlerer Hitze
Hackfleisch vom Hähnchenschenkel
2 cm dicke Pattys
12–14 Min. über direkter mittlerer Hitze
Hähnchenbrust, mit Knochen
300–350 g
23–35 Min.: 3–5 Min. über direkter mittlerer Hitze, 20–30 Min. über indirekter mittlerer Hitze
Hähnchenbrustfilet
180–225 g
8–12 Min. über direkter mittlerer Hitze
Hähnchenflügel
60–90 g
35–43 Min.: 30–35 Min. über indirekter mittlerer Hitze, 5–8 Min. über direkter mittlerer Hitze
Hähnchenoberschenkel, mit Knochen
150–170 g
36–40 Min.: 6–10 Min. über direkter mittlerer Hitze, 30 Min. über indirekter mittlerer Hitze
Hähnchenschenkel, ausgelöst, ohne Haut
125 g
8–10 Min. über direkter mittlerer bis starker Hitze
Hähnchenschenkel, ganz
300–350 g
48–60 Min.: 40–50 Min. über indirekter mittlerer Hitze, 8–10 Min. über direkter mittlerer Hitze
Hähnchenunterschenkel (Drumstick)
100–120 g
26–40 Min.: 6–10 Min. über direkter mittlerer Hitze, 20–30 Min. über indirekter mittlerer Hitze
Kleines Hähnchen, ganz
650–800 g
40–45 Min. über indirekter starker Hitze
Putenbrust, ausgelöst
700–900 g
45–60 Min. über indirekter mittlerer Hitze
Truthahn, ganz, ohne Füllung
4 ½–5 ½ kg
2½–3½ Std. über indirekter schwacher bis mittlerer Hitze
Die Garzeiten richten sich nach den Empfehlungen des United States Department of Agriculture (USDA), wonach Geflügel eine Kerntemperatur von 75 °C haben sollte.
SEAFOOD GRILLEN
FISCH/MEERESFRUCHT
DICKE / GRÖSSE
GRILLZEIT
Austern
100–120 g
5–7 Min. über direkter starker Hitze
Fisch, ganz
½ kg
15–20 Min. über indirekter mittlerer Hitze
1–1 ¼ kg
20–30 Min. über indirekter mittlerer Hitze
1 ½ kg
30–45 Min. über indirekter mittlerer Hitze
Fischfilet oder -steak: Heilbutt, Red Snapper, Rotbarsch, Lachs, Seebarsch, Schwertfisch und Thunfisch
1 cm
6–8 Min. über direkter starker Hitze
2 ½ cm
8–10 Min. über direkter starker Hitze
2 ½–3 cm
10–12 Min. über direkter starker Hitze
Garnelen
etwa 40 g
2–4 Min.über direkter starker Hitze
Hummerschwanz
180 g
7–11 Min. über direkter mittlerer Hitze
Jakobsmuschelfleisch
etwa 40 g
2–4 Min. über direkter starker Hitze
Miesmuschel (nicht geöffnete Muscheln wegwerfen)
130–160 g
5–6 Min. über direkter starker Hitze
Venusmuschel (nicht geöffnete Muscheln wegwerfen)
60–90 g
6–8 Min. über direkter starker Hitze
Eine Faustregel für das Grillen von Fisch lautet: 8–10 Min. Garzeit pro 2 ½ cm Dicke.
SEAFOOD FÜR DEN GRILL
FESTFLEISCHIGE FILETS & STEAKS
• Lachs
• Schwertfisch
• Seesaibling
• Thunfisch
• Zackenbarsch
MITTELFESTE FILETS & STEAKS
• Goldmakrele
• Heilbutt
• Red Snapper
• Seeteufel
ZARTE FILETS
• Dorade
• Forelle
• Kabeljau
GANZE FISCHE
• Dorade
• Forelle
• Red Snapper
• Wolfsbarsch
• Zackenbarsch
MEERESFRÜCHTE
• Austern
• Garnelen
• Hummer
• Jakobsmuscheln
• Miesmuscheln
• Tintenfisch/Kalmar
• Venusmuscheln
OBST GRILLEN
OBSTSORTE
DICKE / GRÖSSE
GRILLZEIT
Ananas
1 ¼ cm dicke Scheiben oder 2 ½ cm breite Spalten
5–10 Min. über direkter mittlerer Hitze
Apfel
ganz
35–40 Min. über indirekter mittlerer Hitze
1 cm dicke Scheiben
4–6 Min. über direkter mittlerer Hitze
Aprikose
längs halbiert
4–6 Min. über direkter mittlerer Hitze
Banane
längs halbiert
3–5 Min. über direkter mittlerer Hitze
Birne, Nektarine, Pfirsich, Pflaume
längs halbiert
6–8 Min. über direkter mittlerer Hitze
Erdbeere
ganz
4–5 Min. über direkter mittlerer Hitze
Die meisten Früchte werden über direkter mittlerer Hitze gegrillt. Die Grilltemperatur sollte zwischen 180 und 230 °C liegen.
GEMÜSE GRILLEN
GEMÜSESORTE
DICKE / GRÖSSE
GRILLZEIT
Artischockenherzen
ganz
14–18 Min.: 10–12 Min. in Wasser vorgaren; halbieren und 4–6 Min. über direkter mittlerer Hitze grillen
Aubergine
1 ¼ cm dicke Scheiben
7–9 Min. über direkter mittlerer bis starker Hitze
Bete (80 g)
ganz
60–90 Min. über indirekter mittlerer Hitze
Frühlingszwiebel
ganz
3–4 Min. über direkter mittlerer Hitze
Kartoffeln, mehlig kochend
ganz
45–60 Min. über indirekter mittlerer Hitze
1 cm dicke Spalten
15–25 Min. über direkter mittlerer Hitze
Kartoffeln, neue Ernte
halbiert
20–30 Min.über indirekter mittlerer bis starker Hitze
Knoblauch
ganze Knolle
45–60 Min. über indirekter mittlerer Hitze
Kürbis (Eichelkürbis)
halbiert, 700 g
40–60 Min. über indirekter mittlerer Hitze
Maiskolben, mit Hüllblättern
20–30 Min. über direkter mittlerer Hitze
Maiskolben, ohne Hüllblätter
10–15 Min. über direkter mittlerer bis starker Hitze
Möhre
ganz, 2 ½ cm dick
7–11 Min.: 4–6 Min. in Wasser vorgaren; 3–5 Min. über direkter starker Hitze grillen
Paprikaschote
ganz
10–12 Min. über direkter mittlerer Hitze
Pilze, Champignons oder Shiitake
8–10 Min. über direkter mittlerer Hitze
Pilze, Riesenchampignons (Portobello)
8–12 Min. über direkter mittlerer Hitze
Spargel
1 ¼ cm dicke Stangen
6–8 Min. über direkter mittlerer Hitze
Süßkartoffel
ganz
45–60 Min. über indirekter starker Hitze
1 cm dicke Spalten
15–25 Min. über direkter mittlerer Hitze
Tomate, Strauch- oder Eiertomate
ganz
8–10 Min. über direkter mittlerer Hitze
halbiert
6–8 Min. über direkter mittlerer Hitze
Zucchini
1 ¼ cm dicke Scheiben
4–6 Min. über direkter mittlerer Hitze
Zwiebel
halbiert
35–40 Min. über indirekter mittlerer Hitze
1 ¼ cm dicke Scheiben
8–12 Min. über direkter mittlerer Hitze
Die meisten Gemüsesorten werden über direkter mittlerer Hitze gegrillt. Die Grilltemperatur sollte zwischen 180 und 230 °C liegen.
Nachdem Sie nun wissen, wie Sie beim Grillen die Temperatur regeln und die Schritte timen, befassen wir uns als Nächstes mit einigen Techniken, die Ihre Ergebnisse noch weiter verbessern. Man könnte sie vergleichen mit den Fertigkeiten, die Fußballer lernen und auf dem Platz einsetzen, um einen Gegner auszutricksen, einen unglaublichen Pass zu spielen oder auch einen solchen anzunehmen und in ein spektakuläres Tor zu verwandeln.
Hier sind einige einfache Techniken aufgelistet, die dazu beitragen, dass Sie die Herrschaft über den Grill innehaben – und nicht umgekehrt.
1.Kein Start mit einem kalten und dreckigen Rost. Ein Grill muss mind. 15 Min. vorgeheizt werden, damit der Rost heiß genug ist, um das Grillgut zu bräunen. Bevor Sie dieses auf den heißen Grillrost legen, wird der Rost grundsätzlich erst mit einer stabilen Grillbürste gesäubert. Auf einem heißen, sauberen Rost bräunt Grillgut besser und haftet nicht so leicht an.
2.Mutig würzen.Salz ist für einen großartigen Geschmack wichtiger als jede andere Extrazutat. Als Erstes bepinseln Sie das Grillgut (nicht den Rost) mit Öl, bevor Sie großzügig Salz, Pfeffer und/oder andere Gewürze bis zu den Rändern und rundherum aufstreuen. Dank des Öls haften die Gewürze, außerdem verhindert es ein Ansetzen des Grillguts am Rost.
3.Nicht nur eine Hitzezone. Mehrere Zonen bieten Ihnen beim Grillen mehr Flexibilität, wenn etwas zu schnell gart, wenn Flammen hochschlagen oder wenn Sie zwei ganz unterschiedliche Zutaten parallel grillen möchten. Wenigstens zwei Zonen – eine für direkte und eine für indirekte Hitze – sollten es mindestens sein.
4.Die Hitze ans Fleisch anpassen. Nicht alles wird mit derselben Temperatur gegrillt. Eine Faustregel besagt: Dünne und zarte Teilstücke gelingen besser über starker Hitze, dickere und eher feste Fleischstücke hingegen oft besser über weniger starker und manchmal auch über indirekter Hitze.
5.Den Grill nicht zu voll packen. Wenn Sie zu viel Grillgut auf den Rost legen, haben Sie wenig Möglichkeiten, flexibel zu reagieren. Nur zu höchstens drei Vierteln sollte er besetzt sein, und zwischen den Stücken sollte ausreichend Abstand bestehen. Auf diese Weise können Sie die Stücke mithilfe einer Zange gut greifen und umplatzieren.
6.Den Deckel schließen. Den Deckel so oft wie möglich geschlossen zu halten ist wichtig für eine konstante Temperatur, um etwaige Flammenbildung einzudämmen und um die grilltypischen Raucharomen möglichst nicht entweichen zu lassen.
7.Nicht zu oft wenden. Gewendet wird in der Regel nur ein- bis zweimal, sonst reißt die Oberfläche leicht auf. Im Zweifelsfall warten Sie lieber etwas ab, außer es käme zu Flammenbildung. Auch unnötiges Einstechen und Herumschieben des Grillguts geht zulasten des Geschmacks und der Farbe.
8.Auf Rauchzeichen reagieren. Strömt feiner, weißlicher Rauch aus dem Grill, ist alles bestens. Hingegen bedeutet schwarzer, dichter Qualm: Etwas läuft schief. Eventuell brennt das Grillgut an (und rußt womöglich sogar) oder die Glut ist am Ersticken. Reagieren Sie sofort, indem Sie das Grillgut umplatzieren, die Lüftungsschieber öffnen und nach Bedarf Brennstoff nachlegen.
9.Nicht raten, sondern messen. Wie steht es um den Gargrad des Grillguts? Manchmal sagt die Farbe schon einiges darüber aus, mitunter auch die Konsistenz. Dennoch ist ein Thermometer mit präziser Sofortanzeige beim Grillen von Fleisch, Geflügel und Fisch zumeist unverzichtbar. Damit hat das Raten ein Ende, und Sie erhalten jedes Mal ein perfektes Ergebnis (>–>).
10.Neue Ideen ausprobieren. Einst war Grillen gleichbedeutend mit Fleisch grillen, das über dem offenen Feuer kräftig gebräunt wurde. Inzwischen hat sich das Spektrum der Zutaten erheblich erweitert, genau wie das der Garmethoden. Unter anderem wird jetzt auf dem Grill gebraten, geräuchert, gebacken, gedünstet und pfannengerührt.
DAS FEUER ZÄHMEN
