Wenn kein Weg zu weit ist - Jasmin Yildiz - E-Book

Wenn kein Weg zu weit ist E-Book

Jasmin Yildiz

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Beschreibung

Dieses evangelistische Verteilbüchlein ist etwas ganz Besonderes! Immer wieder hat Dir. u. Prof. a. D. Dr. - Ing. Werner Gitt aus Braunschweig nach dem Zusammenbruch des Kommunismus in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion über die Geschichte des Finanzministers aus Äthiopien (Apostelgeschichte 8, 26-40) gepredigt. Über seine evangelistischen Dienste findet auch die aus einem muslimischen Land stammende Autorin Jasmin Yildiz zum lebendigen Glauben an Gott. Sie ist mit der Gabe des phantasievollen Schreibens beschenkt. Unter Einhaltung der biblischen Grundlinien schafft es die Autorin, in erzählerischer Freiheit die atemberaubende Bekehrungsgeschichte des Kämmerers aufzuschreiben. Jasmin Yildiz wünscht sich so sehr, dass das rettende Evangelium von Jesus Christus das Leben vieler Menschen radikal verändert. Der außerordentlich niedrige Verkaufspreis soll helfen, das Büchlein in großen Stückzahlen zu verteilen, damit die vielen suchenden Menschen das Ziel finden: das ewige Leben bei Gott!

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Seitenzahl: 91

Veröffentlichungsjahr: 2013

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Jasmin Yildiz

Wenn kein Weg zu weit ist

Die atemberaubende Geschichte des Kämmerers von Äthiopien spannend und in erzählerischer Freiheit aufgearbeitet, wobei die biblischen Grundlinien eingehalten wurden

Jasmin Yildiz

Wenn kein Weg zu weit ist

Die atemberaubende Geschichte vom äthiopischen Finanzminister (Apg. 8)

Vor- und Nachwort von Werner Gitt

© 2012 Lichtzeichen Verlag, Lage

Redaktion: Werner Gitt

Illustration: Doris Daubertshäuser

ISBN: 9783869549965 Bestell-Nr.: 548996

E-Book Erstellung: LICHTZEICHEN Medien www.lichtzeichen-medien.com

Inhalt

Vorwort

Wenn kein Weg zu weit ist

Der Finanzminister aus Äthiopien (Apg 8,26-40)

Nachwort

Vorwort

An zahlreichen Stellen der Bibel finden wir Gespräche wiedergegeben, die Jesus oder die Apostel mit Menschen führten. Jesus hatte immer Zeit für die Menschen, die zu ihm kamen. Nie brach er aus Zeitmangel ein Gespräch ab. Nur das Wesentliche oder das Ergebnis dieser Gespräche ist im Neuen Testament übermittelt. So ist das ausgiebige Nachtgespräch zwischen Jesus und Nikodemus in nur elf Versen geschildert, und vom Bekehrungsgespräch des Matthäus ist nur ein einziger Vers überliefert (Matthäus 9,9). Wir können aber davon ausgehen, dass Jesus auf alle Fragen einging, die ein Suchender vorbrachte. In gleicher Weise taten es auch seine Apostel. Wäre alles aufgeschrieben, was Jesus sagte und tat, so würden die Bücher der Welt nicht ausreichen (Johannes 21,25). Da die biblischen Geschichten und Gespräche knapp gehalten sind, ist viel Freiraum für die Predigt gegeben. Dieser Spielraum darf genutzt werden, um die Berichte für heutige Situationen zu aktualisieren und auch um Details aus dem damaligen Umfeld zu ergänzen, die zum Verständnis des Evangeliums hilfreich sind. Alles aber muss so gestaltet sein, dass nichts im Widerspruch zum Gesamtzeugnis der Bibel steht.

Über die Geschichte des Finanzministers von Äthiopien habe ich nach dem Zusammenbruch des Kommunismus in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion immer wieder gepredigt. Ich habe diesen Bibeltext besonders schätzen gelernt, weil er in besonderer Weise geeignet ist, Menschen das Evangelium nahezubringen, die es noch nie gehört haben. Die Zuhörer nahmen dabei die leicht nachvollziehbare Rolle des unwissenden, aber suchenden Ministers ein. In meinem Buch „Signale aus dem All“1 habe ich auf den Seiten 131-141 in dem oben genannten Sinne das Gespräch zwischen Philippus und dem äthiopischen Finanzminister ausführlich ergänzt. Da dieser heidnische Äthiopier das Evangelium von Jesus bisher überhaupt nicht kannte, musste Philippus es ihm wie in einem Anfängerkurs des Glaubens ausführlich erklären. Die Beweggründe des Ministers sowie die Hin- und Rückreise durch die Wüsten und all die Gespräche in Jerusalem sind uns in der Bibel nicht überliefert. So hatte ich die Idee, diese Teile auch in erzählerischer Freiheit zu gestalten. Diesen Teil wollte ich aber nicht selbst ausführen, sondern jemanden dafür gewinnen, dem Gott die Gabe des phantasievollen Schreibens gegeben hat.

Am 9. Mai 2011 erhielt ich von einer mir bis dahin unbekannten Person eine E-Mail, in der es hieß:

„Ich wurde unglücklicher Weise in einem muslimischen Land geboren, habe mich von Gott seit meiner Kindheit abgewandt, ja sogar von dem Allah der Moslems bin ich weggelaufen, ihm alles Mögliche vorgeworfen, was mir widerfahren ist, habe mich von der Evolutionstheorie trösten lassen und habe ohne schlechtes Gewissen ein verdammt langes Sündenregister zustande gebracht, das ich meinen Lebenslauf nenne. Siehe da, diese Frau, die geglaubt hat, dem Allah entkommen zu sein, hat durch Sie den wahren Gott, den Gott der Bibel, gefunden. Ich danke Ihnen so sehr, dass Sie mein Leben radikal verändert haben. Diesen Dank und die Dankbarkeit kann ich in keiner Sprache, die ich beherrsche, in Worte fassen! Ich wünschte, Sie könnten auch das Leben der Menschen radikal verändern, die ich so lieb habe. Bleiben Sie uns erhalten! Gott segne Sie!

Als Jasmin Yildiz mir dann später auch noch einen von ihr verfassten, äußerst spannenden Roman zuschickte, war mir klar, jetzt ist die Mitarbeiterin gefunden, die die Geschichte spannend und mit Phantasie vervollständigen kann.

Auf diese Weise ist es zu dem vorliegenden Taschenbuch gekommen. Jasmin Yildiz hat in erzählerischer Freiheit die Vorgeschichte der Begegnung zwischen Minister und Philippus ausführlich ausgemalt, ebenso seinen Aufenthalt in Jerusalem, wie er sich abgespielt haben könnte. Auch die Rückreise nach Äthiopien mit einem Mann in der Karawane, der Christus kennt, dürfte spannend sein. Die vielen Gespräche mit den Bürgern Jerusalems sollen zeigen, dass der Minister dort keine Antwort auf seine Suche nach Gott fand. Das geschah dann erst im Gespräch mit Philippus in der Wüste.

Es sei hier darauf hingewiesen, dass die erwähnten Zitate aus dem Neuen Testament zu diesem Zeitpunkt noch nicht in geschriebener Form vorlagen; zum besseren Verständnis aber wurden sie mit eingeflochten, und die Belegstellen sind in den Fußnoten genannt.

Die bemerkenswerte Geschichte des äthiopischen Ministers und sein Weg zu Gott können für viele Menschen unserer Tage eine Hilfe sein, um selbst zum Glauben zu finden. Wir fassen das Wichtigste hier noch einmal zusammen:

Der Minister war einer, der wirklich nach Gott suchte. Wer Gott von Herzen sucht, der wird ihn auch finden.Den lebendigen Gott findet man nur in Jesus.Wer Jesus sucht, findet Ihn in seinem Wort, also in der Bibel oder in der Predigt, die der Bibel gemäß ist.Nur wer Jesus annimmt, ist gerettet. Er hat das ewige Leben (den Himmel) gefunden.Von Jesus kann man an einem Tag zum ersten Mal hören und ihn auch am selben Tag annehmen. Das ist überall möglich – sogar in der Wüste.

Im Nachwort soll Schritt für Schritt gezeigt werden, wie der Leser selbst zum Ziel kommen kann. Die nachfolgende Geschichte „Wenn kein Weg zu weit ist“ kann eine gute Vorbereitung dazu sein. Danken möchte ich meinen beiden inzwischen sehr bewährten Mitarbeiterinnen. Doris Daubertshäuser hat in einfühlsamer Weise passend zur Geschichte eine Reihe von Grafiken gestaltet. Bettina Hahne-Waldscheck hat sich in die frei erzählte Geschichte über den Minister von Äthiopien engagiert hineingedacht und den Text mit der ihr eigenen Sorgfalt lektoriert.

Werner GittNovember 2012

1   „Signale aus dem All – Wozu gibt es Sterne?“, Christliche Literatur-Verbreitung, Bielefeld, 5. Auflage 2007

Wenn kein Weg zu weit ist

Das angenehme Leben des Ministers

In einem Tal unter der südlichen Sonne Äthiopiens stand ein prächtiges Haus mit Säulen, bogenförmigen Fenstern und reichlich verzierten Fassaden und Türmen. Die geschnitzten Türflügel aus Edelholz, die mit Liebe und Geduld gestalteten Wände und edlen Stoffe, welche die Räume dekorierten, verrieten, dass hier ein besonderer Mann lebte. Auch die Blumen und Bäume im Garten trotzten der Hitze und Trockenheit, als wetteiferten sie mit ihrer Schönheit, um ihrem Besitzer zu gefallen. Rosenbüsche zierten den Weg, der in das Haus führte, üppiges Grün exotischer Bäume lud die Vorbeigehenden ein, in ihrem Schatten auszuruhen. Dieses Tal glich dem Werk eines Malers, der mit seinem Pinselstrich die Erde in ockergelb, die Hügel beige und violett, die runden Lehmhütten, ja sogar die Menschen auf den Gassen in Brauntöne getüncht hatte. Die Farben gingen fließend ineinander über. Nur das prächtige Haus auf dem kleinen Hügel stach mit solch andersartigen Farben hervor, als habe eine mächtige Hand das Haus aus einem anderen Bild herausgerissen und sanft über das Tal des Malers gesetzt.

Man sah jedoch meist nur zwei Menschen um das Haus. An manchen Tagen schlenderte ein junges Mädchen mit einem Mann mittleren Alters im Garten zwischen den Blumen umher, die Vater und Tochter zu sein schienen. Wenn sie sich an der Schönheit der Blumen satt gesehen hatten, setzten sie sich auf eine Bank unter einem Baum. Ein uniformierter Mann begleitete sie, mischte sich jedoch nicht in ihre Unterhaltung ein. Er servierte den Kaffee, den sie regelmäßig unter dem Baum tranken. Die Worte des Bediensteten waren meistens „Jawohl, Herr Minister! Nein, Herr Minister!“

Der Kämmerer auf seinem Besitz

Abseits von dem prächtigen Haus standen reihenweise runde Hütten mit kegelförmigen Strohdächern. Männer und Frauen mit sonnengegerbter Haut und langen Gewändern und barfüßige Kinder füllten die Gassen mit ihrem fröhlichen Geschrei. Auch die mit allerlei Gepäck schwer beladenen Maulesel und Pferde mischten sich unter die Menschenmenge. An manchen Tagen strömten die Menschen zu einem großen Platz, der im Zentrum der Stadt lag. Vielerlei Farben, Formen und Gerüche in den Läden der Handwerker und Händler füllten die Gassen und gaben diesem Ort das Herz und die Seele einer Stadt.

Die quälende Frage im Herzen

Dem Minister war es geglückt, seiner Königin als Schatzmeister dienen zu dürfen. Er hatte schon alles erreicht, was ein Mensch sich im Leben wünschte. Nun saß er Abend für Abend im Garten oder auf der Veranda seines Hauses, wo es ihm an nichts fehlte und dachte über den Sinn des Lebens nach. Sein prächtiges Haus mit den vielen Zimmern und den unzähligen Bediensteten machte dem Minister das Leben so angenehm, dass er den verständlichen Wunsch hatte, das Leben möge nie mehr aufhören. Durch seine Position am Hofe der Königin war es ihm möglich, feine Gewänder und kostbaren Schmuck mit leuchtenden Edelsteinen zu tragen. Auch was er aß und trank, war von erlesenem Geschmack. Wenn er darüber nachdachte, wie viel Glück ihm im Leben widerfahren war, füllte sich sein Herz mit Dankbarkeit. Er konnte aber nicht genau definieren, wem er dafür dankbar sein sollte. Gewiss hatten ihm seine Eltern den Weg bis zu seiner Position am Hofe der Königin geebnet. Aber er hatte auch seinen eigenen Beitrag durch Fleiß, Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit geleistet, damit die Königin ihm den Ministerposten gab. Trotzdem glaubte er irgendwie, dass ein Gott an seinem Erfolg beteiligt sein müsste. Denn auf der Sonnenseite des Lebens zu sein, war keine Sache, die sich allein durch Fleiß und Ehrlichkeit herbeizaubern ließ.

Er empfand es als zu schade, einmal sterben zu müssen. „Wäre es auch nicht bedauerlich für die Sklaven und Armen in meinem Lande, die nur Elend und Leid kennen, wenn auf einmal ihr Leben zu Ende ist, ohne dass sie je das Schöne darin richtig gekostet haben? Welchen Sinn hat ein Leben mit der unausweichlichen Fehlkonstruktion: ‚Tod‘? Wie kann es sein, dass manche sterben müssen, wenn sie noch im Kindesalter sind? Was ist das für ein Gott, der zuerst so etwas Geniales wie den Menschen konstruiert und ihn gleich danach in die Hände des Todes gibt?“, dachte er so bei sich selbst.

„Es wäre doch genauso unverständlich, als wenn ich meiner lieben Adoptivtochter einen Palast mit einer Fehlkonstruktion bauen ließe, durch die das Dach nach drei Tagen einstürzen würde. Dann könnte ich meinem Töchterchen sagen: ‚Der Palast wird nicht von neuem aufgebaut! Du hast doch drei lange Tage darin wohnen können! Genügt dir das nicht?‘ Und sie würde antworten: ‚Aber warum so viel Aufwand für so ein Prachtgebäude, das nach drei Tagen einstürzt? Ich hätte auch ohne Vorfreude auf meinen Palast in deinem Hause leben können. Ich wäre genauso glücklich gewesen wie vorher, aber jetzt bin ich so betrübt, weil ich deine Gedanken nicht verstehe!‘“