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Ein Stier begegnet auf einer Wiese einer sehr attraktiven Kuh, die sich ihm gegenüber jedoch leicht arrogant zeigt. Nach kurzen Überlegungen beschließt der Stier, ihr trotz der Arroganz schöne Augen zu machen…schließlich ist er ja ein Stier und würde sie schon zähmen können. Nachdem sie eine Weile miteinander geflirtet hatten, schlug der Stier vor, sich gemeinsam eine Wiese zu suchen, um diese abzugrasen. Die Kuh jedoch lehnte seinen Vorschlag ab und nahm ihn stattdessen mit auf die Wiese ihrer Eltern. Von Anfang an verursachte dieser Vorschlag seitens der Kuh ein seltsames Gefühl bei dem Stier. Er hatte irgendwie Bauchweh und ihm schwante nichts Gutes. Sicher würden ihm die Eltern der Kuh Vorschriften machen und ihm sagen, was er zu tun und zu lassen hatte. Seine Befürchtungen sollten sich bewahrheiten. Die Eltern seiner Angebeteten mieden ihn und machten ihm tatsächlich Vorschriften, wo er zu grasen hatte und auch das inzwischen vorhandene Kälbchen konnte die Situation nicht entschärfen. Die Eltern der Kuh ließen ihn nur auf dem Fleckchen Weide grasen, auf dem das Gras dünn gesät war. Das Kälbchen hingegen durfte an den saftigsten Plätzen der Wiese grasen und wurde vollkommen in die Familie integriert. Immer wieder blickte der Stier hilfesuchend zu seiner Kuh, die ihm jedoch mit ihren Blicken, Gesten und Worten unmissverständlich klar machte, das das Wort ihrer Kuheltern Gesetz war auf der Wiese und er sich gefälligst zu beugen habe. .................................... Inzwischen hatte er auch den Eindruck, dass seine Kuh sich etwas zu fürsorglich um die Kälbchen kümmerte. Ihm kamen immer mehr Zweifel an seiner schönen braunen Kuh. Nicht, dass er etwas dagegen gehabt hätte, dass sich die Kuh so herzlich und rund um die Uhr um die gemeinsamen Kälbchen kümmerte, schließlich liebte er seine Kälbchen und war froh, wenn es ihnen gut ging. Dennoch fand er es etwas übertrieben, das die Kälbchen ständig gestriegelt und geleckt wurden.
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Seitenzahl: 25
Veröffentlichungsjahr: 2013
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johnbotscheslav
wenn ein Stier zum Ochsen wird
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Inhaltsverzeichnis
Titel
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Impressum
Kapitel 1
Ein Stier begegnet auf einer Wiese einer sehr attraktiven Kuh, die sich ihm gegenüber jedoch leicht arrogant zeigt. Nach kurzen Überlegungen beschließt der Stier, ihr trotz der Arroganz schöne Augen zu machen…schließlich ist er ja ein Stier und würde sie schon zähmen können. Nachdem sie eine Weile miteinander geflirtet hatten, schlug der Stier vor, sich gemeinsam eine Wiese zu suchen, um diese abzugrasen. Die Kuh jedoch lehnte seinen Vorschlag ab und nahm ihn stattdessen mit auf die Wiese ihrer Eltern. Von Anfang an verursachte dieser Vorschlag seitens der Kuh ein seltsames Gefühl bei dem Stier. Er hatte irgendwie Bauchweh und ihm schwante nichts Gutes. Sicher würden ihm die Eltern der Kuh Vorschriften machen und ihm sagen, was er zu tun und zu lassen hatte. Seine Befürchtungen sollten sich bewahrheiten. Die Eltern seiner Angebeteten mieden ihn und machten ihm tatsächlich Vorschriften, wo er zu grasen hatte und auch das inzwischen vorhandene Kälbchen konnte die Situation nicht entschärfen. Die Eltern der Kuh ließen ihn nur auf dem Fleckchen Weide grasen, auf dem das Gras dünn gesät war. Das Kälbchen hingegen durfte an den saftigsten Plätzen der Wiese grasen und wurde vollkommen in die Familie integriert. Immer wieder blickte der Stier hilfesuchend zu seiner Kuh, die ihm jedoch mit ihren Blicken, Gesten und Worten unmissverständlich klar machte, das das Wort ihrer Kuheltern Gesetz war auf der Wiese und er sich gefälligst zu beugen habe. Oft grübelte der Stier nach, warum die Kuh sich so verändert hatte und warum sie zuließ, dass die Eltern ihn aus der Familie ausgrenzten. Die Situation stimmte ihn sehr traurig und er fühlte sich zurückgesetzt und alleine. Ihm fehlte die Liebe seiner Kuh, mit der er vor dem Einzug auf der Wiese der Eltern so glücklich gewesen war. Einmal hatte er sie angesprochen und auf die Sehnsucht, die in ihm brannte hingewiesen. Die Kuh erklärte ihm jedoch abgeklärt, dass sie keinen Spaß und keine Lust mehr an der Liebe empfände. Dies rührte wohl daher, dass bei der Geburt des Kälbchens Komplikationen auftraten und der Tierarzt sie falsch genäht hatte. Liebe mit dem Stier zu machen, verursachte Schmerzen bei ihr. Es traf den Stier gleich doppelt hart. Zum einen fühlte er sich alleine, war eingeschränkt in seiner Bewegungsfreiheit und durfte nur in der ihm zugewiesenen schlechten Ecke der Weide grasen, zum anderen erhielt er von seiner Kuh, wegen der er erst in diese Lage gekommen war, keinerlei Zuwendung mehr. Trotzdem versuchte er Verständnis für seine Kuh aufzubringen. Um sich auf andere Gedanken zu bringen, arbeitete sehr viel und sehr hart. Auch hoffte er auf die Anerkennung der Eltern seiner Kuh, wenn er sich als fleißig und zuverlässig zeigte.
