Wilder Wein - Literatur-Quickie - Linda Stift - E-Book

Wilder Wein - Literatur-Quickie E-Book

Linda Stift

0,0

Beschreibung

Kurze Geschichten. Spannend erzählt. Einfach gut. Auf gute Nachbarschaft! Keine ungewöhnliche Begrüßung, wenn man eine neue Wohnung bezieht und zum ersten Mal auf seine zukünftigen Nachbarn trifft. Eben diese Umsetzung dürfte sich allerdings schwierig gestalten, wenn der eine Teil im Alkohol versinkt und regelmäßig verunfallt, während sich der andere Teil hinter Trennwänden und Mauern verschanzt, wo der wilde Wein keine Chance hat … Der Literatur-Quickie – das schnelle Lesevergnügen für Zwischendurch von Deutschlands besten Autorinnen und Autoren. Jetzt als eBook: "Wilder Wein" von Linda Stift. dotbooks – der eBook-Verlag.

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern
Kindle™-E-Readern
(für ausgewählte Pakete)

Seitenzahl: 23

Veröffentlichungsjahr: 2013

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS
Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Über dieses Buch:

Auf gute Nachbarschaft! Keine ungewöhnliche Begrüßung, wenn man eine neue Wohnung bezieht und zum ersten Mal auf seine zukünftigen Nachbarn trifft. Eben diese Umsetzung dürfte sich allerdings schwierig gestalten, wenn der eine Teil im Alkohol versinkt und regelmäßig verunfallt, während sich der andere Teil hinter Trennwänden und Mauern verschanzt, wo der wilde Wein keine Chance hat …

Der Literatur-Quickie – das schnelle Lesevergnügen für Zwischendurch von Deutschlands besten Autorinnen und Autoren.

Über die Autorin:

Linda Stift wurde 1969 in Wagna/Österreich geboren und lebt in Wien. Sie arbeitet als Autorin, Herausgeberin und Lektorin. Zuletzt erschien ihr Roman Kein einziger Tag.

Der Literatur-Quickie Verlag im Internet: http://www.literatur-quickie.de

***

eBook-Ausgabe April 2013

Die Printversion erschien 2011 bei Literatur-Quickie, Hamburg

Copyright © der Printausgabe 2011 Literatur-Quickie, Hamburg

Copyright © der eBook-Ausgabe 2013 dotbooks GmbH, München

Alle Rechte vorbehalten. Das Werk darf – auch teilweise – nur mit Genehmigung des Verlages wiedergegeben werden.

Titelbildgestaltung: Nicola Bernhart Feines Grafikdesign, München

Titelbildabbildung: Susanne Schleyer

ISBN 978-3-95520-198-2

***

Wenn Ihnen diese Kurzgeschichte gefallen hat, empfehlen wir Ihnen gerne weiteren Lesestoff aus unserem Programm. Schicken Sie einfach eine eMail mit dem Stichwort Literatur-Quickie an: [email protected]

Besuchen Sie uns im Internet:

www.dotbooks.de

www.facebook.com/dotbooks

www.facebook.com/dergruenesalon

www.twitter.com/dotbooks_verlag

www.gplus.to/dotbooks

www.pinterest.com/dotbooks

Linda Stift

Wilder Wein

dotbooks

Eine herrliche Aussicht, nicht wahr! Der Makler hatte uns auf den Balkon geführt, der vom Nachbarbalkon durch eine schiefe und niedrige Bastmattenwand getrennt war, von der Efeu herüberwuchs. Ein Mann und eine Frau blickten über die Trennwand und lächelten uns zu. Sie hielten jeweils eine Zigarette in der Hand, sie mussten Anfang, Mitte 50 sein. Es war früher Nachmittag, eine Zeit, zu der sich die meisten Menschen in diesem Alter normalerweise nicht zu Hause aufhalten, sondern an ihrer Arbeitsstelle, wenn sie nicht gerade krank sind oder Urlaub haben. Oder selbständig sind. Oder arbeitslos oder Frührentner. Vielleicht aber auch Künstler, die in der Nacht ihre Werke schufen und am Tag ausspannten. Endlich neue Gesichter! Auf eine gute Nachbarschaft! Nick und ich zogen die Köpfe ein, nachdem wir gegrüßt hatten und stolperten im Rückwärtsgang wieder in die Wohnung zurück. Der Makler meinte lachend, Freundliche Nachbarn sind Gold wert, nicht wahr! Nick schlug die Balkontüren zu, was einen ziemlichen Krach machte, und murmelte etwas von einer Ziegelwand und dass man andernfalls hier nicht einziehen könne. Laut, rief unser zweijähriger Sohn und kicherte.

Das Gesicht des Maklers wurde ganz breit vor lauter Lächeln. Er hatte wohl schon befürchtet, dass ihm seine Felle davonschwimmen würden, nur wegen eines Balkones. Alles sei möglich, sagte er, seines Wissens nach sei der Hausbesitzer offen für Adaptionen.