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Noch vor wenigen Jahrzehnten schlief der Hofhund draußen in der Hütte und bekam die Reste vom Mittagessen. Heute schlafen Hunde in orthopädischen Betten, fressen glutenfreies Bio-Futter und tragen GPS-Tracker am Designer-Halsband. Katzen werden mit interaktiven Kameras überwacht, während ihre Besitzer im Büro sitzen. Die Rolle des Haustiers hat sich radikal gewandelt: Vom einfachen Nutztier hin zum vollwertigen, stark verhätschelten Familienmitglied. Diese tiefe psychologische Verschiebung hat eine der lukrativsten und krisensichersten Industrien unserer Zeit hervorgebracht. Dieses faszinierende Wirtschaftsbuch durchleuchtet die gigantische Ökonomie rund um Hund, Katze und Co. Der Autor zeigt auf, wie der demografische Wandel, die Zunahme von Single-Haushalten und die Sehnsucht nach bedingungsloser Liebe einen beispiellosen Konsumrausch entfesselt haben. Sie lernen die genialen Marketingstrategien der "Petconomy" kennen und erfahren, warum Millennials heute lieber in eine Tierkrankenversicherung investieren als in ein eigenes Haus. Das Buch bietet Gründern, Investoren und Marketingexperten tiefe Einblicke in einen Markt, der scheinbar keine Preisobergrenze kennt. Von Smart-Home-Gadgets für Vierbeiner bis zur Premium-Ernährung: Entdecken Sie die Erfolgsgeheimnisse von Start-ups, die verstanden haben, dass man den Geldbeutel der Besitzer am besten erreicht, indem man ihre tiefsten emotionalen Instinkte für ihre tierischen Ersatzkinder anspricht.
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Seitenzahl: 131
Veröffentlichungsjahr: 2026
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Table of Contents
Chapter 1: Die Evolution des Haustiers
Der historische Kontext der Haustierhaltung
Die Transformation der Haustierrolle im 20. Jahrhundert
Der demografische Wandel und seine Auswirkungen
Psychologische Faktoren der Vermenschlichung
Marketingstrategien in der Petconomy
Chapter 2: Der Aufstieg der Petconomy
Die Grundlagen der Petconomy
Segmentierung des Marktes
Verbrauchertrends und Kaufverhalten
Marketingstrategien für Start-ups
Chapter 3: Marktanalyse der Heimtierbedarf-Branche
Marktüberblick und Größe der Heimtierbedarf-Branche
Demografische Faktoren und Zielgruppen
Wichtige Trends im Heimtierbedarf
Wettbewerbsanalyse und Marktanteile
Chapter 4: Tierpsychologie und Konsumverhalten
Die Rolle der Tierpsychologie im Konsumverhalten
Emotionale Bedürfnisse von Tierhaltern
Kaufmotive im Kontext der Tierpsychologie
Produktentwicklung und Tierpsychologie
Chapter 5: Marketingstrategien für die Petconomy
Die Emotionale Ansprache im Marketing
Digitale Vertriebswege optimieren
Innovationsförderung durch Marktanalysen
Personalisierte Marketingstrategien
Chapter 6: Die Rolle von Start-ups in der Petconomy
Die Bedeutung von Innovation in der Heimtierbranche
Zielgruppenansprache und Marktveränderungen
Marketingstrategien von Start-ups
Technologische Trends in der Petconomy
Herausforderungen für Start-ups in der Petconomy
Erfolgsbeispiele von Start-ups in der Petconomy
Chapter 7: Demografischer Wandel und seine Auswirkungen
Der Einfluss steigender Single-Haushalte
Senioren und Haustierbesitz
Veränderungen im Konsumverhalten
Die Rolle von Technologie im Haustiermarkt
Chapter 8: Zielgruppenanalyse in der Heimtierbranche
Die Bedeutung der Zielgruppenanalyse
Demografische Profile in der Heimtierbranche
Verhaltensanalysen der Tierbesitzer
Segmentation der Zielgruppen
Psychologische Aspekte des Konsumverhaltens
Chapter 9: Trends und Innovationen im Heimtierbedarf
Die digitale Revolution im Heimtierbedarf
Nachhaltigkeit im Heimtierbedarf
Die Rolle der Tierpsychologie in Produktentwicklungen
Innovationsstrategien der Start-ups
Chapter 10: Nachhaltigkeit in der Petconomy
Die Bedeutung von Nachhaltigkeit in der Petconomy
Herausforderungen auf dem Weg zur Nachhaltigkeit
Innovationsstrategien für nachhaltige Produkte
Marketingstrategien für nachhaltige Produkte
Chapter 11: Die Zukunft der Petconomy
Die Rolle der Technologie in der Petconomy
Veränderungen im Verbraucherverhalten
Die Bedeutung von emotionalem Marketing
Zielgruppenanalyse für zukünftige Strategien
Chapter 12: Fallstudien erfolgreicher Unternehmen
Erfolgreiche Start-ups in der Heimtierbranche
Beispiel: Tiermedizin-Start-ups
Haustier-Fitness und Wellness-Trends
Erfolgreiche Strategien für Marketing
Schlussgedanken: Ihre nächsten Schritte in der Petconomy
In diesem Kapitel beleuchten wir die faszinierende Entwicklung des Verhältnisses zwischen Mensch und Tier. Von der Funktion des Haustiers als Jagd- oder Wachtier bis hin zur heutigen Rolle als vollwertiges Familienmitglied hat sich die Wahrnehmung von Tieren grundlegend gewandelt. Wir diskutieren, wie gesellschaftliche Veränderungen und der demografische Wandel die Haustierhaltung geprägt haben und welche psychologischen Faktoren dabei eine Rolle spielen.
Der Ursprung der Mensch-Tier-Beziehung reicht bis in die Urgeschichte zurück. In diesem Abschnitt betrachten wir, wie und warum Tiere ursprünglich domestiziert wurden und welche Bedürfnisse der Mensch damit erfüllte. Diese geschichtliche Perspektive hilft uns, die heutige Rolle von Haustieren besser zu verstehen.
Ursprung der Domestizierung
Die Domestizierung von Tieren ist ein entscheidender Punkt in der Menschheitsgeschichte, der sich über Jahrtausende erstreckte. Diese Entwicklung begann vor etwa 15.000 bis 20.000 Jahren, als Menschen begannen, Wildtiere zu zähmen. Der erste Schritt in dieser Beziehung war oft die Nutzung von Tieren zur Unterstützung bei der Jagd oder zum Schutz. Wölfe, die sich dem Menschen näherten, wurden zu den ersten Haustieren – den Vorfahren unserer heutigen Hunde.
Der Anreiz zur Domestizierung lag vor allem in der Notwendigkeit, Ressourcen zu sichern und die Überlebenschancen zu erhöhen. Diese symbiotische Beziehung erfüllte sowohl emotionale als auch materielle Bedürfnisse. Der Mensch bot Futter, Schutz und einen Lebensraum, während die Tiere im Gegenzug bei der Jagd, dem Schutz und später auch bei der Arbeit halfen.
Funktionale Rollen von Tieren in frühen Gesellschaften
In frühen Gesellschaften nahmen Tiere verschiedene funktionale Rollen ein, die im Wesentlichen auf die Bedürfnisse der Menschen ausgerichtet waren. Haustiere wie Hunde wurden als Jagdhelfer und Wächter geschätzt, während Katzen oft für die Bekämpfung von Schädlingen in Lagerhäusern und Wohnstätten zuständig waren. Diese klaren Funktionen führten zu einer strukturierten Beziehung zwischen Mensch und Tier.
Die Bedeutung der Tiere reichte jedoch über ihre praktischen Nutzen hinaus. Sie begannen, emotionale Bindungen zu Menschen aufzubauen, die oft als Familienmitglieder betrachtet wurden. Diese frühen Interaktionen trugen dazu bei, dass Tiere im Laufe der Zeit aus ihrer rein funktionalen Rolle herausgelöst wurden und ein wichtiger Bestandteil des sozialen Lebens wurden.
Wechsel von Nützlingen zu Gefährten
Im Laufe der Jahrhunderte haben sich die Einstellungen zu Haustieren tiefgreifend verändert. Mit der Urbanisierung und dem Rückgang traditioneller landwirtschaftlicher Lebensweisen wandelte sich die Rolle von Tieren vom Wirtschaftsfaktor hin zu emotionalen Gefährten. Im 19. Jahrhundert erlebte die Beziehung zwischen Mensch und Haustier einen signifikanten Wandel, als Haustiere zunehmend als Mitglied der Familie angesehen wurden.
Diese Veränderung in der Wahrnehmung führte zu einer Verschmelzung von emotionalen Bedürfnissen und wirtschaftlichem Nutzen. Heutzutage sind Tiere nicht mehr nur Nutztiere oder Arbeitskräfte, sondern Künder von Liebe und Geborgenheit. Diese Entwicklung ist ein bedeutender Faktor, der die heutige „Petconomy“ anheizt, in der Die Menschen bereit sind, erhebliche Beträge für das Wohl ihrer Haustiere auszugeben.
Kulturelle Unterschiede in der Haustierhaltung
Die Art und Weise, wie Tiere in verschiedenen Kulturen gehalten werden, kann stark variieren und ist zugleich ein Spiegelbild gesellschaftlicher Werte und Normen. In westlichen Gesellschaften werden Haustiere oft als Familienmitglieder betrachtet, was sich in den hohen Ausgaben für Pflege, Ernährung und Wellnessservices widerspiegelt. Diese Einstellung fördert die Entwicklung innovativer Produkte und Dienstleistungen, die auf die emotionalen Bedürfnisse der Tierhalter eingehen.
Im Gegensatz dazu gibt es Kulturen, in denen die Haustierhaltung weniger emotional aufgeladen ist. Hier werden Tiere eher als Nutztiere gesehen, die spezifische Aufgaben erfüllen, beispielsweise in landwirtschaftlichen oder sicherheitsrelevanten Funktionen. Diese kulturellen Differenzen prägen die globalen Marktstrategien für petconomy und beeinflussen damit, wie Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen positionieren.
Im 20. Jahrhundert erlebte die Beziehung zwischen Mensch und Haustier einen signifikanten Wandel. Dieser Abschnitt untersucht die Veränderungen in der Industrialisierung, die die Haustierhaltung und -pflege beeinflussten und zeigt, wie soziale Normen sich anpassten.
Einfluss der Urbanisierung auf Haustiere
Im 20. Jahrhundert führte die Urbanisierung weltweit zu einem signifikanten Wandel in der Haltung und Pflege von Haustieren. Die Menschen zogen aus ländlichen Gebieten in städtische Zentren und das Leben in Städten stellte neue Anforderungen und Möglichkeiten für Haustierhalter dar. In urbanen Umgebungen sind die Wohnverhältnisse oft kleiner, was dazu führte, dass kleinere Haustiere wie Katzen und kleinere Hunderassen populär wurden.
Die Anpassung an das städtische Leben erforderte auch innovative Lösungen für die Tierhaltung, wie beispielsweise die Etablierung von Haustierbetreuungsdiensten und speziellen Geschäften für Haustierbedarf. Die städtische Infrastruktur begann, sich an die Bedürfnisse von Haustierhaltern anzupassen, inklusive Parks und spezielle Auslaufbereiche. Diese Transformation erhöhte die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Produkten und Dienstleistungen, was die Basis für die heutige „Petconomy“ schuf.
Die Entwicklung von Haustierbedarf und -pflege
Die Veränderungen in der Haustierhaltung führten zu einer rasanten Entwicklung des Marktes für Haustierbedarf. Während in der Vergangenheit die Versorgung der Tiere oft rudimentär war, begann sich die Industrie im 20. Jahrhundert rasant zu diversifizieren. Die Einführung von spezialisierten Futterprodukten und Pflegeartikeln revolutionierte die Art und Weise, wie Menschen ihre Haustiere versorgten.
Heute gibt es eine schier endlose Auswahl an Produkten, von biologischem Futter über maßgeschneiderte Hundebetten bis hin zu automatisierten Futterspendern. Diese Varianten spiegeln nicht nur die wachsenden Ansprüche der Haustierbesitzer wider, sondern auch das steigende Bewusstsein für die gesundheitlichen Bedürfnisse ihrer tierischen Begleiter. Der Trend geht immer mehr in Richtung personalisierter und technologischer Lösungen, was für Start-ups immense Geschäftsmöglichkeiten eröffnet.
Gesellschaftliche Trends: Vom Dienstleistungs- zum Familienmitglied
Im Verlauf des 20. Jahrhunderts wandte sich die Gesellschaft zunehmend von einer utilitaristischen Sichtweise auf Haustiere ab und begann, Tiere als vollwertige Mitglieder der Familie zu betrachten. Diese grundsätzliche Verschiebung in der Wahrnehmung war das Ergebnis des zunehmenden Wohlstands und einer Veränderung der sozialen Normen. Haustiere werden heute nicht mehr nur als Arbeits- oder Diensttiere gesehen, sondern als Quellen emotionaler Unterstützung und Kameradschaft.
Familienstrukturen haben sich gewandelt, und in vielen Fällen sind Haustiere die neuen emotionalen Bezugspunkte für Menschen, die in kleineren Haushaltskonstellationen leben, insbesondere in Single- und kinderlosen Haushalten. Die Bedeutung der emotionalen Verbindung zu Haustieren hat die Marktstrategien von Unternehmen grundlegend beeinflusst und prägt die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen.
Wachsende Emotionale Bindung und Psychologie des Besitzers
Die emotionale Bindung zwischen Menschen und ihren Haustieren hat sich im letzten Jahrhundert stark intensiviert. Der psychologische Aspekt spielt eine zentrale Rolle in der Haustierhaltung, da viele Menschen ihre Tiere als familiäre Mitglieder betrachten und entsprechend behandeln. Diese Bindung entsteht aus der gemeinsamen Lebensweise und der gegenseitigen Abhängigkeit, die zwischen Haustier und Besitzer entwickelt wird.
Marktforschung zeigt, dass Haustierbesitzer bereit sind, erheblich in die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Tiere zu investieren. Diese psychologischen Trends beeinflussen nicht nur Kaufentscheidungen, sondern auch die Formulierung von Marketingstrategien. Unternehmen ergreifen zunehmend Maßnahmen, um diese emotionale Verbindung anzusprechen, indem sie Produkte anbieten, die auf die Bedürfnisse und das Wohlbefinden von Haustieren ausgerichtet sind, was eine Schlüsselkomponente beim Aufbau erfolgreicher Marken darstellt.
Der demografische Wandel hat entscheidende Auswirkungen auf die Haustierhaltung. In diesem Abschnitt werden wir die Zunahme von Single-Haushalten sowie die Veränderungen in der Familienstruktur analysieren und deren Bedeutung für die Vermenschlichung von Haustieren erörtern.
Zunahme von Single- und Kleinhaushalten
Die demografische Entwicklung zeigt einen signifikanten Anstieg von Single- und Kleinhaushalten. In vielen urbanen Gebieten entscheiden sich immer mehr Menschen, allein zu leben oder in kleinen Gemeinschaften zusammenzuleben. Diese Veränderungen führen dazu, dass Haustiere oft als emotionale Begleiter fungieren, die Trost und Gesellschaft bieten. Studien belegen, dass Alleinlebende häufig bereit sind, erhebliche Summen für ihre Tiere auszugeben, was die Vermenschlichung von Haustieren unterstreicht.
Ein zentraler Aspekt dieser Entwicklung ist die Tatsache, dass Haustiere nicht mehr nur als Nutztiere betrachtet werden, sondern zunehmend als vollwertige Familienmitglieder. Dies schafft einen Markt für spezielle Produkte und Dienstleistungen, die auf die Bedürfnisse dieser Tierbesitzer zugeschnitten sind. Unternehmer erkennen, dass die emotionale Bindung zwischen Mensch und Tier ein lukrativer Ansatz ist, um neue Kundensegmente zu gewinnen.
Änderungen in der Kaufkraft und demografischem Migrationsverhalten
Die Kaufkraft hat sich in den letzten Jahren durch verschiedene Faktoren verändert, unter anderem durch demografische Migrationseffekte. Jüngere Generationen mit höherer Bildung und Einkommen zeigen eine starke Neigung, ihr Geld in die Versorgung und das Wohlbefinden ihrer Haustiere zu investieren. Diese Generation legt besonderen Wert auf Qualität und Nachhaltigkeit, was den Markt für Bio-Nahrung und hochentwickelte Tierpflegeprodukte antreibt.
Darüber hinaus migrieren viele Menschen in städtische Zentren, wo sich die Kaufkraft erhöht, während ländliche Gebiete tendenziell weniger niedrigere Nachfrage für Haustierprodukte verzeichnen. Die Unternehmen müssen diese Trends erkennen und gezielte Marketingstrategien entwickeln, um diese Kunden zu erreichen. Es ist entscheidend, die Bedürfnisse der unterschiedlichen Haushaltsstrukturen zu verstehen, um maßgeschneiderte Lösungen anzubieten.
Die Suche nach emotionaler Verbindung und Bindung
Die moderne Gesellschaft fordert zunehmend nach emotionalen Bindungen, und Haustiere erfüllen diese Bedürfnisse auf einzigartige Weise. Viele Menschen suchen nach unbedingter Liebe und Unterstützung, die sie oft nicht in menschlichen Beziehungen finden. In dieser emotionalen Landschaft sind Haustiere eine Quelle von Freude und Trost, was die Bereitschaft, in ihre Pflege zu investieren, enorm steigert.
Diese Suche nach emotionaler Verbindung hat nicht nur Auswirkungen auf die Kaufentscheidungen, sondern beeinflusst auch die Art und Weise, wie Produkte und Dienstleistungen entwickelt werden. Unternehmen, die den emotionalen Aspekt der Haustierhaltung ansprechen, können tiefere Kundenbindungen aufbauen und langfristigen Erfolg im Markt für Haustierbedarf erreichen. Dies ist ein gewinnbringendes Geschäftsfeld, das sich ständig weiterentwickelt, während die Gesellschaft sich verändert.
Haustierhaltung als Statussymbol in Gesellschaften
In vielen modernen Gesellschaften hat sich die Haustierhaltung zu einem Statussymbol entwickelt. Man sieht zunehmend, dass teure Haustierprodukte, von Designer-Halsbändern bis hin zu hochklassigen Futtermarken, nicht nur einen praktischen, sondern auch einen sozialen Zweck erfüllen. Haustiere werden oft als Ausdruck des persönlichen Lebensstils und des sozialen Status betrachtet.
Dieser Trend spiegelt sich in den Marketingstrategien wider, die den luxuriösen und exklusiven Charakter von Haustierprodukten betonen. Unternehmer, die diese Dynamik verstehen und nutzen, können Produkte und Dienstleistungen auf den Markt bringen, die nicht nur die Bedürfnisse von Haustieren, sondern auch die emotionalen und sozialen Bedürfnisse ihrer Besitzer adressieren. Dies eröffnet erhebliche Möglichkeiten für Marken, die es verstehen, sich als Premiumanbieter zu positionieren.
Die emotionale Bindung und die Psychologie des Haustierhalters spielen eine wesentliche Rolle in der modernen Haustierhaltung. Hier untersuchen wir, welche psychologischen Bedürfnisse Haustierbesitzer antreiben und wie dies den Markt beeinflusst.
Psychologische Bedürfnisse und emotionale Bindung
Die emotionale Bindung zwischen Mensch und Haustier hat sich in den letzten Jahrzehnten als ein zentraler Faktor in der Haustierhaltung herauskristallisiert. Diese Bindung ist oft tiefer als viele zwischenmenschliche Beziehungen, da Haustiere bedingungslose Zuneigung und Unterstützung bieten. Das Bedürfnis nach einer loyalen, nicht wertenden Beziehung spiegelt sich in der Investition in hochwertiges Futter, Spielzeug und Pflegeprodukten wider. Studien zeigen, dass Haustierbesitzer oft Verantwortung und Fürsorge erleben, was ihre Lebensqualität verbessert und Stress abgebaut wird.
Diese psychologischen Bedürfnisse gehen über das einfache Streicheln hinaus; sie umfassen auch den Wunsch nach sozialer Akzeptanz und ein Gefühl von Zugehörigkeit. Haustiere werden nicht nur als Begleiter, sondern auch als Teil der Familie betrachtet. Die Vermenschlichung des Haustiers fördert eine intensive Bindung, die sich in einem starken Verbrauchsverhalten widerspiegelt. Diese Faktoren sind entscheidend für die Marktanalyse, da sie direkt die Kaufentscheidungen beeinflussen.
Haustiere als Ersatz für zwischenmenschliche Beziehungen
Die Dynamik der modernen Gesellschaft hat dazu geführt, dass viele Menschen zunehmend Einsamkeit empfinden, insbesondere in städtischen Gebieten mit unausgewogenem Lebensstil. Haustiere erfüllen oft eine Rolle als emotionale Unterstützer und Ersatz für menschliche Beziehungen. Diese Funktion verstärkt sich besonders in Gesellschaften mit einer hohen Anzahl an Single-Haushalten. Studien belegen, dass Besitzer von Haustieren oft eine hohe Zufriedenheit und weniger depressive Symptome zeigen, was die psychologische Grundlage dieser Beziehung unterstreicht.
Die Tatsache, dass Haustiere als "Familienmitglieder" betrachtet werden, führt zu einer verstärkten Loyalität bezüglich deren Bedürfnisse. Dies wird zum Treiber der Marktentwicklung, denn Unternehmen erkennen den Wert emotionaler Bindungen und zielen mit ihren Produkten gezielt auf diese emotionale Dimension ab. Die Fähigkeit, diese Bindung zu reflektieren und zu nutzen, ist entscheidend für erfolgreiche Marketingstrategien in der Petconomy.
Faktoren für die Kaufentscheidung von Haustierbedarf
Die Kaufentscheidungen von Haustierbesitzern werden durch eine Vielzahl von psychologischen Faktoren beeinflusst. Ein zentraler Aspekt ist die emotionale Verbundenheit, die dazu führt, dass Haustiere als Familienmitglieder betrachtet werden. Diese Perspektive beeinflusst nicht nur die Produktwahl, sondern auch die Bereitschaft, für qualitative Produkte mehr Geld auszugeben. Darüber hinaus spielt das Markenimage eine wichtige Rolle; viele Besitzer neigen dazu, Marken zu bevorzugen, die als vertrauenswürdig und nachhaltig wahrgenommen werden.
Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Verfügbarkeit von Informationen. Social Media und Online-Communities fördern den Austausch über Produkte und Erfahrungen, was die Kaufentscheidungen stark beeinflusst. Haustierbesitzer sind oft bereit, Produkte zu kaufen, die von anderen Besitzern empfohlen oder als sozial akzeptiert wahrgenommen werden. An dieser Stelle wird klar, wie wichtig es für Unternehmen ist, eine starke Online-Präsenz aufzubauen und auf die spezifischen Bedürfnisse ihrer Zielgruppe einzugehen.
Die Rolle von sozialen Medien und der Einfluss von Trends
Soziale Medien haben einen revolutionären Einfluss auf das Konsumverhalten von Haustierbesitzern gehabt. Plattformen wie Instagram und TikTok ermöglichen es, Haustiere als Influencer zu nutzen, wodurch Trends schnell entstehen und verbreitet werden. Diese viralen Inhalte fördern nicht nur die Sichtbarkeit bestimmter Produkte, sondern stärken auch die emotionale Bindung zwischen Haustierbesitzern und ihren Tieren. Eine hohe Anzahl an Followern und Likes kann das Kaufverhalten erheblich beeinflussen, da viele Menschen sich an den Vorstellungen von "idealem" Haustierleben orientieren.
Zusätzlich gibt es durch soziale Medien ein verändertes Verständnis von Gemeinschaft. Benutzer schließen sich Gruppen an, um über Haustierpflege, Ernährung und -training zu diskutieren, was auch den Trend zur Premium-Produkten vorantreibt. Die Fähigkeit, sich über soziale Medien in einem globalen Kontext auszutauschen, schafft einen Markt, der flexibel auf die sich ständig ändernden Verbraucherpräferenzen reagieren kann und somit enorme Chancen für Start-ups im Haustiermarkt bietet.
Die Marketingstrategien für Produkte in der Petconomy sind entscheidend für den Erfolg. In diesem Abschnitt beleuchten wir, wie Unternehmen emotionale Marketingansätze nutzen, um Haustierbesitzer anzusprechen und deren Bedürfnisse zu erfüllen.
Emotionale Ansprache in der Werbung
