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Ein Jahr ist es nun her, dass Alexia Damian an Weihnachten verlassen hat, um ihre Karriere als Sängerin voranzubringen. Dieses Jahr treffen sie sich wieder, doch ihre Einstellungen haben sich nicht geändert... Ein Adventskalender der besonderen Art. 24 Kapitel für 24 Tage. Jeden Tag kommt eines auf meinem Blog dianamondsite.wordpress.de und auf Wattpad. Wenn ihr mich und meine Arbeit unterstützen wollt, könnt ihr das mit einem kleinen Kauf gerne tun!
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Seitenzahl: 113
Veröffentlichungsjahr: 2017
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Keine Sorge, gleich geht es mit der Geschichte los!
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Ich schreibe leidenschaftlich gerne Jugendbücher und Liebesromane voll mit Geheimnissen, Verrat, Eifersucht und natürlich großen Gefühlen!
Und jetzt viel Spaß beim Lesen!
Dia
Weihnachtsliebe
Diana Mond
1. Dezember
*Alexias Sicht, Weihnachten 2016
Als erstes hörte ich nur das Knirschen unserer Schritte im Schnee. Bei jedem Schritt über den Weg freute ich mich über das Geräusch. Weiße Weihnachten hatten wir Ewigkeiten nicht mehr gehabt. Und ausgerechnet heute, an Heiligabend, war alles voller Schnee.
Es war kalt, ich war so dick eingepackt, dass ich mich wie ein Michelinmännchen fühlte. Eine kleine Schneeflocke fiel auf meine Nase und ich sah in den weißen Himmel. Ich spürte, wie meine Hand gegriffen wurde. Es war mein Freund Damian, mit dem ich an diesem Nachmittag draußen war. Als wir bei einer Bank kamen, wischten wir den Schnee runter und setzten uns.
„Denkst du, es war eine gute Idee, einfach abzuhauen? Dein Vater macht sich bestimmt schon Sorgen um dich“, meinte Damian.
Ich lachte.
„Entspann dich mal! Es ist doch nur so eine blöde Weihnachtsfeier mit der Familie.“
„Ach Lexi…“
Er war schon immer der Einzige gewesen, der mich Lexi nannte. Für alle anderen war ich Alexia. Aber für Damian war ich eben nicht irgendjemand. Ich liebte es, wenn er mich so nannte.
„Was ist denn mit dir? Hast du Bescheid gesagt?“
„Klar. Das hättest du auch tun sollen.“
Ich verdrehte die Augen.
„Aber deine Eltern mögen mich auch…“
Damian unterbrach mich:
„Wie kann man dich nicht mögen?“
Ich lächelte und redete weiter:
„Mein Vater… ist da etwas strenger. Das weißt du doch.“
„Du hättest doch nicht sagen müssen, dass ich bei dir bin.“
„Er ist nicht blöd. Glaubst du wirklich, er rafft das nicht?“
„Ist doch auch egal. Jetzt zählt nur, dass wir hier sind. Zusammen. Wir sollten das genießen. Weihnachten ist schließlich das Fest der Liebe“, sagte Damian und lächelte mich süß an.
Das war mein Stichwort. Ich holte aus meiner Jackentasche eine kleine Schachtel. Es war mein Geschenk für ihn. Das ganze Jahr hatte ich mir Gedanken gemacht. Es musste schließlich perfekt werden. Praktisch sein, kein Staubfänger. Zu ihm passen. Eine persönliche Note haben. Kreativ sein und trotzdem preiswert.
„Was hast du denn da?“, fragte Damian grinsend.
„Eine Kleinigkeit“, antwortete ich.
„Was ist da drinnen?“, fragte er.
„Guck doch nach!“, sagte ich.
„Aber du packst die immer so schön ein, dass ich das Gefühl habe, ein Kunstwerk zu zerstören.“
Ich wurde ungeduldig. Er sollte endlich dieses blöde Päckchen öffnen! Ich wollte doch sein Gesicht sein, wenn er es das Geschenk sah!
„Also willst du es nicht aufmachen?“, fragte ich, leicht genervt.
„Schon gut! Ich mache es ja auf!“
Er öffnete die hübsche Schleife und machte vorsichtig das Geschenkpapier ab. Dann kam die Schachtel zum Vorschein, die er ebenfalls öffnete. Damian fing an zu grinsen und holte sein Geschenk heraus. Es war ein Plektrum für seine Gitarre, in das unsere beiden Namen eingraviert waren.
„Hey… Das ist ja cool!“, sagte er und gab mir einen langen, gefühlvollen Kuss.
„Damit hast du immer einen Glücksbringer, wenn du spielst.“
„Ja… vielleicht läuft es dann etwas besser. Bei dir auch“, erwiderte er.
Ich biss mir auf die Unterlippe. Jetzt konnte ich ihm endlich erzählen, was für großartige Neuigkeiten ich hatte.
„Wo wir gerade bei dem Thema sind… Ich muss dir unbedingt etwas erzählen!“, sagte ich aufgeregt.
Ich freute mich schon wieder so sehr, dass ich unaufhörlich grinste. Damian sah mich an und hörte aufmerksam zu.
„Ich habe mich vor einiger Zeit bei einer berühmten Musikschule beworben und wurde angenommen! In ein paar Wochen schon ziehe ich in die Stadt der Musicals: Hamburg!“, rief ich und grinste.
Das waren doch unglaublich tolle Neuigkeiten! Seit unserem Schulabschluss vor einem Jahr versuchten Damian und ich, als Künstler durchzustarten. So viele Absagen hatte ich schon bekommen und immer weiter geübt. Nun wurde mein Traum wahr und ich durfte an einer der berühmtesten Musikschulen des Landes studieren.
Damian freute sich aber nicht, was ich zwar sah, aber nicht verstand. Mein Lächeln war weg.
„Was ist denn? Freust du dich nicht?“, fragte ich.
Er schüttelte den Kopf vor Entsetzen.
„Was hast du? Sag doch was!“
„Wann wolltest du mir das sagen?“, fragte er.
Ich zuckte mit den Schultern.
„Ich habe es dir doch gerade gesagt.“
„Ja, erst jetzt! Wieso hast du das nicht mit mir abgesprochen? Mich nach meiner Meinung gefragt?“
„Ich brauche keine weitere Meinung dafür. Für mich stand von Anfang fest, dass ich gehen werde.“
Ich redete einfach ehrlich, ohne darüber nachzudenken, dass er das vielleicht anders sehen könnte.
„Und was ist mit uns? Mit unserer Beziehung?“
„Ja, das tut mir auch leid, aber es ist doch klar, dass meine Karriere vorgeht!“, sagte ich.
„Ach ja? Deine Karriere ist dir wichtiger als ich?“
Ich wusste nicht, was ich noch dazu sagen sollte. Ja, es war mir im Moment wichtiger.
„Wir können doch einfach eine Fernbeziehung führen“, schlug ich vor.
„Und wenn ich das nicht will? Wenn ich sage: Entweder ich oder die Schule in Hamburg?“
„Dann gehe ich nach Hamburg!“, sagte ich entschlossen.
„Schön, das ist das mit uns eben vorbei!“
„Weißt du was?“, fragte ich. „Du bist doch nur neidisch! Du würdest auch gerne dort studieren!“
„Nicht, wenn ich dafür dich verlassen müsste“, erwiderte er.
Ich glaubte ihm kein Wort.
„Nein, das ist eine Lüge! Das war immer unser Traum. Das hättest du nicht einfach aufgegeben!“
„Es ist doch jetzt auch vollkommen egal, was ich getan hätte. Dir ist deine Karriere lieber als ich? Dann geh doch!“
„Das werde ich!“
„Schön!“, sagte er, stand auf und ging.
Ich zweifelte nicht eine Sekunde daran, dass das die richtige Entscheidung gewesen war. Schließlich boten sich mir damit ganz neue Möglichkeiten und Chancen. Es war immer mein Traum gewesen, eine erfolgreiche Bühnenkünstlerin zu werden. Ob nunals Sängerin oder Tänzerin. Und das würde ich mir von niemandem nehmen lassen.
2. Dezember
*Alexias Sicht, fast ein Jahr später
Mit einem breiten Lächeln ging ich in die Musikschule. Ich freute mich jeden Tag auf den Unterricht, auf das Singen und Tanzen mit meinen Freunden. Es waren nur noch wenige Wochen bis Weihnachten, da planten unsere Lehrer sicher etwas ganz Besonderes.
Als ich hineinkam, kam mir auch schon Vincent zu mir. Wir wohnten zusammen mit seiner Freundin Julia in einer WG in der Nähe der Schule.
„Na, du Hübsche, wie geht es dir?“
„Super, dir anscheinend auch“, antwortete ich.
„Könnte nicht besser sein.“
Er legte einen Arm um mich, wie er es bei allen Mädchen machte. Doch als seine Hand etwas weiter nach unten rutschte, nahm ich sie weg.
„Hörst du mal auf, mich zu begrabschen?“, sagte ich, leicht lachend.
„Tut mir leid, ich bin etwas abgerutscht.“
Ich nickte.
„Dann glaube ich dir das mal.“
Er lachte.
„Herr Hechelmann möchte uns in der Aula etwas sagen. Also bis gleich!“
„Bis gleich!“
Vincent ging schon einmal vor, während ich zu meinem Spind ging. Ich hatte ihn gerade geöffnet, da kam eine weinende Julia zu mir und fiel mir in die Arme.
„Hey, was ist denn los?“, fragte ich und schob sie weg.
Ich lächelte sie aufmunternd an.
„Vincent… Er hat mit mir Schluss gemacht.“
Mein Lächeln verschwand. Das war grauenhaft.
„Was? Wann?“, fragte ich.
„Vor einer halben Stunde ungefähr. Wir waren auf dem Weg hierher und da… da hat er es einfach getan.“
Das war merkwürdig. Ich wusste nicht, was ich konkret tun sollte. Schließlich konnte ich ihn nicht zwingen, wieder mit ihr zusammen zu sein, und Julia auch nicht ihren Schmerz nehmen. Sie musste dort durch. Ich war bloß glücklich, dass ich so etwas noch nicht hatte durchmachen müssen.
„Komisch, als ich ihn gerade getroffen habe, war er ganz normal.“
Julia weinte noch mehr.
„Er ist glücklich, weil er mich endlich los ist“, sagte sie schluchzend.
„Nein, so ist es nicht…“
Man hörte deutlich aus meiner Stimme, dass ich log. Es war wahrscheinlich so. Ja, ich war wirklich mies darin, andere zu trösten oder aufzumuntern. Deshalb wollte ich lieber mehr Informationen.
„Hat er denn gesagt, warum er Schluss gemacht hat?“, fragte ich.
Sie schluchzte noch lauter als vorher.
„Julia! Jetzt reiß dich mal zusammen!“, sagte ich.
Sie nickte und atmete tief durch.
„Er hat gesagt, dass er in jemand anderen verliebt ist…“, erzählte sie.
Ich schüttelte den Kopf.
„Das ist schrecklich.“
„Ja…“
„So! Jetzt geh dich aber mal frisch machen! Wir müssen gleich in der Aula sein!“
Julia verschwand Richtung Mädchentoilette und ich machte mich auf den Weg in die Aula. Es war nur eine kleine Schule mit wenigen Klassen. Jeder kannte jeden und im Unterricht konnte jeder auf seine Weise gefördert werden. Ich setzte mich auf einen Stuhl neben Vincent.
„Ich habe eben Julia getroffen“, erzählte ich.
„Und?“, fragte er lachend. „Hat sie dich voll geheult?“
„Das ist nicht lustig!“, antwortete ich. „Du hast ihr echt wehgetan.“
Er zuckte mit den Schultern. Ich kannte Vincent noch nicht so lange, aber ich wusste, dass er nicht der einfühlsame Typ war. Das war ich aber auch nicht.
„Ich weiß, dass es ihr jetzt schlecht geht. Aber ist das mein Problem? Nein! Was hätte ich denn sonst tun sollen, wenn ich einfach nicht mehr mit ihr zusammen sein wollte?“, fragte er mich.
„Ich verstehe dich. Weißt du, Julia hat gesagt, du hättest gesagt, dass du in eine andere verliebt bist.“
Er grinste.
„Ja, das könnte man so sagen.“
„Willst du mir sagen, wer es ist?“
Gerade als Vincent den Mund öffnete, um etwas zu sagen, bat unser Direktor Herr Hechelmann um Ruhe.
„Hört mir bitte zu!“, sagte er noch einmal.
Als alle leise waren, sah er sich um. Julia kam gerade herein und setzte sich auf einen freien Stuhl weiter hinten.
„Gut, jetzt wo alle da sind, kann ich euch erzählen, was wir für Weihnachten dieses Jahr geplant haben. Wir wollen eine große Show an Heiligabend veranstalten, aber nicht wie die letzten Jahre hier in unserer kleinen Schule, sondern in einem richtigen Theater in der Stadt. Mit Choreografien, Beleuchtung und zahlendem Publikum“, erklärte Herr Hechelmann.
Vincent und ich sahen uns an und lächelten. Es hörte sich super an.
„Jeder wird an der Show mitwirken, das heißt aber nicht, dass auch jeder auf der Bühne stehen wird. Manche können einen eigenen Song schreiben, oder eine neue Version zu einem bestehenden Lied schreiben. Oder ihr kümmert euch um die Kostüme, Choreografien… Es gibt jede Menge zu tun. Und das werden wir alles in den nächsten Wochen erarbeiten.“
„Willst du nicht einen Song schreiben?“, fragte Vincent mich leise.
Ich schüttelte sofort den Kopf.
„Ich habe noch nie etwas Eigenes komponiert.“
„Wir haben uns vor allem überlegt, klassische Weihnachtslieder zu spielen. Lieder, die man kennt, gemischt mit neuen Songs. Wer genau was macht, werden wir uns noch überlegen. Bis dahin könnt ihr euch schon einmal überlegen, was ihr gerne vorführen würdet“, fuhr Herr Hechelmann fort.
Einige Schüler fingen bereits an zu tuscheln und zu diskutieren.
„Nachher bitte! Zuerst möchte ich euch noch jemanden vorstellen, der uns bei unserer Weihnachtsgeschichte unterstützen wird. Das ist Damian!“
Aus der ersten Reihe stand er auf und ging zu Herrn Hechelmann. Ich traute zunächst meinen Augen nicht. War er das? Mein Damian? Wieso? Er sah sich um und sah mich auch ganz kurz an. Ich lächelte, weil ich mich freute, ihn wiederzusehen. Er lachte auch, aber wahrscheinlich eher, weil er glücklich war, hier zu sein.
„Damian ist eine kleine Internetberühmtheit. Er wurde bekannt durch sein Cover von Last Christmas. Und jetzt ist er bei uns und wird bei der Show mitwirken. Einen großen Applaus, bitte!“
Alle fingen an zu klatschen und ich klatschte am lautesten.
„Gut, dann ab in die Klassen!“
Die anderen Schüler standen auf. Ich blieb noch einen Moment sitzen und wartete auf Damian. Wir hatten uns lange nicht gesehen und ich wollte ihn begrüßen. Kurz darauf ging er an mir vorbei.
„Damian!“, rief ich und er drehte sich um.
3. Dezember
Damian drehte sich um und sah mich an.
„Hey… Wie lang ist es her, dass wir uns das letzte Mal gesehen haben? Ein Jahr?“, fragte ich lächelnd.
Er zuckte mit den Schultern.
„Interessiert mich ehrlich gesagt nicht. Was willst du?“
Mein Lächeln verging.
„Ich wollte dich begrüßen. Du bist neu hier und ich kenne mich ganz gut aus. Ich dachte, ich könnte dir helfen, dich hier zurechtzufinden“, meinte ich.
Damian sah mich nicht an. Im Gegensatz zu mir wirkte er nicht besonders erfreut über dieses Wiedersehen.
„Wieso bist du so?“, fragte er.
„Was meinst du?“
„Wieso tust du so, als wäre alles in Ordnung?“
Ich stockte einen Moment.
„Ist denn nicht alles in Ordnung?“, erwiderte ich.
„Nein! Hast du schon vergessen, was letztes Jahr passiert ist?“
„Natürlich habe ich das nicht vergessen. Aber das ist so lange her, ich dachte, das wäre längst kein Thema mehr.“
„Für dich vielleicht. Nur zu deiner Info: Ich bin immer noch enttäuscht über das, was du abgezogen hast.“
„Ist das nicht ein bisschen kindisch?“, fragte ich. „Nach all der Zeit bist du immer noch nicht darüber hinweg?“
Er machte eine abwinkende Handbewegung.
„Kann dir doch auch egal sein. Ich will jedenfalls nicht einfach so tun, als wäre alles gut. Das ist es nämlich nicht!“
Damian drehte sich um und ging. Ich sah ihm noch ganz verdutzt hinterher, da kam Vincent zu mir und legte eine Hand auf meine Schulter.
„Was war das denn?“, fragte er.
Ich seufzte.
„Er ist mein Ex.“
„Dein Ex?“
„Ja. Wir haben uns letztes Jahr zu Weihnachten getrennt, weil ich hierher gezogen bin, um an dieser Schule zu studieren. Er war überhaupt nicht begeistert, weil ich die Entscheidung ohne ihn getroffen habe.“
Vincent nickte.
„Weißt du… Ich kann ihn da schon verstehen. Niemand verliert gerne so ein tolles Mädchen wie dich.“
Er sah mir tief in die Augen und lächelte.
