Wertschätzung für Mimosen - Thomas Schüpfer - E-Book

Wertschätzung für Mimosen E-Book

Thomas Schüpfer

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Beschreibung

Alle reden über Wertschätzung. Doch viele Unternehmer spüren sie längst im Hals stecken. Work-Life-Balance, Feelgood-Kultur, Achtsamkeit – alles schön und gut. Aber was, wenn die "neue Sensibilität" im Betrieb zur Einbahnstrasse wird? Wenn Führung nur noch bedeutet, Emotionen zu managen, statt Ergebnisse zu erzielen? Dieses Buch spricht aus, was viele denken, aber kaum jemand laut sagt: Dass Wertschätzung wichtig ist – aber nicht verweichlicht. Dass Verantwortung keine Zumutung ist – sondern Respekt. Und dass Unternehmen keine Therapiezentren sind, sondern Orte, an denen Menschen etwas schaffen, was grösser ist als sie selbst. Ein ehrliches, kritisches eBook aus Unternehmersicht – für alle, die Führung wieder mit Haltung leben wollen. Ohne Weichspüler. Ohne Angst. Mit Rückgrat.

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EPUB
MOBI

Seitenzahl: 28

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Vorwort

Alle reden über Wertschätzung. Doch viele Unternehmer spüren sie längst

im Hals stecken.

Work-Life-Balance, Feelgood-Kultur, Achtsamkeit – alles schön und gut.

Aber was, wenn die „neue Sensibilität“ im Betrieb zur Einbahnstrasse wird?

Wenn Führung nur noch bedeutet, Emotionen zu managen, statt Ergebnisse

zu erzielen?

Dieses Buch spricht aus, was viele denken, aber kaum jemand laut sagt:

Dass Wertschätzung wichtig ist – aber nicht verweichlicht. Dass

Verantwortung keine Zumutung ist – sondern Respekt. Und dass

Unternehmen keine Therapiezentren sind, sondern Orte, an denen

Menschen etwas schaffen, was grösser ist als sie selbst.

Ein ehrliches, kritisches eBook aus Unternehmersicht – für alle, die Führung

wieder mit Haltung leben wollen. Ohne Weichspüler. Ohne Angst.

Mit Rückgrat.

Kapitel 1

Die neue Blume im Betrieb - Die Mimose

Es gibt sie in fast jedem Unternehmen. Früher hiess sie vielleicht einfach „Kollege mit dünner Haut“. Heute hat sie einen Namen, einen Begriff, fast schon eine Daseinsberechtigung: die Mimose.

Früher wurde ein rauer Ton als normal empfunden. Heute reicht ein schärferer Blick, um eine Grundsatzdiskussion über Kommunikation, Achtsamkeit und Empathie auszulösen. Und natürlich meinen es alle gut. Wir sollen rücksichtsvoll, sensibel, menschlich sein. Doch irgendwann stellt sich die Frage: Wie viel Sensibilität verträgt ein Betrieb, der am Ende auch funktionieren muss?

Vom Mitarbeitenden zum empfindsamen Wesen

In vielen Teams ist die Stimmung heute eine seltsame Mischung aus Rücksicht, Unsicherheit und unterschwelligem Druck. Ein falsches Wort – und schon steht die Welt kurz still. Ein ehrliches Feedback – und jemand fühlt sich persönlich angegriffen. Ein Hinweis auf Verbesserung – und es wird als „fehlende Wertschätzung“ interpretiert.

Wertschätzung ist wichtig, keine Frage. Aber sie ist nicht dasselbe wie ständige Bestätigung. Wenn ein Unternehmer seinem Team jeden Tag versichern muss, wie grossartig es ist, dann läuft etwas schief – nicht, weil Lob schlecht wäre, sondern weil Arbeit ihren Sinn verliert, wenn sie nur noch von aussen validiert wird.

Der neue Leistungskonflikt

Unternehmerinnen und Unternehmer stecken heute in einem Dilemma. Sie

sollen wirtschaftlich stark, sozial kompetent, empathisch, modern und

wertschätzend führen – und dabei bitte noch jeden Einzelnen individuell

abholen. Klingt schön in der Theorie. In der Praxis heisst das oft: ständige

Rücksicht, ständiges Erklären, ständiges Deeskalieren. Dabei war Führung

einmal etwas anderes: Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen,

Richtung geben. Heute gleicht es eher einem emotionalen Seiltanz über

einem Minenfeld. Zu streng – unmenschlich. Zu weich – unglaubwürdig. Zu

direkt – verletzend. Zu indirekt – unklar.

Der Preis? Viele Unternehmer verlieren die Lust, überhaupt noch ehrlich zu

kommunizieren. Sie filtern jedes Wort, überlegen dreimal, ob sie jemanden

kränken könnten – und sagen am Ende lieber gar nichts.

Die paradoxe Kultur der Wertschätzung

Interessanterweise reden wir heute mehr über Wertschätzung als je zuvor –

und gleichzeitig fühlen sich so viele Menschen so wenig wertgeschätzt wie

nie. Das Paradox ist offensichtlich. Je mehr Wertschätzung gefordert wird,

desto inflationärer wird sie verteilt. Und was inflationär wird, verliert an

Wert. Wahre Wertschätzung entsteht nicht durch tägliche Nettigkeiten

oder Teamevents. Sie zeigt sich in Vertrauen, in Verantwortung, in der

Freiheit, Fehler zu machen – ohne dass gleich ein Drama daraus wird.

Doch genau hier liegt der Knackpunkt. Viele Mitarbeitende wollen heute das

Gefühl der Sicherheit, ohne den Preis der Verantwortung zu zahlen. Sie

wollen das Lob, ohne Risiko. Die Anerkennung, ohne Kritik. Die Freiheit,

ohne Konsequenzen. Und das, so ehrlich muss man sein, kann kein

Unternehmen langfristig tragen.